Wieder ein ED 102/714

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Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Sven,

die Problematik lässt mir halt keine Ruhe und so habe ich mich heute noch mal damit beschäftigt und als Ergebnis im Nachbarforum ( hier ist das so ja leider nicht möglich) mal zwei mit EXEL erstellte Diagramme eingestellt.
Ich denke die stellen die Sache anschaulich dar.
Alternativ zu weiteren Messungen könnte man ja über eine Kurveninterpolation eine hinreichende Menge an Zwischenwerten errechnen die dann in das gewichtete Mittel mit eingehen und so dessen Genauigkeit erhöhen.
Das wäre dann eine Möglichkeit auch mit wenigen Messungen ein hinreichend genaues Ergebnis zu erhalten.
@ Kurt Sorry wenn ich jetzt weiter diskutiere, auf Deine Messergebnisse warte ich aber deshalb weiterhin mit Spannung.

Grüße Gerd
 
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Gerd,

ich wechsel jetzt mal nicht rüber, aber: Eine Kurveninterpolation macht nur Sinn, wenn uns mal einer der wirklich ausgebildeten Optiker sagt, mit einer Kurve welchen Gerades wir bei wievielen Linsen und Luftspalten rechnen müssen. Das bestimmt dann die Anzahl der Meßpunkte, um überhaupt die Kurve rekonstruieren zu können, und selbst dann kann man noch völligen Humbug rekonstruieren, wenn man die Meßpunkte auf Wellenlängen hat, bei denen die Kurve so gleichmäßig verläuft, dass man eine unerreichbare Genauigkeit bräuchte. Ich weiß nicht, wie Du die dahinter steckende Mathe-Theorie beherrschst. Letztendlich macht man sowas ja über eine (numerische) Lösung eines Gleichungssystems mit dem entsprechenden Kurvengrad und den typischen Forderungen (n+1 mal stetig diffbar, usw).

Ich glaube daher nicht, dass man einen wirklichen Gewinn an Genauigkeit der Aussage macht UND ich glaube auch (die ganze Zeit!!!) nicht, dass man das nötig hat, denn:

Die grobe Näherung (ich nenne es weiter so) reicht völlig aus.
Meine Intention ist (die ganze Zeit!!!) nur, dass man sich stets bewusst ist, über eine grobe Näherung zu sprechen und nicht über messtechnisch wie physikalisch unumstößliche Werte.
Es würde sehr viel helfen, wenn beim Lesen der Meßergebnisse auch eines gewissen Herrn R aus H einfach im Hinterkopf wäre, welche Aussagen man mit den Messwerten machen kann, und welche nicht. Ich will nicht auf den Kommastellen herumreiten, aber allein deren völlig abstruse Anzahl ist ja schon eine Aussage, die Messung und Messwerte völlig überbewertet. In diesem Sinne ist so manches andere auch zu sehen.
Und darum weise ich eben darauf hin, was rein logisch und mit bisserl Nachdenken (und vielleicht Nachfragen und Hilfestellung) in den Messwerten an Info drinsteckt und was eine "verbotene" Interpretation der Messungen ist.

Und in dem Sinne ist das reine Zusammenrechnen weniger nach Augenempfindlichkeit gewichteter Strehlwerte verschiedener Wellenlängen eine Überinterpretation der Messwerte und somit eine erheblich anzuzweifelnde Aussage! Man bekommt eben nur eine Hausnummer. Hausnummern sind ganzzahlig und Häuser unterschiedlich breit. Aus der Hausnummer kann man nicht genau ablesen, wie viel Meter von der letzten Kreuzung entfernt man das zugehörige Haus findet.

Clear Skies
Sven
 
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Sven,

Eine Kurveninterpolation macht nur Sinn, wenn uns mal einer der wirklich ausgebildeten Optiker sagt, mit einer Kurve welchen Gerades wir bei wievielen Linsen und Luftspalten rechnen müssen. Das bestimmt dann die Anzahl der Meßpunkte, um überhaupt die Kurve rekonstruieren zu können,

hast recht man muss natürlich das Optische Design kennen um zu wissen was für einen Grad das Polynom hat.
Das bedeutet eine allgemeingültige Berechnung kann es deshalb nicht geben.
Ich hab mich halt auf den vermessenen 2Linser fixiert und da ein dafür Typisches Polynom 2. Grades angenommen.
Mir ist kein 2Linser bekannt der eine Kurve höheren Grades aufweist, ich denke selbst wenn es hier Ausnahmen geben sollte dürfte nur im Randbereich des Visuellen Spektrums mit Überraschungen zu rechnen sein und die Gewichtung des Randbereiches im Mittel ist ja sehr gering.
Also muss ich meinen Anspruch die grobe Näherrung der 4 Messpunkte über eine Kurveninterpolation in eine Näherrung zu verwandeln auf einen 2Linser beschränken.

Die grobe Näherung (ich nenne es weiter so) reicht völlig aus.
Meine Intention ist (die ganze Zeit!!!) nur, dass man sich stets bewusst ist, über eine grobe Näherung zu sprechen und nicht über messtechnisch wie physikalisch unumstößliche Werte.

Ja ich denke auch eine grobe Näherrung ist besser als Garnichts, es muss einem nur bewusst sein das es beben nur eine Solche ist und dann kann man schon was damit anfangen.

Ich halte das gewichtete Mittel des Strehls der 4 vermessenen Wellenlängen trotzdem besser geeignet den Farbfehler eines Refraktors zu interpretieren wie beispielsweise einen RC Wert.

1.Geht hier neben dem Farblängsfehler im Gegensatz zum RC Wert auch der Gaußfehler mit ein.

2.Beruht der RC Wert auf dem Verhältnis Fokusdifferenz / Schärfentiefe für Grün.
Wobei für RC gesamt lediglich der Durchschnitt von RC rot und RC blau errechnet wird.
Er beruht also lediglich auf 2 Messpunkten und der Nullstelle bei Grün.
Da kann dann von einer Kurve nicht mal als grobe Näherrung gesprochen werden.
Das ist ein V.
Man hofft also mit Rot und Blau die beiden Punkte mit der größten Aberration zu erwischen.
Beim 2Linser kann man das sicher mit hoher Wahrscheinlichkeit tun aber beim 3Linser sieht das ja unter Umständen ganz anders aus.
Womit wir wieder bei Deinen ersten Bemerkungen wären also dem Grad der zu erwartenden Kurve.

Wie siehst Du die Brauchbarkeit dieses gewichteten Mittels in Relation zu anderen Parametern wie dem RC Wert um den Farbfehler in einer Zahl zu erfassen?

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Gerd,

na, wie ich das sehe - da stehe ich gern hinter erfahreneren zurück. Trotzdem: Ich denke die Messung wie von Kurt ausgeführt ist ein wesentlicher Schritt, wobei unbedingt anzumerken ist, dass Kurt einfach nur konsequent mit den Messergebnissen umgegangen ist, während andere schon den Aufwand "verschiedenfarbiger" Messung gemacht haben, aber sich schlicht geweigert haben, mehr als eine Bauchauswertung abzuliefern.
Das gewichtete Mittel ist ein Fortschritt, wenn alles zusammen passt, also der Messaufbau nach der optimalen Einstellung für grün nicht mehr geändert wird, so dass man das Gerät vermisst in dem Zustand, in den es der Beobachter "fokussiert". Dann geht alles, was in den Wellenlängen steckt auch in die Auswertung ein. Die Gewichtung ist visuell richtig, man müsste aber eigentlich mal abgleichen wie eine Messung mit noch mehr Wellenlängen aussieht bzw. man bräuchte eine Berechnung, mit welchem Kurvenverhalten bei solchen Geräten zu rechnen ist, so dass man die Gewichtung eventuell durch einen Korrekturwert anpasst.

