Wie 10" Newton erleichtern?

Der einfachste Test ist wenn man das angedachte Zubehör in eine Stofftasche an den Laser hängt und denn Tubus hin und her schwenkt.
Da testet man aber in der Regel eher den Auszug. Ist zumindest meine Erfahrung, dass der so viel mehr nachgibt als der Tubus, dass man den Effekt vom Tubus gar nicht mehr merkt.

Ich hänge da zur Simulation meiner Mono eine 2,5kg Hantelscheibe dran. Den größten Effekt hatte die klemmung. Dass der Spot sich überhaupt nicht bewegt, habe ich noch nie erlebt. Dass der Spot sich 1-2mm bewegt ist fotografisch tolerierbar. Durch den Koma Korrektor hat man etwas Spielraum gewonnen.
 
Hallo Tino,

so richtig werde ich nicht schlau aus deinen Vorgaben.
Es gibt viele Möglichkeiten einen leichten Newton zu bauen. Solle er dazu noch günstig sein, sollte man in der Lage sein, viele Arbeiten zu übernehmen und nicht einkaufen zu müssen. Wenn du aber Holz, als den idealen und kostengünstigen Werkstoff ablehnst, beraubst du dich genau um die Möglichkeit so etwas zu bauen.
Carbon ist teuer und macht ordentlich scharzen Staub und ist auch nicht einfach zu verarbeiten. Alu ist auch teuer im Einkauf und anspruchsvoller bei der Bearbeitung
und hat einen sehr hohen Ausdehnungskoeffizienten, der nicht gut zum Anspruch der Justier- und Fokusstabilität passt. Nach dem Bearbeiten müsste noch Eloxiert werden, was extern geschieht und Geld kostet.
Ideal ist ein Volltubus. Die Einarmausführung sicher nicht so satbil und alles in Richtung Gitterrohr wohl stabiler, aber arbeitsaufwendiger.
Ich habe mich damals für einen Tubus aus Geax ( Hartpapier) entschieden. Dünnwandig und da wo es gebraucht wird noch Ringe eingeklebt.
Bei offenen Systemen musst du immer Streulicht raushalten und generell bei planetenoptimierten Geräten auf Kontrastkiller, z.B. Spiegelkante, achten.
Da hast du ja bereist einen ordentlichen Teleskoppark und dein MN ist sicher auch ein feines Planetengerät. Ob die die 10Zoll Aufgrund deiner Balkonbedingungen überhaupt öftern gewinnbringend nutzen kannst, musst du dir selbst beantworten.
Mit Verlaub, ein richtig aufgebauter und ordentlich ausgeführter Dobson, wie ihn Mike zeigt, hat nichts mit deinem Erstteleskop zu tun und schon gar nicht mit einem Mülleimer. Das zeigt mir nur, daß du so einen Dobson dieser Qualität noch nie genutzt hast. Leider hat die mieße Verarbeitung und das schlechte Material, diese Einsteigernewtons den Ruf des Dobson gründlich ruiniert, wie am auch an deinem Kommentar merkt.
Hier mal ein schöner Eigenbau, meines Astrofreundes Kurt als Anregung. Geht natürlich auch mit Carbon, Alu und ohne Sperrholtubus, sondern mit Stoffhülle...

Newton_Kurt.jpg



Gruß und viel Erfolg beim Bau
Thomas
 

Anhänge

  • Newton_Kurt.jpg
    Newton_Kurt.jpg
    1,6 MB · Aufrufe: 90
Servus, ich habe den Tubus von Klaus Helmi und bin echt begeistert, mein Quattro S10 kommt auf 13 KG, hast du schon mal bei Ihm nachgefragt weil er schreibt ja das die er noch hat für den F4 verwendet werden können aber vieleicht geht er ja auch für F5?

