Neues 102mm F11 ED Doublet auf dem Level eines erstklassigen F8 Triplets.

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Hallo Gerd, wenn das Ronchi so "weich" rüber kommt ohne Kontrast dann ist es SA höherer Ordnung. Sehe ich das so richtig?

Mfg,Kurt

Hallo Kurt,

wie Olli schon schrieb erkennt man SA höherer Ordnung beim Ronchitest an einer leichten Welligkeit der Linien.
Hier mal eine Kurzanleitung.


Zonenfehler stellen SA höherer Ordnung dar, auch die dort extra aufgeführten Spezialfälle
Zentraler Berg/Delle und Abgesunkene Kante.

Ronchiokulare gibt es zb. bei Gerd Neumann mit 10L/mm und 5L/mm.
Die 10L/mm sind für Öffnungszahlen um F5 besonders gut geeignet.
Für Langsame Optiken mit Öffnungszahlen um F10 würden ich 5L/mm empfehlen.

Grüße Gerd
 
Was mich mal interessieren würde,...
Wie würde ein Vergleich ausfallen, zwischen dem Skywatcher Esprit NPN Triplett 150 F/7 gegen den TS SD Doublet 150 F/8.
 
Hallo Olli,

da gibt es schon noch einen spürbaren Unterschied.
Es gibt zum TS SD150F8 ja auch ein LSA Diagramm.


Das sekundäre Spektrum der Glaspaarung ist relativ gering und im Vergleich zu anderen SDs kann man da nicht meckern.
Von dem Extrem das die vom Kasai SD102F11 verwendete Glaspaarung erreicht ist man aber trotzdem weit entfernt.
Ich denke den Unterschied sieht man ja auch sehr deutlich beim Vergleich der LSA Diagramme.

Vermutlich steckt im TS SD150F8 die Paarung FPL53/ LAK7 mit der sich hier theoretisch ein RC Wert von 1,3 ergeben würde.
Praktisch haben wir es hier beim Design genau wie beim SD125 mit einer extremen Korrektur auf Blau zu tun die zur Folge hat das F hier kürzer fällt also e.
Das hat wiederrum zur folge das C dann umso weiter hinten liegt.
Da die Vorzeichen nicht in den RC Wert eingehen da ein Defokus extrafokal genau die gleiche Wirkung hat wie ein Defokus intrafokal und bei diesem Design C eben sehr weit hinten liegt ergibt sich bei diesem Design ein schlechterer RC Wert.
Das kann man aber mit einem Glasweg verbessern.

Das Esprit Triplett 150 F/7 dürfte eine deutlich bessere Korrektur des Farblängsfehlers haben.
Allerdings kann man bei F7 bei einem NPN Triplet den Gaußfehler nicht mehr vernachlässigen.
So ein 150F7 NPN Triplet dürfte einen Polystrehl von etwa 0,96 erreichen.
Ein 150F8 Doublet mit FPL53/ LAK7 könnte theoretisch bei optimaler Lage der Schrittweiten zueinander etwa Polystrehl 0,92 erreichen.
Der TS SD150F8 wird da wegen seiner ungünstigeren Korrektur darunter liegen.
Mit Glasweg könnte aber auch er etwa Polystrehl 0,92 erreichen.

Grüße Gerd
 
Da hat TS beim 150er das LSA vom 125er reingepackt

Von dem Extrem das die vom Kasai SD102F11 verwendete Glaspaarung erreicht ist man aber trotzdem weit entfernt.
Das ist ja klar, keine Frage

Vermutlich steckt im TS SD150F8 die Paarung FPL53/ LAK7 mit der sich hier theoretisch ein RC Wert von 1,3 ergeben würde.
Was an sich ein hervorragender Wert ist, mein ED80 kommt angeblich auf das selbe.

Das kann man aber mit einem Glasweg verbessern.
Wenn man mal das richtige LSA zum 150er hätte, könnte man sogar anhand der 0,7 Zone selber nachrechnen, wieviel mm Glasweg N-BK7 bzw BaK4 man braucht für das Optimum.
Hätte 3 verachiedene zum Testen bei der Hand.

Das Esprit Triplett 150 F/7 dürfte eine deutlich bessere Korrektur des Farblängsfehlers haben.
Allerdings kann man bei F7 bei einem NPN Triplet den Gaußfehler nicht mehr vernachlässigen.
Wenn man nicht immer das eine gegen das andere tauschen müsste.
Also weiter auf ein 6" F/10 Doublet oder F/8 Triplett hoffen.

