Wieder ein ED 102/714

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Laux revisited

Zitat von Gerd_Duering:
Hallo Karsten,

Die Bildgüte der
FK-Objektive ist somit Fluoritobjektiven gleichwertig bzw leicht
überlegen, doch dies ist praktisch kaum mehr nachweisbar.

Die angebliche Überlegenheit von ED gegenüber Fluoritoptiken.
Bei Dreilinsern kann der ED mit hochwertigen Gläsern eine
gleichgute Korrektur erreichen, aber bei Zweilinsern nicht.

Laux schreibt allgemein von FK-Objektiven, nicht speziell von FK2 oder FK3.
Ich interpretiere das so „das gleichwertig bzw leicht überlegen“ sowohl für den 2Linser als auch den 3Linser gilt.
Ich habe allerdings noch nicht das komplette Buch gelesen wenn Du schreibst an anderer Stelle steht was anderes kann ich das nicht ausschließen.

Daß der Farblängsfehler eines Zweilinsers genauso gut sein
kann wie der eines echten Dreilinsers.
Ebenfalls falsch. Der Drelinser ist überlegen. Nur wenn der Dreilinser
mit nur 2 Gläsern ausgeführt wird (was einer Aufspaltung der
nicht-ED-Linse gleichkommt) ist der Farblängsfehler gleich.

Wie viele Linsen Zählst Du denn im FK2 Objektiv?
Laux schreibt eindeutig „der Farblängsfehler eines FK2- und FK3 – Systems ist gleichwertig“ .

Grüße Gerd


N`Abend,

nach deinem Posting glaube ich zu wissen wie ich dich einschätzen muß.

Eine Antwort schreibe ich nur um zu vermeiden, daß andere Leser
womöglich noch glauben wa du geschrieben hast. Wie schon erwähnt,
dagegen hilft es wenn mann das Buch selbst liest und nicht etwa
verkürzten, sinnverfälschenden Auszügen oder Falschinterpretationen
im Internet glauben schenkt!

Laux schreibt allgemein von FK-Objektiven, nicht speziell von FK2 oder FK3.

Nein, Laux schreibt zum FK3. Steht drüber, wird im Text erwähnt.

Zum FK-Zweilinser schreibt Laux auf Seite 42 oben:


"Ein Fluorphosphatglas-Objektiv ist als zweilinsiges Objektiv realisierbar,
doch eine hohe Bildgüte und hohen Bildkontrast erreicht erst
der FK-Kompaktdreilinser. Alle Nachteile eines AS oder AP-Objektives
wie die 4 Glas-Luft-Flächen und der Luftspalt kommen zum tragen.
Öffnungsvfehler und Koma sind voll auskorrigiert, eine Retusche
wie beim AS ist nicht erforderlich. Auch die höheren Brechkräfte
im Vergleich zum Dreilinser machen sich in einem stärkeren Gaußfehler
bemerkbar. Der Zweilinser ist bezüglich des Bildkontrastes
und seiner Abbildungsleistung dem Dreilinser immer unterlegen.
Hierbei spielt in zunehmendem Maß die Entwicklungs- und Fertigungsgüte
eine tragende Rolle. So muß die schwankende Qualität der optischen
Gläser für jede Charge in der Rechnung kompensiert werden."



Zum Vergleich von FK-Zweilinser und Fluoritkristall-Zweilinser
verweise ich auf die Diagramme und Spots zu beiden Typen auf
Seite 42 (FK) und Seite 50 (Fuorit).
Der Vergleich zeigt, daß der Fluorit etwas besser Aberrationskurven
und Spots zeigt. Es sind jeweils 100mm f/10 Objektive.

Ein FK-Dreilinser oder Fluoritkristall-Dreilinser kann aber
noch bessere Spots als der Fluoritkristall-Zweilinser zeigen.

Nicht unerwähnt bleiben soll das problematischere thermische Verhalten
des Fluoritkristalls, welches in einem Zweilinser stärker als
in einem ölgefügten Dreilinser zum tragen kommen kann.

Laux schreibt eindeutig „der Farblängsfehler eines FK2- und FK3 – Systems ist gleichwertig“ .

Nein, das schreibt der Laux nicht! Der schreibt, wie ich es schon
angemerkt habe, daß der Farblängsfehler nur dann gleich ist,
wenn Zwei- und Drei-Linser aus jeweils 2 Glassorten bestehen.