"3 x 285ID /920mm 5mm Wand weiß lackiert ohne Bohrungen Kann passend für Skywatcher 10" f4 gemacht werden 200 Euro"
CS Stefan


IMG_20240220_105646.jpg
 
@Thomas
Nein, da bin ich so gar nicht deiner Meinung. Es lag nicht an der Qualität des Skywatchers. Mich hat aber die Handhabung fürchterlich genervt.
Gerade als Anfänger hatte ich damals schon meine Probleme überhaupt etwas am Himmel zu finden und dann auch noch nachzuführen.
Aber das ist ein anderes Thema. Ich denke das ist so eine Philosophiefrage wie bei den Tesla Fans. Die einen finden es spitze und die anderen finden es mies. Ich fand es damals jedenfalls ziemlich mies. Mal abgesehen davon dass es als Dobson auf meinem Balkon nicht zu gebrauchen ist. Für mich muss es zwingend etwas auf der EQ montierbares sein. Holz fällt einfach deshalb raus, weil ich keine Werkzeuge und den Raum dafür habe. In der Wohnung kann ich wohl kaum alles vollstauben.


@Stefan
Ja, ich hatte bei Klaus nachgefragt ob er was passendes für den F/5 hat. Leider alles nur noch für F/4. Ich würde ja auch einen F/4 bauen, aber dazu fehlt mir nun leider das passende Spiegelset. Das F/5 ist sicher auch besser für Planeten geeignet, da etwas höhere Brennweite. DeepSky geht hier aus der Stadt so oder so nicht.

Ich denke, ich lasse es erst einmal so wie es ist, bis ich mir im Klaren bin, was ich realisieren kann.
Bin auch kein Optikexperte und trete deshalb auch ständig in Astronomische Fettnäpfe weil mir einfach die Zeit fehlt, mich mit allem und jedem beschäftigen zu können. Am liebten hätt eich ja einen 7" MN von Intes, aber da gibts wohl nichts mehr zu bekommen. Außer in UK und die liefern nichts nach Deutschland. Ist bei den Dingern sicher auch ein hohes Risiko.

Tino
 
Hallo Tino, so geht es mir auch ich habe immer wieder kleine Probleme und meist wenn ich glaube ne Lösung gefunden zu haben ist es Wochenlang sche.. Wetter. Ich hab meine Ausrüstung über den Winter im Allgäu im Wohnwagen weil es hier so schön Dunkel ist. Mein Teleskop ist langsam gewachsen hab es immer wieder etwas umgebaut bis es so war wie es jetzt ist. Als nächstes werde ich wohl auch den Spiegel neu beschichten lassen das bietet TS ja auch an dauert nur lange. Ich hab das Glück das ich auf dem Weg zur Arbeit bei TS vorbeikomme. Den Tubus hab ich seinerzeit bei Klaus Helmi bestellt und etwas Länger bauen lassen um gleich mehr Tauschutz zu haben.
CS Stefan
 
Hallo Tino,

klar ist das eine Frage, die schon sehr oft hier diskutiert worden ist und jeder hat und darf da seinen Standpunkt haben.
Das du nicht im Wohnzimmer die Oberfräse und den Schwingschleifer ansetzt ist mir klar, aber du hattest eingangs geschrieben, daß Werkzeug reichlich vorhanden sei. Das nutzt nichts, wenn du es nicht einsetzen kannst. Vielleicht hast du ja einen Kumpel mit Werkstatt, den du überreden kannst?
Letztendlich bleibt dir dann der Einkauf von vorgefertigten Komponenten, die dein Umbauprojekt teuer machen.
Stefans Newton ist schon eine tolles Teleskop, aber du hattest ja angemerkt, das dir Carbon zu teuer ist. Was bleibt dir dann?
Auf einen gebrauchten und gewichtsoptimierten Tubus warten und oder das Spiegelset verkaufen und auf einen angebotenen MN warten.
Die Intes Geräte waren allerdings auch grundsolide und damit schwer und erst der Preis, wenn mal was angeboten wurde.
Vielleicht ist die Idee vom Einarmsystem gar nicht so verkehrt. Aus der Industrie gibt es verschiedenste Profilsysteme, die man dazu kombinieren kann.
Wäre einen Versuch wert.