So ein 150F7 NPN Triplet dürfte einen Polystrehl von etwa 0,96 erreichen.
Ein 150F8 Doublet mit FPL53/ LAK7 könnte theoretisch bei optimaler Lage der Schrittweiten zueinander etwa Polystrehl 0,92 erreichen.
Beides eigentlich durchaus geil.
Man müsste beide mal Seite an Seite erwischen.
Oder Wolfi macht mal einen Test, der sitzt ja an der Quelle.

Der TS SD150F8 wird da wegen seiner ungünstigeren Korrektur darunter liegen.
Mit Glasweg könnte aber auch er etwa Polystrehl 0,92 erreichen.
Wenn mans weiß, kann man damit arbeiten.

Vielen Dank Gerd, für deine Einschätzung.


LG
Olli
 
Das auch mal an die Adresse der Leute die hier meinen es wäre kein Planetenspezialist weil er doch so klein ist und die hier bei förderlicher Vergrößerung noch nichts erkennen können weil die bei der Öffnung doch so gering sei.


Hallo zusammen!
Möchte mal zeigen was ein nur 60cm langer, kompakter kleiner Maksutov mit 6 Zoll gegenüber dem hier gepriesenem Zweilinser am Planeten so abbildet! Siehe dazu den #134 Beitrag, mit verlinktem Bild. Hier wie da, mit ASI 120 und Barlow ca. 2x
VG Frank

Vergleich Jupiter und Saturn.jpg
 
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Hallo zusammen!
Möchte mal zeigen was ein nur 60cm langer, kompakter kleiner Maksutov mit 6 Zoll gegenüber dem hier gepriesenem Zweilinser am Planeten so abbildet! Siehe dazu den #134 Beitrag, mit verlinktem Bild. Hier wie da, mit ASI 120 und Barlow ca. 2x
VG Frank

Den Anhang 279612 betrachten

Interessant, danke für das Bild Frank.

Im Beitrag #134 dieses Threads finde ich keinen Link zu einem Bild. Habe ich an der falschen Stelle gesucht?

Viele Grüße
Uwe
 
Hallo zusammen!
Möchte mal zeigen was ein nur 60cm langer, kompakter kleiner Maksutov mit 6 Zoll gegenüber dem hier gepriesenem Zweilinser am Planeten so abbildet! Siehe dazu den #134 Beitrag, mit verlinktem Bild. Hier wie da, mit ASI 120 und Barlow ca. 2x
VG Frank

Den Anhang 279612 betrachten


Ja sehr schöne Aufnahmen für 6“.
Allerdings sagen sie leider nicht viel zu den visuellen Möglichkeiten deines MAKs.
Der Knackpunkt ist hier die Kontrastschwelle unserer Augen.
Unser Augen benötigen nämlich einen Mindestkontrast um ein Detail wahrnehmen zu können.
Fällt der Kontrast zb. durch Obstruktion wie bei deinem MAK unter diese Kontrastschwelle so kann das Detail visuell nicht mehr wahrgenommen werden.
Das Auflösungsvermögen einer Optik mit Obstruktion sinkt daher für Details mit schwachem bis mittleren Objektkontras etwa auf das Level einer Optik ohne Obstruktion mit einer Öffnung die um den Durchmesser des FS geringer ist.
Das Auflösungsvermögen von hohen Kontrasten zb. beim Trennen eines Doppelsterns wo wir einen 100% Kontrast heller Stern auf schwarzem Grund haben bleibt aber unverändert.
Am Planeten herrschen bei den meisten Details aber schwache bis mittlere Kontraste vor.

Dein MAK wird daher mit geschätzt etwa 50mm Obstruktion bei den meisten Details am Planeten visuell nicht mehr zeigen als ein erstklassiger 100mm APO.

Bei Foto ist das aber ganz anders. Hier kann durch EBV der Kontrast stark angehoben werden so das hier durch die EBV Details sichtbar gemacht werden können die einem bei visueller Beobachtung verborgen bleiben.
Es wundert daher nicht das du fotografisch mit 150mm Öffnung am Planeten mehr rausholen kannst als mit 100mm möglich sind.
Visuell aber eben nicht.
Hier zeigt der 100mm APO in etwa das gleiche wie dein MAK.
Am erstklassigen APO kann visuell fast das Gleiche erreicht werden das hier auch mit Foto möglich ist.

