Skywatcher EQ8-R - Mängel

Er will keinen Mist, keine Probleme, Qualität, keinen Ärger, und meines unmaßgeblichen Erachtens nach beginnt die vage Erfüllung dieser Ansprüche gerade mal bei 10Micron & Co.
Naja, das gab's auch mal von Eckhard Alt zu bezahlbaren Preisen.

Und richtig,
Und ich gebe zu, es ist ein Jammer, dass man echt gutes Zeug nicht zum Chinapreis bekommt...
das waren keine Chinapreise, aber eben auch nicht 10Micon, ASA oder Software Bisque Preise ...

Wie stand doch wieder neulich in der Zeitung: Der Mittelstand ist in Gefahr.
Bei den Montierungen ist der leider weitgehend schon weg in Asien ... ;)
Gruss
 
Das soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich jetzt in das Licht gerückt werde - Will nichts ausgeben, aber die Eierlegendewollmilchsau haben.

Für mich ist das was eine EQ8-R leistet genau das richtige, mehr brauche ich nicht. Eine 10 Micron ist bei mir Perlen vor die Säue, und somit rausgeworfenes Geld. Es gibt mit Sicherheit genug EQ8/EQ8-R Nutzer, welche sie seit Jahren ohne Probleme einsetzen. Die Montierung ist sicher nicht das Nonplusultra, aber für einfache Zwecke sicher mehr als ausreichend. Vorausgesetzt, ist bekomme eine EQ8-R in dem Zustand, wie sie eigentlich auch sein sollte. Und mir kann jetzt keiner Erzählen, wenn ich keine Ausbesserungen mit Edding haben möchte, dann muss ich eine 12.000€ Montierung kaufen.
 
Das soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich jetzt in das Licht gerückt werde - Will nichts ausgeben, aber die Eierlegendewollmilchsau haben.
Nein, war von mir auch nicht böse gemeint, aber wie man sieht ist China derzeit offenbar nicht in der Lage, eine nicht wirklich billige 8er in neuem Zustand zu liefern.

Mein Statement bezog sich darauf, dass ich Dich hier als einen Kollegen kennengelernt habe, der will, dass das Zeug funktioniert. Und das habe ich bei Skywatcher Montierungen nicht wirklich immer so erlebt. Und iOptron ist auch nicht das Gelbe vom Ei, was Serienstreuung und tw. Mechanik anbelangt.

Insofern ist es das Fehlen eines guten Systems im mittleren Preisbereich, auch wenn Du das kaufen möchtest, dort ist nichts, was wirklich "tadellos" ist. Du hast seht hohe Ansprüche, auch an Dich selbst, denke ich, und da sitzen so manche Chinesen einfach nicht im selben Boot... ;)

Ich wünsche Dir, dass das mit der 8er ein vernünftiges Ende hat und Du ein gutes Teil bekommst. Und ich finde solche Lieferungen, wie Du sie bekommen hast, einfach letztklassig. Das muss ja nicht sein um das Geld.

lg
Niki
 
Man wird es nicht glauben, aber vor über drei Jahren habe ich eine AZ-EQ6 gekauft. Ich habe sie tadellos erhalten, und sie hat auch auf Anhieb perfekt funktioniert. Ich habe sie dann noch aus meinem Perfektionismus heraus bei CG5 optimieren lassen, was vielleicht gar nicht so notwendig war. Aber sie hat fette Geschütze wie ein 10" Newton, oder aktuell ein langes 155er Apo, sowie auch ein C11 perfekt getragen, wenn bei letzterem auch wirklich am oberen Limit. Diese Montierung ist für mich das zuverlässigste, was ich bisher von meinem Astrokram hatte. Nichts hat bisher so durchgehend und zuverlässig perfekt funktioniert, wie diese Montierung. Deswegen war mir klar, wenn eine größere kommen soll, dann auch von Skywatcher. Aber da habe ich wohl mittlerweile ein falsches Bild.