Wenn der Dreilinser aus 3 Glassorten aufgebaut wird, dann hat
er einen erkennbar geringeren Farblängsfehler.
Das zeigen dir auch die Aberrations-Kurven die für sowohl für
den Zweilinser als auch für den Dreilinser angegeben sind (Achse).

Man muß sich diese Kurven nur mal anschauen :o

CS,Karsten
 
Re: Laux revisited

Hallo Karsten,

Nein, Laux schreibt zum FK3. Steht drüber, wird im Text erwähnt.

Und darüber steht „Fuorphosphatapochromate (VAF-,FK2-,3- und 4 Objektiv)“
Es handelt also von allen Typen.
Das der erste Satz auf der Seite mit der FK3 Zeichnung zufällig mit FK3 Objektiv beginnt heißt noch lange nicht das alles was auf dieser Seite steht dem FK3 zuzuordnen wäre.
Über der FK2 Zeichnung ist ja auch auch sowohl vom Dreilinser als auch vom Zweilinser die Rede.

Ich: Laux schreibt eindeutig „der Farblängsfehler eines FK2- und FK3 – Systems ist gleichwertig“ .
Karsten: Nein, das schreibt der Laux nicht!

Schau einfach mal nach Seite 44 2.Satz!

Gruß Gerd
 
Laux lesen und verstehen

Tachchen,

Und darüber steht „Fuorphosphatapochromate (VAF-,FK2-,3- und 4 Objektiv)“

das steht über allen Seiten von S.41 bis S.47 drüber, weil es
darin um die Klasse der Fluorphosphatapochroamte geht.

Das der erste Satz auf der Seite mit der FK3 Zeichnung zufällig mit FK3 Objektiv beginnt heißt noch lange nicht das alles was auf dieser Seite steht dem FK3 zuzuordnen wäre.

So "zufällig" ist es nicht daß da als erster Satz FK3 Objektiv steht.
Denn es geht auf der Seite 43 um das FK3 Objektiv, die Spots
sind vom FK3 Objektiv, die Aberrationskurven sind vom FK3 Objektiv.

Die Spots und Kurven auf S.42 sind vom FK2 Objektiv.

Schau dir die Kurven sowie die Spots an. Du behauptest ja
das Buch zu haben. Offensichtlich ist der Farblängsfehler
von FK2 und FK3 nicht gleich.

Gegen Mutwilliges nicht-verstehen-wollen kann ich nichts ausrichten.

Das das bei dir Methode ist dürfte nicht nur mir aufgefallen sein.

Und wenn du dir dann mal die entsprechenden Kurven und Spots
zum APQ auf S.51 anschaust dürfte klar werden, daß es "irgendwie
ein wenig merkwürdig" ist wenn ein "Optiktester" zum 120mm f/7,5 (!)
ED Zweilinser eine geringere Restchromasie als zum APQ ermittelt.

Wer mißt, mißt manchmal Mist.

Gute N8, Karsten
 
Schott Gläser

Hallo Tommy,

Laux rechnet selbstverständlich mit Schott Gläsern!

Und wenn das Teleskop für dich farbrein ist, dann ist es eben
für dich farbrein. Dagegen ist doch nichts zu sagen. Ich kann
dann allerdings sagen, daß ich zu einem anderen Ergebnis komme.
2 verschiedene subjektive Ergebnisse, an 2 baugleichen, aber
nicht identischen Teleskopen.
Was kann man daraus ableiten?!

1) Dein Teleskop vollbringt das physikalische Wunder, überwindet
die Grenzen der Physik und ist tatsächlich völlig farbrein.
Oder der Farbfehler ist so gering, daß er visuell den meisten
Leuten auch an kritischen Objekten nicht mehr auffällt.

2) Wir beide haben eine unterschiedliche Farbempfindlichkeit.

Das ist gar nicht einmal so abwegig. Ich habe schon oft Ärger
mit Besitzern von chinesischen 6"f/8 Achromaten bekommen die
meine Farbempfindung ("Blausau") beim durchschauen durch
solche Teleskope als einen persönlichen Affront aufgefaßt haben.
Vielleicht bin ich ja auch nur unüblich stark farbempfindlich.

Gruß, Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Zweitoptik=Papstanwärter?