Wenn es also um visuelle Beobachtung geht ist der hier angesprochene SD102 vergleichbare Fertigungsqualität vorausgesetzt genauso gut am Planeten wie dein 150mm MAK.
Wenn du behauptest das der SD 102 zur visuellen Planetenbeobachtung zu klein sei dann gilt das auch für deinen 150mm MAK denn Beide zeigen hier visuell ja etwa das Gleiche.

Grüße Gerd
 
Im Beitrag #134 dieses Threads finde ich keinen Link zu einem Bild. Habe ich an der falschen Stelle gesucht?
Hallo Uwe,
hier wurde so viel geschrieben....Sorry, #154 ist right :coffee: :cool:
da wirst du fündig und man kann beide Fotos via link speichern unter, ablegen und in Ruhe einen Vergleich anstellen. Der Nutzer im Link bezeichnet diesen Refraktor als nicht ganz farbrein und das schmälert die Auflösung und verschmiert das Bild wahrscheinlich?? Aber bei 4 Zoll beträgt das Auflösungsvermögen nur 1,3".
VG Frank
 
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Noch als kleine Anmerkung, die in #154 verlinkten Bilder entstanden von Neuseeland aus... Zitat: Kulminationshöhe bei Saturn etwas über 60° und bei Jupiter etwas drunter, da geht natürlich was.... Zitat Ende.

Warum nun Saturn dort höher steht als Jupiter, ist für das letzte Jahr merkwürdig?
Bei meinen Bildern betrug die Höhe von Saturn und Jupiter nur ein Drittel und weniger dieser Höhe am Großstadt Himmel! Habe auch noch das Heizkraftwerk Reuter vor der Nase.
VG Frank
 
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Hallo Frank,

na ja, du kannst unsere Horizonthöhen auf der Nordhalbkugel nicht auf Standorte der Südhalbkugel übertragen. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Hallo zusammen,

na wenn wir schon so in das Detail bei den Bildern mit dem ED102F11 gehen sollte unbedingt beachtet werden das der Besitzer schreibt das sie ganz gut das wiedergeben was er auch visuell damit sieht!

In meinem Gerät ist das Bild so scharf dass es knallt. Im verlinkten Cloudynights-Thread ist im Prinzip alles gesagt, hier aber nochmal zur Illustration zwei der Bilder die ich dem Gerät entlocken konnte und dort hochgeladen habe. Geben ganz gut wieder was visuell an Details damit geht, nur halt nicht ganz so hell.

Und das ist eben der große Unterschied von so einem ED zu einer Optik mit hoher Obstruktion wo eben visuell längst nicht das erreicht werden kann das so manch tolles Foto dank umfangreicher EBV zu zeigen vermag.

Im Übrigen beträgt das hier relevante Auflösungsvermögen von 102mm Öffnung 1,1“ und nicht 1,3" wie von Frank immer wieder falsch behauptet wird.
Es geht hier nicht um das Trennen von Doppelsternen mit einem bestimmten Grad worüber man sich dann auch trefflich streiten könnte welcher Grad nun als getrennt zu gelten hat.
Es geht um die Erkennbarkeit eines Details und das ist solange zu erkennen solange es noch einen Kontrast zu seiner Umgebung gibt.
Das ist bis zu einer Winkelauflösung von 113/D der Fall.
Das Daves Kriterium kommt diesem Punkt recht nahe.

Dawes-Kriterium – Wikipedia

Der 150mm Bosma MAK ist zwar kürzer aber dafür deutlich schwerer wie der ED102F11 und er ist aktuell auch deutlich teurer als dieser.
Der neue SD 102 und der Bosma 150 werden sich dann preislich vermutlich nicht viehl nehmen.
Mir wäre der SD aber lieber da er nicht so lange auskühlen muss und insgesamt auch weniger Probleme mit Tubusseeing macht.
Und auch bezüglich lokalem Seeing sollte der lange APO Vorteile haben.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
@Gerd
"Im Übrigen beträgt das hier relevante Auflösungsvermögen von 102mm Öffnung 1,1“ und nicht 1,3" wie von Frank immer wieder falsch behauptet"

Ich schätze Deine Beiträge hier wirklich, aber Du tust in diesem Fall so als bestünde keinerlei Zweifel das Du Recht hast. In unzähligen öffentlichen Quellen ist von 138/D die Rede, also bitte vorsichtiger argumentieren.
 
