Immer teurer und teurer...

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Um deinen Satz abzuändern, es geht also auch:
5 Jahre alter Mittelklasse Wagen und dann nach zwei Jahren eine 10Micron. Wenn ich wirklich diesen Traum habe, schaff ich das auch zu sparen.
:y:. Das erinnert mich an eine Geschichte aus meiner Jugend die mir selbst passiert ist. Ich im Aussendienst, frisch aus der Lehre. Muss so 1984 gewesen sein. Ich musste bei einem alten Kollegen ( 60+) mit fahren. Der Kollege sah immer ärmlich aus, alte abgetragene Kleidung, immer eine alte Tasche mit Kaffe und Broten bei ( hat sich nie irgendwo unterwegs was gekauft) , kam mit der Bahn zur Arbeit. Eines Tages sag er zu mir "Komm , ich zeig mir mal was" ...Wir fuhren mit dem Firmen Ford Transit in einen Vorort von Köln, auf einen alten runter gekommenen Garagen Hof, eine Gegend, wo man sich normalerweise nur Tagsüber und nicht unbewaffnet hin traut. Mein Kollege geht an ein altes Garagentor, öffnet gefühlte 5 Schlösser, macht die Garage auf, und sagt "mein ganzer Stolz" . In de Garage stand ein auf Hochglanz polierter Porsche 911 Carrera Turbo , Silber Metallic , BJ 1980 . Der Mann hatte ohne Zweifel den größte Teilil seines Lebens dafür gespart und gearbeitet.
 
Moin,
bin heute mit deutlich weniger Artikeln vom wöchentlichen Supermarktbesuch zurückgekommen.
Alle Waren, welche schon zum zweiten mal in diesem Jahr verteuert wurden, habe ich liegenlassen.
Da waren Preissteigerungen von über 10% dabei. Sollen die doch im Laden vergammeln.
Dagegen ist Expressreis gerade wieder 48 Cent günstiger, was sonst noch nie so war.
Vielleicht ist ja irgendwo eine riesige Reismine entdeckt worden.
Ist ja auch egal, nach Olympia marschiert R in U ein. Hat P mit der Krimm auch so gemacht. Dann haben wir noch ganz andere Probleme.
Also schonmal wieder anfangen Klopapier, Mehl, Nudeln... zu bunkern.
Ich habe ja noch richtigen (unfreiwilligen) Wehrdienst leisten dürfen. Bis zu welchem Alter wird man da noch zur Reserve reaktiviert ?
Ich weiss sogar noch meinen Aktivierungscode auswendig. Nein, das ist keine 48-stellige, in 8 Gruppen a 6 Buchstaben , Zahlen und Zeichen, durch - getrennte Kombination. Da gab es noch kein Windows! Heute vergesse ich jeden Mist, nur meinen geheimen Geheimreverveaktivierungscode nicht.
Wenn es soweit ist soll ich ,nach der schriftlichen Anweisung, vorm Radio oder Ferseher sitzen und auf das Erscheinen meines Geheimreverveaktivierungscodes achten.
Es gab damals aber nur 3 Sender in der Klotze. Heute muß ich ja dann stundenlang hin- und herzappen um den richtigen Sender zum richtigen Zeitpunkt zu erwischen !?

Schönes Wochenende
 
Zuletzt bearbeitet:
……und das mit den Preisen geht leider immer weiter so.

Heute lese ich über eine kommende Preisanhebung bei Produkten von SkyWatcher. In 5 Tagen…..

„Beispiel: EQ6-R alter Preis: 1.699,00 ==> Neu dann 1.919,00“

Das ist ganz schön heftig!

Und eins ist sicher: steigen die Preise für neues Zeug, steigen auch die Preise für Gebrauchtes.

Wo das wohl noch hinführt?

CS

Dietmar
 
....dahin, dass keiner mehr was kauft (hoffentlich) China auf seinem Zeug sitzen bleibt, und alle mal mit dem Zeug arbeiten, was sie haben. So mache ich es nämlich jetzt. Alles da, nix fehlt..... einfach mal genießen
 
Da ist auch die neue Zollgesetzgebung und der enorme Preisanstieg von Transport über den Seeweg schuld. Vermutlich sind die Preise in China selbst unverändert. Vielleicht sollten wir lernen Kameras selbst herzustellen? ;-) Vermutlich lohnt sich das aber für den nationalen Markt nicht, oder doch? Hat jemand einen Überblick über den Astromarkt?
 
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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich habe meine EQ-6 für 995€ gekauft.
2012
Macht 7% pro Jahr
 
Nein das lohnt sich nicht. In DE sind die Herstellkosten zu teuer. Die Löhne zu hoch.
Dieser Spruch kommt aus den 90ern, richtig? ;-)

Wie ja gesagt, kommen zu den auch nicht mehr so günstigen Löhnen in PRC Transport- und Zollkosten hinzu.

Die Löhne sind hier nicht mehr so hoch, vergleich mal in Europa oder mit USA: Dort verdient ein LKW-Fahrer 50'000$ als Einsteiger und kann bis zu 100'000$ pro Jahr verdienen.

