6" f8 Selbstbau Dobson

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Guten morgen miteinander,

ja, @Sven_Wienstein , das stimmt. Ich musste stets recht nah an den Sucher ran, damit der Bildausschnitt groß genug wurde. Ich sollte das Loch etwas aufbohren. Habe leider gerade nichts größeres da. Das passiert dann nach den Ferien oder es findet sich vielleicht ein passendes gebrauchtes Gerät bis dahin. Schrauben/Nägel gehen natürlich auch zum Peilen. Ich hatte am ersten Abend zwischen den Schlitzen, an denen die Rohrschellen zusammen gehalten werden, hindurch gepeilt. Dazu muss man nur so weit zum hinteren Ende des Geräts, dass die Technik wenig praktikabel ist. Den Sucher habe ich vorab schon so montiert, dass die Mitte des Ausschnitts im Sucher sich mit der Mitte des Ausschnitts im Okular deckt.

Was das Aufsuchokular und 5mm AP angeht: ...

Das ergibt Sinn. Merci für die ausführliche Erklärung und natürlich auch für die folgenden Tipps. Ich habe gleich mal einige der Objekte in Stellarium und Karkoschka gesucht. Ich denke, M35-38, werde ich als nächstes, solange weitere Okulare fehlen, aufsuchen.

Beste Grüße
Dominik
 
Ein Peilsucher ist auf jeden Fall eine praktische Angelegenheit. Wenn Du keinen günstigen Leuchtpunktsucher einsetzen willst, dann empfehle ich ein Stück Rohr statt durchbohrtem Holz, weil es weniger Himmel verdeckt. Die Halterung würde ich aus dem gleichen Grund auch schlanker gestalten, z.B. aus gebogenem Blech. Vermutlich könntest Du das ganze Teil aus einem einzigen Streifen Blech formen.

Mein persönlicher Favorit sind zwei Sucherschuhe: Einer für einen Peilsucher und einer für einen Winkelsucher. Sucherschuhe erleichtern den Transport des Teleskops sehr. Ein Winkelsucher ist wunderbar, wenn man ein höher vergrößerndes Okular im Teleskop hat. Gebraucht kriegt man die einfachen 50 mm Sucher für kleines Geld. Alternativ kannst Du ein Objektiv eines Fernglases benutzen, musst allerdings mit ein wenig Koma leben, wenn Du es ohne die Prismen benutzt. Oder Du gehst in die Vollen und spendierst Deinem Dobson noch ein umgebautes 70/300 mm Teleskop als Sucher und Weitfeldgerät.

Michael
 
Hallo zusammen,

die vergangenen Tage ist es etwas ruhiger um das Projekt geworden, denn ich bin damit beschäftigt die schriftliche Ausarbeitung zu verfassen. Ich hatte ja erzählt, dass es sich bei dem Vorhaben um eine Studienleistung meinerseits handelt, die mit einer Präsentationsprüfung und Abgabe einer Ausarbeitung abgeschlossen wird. Ich würde das Schreiben von Hausarbeiten nicht als eine meiner Lieblingsbeschäftigungen beschreiben, doch dieses Mal geht es mir gut von der Hand. Woran das wohl liegen mag... . Jedenfalls kann ich danach hoffentlich wieder mehr Zeit in das Fernrohr selbst stecken. Einige Kleinigkeiten fehlen noch. So zum Beispiel ein Abschluss des Rohrs und ein Staubschutz. Der Sucher und Okulare...

Wenn Du keinen günstigen Leuchtpunktsucher einsetzen willst, dann empfehle ich ein Stück Rohr statt durchbohrtem Holz, weil es weniger Himmel verdeckt. Die Halterung würde ich aus dem gleichen Grund auch schlanker gestalten, z.B. aus gebogenem Blech. Vermutlich könntest Du das ganze Teil aus einem einzigen Streifen Blech formen.

Doch ich möchte schon einen Sucher und beobachte den Gebrauchtmarkt. Die Lösung soll bis dahin Abhilfe schaffen falls das Wetter Beobachtungen zulässt.
Klingt plausibel, danke für den Tipp, Michael. Ich habe versucht das Umzusetzen aber hatte kein Rohr/Blech da (und ich stehe auf die Holzoptik) und habe vorgestern etwas gebastelt. Ich möchte vielleicht noch einen Fuß mit "Korn" anfügen um den geradlinigen Einblick zu erleichtern. Oder ich säge ein dickeres Stück für den Durchblick aus (dieses Lag noch so ausgesägt rum). Mal sehen.

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Einer für einen Peilsucher und einer für einen Winkelsucher. Sucherschuhe erleichtern den Transport des Teleskops sehr. Ein Winkelsucher ist wunderbar, wenn man ein höher vergrößerndes Okular im Teleskop hat. Gebraucht kriegt man die einfachen 50 mm Sucher für kleines Geld.

Danke für deine Meinung. So ist bisher auch mein Plan. Ich frage mich allerdings, wie sich das Gerät bei immer größerer werdender, einseitiger Zuladung verhält. Denn mein 6" Spiegel wiegt auch bloß ein knappes Kilo. Wieviel Gewicht mutet ihr euren Dobs im vorderen Bereich im Vergleich zum Spiegelgewicht zu? Gibt es jemanden unter euch, der hier mit Gegengewichten arbeitet?

Ansonsten hoffe ich mal die Wettervorhersage für heute Abend hält was sie sie verspricht. Ich werde dann mal die Justage prüfen und das Teil nach draußen befördern.