Hallo Gert,

...Und das ist sicher bei einem Amateurinterferometer nicht der Fall, man kann also diese Messergebnisse nicht direkt mit welchen von einem anderen Interferometer vergleichen...

doch, das kann man sogar sehr gut! Die Kalibrierung liefert nämlich die recht genau definerte Wellenlänge des Lasers oder der Interferenzfilter bei Betrieb mit Weißlicht. Unterschiede bei Der Auswertung der I- Gramme kann es aber durch verschiedenartige Auswertesoftware geben. Wenn man z. B. nur mit relativ wenigen Zernike- Koeffizientenm arbeitet, dann sieht die Software auch weniger Fehler. Die dadurch bedingten Unterschiede werden um so größer je schlechter die Optik ist. Mit einigermaßen sauberen Interferogrammen und der für Amateure frei und kostenlos zugängliche Auswertesoftware wie OpenFringe mit FFT- Option bleibt eigentlich kaum noch etwas verborgen was ein teures Profi- Interferometer mit der entsprechenden Software meklich besser sehen könnte.

Ich hatte übrigens wiederholt Gelegenheit die Messwerte gewonnen mit Profi- Interferometern an div. Spiegeln und Refraktorobjektiven mit meinen eigenen Selbstbau- Interferometer vergleichen zu können. Da gab es keine nennenswerten Unterschiede.

Gruß Kurt
 
Re: Laux lesen und verstehen

Hallo Karsten,

gut, dass Du nochmal nachgeschaut hast, ich kam einfach nicht dazu, noch mal alles durchzublättern.
Man kennt ja seine Pappenheimer, aber schön, wenn einer mit Gewalt versucht, Standardliteratur zu verbiegen, nur um die Marketingblase aufrecht zu erhalten. Da wird man sich diesen Thread auch merken müssen, um zu gegebener Zeit wieder drauf hinzuweisen. Es wird ja nicht der letzte ED gewesen sein, der hier mit massiver Präsenz gepusht werden soll.

Clear Skies
Sven
 
Re: Zweitoptik=Papstanwärter?

hallo Karsten,

Nein, völlig farbrein ist der neue 120er nicht: Intra und Extrafokal sieht man sehr wohl Farben im unscharfen Stern. Aber eben viel weniger als beim alten, und vor allem kein ausuferndes Blau. Mir persönlich ist auch der alte farbrein genug, bis jetzt, aber ich merke schon dass ich immer empfindlicher werde...

Als völlig farbrein würde ich das vermaledeite Triplett bezeichnen, das sich meinen Zentrierbemühungen bis dato erfolgreich widersetzt. Das ist tatsächlich wie ein Spiegel.

Bezüglich der Vergleichbarkeit der Interferometrie-Ergebnisse fällt mir immer wieder der Mirror Round Robin ein, wo ein Spiegel zu den verschiedensten Prüfern geschickt und dann verglichen wird. Wer mag kann danach googeln. Auch Profi-Labors machen sowas untereinander, habe ich gehört, um sicher zu gehen dass nicht irgendwo eine Hundemeute begraben liegt. Das ist also kein einfaches Unterfangen.

"Blausau", so heisst das auch bei uns :-)

lg Tommy
 
Re: Zweitoptik=Papstanwärter?

Hallo Tommy, liebe Mitleser,

Als völlig farbrein würde ich das vermaledeite Triplett bezeichnen, das sich meinen Zentrierbemühungen bis dato erfolgreich widersetzt. Das ist tatsächlich wie ein Spiegel.

Lieber Tommy, wenn Du das mit der Zentrierung eines Dreilinsers zuverlässig in den Griff belkommen solltest, dann melde einen ensprechenden Nebejob an. Kundschaft wird Dir ganz gewiss zulaufen.

Bezüglich der Vergleichbarkeit der Interferometrie-Ergebnisse fällt mir immer wieder der Mirror Round Robin ein, wo ein Spiegel zu den verschiedensten Prüfern geschickt und dann verglichen wird. Wer mag kann danach googeln. Auch Profi-Labors machen sowas untereinander, habe ich gehört, um sicher zu gehen dass nicht irgendwo eine Hundemeute begraben liegt. Das ist also kein einfaches Unterfangen.