Die Steuern und sonstige Kosten, wie KK, sind bei uns ein Problem. Wenn ein Arbeitgeber 100% zahlt, sieht davon der Arbeitnehmer etwa 40%. Selbstständige und Firmengründer müssen sogar etwa 70% des Netto-Einkommens abführen, wenn man alles zusammenrechnet. Das halte ich für das Hauptproblem. Es ist in unserem Land wohl besser arm zu sein und sich schön anstellen zu lassen...
 
Die Preisentwicklung liegt natürlich auch am sinkenden/ schwachen Euro. Skywatcher gehört wie Celestron zu Synta Taiwan. Der Euro hat gegenüber dem Taiwan $ im letzten Jahr etwa 10% verloren. Produziert wird zwar in China aber da sie die Entwicklung der Wechselkurse auch nicht besser aus ?
Dazu kommen die gestiegen Transport Kosten und die höheren Kosten der deutschen Händler
 
Wenn die Preise steigen liegt es immer an was nur ???.. Wechselkurse, Transportkosten, Lohnkosten, Rohstoffkosten... u.s.w.
eigentliche Ursache .... Profit und Gier .... da wird noch zusätzlicher Gewinn auf den Endpreis draufgeschlagen.
Solange noch Substanz da ist (Ersparnisse ) wird die Inflation weiter angetrieben.
Ein jeder muss eben selbst wissen, was er noch bereit ist fürs Hobby Astronomie auszugeben.
 
Wenn die Preise steigen liegt es immer an was nur ???.. Wechselkurse, Transportkosten, Lohnkosten, Rohstoffkosten... u.s.w.
eigentliche Ursache .... Profit und Gier .... da wird noch zusätzlicher Gewinn auf den Endpreis draufgeschlagen.
Solange noch Substanz da ist (Ersparnisse ) wird die Inflation weiter angetrieben.
Ein jeder muss eben selbst wissen, was er noch bereit ist fürs Hobby Astronomie auszugeben.
Das sehe ich nicht so Dieter. Die steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe müssen ja irgendwie weiter gegeben werden. Ebenso Wechselkurs Anpassungen. Wenn ein Unternehmen das nicht macht, dann ist es irgendwann Pleite. Im großen und ganzen haben wir in der Astronomie eigentlich nichts zu meckern. Heute kannst du dir für 5000,- Euro einen 5 Linser Apo mit gekühlte Kamera, Guiding, Nachführung und Platesolving hin stellen. Das war vor 20 Jahren zu dem Preis unmöglich.
 
Naja - viele Rohstoffe sind halt in letzter Zeit deutlich teurer geworden. Energie - die man ja zur Produktion und zum Transport benötigt - auch. Insofern ist zumindest ein Teil der Preissteuerungen durchaus nachvollziehbar.
Außerdem ist das Angebot aktuell eher knapp. Vieles ist nicht - zumindest nicht kurzfristig - lieferbar. Durch Corona sind Hobbies die man zu Hause und alleine (oder mit der Familie) betreibt auch deutlich beliebter geworden. Egal ob Basteln/Handwerken, Gesellschaftsspiele, Puzzles, Musizieren oder eben halt auch Astronomie.
Knappes Angebot + hohe Nachfrage = steigende Preise. Ganz normale Marktwirtschaft.
Dazu kommt natürlich noch der sehr überschaubare Markt. Wir haben halt nur eine recht geringe Anzahl an "bekannten" Händlern und damit relativ wenig Wettbewerb der zu Sonderangeboten führen könnte. Die Händler brauchen auch keine großen Rabatte bieten weil halt die Nachfrage auch so bereits sehr hoch ist.
Und natürlich sind die Händler auch Unternehmer und wollen (bzw. müssen) Geld verdienen. Marktwirtschaft halt. Personal muss bezahlt werden, Miete für Ladengeschäfte, Büros und Lagerflächen (die auch Energie brauchen für Licht, Heizung, Elektro). Und bei den aktuellen Lieferzeiten gibt es auch ein gewisses Risiko für die Händler. Ich glaube nicht das jeder Händler mit allen Lieferanten langfristige Festpreise vereinbart hat. Wenn ein Kunde heute also etwas bestellt kann es passieren das der Einkaufspreis für dein Händler bei Lieferung in 6 Monaten gestiegen ist. Dieses Risiko müssen die Händler auch einkalkulieren.

Natürlich freue auch ich mich nicht wenn die Preise ständig - und deutlich - steigen. Ich kann es aber zumindest teilweise nachvollziehen. Und ganz ehrlich: Wenn ich etwas haben möchte ist mir der absolute Preis eigentlich ziemlich egal. Selbstverständlich hole ich mir verschiedene Angebote ein und vergleiche die Preise verschiedener Anbieter. Aber letztendlich: Wenn ich es will, kaufe ich es mir. Wenn es teurer wird muss ich halt etwas länger sparen. Nervt auch, aber letztlich egal. Ist ja "nur" Hobby und insofern Geld was ohnehin "übrig" ist. Luxus. Zeitvertreib. Spaß. Blöd ist halt, wenn die Produkte deutlich teurer geworden sind wenn ich das Geld zusammengespart habe. Das verschiebt die Anschaffung dann eventuell nochmal ein wenig nach hinten. Oder erfordert "härtere" Preisverhandlungen *g*

Was mich aktuell wesentlich mehr stört als die Preise sind die Reaktionszeiten der Händler auf Anfragen. Das ging früher deutlich schneller, da hat man üblicherweise am selben Tag eine Antwort auf eine E-Mail bekommen. Heute wartet man teilweise 2-3 Tage. Warum? Die Lager sind doch eh leer - gefühlt ist die Hälfte des Sortiments nicht lieferbar. Wieso sind die Händler dann so überlastet? Personal reduziert? Oder ersticken die Händler an Anfragen zur Lieferfähigkeit?

