Orion Optics UK MC 140/2000, Backfokus?

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Hallo Alex

Schöne MTF-Grafik, mit was hast du sie erstellt?

Hier vielleicht noch ein paar Anmerkungen.
Obstruktionslose Teleskope werden gerne mit dem Theoretischen Ideal gleichgesetzt, dass habe ich auch schon so gemacht, stimmt aber strenggenommen natürlich nicht.
Bleibt man bei der Theorie, so wird beim APO der Gesamtkontrast durch den Polystrehl angegeben und bei TCTs wie dem Schiefspiegler, ebenfalls durch das Raytraceing also durch die Optik- oder Strahlrechnung, besser können dann auch diese Teleskope nicht sein.
Polystrehl 0.99 wird dabei bei weitem nicht von jedem APO erreicht, auf welchem APO drauf steht und auch nicht von jedem TCT, hinzukommen auch hier die gewöhnlichen Aberrationen durch Fertigungs- und Justagefehler.
Daher finde ich es persönlich treffender wenn man bei der MTF vom Theoretischen Ideal spricht, oder von einer fehlerfreien Öffnung.

Die Mindestkontrastschwellen hast du waagrecht für alle Öffnungen gleich eingezeichnet, diese werden jedoch für gewöhnlich steigend eingezeichnet, weil man für eine höhere Auflösung meist auch einen besseren Kontrast benötigt, diese werden auch gerne synonym für bestimmte Beobachtungsobjekte (Planeten/Mond/DeepSky) eingezeichnet.
Auch müsste man die Kontrastschwellen für jede Öffnung angepasst einzeichnen, eine größere Öffnung hat mehr Kontrastreserven als eine kleinere Öffnung.
Das kommt daher das die größere Öffnung auch ein höheres Auflösungsvermögen bietet und meist auch mehr Licht zur Verfügung hat.

Wie du schon erwähnt hast, kann man auch anhand der MTF, denn Bogen zum Seeing spannen.
Um z.B. Objekte mit schwachem Kontrast, wie z.B. bei den Planeten, Seeing Aufgelöst beobachten zu können, bedarf es Pi x Daumen der doppelten Öffnung, weil z.T. das Auflösungsvermögen für solche Objekte stark, bzw. um fast die Hälfte abnehmen kann.

LG
 
Hallo @Quanten,

danke für die Nachschärfung bei den Begrifflichkeiten. Ich war mir beim Schreiben nicht sicher, wie viel Optik-Detail ich in die Beschreibung packen kann/soll. Jetzt ist die Beschreibung kompletter.

Die MTF Grafik hab ich so gemacht:
  • Ich berechne die PSF für die jeweiligen Optiken mit Poppy (https://github.com/spacetelescope/poppy). Dies wurde fürs JWST entwickelt.
  • Sobald ich die PSF habe, rechne ich deren FFT in Python (einfach mit der numpy fft Routine) und hab dann die entsprechende MTF.
  • Den Graph hab ich dann direkt in Python mit matplotlib gemacht.
Funktioniert seht gut, wobei ich noch rausfinden möchte, wie ich Justagefehler einbauen könnte um deren Effekt darzustellen.....

Weil du geschrieben hast, dass die Mindestkontrastschwellen oft für bestimmte Beobachtungsobjekte (Planeten/Mond/DeepSky) eingezeichnet werden, welche Werte würde man denn da nehmen?

LG,
Alex
 
Hi,

Beeindruckend eure Kenntnisse zu dem Thema MTF Charts, PSF und Messverfahren. Finde ich gut solche Sachen, erinnere mich noch vor meiner Incursion zum RC Teleskop was ich da im beim Thierrey Legault in seinem Buch am stöbern war.
Ich bin mich gerade hier kreuz und quer am einlesen beim bedeckten Himmel für diese Woche, auch wenn ich vorausgeplant hatte ein bisschen weiterzukommen mit den Büchern vom Benjamin Schuhmacher, Sean Caroll und Robert M.Hazen.

Was mein Punkt ist ganz einfach, ich möchte das Teleskop kollimiert kriegen für den Mond und ein par Doppelsterne das ich zu sehr mag und dann mit meinen normaleren Baader Plössl und Orthos mal endlich sagen können das ist schon mal Ok und schnall meine Cam dran und auf PN halten, auch wenn es mir eine nette Arbeit gibt die Monti jedesmal einzuordnen und jedesmal besser zu kennen und verstehen.
Klar sind 2000mm gleich mal eine gute Herausforderung bei den Oversample mit meinem Seeing mit der ASI533MC 3.76µm Pixeln die schon das äusserste sind was ich mir erlauben kann in meiner Gegend.

