Zubehör zu 8" f/6 dobs

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Cassandra

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Hey Leute!
Ich wollte mir bald zum 1. Mal ein Teleskop zulegen. Von alldem, was ich bisher gelesen habe, scheint ein Dobson mit 8" f/6 für meine Ansprüche am besten zu sein. Der Preisrahem beträgt so bis zu 500 € meinerseits, eventuell noch geringfügige finanzielle Unterstützung meiner Eltern. Jetzt stellt sich die Frage, was ich dazu für Zubehör brauchen würde.
Speziell: Welche Okulare könnt ihr empfehlen, wieviele, was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht...?
Im Vorraus schonmal vielen Dank für eure Antworten!
Cassandra :-)
 
Hallo Cassandra,

hier hat Sven eine sehr schöne Übersicht zusammengestellt: http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html ,das sollte mindestens für einen ersten Überblick wie man vorgehen kann reichen.
Ich würde empfehlen für die ersten Okulare nicht zuviel Geld auszugeben, dann ist der Verlust beim Verkaufen geringer, irgendwann wird der Umstieg auf "endgültige" Okulare kommen. Am gescheitesten ist es mit wenigen dafür aber nicht allzu schlechten Okularen anzufangen um erstmal die eigenen Beobachtungsvorlieben kennenzulernen.
Konkrete Tipps habe ich keine da mein Okularsammelsorium ziemlich gebastelt ist...

Viele Grüße Felix
 
Hallo Cassy :biggrin:

Auf jeden Fall solltest Du darauf achten, dass dein Dobson einen 2" Crayford-Okularauszug mit 1:10 Untersetzung hat. Der ist bei hohen Vergrößerungen Gold wert und erleichtert das Fokusieren ungemein.

Asserdem benötigst Du:

-ein "Drehbare Himmelskarte"
-ein Lampe mit rotem Licht
-einen höhenverstellbaren Stuhl
-UHC bzw. OIII Filter wenn du bestimmte Nebel sehen willst
-Justierokular (kann man sich auch selbst aus einer Filmdose basteln)
-der Deep Sky Reiseatlas ist zu empfehlen wenn Du dich für Deep Sky Objekte interessierst
-warme Sachen
-und ganz praktisch ist noch ein Köfferchen wo Du den ganzen Schnullie hinein tuhen kannst
-und halt noch die Okulare

Was möchtest Du denn genau Beobachten?

LG & CS
Basti
 
Re: Zubehör zu 8" f/6 dobs

Hallo Cassie,

Zubehör zum Dobs?
Die Ausstattung der Dobs variiert etwas von Händler zu Händler. Musst halt mal schauen. Als Ergänzung zur Blumenlese von Basti dieser Hinweis:
Du brauchst von Anfang an eine Möglichkeit, die Sterne anzupeilen. Die meisten Leute kommen mit einem einfachen und preiswerten Leuchtpunktsucher zurecht. Dazu halt ein Übersichts-Oku. Die Kombination macht es: Leuchtpunkt plus 2"-Weitwinkel. Damit findest du alles. Sven hat auf seiner Internet-Seite alles analysiert, den Link von Felix hast du.
Was man sonst an anspruchsvollen Okularen so hat:
http://www.deepsky-brothers.de (>Seitenübersicht >ArminsOkulare)
Erfahrungsgemäss steigen die Ansprüche an die Okulare im Laufe der Zeit. Also muss man am Anfang einen Kompromis eingehen. Ein 32mm 2" ist da genau richtig. Sonst sage ich zu den Okus im Augenblick lieber nichts.

Eine guter Tip immer noch: Der "Karkoschka" Atlas (Kurzanleitungen zum Beobachten, Aufsuchkarten, ca. 15.- ?).

Aber bei deinen Interessen (Physik, Astrophysik usw.) füge ich noch hinzu, eine Beschreibung der Milchstrasse gibt es hier:
Nigel Henbest / Heather Couper , Die Milchstrasse
Es geht weniger um die Theorie - die Theorien der Sternentstehung in diesem Buch halte ich für falsch - das Buch bietet eine vorzügliche Beschreibung der verschiedenen Objekte der Milchstrasse. So lernt man von Anfang an, was zu unserer näheren Umgebung gehört, was zur weiteren Umgebung und welche interessanten Objekte man beobachten kann usw.
Denn einen Teil der Milchstrasse kann man immer beobachten, egal ob Sommer oder Winter. Es ist für mich eines der ungelösten Rätsel der Amateur-Astronomie, warum die Nachfrage nach guten Beschreibungen der Milchstrasse so gering ist.