Was ich noch sehr lästig finde ist die Preisentwicklung auf dem Gebrauchtmarkt. Wahnsinn was da teilweise für Preise aufgerufen werden. Natürlich auch auf Grund der schlechten Lieferfähigkeit der Händler. Daraus können Gebrauchtverkäufer ihren Vorteil ziehen. Was für mich dazu führt das der Gebrauchtmarkt mittlerweile fast uninteressant geworden ist. Der Preisunterschied zu Neuware wiegt häufig die Wartezeit und den Suchaufwand nach gebrauchten Teilen kaum noch auf.

Insgesamt muss ich aber auch Achim Recht gegen. Wir leben in Zeiten in denen man für relativ wenig Geld eine sehr gute Astro-Ausstattung bekommen kann mit der man - insbesondere fotografisch - hervorragende Ergebnisse erzielen kann. Vor 20, 30 oder 40 Jahren war die heute mögliche Qualität für Amateure einfach nicht möglich.

Ciao, Udo
 
Moin,


wenigstens kann man sich auf die Aussagen von Politikern verlassen! Die ham ja gesacht daß die Inflation vorübergehend ist, damit meinten sie die 4% gehen vorüber, dann sind's halt 6% die gehen vorüber weil danach (vorübergehend versteht sich) 8% angesacht sind und dann...wat auch immer. Immerhin haben Scheine mehr Heizwert als Zahlen auf'm Konto...nen Bündel 500er wird ja wohl reichen um ne Dose Ravioli auf angenehme Temperatur zu bringen. Oder ne Tasse :coffee:

Don't Panic!!!


Viele Grüße Felix
 
Im großen und ganzen haben wir in der Astronomie eigentlich nichts zu meckern. Heute kannst du dir für 5000,- Euro einen 5 Linser Apo mit gekühlte Kamera, Guiding, Nachführung und Platesolving hin stellen. Das war vor 20 Jahren zu dem Preis unmöglich.
Das hat aber nichts mit der aktuellen Wirtschaft und Geldpreisentwicklung zu tun sondern mit Technologiefortschritt. Da muss man differenzieren.
Vor 20 Jahren konnte man ein Haus an der Stadtgrenze für 350.000,- kaufen und heute?

Solange noch Substanz da ist (Ersparnisse ) wird die Inflation weiter angetrieben
Die Inflation wird nicht "angetrieben", sondern ist eine mathematische Notwendigkeit die sich aus der Geldmengenausweitung ergibt. Die "Ersparnisse" sind die Millarden Euro und Dollar, welche die EZB und die Federal Reserve Bank pro Monat druckt und in den Markt wirft. So steigen Geldmenge und Aktienkurse.
Die Geldmengenausweitung aber, kann nur bedingt vermieden werden, da sie durch das Vorhandensein von Zins und Zinseszins automatisch passiert. Die Geldmenge muss also wachsen, das Geld somit immer weniger wert sein und zwar überall wo es auf Geld Zinsen und Zinseszinsen gibt. Also Weltweit.
Nur die Geschwindigkeit der Geldvermehrung ist von Land zu Land verschieden. So ergeben sich temporäre Unterschiede zwischen den Währungen.

Der Effekt ist Anfangs nicht wahrnehmbar, denn die Wirtschaft wächst in der Regel auch und die Löhne steigen ebenfalls. In Phase zwei merkt man aber die Preissteigerungen, denn der Zins und Zinseszinseffekt ist exponentiell. So langsam aber sicher können Lohnsteigerung und Wirtschaftswachstum nicht mehr mithalten, das nennt man dann Inflation. In Phase drei beschleunigt sich die Inflation immer schneller. In immer kürzeren Abständen kommt es zu immer höheren Preissteigerungen. Das Ende der Geschichte ist meistens eine Währungsreform. Es gibt aber auch alternative Möglichkeiten, die aber letztendlich alle auf dem Rücken des Endverbrauchers ausgetragen werden. Massive Geldentwertung. Arbeitslosigkeit. Armut. Unruhen. Rechtsextremismus. etc. Die Politik wird Schuldige präsentieren (z.B. Ukrainekrieg) denn das verstehen die Menschen noch. Aber die wahren Gründe sind allein dem Geldsystem immanent. Verschuldung, Zinsen und Zinseszinsen.

Darum war der US Dollar bis 1973 an Gold gebunden. So war er gedeckt. So war Substanz hinter der Währung. Darum wurden Münzen im Mittelalter in Gold geprägt. Nach dem Auflösen des Goldstandards basieren die Währungen nur noch auf Vertrauen. Der Innere Wert des Geldes entspricht heutzutage letztentlich dem Papier auf dem es gedruckt ist.

