Moin,
ja, am 29. hat es hier überraschend aufgeklart, allerdings habe ich aus zeitlichen Gründe die Gelegenheit verstreichen lassen. Die Sterne haben sehr gefunkelt, war auch sehr windig, d.h. Seeing wird wohl nich besonders gewesen sein. Aber viell. hätte es kurze Ausnahmen gegben..
Bzlg. Aufnahmen aus früheren Jahren: ein paar habe ich, u.a. von 2018, aber ich war damals noch nicht so weit, dass man da nennenswert was drauf sehen konnte. Dann kam 2018 auch der grosse Staubsturm, und dann war's erstmal ganz aus. So lange bin ich ja auch noch nicht dabei, seit Ende 2016, und m.o.w. bin ich erst ab Mitte 2020 langsam soweit gekommen, einigermassen brauchbare Ergebnisse zu erzeilen. Steckt schon eine lange und steile Lernkurve dahinter.
Was die Abmischung der R, G & B Kanäle anbelangt, mache ich das schlicht nach Gefühl,mit dem Ziel, dass es wenigstens ganz grob mit dem visuellen Eindruck vergleichbar ist, den ich beim Blick durchs Okular hatte. Man sieht ja schon unterschiedliche Gesamteindrücke, mal ist Mars richtig blass, fast gelblich, mal schön satt orange und kontrastreich. Wobei in den bearbeiten Bildern die dunklen Flächen immer dunkler 'rüberkommen als visuell. Natürlich sind auch meine Monitore nicht kalibriert, d.h. da ist noch viel Spiel dabei.
Die relativen R,G.B Helligkeiten verhalten sich bei meinen Filtern ungefähr wie 1 : 0.7 :0 .2. Wenn ich aber das so in die Durchschnittshelligkeiten der R,G,B S/W Bilder umsetze, kommt Blau bei der RGB Komposition so gut wie gar nicht mehr zur Geltung, d.h. i.d.R. pimpe ich Blau immer etwas, um evtl. vorhandene Atmosphäreneffekte sichtbar zu halten. Auch versuche ich, alle Kanäle weitgehend gleich zu schärfen, Blau immer mit etwas gröberen Radien, weil dort leider der Noise höher ist, aber zugleich h auch mit etw. stärkerer Amplitude, um die meist schwächeren Konrtraste etwas hervorzuholen. Irgendwann hat sich daraus ein Workflow entwickelt, wie ich "meine Marse" rendere, der zwar quantitativ nicht kalibiert ist, aber im Durchschnitt dann doch pi mal Daumen vergleichbare Resultate erzeugt. Es dauert einfach Zeit, bis man da seinen eigenen Voodoo etabliert hat. Mnachmal liest man dann - wie z.B. hier in diesem Fred - dass andere es in bestimmten Aspekten (z.B: was Oversapmling-Rate od. Gain-Einstellungen abelangt, o.ä.) ganz ähnlich handhaben, also kanns dann nicht ganz verkehrt sein

Was die Gain/BZ Einstellungen für die Aufnahme anbelang, habe ich mal aufgeschnappt, dass das Histogramm ca. bis 70% reichen sollte, hier geht es ja hauptsächlich darum, Ausbrennen der hellen Stellen zu vermeiden, und doch den Dynamik-Umfang der Aufnahme so gross wie möglich zu halten.
Lange Rede kurzer Sinn: einfach viel Ausprobieren!
-cb