Gestern Abend konnte ich eine kleine Probe druchführen auf eine rote Lampe eines Funkturms auf 1.6km (1mile) um nochmal auf die Kollimation einzugehen nachdem ich ich eine Divergenz am OAZ(SC Gewinde das an M68 p1.0 Gewinde :love: an der Rückseite des Teleskopes angebracht ist) einstellen konnte in Sicht auf den FS an der Meniscus aufgedampft.
Okular direkt durch angebracht um die Kolli im gröberen Maß durchzuführen mit dem 18mm Ortho, Seeing hat fast nicht gereicht um mal auf die über 200x zu kommen mit den 10mm BCO auf nur 1,6km weiter zu justieren, aber sah mir schon ziehlich gut aus auch mit dem 10mm BCO.
Aber gut da fehlte mir ganz einfach das Teleskop noch ein bisschen weiterzuschrauben zu wo ich hinkommen will letztendlich.
Das gute ist bei der sache man bekommt praktisches Gefühl bei der Sache und wird schneller und sicherer dabei. Auch musste ich merken visuell das es gutes Stück an HS Shifting gibt, na gut man wird das Beste drausmachen....
Es kribbelt mir schon in der Nase im Feld mobil(und relativ leicht, man wird nicht jünger...) muss das nachgestellt werden mit nem kleinem Knicks mit der Astrocam dran.

Auch gestern Abend bei meinem Punktlaser Test Ausrichtung musste ich etwas kritisieren wie die Jungs bei OOUK die Löcher gebohrt hatten an meinem Tubus, aber gut mit ~0.5mm Abweichung und der Lochgrösse hatte ich es trotzdem geschafft die Schienenschrauben anzuziehen ohne sich da was verziehen muss. Wenn man alles lösen muss um den Deckel wo das OAZ Gewinde dran ist mal einzustellen gerade drauf und zurück in den Baader Laser, der mir auch die fummligen Batterien schlapp gemacht hatte_jungeschlagen: Es gibt nicht zwei ohne drei.........
War gar nicht so einfach und hatte ne gute Stunde damit zu tun um auf das erwünschte Ergebnis zu kommen...
Na gut nach der Session Straight Through mit BCO's an der roten Funkturmfunzel hatte ich dann endlich mal den Poison Punkt in der Mitte bei der Wolkendecke, auch wenn ich klar ein Fähnchen noch merkte alias Tubus-Seeing.
Blick nach oben war leider nichts zu sehen.
Nah gut aus meiner Bastel-Justier Session weiss ich schon das man eine Esels Geduld mitbringen muss plus die Zeit die immer schneller vorbeigeht.

Morgen Nacht mache ich mal nen Barlowed Laser rein und guck mir mal die Sache im Total abgedunkelten Zimmer bei der Projektion auf die Wand wie sich das verhält, da es draußen ordentlich Wasser vom Himmel geben wird.
Ich bin immer noch zu geizig gewesen im Verhältniss zum Budget um so nen rather Expensive HowieGlatter mir anzulegen mit Kringeln zum Projizieren.

Meanwhile bin ich am beten das der kreuzige Asti den ich schon auf der Cam gesehen hatte bei 2100mm Brennweite am schwachen Doppelstern mit 1.3" Seperation extrem stark gekroppt mir keine dicken Bachschmerzen geben wird.
NGC2392(Eskimo Nebula), eines meiner Lieblingsobjekte sah bis jetzt gar nicht so mehr oder weniger übel aus, fehlte da aber was an Seeing und Kollimation eindeutig....
Ich bin dran am Arbeiten und Vergleichen mit viel Geduld, mal sehen.
Was ich mag an diesem Teleskop ist die Farbreinheit und ist so richtig schön kurz und sehr leicht.
Thermisch zu isolieren probiere ich nur wenn das Mak mal kollimiert ist und mit gut+ am Mond durchgeht mit der Mono Cam und Blaufilter :)

DIY mäßig werde ich mir da noch was basteln mit nem Stand und rollenden Lagern.