LG, Daniel
 
Zuletzt bearbeitet:
...oder eine Magnum-Flasche Schampus und eine ganze Nacht im Nobel-Puff. :LOL:

und alle mal mit dem Zeug arbeiten, was sie haben. So mache ich es nämlich jetzt.
Hehehe, nix für ungut, aber das klingt natürlich leicht für jemand, der in letzter Zeit sich gerade erst ein Wahnsinns-Equipment zusammengestellt hat. Wer hat schon einen 8" Refraktor und einen 10" Spiegel und...und.. :ROFLMAO::ROFLMAO:
(Apropos, ist deine alte 8" Linse mit dem Muschelbruch noch zu haben ?? )

Die Geldmenge muss also wachsen, das Geld somit immer weniger wert sein und zwar überall wo es auf Geld Zinsen und Zinseszinsen gibt.
Volkswirtschaftskurs für Anfänger auf A.de :). Zu der kapitalistischen Logik zählt am Ende natürlich auch der Krieg dazu. Das ist quasi die Maximalform der "Entwertung", also alles kaputt machen, dann kann wieder neu aufgebaut werden. Alternativ könnte man aber auch neue Märkte schaffen, so aus Laiensicht denke ich da z.B. an das ganze Handy-Business .Was da quasi aus dem nichts aus dem Boden gestampft wurde, ein komplett neuer Markt, für den die Leute bereit waren und sind, Unmengen an Geld auszugeben.
Eine umfangreiche Umstellung der Wirtschaft auf klimaneutrale Energiegewinnung und Produktion könnte doch jetzt so etwas ähnliches darstellen, d.h. "Entwertung" des Vorhandenen und Schaffung neuer Technologien und eines neuen Vertrauens in die Gesellschaft und ihre Schaffenskraft. Ohne Vertrauen geht es nicht, auch mit Gold nicht, denn Gold kann man nicht essen. Aber das ist vielleicht alles zu optimistisch....
-cb
 
Das hat aber nichts mit der aktuellen Wirtschaft und Geldpreisentwicklung zu tun sondern mit Technologiefortschritt. Da muss man differenzieren.
Vor 20 Jahren konnte man ein Haus an der Stadtgrenze für 350.000,- kaufen und heute?


Die Inflation wird nicht "angetrieben", sondern ist eine mathematische Notwendigkeit die sich aus der Geldmengenausweitung ergibt. Die "Ersparnisse" sind die Millarden Euro und Dollar, welche die EZB und die Federal Reserve Bank pro Monat druckt und in den Markt wirft. So steigen Geldmenge und Aktienkurse.
Die Geldmengenausweitung aber, kann nur bedingt vermieden werden, da sie durch das Vorhandensein von Zins und Zinseszins automatisch passiert. Die Geldmenge muss also wachsen, das Geld somit immer weniger wert sein und zwar überall wo es auf Geld Zinsen und Zinseszinsen gibt. Also Weltweit.
Nur die Geschwindigkeit der Geldvermehrung ist von Land zu Land verschieden. So ergeben sich temporäre Unterschiede zwischen den Währungen.

Der Effekt ist Anfangs nicht wahrnehmbar, denn die Wirtschaft wächst in der Regel auch und die Löhne steigen ebenfalls. In Phase zwei merkt man aber die Preissteigerungen, denn der Zins und Zinseszinseffekt ist exponentiell. So langsam aber sicher können Lohnsteigerung und Wirtschaftswachstum nicht mehr mithalten, das nennt man dann Inflation. In Phase drei beschleunigt sich die Inflation immer schneller. In immer kürzeren Abständen kommt es zu immer höheren Preissteigerungen. Das Ende der Geschichte ist meistens eine Währungsreform. Es gibt aber auch alternative Möglichkeiten, die aber letztendlich alle auf dem Rücken des Endverbrauchers ausgetragen werden. Massive Geldentwertung. Arbeitslosigkeit. Armut. Unruhen. Rechtsextremismus. etc. Die Politik wird Schuldige präsentieren (z.B. Ukrainekrieg) denn das verstehen die Menschen noch. Aber die wahren Gründe sind allein dem Geldsystem immanent. Verschuldung, Zinsen und Zinseszinsen.

Darum war der US Dollar bis 1973 an Gold gebunden. So war er gedeckt. So war Substanz hinter der Währung. Darum wurden Münzen im Mittelalter in Gold geprägt. Nach dem Auflösen des Goldstandards basieren die Währungen nur noch auf Vertrauen. Der Innere Wert des Geldes entspricht heutzutage letztentlich dem Papier auf dem es gedruckt ist.

LG, Daniel
Leute,

genau so ist es.
Die Inflation wurde von Krall, Sinn und anderen Wirtschaftswissenschaftlern für 2019 erwartet. Diese gestandenen Wirtschaftler wurden stark und unprofessionell angegriffen, weil lange nichts passiert ist. Sie mussten natürlich Recht behalten. Meine Interpretation: Die Inflation kam damals nicht, weil China billige Waren nach Europa geschwemmt hat. Deswegen blieben die Preise unter Kontrolle. Das Problem der Geldmenge durch die EZB/Fed blieb so verborgen musste aber irgendwann doch durchbrechen.