Viele Grüße
Dominik
 
Hallo Dominik,

Gegengewichte findet man häufig. Bei Blechtuben in Form von Aquariums-Magneten (eigentlich Scheibenreiniger). Die klebt man da hin, wo es von der Hebelwirkung her passt. Ansonsten macht man sich halt Montagepunkte für Gewichte fertig, die dann je nach Konfiguration Verwendung finden.
Eine elegante Alternative ist eine variable Federung, die auf Zug kommt, je weiter der Dobson gen' Horizont zeigt. Geht mit Expander-Federn oder Gummizügen und einer Umlenkrolle an der Rockerbox. Davon kann man auch je nach Bedarf eins-zwei-drei einhängen. Das ist deshalb so nett, weil sich damit das Gesamtgewicht kaum erhöht und die Reibung sich auch erst dann erhöht, wenn man in den kritischen Bereich kommt.

Wer schwere Okulare hat, hätte wohl am Liebsten eine Art Bremspedal... für den Okularwechsel nämlich.

Clear Skies
Sven
 
@dominik.b Wenn Du einen gebrauchten Standardsucher suchst: Ich hätte da noch einen Seben 9x50 abzugeben, den ich auf 1,25" für die Verwendung mit einem Zenitspiegel umbaute. Spiegel und Okular sind eher bescheiden, aber als Sucher geht's. Da Du aber gerne bastelst, lege ich Dir eher den noname 70/300 von Amazon ans Herz. Da musst Du nur den Plastikring von 0,96" auf 1,25" erweitern und und eine justierbare Halterung herstellen. Für den Preis wirst Du keinen gebrauchten 9x50 kriegen, weil die neu einfach erheblich teurer sind. In Verbindung mit dem Peilsucher bist Du damit bestens ausgestattet und z.B. die Plejaden sind wirklich schön mit mehr Gesichtsfeld.

Michael
 
Hallo zusammen,

merci, @Sven_Wienstein .

Da Du aber gerne bastelst, lege ich Dir eher den noname 70/300 von Amazon ans Herz. Da musst Du nur den Plastikring von 0,96" auf 1,25" erweitern und und eine justierbare Halterung herstellen.

Danke für das Angebot. Ein noname Refraktor wäre in der Tat eine Möglichkeit. Die kosten wirklich nicht viel und haben teilweise schon einen 1.25" Auszug. Falls jemand einen Link/Bilder/Bericht o.ä. zum Selbstbau einer Sucherhalterung hat, nur her damit. So könnte ich mich etwas inspirieren lassen.

Außerdem habe ich vergangene Woche ein Okular bestellt. Und zwar das Hyperion Zoom 8-24 mm. Heute kam das Okular an. Ich war voller Vorfreude. Doch leider hielt die nicht lange an. Zunächst habe ich das Okular ausgepackt und genauer betrachtet. Soweit alles paletti. Das Teil ist fein verarbeitet, fühlt sich wertig an und die Linsen schienen unbeschädigt. Dann habe ich das Okular mit der 2" Hülse eingesteckt und, vom Wohnzimmer aus, meine üblichen Ziele (entfernte Dächer) angepeilt und hineingeblickt. Und da kam sie, die Enttäuschung. Zunächst mal fiel es mir, sogar ohne Brille, schwer meine Auge nah genug ans Okular zu bringen. Mit Brille ist der Einblick überhaupt nicht möglich. Ich habe dann nochmal die Werte für den Augenabstand nachgesehen. Es sind 16 mm bei 24 mm Brennweite bis 19 mm bei 8 mm Brennweite. Und das ist in der Tat zu wenig für mich. So weit befindet sich ja schon mein Auge hinter dem Brillenglas. (Vorher genau Lesen und nachdenken ist manchmal gar nicht verkehrt, was?!?)
Mal davon abgesehen: Wenn ich nun in das Okular blicke und bei 8 mm das 68° Feld genießen möchte, so muss ich mein Auge bewegen um den Rand des Bildfeldes zu sehen. Eine Bewegung des Auges war aber nicht möglich, ohne dass das Bild sofort verschwindet. Liegt das an der kleineren AP? Bei meinem 32 mm Plössel von TS kann ich mein Auge ohne Probleme bewegen und den Rand des Bildfeldes betrachten. Auch passt bei dem billigen Plössel der Augenabstand deutlich besser. Den genauen Wert kenne ich allerdings nicht. Kennt den jemand von euch vielleicht?

Vermutlich ist das, was ich beschrieben habe, völlig normal und meine Enttäuschen auf mein Unwissen zurückzuführen. Dass ich etwas bei der Verwendung falsch gemacht habe, kann natürlich sein...aber ich wüsste nicht was. Ich habe das Teil jetzt wieder verpackt und für den Widerruf vorbereitet. Schade!

Viele Grüße
Dominik
 
Hallo Dominik,

"Kidney Beaning" ist der Begriff aus dem englischen und beschreibt, dass die schwarzen Flecke oft nierenförmig sind. Sie treten bei kleiner Iris (also tagsüber) ganz schnell auf, reduzieren sich aber mit den Jahren auch wieder, weil man beginnt, intuitive Ausgleichsbewegungen mit dem Kopf durchzuführen, wenn man mit den Augen "im Feld herum kullert". Da die Rollbewegung des Augapfels die Iris immer gleich verschiebt, sind diese Bewegungen unabhängig von Okular und Teleskop trainierbar. Wenn Du die Brille wegen Hornhautverkrümmung brauchst, achte auf 20mm Augenabstand, ansonsten nimm sie ab. Und natürlich klappt man alles was nach klappbarer Augenmuschel aussieht nach unten.