Nebenbei, damals sollte es ursprünglich eine CEM60 werden, anstatt einer AZ-EQ6. Soweit ich weiss, war die CEM60 damals auch etwas teurer. Jedenfalls hat mir damals der Händler die CEM60 ausgeschlagen. Er meinte, dass die einfach zu viele Reklamationen mit iOptron haben, und dass diese Montierungen oftmals nicht das Tragen können, was bei denen angegeben ist. Das mag heute wahrscheinlich sicher besser sein, das ist ja schon über drei Jahre her. Aber irgendwie hat sich das bei mir eingebrannt, und im Gegenzug hat sich die empfohlene AZ-EQ6 mehr als bewährt. Deswegen tu ich mich mit iOpthron etwas schwer, und dann noch mein oben verlinkter Bericht, der das ganze nicht besser macht.
 
Das wäre dann wohl die Fornax 52 GoTo wenn ich das richtig sehe. Auch wenn das 70er Jahr Design alles andere als ansprechend ist, so liest sich das auch recht hochwertig. Aber auch hier dieses externe Kabelgewirre. :sneaky: Aber ich google mal was es hierzu für Erfahrungen gibt. :y: Danke!
 
Das wäre dann wohl die Fornax 52 GoTo wenn ich das richtig sehe. Auch wenn das 70er Jahr Design alles andere als ansprechend ist, so liest sich das auch recht hochwertig. Aber auch hier dieses externe Kabelgewirre. :sneaky: Aber ich google mal was es hierzu für Erfahrungen gibt. :y: Danke!
Das ist i.d.T. dann auch wieder komplett Oldschool.
Ich frage mal so: Willst Du die eigentlich halbstationaer draussen lassen? Weil mit 35kg ist das Achskreuz der Fornax schon nicht mehr so trivial zu haendeln...

Ich rolle jetzt mal ein paar Baelle abseits des alltaeglichen Mainstreams in die Arena:

Hat irgendwer schon mal Erfahrungen mit den JTW-Mounts gemacht?


Weil vom Konzept her auch interessant.
CS
 
Und mir kann jetzt keiner Erzählen, wenn ich keine Ausbesserungen mit Edding haben möchte, dann muss ich eine 12.000€ Montierung kaufen.
Dane, das erzählt Dir keiner ernsthaft. Es wäre auch ziemlich absurd.

Mit Edding ausgebesserte Kratzer, verbogene USB-Buchsen usw. sind keine Ausstattungsmerkmale einer EQ8-R.
Was Du erlebst, ist ein Unfall, und worüber Du Dich ärgern darfst, ist der Umgang damit.

Es ist also kein konstruktives Problem. Nichts, was man der EQ8-R grundsätzlich anlasten könnte.

Wer eine EQ8-R ohne vertuschte Beschädigungen bekommt - und das ist der Normalfall - kann eine gut funktionierende Montierung vom oberen Ende der Mittelklasse erwarten. Mit einer im Moment ungeschlagenen Preisleistung.
Und das, obwohl die R seit Erscheinen rund 1000 € teurer geworden ist.

Blöd nur, dass es im Moment so gut wie keine zu kaufen gibt.

CS

Dietmar
 
Hat irgendwer schon mal Erfahrungen mit den JTW-Mounts gemacht?

Noch nie gehört.
Aber die Beschreibung lässt in jedem Fall aufhorchen.
75 Kg Tragfähigkeit, Absolutencoder, Edelstahlmechanik, WiFi, 2 zusätzliche Gewichte für unter 6000 €?
Basisversion für gut 3600 €?
Gefertigt in Europa?


Ein neuer Stern am Montierungshimmel?

