eVscope getestet

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Wenn das WLAN nicht reicht - vielleicht gibt es mobile Repeater?

Viele Grüße
Spunti

PS: Ich möchte aktuell ohne Strom und Technik auskommen. Nur Optik und Mechanik, nur das Weltall und ich.
 
ich las mal auf CN den Beitrag eines Benutzer, der auf einem Auge eine Art Heads-Up-Display mit Kopfhalterung hatte. Ähnlich wie bei den Helmen von Hubschrauber-Kampfpiloten, also Projektion mit Halbdurchlässigkeit. Verkabelt dann mit einer Kamera+Bildverstärker welche er auf dem Schoss hielt.
Ob man jetzt sich so etwas mit einer Holo-Lens, oder
Epson oder
nachbaut... ist jedem freigestellt. Muss man sich eben gut vorstellen können ob es einem gefällt was man sehen kann/wird mit dem Equipment, was man in Betracht zieht zu kaufen. Und ob auf lange Sicht Freude daran bleibt, oder es es nur für zwei Nächte einen kleinen Wow-Effekt gibt.
Na ja, ich finde eine geschlossene VR Brille schon besser, da man dadurch bei der Beobachtung ein bisschen abgeschottet wird.
Aber so eine Art Heads-Up-Display ist auch sehr smart. ;)
Vielleicht ist das besser geeignet um damit die SW/System zu steuern.

Gruß
Peter
 
Danke für die Anregung -- VR Brille fürs Smartphone wird bestellt (Elektronischer Binoansatz:ROFLMAO:)
Ich melde mich dann sobald ich gestestet habe.
CS Christian
Das ist ja mal ne coole Idee :)

Wie stellt man bei dem Ding eigentlich scharf? Die Bilder oben sehen aus, als ob der Fokus ordentlich daneben liegt. Auch wenn es nur 4,5" sind, müsste da noch viel mehr gehen. Ich hab auch nur 4,9", die Sternabbildung ist bei mir aber um Lichtjahre besser...gerade wenn ich ohne Guiding nur kurz belichte.

Die Sterne scheinen auch kleine Schweifchen zu haben. Ist das richtig justiert? Und kann man das Teil überhaupt justieren?

CS Joachim
 
....
PS: Ich möchte aktuell ohne Strom und Technik auskommen. Nur Optik und Mechanik, nur das Weltall und ich.
ich bin da zwiegespalten.

Mir ist erst vor kurzem, es war ja nach einer Ewigkeit mal wieder klar, wieder aufgefallen, wie real, funkelnd und beeindruckend die Sterne in einem optischen Okular erscheinen. Besonders Sternhaufen haben etwas "diamantenes", aber auch die fluffigen, eigentlich unscheinbaren Flecken von Galaxien strömen irgend etwas weit Entferntes aus.

Ihr kennt das sicher. Es hat nichts mit dem simulierten Anblick dieser Objekte auf einem Bildschirm zu tun. Man kann süchtig danach werden.
Ich bin ein Romantiker.

Aber die ganzen Möglichkeiten mit einem digitalen Sensor, sprich EAA, sind schon sehr attraktiv.
Aber natürlich mit möglichst geringem Aufwand und einem nicht komplexen System.
Ich werde da definitiv investieren (Zeit, Geld?).

Das eVScope geht mir trotzdem zu weit. Das macht alles unter der Haube.
Es könnte alles genauso simuliert sein. Da kann ich mich im Warmen auch einfach an eine Teleskop Simulation setzen.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir ist erst vor kurzem, es war ja nach einer Ewigkeit mal wieder klar, wieder aufgefallen, wie real, funkelnd und beeindruckend die Sterne in einem optischen Okular erscheinen. Besonders Sternhaufen haben etwas "diamantenes", aber auch die fluffigen, eigentlich unscheinbaren Flecken von Galaxien strömen irgend etwas weit Entferntes aus.