Clear Skies
Sven
 
Hier mein Prototyp der Sucherhalterung: Eine Prismenschiene, die in einen Sucherschuh passt, darauf ein T mit jeweils zwei Druckschrauben und einer Zugschraube. Die hintere Zugschraube sitzt in einem Langloch. Seitlich drücken die Schrauben zur Seitenverstellung darauf. Das bekommt dem Gewinde nicht gut, ist aber egal, weil der Teil vom Gewinde sowieso nie benutzt wird. Oben hat das Teil eine Nut, in der der Tubus verdrehungsfrei sitzt. Das Ganze ist aus POM und ersetzt die originale Halterung für Fotostative:

P1000884.JPG

Was wird beim nächsten Mal besser gemacht? Das T muss etwas höher werden. Mit einem abgesägten Inbusschlüssel kann man es gut einstellen, aber etwas höher ginge das einfacher. Zur Gewichtsreduktion müssen Löcher gebohrt werden. Und wenn das Ding nicht ein paar mm zu kurz wäre, weil ich die Bohrlöcher am Teleskop falsch gemessen hatte, könnte man auch beide benutzen. Die Schrauben sind M4, das tut's gut. Die Justage ist extrem stabil und ausreichend feinfühlig. Kein Vergleich zu dem Gefrickel mit Halterungen aus zwei Ringen.

Das Teleskop ist dieses: https://www.amazon.de/SKM-Astronomisches-Universelle-Verwendungen-Amateur-Astronomen/dp/B071XBNFT5/ref=sr_1_3?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1546700303&sr=1-3&keywords=teleskop+70/300

Den Umbau beschrieb ich letztens. Der anspruchsvollste Teil ist wohl das Ausdrehen oder -feilen des OAZ-Klemmrings, wenn man keinen Klemmring von einem anderen Standard-1,25"-Plastik-OAZ hat.

Michael

PS: So werde ich den alten Sucher nie los. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo miteinander,

nach längerer Pause gibt's endliche wieder einige Neuigkeiten. Zunächst aber noch ein Wort zu euren Beiträgen.

Wenn Du die Brille wegen Hornhautverkrümmung brauchst, achte auf 20mm Augenabstand, ansonsten nimm sie ab. Und natürlich klappt man alles was nach klappbarer Augenmuschel aussieht nach unten.

Ja, ich brauche sie ausschließlich wegen einem Astigmatismus. Und ich muss sagen: Mein "Brillensituation" ist suboptimal. Ich möchte meine schon länger austauschen, da sie schlecht sitzt und rutscht (und sie trägt dick auf, was hier wohl auch kein Vorteil ist). Außerdem möchte ich bald Kontaktlinsen (auch weil ich viel Sport mache und dabei keine Brille tragen möchte) ausprobieren.
Daher möchte ich mit den Okularen etwas langsam machen, bis die "Brillensituation" geklärt ist. Langsam machen soll heißen ich folge @*entfernt* 's Rat und erstehe erstmal noch zwei
einfache aber gute Plössls, Orthos und co
. Also neben meinem 32 mm Plössel noch ein ~16 und ein ~7 mm Okular. Die nutze ich dann eben ohne Brille und warte mal ab wie es mit den Linsen oder der neuen Brille mit dem Abstand klappt.


Danke für den ausführlichen Bericht. Ich habe den entsprechenden Thread dann auch gesucht und gefunden. Ich habe Lust, sowas auch für mein Gerät zu machen. Sicher eines der nächsten Ziele.

In den letzten Wochen habe ich das Biete-Forum hier beobachtet und habe ein 42 mm TSWA und einen Telrad gebraucht erstanden. Ein Rigel wäre mir lieber gewesen, aber ich wollte es gebraucht/günstig und war wohl ungeduldig. Ein Dank an @Steve_Mc_Q (y).
Gestern war dann beides da und ich konnte alles montieren.

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Das ist natürlich einiges an Gewicht im vorderen Teil des Tubus. Da die angebrachten Massen nicht zentral im Tubus liegen, kann es sein, dass der Tubus nahe dem Zenit aus dem Gleichgewicht gerät. Das war auch bei mir der Fall.
Und @Sven_Wienstein hatte ja schon einige Vorschläge gemacht, wie man die Problematik lösen kann. Der Vorteil von Gümmizügen ist einleuchtend. Daraufhin habe ich folgendes gebastelt:

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Ein Gummiband mit Schlinge an einem Ende und am anderen Ende ein Kabelclip, bei dem ich das Loch für den Nagel aufgebohrt habe. Oben sieht man das Band in der entspannten Position. Hier unter Spannung:

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Da das entstehende Drehmoment recht klein ist, reicht der Zug von dem dünnen Band wunderbar aus. Es hält in jeder möglichen Konfiguration. Und mehr geht ja im Nachhinein immer. Der Haken bleibt auch sicher an seiner Position, da er vom Band gegen das Höhenrad gedrückt wird. Einfach, aber bisher absolut überzeugend.

Jetzt hoffen wir mal auf besseres Wetter! Das wäre doch was, oder?