Ich denke das sind die Dinge, an denen womöglich auch Kurt noch tüftelt. Warten wir's ab.

Clear Skies
Sven
 
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Svenn,

es ist aber schon klar, dass wenn man in einer Formel bei den Auswerteprogrammen mit z.B. Wellenlängen Lamda 550nm was berechnet, dass da am Ende mehrere Kommastellen heraus kommen.
Nun kann man diese natürlich wegfallen lassen, was dann aber auch wieder zur Kritik unser misstrauischen Geister führt.

Jeder weiß doch, dass bei Optik - Berechnungsprogramme noch viel mehr Nachkommastellen eingesetzt werden. Das Urteil möchte isch hier mal sehen, wenn da nur zweistellig berechnet würde.

So sind es z.B. bei 0,984 Strehl, 0,0447 Tiefenschärfe oder der 0,3230 RC index usw. aus den gemessenen und im Programm verarbeiteten Werte, die diese Nachkommastellen herauskommen lassen.
Dieses dann zu nutzen um die Glaubwürdigkeit von Test oder Testern herab zu würdigen ist aber zu billig!

Genaue Messgrößen, die einen Beweis von fehlerhaften Ergebnissen aufzeigen, habe ich bis jetzt noch nicht gesehen!
Selbst von Seiten der Hersteller und Händler nicht.
Ganz im Gegenteil sie bessern nach!
Ich denke wenn man etwas kritisiert, dann muss ich sich auch auf das Spielfeld einlassen wo es stattfindet und kann nicht einfach ein Neues aufmachen um es von dort aus umstürzen zu wollen!




Gruß Günter

 
Wertediskussion

Hallo Günther,

So sind es z.B. bei 0,984 Strehl, 0,0447 Tiefenschärfe oder der 0,3230 RC index usw. aus den gemessenen und im Programm verarbeiteten Werte, die diese Nachkommastellen herauskommen lassen.
Dieses dann zu nutzen um die Glaubwürdigkeit von Test oder Testern herab zu würdigen ist aber zu billig!

ach was.
Das braucht es doch gar nicht um die "Ergebnisse" mancher sogenannter
"Tester" zu kritisieren. Da werden so geringe Farblängsfehler
"gemessen", die weit jenseits dessen liegen was bei diesem
Teleskoptyp theoretisch erreichbar ist. Das ficht den "Tester"
aber nicht an. Und es paßt ja auch gut in das Verkaufskonzept
der geneigten Händlerschaft denen möglichst wunderbare Werte
immer gut gelegen kommen.

Da werden Strehlwerte "gemessen" wobei bei der Auswertesoftware
bestimmte Parameter deaktiviert sind. Astigmatismus ist das
sehr häufig, aber ein anderer "Tester" deaktivierte auch mal
die sphärische Aberration.
Da erzeilt eine Optik mit einem grauenhaften Sterntest einen
0.89 Strehl und einHändler wirbt auch noch damit als würde er
den Wiederspruch nicht erkennen.

Man kann die von den sogenanten "Testern" generierten Interferogramme
mit frei verfügbarer Software selbst auswerten. Das würde ich
auch jedem der an Optiktests interessiert ist dringend empfehlen.
Die Ergebnisse werden so manchen überraschen wenn er sie mit
denen der "Tester" vergleicht, so unterschiedlich sind zuweilen
die Strehlwerte im Vergleich.

Genaue Messgrößen, die einen Beweis von fehlerhaften Ergebnissen aufzeigen, habe ich bis jetzt noch nicht gesehen!

Dann scheinst du deinen Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen.
Ich habe schon mehrere gesehen. Bei meinem eigenen Spiegel
0.98 Strehl vom "Tester" und 0.91 bei einem Nachtest mit
3x3 ausgewerteten Interferogrammen.
Und weitere "Tests" bei denen der "Tester" Asti deaktiviert hatte.
Oder eine 6"f/8 FH-Optik die nur auf einer schmalen Linie
ausgewertet worden war, was den erheblichn Asti der Optik verschleierte.
Oder ein VMC 200 L mit angeblichen Farbfehler, welches einfach
nur dejustiert gemessen worden war. Ein 12" Spiegel der ganz
gehörigen Asti hatte, aber trotzdem einen Strehl von 0.98
attetsiert bekam, da Asti bei der Auswertung deaktiviert worden war.

Ich denke wenn man etwas kritisiert, dann muss ich sich auch auf das Spielfeld einlassen wo es stattfindet ...

Das Spielfeld ist die Welt der Interferogramme und deren Auswertung.
Siehe dieser Thread und der beim Astrotreff in denen Kurt
seine Meßergebnisse seines ED vorstellt. Oder was meinst du
mit Spielfeld?!

.. kann nicht einfach ein Neues aufmachen um es von dort aus umstürzen zu wollen!

Oh doch, das kann man. Das siehst du doch hier und beim Astrotreff.

Und je mehr Leute erkennen wie man bei der Optiktesterei Ergebnisse
je nach Zweck schönen oder aber auch schlechter aussehen lassen kann,
gleich ob gewollt, oder Aufgrund schlampiger Messungen, desto
weniger fallen die Sternfreunde auf so etwas herein.
Vorsicht ist immer geboten wenn der Sterntest Fehler zeigt die
laut Test nicht vorhanden sein sollten. Spätestens dann sollte
man sich das I-Gramm etwas genauer anschauen.

Insgesamt ist es auch hilfreich wenn der Tester verstanden hat
wie ein Interferometer funktioniert, was leider nicht vorrausgesett
werden kann, wie man an irrigen Äußerungen wie dieser

"das Bath Interferometer braucht keine Kohärenzlänge"

deutlich erkennen kann.

Und Tschüss, Karsten
 
Re: Wertediskussion

Hallo Karsthen,

bei allem von dem Du da berichtest, fehlen aber die vergleichbaren Angaben wie und womit diese Test dann zu den Ergebnissen kamen. Eiförmige Interferogramme sind aber keine guten Zeugen für ein besseres Messverfahren!

Also bleibt es dabei!

Genaue Messgrößen, die einen Beweis von fehlerhaften Ergebnissen aufzeigen, habe ich bis jetzt noch nicht gesehen!

Daran ändern auch Deine wöchentlichen Wiederholungen nichts!
Wovon sich dann ja wirklich jeder sein eigenes Bild machen auf was man alles hereinfallen kann!

Gruß Günter
 
Re: Wertediskussion

Hallo Günter,

ein interessantes Vorpreschen Deinerseits. Man macht sich natürlich Gedanken...