Was mir nicht klar ist, ist die Geschichte mit dem Zins und Zinseszins. Simpel gesagt soll Geld ja Sachwerte präsentieren. Geld wird durch Zins exponentiell erzeugt und durch Inflation exponentiell entwertet. Es ist ein intrinsisch instabiles System, das eben geregelt werden muss. Dafür gibt es die Bundesbank/EZB. Die Grundlage sind Sachwerte, und diese können aber auch erzeugt oder abgenutzt und verbraucht werden und müssen neu gekauft oder repariert werden. Das sollte doch eigentlich funktionieren. Wie geht das zusammen? Warum gibt es Probleme?

Gold ist jedoch kein stabiler Wert. Es ist essentiell wertlos. Man kann es nicht essen oder gar das Hinterteil damit abwischen. Wenn die Menschen nicht mehr an Gold glauben, verliert es automatisch an Wert und andere Dinge werden wertvoller. Zum Beispiel war früher Platin immer teurer als Gold. Es wurde als das edelste Metall angesehen. Heute ist Platin billiger als Gold. Komisch, nicht? Versteht das jemand hier?

Jedoch hat Gold das gleiche Problem wie die Kryptowährungen: Die Menge ist beschränkt und der Preis volatil. Goldwährung war i.O. solange Waren mit viel manueller Arbeit hergestellt wurden und die Bevölkerung nicht so stark wuchs (Es wird ja auch immer ein bisschen Gold gefördert). Da unsere Waren von Maschinen massenhaft produziert werden, kann man die Goldmenge nicht mehr ausreichend an den stark angestiegenen Warenverkehr anpassen. Das hat mit unter die Probleme vor dem schwarzen Freitag verursacht: Zuerst wurde die Geldmenge rigoros klein gehalten, um den Wert der Reichsmark gegen Gold nicht zu schmälern. Geld war Mangelware, Waren gabs im Überfluss, konnte man aber nicht kaufen. Die Reparationen für den 1. WK haben alles wesentlich verschärft: Menschen sind verhungert, die meisten Geschäfte mussten schließen, große Banken gingen pleite weil sie kein Geld mehr hatten. Dann hat igendwann die Reichsbank angefangen Geld ohne Grenzen gedruckt. Die Folgen sind bekannt.

Letztendlich ist unser gesamtes Wirtschafts- und Finanzsystem eine Angelegenheit des Glaubens, des Vertrauens. Es ist so stabil wie der Mensch stabil in seinem Verhalten ist. Ich finde dieses System deswegen gut, weil wir nichts Besseres haben und es funktionieren kann, wenn es gut gesteuert wird(!). Es ist eine Mischung aus Psychologie und Mechanik der Mengenerhaltung mit Transport, clever. Die Erfahrung von mehreren hundert, wenn nicht tausenden von Jahren stecken drin, das kann man nicht einfach wegwischen und durch eine vermeindlich bessere Lösung ersetzen. Immerhin funktioniert es wenigstens streckenweise. Es funktioniert nicht, wenn die Regeln mißachtet werden, was immer wieder passiert. So zahlen wir jetzt die Rechnung für den politisch gewollten Billigzins, von dem allerdings viele auch profitiert haben (z.B. Häuslebauer). Das Gesetz von Angebot und Nachfrage hat jedoch dafür gesorgt, dass die Immo-Preise dramatisch gewachsen sind. Der Billigzinseffekt war dann wieder weg. Hat Draghi das einkalkuliert?

Ehrlich: Viele Leute verdienen doch nicht wirklich das Geld, was sie monatlich überwiesen bekommen. Versucht mal als Selbstständige 5000€/Monat zu verdienen. Schauen wir doch mal das Heer an Beratern, Lobbyisten, Wirtschaftsprüfern, Verwaltungsmitarbeitern und Staatsdiener an. Die Meisten könnte man doch entbehren, oder? Deren Väter haben vielleicht noch als Fachkraft im Werk nützliche Maschinen produziert (Mehrwert). Jetzt fehlen angeblich diese fleißigen Fachkräfte plötzlich in weniger beliebten Branchen, wen wundert es. 50% eines Jahrganges soll studieren. Bildung ist ja immer gut, doch was studieren sie und welche Jobs werden sie dann verrichten? Logisch nur, dass Draghi - ehemaliger Goldman-Sachs Banker - die Geldlawine angeheizt hat. Es könnte jetzt zu einer Korrektur kommen.

Andererseits ist auch die Frage legitim, was wir denn mit so vielen Waren und Maschinen anfangen sollen, wenn man die jungen Leute wieder in die Produktion schicken würde. Durch moderne Produktionsmethoden entsteht oft auch Überproduktion. Sollen wir wieder zur Handarbeit zurückfallen?
 
Gold ist jedoch kein stabiler Wert. Es ist essentiell wertlos. Man kann es nicht essen oder gar das Hinterteil damit abwischen. Wenn die Menschen nicht mehr an Gold glauben, verliert es automatisch an Wert und andere Dinge werden wertvoller. Zum Beispiel war früher Platin immer teurer als Gold. Es wurde als das edelste Metall angesehen. Heute ist Platin billiger als Gold. Komisch, nicht? Versteht das jemand hier?