Clear skies!!,
- Martin
 
Hi,

Die Kollimation Saga vom OMC140 ist noch lange nicht durch, Sankt Petrus der reichlich Wolken beschert ist dabei auch nicht hilfreich.
Aber gut was soll man sagen, habe den Antennenturm mit seiner einzigen Leuchtenden Funzel oben. Vor zwei Jahren waren es noch zwei, die Dritte als Reserve die jetzt läuft. Eine ist da zum groben kollimieren und das ist auch so bestens. :)

Zwischenzeitlich ist auch für meine ASI120MC-S eine CCTV Lens angekommen, und die musste gleich in die OAZ Aufnahme rein, mit äußerst weniger erfreulichen zu sehen. Blendrohr am HS und Kollimation total daneben??? Oh je was ist denn los mit meinem neuen SC-T2 Adapter, ganz einfach: Nichts ist mit dem los, der ist gut nach der Drehbank mal Geschwind einspannen.
Also Laser überprüfen, der so langsam ne Macke am Schalter hat, hätte mir langlebigeres erwartet mit dem Baader, der so wunderbar zentriert ankommt vor nem Jahr und noch was...
Hinten rein ins Teleskop und siehe da: Daneben, autsch! :(
Also noch mal von vorne los, den hinteren Deckel vom Mak ausrichten wo der HS mit zweiteilig gefaltenen Plastik-Blendrohr das zusammengehalten wird mit Federringen. Ich fragte mich schon immer warum man das nicht aus Metall gefertigt hat. Es sieht so aus das ich mir eines drehen muss, wenn möglich wäre, diese dünnen Maße bei diesem Blendrohr könnte man nur aus Plastik drehen mit einem Speziell gefertigten HSS Schneidmeisel der richtig unverschämt lang und dünn sein muss.
Ich habe zwar so 8x8mm Meisel Set aber müsste das Blendrohr da gleich aus mindestens 5-6Teilen fertigen zusammenschraubend!, und das kann lustig werden daß das keine Banane wird...
Für einen guten Grund hat OOUK das Blendrohr seit einigen Jahren aus zweiteiligen Plastig gefertigt. Ich musste es noch hinten an der Austrittsblende ein bisschen entgraten, ich kann so Sachen echt nicht sehen.

Also gut Foto vom Ausrichten des hinteren Deckels des OMC140:
IMG_4878.jpg

Ich musste die Farben einiges Aufdrehen das man was hier sehen kann von den Ringen.
Wen das interessiert wie man das macht, ist ganz einfach.
Schiene lockern und oben ab, das man an die Schrauben kommt von den Halterungsböcken, dazu sei zu beachten das die Schiene danach wieder ganz schön flach aufliegt. Also ein bischen links und ein bischen rechts mit dem Halterungsbock der auch bei der Meniscus reingeht.
Dann gibt es gegenübergesetzt im Durchmesser des Tubus noch mal die (fast)selben Schrauben die auch gelockert werden müssen.
Danach hat man dann ringsrum drei Schrauben die das Kohlefaser Rohr halten, und mit denen wird gespielt, das geht ziehmlich flot voran und ist nicht kompliziert.
Da oben das Foto nicht so doll aussieht auf meinem PC habe ich einfach noch einmal ne B&W Kopie gemacht:
IMG_4878 1.jpg
Vielleicht auch kleiner sieht man die Kringel besser.
Für mich ist hier schon mal gut und mach die Schrauben zu mit Gefühl, zu bedenken der Kohlefaser Tubus der ganz gemein leise scheppert beim anziehen.
Fotos sind erstellt worden nur einmal das Ding wieder zu ist und die Schiene dran ist!

Gut zurück zum Funkturm, grob kollimieren :)
Gesagt getan, immer den Stern durchs Bildfeld mit der passenden Schraube in Richtung wo der Kringel dünner wird, das ist einfach zu tun jetzt nach einer Eingewöhnungsphase. Das geht fluchs voran.
Und was sehe ich da wenn ich den HS übers Rohr gleiten lasse um zu Fokussieren, Eh o_O so viel Shifting das es mir schlecht wird wo die Feder am Blendrohr am wenigsten spannt, da sie am längsten und schwächsten da wird.?
Und es ist gerade mal nur 5ºC wärmer bei mir geworden, aber das Fett dämpft da nicht mehr so gut, sollte ich da was von dem braunen wärmebeständigeren Teflon probieren(?), habe wenig Lust das jetzt zu probieren was heißt das ganze Dinge auseinander zu schrauben.
Was nach Stand der Dinge noch kommen wird wenn ich einmal so ne Kollischraube ganz rausmache, die hinten mit ner Mutter mit Plastikeinsatz zum nicht mit-drehen umgedreht drinsitzt. Da gab es schon mal ein Update, so wie ich das sehen kann bei dem Foto gepostet vom Alex aus CN, da waren se noch mit dem Plastik nach oben, hat wahrscheinlich irgendwo geklonkert hinterm Spiegel und man hat die Dinger nach 2022 endlich umgedreht. Das steht wenigstens auf meinem Spiegel drauf.