Als Teilnehmer an diesem RR-Versuch freut es mich natürlich, das Du das in Erinnerung rufst. Dabei ging es aber um die Vermessung eines selbsgeschliffenen Parabolspiegels mit Amateurmitteln, egal nach welcher Methode und eben nicht um professionelle oder semiprofessionelle Interferometermessungen an einem bestimmten Prüfling mit mehr oder weniger ausgeprägtem Farbfehler. Dabei waren 6 Teilnehmer mit jeweils unterschiedlichen Interferometern aktiv, von denen 4 interferometrisch und zusätzlich nach Foucault unter Beachtung der wichtigsten messtechnischen Grundregeln gemessem hatten. So weit ich mich erinnern kann passten deren Messergebnisse recht gut zusammen. Wen es interessiert der kann die Details nachlesen unter:
http://www.marty-atm.de/RoundRobin/RR.html

Gruß Kurt
 
Re: Zweitoptik=Papstanwärter?

hallo Kurt,

die Linsen sitzen freundlicherweise zentriert in der Fassung, die Fassung aber schief am Tubus und verkantet sich widerspenstigst und unlogisch beim Festziehen. Eine Try and Error Spielerei also mit Unterlegen von Plättchen unterschiedlicher Dicke, kein heldenhaftes Zentrieren der Linsen zueinander...

Danke für den Link, das ist eine spannende Geschichte!

lg Tommy
 
Re: Zweitoptik=Papstanwärter?

Hallo Tommy,

die Linsen sitzen freundlicherweise zentriert in der Fassung, die Fassung aber schief am Tubus und verkantet sich widerspenstigst und unlogisch beim Festziehen. Eine Try and Error Spielerei also mit Unterlegen von Plättchen unterschiedlicher Dicke, kein heldenhaftes Zentrieren der Linsen zueinander...
ich kann mir schon ein Bild davon machen nachdem ich mit einem Freund versucht hatte dessen Dreilinser vor dem Interferometer zu kollimieren. Letzendlich haben wir aufgegeben und das Teleskop reklamiert. Danach war es gemäß Interferogramm und Stertest am Himmel nahezu perfekt kollimiert.

Es ist dagegen überhaupt kein Problem typische Kollimationsfehler die sich in Form von Asti, Achskoma und Verspannung zeigen an Hand vorhandener Interfereogramme zu quantifizieren und/oder als synthetischen Sterntest darzustellen. Siehe auch:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=79095&SearchTerms=Sterntest
Bild 13 in diesem Bericht gilt für den Dreilinser des Freundes.

Danke für den Link, das ist eine spannende Geschichte!
Gern geschehen! Dazu gibt es auch noch eine recht ausfühliche Diskussion:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=42667&whichpage=8&SearchTerms=Robin

Gruß Kurt
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Hallo Karsten,

leider hast Du es ja nicht nötig mal nachzuschauen was der Laux im zweitem Satz auf Seite 44 schreibt, oder Du ignorierst den einfach weil er Dir nicht in den Kram passt.
Aber es kann ja Jeder der dieses Buch hat selbst dort nachlesen.
Da steht glasklar Wort für Wort.

Der Farblängsfehler eines FK2- und FK3 – Systems ist gleichwertig

Ich sag es nochmal das ist nicht meine Interpretation sondern der genaue Wortlaut von Laux!
Ich bitte die Sternenfreunde die dieses Buch haben dort einmal nachzuschauen und hier zu Posten Was denn nun in diesem Satz steht.

Die Bildgüte der
FK-Objektive ist somit Fluoritobjektiven gleichwertig bzw leicht
überlegen, doch dies ist praktisch kaum mehr nachweisbar.

Was diesen Satz und deren Interpretation anbelangt werden wir wohl auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, soll sich bitte jeder Sternenfreund seine eigene Meinung dazu bilden.

Ich möchte nur noch mal erwähnen das hier der Laux in der Mehrzahl schreibt, das tut er wen er von einem speziellen Objektiv spricht niemals, sonder da steht immer die Einzahl wie zb. „das FK3 Objektiv“.
Das kann Jeder anhand Deiner Zitate Überprüfen.
Im fraglichen Satz steht aber „Die Bildgüte der FK-Objektive“
Es ist also naheliegend das Er hier tatsächlich die Gruppe der FK-Objektive meint und nicht allein das FK3 Objektiv.

Gruß Gerd

 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

hallo lieber Kurt,

vielen Dank für den Verweis auf deinen vortrefflichen Beitrag im Nachbarforum! Jetzt wo ich endlich auch einen Planspiegel ausreichender Dimension, Strahlteiler, Laserstern (leider z.Zt. nur einen roten) und Ronchigitter zur Verfügung habe, ist das genau das Anschauungsmaterial das ich brauche!