Ohne Vertrauen geht es nicht, auch mit Gold nicht, denn Gold kann man nicht essen.
Wobei ich hier widersprechen würde. Für Gold braucht es kein Vertrauen, denn dessen Wert kann nicht angezweifelt werden. Wie kann Gold an Wert verlieren? Dazu müsste es verrosten oder sich in z.B. Blei umwandeln..

Natürlich, streng genommen hat nichts materielles wirklich Wert. Man muss es immer in Relation setzen. z.B. hat Nahrung einen unersätzlichen Wert, aber nur wenn man extrem Arm ist und am verhungern ist. Oder Wasser in der Wüste.. So muss man auch Gold in Relation zum Fiatgeld setzen.

Gold mag kein stabiler Wert sein. Was ist schon strabil?.. ABER, es ist der stabilste Wert. Und es hat einen substanziellen Wert (Ganz im Gegensatz zu Cryptowährungen - darum auch gar nicht vergleichbar).

Gold hat sich geschichtlich gesehen in den Köpfen als wertvoll etabliert und ist als solches Weltweit bekannt und anerkannt wie nichts anderes (Platin war noch gänzlich unbekannt, als Gold unlängst bei den Inkas, Azteken und Ägyptern seine Blütezeit hatte). Jeder kennt Gold. Jeder kann es kaufen. Damals gab es einen Anzug für eine Goldunze. Heute auch. Und morgen auch. Währungen kommen und gehen. Aber Gold bleibt und kann nicht wahllos vermehrt werden.

Und liebe Kinder, bitte nicht nachmachen! Gold soll man natürlich nicht essen!
Aber es wird viel einfacher sein es in Essen einzutauschen als stark inflationierte Banknoten.
Jetzt verstanden?

LG, Daniel
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
das ist eigentlich eine gute Zusammenfassung der Lage mit den richtigen Fragen. Auf die Meisten gibt es natürlich nur unzureichende oder unbefriedigende Antworten, würde ich sagen.
Erstens muss man sich klar machen, dass es mit der Steuerung der ökonomischen Kennzahlen so eine Sache ist. Der Exporteur möchte einen eher etwas schwächeren Euro, der Importeur das Gegenteil. Der schon erwähnte Hausbauer wünscht sich niedrige Zinsen, der Sparer hätte gerne hohe Zinsen und so arbeitet jeder wirtschaftliche Akteur auf seine Ziele hin und sorgt für eine schwer absehbare Gesamtentwicklung. Für regulierende Kräfte gilt es dann vor allem dafür zu sorgen, dass das System nicht kippt. Problematisch ist dabei die Frage wann man eingreifen soll, welche Kennzahlenwerte das Ziel sein sollen und welche Maßnahmen dieses Ziel möglichst gut treffen. Außerdem versucht jeder Akteur (Regulierer wie Marktteilnehmer) die zukünftige Entwicklung mit einzubeziehen. Eine schwere Aufgabe.
Derzeit erleben wir eine Situation, in der ein ganzer Schwung von Unwägbarkeiten die Volkswirtschaften verunsichert. Das Klima wandelt sich. Wie hoch werden die Kosten für die Schäden sein? Wie werden die Versuche, der Entwicklung entgegenzuwirken sich auswirken? Ähnliches gilt für die Pandemie(folgen) und den Krieg in der Ukraine. Derzeit wartet man (im Wesentlichen) ab, wie sich die Dinge entwickeln.

Heute ist Platin billiger als Gold. Komisch, nicht? Versteht das jemand hier?
Das ist ja eigentlich ein recht einfacher Zusammenhang. Zunächst mal sind weder Gold noch Platin als Material wertlos. Gold wird gerne z.B. für Beschichtungen eingesetzt, da es nicht Oxidiert. Auch Platin wird sehr wohl in der Fertigung benutzt. In Katalysatoren z.B., so weit ich weiß. Beide Metalle werden auch in der Schmuckindustrie verarbeitet. Also gibt es nicht nur die rein spekulative Nachfrage und der Wert bestimmt sich nicht aus der Seltenheit des Vorkommens, sondern aus der Knappheit in Bezug auf die Nachfrage.
Wenn jetzt die Schmuckindustrie schwächelt, dann sinkt die Nachfrage und damit der Preis. Das sehen auch die Anleger und verzichten auf den Zukauf der Metalle. Der Preis sinkt also. Und derzeit scheint Platin - weswegen auch immer - besonders wenig gebraucht zu werden (Ich überlege direkt ein bisschen zu kaufen...).
Wie immer kommt aber irgendwann der Punkt, wo ein Rohstoff so günstig eingekauft werden kann, dass sich die Produktion mit ihm wieder lohnt. Platinschmuck und andere Produkte mit Platin sind dann nicht mehr so teuer und werden verstärkt nachgefragt. Der Platinpreis zuckt leicht nach oben und das führt auch zu einer Nachfrage als Geldanlage.