Viele Grüße
Dominik
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dominik,

äh... ich glaube das Gummiband zieht in die falsche Richtung. Es sollte doch umso stärker ziehen, je mehr der Tubus in die Waagerechte kommt. Denn dann erzeugt die Schwerkraft mit der besten Hebelwirkung das größte Drehmoment. Hast Du jetzt den Tubus so austariert, dass der waagerecht in Balance ist aber somit zum Zenit hin deutlich hecklastig wird? Hm... kann natürlich auch funktionieren.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Hast Du jetzt den Tubus so austariert, dass der waagerecht in Balance ist aber somit zum Zenit hin deutlich hecklastig wird?

ja genau, so habe ich das gemacht. Wohl ohne überhaupt die andere Möglichkeit in Betracht zu ziehen und intuitiv, da das Austarieren in der Waagerechten einfacher ist als im Zenit.
Aber wenn man sich das überlegt, ergibt das ja schon Sinn: den Tubus möglichst in der Beobachtungsposition im Gleichgewicht zu haben und die Spannung da aus dem System zu nehmen.
Ich müsste es einfach mal ausprobieren und schauen wann er gen Waagerechte abhauen will, wenn ich ihn im Zenit austariere. Er will, ohne Gummi, etwa 10-15° vor erreichen des Zenits langsam abhauen.

Beste Grüße
Dominik
 
Moin moin,

ich sehe deinen Punkt, @Sven_Wienstein. Wenn ich das Gummi hinten genau so einfach wie vorne befestigen könnte, würde ich das auch gerne gleich austüfteln. Da gerade andere Dinge meine Zeit fordern, muss das leider warten. Der Okularwechsel funktioniert derzeit in jeder Lage ohne Abhauen. Und auch sonst ist der entstehende Zug kaum/nicht spürbar.

Die Fuhrmann-Tour
Gestern haben sich die Wolken dann auch endlich für einige Minuten halbwegs verzogen. Sicher keine Nacht für große Beobachtungen. Aber wenn man so viele Stunden in das Gerät gesteckt hat, will man es halt um jeden Preis benutzen.
Ich habe mir also überlegt, was ich, obgleich der miserablen Bedingungen, sinnvolles tun könnte. Bei der letzten Beobachtungsgelegenheit hatte ich nicht die Zeit und Ruhe, die Karten im Karkoschka dabei zu lesen. Beim Blick ins Okular fehlte die Orientierung. Diesmal wollte ich sie deshalb zur Navigation am Himmel nutzen. Ich möchte jetzt beschreiben, wie ich dabei vorgegangen bin.

IMG_20190115_090458902_BURST000_COVER_TOP.jpg


Der Plan war es, die Haufen im Fuhrmann mit Hilfe der Karten zu finden. Zunächst habe ich den Telrad nochmals am Stern justiert. Ausgehend von v-Aur sollte es zunächst zu M37, später zu M36 und M38 gehen. Die Aufsuchkarte im genannten Werk ist im Maßstab 1°/cm gedruckt. Mit dem Übersichtsokular komme ich auf ungefähr 2° wahres Gesichtsfeld. Diese Information hilft um Entfernungen beim Blick ins Okular abzuschätzen. Rotlicht spendete eine App aus dem Appstore. Ich habe dann v-Aur angepeilt und versucht mich zu orientieren.

Karkoschka2.png


Verlängert man die gedachte Linie von v-Aur zum lila Stern am unteren Bildrand, gelangt man in etwa zu Elnath. Diese Richtung entsprach zur Beobachtungszeit in etwa einem Rechtsschwenk mit dem Rohr. Insgesamt musste ich um zu M37 zu gelangen also etwas rechts und etwas runter.
Dann habe ich versucht, die Sterne im direkten Umfeld von v-Aur anhand der Karte zuzuordnen. Da ich Gesichtsfeld und Maßstab der Karte kannte, wusste ich, dass das Dreieck (roter Kreis) beim Rechtsschwenk um 1-2 Gesichtsfelder in den Blick kommen musste. Die Formation war leicht erkennbar. Dann schwenkte ich in Richtung des stumpfen Winkels zur orangefarbenen Ellipse , ein Band aus schwachen Sternen das in die richtige Richtung zeigt. Nächster Anhaltspunkt war das Tripel in der gelben Ellipse. Denkt man sich dadurch eine Linie und folgt dieser kommt man nach kurzem zu M37. Das alles hat gut funktioniert.
M37 war ganz nett anzusehen. Trotz der miesen Bedingungen konnte ich die große Anzahl an Sternen im Zentrum erahnen. Die Sterne der dichten Zentralregion leuchteten sehr schwach. Wenn ich versucht habe sie direkt anzusehen sind sie verschwunden. Ich habe dann gemerkt, dass ich sie am besten wahrnehme, wenn ich meine Augen entspannt über die Region wandern lasse. Ohne irgendwas direkt anzusehen.

Um zu M36 zu gelangen bin ich wieder von v-Aur aus, zum Dreieck (roter Kreis), und dann über die Pfeile nach rechts oben zu M36. M38 habe ich von dort aus direkt angesteuert. Das geht einfach, denn die gelbe Linie durch zwei helle Sterne (Quadrate) zeigt einem den Weg und der ist nicht weit.

Zu mehr hat die Zeit auch leider nicht gereicht. Es war dann insgesamt doch eine zufriedenstellende Beobachtung. Für die Zukunft wurden hilfreiche Erfahrungen gemacht. Zum Abschluss noch ein kleiner Mond-Schnappschuss von gestern.

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Viele Grüße
Dominik
 
Zuletzt bearbeitet:
Klasse, dass Du Dir die Zeit genommen hast, das für Dich und uns so zu dokumentieren. Wenn das Gehirn z.B. den Trick mit dem Averted Viewing einmal raushat, werden wohl immer mehr Synapsen darauf trainiert und die Nachtsicht - bzw. natürlich die Nacht-Wahrnehmung - dadurch immer besser.