Ausserdem gibt es noch den Mond. Am besten nicht ärgern, wenn er wieder mal den Himmel aufhellt, sondern die Flucht nach vorn antreten: Beobachten! Hinweise:
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../showflat/Main/83035/Number/535271#Post535271

So ziemlich alles andere würde ich auf mich zukommen lassen und am Anfang nicht unsinnig Geld ausgeben.

Mit Grüssen, Joachim

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Thx schonmal für eure Antworten. :)
Ich möchte gerne im Deep Sky-Bereich Doppelsterne, Nebel, die Andromeda Galaxie oder so beobachten (vielleicht aber auch nur weil ich nicht so recht weiß was es sonst noch für interessante Sachen gibt...)
Ich habe noch n paar Fragen:
Wozu oder für welche Nebel braucht man die Filter? Was verändern die an der Sicht?
Was sind Justierokulare?
Wie wichtig ist das Gesichtsfeld der Okulare?
lg, Cassandra
 
Hallo Cassie,

zu deinen Fragen interessante Sachen, Filter, Justierung, Gesichtsfeld.

*interessante DeepSky Objekte
Wie gesagt, Atlas von Karkoschka bietet einen Einstieg. Es gibt noch ausführlicheres, den Reiseführer von Ronald Stoyan. Das sind zum teil Geschmackssachen.

*Filter
Das hat wohl Basti ins Spiel gebracht. Deshalb mein Kommentar: er bietet eine "Blumenlese". Filter braucht man für den Anfang nicht zwingend. Hier sind Infos:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/532770#Post532770
Filter erhöhen den Kontrast. Bei starken Filtern werden die Sterne stark gedämpft, fast unsichtbar. Desgleichen wird der Himmelshintergrund gedämpft. Die schwachen Nebel treten besser hervor. In der Stadt wird mit Filtern ausserdem Streulicht unterdrückt. Aber das können dir andere noch besser erklären.
Das wichtigste ist nun einmal ein klarer, dunkler Himmel.

*Justierung
Die Chesire-Okulare sind universell und nicht so teuer. Im Nachbar-Forum wurde darüber kürzlich geredet.

*Gesichtsfeld
V - Vergrösserung f - Brennweite
Beim Okular 32mm hast du:
V = f / 32mm
V = 32-fach
E - Eigengesichtsfeld (ca. 70 Grad)
Gesichtsfeld = E / V = ca. 1.9 Grad

Daher nennt man das Oku 32mm ein Übersichtsokular. Bei zu kleinem Gesichtsfeld findest du deine Objekte nicht. Bei höheren Vergrösserungen bleibt das Objekt (das man vorher gefunden haben muss!) länger im Gesichtsfeld und man braucht im Dobson nicht so schnell wieder nachzuschubsen.
Über Okulare mit höheren Vergrösserungen haben wir bisher noch gar nicht geredet. Vielleicht können sich die Fachleute noch äussern.

Wichtig für die schwachen Objekte (dazu gehört die Andromeda-Galaxie!) ist ein helles Bild mit ausreichendem Gesichtsfeld. Daher ist das 2" 32mm Oku fast ideal beim 200/1200. Du kannst auch ein schwaches Nebelchen wie die M33 Galaxie erwischen. Wenn du aber mit der Vergrösserung höher gehst, wird das Bild zu dunkel, die M33 verschwindet schlagartig. Bei hellen Objekten wie dem Mond hat man genügend Licht und kann hoch vergrössern.

Mit Gruss, Joachim
 
Hallo Ihr beiden,

sicher ist ein Filter nicht zwingend für einen Einstieger. Doch ist er doch für einige Objekte unabdingbar.
Ich hab es z.B. noch nicht geschaft den Nordamerikanebel ohne Filter zu beobachten. Sicher hat das auch viel mit den Himmelsbedingungen vor Ort zu tun.

@ Cessy:
Diesen Bericht zum Thema Filter auf Sven Wiensteins Webseite solltest Du dir vielleicht mal durchlesen.

LG & CS
Basti
 
HI Cassandra
mit 8" kannst alle Objektklassen schon recht gut sehen.
Es gibt sicher zig tausend Objekte die gehen.

Filter, lassen nur bestimmte Wellenlängen passieren, der Rest wird gefiltert. Der Hintergrund wird dunkler aber der Nebel bleibt gleich hell und hebt sich besser ab.