Und da ich es immer schreibe und hier schon wieder von den gierigen Händlern gesprochen wird:
Ich arbeite für einen Händler. Mein Chef ist nicht glücklich über die Preisentwicklung. Er muss die Preise erhöhen, weil er seine Mitarbeiter und die Pacht für das Geschäft bezahlen muss und die Hersteller die Kosten erhöhen mussten. Die Kunden sind darüber sehr sauer und kaufen weniger. Zur Gewinnmaximierung beliebig erhöhen kann er die Preise auch nicht, weil dann die Konkurrenz viel billiger wird und keiner mehr bei ihm kauft.
Die Händler hätten lieber so weiter gemacht, wie bisher.

Gruß
Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, siehe oben. Wenn man es nicht braucht, verliert es an Wert.

Und liebe Kinder, bitte nicht nachmachen. Gold soll man natürlich nicht essen!
Liebe Kinder: esst gerne so viel Gold wie ihr mögt. Gold zu essen hat bekanntermaßen keine negativen Auswirkungen. Für die Erwachsenen empfehle ich einen Schluck Danziger Goldwasser. Das Blattgold darin kann man ruhig mittrinken.
Gruß
Sebastian
 
Na ja, siehe oben. Wenn man es nicht braucht, verliert es an Wert.
Siehe auch oben, ich hatte noch weiter geschrieben als du bereits gepostet hattest..
Gold wird aber gebraucht. Es dient weltweit als Inflationsschutz und Wertspeicher Nr. 1. Verliert Euro oder Dollar an Wert, kauft man Aktien. Verlieren die an Wert, kauft man Häuser. Werden diese sehr teuer und die Immobilienblase droht zu platzen, kauft man spätestens dann Gold - zuvor vielleicht noch den schweizer Franken. Auch in der Schmuckindustrie ist Gold die Nr. 1. Auch in der Industrie wird Gold kontinuierlich verbraucht. Es wird auch nur dann gefördert, wenn der Preis hoch genug ist. Ist es zu billig, lohnt die Förderung nicht. So kann es also nicht "zu viel" werden. In wirklichkeit wird Gold auch gar nicht billiger oder teurer, sondern an der Goldunze wird der Wert des Dollar abgebildet. Verliert der Dollar an Wert (wegen der Inflation), so muss mehr davon aufgebracht werden, um eine Goldunze zu kaufen. Gold dient als "Goldstandard" für die Währungen.

LG, Daniel
 
Daniel, Gold ist zwar ein sehr beständiges Metall, sein Preis (Wert) aber nicht unbedingt.
Er bildet sich nämlich, wie bei fast allen Sachen, die man kaufen kann, durch Angebot und Nachfrage.
Rückblickend kann man zwar sagen, dass es selten ein Fehler war, auf Gold zu setzen, aber ob das für immer so bleiben wird, kann niemand mit absoluter Sicherheit sagen.

Überleg, was passiert, wenn morgen eine billig herzustellende technische Alternative erfunden wird. Knapp 10 % Nachfrage wären weg.
Überleg, was passiert, wenn es -aus welchen Gründen auch immer- auf einmal verpönt wäre, Goldschmuck zu tragen. Die Hälfte der Nachfrage wäre weg, und das Angebot würde explodieren.

OK, beide Beispiele sind nicht besonders wahrscheinlich, ich führe sie nur stellvertretend für alles an, was passieren kann.
Denn heute passieren Dinge, die wir gestern nicht für möglich oder wahrscheinlich gehalten haben. Was kommt morgen?

Prognosen sind immer schwierig, vor Allem dann, wenn es um Zukunft geht….

CS

Dietmar
 
Nein, immer noch nicht. Zumindest nicht ganz. Bei allem wird ja stillscheigend vorrausgesetzt, dass es noch zumindest einen Rest gesellschafltiche Ordnung gibt, so dass Handel in halbwegs geregelten Bahnen funktioniert. Dann ist aber auch alles mögliche andere von Wert, ein Haus als Dachüberm Kopf,, ein Auto (z.B: als Transport- od. Forbewegungsmittel), Werkzeug, Maschinen, Computer, aber auch immaterielles wie Wissen, Bildung. etc.
Gibt es keine Ordnung mehr, kann einfach jemand dir eins überziehen und dir dein Gold (und alles andere natürlich auch) wegnehmen.
 
Hinzuzufügen ware noch, dass Gold dem Privatmenschen leider in Krisenzeiten nicht sehr hilft, denn das erste, was Regierungen machen, ist den Goldverkauf zu verbieten oder stark zu besteuern oder das Gold einfach zu beschlagnahmen, so geschehen im 1. WK. Goldbesitz war in den USA bis in die 70er sogar verboten! Transport ist ein Problem auf Grund des hohen spezifischen Gewichts und seiner verräterischen Farbe. Wenn man mal fliehen muss, ist es gefährlich größere Mengen an Gold mit zu nehmen. Außerdem ist der Verkauf schwierig, wenn man die Echtheit nicht nachweisen kann. Anti-Geldwäschegesetze zwingen ein noch dazu, die Herkunft nachzuweisen. In guten Zeiten ist Gold billig und man bezahlt teure Lagerkosten wohingegen man mit dafür gekauften Anlagen Geld verdienen könnte. In oder nach Krisenzeiten (ohne Krieg) ist es wahrscheinlich nützlich, wenn man es schafft, seinen Schatz über die Krise zu bringen. Im Krieg ist es wohl eher eine Last.

Was meint Ihr dazu? Ist Gold wirklich ein sinnvolles Vehikel sein hart erarbeitetes Vermögen zu retten?