Magst Du diesen letzten Post nicht auch noch als einzelnen Thread irgendwo einstellen? Anfänger wie ich z.B. haben da wirklich viel von, wie gerade Du speziell es hier ausdrückst und bebilderst. Hier im Selbstbau-Thread, den ich mit Genuss
und leichtem Grausen verfolge (ich stell mir immer vor, ICH würde einen Deiner Teilschritte machen und was dabei rauskäme ... = leichtes Grausen :D ) , hier jedenfalls in Deinem Selbstbauthread findet sonst ja niemand diesen illustrierten Beobachtungsbericht, diese How-To fürs Starhopping.
 
Hallo silver,

es freut mich, dass du mit liest und dich zu Wort meldest.

Wenn das Gehirn z.B. den Trick mit dem Averted Viewing einmal raushat, werden wohl immer mehr Synapsen darauf trainiert

Das glaub ich sofort. Ich habe schon dieses mal gemerkt, dass ich weniger häufig in die falsche Richtung los geschwenkt habe, z.B. beim Nachführen. Davor war das mehr so: "Okay, jetzt schwenke ich mal ein Stück nach links.....ups...das ist wohl nicht das links das ich meine.":LOL:

Magst Du diesen letzten Post nicht auch noch als einzelnen Thread irgendwo einstellen? Anfänger wie ich z.B. haben da wirklich viel von, wie gerade Du speziell es hier ausdrückst und bebilderst.

Klar, das kann ich gerne machen. Wenn das so ist, möchte ich den Beitrag niemandem vorenthalten. Die passende Rubrik wäre vermutlich Beobachtungen visuell.

Viele Grüße
Dominik
 
Hallo Dominik,

ich nutze für die Fuhrmann-Haufen gerne die "Zeigersterne", wovon einer in Deinem Atlas die Flamsteed-Nummer 14 trägt. Die Sterngruppe hat noch einen anderen Namen, den habe ich aber vergessen -> ach ja, der BafK weiß: Flying Minnow heißt das. Sie zeigt recht gut auf M38 und von da an kann man sich die Haufenkette entlang hangeln. Man sieht diese Sterne auch unter nicht zu trübem städtischem Himmel indirekt visuell.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Dominik,

Deine Lösung mit dem Gummizug anders rum, also "auf Zug nach oben" ist möglicher Weise tatsächlich der üblichen Variante (auf Zug nach oben) überlegen, da alle schweren "Anbauten" auf der Tubusoberseite, also vom Tubusquerschnitt her über dem mittig ausgeführten Drehpunkt liegen.
Mach mal wenns passt die Gegenprobe, Ich werde das bei Gelegenheit auch mal testen.

Zu Deinem guten Beobachtungsbericht habe ich an anderer Stelle was geschrieben.

Gruß
*entfernt*
 
Hallihallo,

ich nutze für die Fuhrmann-Haufen gerne die "Zeigersterne", wovon einer in Deinem Atlas die Flamsteed-Nummer 14 trägt.

Vermutlich etwas schöner als mein Weg. Den Stern kenne ich sogar. Den hatte ich mit bei der letzten Beobachtung als Kandidat ausgesucht, um meine Grenzhelligkeit zu bestimmen. Ich meine, der liegt so bei 4,9 mag. Ich war mir aber die ganze Zeit schon unsicher, ob ich wirklich DEN gesehen habe. Und wo ich grade in Stallarium nachsehe, merke ich, dass das unwahrscheinlich ist. Daneben ist noch ein 4,5 mag Stern (16 Aur). Man sieht ihn ja auch auf der Übersichtskarte oben dicker gedruckt. So eine Region, mit vielen (ähnlich hellen) Sternen, ist möglicherweise weniger zum Bestimmen der Grenzhelligkeit geeignet. Jedenfalls dann, wenn man nicht mehr weiß, was man da gerade ansieht:ROFLMAO:.

Mach mal wenns passt die Gegenprobe, Ich werde das bei Gelegenheit auch mal testen.

Ja, ich mach das bei Gelegenheit und berichte dann hier. Entgegen dem was ich oben geschrieben habe, muss ich es ja gar nicht befestigen. Testen wann es eher abhaut kann ich ja einfach so. Die Wettervorhersage meint, zur Mondfinsternis kommt wenigstens ein kleiner Wetterumschwung. Ich dachte also: das guck ich mir an! Deswegen wird das Fernrohr am Wochenende für einige Tage zu einem besser geeigneten Beobachtungsplatz gebracht.

Viele Grüße
Dominik
 
Hallo @*entfernt* , hallo @Sven_Wienstein und hallo alle anderen,

heute morgen habe ich etwas Zeit gefunden um mal ein paar Tests durchzuführen. Ich hoffe das taugt:unsure:.
Ich habe alle Tests ohne Gimmi o.ä. durchgeführt. Ich habe vier verschiedene Tubuslagen getestet. Erst waagerecht austariert, wie bisher. Dann habe ich den Tubus in 3 Schritten weiter vor geschoben. In jeder Lage wurde einmal "ohne Alles", das heißt auch ohne Reduzierung im OAZ, getestet. Und einmal mit meinem schwersten Okular (280g). Ich habe jeweils die Winkel bestimmt (per App), bei denen das Rohr nach vorne bzw. hinten abhauen möchte. Alle Winkelangaben sind in Grad und von der Waagerechten aus gemessen. "--" bedeutet, dass der Tubus bis in die Waagerechte/den Zenit stabil bleibt.

Unbenannt.png


Einen Punkt, bei dem mit Okular und o.A. der Zenit stabil ist, kann es bei ausreichend geringer Reibung nicht geben. Und viel besser als 86° (im letzten Fall, +45 mm) wird's mit Okular wohl kaum. Sicherlich ist dabei, (kurz) vor erreichen der Zenitstellung, der Wille abzuhauen geringer, mit und ohne Okular. Dafür wächst der Zug unter den 41° und bei erreichen des Zenits zügig an und die Bremsvorrichtung muss in beide Richtungen arbeiten um den Tubus in jeder Konfiguration stabil zu halten.