CS

Dietmar
 
Das ist i.d.T. dann auch wieder komplett Oldschool.
Ich frage mal so: Willst Du die eigentlich halbstationaer draussen lassen? Weil mit 35kg ist das Achskreuz der Fornax schon nicht mehr so trivial zu haendeln...
Naja, ich habe noch keine Hütte. Das bedeutet, ich muss die Montierung immer abdecken. Wie man mir mal gesagt hat, ist das wegen der Feuchtigkeit nicht empfehlenswert, diese das ganze Jahr über immer abzudecken. Also würde ich die zwischen drinnen auch mal wieder reinholen, wenn man längere schlechte Wetterphasen angesagt sind. Also tragbar wäre von Vorteil, und das sind 35 Kilo definitiv nicht.

Dane, das erzählt Dir keiner ernsthaft. Es wäre auch ziemlich absurd.

Mit Edding ausgebesserte Kratzer, verbogene USB-Buchsen usw. sind keine Ausstattungsmerkmale einer EQ8-R.
Was Du erlebst, ist ein Unfall, und worüber Du Dich ärgern darfst, ist der Umgang damit.

Es ist also kein konstruktives Problem. Nichts, was man der EQ8-R grundsätzlich anlasten könnte.

Wer eine EQ8-R ohne vertuschte Beschädigungen bekommt - und das ist der Normalfall - kann eine gut funktionierende Montierung vom oberen Ende der Mittelklasse erwarten. Mit einer im Moment ungeschlagenen Preisleistung.
Und das, obwohl die R seit Erscheinen rund 1000 € teurer geworden ist.

Blöd nur, dass es im Moment so gut wie keine zu kaufen gibt.

CS

Dietmar
Das ist in der Tat blöd. Und wenn ich mich dazu entscheide, ein halbes Jahr zu warten, und dann wieder einen Murks bekomme, da bekomme ich echt Albträume davor.
 
och nie gehört.
Aber die Beschreibung lässt in jedem Fall aufhorchen.
75 Kg Tragfähigkeit, Absolutencoder, Edelstahlmechanik, WiFi, 2 zusätzliche Gewichte für unter 6000 €?
Basisversion für gut 3600 €?
Gefertigt in Europa?
Ein neuer Stern am Montierungshimmel?

Muss man sich erst mal anschauen.
So ganz blicke Ich da auch nicht ganz durch. Es scheint sich um ein aehnliches Konszept wie die Mesu200 zu handeln ( Mesu-Optics, Mesu Mount 200 ) die wiederum hat aber dem Vernehmen nach ein paar Tuecken (und ist von der Traglast eher ueberoptimistisch...).
Kommen aber beide aus den Niederlanden.
Was mir bei der P75 gefallen wuerde waere z.B. Onstep Kompatibilitaet (im Gegensatz zu proprietaerem Krempel, der irgendwann in der Obsolenz verschwindet) und zukueftig auch 24 Bit Encoderunterstuetzung im Closed-Loop Betrieb.
Das waere schon was.
Aber wie sich diese Friction Drives im Feld schlagen, muss man erst mal abwarten.

Gruss & CS

Addenum:
Hier fuer unseren Dan ein paar Denkanstoesse Richtung MESU200, um mal etwas Farbe in's Spiel zu bringen.


 
Zuletzt bearbeitet:
ja... diese Friction Drives sind vielleicht auch nicht ganz friktionsfrei...
Ach Niki, 10Micron ist doch sooooooooo 2015.

Spass beiseite: Die Friktionsantriebe haben wohl einen sehr guten RMS beim Nachfuehren, aber wenn die Fuhre nicht ausballanciert ist, dann rutscht der Laden i.d.T. Ruchzuck durch. Da muss man beim Auf- und Abbau wohl schon ziemlich aufpassen, sonst kracht es wohl.
Dafuer fuehren die mit einfacher Mechanik (direct drive eben, daher niedriger PE) fuer ueberschaubare Preise sehr, sehr praezise nach.