@Gerd
"Im Übrigen beträgt das hier relevante Auflösungsvermögen von 102mm Öffnung 1,1“ und nicht 1,3" wie von Frank immer wieder falsch behauptet"

Ich schätze Deine Beiträge hier wirklich, aber Du tust in diesem Fall so als bestünde keinerlei Zweifel das Du Recht hast. In unzähligen öffentlichen Quellen ist von 138/D die Rede, also bitte vorsichtiger argumentieren.

Na dass es da unterschiedliche Kriterien gibt sollte doch bekannt sein.


Ich habe ja auch ausdrücklich dazugeschrieben worauf ich mich da beziehe und ja die Grenzfrequenz der MTF berechnet sich zu
Lambda/D in Radiant.
In Bogensekunden sind es demnach
206265 x Lambda / D
Das ergibt für 0,00055mm Wellenlänge 206265 x 0,00055mm / D
= 113,44/D.
Das einige Leute inkorrekter Weise wenn sie eigentlich die Auflösung nach Rayleigh meinen vergessen das dann auch dazuzuschreiben ist nicht mein Fehler.
Man kann nicht einfach einen Spezialfall der für einen bestimmten Grad bei der Trennung von Doppelsternen von Interesse ist annehmen und dann so tun als wäre das die Auflösung schlechthin ohne irgendwie kenntlich zu machen das man sich auf einen Spezialfall bezieht.
Das erweckt nun mal einen ganz falschen Eindruck.

Grüße Gerd
 
  • Das Rayleigh-Kriterium folgt aus der Beugungstheorie: Zwei Objekte können getrennt beobachtet werden, wenn das Maximum des einen Objekt in das erste Beugungsminimum des zweiten fällt. Für ein Doppelsternsystem entspricht dies dem Anblick einer 8. Aus der Beugungstheorie ergibt sich für eine Wellenlänge von 550 Nanometer (also bei der höchsten Empfindlichkeit des menschlichen Auges): Auflösungsvermögen in Winkelsekunden = 138 / Öffnung in mm. Ein Teleskop mit 100mm-Öffnung sieht also ein Doppelsternsystem mit 1,38" Abstand der beiden Komponenten als 8.
  • Das Dawes-Kriterium ist eine empirische Formel, die auf Beobachtungen beruht. Demnach kann man einen Stern auch dann noch als Doppelstern identifizieren, wenn er oval aussieht, also eher wie eine 0 statt einer 8. Aus der Erfahrung ergibt sich so das Auflösungsvermögen folgendermaßen: Auflösungsvermögen in Winkelsekunden = 117 / Öffnung in mm. Das 100-Millimeter-Teleskop würde also einen Doppelstern mit 1,17" als ovales Objekt darstellen.
Hier kann sich nun ein jeder denken was er möchte!

Na vielleicht versucht du das mit dem unter den Arm klemmen mit dem Refi einfach mal längs und nicht quer.
Dann klappt’s auch mit der Tür. ;)
Diese Überlegungen sind beim Mak nicht nötig! Da muß ich nix versuchen. Das klappt längs und quer!:giggle:
Ich vergaß zu erwähnen, das ich mit dem mak unterm Arm in jeder Tür, mich drehen und wenden kann ohne den okularauszug abzuschlagen oder die Objektivseite anzudengeln.
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Das Rayleigh-Kriterium folgt aus der Beugungstheorie
Eigentlich nutzt es nur Begrifflichkeiten derselben zur eigenen Definition
  • Zwei Objekte können getrennt beobachtet werden, wenn das Maximum des einen Objekt in das erste Beugungsminimum des zweiten fällt.
Und nutzt ein absolut willkürliche gesetztes Kriterium als Grenze. Es hätte damals genauso gut eine 2/3 Überlappung gewählt worden sein können
  • Das Dawes-Kriterium ist eine empirische Formel, die auf Beobachtungen beruht.
Und ist damit wesentlich weniger willkürlich
Hier kann sich nun ein jeder denken was er möchte!
jop, oder schlicht selbst beobachten.
Fakt ist, ein 120mm Gerät kann ganz klar Details von sicher unter einer Bogensekunde zeigen.
Nach Dawes möglich, nach Rayleigh nicht.
Oder Moment, da gings um Doppelsterne, nicht um Oberflächendetails von Himmelskörpern...