Was meint ihr?

Viele Grüße
Dominik
 
Hi Dominik,
verändere einfach mal die beiden Partner in der Reibung.
Im Klartext, mach das Teflon weg und nimm etwas Rollandengurtband stattdessen.
Beginnen kannst Du indem Du zunächst nur die beiden vorderen Pads tauschst. Ich denke das könnte schon locker reichen. Mein 8" Reisedobson läuft z.b. nur Alu gegen Teflonband.
So oder so wirst Du sehen - das bewirkt einiges.
Viel Freude beim Basteln
CS
 
Hallo Dominik,

Armin spricht schon an, dass Du mit Erhöhung des Reibungswiderstandes die Daten etwas verbessern kannst.
Mir ist gerade nochmal anhand der Bilder aufgefallen, dass Deine Teflonklötze recht weit unten "sitzen", das Rad also quasi nur aufliegt. Setzt Du die Klötze weiter oben/seitlich ans Horn kommt ein "Klemmdruck" ins Spiel der den Reibungswiderstand recht deutlich erhöht.

-Es ist eigentlich nicht das Ziel, den Dobs mit so wenig Widerstand wie möglich zu bewegen. Dann verhält er sich wie ein "Brummkreisel" und reagiert auf jedes Anfassen und jedes Gramm Gewicht an irgendeiner Seite.-

Ich persönlich habe sogar sehr gerne etwas mehr in der Hand, will also deutlich spüren dass ich etwas bewege und wie es sich bewegt. Einen solchen Dobson bewege ich zielsicherer und ruhiger als einen der beim Angucken schon abhaut.
Der Kompromiss zwischen Stabilität und Leichtgängigkeit ist das Ziel und da kann Dir m.E. ein Versatz der Teflonklötze nach oben im Zusammenspiel mit dem Gummizug eine sehr gute Lösung bringen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo zusammen,

dank' euch beiden ( @Antares und @*entfernt* ) für die Tipps. Bei Gelegenheit werde ich das weiter ausprobieren.

Heute morgen habe ich eine neues Zubehörteil gebastelt. Es wurde ja bereits in diesem Thread über die Größe von Tau-/Störlichtkappen gesprochen. Und nachdem ich dann heute morgen über diesen Beitrag gestolpert bin, ist mir eingefallen, dass ich noch Reste von dem Velours und etwas (nicht ganz so tolles, aber brauchbares) zum Isolieren da habe. Also hab ich das Ding nachgebastelt:

DSC_0007.jpg


Bei der Länge habe ich mich an Günthers Vorschlag gehalten:

Etwa 1,5 x D-Tubus über vordere Fangspiegelkante

Vorab hab ich mir das noch in myNewton angesehen. Nach vorne nimmt der Durchmesser etwa 15 mm zu. Ich hatte für die Ränder nur das helle Tape da. Vielleicht mach ich wenigstens den vorderen Rand noch innen schwarz? Ansonsten brauch ich ja nicht viel zu sagen. Günther hat das alles prima beschrieben.

DSC_0009.jpg


Ich habe dann überlegt auf ähnliche Art und Weise eine Tubusisolierung zu basteln. Also 2-3 Manschetten, die man um den Tubus legt. Vielleicht mit Klettverschluss. Ich habe auch noch ein paar ungenutzte Lüfter rumliegen....hmmm:unsure:.

Erstmal abwarten und Tee trinken:coffee:...

Viele Grüße
Dominik
 
Hallo Dominik,

nette Tau-/Störlichtkappe.
Wenn ich das richtig sehe hat Dein KG-Rohr DIN 180 schon einen geschäumten Kern. Zusätzlich noch Veloursfolien innen, das sollte eigentlich schon in den allermeisten Fällen völlig ausreichen.
Eine zusätzliche Isolierung schadet sicher nicht, ich frage mich im speziellen Fall nur ob sie noch viel hilft.
Ein Lüfter wäre dagegen eine gute Idee, der bringt m.E. auch bei den kleinen Spiegel im langen Rohr Schnelligkeit bei der Temperaturanpassung und hält auf langsam Stufe heruntergeregelt dann das Gelichgewicht auch bei nächtlichen Temperaturschwankungen, z.B. wenn es im Laufe der Nacht immer kälter wird.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo zusammen,

in der vergangenen Woche habe ich dem Telrad eine Taukappe spendiert. Im Prinzip habe ich mich dabei an diesem Beitrag von @werner48 hier aus dem Forum orientiert.

IMG_8063.jpg


Ich bin nicht ganz sicher, ob deren Länge ausreichend ist. Die verwendete Plastikflasche gab leider kein längeres gerades Stück her. Sie ist 136 mm lang. Innen habe ich die Flasche wieder mit der Blasenfolie ausgekleidet. Die ist dort mit doppelseitigem Klebeband befestigt. Die Ränder habe ich mit Tape versehen. Befestigt habe ich die Kappe mit einem elastischen Band. Man kann sie also bei Bedarf einfach abnehmen.

Ein Lüfter wäre dagegen eine gute Idee [...]

So soll es sein;). Also habe ich dann noch einen Lüfter ausgekramt und sauber gemacht. 130x130 mm Kantenlänge hat der Rahmen.

IMG_8065.jpg


Jetzt muss ich noch austüfteln wie ich den am Tubus befestige. Und ich muss den Schaltkreis planen. Ich dachte mir, ich schließe eine 9V Blockbatterie/Schalter/Potentiometer an und baue ein kleines Gehäuse dafür.

luefter.png


So weit, so gut.