Sarah Wagner (vielleicht ein Begriff?) hat sich auch so ein Ding angeschafft und ihren TMB 152/1200 'draufgepackt ( Equipment that Sara Wager uses for astrophotography ). Vielleicht mal ueber den Tellerrand schauen, andere Eltern haben auch schoene Toechter ... ;)

Gruss & CS
 
Danke für die Links, aber ich weiß nicht, ob mit meinem Pech solche exotischen Montierungen eine gute Idee sind. Kann ich die überhaupt mit einer ASIAIR betreiben? Aber egal. Irgendwie machen mich die Alternativen nicht so an, und generell ist meine Motivation mittlerweile ziemlich tief im Keller. Eure Vorschläge und Diskussionen machen mich da auch schon ganz mürbe. Was ist für mich wirklich sinnvoll, was sorgt wieder für einen Problem-Thread von mir. Wer weiss das schon. :)

Vielleicht wird es auch mal langsam Zeit, das Hobby mit seinen ganzen miesen verpfuschten Problemen, und teuren Ausgaben endlich mal an den Nagel zu hängen. Wenn ich den ganzen Krempel verkaufe, kann ich es wenigstens in etwas Sinnvolleres investieren, was auch zuverlässig ist, und sogar echt mal Freude bereitet. (gelöscht durch die Moderation. Bitte Forenregeln bzgl. Netiquette beachten!)
Zudem ufert das hier auch etwas aus, was sicher auch etwas meine Schuld ist. Die Message heißt ja immer noch, wenn man sich eine EQ8-R bestellt, sollte man die vorher vom Händler prüfen lassen! :y:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Klar - dual 85er Tak Setup... :y:
Hab ich schon vor Jahren bewundert...

Alle Antriebe haben ihre Vor- und Nachteile. ASA machte auf direct, manche entdecken die Robotik, Reibantriebe gab es schon früher und liefen mal so, mal so, alles, was man richtig bedient und einrichtet, wird ganz gut tauglich sein, denke ich.

Reibantriebe müssen also auch beherrscht werden, so wie Du auch sagst. Tücken haben alle. :)

lg
Niki
 
Vielleicht wird es auch mal langsam Zeit, das Hobby mit seinen ganzen miesen verpfuschten Problemen, und teuren Ausgaben endlich mal an den Nagel zu hängen.
Quack. Häng Deine Vorstellung von einer perfekten Welt an den Nagel und wirf die EQ8 an. Sollen sie Dir einen Preisnachlass geben und gut is. Vielleicht ist sie ein hässliches Entlein aber sonst Spitze? Mach noch ein paar Dellen rein und Du hast nie mehr Angst um einen Kratzer. Das ist doch schon was...

lg
Niki
 
Niki, es ist wie im echten Leben: Auf die inneren Werte kommt es an. ;) Und ich weiss leider nicht, ob das hässliche Entlein auch wirklich Spitze ist, da ich leider nicht rein sehen kann. Aber eins weiss ich, wenn es das nicht ist, wozu eben das äußere Erscheinungsbild verleiten lässt ... Dann habe ich auch noch ein hässliches und behindertes Entlein, für das es aktuell nicht einmal Ersatzteile gibt. Einen leichten bitteren Beigeschmack hat das irgendwie schon. Also jedenfalls für mich. :unsure:
 
Ich hab bis zum P75 Beitrag gelesen und dachte sofort an die MESU-200, welche dann ja auch erwähnt wurde.
Irgendetwas ganz blödes war mit der MESU-200, weswegen es dann bei mir die 10M geworden ist.
Alte Beiträge von 2012 klingen Positiv und danach wirds recht ruhig um so ein günstiges Schwerlasttier :unsure:

Vielleicht kann unser Mitglied @Staring etwas zu seiner MESU Erfahrung sagen.
Zum Glück sind alle Händler, mit denen ich regelmäßig zu tun habe, kulant und haben technisch versiertes Personal, so dass (bis auf meine Mesu-Montierung, die ich mit 5k€ Verlust als „Defekt“ verkauft habe) alle Probleme bislang „abgefedert“ wurden.