Ihr kennt das sicher. Es hat nichts mit dem simulierten Anblick dieser Objekte auf einem Bildschirm zu tun. Man kann süchtig danach werden.
Ich bin ein Romantiker.
Ich teile deinen Standpunkt vollkommen. Daher interessiert mich Video-Astronomie und Bildverstärkung mehr als die Photographie. Auch wenn Astro-Photos in Form von kleinen GIF-Bildern bzw. Kurzanimationen mit Loop dargestellt werden können, ... man vielleicht damit ein bisschen Funkeln der Sterne in die Abbildung bringen mag...
Aber das ist im hohen Maße Geschmackssache was einem gefällt sobald digitale Abbildung ins Spiel kommt. Ich tue mich echt schwer damit ob ich wirklich mit Strom in den Himmel gucken möchte. Ich weiß nur für mich persönlich, dass ich auf keinen Fall Minuten und schon gar Stunden mit Klicks auf Interfaces verbringen möchte
 
@mbb18a: Deine Frage scheint leider etwas untergegangen zu sein. Die Kurzantwort wäre für mich: "Nein, es sei denn..." Siehe weiter unten!

Mit dem eVscope ist es ein wenig so wie mit meinem Flyer-Ebike. Die Werbung sah den jungen hippen Büromenschen, der unverschwitzt ins Büro kommen wollte, als Adressaten (ist ja auch viel attraktiver...). Gekauft haben es vornehmlich alte Knacker wie ich (und dann noch mit kaputten Hüften...). Und beim eVscope scheinen mir nicht die anvisierten Anfänger die Käufer zu sein, sondern viele gestandene Hobby-Astrononomen, die eine Ergänzung zur visuellen Beobachtung wünschen, ohne in die aufwändigere Astrofotografie einsteigen zu müssen. Das ist jedenfalls meine Erfahrung, was die Leute angeht, die mich anschreiben (ein Besitzer entspricht fast exakt dem "Surak-Profil", ein Interessant war schon auf La Palma -- das nur zwei Beispiele von vielen Kontakten...).

Nun zur Frage: Das eVscope liefert schnelle Erfolge (oft auch schnellen Frust...) und damit potentiell die Gefahr, dass es schnell langweilig werden kann. Wenn man nicht bereit ist, in eine gewisse Vorbereitung aus Büchern oder Planetariumsprogrammen zu investieren, stellt man das Teleskop auf und schaut nur noch "alte Bekannte". Das "ermüdet" dann auf die Dauer...
Ich selbst bereite mich auch selten gut vor, muss ich gestehen. Manchmal hangele ich mich dann mithilfe von Planetariumssoftware durch bestimmte Himmelsecken. Aber da stößt man auf vieles, das unattraktiv ist, zu schwach ist oder Koordinateneingabe verlangt. Da wird es dann schon für viele weniger interessant...

Eine Empfehlung würde ich also nur geben, wenn ich wüsste, dass die betreffende Person eine gewisse "Disziplin", "Durchhaltevermögen" und "Frusttoleranz" besitzt. Sonst kann das Interesse schnell erloschen sein. Und dafür wären 3000 € in der Tat viel Geld...

Viele Grüße, Gerd
 
Obwohl ich als junger Elektrotechniker in einer digitalen Welt aufgewachsen bin kann ich mich mit dem Ganzen nicht wirklich anfreunden.
Ich möchte einfach jedes Photon, das die ewige Reise von diesen Objekten aufgenommen hat, direkt auf der Netzhaut meiner Augen spüren. Aber gut, ich höre auch lieber Schallplatten als gestreamte Musik. Ich finde das macht die Thematik greifbarer.
Wenn ich die Nacht vor dem Bildschirm verbringen will kann ich mir ja Stellarium aufmachen.
Aber gut, will keinem die Lust daran verderben. Bin auch gespannt wie sich die Technik in der Astronomie weiterentwickelt.

Schöne Grüße,
Florian
 
Ich hab mal nen kleinen Einkaufskorb zusammengestellt, nur so aus Interesse.

Man bekommt für rund 3200€ eine EQ 6 Pro Synscan, einen TS Photon 8" Newton F5, eine neue direkt astromodifizierte EOS 2000D, und einen 4er Satz Baader Hyperion Okulare.

Wenn ich persönlich jetzt an das Thema ran gehe, ist für mich klar, was ich mir kaufen würde.