Jan hat ja schon sein Teleskop vorgestellt und ich habe da noch was in Erinnerung:


Gruß Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi
kleine Anmerkung zur Oberfräse: Wenn man einen Staubsauger anschließt, gibt es nicht viel Staub.
Kleine Anmerkung zur Herstellung eines Glasfaserrohres: Hab ich gemacht, 25cm Durchmesser, 180cm lang, nach Anleitung aus dem Buch von Allan McIntosh "Advanced Telescope Making Techniques"Eine unglaubliche Sauerei, mach ich nie wieder.
Screenshot_20240317_113552_Gallery.jpg

Hochwertiges vielfach verleimtes Sperrholz ist ein wunderbarer Werkstoff, der sich leicht verarbeiten lässt.
Meine Holzdobsons sind viel stabiler, als mein gekaufter Dobson aus Metall.
Man kann damit nach Obsessionbauweise auch viel größere Geräte bauen:
Mein alter 18"
Screenshot_20240317_114036_Gallery.jpg
oder auch noch grösser:
Mein 24":
Screenshot_20240317_113912_Gallery.jpg
Und das beste ist: Man braucht visuell keine teure Montierung und für die Fotografie nur eine Plattform, diese muss dann aber erstklassig sein.
Kostet aber verglichen mit einer deutschen Montierung sehr viel weniger.

Für 10" funktioniert auch der Vorschlag von Thomas mit einem Geax oder Krüpax Rohr sehr gut.
CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
@winis
Was sind das denn für Teile mit denen du den Tubus abschließt? Sowas suche ich schon lange. Spannhauben für Töpfe habe ich nur welche für kleine Teleskope gefunden.

Grüße
Joachim
 
Hier mal ein schöner Eigenbau, meines Astrofreundes Kurt als Anregung. Geht natürlich auch mit Carbon, Alu und ohne Sperrholtubus, sondern mit Stoffhülle...
Hallo Thomas

Das ist aber eine feine Konstruktion. Hast du auch ein paar Parameter? Öffnung, Blende, Gewicht.

Das ist vom Prinzip her so ähnlich wie meine Minikonstruktion nur im extrem. Was hat dein astrofreund verwendet um die Alurohre frontal zu verschrauben? Meine Methode mit den expander stopfen würde schon deutlich zum Gewicht beitragen, wenn ich so viele verwenden würde.

Er hat die gewölbte Adapterplatte für den Auszug einfach auf ein flaches Brett geschraubt. Eigentlich ganz einfach. Ich habe mir da voll die komplizierte Konstruktion ausgedacht…

Grüße
Joachim
 
@winis
Was sind das denn für Teile mit denen du den Tubus abschließt? Sowas suche ich schon lange. Spannhauben für Töpfe habe ich nur welche für kleine Teleskope gefunden.

Grüße
Joachim
Servus, die hat meine Frau für mich genäht aus Licht-dichtem Stoff die obere dient nur dem Staubschutz die untere bleibt als Lichtschutz beim Fotografieren mit drauf bei Interesse PN
CS Stefan
 
Hallo Joachim,

das Bild ist schon ein paar Tage alt und vor zwei Jahren ist Kurt verstorben, aber ich meine mich zu erinnern, es war so ein GS0 8" f/4 Spiegelset.
Gewicht kann ich dir nicht genau sagen, war aber sehr leicht.
Die Achtecksegmente kann man sozusagen in Serie wiederholgenau fertigen, wenn man mit Anschlägen arbeitet. Diese Segmente kann man über die Länge so verteilen, wie es für die Stabilität Sinn macht. Durch das Achteck finden sich immer Flächen für die Prismenschiene, Sucher und Auszug und was man noch so anbauen muss. Innen kann man einfach eine dünne Kunsstoffplatte mit Velours bekleben und in die Innenrundung einbringen.
Ich würde wohl heute auf Carbon Rohr zurückgreifen.
Ich glaube Kurt hat damals einfach Spaxe in die Stabe geschraubt. Nicht die feine Art, aber hält!