Ich hab aber so ein bischen das Gefühl, das wir hier abdriften. Wenig Budget für 50Kg war ja die Ausgangslage.
Getragen werden sollen Rohre die auch in der 30Kg Klasse sehr gut aufgehoben sind.
Schau dir die CEM70 einfach nochmal genauer an. Alleine zwei Leute in unserem Stammtisch (<10 Mitglieder) nutzen sie und niemand beklagt sich.
Die RMS Zahlen können auch mit Italien und Korea mithalten. Ein Kommunikationsproblem mit ASIAIR gab es mal; frage heute mal nach was sich da ergeben hat (ZWO MA hat sich Remote verbunden...).
 
Quack. Häng Deine Vorstellung von einer perfekten Welt an den Nagel und wirf die EQ8 an. Sollen sie Dir einen Preisnachlass geben und gut is. Vielleicht ist sie ein hässliches Entlein aber sonst Spitze? Mach noch ein paar Dellen rein und Du hast nie mehr Angst um einen Kratzer. Das ist doch schon was...
Yep, was wohl das Vernuenftigste waere. Einfach mal austesten wie das Ding nachfuehrt. Wenn das Ding einen guten Rock'n'Roll spielt, dann handelt man sich fuer die Kratzer auf der Box einen Nachlass heraus und geht endlich tanzen.

Danke für die Links, aber ich weiß nicht, ob mit meinem Pech solche exotischen Montierungen eine gute Idee sind. Kann ich die überhaupt mit einer ASIAIR betreiben? Aber egal. Irgendwie machen mich die Alternativen nicht so an, und generell ist meine Motivation mittlerweile ziemlich tief im Keller. Eure Vorschläge und Diskussionen machen mich da auch schon ganz mürbe. Was ist für mich wirklich sinnvoll, was sorgt wieder für einen Problem-Thread von mir. Wer weiss das schon. :)

Naja, Du hast explizit nach mittelpreisigen Alternativen jenseits von Chinamassenware gefragt (zumindest habe Ich deine iOptron-Story so interpretiert) und Ich habe dir nach deinem RST Jitter-Abenteuer zwei (relativ) mittelpreisige Alternativen vorgeschlagen, die ganz konsequent alles in einen niedrigen RMS Fehler bei hoher Tragkraft investieren und dafuer jeden Schnickschnack weglassen.
Diese Montierungen werden von kleinen Manufakturen in der EU hergestellt und da kann man hinfahren und sich das anschauen und die kann man sogar anrufen/ anmailen wenn man Sorgen hat und da meldet sich sogar jemand.
Auch die WAM von AOKswiss funktioniert nach dem Prinzip (Friktionsantrieb, wenig PE und lange Standzeiten), aber die haben sich leider wei so viele aus dem mittelpreisigen Markt zurueckgezogen. Was wohl auch an den ueberzogenen Anspruechen der entsprechenden Kundschaft liegt ... ;)

@Raumfisch
Die MESU ist zweifellos ein exzentrisches Design. Meiner Erinnerung nach verwendet die MESU200 inzwischen Servo-Controller von Siderial Technologies, die verbaut meines Wissens auch Planewave. Die Anfangsphase der Montierung und danach die Umstellung auf die neuen Controller war wohl i.d.T. nicht ganz problemfrei. Was man inzwischen so hoert ist das wohl geloest, aber vor dem Kauf wuerde Ich mir das auch schon selber erst mal anschauen. Geschwaetzt wird auf social media immer viel...
Fuer die JTW gilt das gleiche und auch Du willst die neue Pegasus ja auch erst mal von jemandem anders getestet wissen. ;)

Schau dir die CEM70 einfach nochmal genauer an.
Wie oben schon geschrieben, vielleicht sollte sich der Dan lieber die EQ-8R die bei ihm auf der Terrasse steht noch mal genauer anschauen, weil Ich bin mir sicher, die gefaellt deinen Jungs im Stammtisch wahrscheinlich auch.