Das ist wirklich nur rein aus Interesse, was man für die 3000€ sonst noch so bekommen kann.

Bildschirmfoto 2021-02-18 um 11.03.34.png





Und es muss ja keine DSLR sein, man kann ja dann auch hier ins Thema Livestacking usw. einsteigen...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich als sehr erfahrener Dobsonianer ... Ich habe jetzt das Gefühl mein eigenes kleines Hubble Teleskop zu besitzen, welches mir endlich alle Objekte die ich schon lange kenne oder nie sehen konnte sekundenschnell und in Farbe präsentiert. ... Werde ich deshalb mein 18" Dobsonteleskop verkaufen und den Koffer mit all den 100° Okularen, Filtern ect. ? Nein natürlich nicht ...
Dann verstehe ich dich nicht. Warum für 300-600€ keine ASI oder QHY? Ich bin bei meinem 12" schon nach 4 Min. bis runter auf 20m, PGC-Galaxien bei 18m werden abgebildet. Was ist das erst mit deinem 18" Dobson? Und kostet einen Bruchteil. Und die Fits gibt es auch.
Gruß Achim
 
Hallo Christian,

danke für den Thread und Deine Beiträge.

Wer diese Beobachtungsschallmauer durchbrechen will kann dies nur mit elektronischer Unterstützung bewerkstelligen ...

So sieht es aus.

Ich war erst auch der Meinung, nur visuell beobachten zu wollen. Fotos von Himmelsobjekten selbst zu produzieren, die es doch so viel besser im Netz zu finden gibt, davon wollte ich nichts wissen.

Angeregt durch eine Vorführung von Gerd Waloszeks eVscope wurde dann doch ein Funke gezündet und ich wollte so etwas selbst zusammenstellen, ohne den hohen Automatisierungsgrad. Einfach die Idee des elektronischen Okulars oder EAA umsetzen.

Mein persönliches Hubble Teleskop sieht nun etwas anders aus, ist weniger kompakt, liefert dafür aber bessere Live-Bilder. Tauschen wollte ich also nicht. Aber ich habe zwei Dinge gelernt:

der finanzielle Aufwand, so etwas hinzubekommen ist nicht unerheblich und gemessen an dem was das eVscope leistet, finde ich den Preis durchaus angemessen (wobei der vermutlich mit der Zeit noch sinken wird).

der Reiz des eVscope liegt einfach auch in seiner Kompaktheit und Plug & Play

Die echten Technik-Freaks und Astrofotografen wird das eVscope nicht begeistern. Mich fasziniert - wieder erwarten - die Möglichkeit, Himmelsobjekte nun doch elektronisch zu beobachten, die ich visuell aus meinem lichtverschmutzten Garten niemals sehen könnte. Ich gestehe: es ist die Magie der bunten Bildchen und des selbst machens.


CS.Oli
 
Einerseits würde ich gerne eine Erfahrung mit digitaler Sicht auf den Nachthimmel haben, wie es in https://www.youtube.com/watch?v=vA7-RvhcXcA&feature=youtu.be zu sehen ist. Aber den Preis dafür bin ich nicht bereit zu zahlen. Auch hätte ich keine Lust eine komplexe Montage und Nachführung zu betreiben. Sogar ein Mini Track ist nicht das was ich will. Vielleicht muss ich noch ein paar Generationen der Sensor-Entwicklung abwarten. Meine sonstigen Kamera-Experimente mit einer logitech c525 sind nur Studien und Konzepte, ob das Prinzip EAA etwas für mich ist, ohne gleich hunderte und tausende Euros auszugeben.
 
Die echten Technik-Freaks und Astrofotografen wird das eVscope nicht begeistern. Mich fasziniert - wieder erwarten - die Möglichkeit, Himmelsobjekte nun doch elektronisch zu beobachten, die ich visuell aus meinem lichtverschmutzten Garten niemals sehen könnte. Ich gestehe: es ist die Magie der bunten Bildchen und des selbst machens.

Ich glaube schon, dass ich mich auch dafür begeistern könnte (als Technik Freak), ich müsste es jedoch einfach mal selber sehen und ausprobieren.