Gut weitere Test werde ich machen müssen ob ich die HS Fokussierung benutzen kann mit mein par 1.25" Ortho Okularen wo ich mir gerade ein kleines Baader T2 Umlenkprisma angeschafft habe. Nicht billig heutzutage nackt ohne was, mit 110€, ist aber bestens gerade drin ohne irgendwas negatives sagen zu können.

Fotografisch werde ich noch das Baader Clicklock M68/p1.0mm anbringen, braucht man nur diesen Adapter dafür, wenn man schon die Klemme hat glücklicherweise die auf dem TS Gewinden nit so doll passt. Und all das um das Spiegelshifting zu elimineiren und einen Schneckenfokussierer benutzen zu können den ich mir auch noch angeschafft hatte für dieses Teleskop.
Und all das um einen Ring von OOUK abzukriegen, das man auf nominaler Brennweite kommen kann, was auch hilft beim Astigmatismus den man sehen kann je mehr der Backfokus rauswandert.

So wenn endlich mal der Himmel aufreisst würde ich doch mal gerne das 10mm Ortho reinmachen um zu kollimieren, aber das braucht die Cooperation von Sankt Petrus, der gerade nicht will.
Ihr habt zuviel eingekauft insgesammt :ROFLMAO:

Dann möchte ich mal probieren wie es aussieht mit dem Mond und Doppelsternen, rechnerisch gesehen sollte da schon was drin sein.

Und gut danach kann ich voraussichtlich vor jedem Fotoeinsatz nochmal das Teleskop "tunen" mit seinen drei Schrauben hinten sicher!
Alles muss dann nochmal nachkontrolliert werden mit den Flats, und stopfe jederzeit wieder das CCTV Lens hinten rein mit der ASI120MC-S oder die MM-S, ist vielleicht nen Tick genauer, um zu sehen ob das auch in Einklang sitzt mit dem Blendrohr.

Ich hoffe mal schon im voraus das die Löcher der Kolli-Schrauben eng sind, ansonsten kann ich die auch abdrehen und was engeres reinmachen das z.B. der Spiegel nicht hängt.
Im Moment ist mir das Plastik Blendrohr noch ein Rätsel, wäre es Metall ohne diese fiesen Klemmfedern hätte ich das OMC 140 schon längst zerpflügt am HS.
Aber Plastik und aus zwei Teilen, oh je ich dachte mein RC hat mir Arbeit gegeben, nah guck sich mal einer den Mak an von OOUK.

Nah und sagte es gäbe Fotos vom Spiegel, ich verats euch:
Die Jungs von OOUK arbeiten am HS einfach mit ihren Griffeln ohne Handschuhe.
Wie sagte Demokrat, und vergesse den Spruch niemals der echt gut ist:y:: "Fünf Uhr morgens Spätschicht AZUBI". Den Nagel auf den Kopf getroffen!
Hier Fotos von Außen die ich den Jungs zugeschickt habe, und sie mir beim schlechtesten bis jetzt gesehen Service after Sale niemals geantwortet haben.
IMG_4739.jpg


IMG_4741.jpg


Gut, beim nächsten mal in dieser Unterhaltung wird es Fotos nackig geben vom Spiegel, dann bleibt die Schublade unten hängen.

Potentielle Interessenten dieses süssen und leichten Maks sind schon mal vorgewarnt was da so kommen kann.

Thermische Problem kann man nur umgehen mit Zeit, ich sag da mal 90 Minuten und ist gut bei dieser art von Tubus, nur mit dem Heizband wird man nur sehr wenig Batterie verbraten.

Thanks for reading!