Ich bin doch verwundert, wie Du die Nachkommastellen zu rechtfertigen suchst. Aber ich gehe mal in mehreren Punkten darauf ein:

1. Wer misst, misst falsch! Dieses unumstößliche Motto kann man weiter als nur bis Heisenbergs Unschärferelation verfolgen. Zu einer Messung gehört also eine Diskussion des Messfehlers und eine Auswertung im Rahmen des Messfehlers. Es ist vollkommen sinnlos, einen Messwert 93,6753684563 +/-5,0 abzuliefern, da die Genauigkeit des Messwerts nur hergibt, dass der Wert zwischen 98,6753684563 und 88,6753684563 liegt. Wen interessiert da noch die erste Nachkommastelle? Wer hingegen meint, der gemessene Wert 93,6753684563 sei am wahrscheinlichsten verkennt das ganze völlig - er ignoriert letztendlich den Messfehler und dessen Diskussion.
Ich nenne das inakzeptabel!

2. Der Strehl-Wert an sich ist ein Wert, bei dem eine Angabe von Nachkommastellen bereits von der Aussagekraft des Wertes her unsinnig ist. Wie wir wissen und hier nicht neu zu diskutieren brauchen, beginnt der für uns heute akzeptable Bereich bei einem Strehl von 0,8 und wird mit Beugungsbegrenztheit gleichgesetzt. Die perfekte Optik mit Strehl 1,0 ist unerreichbar. Eine Optik, deren wirklicher (nicht nur der gemessene) Strehl 0,9 erreicht ist bereits als sehr gut zu bezeichnen.

3. Wie wir in diesem Thread nun zum Thema haben und wie einige von uns auch schon länger wissen, ist die Strehl-Messung mit unseren heutigen Möglichkeiten immer mit dem Problem der Unvollständigkeit behaftet. Und zwar Unvollständigkeit gegenüber der Vielzahl an Parametern, die in den echten Strehlwert eingehen. Interferogramme ergeben Aussagen über eher makroskopische Fehler der Flächenform. Rauheit kann damit nicht qualitativ erfasst werden und auch der Phasenkontrast-Test kann dies nicht erfassen sondern rastet nur auf eine aus dem Aufbau resultierende "Strukturgröße" ein, was eine Auswertung verhindert.
Wenn wir nun eine Weiterentwicklung betreiben, dahingehend, dass vorhandene Messungen bei Refraktoren besser als gemeinhin üblich ausgewertet werden und durch Messwiederholungen abgesichert werden, indem man Toleranzen der Messungen sichtbar macht, dann ist das ein sehr zu begrüßender Fortschritt.
Dazu gehört
4. die Notwendigkeit des Bewusstseins über die Bedeutung der Messwerte. Wer ein Thermometer in einen Eimer Wasser steckt kann beispielsweise denken, er würde die Temperatur des Wassers messen. Er kann aber auch erkennen, dass er die Temperatur der vom Thermometer berührten Wasserschicht nach Temperaturausgleich mit dem Thermometer misst - und die Komplexität dieses Bildes lässt sich beliebig steigern.

Insofern ist es unsinnig, von Berechnungen zu sprechen. Vielmehr ist es mathematisch gesehen so, dass mehrere Messwerte mitsamt ihren Fehlern miteinander verrechnet werden, was rein numerisch zwar mehr Nachkommastellen entstehen lässt, aber rein logisch (bitte mal mitdenken!) die Genauigkeit der Werte herabsetzt, da sich natürlich die Toleranzen ebenso verstärken. Fehler summieren sich auf!

Wer also eine unsinnige Zahl Nachkommastellen liefert, der ist im günstigsten Falle zu faul, sie zu entfernen und zu runden, und in einem schlimmen Fall begreift er nicht, was er da tut, aber schlimmstenfalls will derjenige seinem Test eine Absolutheit beimessen, die dieser Test nicht leistet.

Genau da liegt das Problem und ich frage mich: Willst Du wirklich in dieser Richtung vorpreschen? Nur zu...

Nun bewerte selbst diese, Deine Aussagen:
Zitat von G2_Astro:
Dieses dann zu nutzen um die Glaubwürdigkeit von Test oder Testern herab zu würdigen ist aber zu billig!
Zitat von G2_Astro:
Nun kann man diese natürlich wegfallen lassen, was dann aber auch wieder zur Kritik unser misstrauischen Geister führt.

Du versuchst hier den Eindruck zu erwecken, dies würde von den Kritikern dieser Testmethoden gemacht. Hier solltest DU mal einen Nachweis bringen, was Dir nicht gelingen kann, da dies von seiten der sachlichen Kritiker so nicht praktiziert wird.

Nun zu Deinen genauen Messgrößen, die diesen Beweis erbringen. Man hat ja mal den Mirror-Round-Robin gemacht. Übrigens auch ein schöner Test, ob Leute sich an Regeln und Absprachen halten.
Und rein formal betrachtet: Bei Messgrößen ohne Fehlerdiskussion sind diese allein schon Beweis für die Fehlerhaftigkeit der Ergebnisse. Wie von mir schon ausgeführt.

Clear Skies
Sven
 
Re: Wertediskussion

Hallo Günter,

....Eiförmige Interferogramme sind aber keine guten Zeugen für ein besseres Messverfahren!

Du meinst damit hoffentlich nicht meine bewusst eiförmig verzerrten Interferogramme, die ich als Ostergruß unter eines meiner Postings gemalt habe ?).

Ansonsten muss man differenzieren. Falls die elliptische Verzerrung z. B. durch die Aufnahmeoptik enstanden ist, kann man das Interferogramm mit der Auswertesoftware "openFringe" o. ä. immer noch sauber auswerten. Falls man allerdings durch Vignettierung in Strahlengang der Optik oder durch gezielte Beschneidung Teile des Interferogramms unterdrückt, dann ist das schlicht messtechnischer Murks. Falls Du ganz andere "Zeugen", vielleicht sogar aus meiner Messpraxis meinen solltest, dann sag uns bitte wo diese zu finden sind.

Ergänzend zu Svens letztem Posting hier ein Link, wie ich mich praktisch mit dem Problem

1. Wer misst, misst falsch! Dieses unumstößliche Motto kann man weiter als nur bis Heisenbergs Unschärferelation verfolgen. Zu einer Messung gehört also eine Diskussion des Messfehlers und eine Auswertung im Rahmen des Messfehlers...“

beschäftigt habe:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=17200&SearchTerms=
Kann es vielleicht sein, dass Du nur die Kommentare zu diesem und anderen Berichten gelesen hast?

Gruß Kurt
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Wertediskussion

Hallo Günther,

bei allem von dem Du da berichtest, fehlen aber die vergleichbaren Angaben wie und womit diese Test dann zu den Ergebnissen kamen.

keineswegs. Zum VMC 200 L waren die Bilder zu vile Monate hier
im Forum einzusehen, bevor oofenbar alle Bilder des "Testers"
gelöscht worden sind.

Zum (ersten), auf einer schmalen Linie ausgewerteten 6"f/8 FH
von User Lotz must du mal hier im Forum suchen. Die Bilder sind
ja hier ebenfalls wech, aber wenn du Lotz anschreibst wird er dir
möglicherweise eine Kopie dieses "Optiktests" zukommen lassen.