Newton muß justiert werden. Justierokulare hat jeder Händler. Sie ermöglichen bzw helfen zu justieren um es mal einfach zu sagen.

Gesichtsfeld ist beim Dob nicht unwichtig, weil es das Suchen und nachführen erleichtert. Im wesentlichen ist es aber Gechmcksache. Aber,einmal Blut geleckt, willstnichts anders mehr.

Für Deteils verweise ich mal auf meine Einsteigerecke und die von Sven z.B. da findest vieles ausführlich erläutert
CS
 
Re: Zubehör zu 8" f/6 dobs

Hallo Cassandra,

zur Filterfrage:
Die Nebelobjekte heben sich vom Kontrast nicht immer optimal vom Himmel ab. Ein Nebelfilter filtert störendes Licht, jedoch nicht das Licht der Nebel. Diese strahlen in einem engeren Spektralbereich, welcher durch den Filter nahezu 'ungebremst' durchkommt. Dann ist der Himmel dunkel, aber der Nebel immernoch hell. Dadurch ergeben sich verschiedenste Effekte, z.B.:
- Der Nebel wird überhaupt erst sichtbar
- Die Struktur des Nebel ist besser zu erkennen
Welche Filter:
Bei 8" wird gerne ein enger OIII-Filter empfohlen, welcher aber nicht bei allen Nebeln den gewünschten Effekt erbringt, da nicht alle Nebel in diesem Spektrum strahlen. Diejenigen, welche es tun, sind dafür optimal versorgt.
Ein UHC-Filter ist weniger stark und berücksichtigt ein größeres Spektrum. Er filtert nicht so stark, was bei einem 8" heißen kann, dass er nicht genug wegfiltert. Jedenfalls bei einer geringen Vergrößerung, bei welcher das Bild sehr hell ist kann der Effekt dann eher gering sein. Bei hoher Vergrößerung (dunklerem Bild im Oku)) kann er aber auch an 8" eingesetzt werden, wenn ein Nebel diese Vergrößerung benötigt.
Sterne, Galaxien oder andere 'feste' Objekte sind mit Nebelfilter dunkler und eingefärbt, also nicht geeignet.

Ob Gesichtsfeld wichtig ist, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Der Einblick in ein Weitwinkelokular (>=60°) ist aber nach meinem Geschmack schöner. Da habe ich ein wenig das Gefühl im Weltraum zu stehen und ein großes Sternenmeer zu sehen. Bei engem Gesichtsfeld ergibt sich ein leichter Tunnelblick, wie ich finde. Bei Objektdetails (Planeten, Mond, Doppelsterne, ...) finde ich das okay, aber im "Feld" nicht mehr. Es ist schön zu sehen, wie die Objekte im Raum zu schweben scheinen und man selbst ist mittendrin. Das mag jetzt einigen etwas zu blumig erscheinen, ist aber meine persönliche Meinung. Einmal durch ein Weitwinkel geschaut und du bist 'erledigt', jedenfalls ging es mir so.

Ich schätze mal, wenn du bisher nur die Andromeda genannt hast und mit 8" vor dem Himmel stehst, dann wird sich deine Liste der gesehenen Objekte bereits in Kürze erweitern. Eine erfahrene und/oder gleichinteressierte Person ist da ein guter 'Motor' um das Interesse zu steigern. Falls nicht oder nur selten verfügbar: Ich fing mit dem Karkoschka an und suchte einfache Objekte heraus, dann kam der Spaß und die Erfahrung auch schwierige Objekte zu suchen von selbst. Trotzdem besser mit gleichgesinnten unterwegs zu sein ...

By the way: Die Andromeda find ich nicht so toll, wie gemein beschrieben - die benötigt am Besten einen sackfinsteren Himmel - aber irgendwie hat sie mich meistens enttäuscht. Andere Galaxien und davon kannst du mit 8" einige sehen, sind aus meiner Sicht irgendwie interessanter. Selbst die Begeleiter der Andreomeda fand ich spanndender zu suchen und aufzuspüren, als die M31 selbst.

Anyway, alles subjektiv - wie heißt es so schön in der Werbung: Mach dein Ding, aber mach es.

Also, viel Spaß,
Stefan
 
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Re: Zubehör zu 8" f/6 dobs

Hallo Cassie,

jetzt hast du ja schon einiges an Hinweisen von den erfahrenen Leuten bekommen. Noch zur Basisausstattung, speziell zu den Okus 32mm, 24-8mm, 8-5mm:

* 32mm
Das ist sogar mehr als nur ein Übersichtsokular. Viele schwache Objekte (Nebel) kommen sehr gut in diesem Oku. Für 70.- Euro gibt es schon ganz ordentliche. Wenn du etwas besseres willst, dann wird es sehr teuer und auch diffizil in der Auswahl. Also für Einsteiger nichts.