Das Triplett ist jetzt endlich schön zentriert, und ich hoffe nur dass es das morgen auch noch ist. Dummerweise ist die verschiebbare Taukappe so gebaut, dass sie die Linsenfassung immer irgendwie berührt, ich trau mich gar nicht das Ding in den Koffer zu legen.

lg Tommy
 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Hallo Gerd,

Farblängsfehler ist nicht alles. Der Gaußfehler ist auf S.5 erklärt - manche überblättern ja vielleicht den Anfang, weil sie das für "Vorwort" halten. Der Gaußfehler bewirkt aber sehr wohl einen Farbfehler, nur keinen Längsfarbfehler. Woher ein sichtbarer Farbfehler nun kommt, kann einem als Beobachter egal sein, aber ein Farbfehler bleibt es.

Bitte schau die Diagramme für den Zweilinser FK2 100/1000 auf Seite 42 und Dreilinser FK3 100/100 auf Seite 43 an UND nimm auf Seite 252 die Abbildung der f/10 Airy-Disks hinzu (Maßstabsangabe der Zeichnungen S. 42f verweist Dich auf die obere Tabelle auf S. 252). Da siehst Du, dass der FK2 schon AUF DER ACHSE mit seinen Spots bei 643nm knapp über das Airy-Scheibchen hinaus geht, bei 480nm schon etwas deutlicher, während er bei 546nm problemlos innerhalb liegt. Der FK3 ist aber auf allen abgebildeten Wellenlängen mit kleineren Spots gesegnet.

Das gilt aber für 100mm f/10 und bedeutet, dass die entsprechend kleineren Airy-Scheibchen bei f/7 (kann man in der Tabelle S.252 als Mittel zwischen f/5 und f/10 abschätzen) dann die Spots darüber hinausgehen lassen und somit zu Restfarbfehler führen müssen. Die Verkleinerung des Airy-Scheibchens allein ist aber nur ein Faktor. Wie sehr die Brennweitenverkürzung bei gleicher Öffnung der Abbildungsleistung an die Nieren geht (und in diesem Thread ist ja noch eine vergrößerte Öffnung von 120mm im Gespräch), kann man im Diagramm auf Seite 46 für den Dreilinser mit 100/600 ablesen. Das Diagramm ist im gleichen Maßstab und man mache sich wieder anhand der oberen Tabelle auf S. 252 ein Bild. Erheblicher Restfarbfehler, so dass von den Spots im Diagramm einzig der bei 643nm haarscharf zum Airy-Scheibchen passt.

Was sich daraus für ein 100/700 und ein 120/900 folgern lässt, sollte klar sein! Laux fordert für 100/600 bereits einen Vierlinser, den er als FK4 vorgerechnet hat.
Der Sternfreund muss keinen Vierlinser fordern, kann auch einen 100/600 Zweilinser verwenden (den Laux anbetrachts der Ergebnisse des Dreilinsers gar nicht für Wert hält, abgebildet zu werden), muss sich aber dann im Klaren darüber sein, dass es mit einer farbreinen Abbildung nicht weit her sein kann. Es liegt dann an der Wahl der Beobachtungsobjekte und an den persönlichen Ansprüchen, ob sich mit einem solchen Gerät eine Zufriedenheit einstellt. Ich weiß da, wovon ich rede, als zufriedener Besitzer eines 110/655 Zweilinsers.

Clear Skies
Sven
 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Hallo Sven,

so aufgearbeitet und zusammengefasste verstehe sogar ich den Laux. Folgender Satz von dir rückt diese Theorie aber in ein sehr praktisches Licht

Es liegt dann an der Wahl der Beobachtungsobjekte und an den persönlichen Ansprüchen, ob sich mit einem solchen Gerät eine Zufriedenheit einstellt. Ich weiß da, wovon ich rede, als zufriedener Besitzer eines 110/655 Zweilinsers.

So hat der geneigte Leser doch einen vagen Anhaltspunkt, wie die theoretischen Belange und Diagramme auf die Praxis zu übertragen wären.

CS,
Stefan
 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Hallo Tommy,

Danke für die Würdigung meines Beitrages.

...Das Triplett ist jetzt endlich schön zentriert, und ich hoffe nur dass es das morgen auch noch ist. Dummerweise ist die verschiebbare Taukappe so gebaut, dass sie die Linsenfassung immer irgendwie berührt, ich trau mich gar nicht das Ding in den Koffer zu legen...