Einfach bei einem Händler so ein teures Gerät bestellen, testen und wieder zurücksenden finde ich gehört sich nicht.

Schade, dass man sich im Moment nicht so leicht treffen kann.
 
Einerseits würde ich gerne eine Erfahrung mit digitaler Sicht auf den Nachthimmel haben, wie es in https://www.youtube.com/watch?v=vA7-RvhcXcA&feature=youtu.be zu sehen ist. Aber den Preis dafür bin ich nicht bereit zu zahlen. Auch hätte ich keine Lust eine komplexe Montage und Nachführung zu betreiben. Sogar ein Mini Track ist nicht das was ich will. Vielleicht muss ich noch ein paar Generationen der Sensor-Entwicklung abwarten. Meine sonstigen Kamera-Experimente mit einer logitech c525 sind nur Studien und Konzepte, ob das Prinzip EAA etwas für mich ist, ohne gleich hunderte und tausende Euros auszugeben.
Ja, das Video ist toll. Aber eine wahnsinnige Optik. ;)

Ich habe ja schon ganz einfache (peiswerte) EAA Versuche gemacht.
2 Dinge habe ich dann gleich festgestellt:
1. Nachführung
Wenn man nicht nur grosse Weitfeld-Aufnahmen ohne Nachführung sondern Aufnahmen von den typischen DSOs machen will, braucht man für EAA eine (einfache) Nachführung. Für meine Dobsons habe ich dafür eine Equatorial Plattform gekauft. Habe aber noch nicht viel damit getestet da ich im Moment noch meinen neuen 20 Zöller kennen lerne.

2. Möglichst grosser Sensor
Wenn man seine visuellen Teleskope (grössere Dobsons) für EAA benutzen will, hat man für die preiswerten Astrocams mit kleinen Sensoren viel zu viel Brennweite und damit Vergrösserung. Daher eine Astrocam mit möglichst grossem Sensor (ist wie mit der Öffnung beim Teleskop) auswählen.

Mit so einer normalen Webcam würde ich nicht experimentieren, da kann man gleich ein Smartphone benutzen.

Zum preiswerten Astrocam Einstieg gibt es zB die SVBony SV305 (ca. 150€). Die wird auch gleich von SharpCap unterstützt.
Aber hat halt einen kleinen Sensor.

Gruß
Peter
 
Hallo Gerd,

vielen Dank für Deine Ausführung.

Und beim eVscope scheinen mir nicht die anvisierten Anfänger die Käufer zu sein, sondern viele gestandene Hobby-Astrononomen, die eine Ergänzung zur visuellen Beobachtung wünschen, ohne in die aufwändigere Astrofotografie einsteigen zu müssen.
So ähnlich habe ich mir das auch schon gedacht.
Der gestandene Hobby-Astrononom hat auch weiterführendes Wissen und kann dieses Teleskop gezielter einsetzen.

Wenn man nicht bereit ist, in eine gewisse Vorbereitung aus Büchern oder Planetariumsprogrammen zu investieren, stellt man das Teleskop auf und schaut nur noch "alte Bekannte". Das "ermüdet" dann auf die Dauer...
Das kann ich mir auch vorstellen, das es dann schnell langweilig wird, wenn ich mich nur an den "alten Bekannten" aufhänge. Man sollte sich schon mit dem Himmel auseinander setzen und sich Informationen besorgen und sich auch in die gesamtem Thematik der Astronomie/des Beobachtens einarbeiten.
Stellt sich mir die Frage, ob es mit solch einem System einem Einsteiger nicht zu einfach gemacht wird und man dann nicht bei der Hobby-Astronomie bleibt?

Ich selbst bereite mich auch selten gut vor, muss ich gestehen. Manchmal hangele ich mich dann mithilfe von Planetariumssoftware durch bestimmte Himmelsecken.
Bereite mich schon in gewisser Weise vor, aber... hmm... aber es kommt oft genug vor das die 3, 4 vorgenommenen Objekte in Vergessenheit geraten... ... es gibt ja soviel zu schauen da Oben.
 