Das Gesichtsfeld ist gerade bei dieser Vergrösserung wirklich wichtig. Eventuell rede mit dem Händler oder telefoniere. Möglichst kein Wischi-Waschi-Okular mit zu kleinem Gesichtsfeld. Der Händler müsste ein passendes Oku von 32mm und grossem Gesichtsfeld im Sortiment haben. Wenn du einen kleinen Aufpreis bezahlen musst, kommst du immer noch gut weg.

* 24mm-8mm
Das Zoom 24mm-8mm von Seben ist nicht schlecht, mechanisch ordentlich, im Einblick angenehm. Im Bereich 24mm-18mm nicht so doll, aber im Bereich 12mm-8mm zufriedenstellend.
Kostet halt nur ca.50.- Euro. Darunter im Preis zu gehen ist Unsinn. Du kommst bis zu 150-fach Vergrösserung! Fast alle Objekte, die du beobachten willst, liegen dann in deiner Reichweite. Aber optimal ist das Okular bei weitem nicht.

* 8mm-5mm
Da gibt es, wie auf den Web-Seiten beschrieben, das Sp-Wa-Zoom, kostet dann etwa 250.- Euro. Für seine Leistung auf keinen Fall teuer.
Aber was soll man empfehlen? Ein einfacheres Planetary kostet dann auch etwa 50.- Euro oder so. Hier muss man sich jeden Kompromis überlegen. Und die ganz billigen Okulare taugen in diesem Vergrösserungsbereich nichts.

Aber für den Anfang braucht man diesen hohen Vergr-Bereich nicht unbedingt, obwohl der reizvoll ist.

Das ist mein Kommentar zur Grundausstattung für den Augenblick.

Mit Grüssen,
Joachim

PS. Immer vorausgesetzt, du kannst dein Super-Gerät auch an den geeigneten Beobachtungsplatz ohne Schwierigkeiten transportieren.
 
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Re: Zubehör zu 8" f/6 dobs

Hallo Cassie,

nun auch von meiner Seite.
Einstieg: 8" f6 mit
- Leuchtpunktsucher (besser als normaler Durchsichtssucher)
- Crayford 1:10
- 42 mm WW Erfle bei sehr gutem Himmel
- oder 32 mm bei "normalem" Himmel
- ca. 20 mm WW
- ca. 15 mm WW
- ca. 9 mm WW

Das 20mm kann auch später kommen. Unter 9mm brauchst Du am Anfang noch kein Okular, die Planeten werden die kommenden Jahre nicht besonders. Ich würde auf jeden Fall auf Weitwinkel-Okulare setzen, das macht das Halten der Objekte im Okular beim Dobson einfacher.
Einen Filter würde ich auch erst nach einer gewissen Eingewöhnungszeit kaufen, wenn man sich am Himmel schon etwas besser auskennt und genau weiß, was man beobachten möchte. Irgendwann ist er aber ein MUSS.

Der Rest wie Karte, Deep Sky Reiseatlas u.s.w. wurde bereits erwähnt. Die wohl wichtigsten Dinge in der Nacht sind: Klapptisch, Klappstuhl und Rotlichtlampe....

CS
Winfried

...und weg auf der Buchmesse Frankfurt, Halle 3.1 Stand H-147
 
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Das mit dem Transport dürfte kein Problem sein.
Wann ist diese Buchmesse? Soweit ist Frankfurt vom Saarland ja nicht zu fahren...
:)
 
Hallo Cassandra,

also zu Beginn reichen 3 Okulare völlig aus. Später dürfen es dann auch mal 5 bis 6 Okulare sein. Filter brauchst du für Gasnebel, Super Nova Überreste und Planetarische Nebel. Selber habe ich einen 2" O-III Filter (noname).

Plössl Okulare sind leider nichts für den Dobson. Zu Begin kann ich dir die Hyperion ab 17mm abwärts empfehlen!

Gesichtsfelder (GF) sind beim Dobson sehr sehr wichtig, da du ja das Teleskop nachschubsen musst und das Objekt bei kleinem GF schnell aus dem Okular läuft.