Was machen eigentlich die User ohne Planspiegel und künstlichem Stern, wenn sie mal ihren Dreiliser etwas unsanft in den Koffer gelegt haben? Kollimation eines Dreilinsers am echten Sternhimmel stell ich mir richtig "gut" vor :help:. Zu einer ordentlichen Lasborprüfung solle deshalb auch so etwas wie eine Rütteltest, Falltest odger g- Test gehören. Dafür würde ich z. B. gerne auf mindestens 3 von 5-6 Nachkommastellen bei der Farbfehlermessung verzichten :/

Gruß Kurt

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Bei einem Falltest könnte aus dem Dreilinser schnell ein 6 bis n-Linser werden .... ;)
 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Hallo Tom,

bemerkenswert ist diese Art "Aufklärung" anhand eines Satzes, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, sicherlich.
Bedankenswert wohl kaum, denn schon das Lesen des direkt folgenden Satzes sollte dem (so) Aufgeklärten verboten werden, damit er auch "aufgeklärt" bleibt.

Beim folgenden Beispiel muss man zwingend die in Klammern gesetzten Passagen mitlesen, sonst wird der Sinn völlig entstellt. Man darf keinesfalls selektiv lesen weil man meint, die in Klammern gesetzten Passagen seinen unwichtig:

"Bino könnte (kürzlich einem) Händlerknecht (begegnet) sein, der mit allen Mitteln gewisse Geräte pusht."

Natürlich ist Fachliteratur nicht so einfach aufgebaut wie dieses Beispiel. Um so unsinniger ist es, einzelne Sätze aus dem Zusammenhang zu lösen um "aufzuklären".

Gruß und CS
*entfernt*

 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

hallo,
Bei einem Falltest könnte aus dem Dreilinser schnell ein 6 bis n-Linser werden ....

nee, ich meine natürlich nicht so etwas wie die Bruchfestigkeit der Optik zu ermitteln. Aber so ein wenig durchrütteln wie bei üblichen Tansporten unvermeidlich sollte ein mechanich gut gebautes Teleskop ohne Kollimationsveränderung schon nachweislich aushalten. Nach meinen mittlerweile recht zahlreichen Stichproben an Hand von verfügbaren I- Grammen und eigenen Prüfungen sind ca. 90 % der EDs- APOs- bis Super-APOs eben nicht gut kollimiert. Ob das als "Transportschaden" zu werten ist oder schlicht als Schlamperei bei der Fertigung weiß ich nicht.

Gruß Kurt



 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Hallo Tom,

das war bewusst provokant und ich entschuldige mich dafür bei Dir.
Die beiden Reaktionen, auch Deine, zeigen aber sehr deutlich, dass ein so einfacher Satz eben trotz der Aufforderung genau das nicht zu tun, sowohl ganzheitlich, als auch selektiv gelesen wird und dass die daraus gewonnene Erkenntniss von Leser und nicht vom Schreiber bestimmt wird.

Daraus folgt, dass der Laux für selektive Leser keinen echten Erkenntnisgewinn parat hat. Es geht da um Fakten und Berechnungen, nicht um die Interpretation eines hingeworfenen Satzes. So ein Buch hat einen Aufbau und es umfasst immerhin 280 Seiten.

Leider steht es wenigen Sternenfreunden zu Verfügung und nur Wenige sind allen Teilen gewachsen.

Gruß und CS
*entfernt*


 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

hallo,

also auf Seite 42 schreibt Laux dass, wenn gleiche Gläser beim 3-Linser verwendet werden, das sek. Spektrum mit dem 2-Linser vergleichbar ist.

Auf Seite 43 lässt er den Zusatz weg und schreibt dass der Farblängsfehler von 2 und 3 Linsern gleichwertig ist, aber der Gaußfehler ist bei 2-Linsern grösser.

Also ist Nachdenken angesagt was gemeint ist. Ich hätte aber bestimmt auch darüber hinweggelesen. Der Uwe Laux hätt sich wohl nicht gedacht dass seine Sätze so auf die Goldwaage gelegt wrden.