@mbba18 - Zitat: Stellt sich mir die Frage, ob es mit solch einem System einem Einsteiger nicht zu einfach gemacht wird und man dann nicht bei der Hobby-Astronomie bleibt?
Diese Frage wird immer wieder gestellt, und es gibt viele Meinungen dazu. Meine Meinung dazu ist, dass es einem eigentlich nicht zu einfach gemacht werden kann. Ich hatte trotz der prinzipiellen Einfachheit des Systems vor allem anfangs jede Menge Hürden beim eVscope zu überwinden. Aber das ist Schnee von gestern, denn heutige Einsteiger müssen nicht mehr mit diesen Problemen kämpfen -- die Software hat sich stabilisiert.
Ich kann Einsteigern eigentlich nur raten, ihre Beobachtungen zu dokumentieren und sich einen Katalog und eine Foto-Galerie von Himmelsobjekten zusammenstellen. Dann hat man trotz aller Einfachheit des Systems genug zu tun (ich habe damit mehr zu tun, als ich schaffen kann...) und beschäftigt sich intensiver mit der Materie. Und manchmal entdeckt man dann auf seinen Fotos Dinge, von denen man vorher nichts ahnte!
Viele Grüße, Gerd
 
OK, wenn ihr mit so etwas schon zufrieden seid: Winzige Objekte, völliger Lila-Stich.

z.B. M16 habe ich nicht mal erkannt, habe ich den Bildausschnitt erst mal über Astronometry.net geschickt zur Identifizierung. Und wenn man M16 dann mal aufzoomt, ist es nur noch Klötzchengrafik.
Gruß Achim
Hi Achim,
also mir ging es nicht um fotografische Qualität, sondern er hielt irgendwo drauf und man sah ohne Stacking sofort das Objekt, live und in Farbe.
So stelle ich mir EAA vor.
Zusätzlich ist das Bild-Feld mM ziemlich gross. Wenn ich das mit meinem Mini-Sensor vergleiche.

Gruß
Peter
 
Man darf hier nicht an der Astrofotografie messen. Es geht darum, möglichst live, mehr zu sehen ohne die Aufnahmen aufwändig aufbereiten zu müssen.

Was man abspeichern sind Schnappschüsse zur Erinnerung. Die Puristen in Cloudy Nights machen nichtmal das.

Aber das ist halt ein wichtiger Punkt: wer Astrofotografie kann, dem wird das eVscope nichts geben können, weil er mit AF Equipment in derselben Zeit bessere Ergebnisse erzielt - also mehr sieht.

CS.Oli
 
Hallo Forum!

Hier liegen ja sofort die Nerven blank bei einigen Zeitgenossen. Huch!

Mir scheint die Geister scheiden sich als vorgeschobenes Argument daran, dass einer 3k-€ (eV-Scope) bzw. 4k-€ (Stellina) locker macht und dann einfach so eine Plug- and Play Variante hat, die das gleiche tut wie echte Astrofotografie. Nur mit dem Unterschied der 3k/4k Schachtel fehlt nur ein/zwei Minuten Vorbereitung und Strom um loslegen zu können. Das kann natürlich nicht annähernd so gut sein wie gefühlt 30 Kabel und Käbelchen wirr in verschiedenste Buchsen gesteckt und Medusa-like um das Setup geschlungen, ein riesen Teleskop auf eine mehrere Zentner schwere Montierung gewuchtet von der Jahrelangen Erfahrung und Expertise die man sich erarbeiten muss bis zum ersten vorzeigbaren Foto-Ergebnis angetrieben ... da muss man so sofort den Untergang der Astro-Wissenschaft heraufbeschwören, zukünftig fehlendes Wissen beklagen, das darf alles gar nicht so einfach gehen .... würde der Geld ausgestattete Pseudo Astrofreund sein Budget wenigstens in eine handgefertigte, japanische Linsenansammlung stecken, dann wäre ihm der Respekt aller sicher, so gehört sich das!

Nein ehrlich! Ist es so einfach?