Persönlich benutze ich einen Justierlaser zum justieren meines 8" f/6 Dobson. Das ist in der Regel alle 3-6 Monate fällig, hängt ab wie oft und wie weit du zum Beobachten weg fährst. Die Justage mit dem Laser ist relativ einfach und schnell erlernbar.

Okulare mit großen und scharfen GF sind jedoch in der Regel teuer. Du darfst ruhig mal auf meiner Seite vorbeischauen und gucken welche okulare und Zubehör ich an meinem Donson habe.

Gruß

Lots

Meine Teleskope
 
Re: Zubehör zu 8" f/6 dobs

Nochmals hallo Cassie,

zu deinen Beobachtungsinteressen:

Mit einem etwa 13mm Okular kommst du auf etwa 90 bis 100-fache Vergrösserung. Auch die Austrittspupille ist dann noch etwa 2mm, also das Bild noch ziemlich hell. Du kannst jede Menge Objekte beobachten. Z.B. im Orion-Nebel werden die Trapez-Sterne im Nebel schon aufgelöst, viele Doppelsterne kommen, dicht zusammengedrängte Sternhaufen werden aufgelöst, hellere Galaxien wie M81 kommen usw.
In diesem Bereich gibt es das Speers-Waler oder das Vixen LVW. Wenn du hier voll zuschlägst, hast du für 150.- oder 170.- Euro von Anfang an den vollen Beobachtungsgenuss.

Schau dir an, was die anderen Leute sagen, kaum jemand bleibt bei den preiswerteren Okularen stehen. Ein gutes Oku ist besser als drei mittelmässige.

Damit will ich z.B. das Zoom 24mm--8mm nicht schlecht reden. Beim Mond z.B. wäre es wieder gut, wenn man die Vergrösserung variieren kann. Die Sichtbedingungen sind nicht jede Nacht gleich. Oft wabert und flimmert die Luft bei den höheren Vergrösserungen, dann will man nicht so stark vergrössern. Ideal wäre es, wenn du mal was ausleihen könntest.

Welchen Kompromis man bei Brennweite 9mm oder sonst noch eingehen könnte und wie das mit den Hyperion länger als 8mm aussieht, kann ich leider nicht sagen. Aber ein gutes Oku für 90 .. 100-fach sollte es schon sein.

Mit Gruss, Joachim
 
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Ich hatte pro Okular schon so um die 100€ eingelant, bei 3 Okularen.
 
Hi!

Ich habe ebenfalls einen 8" f/6 Dobson, an dem ich z.Z. 3 Okulare verwende:
TSWA 30mm, Baader Hyperion 13mm, Speers Waler Zoom 5-8mm
Damit sind eigentlich die wichtigsten Brennweitenbereiche abgedeckt.

Statt des TSWA 30mm würde ich mir heute jedoch eher das 32er kaufen, welches du neu schon für 69 Euro bekommst. Sicher keine *********, aber dennoch an f/6 durchaus brauchbar. Darüber würde ich mir nur ein Nagler zulegen und das spielt leider auch preislich in einer völlig anderen Liga.

Im Bereich um 13mm fallen mir nur das Speers Waler 13,4mm (149 Euro), das Vixen LVW 13mm (170 Euro) und das besagte Hyperion (109 Euro) ein. Das Hyperion würde ja gut in dein Preislimit passen und ist teilweise auch recht günstig gebraucht zu bekommen.

Das Speers Waler Zoom liegt zwar mit 248 Euro deutlich über deinem Limit, allerdings kann ich es dir trotzdem nur empfehlen, da man sich damit prima an die sinnvolle Maximalvergrößerung herantasten kann. Es wurde hier auch schon viel darüber diskutiert und nicht alle sind von der neuen Version begeistert. Vielleicht kannst du ja das alte Zoom gebraucht erwerben oder du sparst eben noch ein wenig länger.

Gruß, Marco.
 
HI Cassandra,
nein, weil 9 mm zu wenig sind. Willst sicher nicht bei 150 fach aufhören.
Mit 300 Ocken gibts, das TSWA32 und das Speerswaler Zoom.
Fehlt die Mitte, ich weiß aber die kannst nachbestücken. Ist ja bald Weihnachten ;)
Damit bist erst mal oben und unten versorgt und je nach Weihnachten gibts dann die Mitte, die ich mit 22mm LVW und 13,4 Speersbesetzen würde, also nochmal 300 Eier ca.
Dann bist erst mal gut versorgt und kannst lange Spaß haben.
Alles andere sind m.E. Halbheiten die irgendwann wieder getauscht werden. Und das umso schneller, je halber die Wahl jetzt wird.
CS
 
Hallo Antares,

du nimmst mir fast das Wort aus dem Mund. Aber die Preise ...
Also nur diese Kleinigkeit:
Für mich persönlich wäre die "Mitte" (Speers 13.4mm) wichtiger. Auf die hohe Vergrösserung könnte ich bis Weihnachten oder bis zum nächsten Geburtstag warten.