Wens interessiert, ich habe mein Exemplar gebraucht bei Amazon erstanden, neu ist es vergriffen. Ein paar gibts dort noch.

lg Tommy
 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Korrekt Tommy,

genau so stehts im Laux, hab ihn selber hier liegen. Es gibt aber Leute die die Theorie so lange zurechtbiegen, bis sie zu deren eigenen festgefahrenen Vorstellungen passt, da einfach nicht sein kann, was nicht sein darf. Praktische Erfahrungen haben sie nicht vorzuweisen, denn schlau daherreden geht einfacher und bedarf weniger Anstrengungen. Die Erfahrungen anderer werden selbstverständlich niedergemacht und für falsch und ungültig erklärt. Im besten Fall kommt noch als "Nudelaug" davon.

Wenn ich dann noch lese wie diese Leute den Gaußfehler interpretieren, nämlich völlig falsch weil sie von Optik keinen blassen Schimmer haben, könnte ich glatt ...

Klugschwätzer und Maulhelden, Mundwerker eben, sonst nichts! Schade.

cs, Bino-Tom
 
Eine Werbeoffensive für China-EDs

Tachchen,

es ist ja mittlerweile offenbar daß du nicht sinnerfassend lesen kannst.
Ich habe in mehreren vorangegangenen Postings anhand der Ausführungen,
Spots und Diagramme im Laux deutlich gemacht, daß:

1) Ein 2-linsiger FK bei der Farbkorrektur nicht mit einem
2-linsigen Fluoritkristallapo mithalten kann.

2) Ein 2-linsiger FK bei Farblängsfehler und Sphärochromasie
nicht mit einem 3-linser FK mithalten kann.

3) Ein 3-linser FK und ein 3-linsiger Fluoritkristallapo bei
Farblängsfehler und Sprochromasie vergleichbar gut abschneiden
können.

Es tut mir ja leid wenn ich den Händlern und ihren Schergen
die Marketingoffensive für die chinesischen Zweilinser etwas
vermasseln muß.
RC Werte die weit besser als theoretisch möglich sind überzeugen
nur das unwissende Publikum das an "Sonderphysik" glauben will.

Die auf dem Boden der Physik stehenden verwenden das Gehirn,
oder machen eine Smulation mit wahlweise Oslo, Zemax oder
weitere Optikprogramme.

Die Praktiker gehen hin und vergleichen den gepushten Zweilinser
an selektiv wirkenden Objekten mit Dreilinsern von Takahashi,
APM und weiteren TOP ED Apos und sehen den Unterschied.

Hier mal einige Links zu Sphärochromasie-Diagrammen:

http://www.optique-unterlinden.net/takahashi/fr/TOA-130.optics.php

Auf "Correction chromatique de la TOA-130" klicken.
Für die Spots auf "Spot-diagram de la TOA-130 au foyer primaire"
klicken.

Das Niveau an Korrektur sowohl des Farblängsfehlers als auch
der sphärischen Aberration über das sichtbare Spektrum hinweg
bekommt man mit einem Zweilinser leider nicht mal annähernd hin :biggrin:

Falls nun jemand meint:
"Cool, dann nehme ich einen China-Dreilinser" muß ich leider
einen guten Schuß richtig herben Magenbitter in diesen Drink kippen:

1) Es gibt eine riesige Zahl verschiedenster Dreilinser mit den
verschiedensten Glaskobinationen
2) Selbst die beste Glaskombination nützt nichts, wenn die Linsen
dezentriert sind, das nicht justierbare Objektiv schief auf
dem Tubus sitzt, die Fassung und Linsendurchmessser nicht ganz
exakt zueinander passen, die Fassungskonstruktion das zum Teil
sehr unterschiedliche Wärmeausdehnungsverhalten der Gläser
nicht berücksichtigt, die Abstands-Plättchen oder -Ringe
nicht die genau richtige Dicke aufweisen, Schliff, Politur,
Sauberkeit der Linsen, gut sind :D

Cheers,Karsten
 
Selbsterkenntnis?

Hallöchen Tom,

Klugschwätzer und Maulhelden, Mundwerker eben, sonst nichts! Schade.

sprichtst du da von dir selbst?

Was ich schon vor einigen Tagen mal fragen wollte:
Wie kommt es, daß du in den Foren wieder als Anpreiser für Chinakram
tätig bist? Ich dachte du hättest das aufgegeben nachdem deine
vergangenen Aktionen "etwas zu offensichtlich" geworden waren?!

CS,Karsten
 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Hallo Tom,

könnten wir bitte endlich mal von diesen "Ein Satz"-Niveau runter?
Tommy Navratil und einige Andere geben sich echt Mühe, aber dieses Störfeuer, nun schon in der Überleitung zu ganz persönlichen Angriffen macht das schon wieder kaputt.