Clear skies!,
- Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin,

ich muss schon sagen ich find das super wie du nicht locker lässt und deinen Mak weiter und weiter optimierst. Weiter so:y: Ich hatte neulich auch meinen Mak mal offen und hier ein paar Bilder zum Vergleich:
Blendrohr.JPG

Hier siehst du die Konstruktion meines Blendrohrs. Ich hab mal den Kontrast am Bild um einiges aufgedreht, damit du den matt-schwarzen Teil vorne siehst. So weit ich das feststellen konnte ist der auch aus Plastik. Bin schon auf den Vergleich gespannt.
Kollischraube ganz rausmache, die hinten mit ner Mutter mit Plastikeinsatz zum nicht mit-drehen umgedreht drinsitzt. Da gab es schon mal ein Update, so wie ich das sehen kann bei dem Foto gepostet vom Alex aus CN, da waren se noch mit dem Plastik nach oben, hat wahrscheinlich irgendwo geklonkert hinterm Spiegel und man hat die Dinger nach 2022 endlich umgedreht.
Zu den Kollimationsschrauben, hier dieses Bild von meinem Modell:
DSC00212.JPG

Bei meinem Modell sind die auch schon mit dem Plastikeinsatz nach "unten" also zur Rückwand des Mak. Lauf Vorbesitzer ist mein Mak aus dem Jahr 2017, was auf dem Spiegel steht hab ich mir nicht notiert.

CS,
Alex
 
Hi,

Oh gefällt mir deine Sache mit der Kolli, nur habe ich noch ne Weile an dem Teleskop zum kauen, noch ne Baustelle.

Ich werde mir erstmal das ganze Ding mal abrollen müssen und Nachprüfen wie die Meniscus zum Rohr steht und was ich machen kann mit dem HS Blendrohr.
Wenn nötig mach ich die Meniscus auf, ein passender Schlüssel ist kein Hexenwerk sich dazu bauen um die zu Lockern.
Ein gutes Stück quadratischen Aluschiene mit zwei Bohrern rein in geeigneten Durchmesser und das Ding ist Ruckzuck auf bei mir, da die Jungs bei OOUK an dieser Stelle kein Kleber reinmachen.
Hinten doch an den M68 Abstandringen war wenig Kleber dazwischen, vorne an der Meniscus da das Gewinde rausragt sehe ich bei mir da nichts.

Aber erstmal werde ich heute Nachmittag ne Vorrichtung bauen um das Teleskop abzurollen.
Danach sehe ich Glasklar wo es eiert und zentrier das Ding.
Nur beim HS Blendrohr werde ich ne passende Lösung finden müssen, Das Ding ist definitiv nicht gerade drin.
Shot mit der CCTV Lens Okular Aufnahmeseitig in kollimierten(!) Zustand:
Screenshot 2023-02-21 143624.png

Das Blendrohr ist schief drin, auch wenn noch akzeptabel zur Ausleuchtung, Plastik aus zwei Teilen......... Mensch!
Mal sehen ob ich den Stand heute fertig krieg, Feiertag dazunoch..._jungeschlagen:.

Clear skies,
- Martin
 
Hi,

Mal sehen ob ich den Stand heute fertig krieg, Feiertag dazunoch..._jungeschlagen:.
Na gut heute noch nicht, da in der Planungsphase ich gleich entschlossen habe mir einen Stand zu bauen mit dem ich ausmessen kann mechanisch, das heißt da kommen kleine Kugellager dran, vier Stück die den Tubus waagerecht halten, auf dem er dann rollt und so konzipiert das ich den ganzen Stand nivellieren kann an jedem Punkt. Zusätzlich möchte ich noch extra zwei Lager vorne an der Korrektor/Linsenfassung haben um auch dort ein Top/Referenz zu haben.
Auch soll der Support wechselbar einseitig am OAZ aufliegen können wenn man das wünscht, und damit soll das ganze Ding höhenverstellbar sein für mehrere Diameter direkt.
Limits bei der Materialwahl habe ich schon einige, aber Alu Perfil, Gewindestangen und Schrauben ist jetzt so ziehmlich alles da. Braucht auch nicht so viel. :)
Werde ich noch nen Krokis machen 1:1 auf Papier für meine Diameter, und primordial :jungehier:sollte es möglich mit den Wolken sein, ein Blick nach oben werfen wie das so mittlerweile "Oben" aussieht! Das ist sehr wichtig für mich nen Quickie zu machen sollte es Ok aussehen.

Clear skies,
- Martin
 
Hi Martin,

bin auf den Stand gespannt, bitte unbedingt ein Foto mit dem Stand in "action", das wär super.
Das Blendrohr ist schief drin, auch wenn noch akzeptabel zur Ausleuchtung,
Wegen der Blendrohr Ausrichtung würd ich mir keine Sorgen machen, die passt schon, wie dein Foto zeigt, obwohl sie nicht perfekt ist.