@Cassandra:
Schlägst du ein Übersichtsokular für ca. 100 Euro vor?
Es gibt keine Automatik, wenn du 30 Euro mehr bezahlst, kriegst du nicht automatisch bessere Qualität. Das TSWA 32mm ist schon in Ordnung (ca. 70 Euro). Das liegt am Newton F6. Da braucht man für 32mm nicht so viel Geld zu bezahlen und kriegt trotzdem was Gutes. Die 30 Euro kann man dann wo anders rein stecken.

Mit Gruss, Joachim
 
Was wäre denn eurer Ansicht nach eine sinnvolle Zusammensetzung?
 
Hi,

typisch für 8 f/6 Dobson wäre z.B. ein Übersichsokular in 2" 30-35mm, ein Okular für Galaxien im 12-13mm Brennweitenb, z.B das Hyperion 13mm, ein 7mm Okular für die höhere Vergrößerung z.B Planetary und eines für die Höchstvergrößerung, z.B Planetary 5mm. Das teuerste dürfte sicherlich das 2" Übersichtsokular sein. Bei den Planetaries kannst du wieder Geld einsparen.

Gruß

Lots
 
Hallo Cassandra,

am besten mit anderen Leuten treffen um das Gerät einmal live
zu erleben. Falls du dann immer noch einen 200/1200mm Dobson
haben willst (was ich verstehen kann, ich habe selbst einen)
dann lohnt es sich über Okulare nachzudenken.

Das Aufsuch-Übersichtsbeobachtungs-Okular wird weitgehend von
der Qualität deine Himmels bestimmt. Ja dunkler, desto größer
darf die Austrittspupille (AP) sein.
In finsterer Gegend bis zu 7mm AP (also ein 40mm bis 42mm Okular),
in mäßig dunkler Gegend eher 5mm AP (also 30mm bis 32mm Okular).

Beim Übersichtsokular kannst du irrsinnig viel Geld ausgeben,
oder aber dich mit deutlichen Abbildungsfehler abfinden.
Ich schätze daß du erst einmal ein einfaches 30mm bis 33mm
2" Okular vom Typ Erfle kaufen wirst (gebraucht unter 50.-
neu ab etwas über 50.-).
Bei den weiteren Okularen kannst du dezeit problemlos auf
sehr hohe Qualität setzen. Der Astromarkt scheint schlecht
zu laufen und es werden erstklassige Okulare wie Pentax XL
gebraucht schon für 140 Euro angeboten, auch Televue Radian
sowie die kleineren Panoptik bekommst du um diesen Preis.

Schau mal im Bieteboard nach.

Solche Okulare bieten ganz erhebliche Vorteile zu den
niedrig- und mittel-preisigen China-WW Okus und wenn du
ein für 140 Euro gekauftes Pentax XL später mal verkaufen
willst/must, dann warscheinlich ohne finanzielle Verluste.

Ein Peilsucher (Rigel, Telrad, Leuchtpunkt), ein UHC Filter,
ein Mondfilter, Rotlichtleuchte, Handschuhe, dicke Jacke
und Socken, gepolsterter Hocker würde ich als wichtiges
Zubehör nennen.

MfG,Karsten
 
Hi Joachim
ist sicher auch ne Frage der Objekte.
Das 13,4er Speers ist gut für GX und einige OH aber am KS oder PN definitiv zu wenig, dafür an großen Gasnebeln wieder zu viel.

Gehe ich vom Beginner aus ist Aufsuchen und hohe Vergrößerung u.a. auch wgen Mond und Planeten m.E. das was eher eingesetzt wird. Deshalb meine Auswahl.

CS
 
Hi Cassandra
das ist ne Frage des Preises und der angestrebten Menge an Okularen. Ich persönlich mag lieber ein Oku mehr als weniger
und denke ein 5 Okulare Lösung wäre fein, 4 sollten es wenigstens sein.

Eine 4er Lösung für ca 600 Euro wäre:
35mm Orion Expanse oder TSWA32 oder Meade Qx36
LVW22
13,4 Speers
Speerszoom 8-5mm

Wer mehr will erweitert vllt noch um ein 10 und ein 3,5 oder 4mm Okular.

