Und alle ortfesten Muster und Strukturen lassen sich meines Erachtens durch ein vernünftig gemachtes Flatfield korregieren.
Moin Peter,
dafür ist eher das Dark in der Pflicht. Flat macht alles, was mit
optischer Abbildung zutun hat, aber nicht mit Ladungsverhalten in den Pixeln. Voraussetzung ist natürlich, daß man beim Flätten hinreichend Signal aufs Chip bringt, um möglichst viel Signal-Rauschabstand zu bekommen. Eine Vorgehensweise à la
@frasax in seinem Flatvideo sorgt dafür. Aber VORSICHT, das kann auch schief gehen, wenn das Ergebnis eine Farbe überbetont, zB einen Blaustich hat! Dann läuft nämlich schnell eine Farbe in Sättigung und das darf auf
keinen Fall passieren! Wie das aussieht und was man dagegen tun kann, habe ich
hier beschrieben

Das Rauschen im Flat ist (sollte sein) völlig untergeordnet, hinreichend Signal vorausgesetzt.
Das Deckglas des Chips, die Oberfläche des Chips haben keine mechanischen Strukturen in Form einer Welligkeit oder "Hügellandschaft", sonst wäre es Ausschuß.
Die Situation in deinem Bild ist m.E. gewissermaßen ähnlich wie jene in Eckis Bild. Du hast tatsächlich eine Art Flat gebastelt, ein Gradientenverlaufsbild wäre vllt ein treffenderer Begriff. Der Donut oben rechts ist auch in deinem DBE-Kästchenbild schon zu sehen. Aber deine Kästchen sind zB viel zu nah an der Galaxie dran, bzw sie sind sogar drauf. Damit schleppst du dir einen zusätzlichen Fehler ein, weil du damit Teile des Nutzsignals als Hintergrund definierst.
"Walking" geht nur, wenn die Abbildung auf dem Chip in eine
Vorzugsrichtung wandert. Bleibt die Abbildung ortsfest, gibt es lediglich ein "Static Noise Pattern". Beides bekommt man mit Dithern in den Griff. Nochmal neu betrachtet sehe ich beides nicht in Eckis Bild.
Ecki
hat gedithert. Deswegen würde ich den Gedanken von
@*entfernt* aus Post#8 nochmal aufgreifen wollen und weder DBE noch ABE machen. Hintergrundextraktion ist nicht immer sinnvoll. Das habe ich erstmals in meim
NGC7000 feststellen müssen. DBE/ABE lieferten nur Schrott bei dem Objekt. Der Grund ist einfach: es gibt dort keinen Hintergrund. Alles ist Signal.
Ecki, versuchs doch bitte mal ohne DBE oder ABE (oder hast du schon und ich habe es übersehen?) (noch ne Klammer, und ziehe den Schwarzpunkt mal nicht so weit nach rechts)
Kann es sein, dass Ihr zu wenige Einzelflats zum Masterflat macht?
Wenn das Flat hinreichend Signal enthält, spielt auch das m.E. nur eine untergeordnete Rolle. Ich hatte mal aufgrund der oben erwähnten ungleichmäßigen RGB-Wichtung im Flat nur ein einziges, das ich verwenden konnte, weil ich mehrere BZ-Tests gemacht hatte. Bei den eigentlichen war Blau komplett in Sättigung,

. (das kann bei mono-Kams freilich nicht passieren).
Weil das
Batch
Pre
Processing in PI mit dem einen Flat nur "mimimimi" machte und nicht stäkken wollte, habe ich ganz frech das einzige Flatframe 8x geclont, damit das BPP die "Klappe hält" und einfach mal macht. Dreist und unorthodox, ja klar, aber Nachteile habe ich keine sehen können. Nenne es Notwehr. Natürlich ist es besser, mehrere zu haben, mehr als 10 halte ich jedoch für vergebliche Liebesmüh', erstrecht bei einer gekühlten Kam. Zwischen dem Rauschpegel, ja sogar Hot-Pixeln und dem Nutzsignal liegen bei hinreichend heller Lichtquelle mehrere Größenordnungen
Huch! Sorry für den Sermon
Grüße und CS!
Okke