LG
Olli
 
Ein guter Mak (z.B. Orion UK 140) ist visuell einem Apo ebenbürtig, für mich visuell eines der besten Systeme. Beim Apo stimmt eben auch das Feeling, wir reden hier von Hobby und Spaß und subjektivem Empfinden.

Neben den genannten Vorteilen (Preis, Baulänge) hat der Mak sytembedingt auch Nachteile, z.B. ggf. Tagblindheit, kleine Sehfelder und bei der Sonnenbeaobachtung kein Herschelprisma möglich. Kann und soll jeder für sich abwägen, es soll auch Leute mit mehr als einem Teleskop geben.
 
Im Übrigen beträgt das hier relevante Auflösungsvermögen von 102mm Öffnung 1,3“ und nicht 1,1" wie von Gerd D. immer wieder falsch behauptet wird.
VG Frank
sehe ich in diesem speziellen Punkt (Das Jupiterbild) nicht so. Oberflächendetails auf einer Planetenoberfläche haben jetzt nicht soo viel mit der Trennung zweier überlappender Airydiscs zu tun.
Ganz streng nach Rayleigh bräuchte man als Minimum einen 8 Zöller um die Cassiniteilung (0,7") aufzulösen. Dass das Blödsinn ist sollte jedem klar sein.

LG
Olli
 
Im Übrigen beträgt das hier relevante Auflösungsvermögen von 102mm Öffnung 1,3“ und nicht 1,1" wie von Gerd D. immer wieder falsch behauptet wird.
VG Frank

Es schadet nicht sich auch mal etwas weiterzubilden.
Ich empfehle das Buch Rutten und na Venrooij Telescope Optics S.211 Kapitel 18. Insbesondere Formel 18.1.3 und das Beispiel für 100mm Öffnung 18.1.4.
Es lautet
SA = 206265 x 5,55 x 10^-4) / 100 = 1,14 arcseconds.
Der Autor hat es dir dort also freundlicherweise schon mal für 100mm Öffnung vorgerechnet.

Grüße Gerd
 
Ich vergaß zu erwähnen, das ich mit dem mak unterm Arm in jeder Tür, mich drehen und wenden kann ohne den okularauszug abzuschlagen oder die Objektivseite anzudengeln.

Na ja es hat halt jeder so seine Gepflogenheiten.
Ich Pflege üblicherweise durch eine Tür zu gehen ohne Pirouetten dabei zu drehen.
Wahrscheinlich komme ich deswegen mit meinem 150mmn F8 Planetennewton der ist immerhin 1100mm lang und wiegt knapp 7kg ganz gut klar ohne anzuecken.
Ich Klemm mir den aber nicht untern Arm sondern trage den mit dem Griff den ich mir dafür an den beiden Rohrschellen befestigt habe.
Da werd ich doch wohl mit dem nur 1000mm kurzen ;) deutlich dünner und leichteren ED oder SD 102F11 klar kommen.

Etwas umständlicher ist da schon der dicke Tubus von meinem 200mm F6 Dobson.
Der ist auch rund 1100mm lang aber mit 260mm Tubusdurchmesser schon ein ordentlicher Brummer im Vergleich zu dem 150mm.
Da muss ich schon etwas aufpassen wenn ich mit dem "Dicken" durch die Tür gehe
Aber was sollen denn die sagen die einen 12“ F5 oder so haben.
Na je wenn du schon bei 102mm Öffnung mit gerade mal 1m Tubuslänge heulst weil du Probleme mit deinen Pirouetten hast mag das ja wirklich nix für dich sein aber es gibt auch Leute die sind da ganz andere Kaliber gewöhnt.
Und die kommen spielend mit so nem im Vergleich doch geradezu handlichen 102F11 APO zurecht.

Grüße Gerd
 
sehe ich in diesem speziellen Punkt (Das Jupiterbild) nicht so. Oberflächendetails auf einer Planetenoberfläche haben jetzt nicht soo viel mit der Trennung zweier überlappender Airydiscs zu tun.
Ganz streng nach Rayleigh bräuchte man als Minimum einen 8 Zöller um die Cassiniteilung (0,7") aufzulösen. Dass das Blödsinn ist sollte jedem klar sein.