Nun zu meinem eigenen Newton und seinen "Test", dessen Auswertung
ich nach all den Jahren immer noch im Original mit Unterschrift
des "Testers" besitze. Das Interferogramm ist im Laufe der Zeit
mehrfach in verschiedenen Foren veröffentlicht worden.
Dieses I.Gramm zeigt aufgrund der auseinanderlaufenden Linien
klassischen Astigmatismus. Bei der Auswertung dieses I-Grammes
hat der "Tester" den Punkt "Astigmatismus" aber deaktiviert,
so daß dieser Fehler nicht in die Strehlberechnung einging.

Dazu sollte man wissen, daß ich den Tester (in gutem Glauben
an seine Fähigkeiten und Neutralität) aufgesucht hatte, eben
weil ich bei Beobachtungen mit hoher Vergrößerung das Gefühl
hatte, daß Astigmatismus die Abbildung beeinträchtigt.
Dies sagte ich den Tester auch. Der Dobson sei als 8"f/6 Pyrex
bei TS gekauft worden (es war statt Pyrex aber nur ein BK7 Spiegel
drin) mit der Zusage daß die Optik beugungsbegrenzt sei.
Die Abbildung nähre aber zweifel an der Beugungsbegreztheit.
Falls das so sei wolle ich das Teleskop zurückgeben.

Der Hautspiegel wurde dann in Autokollimation gegen einen Planspiegel getestet.
Der Tester stellte das I-Meter so ein, daß sich konzentrische Kreise
bildeten. Wenn diese rund seien bedeute dies, daß kein Astigmatismus
vorliege. Ich durfte selbst durchschauen. Die Kreise bewegten sich,
tanzten von hoch-oval über rund bis quer-oval und wieder zurück.
Der Tester machte mit seiner Kamera ein Bild als sie gerade mal
wieder rund waren. Naja, sie waren annähernd rund, nicht richtig.
Dieses Bildchen wurde zum Testprotokoll hizugefügt.
Das Interferogramm des Spiegels wurde ausgewertet, und zwar
mit beim Auswerteprogramm deaktiviertem Astigmatismus!
Begründung war, daß das Kringelbildchen "beweist", daß "kein Asti"
vorhanden sei, der im I-Gramm sichtbare Astigmatismus also auf
den Versuchsaufbau zurückzuführen sei. Damals hatte ich Null Ahnung
von Interferometrie und habe diese Erklärung geschluckt.
Ert später, als ich bei hohn Vergrößerungen am Stern immer noch
einen leichten Asti bemerkte wurde ich stutzig.

Das I-Gramm wurde von Roland Kern (Username Korn) schon recht bald
(etwa ein Jahr oder so) nachdem ich die Auswertung hatte mit
einem Freeware Auswerteprogramm nachträglich ausgewertet.
Sein Ergebnis:
Asti in einer Größenordnung der den Strehl des Hauptspiegels
auf etwa 0.91 drückte. Frag ihn einfach mal.

Sehr viel später wurde mein Spiegel einer ausführlichen Meßserie
unterworfen. Dabei wurde er in Autokollimation getestet.
Es wurden 3 Interferogramme angefertigt der Spiegel gedreht,
wieder 3 I-Gramme, und der Spiegel noch einmal gedreht und
wieder 3 I-Gramme angefertigt. Jeweils 3 damit man Zufälligkeiten
herausmitteln kann. 3 Positionen des Spiegels, damit man untersuchen kann
in wieweit Astigmatismus beim Spiegel eine Rolle spielt und
diesen Astigmatismus eindeutig von einem aus dem Versuchsaufbau
herrührenden Asti trennen kann. (Siehe dazu auch mehrere Beiträge
von Uswr Alois (Alois Ortner). Das Ergebnis derVersuchsreihe:
Strehl 0.90 bis 0.91 Aufgrund von Astigmatismus.

Der "Tester" hatte den Fehler im I-Gramm meines Spiegels also
schon erfaßt, bei der Auswertung aber schlicht nicht berücksichtigt.

Nun ist ein Hauptspiegel nicht das ganze Teleskop. Der Fangspiegel
wurde beim "Tester" ebenfalls untersucht, allerdings mit einer
Probeglas-ähnlichen Methode die kein Ergebnis in Zahlen lieferte.
Der Fangspiegel sei "in Ordnung".

Der Fangspiegel (es war schon ein Austauschspiegel, den original GSO FS
hatte ich bei TS moniert, da man meinen Worten von der miserablen Abbildung
aber keinen rechten Glauben schenken wollte {Anfänger, bestimmt dejustiert}
bin ich hingefahren, das Teleskop ist dann am künstlichen Stern
getestet worden und der Fangspiegel danach problemlos ausgetauscht worden)
ist dann später von Kurt Schreckling gegen eine Sphäre getestet worden.
Ergebnis: Irgendwas um 0.65 Strehl über die ganze Fläche.
Nun wir bei hoher VErgrößerung nicht die gesamte Fläche des FS
genutzt, aber es ist warscheinlich, daß die weiterhin suboptimale Abbildung
von diesem GSO-Austausch-Fangspiegel verursacht worden ist.

Wie auch immer. Die geschilderten Erlebnisse rund um meinen GSO Dobson
haben nicht dazu geführt, daß ich die Sternguckerei an den Nagel
gehängt habe (was manche Sternfreunde vielleicht getan hätten)
oder daß ich auf einen Refraktor umgestiegen bin (was viele Sternfreunde
sicher getan haben). Ich habe den Fangspiegel gegen einen sehr
hochwertigen US-Fangspiegel getauscht, habe das Teleskop umgebaut
so daß es nun die Kolimation hält, das Tubusseeing bekämpft,
das Streulicht weitestgehend verhindert und beobachte weiter.
Leider immer noch mit dem zwar guten 0.91 strehligen Spiegel
dessen Temperaturverhalten aber weit weniger günstig ist als
es bei einem Pyrex Spiegel (so einen hatte ich bestellt) der
Fall wäre.

Die beim Astrotreff veröffentlichten Interferogramme meines
Fangspiegels und meines Hauptspiegels finde ich nicht wieder.
Dort finde ich mit der Suchefunktion sowiso nie was ;(


Eiförmige Interferogramme sind aber keine guten Zeugen für ein besseres Messverfahren!

Die sind ein Ostergruß gewesen und als solcher eigentlich erkennbar.
Die nicht-eiförmigen Interferogramme im gleichen Thread sind
diejenigen auf die es meßtechnisch ankommt. Sag blos das wäre
dir nicht klar gewesen.

Ach ja, noch was:
Der Mirror Round Robin Versuch, bei welchem mehrere Leute
einen ihnen völlig unbekannten Spiegel mit ihrem Equipment
vermessen haben:

http://www.marty-atm.de/RoundRobin/RR.html

Die Diskussion über den Mirror Round Robin Versuch beim Astrotreff:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=42667&whichpage=8&SearchTerms=Robin

Mein Tip:
Sei kritisch. Glaube nicht unbesehen alles was man dir vorsetzt.
Verschaffe dir selbst das notwendige Wissen und prüfe I-Gramme
selbst mit geigneten Freeware-Programmen nach.