CS
 
Hallo Armin,

jupp, ich bemühe mich manchmal auch, mich an die so oft genannten 3 Okulare zu halten und finde, es langt hinten und vorne nicht!
Wenn man also 3 oder 4 Okulare anstrebt, dann glaube ich, sollte man gleich Lücken lassen, für noch zwei weitere Okulare, so dass man auf 5 kommt. Denn sonst passt hinterher die Brennweitenstaffelung nicht und anstatt zu den dreien noch zwei dazu zu kaufen, kauft man sich dann doch fünf neue und hat drei gebraucht abzugeben...

Wenn ich mal so schaue, was ich einsetze, dann komme ich auf 26mm, 22mm, 14mm, 10mm, 5-8mm und 3,5mm. Das sind nun schon 6 Brennweiten und darunter ist ein Zoom, was mindestens 2 Okus ersetzt. Dafür könnte man 22mm rausnehmen, weil das "nur" als 1,25" Arbeitsknecht dient, während das 26mm als edles 2" nur bei passenden Objekten aus dem Drehpack gelassen wird.
Die Brennweiten sind übrigens für f/4, NICHT für f/6 einfach übernehmen, sondern eben für f/6 Gedankenspiele stets mal 1,5 nehmen!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Cassie,

also noch einmal zu deiner ursprünglichen Frage.
Ich denke nämlich, dass alle Hinweise der erfahrenen Beobachter auf das selbe hinauslaufen.

* zu deinem vorgeschlagenen Okular 9mm *
Das Geld für diese Oku gehört meiner Meinung eher in eine Sparkasse. Wenn die Sparkasse voll ist, kann man sich das Speers-Waler Zoom 8mm-5mm kaufen. Denke mal, wenn dir die Vergrösserung von 130-fach nicht mehr genügt und du kaufst dir noch ein zweites Oku von 5mm? Dann hast du doch wieder 130 Euro ausgegeben und hast nichts halbes und nichts ganzes. Dann schon lieber das Speers-Waler.

Aber letzten Endes bist du dein eigenes Finanzministerium. Bedenke, dass dein 200/1200 Newton ein sehr gutes Gerät ist. Vor ein paar Jahren noch fast unbezahlbar. Dank der Fliessbandproduktion in China ist es sehr preisgünstig. Die Okulare kann man leider nicht nicht ganz so kostengünstig in China produzieren (vom Übersichts-Oku einmal abgesehen).

* zu deinen Objekten *
Wie schon gesagt wurde, von der Andromeda-Galaxie darf man sich nicht allzuviel versprechen. Bereits der Orion-Nebel wird aber sicher deine Erwartungen übertreffen. Es gibt noch mehr von diesen Nebeln, die aber schwächer sind. Dafür sind z.B. die Okulare von 22mm, die aber auch ihren Preis haben. Ist aber alles nicht so dramatisch. Mit dem Übersichtsokular sieht du nämlich in dem Bereich schon mal alles, was es zu sehen gibt, im Prinzip zumindest.

Weglassen kann man an Anfang schon etwas. Nur die unsinnigen Doppelkäufe würde ich vermeiden.

Bleibt noch die Feinarbeit. Was nimmt man für die Brennweite 13mm? Das 13mm Hyperion, das Lots vorgeschlagen hat, kenne ich nicht im direkten Vergleich zum Speers 13,4. Dazu müssten sich andere äussern.

Mit Grüssen, Joachim
 
Hallo Cassandra,

da ich selbst ein Neueinsteiger in Astronomie bin, der sich im Frühling dieses Jahres eben einen solchen 8" f/6 Dobson kaufte, den auch du dir ausgesucht hast, kann dir meine damalige Kaufentscheidung bzw. -argumentation vielleicht weiterhelfen.

In dem o.g. Beitrag solltest du einen guten Überblick bekommen, was man als Anfänger gebrauchen kann und mglw. auch warum. :)

Vielleicht noch einige Anmerkungen aus meiner persönlichen Sicht:

- Nebelfilter: Diese Art Filter benötigst du nicht zwingend für den Anfang. Ein 8" Dobson zeigt wirklich eine ganze Menge am Himmel, auch ohne Nebelfilter. Wenn du Geld sparen möchtest, verschiebe den Kauf solcher Filter auf später. (Ausnahme: Mondfilter - der aber kein Nebelfilter ist - wenn du Interesse an der Mondbeobachtung hast; ein Mondfilter kostet allerdings auch nur ein paar Euro bzw. ist manchmal sogar beim Dobson-Paket mit dabei) Ich habe mir damals meinen 2" OIII-Filter nur gekauft, weil ich genügend Geld für die Teleskopanschaffung beseite gelegt hatte.