Ich finde es total irre, was so eine Kiste für einen so übersichtlichen Betrag leisten kann. Vor zehn Jahren hätte man gemordet um so ein Gerät besitzen zu können. Solche Geräte werden auch wenn sie mal günstiger zu haben sind viele Besitzer finden die sich damit in die Welt der Astronomie arbeiten und sich eine neue Welt, Denk- und Sichtweise erschließen. Das ist doch toll! Wenn das Teil nach einem Jahr im Keller versauert, was soll es!

Ich habe gestern Abend, neben Mars-Landung anschauen mir vieles zu eV-Scope und Stellina angeschaut und angelesen und sofort Reflex-artig geschaut wo bestelle ich? Diese Mal doch Refraktor? Und nicht Reflektor? Dann festgestellt, eigentlich ist jedes ein Instrument um "nur" Nebel und Co. anzusehen. Planeten? Nada- geht gar nicht! Und dann ist mir aufgefallen, häufig sieht man immer die gleichen Fotos. Z. B. den Eskimo Nebel! Susanne meinte dann nehmen die eigentlich immer die selben Bilder von Wikipedia? Oder beobachten die tatsächlich? Wenn man frotzeln möchte, könnte man ehrlich denken die zweihundert möglichen Objekte die eine Stelina-Box kann .... USB - Speicher .... bewegliche Komponenten ... drehen .... kippen und tatata man kann zuschauen wie sich der Eskionebel aufbaut .... und das obwohl es im Keller steht ... was die mit der neuen Technik heute alles schon können! Staun!

Ich bin jetzt in jedem Fall geläutert, bleibe beim rein visuellen und freue mich schon auf heute Abend mit meinem 10" Dobson draußen und schaue den NASA Leuten bei ersten Schritten des gestern gelandeten Mars-Rovers live zu. ;)

Bleibt immer neugierig und offen für alle wie auch immer verrückten Ideen! Grüße! MünchenBeiNacht - Ewald
 
Mir scheint die Geister scheiden sich als vorgeschobenes Argument daran, dass einer 3k-€ (eV-Scope) bzw. 4k-€ (Stellina) locker macht und dann einfach so eine Plug- and Play Variante hat, die das gleiche tut wie echte Astrofotografie. Nur mit dem Unterschied der 3k/4k Schachtel fehlt nur ein/zwei Minuten Vorbereitung und Strom um loslegen zu können. Das kann natürlich nicht annähernd so gut sein wie gefühlt 30 Kabel und Käbelchen wirr in verschiedenste Buchsen gesteckt und Medusa-like um das Setup geschlungen, ein riesen Teleskop auf eine mehrere Zentner schwere Montierung gewuchtet von der Jahrelangen Erfahrung und Expertise die man sich erarbeiten muss bis zum ersten vorzeigbaren Foto-Ergebnis angetrieben ... da muss man so sofort den Untergang der Astro-Wissenschaft heraufbeschwören, zukünftig fehlendes Wissen beklagen, das darf alles gar nicht so einfach gehen .... würde der Geld ausgestattete Pseudo Astrofreund sein Budget wenigstens in eine handgefertigte, japanische Linsenansammlung stecken, dann wäre ihm der Respekt aller sicher, so gehört sich das!

Nix für ungut, aber du diffamierst gerade genau so die Menschen, die eben auf richtige Astrofotografie stehen.

Und da sind wir uns doch sicher alle einig, dass das eVscope absolut gar nichts mit Astrofotografie zu tun hat und das auch (hoffentlich) gar nicht will.

Das ist wie mit der „normalen“ Fotografie, es gibt eben die Fotografen, und es gibt die Knipser. Die Fotografen unterscheidet die jahrelange Erfahrung und das Know How über die Technik (stell mal 3 Blitze für ein Portrait gescheit zueinander ein, dann weißt du, wovon ich rede) von den Knipsern.
Was ist daran jetzt schlimm?

Ich hab das eVscope als sinnvolle Ergänzung zur visuellen Beobachtung verstanden und da gehört es für mich auch hin. Ausprobieren würde ich es gerne mal.

Aber solche Beiträge wie deiner fachen die Schlammschlacht nur wieder neu an.
 