Und tschüß, Karsten
 
Re: Wertediskussion

Hallo Sven,


das wusste ich gar nicht oder sollte ich das überlesen haben, dass alle Tester ihre Messfehler hier zur Diskussion gestellt haben oder auch nur die Genauigkeit Ihrer Messeinrichtungen angegeben hatten.
Oder das hier Sachverhalte so angebracht werden, dass es dem Thema nutzt, ohne das immer wieder aneinander vorbei diskutiert wird.

Das ist aber bei der Streitfreudigkeit in den letzten Jahren vollkommen ausgeblieben, weil alle die nur kritisiert haben ja damals auch wohl Grund genug hatten davon abzulenken!

Das sollte doch erst mal erfolgt sein bevor man die Heisenbergische Unschärferelation bemüht.

Ich brauch hier Garnichts zu beweisen, da steht noch eine lange Schlange vor mir, die was abzuarbeiten hat!


Das beginnt dann für mansche beim lesen der Namen, ob man Sachverhalte so wieder gibt, wie man sie vorfindet!

Gruß Günter





 
Re: Wertediskussion

Hallo Günter,

was soll denn dieser ganze Füllfunk von Vergangenheit und Kommastellen, von auf nur vier Werten basierenden Kurven, hochgerechneten Werten mit x-Dezimalstellen?

Am Ende dieses Threads werden Kurt und einige Andere es schaffen, ein transparentes, nachvollziehbares Test-/Messverfahren nachvollziehbar und anwendbar darzustellen.
Das wird dann auf 3 von 30 Seiten mühsam herausfilterbar sein oder auch nicht, weil eben einige Leute jeden möglichen Nebenkriegsschauplatz eröffnen.

Ich kann nur einen einzigen möglichen Sinn hinter diesen ganzen Füllposts erkennen und das ist Verunsicherung, Ermüdung des noch interessierten Lesers und Vernebelung des zu erwartenden Ergebnisses.

Ich hoffe inständig, dass sich niemand die Mühe macht, die von Dir in Frage gestellten Vergangenheitsgeschichten aufzutischen. Du lenkst im Moment ab.
Es geht um die Gegenwart und die Zukunft von Möglichkeiten, Optik so zu testen, dass nachvollziehbare und reproduzierbare Ergebnisse für den Interessierten offensichtlich und vergleichbar ermittelt und dargestellt werden können.

Gruß und CS
*entfernt*


 
Re: Wertediskussion

Hallo Günther,

ich sag das mal ganz gelassen: Wenn die Nummer fertig ist, wird Kurt sicher einverstanden sein, wenn das ganze sauber ausgearbeitet auf einer eigenen Webseite erscheint und die wird dann nur noch verlinkt und mit Sicherheit wird das Verfahren dann in einem eigenen Thread diskutiert.
Da können die Füllfunker dann wieder von vorn anfangen, blos wird's dann auffallen.

Das Ding kippt jetzt zum zweiten mal ins Gelaber ab - natürlich immer dann, wenn eine Gewisse "Partei" die Felle davonschwimmen sieht. Die Taktik wurde schon zu Zeiten des VMC-Farbfehlers angewandt.
Immer das gleiche Konzept. Die Leute, die sich um die Sache bemühen, schreiben Seitenweise sachdienliches und nachvollziehbar begründetes und als Antwort kommen Flachpostings die nichts als polemisches Gelaber enthalten, ohne sich auch NUR EINEM SACHTHEMA zu stellen.

Ich empfehle allen an der Sache interessierten, von hier an im Thread zu schweigen, bis das Thema in der Sache vorangebracht wird durch neue Ergebnisse.

Clear Skies
Sven
 
Re: Wertediskussion

Hallo Karsten,

kurzer Hinweis zur Sache: Die Bilder mussten entfernt werden, weil der Tester, auf dessen Webspace sie lagen, sie dazu nutzte, polemische Nachrichten in die Threads einzubringen - wobei die Bilder ohnehin zerstört wurden. Ändert nichts an der Einschätzung, zeigt aber auf, wer was getan hat. Die Bilder wurden vom Tester zerstört, und um das zu unterbinden wurden die über diesen Server verlinkten Bilder aus Postings entfernt.

Clear Skies
Sven
 
2 Tester, 2 Testergebnisse

Hallo Günther,

das wusste ich gar nicht oder sollte ich das überlesen haben, dass alle Tester ihre Messfehler hier zur Diskussion gestellt haben oder auch nur die Genauigkeit Ihrer Messeinrichtungen angegeben hatten.

na so spitzfindig braucht man doch gar nicht zu sein wenn bei
Auswertungen von I-Grammen gerade die Fehlerarten ausgeblendet
werden nach denen gesucht werden sollte (bei mir: Astigmatismus)

Es sollte auch dir einleuchten daß da etwas nicht so ganz sinnvoll
zu sein scheint.
Wo du weiter oben nach Vergleichswerten gefragt hast:
Ich habe was zum ablachen gefunden. Guckst du da:

http://www.teleskop-service.de/Testberichte/cassegrains.gso.rc.200mm.php

Und hier der andere Tester (nach unten scrollen, dann findest
du zwei 8" GSO RCs):

http://astro.uni-tuebingen.de/~grzy/APO.html

Der grottige Sterntest ist bei beiden Testern vorhanden,
die Strehlwerte sind dagegen "ein wenig" unterschiedlich
(0,89 gegenüber 0,53).

Nun rate mal welches Tetergebnis bei TS präsentiert wird :)

Cheers, Karsten
 
Re: 2 Tester, 2 Testergebnisse

Hallo Zusammen

Der Tester schreibt:
Zunächst wäre der Strehl von 0.892 ohne jeden Abzug. Würde man Astigmatismus abziehen, ein Restfehler
im Feld dieses RC-Systems (weil nicht ganz exakt vor dem Planspiegel kollimiert) dann hätte man einen Strehl
von 0.947. Dieser Klimmzug wäre aber gar nicht nötig, wenn man mit dem Ergebnis meines Mitbewerbers
vergleicht. Und in diesem Falle ist es gut, sich einmal die Praxis-Tauglichkeit unter die Lupe zu nehmen.

Einer seiner "Mitbewerber" mißt einen Strehl von 0,53...soll ich das jetzt so verstehen daß ein Strehl von 0.892 bzw. 0.947 genauso praxis(un)tauglich ist wie ein Strehl von 0.53 ? Muß ich das überhaupt verstehen???

Viele Grüße Felix

 
Re: 2 Tester, 2 Testergebnisse

hallo,

na bumm GSO-RC, da haben die beim Ronchi eh schon urviel Linien eingestellt, und es immer noch Wellblech!

hallo Felix,

verstehen sollte man, dass so ein optisches Testergebnis halt auch wesentlich vom Tester und dessen Setup abhängt und nicht einfach Folge der Physik ist. Wenn man dann durchschaut und "der Stern ist nicht rund", ists nicht so schön.

lg Tommy
 
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Tommy,

ist es dir möglich, beim Equinox und Normal ED 120er aufgrund meiner Ronchis auch die Schnittweitendifferenz Blau und Rot gegen grün abzuschätzen? Wie liegen die f/7,5er gegen deinen f/9?

mir ist da jetzt ein kleines Programm untergekommen was Dier hier weiterhelfen sollte.

http://www.atmsite.org/contrib/Smith/RonchiZ/

Es ist zwar von den Voreinstellungen her für die Auswertung von Ronchis die im Radius eines Spiegels gemacht wurden und nicht im Fokus.
Aber wenn ich das richtig sehe sollte es für unsere Zwecke bei entsprechenden Einstellungen auch zu gebrauchen sein.
Es gibt unter anderem einen Defokus in Wellenlänge aus, den kann man ja dann wie es Kurt bereits getan hat mit Aberrator in mm umrechnen.
Auf diese Weise könnte man also die Schnittweitendifferenzen in mm abschätzen.