Viel Erfolg beim Stand bauen,
CS,
Alex
 
Hi,

Kleines Feedback zu meinem ganzen nicht so unsinnigen Gedösel mit dem kleinen Mak von OOUK:
Habe den Stand preliminar noch in der Test/Modifikationsfase mit vier Kugelagern die auf sechs erweitert werden um auch das ganze OAZ seitig "auflegen" zu können mit ein par Höhenverstellbaren "Armen" die den Tubus und/oder den OAZ halten.
Klar das ganze soll gleich für Anfang an auch für mehrere Teleskope bereitstehen und funktionieren, und da muss man schon was sich zusammenschrauben wo mit weniger Werkzeug schon ein par Hürden anstehen die überwindet werden müssen.

Gut was ich sagen muss nach dem ersten Proberollen ist, das die Meniscus von dem FS aus ab bei OOUK ziehmlich rasonabel zentriert wird.
Wie weit der aufgedampfte FS zentriert ist auf der Meniscus werde ich noch rausfinden wenn ich den ganzen Stand in etwas mehr Zeit dann fertig habe.
Der Stand soll ja auch beim zentrieren des einfacheren RC's sich bewähren auf meiner etwas längeren Neben"Baustelle":)

Nun gut prelimar muss auch beigefügt werden das der HS da so ziehmlich was ab ist vom soll(er hängt> Kork Unterlagen "Eco" Mode_jungeschlagen:) wenn man da mal am drehen ist.
Wenn ich das mal an meinem Sample zusammen würfel muss ich doch schon sagen nach den ersten Einblicken das die HS befestigte Blende schon ganz gut im Tubus sitzt, hatte viel schlimmeres erwartet in diesem Aspekt.
Auch wenn der FS gut ausgerichtet über die Meniscus im Tubus steht, stellt mir die Fassung der Meniscus die ein satten Millimeter wobbelt ein par gute Fragezeichen?o_O

Dieses Wochenende wird wieder einiges zusammen geschraubt und getestet unter der regnerischen Wolkendecke bis dann der Stand mein funktionales "Ok+" kriegt.

Clear skies,
- Martin
 
Ich schwöre zur Kollimierung noch immer auf den Blick von vorn in die Hall of Mirrors. Damit kommt man sehr weit. Den Rest am Stern, (der auch eine polierte Stahlkugel sein darf) aber das sind nur noch kleine Optimierungen. Mit Hall of Mirrors und Stahlkugel kann man alles tagsüber bei Licht machen, ist viel einfacher.

An Alex: Stimmt dein Bericht noch, dass das Gerät min. eine Stunde braucht, bis du hoch vergrößern kannst?
Hast du mal probiert, das Teil nicht voll zu isolieren, sondern nur die obere Hälfte gegen Strahlungsverlust abzuschirmen? Diese Abschirmung würde ich vorn natürlich ein paar cm überstehen lassen. Damit kannst du die Wartezeit wahrscheinlich nicht viel verkürzen, aber immerhin, und es ist einfacher.
Das ist ein dicker Nachteil des GFK-Tubus gegenüber Alu, denn die gehen, voll isoliert, sofort bis über 300x.

Bei der Gelegenheit: Wie viel echte CO hat das Gerät? Oft stimmt die einfache Rechnung Öffnung/Größe Silberfleck nicht.

Gruß
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stephan,
Ich schwöre zur Kollimierung noch immer auf den Blick von vorn in die Hall of Mirrors.
Das mache ich an meinem RC, und das funktioniert richtig gut bei mir am kleinen 6Zoll RC(Gunagshen, TS, Omegon, Orion...), nur am Maksutov sehe ich da absolut nichts von der Hall of Mirror wenn ich da von vorne reinblicke, auch nicht auf 2m wie auf 15cm. :oops:
Aber wie gesagt beim kleinen RC, da er klein ist kann ich selbst gleichzeitig mit beiden Augen die beiden Seiten auf einmal sehen. Ein bisschen drehen mit der Hand 90º und man sieht gleich was Sache ist und kriegt ruck-zuck den HS eingestellt.