Gruß Thomas
 
das Bild ist schon ein paar Tage alt und vor zwei Jahren ist Kurt verstorben, aber ich meine mich zu erinnern, es war so ein GS0 8" f/4 Spiegelset.
Gewicht kann ich dir nicht genau sagen, war aber sehr leicht.
Die Achtecksegmente kann man sozusagen in Serie wiederholgenau fertigen, wenn man mit Anschlägen arbeitet. Diese Segmente kann man über die Länge so verteilen, wie es für die Stabilität Sinn macht. Durch das Achteck finden sich immer Flächen für die Prismenschiene, Sucher und Auszug und was man noch so anbauen muss. Innen kann man einfach eine dünne Kunsstoffplatte mit Velours bekleben und in die Innenrundung einbringen.
Ich würde wohl heute auf Carbon Rohr zurückgreifen.
Ich glaube Kurt hat damals einfach Spaxe in die Stabe geschraubt. Nicht die feine Art, aber hält!
Hallo Thomas,

vielen Dank für die Einblicke. Schade, dass der Konstrukteur schon verstorben ist. Selbst die jüngeren Selbstbauer sind mittlerweile schon älter und es wächst kaum was nach.

Ja, beim genaueren Hinsehen fällt es mir nun auch auf, dass die vier Holzstäbe wohl einfach mit Holzschrauben von der Seite an den Segmentringen befestigt wurden. Die Alurohre scheinen einfach nur gesteckt zu sein, richtig? Nicht noch geklebt? Sowohl die Stäbe als auch Rohre sind durchgehend. D.h. die komplette Konstruktion wird von den vier durchgehenden Holzstäben gehalten. Erstaunlich dass das hält. Hätte ich nie gedacht. Das ist fokusstabil?

Ich habe mal am Monitor gemessen. Die Stäbe und Rohre müssten 16mm haben, die Multiplexplatten so 20mm rum. Der Tubus wird so 80-100cm lang sein? Also alle ca. 15cm ein Segment?

Und ich habe mal für die Maße, die ich normal verwende (20mm Alurohre mit 1mm Wandstärke) gerechnet. Die Vollholzstäbe an sich wären schon leichter als die Alurohre, wenn man Fichte, Tanne oder Lärche verwendet. Dazu kommt noch, dass man praktisch kein zusätzliches Gewicht für die Befestigung braucht. Das schlägt bei den Expanderverbindern mit den M8 Schrauben tatsächlich schon ordentlich zu Buche und wiegt soviel wie die Rohre selbst. Wenn das stabil ist, könnte ich im Vergleich zu meiner Methode nochmal 1kg sparen. Das probiere ich mal.

Sind da eigentlich innen noch Ringe zur Stabilisierung? Zumindest vorne scheint mit ein noch ein Ring drin zu sein. Zumindest kann ich nicht vorstellen, dass das Sperrholz so dick gebogen wurde. Früher hat man ja relativ dickes Sperrholz für den Tubus verwendet und das dann mit dem Bügeleisen mit Wasserdampf gebogen. Für den Minitubus habe ich 0,7mm Biegesperrholz verwendet. Das kann man ohne Feuchtigkeit und Wärme einfach auf 50cm Durchmesser biegen ohne dass was bricht. Aber das dient auch nicht zur Stabilisierung. Das ist ein reiner Lichtschutz wegen der vielen Straßenlampen und Gartenbeleuchtungen rings rum.

Grüße,
Joachim
 
Hallo,

es gibt eine Unmenge an Büchern über Teleskopbau, hier eine Auswahl:
CS Mike
 
1. Das würde mich etwas genauer interessieren. Denn normalerweise läuft das doch viel schneller an, wenn das einfach blank im Freien hängt?!?
2. Und wo bekommt man denn so einen runden Planspiegel her?

Hallo Joachim,

1. Mit der freien Aufhängung gibt es keine Behinderung der Luftkonvektion, so dass der Spiegel immer nah an der Temperatur der Umgebungsluft bleibt. Die Wärmeabfuhr in den Himmel wird ja durch die Verspiegelung weitestgehend unterbunden. Mein Spiegel bleibt auch in frostigen Nächten blank, wenn die Apparatur bereits so aussieht:

1739828278421.jpeg


In einem vereisten Tubus wird die Spiegeltemperatur mit dem Tubus unter den Taupunkt gezogen.