- Okulare: Ich persönlich bin mit meiner aktuellen Okularstaffelung für f/6 sehr zufrieden (32mm, 22mm, 13mm plus 8mm-5mm Zoom). Du musst selber entscheiden, ob du lieber in "gute" Okulare aber dafür mglw. eine geringere Stückzahl (1-2) oder in eine volle Okularpalette mit weniger Qualität investieren möchtest (3-5). Nach einigen Astronächten bin ich wirklich froh darüber, dass ich mir damals sehr gute Okulare gekauft habe. Würde ich nochmals vor der Kaufentscheidung stehen und hätte nicht das Geld, mir meine komplette Wunschausstattung an Okularen zu kaufen, würde ich lieber weniger, aber dafür bessere Okulare kaufen. Wenn du nun aber sehr lange darauf sparen müsstest, die fehlenden Okulare nachzukaufen, würde ich mlgw. in den sauren Apfel beißen und lieber eine qualitativ etwas schlechtere, dafür aber komplette Okularpalette kaufen (gute Astronächte sind - zumindest in meiner Gegend - schon an sich selten; es würde mich sehr ärgern, wenn das Wetter dann endlich einmal toll wäre, ich aber meine Wunschobjekte aufgrund fehlender Okulare nicht so gut wie erhofft da zu klein/zu dunkel beobachten könnte).

- Zubehör: Diverses Zubehör wie Sternkarten (drehbar) oder Bücher (Karkoschka), eine Rotlicht-Taschenlampe, usw. benötigst du auch. Diese Zubehörteile sind an sich nicht wirklich teuer, summieren sich aber schnell auf. Gerade bei deinem Budget von 500 EUR ist der prozentuale Anteil schon recht hoch. An manchem Zubehör kommst du aber in der Praxis nicht wirklich vorbei (rote Taschenlampe, Sternkarte). Glück im Unglück: Da die einzelnen Teile recht günstig sind, eignen sie sich prima als Geschenkidee für Verwandte und Freunde (Stichworte: Geburtstag, Weihnachten, Dackelblick).



Viel Spaß beim Einkauf und deinen ersten Astronächten!
--Michael



PS: Wenn ich heute in etwas investieren müßte, wäre es weder ein Okular, ein Teleskop, eine Montierung, oder dergleichen. Ich würde einfach ein "Mehrwöchiges Schönwetter- und Klare-Nächte-Paket" kaufen. Gleich im günstigen Zehnerpack. Mitinteressenten dürfen sich bei mir gerne für eine Sammelbestellung melden. ;)
 
Zitat von JoachimRiehn:
Bleibt noch die Feinarbeit. Was nimmt man für die Brennweite 13mm? Das 13mm Hyperion, das Lots vorgeschlagen hat, kenne ich nicht im direkten Vergleich zum Speers 13,4. Dazu müssten sich andere äussern.
Ich habe bisher leider keinen direkten Vergleich mit den von Joachim genannten Okularen machen können, aber ich bin mit meinem Vixen LVW 13mm ebenfalls sehr zufrieden. Zusammen mit der Ausgabe in 22mm sind die beiden LVWs meine Lieblingsokulare, die gerade bei Deep-Sky-Beobachtung am häufigsten zum Einsatz kommen.
 
Hi Cassandra,

ich hab auch einen 8" und hab mir dazu
einen 8x50 Winkelsucher,
6mm und 15mm SW 1 1/4" Okulare,
ein 38mm SWM Okular,
ne Hauptspiegelbelüftung,
und einen Justierlaser gekauft. Hat insgesamt 500€ gekostet.

Im Nachhineing kamen noch ein OIII-Filter und ein Rigel Quickfinder (ähnlich Telrad) dazu.

Einen Sternatlas brauchst du natürlich auch.

Gruß,
Clemens
 
also, Sternkarte hab ich schon, Rotlichtlampe hab ich gebastelt, Karkoschka hab ich mir zum baldigen Geburtstag gewünscht...
also TSWA32, Speers Waler 13,4 / Hyperion 13 / Vixen LVW 13, Speers Waler Zoom 5-8
für den Anfang, wenn später noch andere dazu kommen?
 
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