dass das Gerät min. eine Stunde braucht, bis du hoch vergrößern kannst?
Ich brauche im Durchschnitt bei milden Winterlichen/ Frühjahrstemperaturen minimum 90min zum auskühlen des OMC von meinem unbeheizten Astrozimmer raus auf den Balkon. Dabei messe ich nach mit dem Infrarot Thermometer, ab 1-2ºC Unterschied ist schon mal gut.
Wenn komplett ausgekühlt, und sehr viel Vorsicht mit dem Heizband an der Meniscus, sieht man dann kein Fähnchen mehr im defokussierten Sternbild.
Spiegelshifting auch wenn sehr klein gehalten ist significant bei diesem Optischen Design.
Ich verliere zwar nicht den Stern mit einem 6mm Ortho aus dem Bildfeld(unsinnige Vergrösserung^3!), auch nicht mit einer Planetencam, aber die Collimation des Instrumentes ist gleich hin beim Vokussieren mit dem HS.
Was hilft ist dann nur in eine Richtung zu Fokussieren mit dem HS, oder besser einen kurzmöglichsten Helical Fokussierer zu benutzen.

Adaptation muss kurz möglich kurz gehalten werden oder es hagelt an Astigmatismus, den man nicht hat bei nominaler Brennweite, unter Bedingung dass das Instrument ausgekühlt ist, hat.

Das Instrument ist interessant um was leichtes zu haben auf einer mittleren Montierung wie z.B meine iEQ30 von iOptron, die trägt das gut und das Instrument lässt sich gut ausbalanzieren ohne Extras die man braucht beim RC/CC von GSO(und den identischen umgelabelten).
Wie viel echte CO hat das Gerät? Oft stimmt die einfache Rechnung Öffnung/Größe Silberfleck nicht.
Der Meniscus hat effektiven 140mm Durchmesser, und der FS an der Meniscus hat 40mm. Das am HS angebrachte Blendrohr obstruiert den ässeren Bereich des HS nicht, vorausgesetzt das Instrument ist Kollimiert, ansonsten fehlt es dann am Rand was man gut sieht beim defokussierten Stern.
Das der HS etwas grösser ist mit 150mm spielt dabei keine Rolle, weil was zählt ist was vorne reinkommt im Durchmesser.

Immer noch nicht konnte ich einen aufschlussreichen richtigen Vergleich durchführen mit dem 4" ED f11, mir fehlt es etwas an Zeit, und habe auch meine Nebenbaustellen nichts zu vernachlässigen(Stand bauen/RC optimieren = $$...).
Am Jupi habe ich aber den Verdacht gehabt das im Kontrast der Refraktor mehr feinen Kontrast darstellen kann, wie auch Doppelsterne besser trennt(!). All das muss ich noch mit viel Zeit bei optimierten OMC ausprobieren, es ist nur das erste Gefühl, das meistens ziemlich ins Gewicht fällt.
Am Mond bis jetzt sah die Sache schon gut aus, aber fehlte es klar an Seeing...
Mit Geduld und Zeit werde ich schon alles rausfinden und eingestellt kriegen.

Clear Skies!,
- Martin
 
Hallo Martin,

danke für die lange Antwort.
Die Hall of Mirrors klappt bei mir auch im Bresser Mak 127 und im Intes Mikro 701. Einfach von vorn gucken ob alles konzentrisch ist. Sehr hilfreich ist ein Fadenkreuz vorm Meniskus, um den HS auszurichten.
Die CO mess ich nicht über die Spiegeldurchmesser sondern mit dem Flashlighttest. das gibt manchmal böse überraschungen. Beim Bresser Mak 5 z.B. ist der Silberfleck nur 35 mm grroß, aber die CO ist 40% (50 mm)! Manchmal vignettiert die Blende am FS den HS unter die Nennöffnung wie beim CC6.
Der soll 154 mm haben hat aber nur 138!
Aber er braucht nur 60 min max zur Auskühlung.
Was bringt mehr Auflösung der RC oder der OMC?

Gruß
Stephan
 
Wenn ich die Obstruktion aus der Grafik im Test aus dem Link in Nr. 1 (das grüne Ronchibild) auswerte, komme ich auf 41% Obstruktion.
Was mich nicht wundert. Meist ist es mehr als angegeben oder gedacht.
 