2. Die Planspiegel habe ich von LINOS.

CS Jan
 
Hallo Mike,
nach 100 Jahren gibt es das hier. Wo sind die Nachteile?
CS Jan

Hallo Mike,

es gibt ja auch unbestrittene Vorteile der Einarmkonstruktion. Einer ist die erhebliche Gewichtseinsparung gegenüber der gängigen Tubuslösung, darum geht es ja in diesem Thread, und die geringere Windangriffsfläche. Das hat insbesondere Folgen für die Auslegung der Motierung.

Weitere Vorteile hatten wir hier kürzlich schon besprochen:
- Mechanische und thermische Stabilität
- Obstruktion und Streulichtempfindlichkeit

Vielleicht möchtest Du uns wenigstens ein paar der vielen Nachteile benennen, die zu Deiner pauschalen Abwertung des Systems geführt haben?

CS Jan
 
Mit der freien Aufhängung gibt es keine Behinderung der Luftkonvektion, so dass der Spiegel immer nah an der Temperatur der Umgebungsluft bleibt. Die Wärmeabfuhr in den Himmel wird ja durch die Verspiegelung weitestgehend unterbunden.
Wieder was dazu gelernt. Das hätte ich nie gedacht. Ich habe hier noch einen 8" Spiegel rum liegen, bei dem die Vergütung bisschen angegriffen ist. Damit werde ich das mal probieren. Wenn das wirklich funktioniert, schafft das ja ganz neue Optionen :)

Vielleicht möchtest Du uns wenigstens ein paar der vielen Nachteile benenne
Mir persönlich fällt nur einer ein: man kann kein Filterrad verwenden, solange das System auch ein Ein-Spiegel-System ist. Aber theoretisch könnte man das auch in der Newtonbauweise verwirklichen. Das Problem haben allerdings alle Spiegelsysteme, bei denen sich die Kamera im Strahlengang befindet.

Unter Umständen ist auch der Einblick recht hoch, weil der Schwerpunkt eher weiter unten ist. Das ist auch wieder ein Punkt, den alle Systeme haben, die auf Gewicht optimiert sind. Je weniger der Tubus wiegt, desto mehr fällt der Hauptspiegel ins Gewicht. Beim Dobson ist das gewünscht. Aber auch bei einer äquatorialen Montierung könnte man da leicht Abhilfe schaffen, durch ein sehr niedriges Stativ oder indem man einfach eine Aufnahme für ein Gewicht weiter oben anbringt.

Ansonsten ist das sehr elegant alles. Vor allem dass das nicht anläuft oder zufriert ist echt krass. Ist das eigentlich bei dem Fraunhofer auch so?

Ich habe mal auf deren Website geschaut. Da gibt es bei den größeren Spiegeln nur Qualität Lambda/2. Drücken die das nur anders aus oder ist das wirklich lambda/2 ptv? Oder ist lambda im UV?

Der einzige Hersteller, den ich sonst kenne, der solche Spiegel herstellt, ist Edmund Optics. Die liefern auch lambda/8. Die liefern auch größere achromatische Objektive und kurzbrennweitige Parabolspiegel für Mini Projekte. Was ich besonders interessant finde, sind deren Off Axis Parabolspiegel. Deren Portfolio ist ein wahrer Fundus für Selbstbauer. Hat aber halt auch alles einen satten Preis...
 
1. man kann kein Filterrad verwenden, solange das System auch ein Ein-Spiegel-System ist.
2. Unter Umständen ist auch der Einblick recht hoch

Hallo Joachim,

vielen Dank für Deine freundliche Bewertung und die Infos zu Spiegeln! Zu oben angesprochenen Punkten:
1. Ich mache das so. Der Wechsel geht schnell und erfordert weniger Kraft als mit dem Filterrad.
2. Für hochstehende Objekte habe ich auch ein niedriges Berlebach.