Hallo Ewald,

soweit ich sehe bist du der Erste, der hier sowas wie den Untergang des Astroabendlandes ins Gespräch bringt.

Dass das eVScope kein Ersatz für Astrofotografie ist, ist nun klar. Schade eigentlich. Würde für mich auch in dieser Form Sinn machen: evScope rausstellen und anschalten. Ab und an gebe ich eine NGC Nummer ein, die ich im Dobson daneben gerade beobachte (oder irgendwas anders) und die Maschine nimmt auf. Zuhause kann ich das Ergebnis der Sitzung dann abspeichern, meine Beobachtung dazu schreiben und das Ganze was weiß ich wo teilen. Wenn ich mal Zeit habe, setze ich mich auch mal an die Rohdaten und schaue was ich noch rausholen kann. Ist halt so leider nicht gedacht, obwohl es möglich wäre.

VG
Klaus
 
@Klaus: Möglich ist Dein Szenario mit dem eVscope schon! Fragt sich nur, ob Dir die Bildqualität ausreichen würde... Letztenendlich katalogisiere ich für mich privat ja den Himmel mit dem eVscope (und stelle die Fotos ins Internet für andere).
Viele Grüße, Gerd
 
@Ewald: Warum sieht man immer wieder die gleichen Objekte oder sogar Fotos? Ich denke, weil sie schön sind und sich gut (auch in der Werbung) machen!
Ich habe so etwa 240 Objekte mit dem eVscope beobachtet und fotografiert - und da sind natürlich auch jede Menge "unattraktive" Objekte (z.B. winzige Kugelsternhaufen, kaum zu erkennende Nebel und Galaxien...) dabei...
Viele Grüße, Gerd
 
Dass das eVScope kein Ersatz für Astrofotografie ist, ist nun klar.

Ich sehe das schon so, da ich im direkten Vergleich der Bilder von den Astrokollegen hier, die das schon 10+ Jahre machen, einen mehr als deutlichen Unterschied zum eVscope sehe.

Ich hab nicht ganz verstanden, ob du deinen Beitrag ironisch mit Seitenhieb auf mich meinst, wenn das nicht so war, sehe mir den Kommentar bitte nach.
 
Nein, jedenfalls zur Zeit nicht (wie oben diskutiert wurde, will Unistellar darüber nachdenken...). Für mich geht es auch ohne Rohdaten, was natürlich auf Kosten der Qualität geht...
Beim Stellina und zukünftigen Vespera kommt man wohl an die Rohdaten, wenn man einen Extra-USB-Speicher reinsteckt.
Viele Grüße, Gerd
 
Moin,

ich finde das Konzept eines grab n'go EAA-setups sehr gut. Die Hersteller vom Stellina haben da echte Pionierarbeit geleistet und das Geld das in die Entwicklung gesteckt wurde muss ja auch wieder reingeholt werden. Insofern finde ich den Preis schon gerechtfertigt, er ist mir persönlich aber im Moment einfach zu hoch.

Aber ich vermute die Platzhirsche der Branche (Sky-Watcher, ZWO, etc.) haben sich das ganze genau angeschaut und wollen mit Sicherheit ein großes Stück vom EAA-Kuchen abhaben. Die werden schon eigene Systeme entwickeln und demnächst auf den Markt werfen. Und damit werden sie aufgrund ihrer größeren Kapazitäten und Entwicklungsmöglichkeiten die jetzigen Hersteller preislich deutlich unterbieten und mittelfristig vom Markt verdrängen. Unistellar und Kollegen werden sich ranhalten müssen, wenn sie ihren technischen Vorsprung und ihre Marktposition behaupten wollen.
Alle für EAA notwendigen Technologien und Komponenten sind von Sky-Watcher und ZWO bereits auf dem Markt. Sie müssen nur noch in einem ansprechenden Äußeren kombiniert werden und die passende Software muss geschrieben werden. Wir alle wissen, dass diese Firmen dazu in der Lage sind. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, ich schätze ein halbes bis höchstens ein Jahr.

Wir dürfen also gespannt sein. Ich hoffe nur, dass die Pionierarbeit von Unistellar sich auszahlt.

Bis dann:
Marcus
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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