Grüße Gerd
 
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Tommy,

Öhm, dumme Frage: Wenn ich den Defokus in Wellenlängen kenne, und die Wellenlänge in nm kenne, wozu brauch ich dann Aberrator zum Umrechnen? Genügt da nicht eine einfache Multiplikation, oder hab ich da was nicht kapiert?

ich meine Defokus als Deformation der Wellenfront, das ist dann leider nicht so einfach umgerechnet, da geht zb. das Öffnungsverhältnis mit ein.
Michael (mkoch) hat sich damit im Nachbarforum mal beschäftigt, schau mal rein.

Allerdings lässt sich so ja erst mal nur die sphärische Korrektur abschätzen.
Den Farblängsfehler müsste man ja anhand der Veränderung von Anzahl bzw. Breite der Streifen bei unveränderter Lage des Gitters für die Einzelnen Farben abschätzen, was sich über den seitlichen Schieberegler machen lässt.
Hab da mal bisschen mit gespielt und bin zu dem Schluss gekommen das sich die geringen Fokusunterschiede der einzelnen Farben auf diese Weise mit einem Ronchitest wenn überhaupt wohl nur sehr sehr grob abschätzen lassen.
Da ist dann direktes ausmessen mittels Messuhr sicher die bessere Variante.


Grüße Gerd

 
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

hallo Gerd,

das sich die geringen Fokusunterschiede der einzelnen Farben auf diese Weise mit einem Ronchitest wenn überhaupt wohl nur sehr sehr grob abschätzen lassen

danke, da erparst du mir einige Forschungsarbeit! Schade, dass man (ich?) so wenig Info über die Auswertungsmöglichkeiten des Ronchitests findet.

lg Tommy
 
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Sven,

es ist ja nun einige Zeit vergangen und wir haben die Sache mit dem gewichteten Mittel im Nachbarforum ausgiebig diskutiert.
Wie sich rausgestellt hat verwendet zb.Takahashi ebenfalls so ein gewichtetes Mittel und auch Optikprogramme wie OSLO geben einen gewichteten polychromatischen Strehl an.
Es ist also nichts neues und es wird also auch von den Profis so gemacht.

OSLO bietet die Möglichkeit die Wellenlängen und Gewichtungen frei zu wählen, ich habe zur Auswertung verschiedener Designs die 11 von Takahashi verwendeten Wellenlängen und Gewichtungen in OSLO eingegeben.
Rausgekommen ist eine Tabelle mit nun mittlerweile 8 verschiedenen Optiken wo ich den von OSLO bzw. Takahashi angegebenen polychromatischen Strehl mit dem gewichteten Mittel auf Basis von 5 bzw.3 Punkten vergleiche.
Diese Tabelle soll einen Anhaltspunkt liefern wie gut die Näherrung des gew. Mittels nun ist.
Schau Sie Dier doch mal an, es ist auch interessant die einzelnen Optiken mal untereinander anhand des poly. Strehls oder der Kurven die ich von einigen Optiken ebenfalls dort reingestellt habe zu vergleichen.
Bei 5 Punkten denke ich das man da zumindest bei guter Farbkorrektur das grob vor der Näherrung ohne weiteres weglassen kann.
Lediglich bei einem Fraunhofer der einen relativ niedrigen poly. Strehl erreicht kommt es mit fast 0,06 zu einer etwas größeren Abweichung.
Ansonsten liegen die Abweichungen meist deutlich unter 0,01 und in zwei Fällen etwas darüber.
Ich denke man kann diese 0,01 als ungefähren Richtwert für die zu erwartende Ungenauigkeit beim gew. Mittel aus 5 Messpunkten betrachten und damit liegt dieser Wert innerhalb des ohnehin zu erwartenden Messfehlers für die Strehlwerte, da kann man meiner Meinung nach dieses gew. Mittel sogar als gute Näherrung betrachten.
Sehr wichtig ist allerdings noch die sogfältige Wahl der zu messenden Wellenlängen, diese müssen möglichst gleichmäßig verteilt sein.

Grüße Gerd
 
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Gerd,

bitte vorsichtig, ein Programm wie OSLO kann ein gewichtetes Mittel bringen, dass über 100 Messpunkte (Wellenlängen) gewichtet ist und so wirklich nah dran ist an dem echten Wahrnehmungsprofil oder dem Empfindlichkeitsprofil eines CCDs. Aber bei drei Messpunkten oder auch fünf kann so ein gewichtetes Mittel doch arg daneben liegen.
Das will Dir einfach nicht in den Kopf, ich weiß nicht warum, vielleicht weil Du im Geiste immer gerade Linien ziehst zwischen den Punkten? Ich komme da bei Dir auch nicht weiter.

Du bist nun stattdessen sozusagen den experimentellen Weg gegangen und schreibst jetzt selbst, dass man bei 5 Messpunkten Deiner Meinung nach das "grob" weglassen kann, aber nur bei guter Farbkorrektur.
Gerd - wie war dass denn nun, wenn ich weiß, dass die Farbkorrektur gut ist, dann brauche ich doch nicht das gewichtete Mittel um zu wissen, dass die Farbkorrektur gut ist...?

Wertvoll finde ich es, dass Du zu Aussagen über die Abweichungen kommst. Also 1 Prozentpunkt bei gut korrigierten Objektiven, 6 Prozentpunkte beim FH - bei was für einem? Steht vielleicht drüben, nachher mal dort wuseln (schade, wo ist Link?).
Aber wenn ich es richtig sehe: Nicht 1 Prozentpunkt zwischen genauer Kurve und gewichtetem Mittel mit 5 Punkten, sondern 1% zwischen 11 und 5 Wellenlängen, wobei die 5 gut verteilt sein müssen. Wie ist es denn mit 5 Wellenlängen, wie sie real genutzt werden (sind die gut verteilt?) und 100 gut verteilten Wellenlängen in theoretischer Rechnung?

Ich zicke hier hauptsächlich wegen des Prinzips. Wie schon weit, weiiit oben gesagt, kritisiere ich nicht die Brauchbarkeit des gewichteten Mittels, sondern ich werbe dafür, zu verstehen, was es erfassen kann und was nicht.
Da hast Du so nebenbei nun schon Bedingungen erarbeitet:
- 5 Gleichmässig "verteilte" Wellenlängen als Messpunkte
- gute Farbkorrektur also nicht zu krasse Unterschiede zwischen den Wellenlängen

Das ist es, was ich gut finde, aber... da war ich schon vor ein paaaaaar Tagen!
So... schaue gleich mal drüben die Daten an. Wobei mir das Gehüpfe blöd vorkommt.