CS Jan
 
Ich mache das so. Der Wechsel geht schnell und erfordert weniger Kraft als mit dem Filterrad.
Ich hatte eher an ein motorisiertes filterrad, Autofokus und so gedacht. Also ein Setup das man automatisch steuern kann und das man über Nacht einfach laufen lassen kann. Autofokus sollte man hingekommen wenn man den Kameraausleger auf einen Schlitten setzt.

Wie stellst du eigentlich scharf? Eine Bahtinov Maske müsste man sich Maßschneidern.
 
Ich hatte eher an ein motorisiertes filterrad, Autofokus und so gedacht. Also ein Setup das man automatisch steuern kann und das man über Nacht einfach laufen lassen kann.
Das System ist für einen automatisierten Betrieb nicht ausgelegt.
Autofokus sollte man hingekommen wenn man den Kameraausleger auf einen Schlitten setzt.
Das wäre mir zu wackelig und würde die ansonsten sehr justagestabile Gesamtauslegung in Frage stellen.
Wie stellst du eigentlich scharf? Eine Bahtinov Maske müsste man sich Maßschneidern.
Ich drehe in kleinen Schritten von Hand am Schneckenfokussierer und finde unter Beobachtung des Monitorbilds recht zuverlässig einen optimalen Fokuspunkt.

CS Jan
 
Vor allem dass das nicht anläuft oder zufriert ist echt krass. Ist das eigentlich bei dem Fraunhofer auch so?
Nein - denn Linsen sind wegen der nicht vorhandenen Frontverspiegelung nicht vor der Wärmeabstrahlung in den Himmel geschützt, die zur Unterkühlung und Niederschlagsbildung führt. Das gilt natürlich in gleicher Weise auch für die gängigen SC- und MC-Teleskope.

CS Jan
 
Hallo Tino,

Ich habe jetzt nicht den ganzen Vrrlauf gelesen, aber ich bin zur Zeit auch dabei einiges in Richtung Eigenbau auszuloten. Viel Gewicht lässt sich nicht einsparen ohne viel Geld für Carbon auszugeben. Aluminium ist jetzt meine Wahl werde 20x20 t=1,5mm Profil nehmen. Komme überschlägig auf ca. 2-3kg für Konstruktion. In Stahl wären es ca. 7kg. Stahl hätte den Vorteil geringere Wärmeausdehnung zu haben, scheitert bei mir wegen dem Gewicht. Das Thema Längenausdehnung wir nach meiner Meinung zu sehr hoch gekocht da die elektronische Okularauszussteuerung das gut weg macht. Das gibt bei mir ein Schweißteil und ich denke für unsere Zwecke reicht das sicher aus. Das Problem ist die WIG Schweißerrei das hat mich jetzt in billig amazon ca. 500Euro gekostet. Mal sehen wo diese Reise hinführt.

LG und CS
Hampo
 
Hallo Hampo,

ich habe das Ganze jetzt erst einmal auf Eis gelegt. Ich denke ich fange erst einmal klein an und baue mit ein 6" Leichtgewicht. Wenn das klappt, dann versuche ich es mit dem 10".

Tino
 
Hallo Hampo,

ich baue meinen 10" jetzt erst einmal als modifizierten Einarm. Die klassische 9-Punkt-Spiegezelle bekommt (mangels Werkstatt) als Aufhängung und Staubschutz ein Gehäuse mit Deckel aus zwei gefrästen Multiplexringen aus dem Lautsprechersektor. Das braucht natürlich einen Support zum Einarm, damit der schwere Spiegel nicht aus der Achse kippen kann. Aber da können dann gleich noch Aufsteller darunter zum senkrechten Lagern des Teleskops.
Der Rest wird klassisch in Alu aufgebaut. Den Kamerahalter werde ich wohl noch modifizieren, eventuell aus Carbon und mit Linearantrieb als Fokussierung. Das Ganze ist aber eher ein Spaßprojekt ohne Eile.

Ich bin auf deine Aluminiumkonstruktion gespannt.

Erik
 
Zurück
Oben