LG
Olli
naja, vielleicht haben ja alle aus ihrer Sicht nicht unrecht, ich finde man sollte da etwas toleranter sein und nicht Andere indirekt als Deppen oder Sturköpfe hinstellen...
Und wenn es um die Cassini-Teilung geht: Giovanni Cassini hat die nach ihm benannte Teilung 1675 mit einem 63 mm-Telekop gesehen...
 
naja, vielleicht haben ja alle aus ihrer Sicht nicht unrecht, ich finde man sollte da etwas toleranter sein und nicht Andere indirekt als Deppen oder Sturköpfe hinstellen...
deswegen habe ich ja begründet, warum ich IN DIESEM Fall anderer Meinung bin, klar, freundlich bleiben ist immer ne gute Sache.

Und wenn es um die Cassini-Teilung geht: Giovanni Cassini hat die nach ihm benannte Teilung 1675 mit einem 63 mm-Telekop gesehen...
Jup, das ists halt, Teleskope können Details zeigen, die teils deutlich unter dem Dawes oder Rayleigh Kriterium liegen, auareichend Kontrast zum übertragen vorrausgesetzt, denn beide beziehen sich nur auf ganz bestimmte Fälle.
Die Cassiniteilung war auch 1675 nicht größer. Ich beobachte zB mit 120mm Penumbra Filamente im Weißlicht, die gehen ne ganze ecke unter 1" teils bis 0,5".
Aber gerade weil es da massiv um den übertragenen Kontrast geht könnte ich mir gut vorstellen dass ein 127mm Mak die Penumbrafilamente evtl nicht zeigt.
Auch einer der Gründe, warum Apos in bestimmten Anwendungen nicht ganz so groß sein müssen wie die obstruierten Gesellen.
Ich gehöre aber auch zu den Menschen die beides haben, aus gutem Grund.

LG
Olli
 
Frage: Weil dort der Begriff "Standards" auftaucht - welche Industrienormen werden da eigentlich angewandt? Das hat mich immer schon einmal interessiert, es gibt ja eine ganze Reihe davon, aber was passt hier zum Thema?

Besten Gruß,
Stefan Korth
Darf ich hierzu noch eine Antwort erwarten?

Es werden hier ja sehr detailliert Prüf- und Testmethoden beschrieben, auch Testkriterien werden benannt - aber hat den irgendwer irgendwelche Industrienormen zur Hand, die es zulassen, den Begriff "Standard" in diesem technischen Umfeld auch mit Substanz zu füllen?

CS,
Stefan Korth
 
Hallo Stefan,

ich denke eine konkrete Industrienorm wirst du im Bereich Prüfung von Amateurteleskopen nicht finden.
Dazu ist das Thema zu speziell und zu exotisch als das da irgendeine Kommission eine DIN oder ISO dazu festlegt hätte.
Das ist letztlich wieder so eine typisch deutsche Sache.
Mit unserer Reglungswut meinen wir wohl das jede noch so exotische Sache gefälligst bis ins kleinste nach amtlich festgelegten Normen zu erfolgen hat.
Das ist aber Unfug.
Man kann schlicht und ergreifend nicht alles bis ins kleinste mit irgendwelchen amtlichen Normen regeln.
Dazu ist die Welt einfach zu mannigfaltig als das man für jeden noch so exotische Fall gleich ne maßgeschneiderte DIN dazu parat hat.

Es gibt auch Normen die sich anhand von über viele Jahre entwickelten Fachwissens in so einem speziellen Fachgebiet bilden ohne dass da gleich eine Kommission eine amtliche DIN oder ISO daraus gemacht hätte.
Es gibt ja auch ungeschriebene Gesetze die man befolgt ohne das da ein Gesetzgeber tätig war und da alles bis in kleinste festgelegt und amtlich gemacht hat.

In so speziellen Fällen wie dem prüfen von Amateurteleskopen läuft das eher wie in der Wissenschaft.
Wer in der Wissenschaft Forschungsergebnisse vorlegt die in in der Fachwelt anerkannt werden sollen der muss sich bei seiner Forschung an eine Vorgehensweise halten die in dem Fachgebiet anerkannt ist.
Was anerkannt ist legt aber keine Kommission amtlich fest sondern das bildet sich unter Fachkollegen heraus.
Einer Kommission die das extra amtlich festlegt bedarf es da meistens nicht.