Clear Skies
Sven
 
Re: Ronchitest 120/900 Equinox

Hallo Sven,

bitte vorsichtig, ein Programm wie OSLO kann ein gewichtetes Mittel bringen, dass über 100 Messpunkte (Wellenlängen) gewichtet ist und so wirklich nah dran ist an dem echten Wahrnehmungsprofil oder dem Empfindlichkeitsprofil eines CCDs.

OSLO kann zumindest in der EDU Edition maximal mit 25 Werten arbeiten!
Mehr ist auch nicht nötig da der Zugewinn an Genauigkeit bei einer höheren Anzahl marginal ist.
Von Haus aus arbeitet es mit 3 Wellenlängen.
Wer mehr möchte der hat die Möglichkeit bis zu 25 Wellenlängen und Gewichtungen einzugeben.
Ich habe hier die 11 Wertepaare die auch Takahashi verwendet eingegeben und den poly Strehl auf dieser Basis als Referenz herangezogen.
Und wenn Takahashi sich mit 11 Werten begnügt, sollte das eigentlich auch für uns reichen.
Hier der Link zu den Werten von Takahashi.
http://www.optique-unterlinden.net/takahashi/fr/TSA-102.optics.php
Dort noch auf „Diffraction PSF(Strehl) TSA-102/FS-102“ klicken !
Das gewichtete Mittel der 11 Werte beim FS-102 ist 0,94667.
Der unten angegebene Strehl beträgt---------------0,94662.
Ich gehe davon aus das das auch der vom Optikprogramm korrekt ermittelte Wert ist.

Das will Dir einfach nicht in den Kopf, ich weiß nicht warum, vielleicht weil Du im Geiste immer gerade Linien ziehst zwischen den Punkten? Ich komme da bei Dir auch nicht weiter.

Mir ist durchaus klar das es sich um Kurven handelt.
Diese habe ich auch im Nachbarforum sehr anschaulich dargestellt.
Und deshalb habe ich auch sehr umfangreiche Überlegungen angestellt wie gut denn die Näherrung von wenigen Punkten nun ist und mittlerweile 8 verschiedene Optiken betrachtet.
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=84708&whichpage=8
Wenn Du das überprüfen möchtest, die len Dateien für OSLO findest Du auch dort und die für die beiden Fraunhofer kann ich gerne nachliefern wenn gewünscht.
Die Strehlwerte Plychromatisch sowie Monochromatisch habe ich als Peakwert der PSF entnommen.
Du musst allerdings noch die 11 Wellenlängen und Gewichtungen nachtragen die ich verwendet habe und die auf der Seite von Takahashi stehen.
Wenn Dier diese 11 Werte zu wenig sind, hier

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Vlambdaps.png&filetimestamp=20040927192500

findest Du eine Umfangreiche Tabelle, die Gewichtungen weichen allerdings geringfügig von denen die Takahashi verwendet ab.
Hab ich auch alles im Diagramm dargestellt.
Für den von Hans-Jürgen Designten ED 127 mit N-ZK7 / S-FPL53 habe ich mal die maximalen 25 Werte aus der Wiki Tabelle eingegeben.
Der Poly Strehl ist bei 25 Werten 0.9722
Bei 5 Werten-------------------0,9699.
Differenz ----------------------0,0023!
(die Abweichung zu den Angaben in meiner Tabelle im Nachbarforum liegt an den etwas anderen Gewichtungsfaktoren, da ich dort die von Takahashi verwende wo mir aber nur 11 Werte zur Verfügung stehen.)
Unwahrscheinlich das hier 100 Werte noch eine Relevante Erhöhung der Genauigkeit bringen würden und letztlich in Anbetracht der ohnehin zu erwartenden Messfehler beim Strehl ist das dann ja wohl völlig egal ob das gew. Mittel um 0,00?? Vom Absolut genauem Wert abweicht.

Meine Aussagen sind also nicht einfach irgendwelche Bauchgeschichten sondern fundiert recherchiert und anhand von umfangreichen Beispielen belegt.

Du bist nun stattdessen sozusagen den experimentellen Weg gegangen und schreibst jetzt selbst, dass man bei 5 Messpunkten Deiner Meinung nach das "grob" weglassen kann, aber nur bei guter Farbkorrektur.
Gerd - wie war dass denn nun, wenn ich weiß, dass die Farbkorrektur gut ist, dann brauche ich doch nicht das gewichtete Mittel um zu wissen, dass die Farbkorrektur gut ist...?

Es geht ja hier um eine möglichst genaue Quantifizierung und nicht einfach eine sehr grobe Unterscheidung zwischen sehr gutem APO und mäßigem Achromaten.
Da braucht man auch garnicht messen denn das sieht dann sogar der Laie beim ersten Blick.
Erst beim mäßigem Achromaten wird das Mittel auf Basis von 5 Punkten ungenau!

Dieser Punkt ist aber recht gut anhand der gemessenen Strehlwerte abzuschätzen.
Im Nachbarforum schrieb ich dazu.
Für eine Beurteilung der zu erwartenden Genauigkeit für das gew. Mittel habe ich deshalb die Strehlwerte bei 473,5 und 652 nm betrachtet.
Hier würde ich als Richtwert einen Strehl von 0.1 annehmen, liegt der Strehl hier deutlich darunter ist kein zuverlässiges gewichtetes Mittel mehr zu bekommen.
Die Werte habe ich deshalb in meiner Tabelle farblich hervorgehoben.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
was kann ED 120 f/7,5 und vergleich CaF2/ FPL-53

Hallo,

nach dem ich mich nun ein wenig mit dem Erstellen und der Auswertung von optischen Designs beschäftigt habe und da auch erste Erfolge verzeichnen kann möchte ich mal versuchen einige der hier in der Vergangenheit heiß diskutierten Fragen anhand selbst erstellter konkreter Beispiele zu beantworten.

Da war die Frage was denn ein ED 120 f/7,5 nun theoretisch an Farbkorrektur leisten kann.

Um das zu beantworten hab ich mal das Design so einer Optik erstellt und ausgewertet.
Als Vergleichsoptik habe ich den Takahashi FS-102 gewählt, hierfür sind 11 Strehlwerte bei 11 Wellenlängen bekannt.
Analog dazu habe ich auch für den ED 120 mit OSLO die entsprechenden Strehlwerte der jeweiligen Wellenlänge ermittelt und das Ganze in einem Diagramm dargestellt.

http://www.bilder-hochladen.net/files/b5ni-3-jpg.html

Der von Takahashi für den FS-102 angegebene polychromatische Strehl beträgt 0,94662
Der von OSLO für den ED 120 ausgegebene polychromatische Strehl beträgt 0,9371
Da ich in OSLO exakt die selben Wellenlängen und Gewichtungen eingegeben habe die auch Takahashi verwendet kann man die beiden Werte auch direkt miteinander vergleichen da Sie auf der selben Grundlage ermittelt wurden.
So ein ED 120 f/7,5 kann also ziemlich nahe an den FS-102 heran kommen, das ist auch gut im Diagramm zu erkennen.
Die jeweiligen Strehlwerte habe ich als Peakwert der PSF OSLO entnommen.
Für diejenigen die das Ganze mit OSLO nachvollziehen möchten hier die entsprechende Datei.