Ehrlich gesagt hätte ich lieber von 2 Jahren ein paar Astro-Kameras gekauft, und jetzt wieder verkauft. Das hätte den Inflationverlust des investierten Vermögens wenigstens gemildert, oder?
 
Ich tendiere da eher zu dem Spruch, don't put all your eggs in one basket. Wenn Bargeld zu Hause, dann bitte unterschiedliche Währung, wie Euro und USD. Wenn Bankkonto, dann bitte Konten in unterschiedlichen Ländern, und da auch bitte unterschiedliche Währung. Dann kann man immer von dem Konto nehmen, das gerade einen guten Kurs hat. Wenn Immobilien, dann auch nicht 2 in einem Land. Gold finde ich auch nicht schlecht als Sicherheit, obwohl ich das bisher nicht habe wenn dann aber in weltweit bekannten Formen, wie dem Krüger Rand oder so etwas.
 
Nein, immer noch nicht. Zumindest nicht ganz. Bei allem wird ja stillscheigend vorrausgesetzt, dass es noch zumindest einen Rest gesellschafltiche Ordnung gibt, so dass Handel in halbwegs geregelten Bahnen funktioniert. Dann ist aber auch alles mögliche andere von Wert, ein Haus als Dachüberm Kopf,, ein Auto (z.B: als Transport- od. Forbewegungsmittel), Werkzeug, Maschinen, Computer, aber auch immaterielles wie Wissen, Bildung. etc.
Gibt es keine Ordnung mehr, kann einfach jemand dir eins überziehen und dir dein Gold (und alles andere natürlich auch) wegnehmen.
Es muss ja nicht zum Äussersten kommen, das stimmt schon. Aber zunehmende Unruhen sind sehr wahrscheinlich. Wie z.B. in FR mit den Gelbwesten. Ich war vor ca. 3 Jahren auf dem Champ Elysee, das war nicht schön. Viele Schaufenster mit Brettern vernagelt. Ist ja nur ein Beispiel.
Ja es stimmt auch, dass alles mögliche Wert hat. Aber ein Haus ist immobil, Gold nicht. Goldunzen kann man jederzeit als Zahlungsmittel verwenden, Werkzeug, Maschinen, Computer eher nicht.. Wissen und Bildung spielen keine Rolle in Krisesnzeiten. Es sind dann Luxusgüter genau so wie Gemälde, Wein etc.

inzuzufügen ware noch, dass Gold dem Privatmenschen leider in Krisenzeiten nicht sehr hilft, denn das erste, was Regierungen machen, ist den Goldverkauf zu verbieten oder stark zu besteuern oder das Gold einfach zu beschlagnahmen
Ist nicht unmöglich aber in der heutigen Zeit viel schwerer umzusetzen wie damals. Ausserdem musst du ja nicht damit prahlen, dass du was hast..

Die Echtheit lässt sich übrigens relativ leicht nachweisen. Da gibt es Methoden.

Transport ist ein Problem auf Grund des hohen spezifischen Gewichts und seiner verräterischen Farbe. Wenn man mal fliehen muss, ist es gefährlich größere Mengen an Gold mit zu nehmen.
Ok, dann musst du aber schon mindestens einen Kilobarren haben :cool: Und wenn man fliehen muss, dann ist so wie so Schicht im Schacht.. So weit wird es (hoffentlich) nicht kommen.

Anti-Geldwäschegesetze zwingen ein noch dazu, die Herkunft nachzuweisen.
Und. Hast du es etwa geklaut?

In guten Zeiten ist Gold billig und man bezahlt teure Lagerkosten
Das ist eine sehr pauschale Aussage. Es hängt doch davon ab wo du es lagerst.

..aber fuetti, wenn du Fiatmoney so toll findest, dann behalte es doch. Wirst ja sehen was du in einem Jahr noch dafür im Vergleich zu heute kaufen kannst. Und in zwei Jahren usw.. Und wenn die Inflation immehr mehr und mehr zunimmt. Die Börsen crashen. Arbeitslosigkeit zunimmt und sich die Leute grosse Sorgen um ihr Erspartes machen, dann möchte ich sehen wer dann noch interesse hat teure Astrokameras zu kaufen..

Wenn Bargeld zu Hause, dann bitte unterschiedliche Währung, wie Euro und USD. Wenn Bankkonto, dann bitte Konten in unterschiedlichen Ländern, und da auch bitte unterschiedliche Währung.
Problem dabei ist, dass es alles Währungen sind die allesamt der Inflation ausgesetzt sind, wie bereits erläutert. Dann mag es sein, dass du in den Dollar und in CHF investiert hast. Und es mag sein, dass der Euro z.B. im nächsten Jahr 10% an Kaufkraft verliert und der Dollar "nur" 8% und CHF "nur" 5%. Trotz dem hast du dann mindestens 5% verloren.

Dann kann man immer von dem Konto nehmen, das gerade einen guten Kurs hat.
"Guter Kurs" bedeutet aber immer nur relativ zu einer anderen Währung.
Was aber hilft dir Diversifikation, wenn alle Währungen mehr oder weniger an Kaufkraft verlieren?

LG, Daniel
 
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