Grüße Gerd
 
Hallo Olli,

doch, die Penumbrafilamente gehen mit einem 127er Mak. Am 12.09. habe ich sie ganz locker mit meinem
ETX127 beobachtet vormittags bei fast stehender Luft (AR3098).

Gruß Michael
 
Hallo Stefan,

ich denke eine konkrete Industrienorm wirst du im Bereich Prüfung von Amateurteleskopen nicht finden.
In der Tat, ist mir auch nicht gelungen. Es gibt zwar Industrienormen für Ferngläser und Spektive (dort werden auch Teleskope erwähnt), aber auf die Fernoptiken, wie sie Sternfreunde verwenden, bin ich da nicht gestoßen.
Dazu ist das Thema zu speziell und zu exotisch als das da irgendeine Kommission eine DIN oder ISO dazu festlegt hätte.
Es gibt weitaus exotischere Industrienormen, ich selber hatte über vier Jahre das Vergnügen, an der Erstellung einer ISO-Norm zur Reichweitenbestimmung von Nachtsichtkameras auf schnellen Seeschiffen mitzuwirken.
Das ist letztlich wieder so eine typisch deutsche Sache.
Nein, ist es nicht, ISO-Normen werden aus allen Himmelsrichtungen angestoßen und durchlaufen in ihrem Genehmigungsprozess auch global verteilte Gremien. Angeregt werden die Normen sehr oft von der Industrie, einerseits um eben gewisse Fertigungsstandards hochzuhalten (und sich von anderen abzugrenzen), andererseits aber auch, um Vergleichbarkeit und Mess-/Prüfmittel festzulegen.
Mit unserer Reglungswut meinen wir wohl das jede noch so exotische Sache gefälligst bis ins kleinste nach amtlich festgelegten Normen zu erfolgen hat.
Das ist aber Unfug.
Kann man so pauschal nicht sagen, kommt dann halt nur im Nachgang darauf an, wie man mit den Normen umgehen kann und was sie bringen.
Im Bereich professioneller Ferngläser sind Industrie- und Militärnormen oftmals ein Mindestkriterium bei der Zulassung zu Ausschreibungen.

Es gibt auch Normen die sich anhand von über viele Jahre entwickelten Fachwissens in so einem speziellen Fachgebiet bilden ohne dass da gleich eine Kommission eine amtliche DIN oder ISO daraus gemacht hätte.

Dann darf es sich nicht "Norm" nennen.
In so speziellen Fällen wie dem prüfen von Amateurteleskopen läuft das eher wie in der Wissenschaft.
Wer in der Wissenschaft Forschungsergebnisse vorlegt die in in der Fachwelt anerkannt werden sollen der muss sich bei seiner Forschung an eine Vorgehensweise halten die in dem Fachgebiet anerkannt ist.
Was anerkannt ist legt aber keine Kommission amtlich fest sondern das bildet sich unter Fachkollegen heraus.
Einer Kommission die das extra amtlich festlegt bedarf es da meistens nicht.
, Das Prüfen von Amateurteleskopen ist für mich nur bedingt eine Wissenschaft, sondern in erster Linie Messtechnik. Klar, es gibt auch Prüfmethoden, die ohne direkte Messungen auskommen, aber das Messen von Auflösungsvermögen, Sternabbildung und Farbfehlern erfolgt reproduzierbar mit Messtechnik (die im übrigen - so sie denn professionelle Ansprüche erfüllt - auch Industrienormen unterliegt). Wobei deren Verwendung dann natürlich auch fachgerecht erfolgen muss, ich kann mich noch an einen Fall erinnern, wobei ein Celestron 14 einmal von vier Prüfern mit vier deutlich unterschiedlichen Prüfberichten vor mir lag. Aber das ist eine andere Geschichte...

Was mir sonst noch so zum Thread einfällt:
- Als Kamingedanken finde ich die anfänglichen Gedankengänge interessant, die paar wenigen langbrennweitigen Fraunhofer und Apos, mit denen ich z.B. Doppelsterne beobachtet habe, waren sehr ansehnlich. Kann man unter den ganz oben genannten Voraussetzungen auf dem Reißbrett sicher noch besser machen - aber bauen wird einem das kaum einer. Die Vielzahl der Beobachter will nun einmal kurzbrennweitig. Und wem denn dann doch danach gelüstet, der wird auch mit der begrenzten Auswahl gut beobachten können. Alle anderen müssten sich mit Selbstbau behelfen.

CS,
Stefan
 
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