Jetzt werde Ich mal kurz ganz zynisch: Kein Wunder das der Planet vor die Hunde geht, wenn schon fuer jeden kosmetischen Kratzer 50kg Pakete quer um den Planeten hin- und hergeschickt werden muessen, ohne dass die eigentliche Funktionalitaet der Ware auch nur angetestet wird.
An perfekter Produktfotografie der EQ8 ist keiner interessiert, letztendlich nicht mal der Dan, also vielleicht mal Kirche im Dorf lassen.

Gruss & CS
 
Moinsen,
Irgendwie bin ich froh, noch gute, alte japanische Montierungen (Vixen GP-DX und Tak EM-200) zu besitzen. Die laufen nach über 20 Jahren immer noch geschmeidig und zuverlässig.
APM bietet übrigens eine EM-200 an, die hat wohl aber anscheinend weder Goto noch Autoguider Anschluß, aber das lässt sich ja nachrüsten, das machte Michael Koch mit meiner auch.
Viele Grüße
Michael
 
Hallo,

Statt ein Vermögen in zweifelhafte Hardware zu versenken, kann man auch gleich die Daten kaufen: Telescope Live Review

Das war jetzt hoffendlich nicht erst gemeint, oder...? :unsure:

Ich habe mir den Artikel durchgelesen und mal das Nutzungsverhalten meiner eigenen Garten-Sternwarte zugrunde gelegt:

Im letzten Jahr habe ich in 86 Nächten beobachtet, d.h. Photometrie von Kleinplaneten mit meinem 14"-Newton gemacht! ...o.k. im Sommer sind die Nächte kürzer als im Winter, es waren auch einige halben Nächte mit dabei ... im Schnitt würde ich aber sagen, dass es so um die 5h bis 6h pro Nacht waren. Für die Photometrie belichtet man recht kurz (je nach Helligkeit des Objektes waren es im Mittel vielleicht so um die 60s Belichtungszeit pro Einzelbild. Bei 10s Auslesezeit meiner Kamera, wären das also so um die ~300 Minuten Belichtungszeit pro Nacht.

Da ich mit meinen Kleinplaneten nicht auf "Standardobjekte" zurückgreife und auch immer aktuelle Bilder benötige, würde ich also also wahrscheinlich in die teuerste User-Kategorie (250,- $/Monat) fallen und meine Bilder wären alles "Advanced Requests". Im Text steht leider nicht, welche Teleskopgröße wie teuer pro Minute ist, aber ich denke mal ein 14"er fällt schon in die genannte große Teleskopkategorie (2,80 $/min). Da ich bei jeder Mondphase beobachte, gehe ich mal von einem durchschnittlichen Mondlicht-Discount von 25% aus.

Macht also zusammen:

12 x Monatsbeitrag = 3000,- $
86 Nächte à 300 Minuten Belichtungszeit = 25.800 Minuten à 2,80 $ = 72.240,- $
...wegen Mondlicht (-25%) komme ich dann auf satte 54.180,- $

Da ich gerade eine Kostenaufstellung der Sternwarte für Gebäude- und Hausratversicherung gemacht habe, kann ich sagen, dass sich selbst meine Sternwarte (3m ScopeDome, 10 Micron GM2000 HPS II, 14"-Newton f/3.3, SBIG ST-10 XMe CCD-Kamera,...) im letzten Jahr bereits mehr als rentiert hat!

Mein Fazit zu solchen Remote-Lösungen:

Ganz nett, wenn man mal hier und da ein Bild bearbeiten will!