Viele Grüße
Dominik
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dominik,

die Potis, welche das per Widerstand regeln, werden gern warm und gehen schnell kaputt. Das ist mir sowohl bei Nässe draußen passiert, als auch am PC drinnen. Ich habe daher für meinen 12" einen 120mm Lüfter beschafft, der ein eigenes Poti besaß - das ist aber heute nicht mehr in Mode. Für den 18" habe ich einen 130er Lüfter mit 4-Pol-Anschluss, also PWM-Regel-Eingang gekauft und eine simple NE555 PWM-Schaltung mit Drehpoti zusammengelötet. Aber ehrlich gesagt wäre es noch einfacher gewesen, einen Arduino Digispark zu programmieren und damit analog ein Poti abzufragen und PWM von einem seiner Ausgänge auf den Lüfter zu geben. Wie so oft, hatte das Problem schonmal jemand, siehe Bild:
DigisparkFan.jpg
Der Digispark hat außerdem einen geregelten Spannungseingang von 7..35V, falls also 12V irgendwo "herumliegen", genauso wie 9V, geht das und sollte kurz vor nichts verbrauchen, da der Lüfter nicht versorgt wird, sondern nur das PWM-Signal aus dem Chip kommt. Code dazu gibt's hier: ATtiny85_25kHz_PWM_Pot.ino
Nur mal auf die Schnelle zusammenkopiert, wie gesagt, ich bin den mühseligen Weg mit dem NE555 gegangen.

Clear Skies
Sven

Noch ein kurzes Edit: Wenn über den VIN die Spannung für den 5V Regler bereitgestellt wird, also 7 bis 35V maximal, bekommt man aus dem Regler die 5V auf den 5V pin, um das Poti an 5V zu hängen. Damit müsste der Bauplan eigentlich schon rund sein. Den Lüfter muss man getrennt versorgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dominik,

die Telrad Taukappe wird tun was sie soll, schätze ich.
Wichtig für alle "optischen" Komponenten ist immer, das Telelskop auch mal "aus dem Himmel" zunehmen, also bei Nichtgebrauch, z.B. während der Kartensichtung für das nächste Objekt, den Tubus waagrecht zu stellen und nicht in Richtung Zenit und damit alle Komponenten die betauen/beschlagen/vereisen können vor unnötiger Unterkühlung zu bewaren. Auch die Okulare gehören dann abgedeckt.

Die Befestigung des Lüfters könnte mit/in einer runden Platte erfolgen die mittels Dichtungen (Tesa-Moll Fensterdichtungen oder ähnlich) vom Tubus entkoppelt wird um die Übertragung von möglichen Vibrationen zu vermeiden. Der Noiseblocker ist schon sehr gut gelagert und vibriert eigentlich nicht, aber lieber etwas mehr Vorsicht als zu wenig und hinterher die Nachsicht.
Eine andere "entkoppelte" Befestigungsmöglichkeit für die Lüfterplatte wäre eine ähnliche Aufsteck-Manschette wie Du sie schon als Taukappe verwendest, nur eben kürzer.
Wichtig ist nur, dass Du mindestens 3 cm Abstand zur Spiegelrückseite lässt, damit sich auch ein Luftstrom durch den Tubus entwickeln kann. Zu dicht dran, eine zu geschlossene Zelle, eine zu offene Lüftermontage und Vibrationen sind die größten Fehler, welche eine positive Wirkung vereiteln und sogar negativ wirken.
M.E. ist es zusätzlich sehr entscheidend, den Lüfter regelbar zu machen, um den Luftstrom so gering wie möglich und so kräftig wie nötig einstellen zu können.
Bei mir läuft das über Drehpotis, von den Schaltungen habe ich Null Ahnung, das besorgt und verlötet mir ein Kumpel.

Gruß
*entfernt*

PS: Na da ist ja schon die Schaltung eine Beitrag zuvor, hat sich überschnitten. Danke!:cool:
 
Hallo allerseits,

lieben Dank für eure Ausführungen. Leider ging es mir in den letzten Wochen gesundheitlich schlecht, sodass kein Fortschritt stattgefunden hat.

Ich hab jetzt mal damit begonnen mich etwas einzulesen, was die Verwendung und Programmierung von Microcontrollern angeht. Davon habe ich nämlich bisher so gar keine Ahnung. Aber ich sehe das als eine Gelegenheit wieder etwas Neues zu lernen und bin deshalb besonders von dem Vorschlag angetan @Sven_Wienstein . Die Schaltung sieht recht simpel aus und diese Arduinos scheinen sich recht einfach programmieren zu lassen (zumal der Code hier ja vorhanden ist). Aber ich verstehe auch immer gerne was ich da tue. Und da bin ich jetzt noch nicht ganz so weito_O.
Ich weiß z.B. nicht, ob das mit dem vorhandenen Lüfter so möglich ist, da der ja nur einen 3-Pin Anschluss hat. Laut Homepage des Herstellers gibt es da auch noch ein Modell mit 4-Pin (PWM) Anschluss.

Luefter2.png


Aber das wird schon noch ;). Falls du irgendwelche Links dazu hast (du sprachst ja von "zusammenkopieren"), würde ich mich freuen wenn du sie mir weiterleitest.

Auf bald Leute!