// OSLO 6.4 48175 0 0
LEN NEW "ED_120/905" 904.84 6
EBR 60.0
ANG 0.5
DES "G.Duering"
UNI 1.0
// SRF 0
AIR
TH 1.0e+20
AP 8.7268677908e+17
NXT // SRF 1
AIR
NXT // SRF 2
GLA N-ZK7
RD 360.5
TH 6.692
NXT // SRF 3
AIR
RD 150.761
TH 0.613
NXT // SRF 4
GLA S-FPL53
RD 148.884
TH 16.154
NXT // SRF 5
AIR
RD -3779.9999999999995
TH 885.35
NXT // SRF 6
AIR
TH 4.9831844209775
CBK 1
WV 0.55 0.4735 0.652 0.4225 0.448 0.499 0.5245 0.5755 0.601 0.6265 0.6775
WW 0.98 0.09 0.08 0.02 0.04 0.28 0.69 0.89 0.58 0.28 0.01
END 6

Eine weitere Frage war die ob FLP 53 und CaF2 eine gleichwertige Farbkorrektur ermöglichen.

Auch hier habe ich ein entsprechendes Design mit FPL-53 erstellt, dieses mal mit den gleichen Daten wie der FS-102 also 102mm Öffnung und 820mm Brennweite.
Es werden also einmal ein Zweilinser mit CaF2 und einmal einer mit FPL-53 und sonst gleicher Öffnung und Brennweite verglichen.
Hier das Diagramm.

http://www.bilder-hochladen.net/files/b5ni-2-jpg.html

Und der Vergleich beim polychromatische Strehl:
FS-102………0,94662
ED-102……...0,9636
Es ist also sogar für FPL-53 ein leicht besserer Wert als für CaF2 herausgekommen.
Wobei ich das jetzt nicht überbewerten will.
Als Fazit kann man also sagen das FPL- 53 in Punkto Farbkorrektur CaF2 auf alle Fälle ebenbürtig ist.
Und auch hier zur Nachvollziehbarkeit die entsprechende OSLO Datei.

// OSLO 6.4 35964 0 0
LEN NEW "ED_102/820" 820 6
EBR 51.0
ANG 0.5
DES "G.Duering"
UNI 1.0
// SRF 0
AIR
TH 1.0e+20
AP 8.7268677908e+17
NXT // SRF 1
AIR
NXT // SRF 2
GLA N-ZK7
RD 326.398
TH 6.03
NXT // SRF 3
AIR
RD 135.929
TH 0.553
NXT // SRF 4
GLA S-FPL53
RD 134.172
TH 12.74
NXT // SRF 5
AIR
RD -3447.3199999999997
TH 807.927
NXT // SRF 6
AIR
TH 0.074917886406
CBK 1
WV 0.55 0.4735 0.652 0.4225 0.448 0.499 0.5245 0.5755 0.601 0.6265 0.6775
WW 0.98 0.09 0.08 0.02 0.04 0.28 0.69 0.89 0.58 0.28 0.01
END 6

Und zum Schluss auch noch mal der Hinweis das die von mir als Amateur für die beiden EDs erstellten Designs noch unvollkommen sind, ein richtiger Profi hätte da sicher noch etwas mehr rausgeholt.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: was kann ED 120 f/7,5 und vergleich CaF2/ FPL-53

hallo Gerd,

danke für deine Arbeit! Es war ja bekannt dass FPL-53 dem CaF2 ähnlich ist, aber eine quantitative Rechnung dazu ist noch was anderes.

Zwei Fragen dazu:

1. Welches Partnerglas hat du beim ED genommen? Der Black Diamond/Equinox unterscheidet sich von der älteren Version durch das Partnerglas (ob er vielleicht neu gerechnet ist und etwas andere Linsenradien hat weiss ich nicht). Der Einfluss einer glücklichen Paarung ist vermutlich nicht zu unterschätzen :-)))

2. Lässt sich der Farblängsfehler, also das sekundäre Spektrum, durch geeignete Wahl der Linsenradien in der Sphärochromasie "verstecken"? Der Black Diamond/Equinox zeigt ja in meinem Ronchitest im blauen und roten etwas stärker gekrümmte Streifen als die alte Version.

Hast du das auch im blauen Forum gebracht? dort kann man immerhin die Bilder dauerhaft einstellen!

Ich bin in meiner kleinen Farbvergleichsstudie ein bisserl hängengeblieben, zu viel Eisen im Feuer momentan, aber das wird schon noch.

lg Tommy
 
Re: was kann ED 120 f/7,5 und vergleich CaF2/ FPL-53

Hallo Gerd,

Interessant. Wie schaut das beim FPL mit dem Partnerglas aus?
Laux sieht ja Vorteile für's ED erst beim Dreilinser.

Clear Skies
Sven
 
Re: was kann ED 120 f/7,5 und vergleich CaF2/ FPL-53

Hallo Tommy,

1. Welches Partnerglas hat du beim ED genommen? Der Black Diamond/Equinox unterscheidet sich von der älteren Version durch das Partnerglas (ob er vielleicht neu gerechnet ist und etwas andere Linsenradien hat weiss ich nicht). Der Einfluss einer glücklichen Paarung ist vermutlich nicht zu unterschätzen :-)))

ja die Wahl des passenden Partnerglases ist natürlich der ganz entscheidende Punkt.
Hier hat Hans-Jürgen ja mit N-ZK7 ein recht gut zu S-FPL53 passendes Glas gefunden.
Das habe ich auch verwendet.

2. Lässt sich der Farblängsfehler, also das sekundäre Spektrum, durch geeignete Wahl der Linsenradien in der Sphärochromasie "verstecken"? Der Black Diamond/Equinox zeigt ja in meinem Ronchitest im blauen und roten etwas stärker gekrümmte Streifen als die alte Version.

Das erstellen eines Designs ist immer auch ein finden eines Kompromisses, optimiert man das eine muss bei dem anderen unterumständen eine Verschlechterung in Kauf genommen werden.
Hier zeigt sich deutlich der Vorteil möglichst vieler Freiheitsgrade, die dann kleinere Kompromisse erfordern.
Das ist auch bei dem Farblängsfehler so.
Deshalb ist eben die Betrachtung allein von diesem Wert nicht wirklich aussagekräftig, insbesondere wenn man sich nur auf die 0,7 Zone beschränkt.
In dem von mir hier zur Auswertung herangezogenen polychromatischen Strehl fließt ja auch die sphärische Korrektur mit ein, weshalb ein „verstecken“ hier nicht möglich ist.

@Sven,

wie ich schon schrieb habe ich N-ZK7 verwendet, was ja dem alten ZKN7 entspricht wie es noch Laux bezeichnet.
Damit ergib sich eine relativ kleine Differenz der Teildispersionen theta e von 0,0007843 was zusammen mit der Abbezahldifferenz einem sekundären Spektrum Ts` von 0,0214 entspricht.
Es gibt zwar mit CaF2 noch bessere Glaskombinationen aber die bei den bekannten Zeiss AP Objektiven verwendeten Kombinationen weisen mit
0,0215 bei BaK2 / CaF2 und 0,0569 bei KzF2 / CaF2 auch keine besseren Werte auf.
Leider weiß ich nicht das Partnerglas von dem FS-102 so das ich da auch keinen Ts` Wert habe.

Grüße Gerd
 
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