Betreibt man die Amateurastronomie aber auch nur ein wenig ernsthafter geht das ganz schön in's Geld. :eek:

...und davon mal abgesehen: Wenn jeder nur noch Archivbilder runterläd und bearbeitet, werden "Kurzzeit-Phänomene" (die auch heute noch vielfach von engagierten Amateuren entdeckt werden, wie Kometen, Supernovae, Veränderliche, etc.), in Zukunft wohl deutlich seltener entdeckt werden. Dann hätten nämlich alle nur noch denselben Orionnebel und die gleiche Andromeda-Galaxie...

Nur so als Gedanke...

Viele Grüße,
Axel
 
Der Tag an dem ich Aufnahmen kaufe, ist auch der Tag, an dem ich das Hobby wirklich an den Nagel hängen kann. Das hätte für mich die gleiche Bedeutung, als wenn ich als Landschaftsfotograf fertige Bilder kaufe, und die noch etwas nach meinem Geschmack bearbeite. Da könnte ich niemals wieder in den Spiegel schauen. Das mag zum Training in der Bearbeitung praktisch sein, die dann aber als seine eigenen Werke mit Stolz zu präsentieren, wie das manche z.B. mit den Aufnahmen von Hubble machen, ist in meinem Augen einfach nur unehrenhaft.

Für mich gehört zur richtigen Astrofotografie auch das beherrschen der Technik, inklusive mit dem Weg dort hin bis mal ein funktionierendes Setup
zusammengestellt und eingestellt ist. Die Nächte die man teilweise auf Kosten von Schlafmangel und Schleppen und Einstellen investieren muss. Für mich ist das als technikverliebten sogar eines der wichtigsten Dinge bei dem Hobby, die mir unter anderem tatsächlich auch mal Freude bereiten - naja, wenn ich nicht mal wieder einen Fehlkauf hatte. Und als Fotograf ist es mir hier auch wichtig, das ich bei dem Werk selbst Hand angelegt habe. Das ich die 40 Stunden für dieses oder jenes Objekt selbst gesammelt habe, und auch entsprechend die Energie und Motivation und Leidenschaft da reingesteckt habe. Und das genau mit diesen Eigenschaften, dann genau dieses Werk dann daraus entstanden ist. Von Anfang bis Ende.

Als Fotograf ist es für mich in dem Bereich sowieso immer etwas schwierig, da wir im Grunde alle die gleichen Objekte abknipsen. Die Technik und Bearbeitung und letzten Endes die Qualität unterscheidet sich. Aber eine bestimmte Landschaft zu einer bestimmten Lichtstimmung in einer bestimmten Komposition mit Vordergrund und anderen Objekten ist hier einfach nicht so möglich. Aber wenn man dann noch die gleichen Archivbilder kauft, wie mehrere andere noch macht, das ist ja dann die endgültige Endstation. Dann kann man auch gleich Briefmarken sammeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

das ist auch eine Frage des Verständnisses von Urheberschaft.

Auf der einen Seite gibt es rechtliche Limits ab denen ich mein Werk als geistiges Eigentum reklamieren kann, auf der anderen Seite sollte es auch ein gewisses Ethos geben, Ergebnisse fremder Autoren auch das zu lassen was sie sind, anderer Leute Arbeit und Merrit. Klar bearbeiten wir immer die selben Objekte, aber wie oft findet man erst nach Betrachten einer Auswahl an Aufnahmen eines Objektes eben doch die Unterschiede, die relevant sind. Sei es bedingt durch andere Zeit, Bearbeitung, einen anderen Zusammenhang, ich finde das macht es im Wesentlichen auch aus. Jeder arbeitet andere Dinge auf, achtet auf andere Details, und das ist gut so.

CS
Jörg
 
Moin,

Ostblock habe ich auch gleich gedacht, aber das ist für mich eher positiv als negativ. Mechanik können sie dort, das ist außer Frage. Und die ist m.E. die Krux dabei, die dann oft mit übermäßig Elektronik kompensiert wird.


CS
Jörg
 
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