Willst Du wirklich wieder auf das niedrige Niveau, wie wir es in vergangenen Superstreel-Debatten hatten? Händler Markus müsste eigentlich gewart sein. Er selbst musst seinerzeit erleben, dass seine hochwertigen Marken-APOs mit 94er-97er Echtstrehl zu Ladenhütern wurden und er sogar um "Gurkenrabatt" dafür angegangen worden ist (so hat er sich selbst hier geäußert).
Nee, er kommt schon wieder mit reinweißen 400fach für die 100er Chinalinse daher.

Nochmal die Wiederholung aus meinem ersten Post in diesem Thread: Nichts dagegen, dass diese Teile gut sind, besser als ihre Vorgänger, was auch immer. Dies zu negieren ist nicht das Ziel der Realisten in diesem Thread.
Allerdings lassen die Vorgänger jede Menge Luft nach oben und die Nachfolger werden, der Theorie folgend, in der Praxis davon auch genügend übrig lassen.
Dies sage ich, ohne ein aktuelles Rohr dieser Sorte vor dem Auge und ohne jedes Risiko.

Diese Jubelarien haben wir schon soooooo oft gehört, fast bei jeder größeren Neueinführung. Mit der Verbreitung der Geräte zog die Realität ein und die Jubelsänger eine Neuerscheinung weiter.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Diese Nummer zielt hier nur darauf ab, denjenigen ohne Laux was vorzuspielen, damit diejenigen, die hier vernünftig mit dem Laux argumentieren wieder zweifelhaft dastehen. Quasi damit der Kunde, der glauben will, auch weiter glauben darf!

Tatsächlich ist da nichts zu interpretieren. Wie gesagt, Seite 5 (FÜNF):
Zitat von Uwe Laux:
* Der Öffnungsfehler (A.04) auch sphärische Aberration, ist eine Schnittweitendifferenz der Strahlen (z.B. des Achspunktes) über die Pupillenöffnung.
* Der Gaußfehler ist die Variation des Öffnungsfehlers mit der Wellenlänge.
Zu Deutsch: Öffnungsfehler= Strahlen vom Rand des Objektivs haben nicht denselben Fokus, wie solche aus der Mitte oder eben einer anderen, Ringförmifen Zone um die Optikmitte herum. Der Gaußfehler beschreibt, dass sich dieses Verhalten dann noch mit der Wellenlänge, also Farbe, ändert. Das heißt ein sauberer Spot im Grünen kann allein durch Gaußfehler im roten und oder blauen vergrößert, weil unscharf durch sphärische Aberration, sein. Und das heißt da ist ein Farbfehler sichtbar, ohne dass ein Farblängsfehler vorliegt und vor allem ohne dass Fokussieren etwas daran ändert, weil der Spot einfach nicht kleiner wird!

Und es ist wirklich eine Pöbelei im Gange!

CS
Sven
 
Re: Laux S.44 zweiter Satz schaut bitte nach

Hallo Günther,

bemerkenswert ist diese Art "Aufklärung" anhand eines Satzes, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, sicherlich.
Bedankenswert wohl kaum, denn schon das Lesen des direkt folgenden Satzes sollte dem (so) Aufgeklärten verboten werden, damit er auch "aufgeklärt" bleibt.

wenn ich mich hier mit Zitaten aus einem Buch auf ein absolutes Minimum beschränke, geschieht dies ausschließlich aus Gründen des Copyright und nicht weil ich hier mit böser Absicht etwas weglasse oder irgendwas aus dem Zusammenhang reißen möchte wie Du es mir unterstellen möchtest.
Auch hatte ich bereits geschrieben

Ich habe allerdings noch nicht das komplette Buch gelesen wenn Du schreibst an anderer Stelle steht was anderes kann ich das nicht ausschließen.

Wenn mein Diskussionspartner dann aber in einer äußerst aggressiven und beleidigenden Art mir irgendwelche Schlechtigkeiten unterstellt und es nicht nötig hat mal den besagten Satz durchzulesen nachdem ich schon die Seite genannt habe oder wenn doch gar eiskalt lügt

Ich: Laux schreibt eindeutig „der Farblängsfehler eines FK2- und FK3 – Systems ist gleichwertig“ .
Karsten: Nein, das schreibt der Laux nicht!

Bringt mich das leider nicht weiter.

Grüße Gerd

 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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