Canonist
Aktives Mitglied
Hallo zusammen.
Es ist nicht meine erste Marsbeobachtung nach der Konjunktion. Schon vor ein paar Wochen konnte ich den roten Planeten am vormittäglichen Taghimmel auffinden. Aufgrund des niedrigen Standes, schlechten Seeings und seiner geringen Größe war auf dem Bildergebnis bei unter 5" noch nicht viel Sinnvolles zu sehen.
Anders am Ostermontag. Zum einen, weil ich recht früh anfangen konnte und damit noch von ruhigerer Luft profitierte, zum anderen, weil Mars inzwischen rasch an Höhe und ebenso an scheinbarer Größe gewinnt. Inzwischen 5,5". Da geht schon so manches, immerhin war ich ihm im letzten Frühjahr noch bis unter die 4"-Marke gefolgt.
Ich habe diesmal sowohl die Ansicht mit Süden unten wie eine mit Süden oben nebeneinander gestellt. Mir geht es gewohnheitsgemäß so, dass ich mit Norden oben nichts anfangen kann, bei S oben aber sofort Vertrautes entdecke...
Nachdem im letzten Frühjahr nach der stark südgeprägten Opposition Mars im Blick wieder Richtung Nord kippte und im Mai letzten Jahres dann auch mal blickweise die Nordpolkappe im Nordwinter sichtbar wurde, ist er nun wieder deutlich auf Süd gekippt. Tatsächlich lässt das Bild vom Montag bereits eindeutige Details unterscheiden. So das Mare Sirenum mit dem Sinus meridianii daran. Daneben der Zipfel des Oxia Palus und darunter (bei Süd oben) - schon wieder weitestgehend außer Blick gekippt - der Niliacus Lacus. Auch das Mare Erythraeum ist nicht zu übersehen.
Bedeutsamstes Detail aber ohne Zweifel die inzwischen aus einem winzigen Eisrest wieder auf fast volle Größe angewachsene Südpolkappe, deren Abtauen wir Richtung Opposition im Herbst 2022 dann wieder verfolgen können.
Für mich ist damit die Marssaison 2022 endgültig eröffnet. Mal sehen, wie lang die gesamte Kampagne damit diesmal werden kann. Im besten Falle weit mehr als ein Jahr.
Wir können ja wieder einen Sammelthread daraus machen, dann wird's vermutlich rekordverdächtig lang
CS
Rudolf
Es ist nicht meine erste Marsbeobachtung nach der Konjunktion. Schon vor ein paar Wochen konnte ich den roten Planeten am vormittäglichen Taghimmel auffinden. Aufgrund des niedrigen Standes, schlechten Seeings und seiner geringen Größe war auf dem Bildergebnis bei unter 5" noch nicht viel Sinnvolles zu sehen.
Anders am Ostermontag. Zum einen, weil ich recht früh anfangen konnte und damit noch von ruhigerer Luft profitierte, zum anderen, weil Mars inzwischen rasch an Höhe und ebenso an scheinbarer Größe gewinnt. Inzwischen 5,5". Da geht schon so manches, immerhin war ich ihm im letzten Frühjahr noch bis unter die 4"-Marke gefolgt.
Ich habe diesmal sowohl die Ansicht mit Süden unten wie eine mit Süden oben nebeneinander gestellt. Mir geht es gewohnheitsgemäß so, dass ich mit Norden oben nichts anfangen kann, bei S oben aber sofort Vertrautes entdecke...
Nachdem im letzten Frühjahr nach der stark südgeprägten Opposition Mars im Blick wieder Richtung Nord kippte und im Mai letzten Jahres dann auch mal blickweise die Nordpolkappe im Nordwinter sichtbar wurde, ist er nun wieder deutlich auf Süd gekippt. Tatsächlich lässt das Bild vom Montag bereits eindeutige Details unterscheiden. So das Mare Sirenum mit dem Sinus meridianii daran. Daneben der Zipfel des Oxia Palus und darunter (bei Süd oben) - schon wieder weitestgehend außer Blick gekippt - der Niliacus Lacus. Auch das Mare Erythraeum ist nicht zu übersehen.
Bedeutsamstes Detail aber ohne Zweifel die inzwischen aus einem winzigen Eisrest wieder auf fast volle Größe angewachsene Südpolkappe, deren Abtauen wir Richtung Opposition im Herbst 2022 dann wieder verfolgen können.
Für mich ist damit die Marssaison 2022 endgültig eröffnet. Mal sehen, wie lang die gesamte Kampagne damit diesmal werden kann. Im besten Falle weit mehr als ein Jahr.
Wir können ja wieder einen Sammelthread daraus machen, dann wird's vermutlich rekordverdächtig lang
CS
Rudolf