Beste Grüße
Dominik
 
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Hallo Dominik,
Die Schaltung sieht recht simpel aus und diese Arduinos scheinen sich recht einfach programmieren zu lassen (zumal der Code hier ja vorhanden ist). Aber ich verstehe auch immer gerne was ich da tue. Und da bin ich jetzt noch nicht ganz so weito_O.
Ich weiß z.B. nicht, ob das mit dem vorhandenen Lüfter so möglich ist, da der ja nur einen 3-Pin Anschluss hat. Laut Homepage des Herstellers gibt es da auch noch ein Modell mit 4-Pin (PWM) Anschluss.
Also ich habe selber schon ein paar Sachen mit Mikrocontrollern gemacht. Die Sache mit dem Lüfteranschluß sieht folgendermaßen aus: bei deinem 3Pin Lüfter wird die Drehzahl des Lüfters über die Spannung gesteuert also z.B. 12V == 100%, 6V == 50%. Dazu bräuchte man am Arduino noch eine extra Schaltung die die Spannung regulieren kann (Mosfet z.B.). Beim PWM Lüfter wird die Steuerung der Drehzahl über ein zusätzliches Signal erzeugt (PWM==Pulse Width Modulation == Puls Weiten Modulation) heißt die Spannung am Lüfter bleibt immer gleich (z.B. 12V) aber der Arduino liefer dem Lüfter das Signal (PWM) was dem Lüfter sagt wie schnell er jetzt drehen soll und dieser setzt das dann um. Geschickt bei allen Steuerungen ist es auf jeden Fall das zu Steuernde System (in Deinem Fall der Lüfter) über eine eigene Stromversorgung zu Versorgen. Da die Stromaufnahme des Lüfter für den Arduino zu viel sein könnte und Du ihn damit beschädigen würdest.
Hoffe das hilft Dir ein wenig weiter!

Ralf
 
Hi Zusammen,

möglich ist natürlich alles, aber nach dem KIS-Prinzip ist ein 4 Pin Lüfter mit PWM-Steuerung eigentlich der richtige Weg. ernsthafte Leiselüfter müssen das eigentlich bieten, damit sie nur bei Bedarf auf hohe Drehzahl gehen müssen. Die getrennte Stromversorgung ergibt sich dadurch automatisch. Zwischen Arduino und Lüfter gibt es nur die gemeinsame Masse und den PWM-Pin.
Die 3-Pin-Lüfter liefern über den 3. Pin eigentlich nur die Drehzahl, die uns vermutlich herzlich egal ist. Um sie zu regeln, müsste ein entsprechend belastbarer MOSFET her, mit dem man die 12V analog schaltet und das wäre entweder ein relativ teurer Logic Level MOSFET oder man braucht noch eine Treiberstufe, die für den MOSFET die nötigen Spannungen schaltet. Natürlich ginge auch ein Darlington Array mit normalen Leistungstransistoren, aber eigentlich habe ich diese ganzen Sachen verworfen, weil ich lüften und nicht heizen will. Die Lüftermotoren enthalten eh eine Drehstromregelung, da sie bürstenlos sind, so dass es einfach ein guter Weg ist, dieser Regelung die gewünschte Drehzahl zu übermitteln. Im Prinzip sagt das Kühlblech am TO220-Gehäuse schon, dass der Weg über den PWM-Pin am Arduino einfach und effizient ist. Vielleicht findet sich für den 3-Pin-Lüfter ja ein anderer Zweck.

Was Zusammenkopieren angeht: Also eigentlich ist der Bauplan mit der verlinkten Grafik fertig. Das einzige was nicht drin steht, ist, dass wenn man am Pin Vin 12V anschließt der Regler auf dem Digispark die benötigten 5V für das Poti gleich mit erzeugt - der rote Draht wird da einfach durchgezogen, ist halt nur "außerhalb des Bildes". Es kommt also alles was auf GND hört an Minus einer 12V Quelle und der 12V Pin am Lüfter sowie Vin an Plus der 12V Quelle. Dann kommt das Poti an den 5V Pin des Digispark und der Rest wird verbunden, wie im Bild. Die Pins im Quellcode stimmen auch. Das Ding ist für meine Begriffe fertig. Im Zweifelsfall bitte konkrete Fragen stellen.

Clear Skies
Sven
 
Guten Abend allerseits,

tja, schade! Dann kommt der 3 Pin Lüfter wieder, wenigstens sauber, zurück an seinen alten Arbeitsplatz. Oder ich lasse ihn einfach mal einen Poti zerreißen, gnihihihih...

Jep, dank' dir.

Nein Sven, keine weiteren Fragen, danke! Und: ich stimme ich dir zu, das Ding ist fertig. Ich hatte lediglich aus Neugier nach deiner Quelle gefragt.

Ich hatte ja anfangs angekündigt die von mir erstellten Dokumente (Schablonen für den Unterbau, dxf-Dateien für die Fräse und FreeCAD-Konstruktionsdatei) verfügbar zu machen. Dazu ist es jetzt gekommen. Hier also der Link zu dem entsprechenden gdrive-Ordner:

Newton-Spiegelteleskop – Google Drive

Ich habe das Teleskop, wie eingangs erwähnt, im Rahmen meines Studiums gefertigt. Heute hat, zum Semesterende, die entsprechende Prüfung stattgefunden. Darin habe ich das Projekt vor Kommilitonen und Dozenten präsentiert. Das soll es aber noch nicht gewesen sein. Ich habe vor, mich weiter mit der Thematik im Rahmen meines Studiums auseinanderzusetzen. Genauer gesagt: Ich möchte der Frage nach der Umsetzbarkeit eines solchen Projektes in der Sekundarstufe 1 der allgemeinbildenden Schule nachgehen. Was meint ihr dazu? Hättet ihr sowas damals gerne in der Schule gemacht?

Beste Grüße
Dominik
 
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