Hi Stephan,
Die CO mess ich nicht über die Spiegeldurchmesser sondern mit dem Flashlighttest.
Diesen Test hatte ich bis jetzt noch nie gemacht um die Obstruktion zu schätzen/effektiven Diameter zu schätzen. Ist aber interessant da ich mag kleine Schatten zu sehen um abschätzen zu versuchen wie es mit der Kolli aussieht, auf eine anderen Weise. Wenn man am Suchen ist probiert man so einiges....
Bei meinem RC messe ich einfach den Durchmesser an der Breitesten Stelle des FS Gehäuses, das ist so ziehmlich das erste was mir in den Gedanken kommt.
Gut beim Mak ist der FS auf die Meniscus innen aufgedampft, und bleib da weit weg mit meiner Schieblehre oder Maßband. Auch von aussen...
Nicht einmal würde ich da hingehen ein Blatt Papier innen auf den Meniscus draufzulegen.
Eine Reinigung der Meniscus würde ich da nur machen mit der Meniscus komplett ausgebaut ist in einem Bad mit reinem Wasser und Druckluft. Nicht einmal mit sterilen Watte im reinem Wasser würde ich da drüber gehen, for just in case...

Problem auf das ich gestoßen bin am RC war das ich keine einzige adequate Lampe Indoors gefunden hatte die mir keine Extrabilder/Kringel reinleuchtet wenn man von hinten in den OAZ reinleuchtet.

Was benutzt du um hinten in den OAZ gleichmäßig reinzuleuchten Indoors?

Ich habe da nichts gescheites gefunden auf das ich mich verlassen konnte um meine Abschätzungen zur Kolli zu sehen.
Nur mit der Sonne, und nur bitte seitens OAZ reinscheinen lassen konnte ich da meine Kringel sehen um sich mal ne Idee zu machen mit nem kleinen Knicks mehr am HS.
Zwischenzeitlich hat Ralf im Beitrag #13 im Faden hier einen sehr guten Link den Usern im Forum serviert :y:
Ich bin noch nie auf die Idee gekommen zur Kolli des RC die Blende am HS abzunehmen_jungeschlagen:
Am Wochenende wird es regnen und habe dann Zeit das gleich mal zu machen.
Ab jetzt spar ich mir meine Versuchsreihe RC Colli von hinten in die Sonne.......
Aber die Hall of Mirrors guck ich mir sicher an!

Am OMC 140 Mak hatte ich das noch nicht gemacht mit der Sonne von "hinten rein" da es mir kein Sinn macht bei der HS Fokussierung.
Justierung am Mak sieht mir bis jetzt am besten aus am Stern, oder bei Wolken um Zeit sparen zu können an den Lampen des Funkmastes ne Meile entfernt.
Was bringt mehr Auflösung der RC oder der OMC?
I've got no Idea at all.
Das hängt ab von der Qualität der Optischen Komponenten, Justierung, Auslegung der Blenden, Mond oder DS...
Beim RC gibt es Diskrepanzen bei der Blende die am HS montiert ist und gut bekannt ist.
Da werde ich noch einen Adapter fertigen, aber bei möglichts dünnen Sachen ist das gar nicht so leicht...

Beide Teleskop sind total unterschiedlich konzipiert.

Mit dem 6" RC kannst du bestens noch beobachten visuell bei 65x mit dem 21mm Okular in 2"Ausführung. Mit einem 1.25" ist das bei gleicher Brennweite schon einmal nichts mehr, der Spaß wird dunkel beim 1.25" SWA. Ortho geht noch gut, aber habe ich lieber am Refraktor und OMC.
15mm, 9mm(100Grader) mag ich dann echt nicht mehr.
Das Instrument ist vom Konzept klar Fotografisch ausgelegt, kleine Vergrösserungen gehen gut, Große nicht. Beim 8"RC mag das ein bisschen besser sein und geht noch das 15mm rein.
Enge Doppelsterne Visuell vergiss es einfach beim 6" RC visuell.

OMC und 2" 100Grader, das ist nichts, zu Dunkel. Vignette, ein Blick in hinten in die Okular Aufnahme sagt dabei alles.
Orthos alleine, oder mit Bino geht schon mal prima.:y: Mond war auch schon ziehmlich gut zu sehen.
32mm 1.25" Plössl sieht auch sehr gut aus, alleine oder im Paar.
Seeing letzte Monate war bei mir haarsträubend. Gestern Nacht am Anfang hatte zweistelliges dickes Jetstream, das sich spät in der Nacht dann gut Ok minus verbesserte.
Fotografisch ist sehr anspruchsvoll und habe ein bissl viel zu kleine Pixel dabei. Belichtungszeiten werden irsinnig excessive lang. Habe schon 33min probiert, bei stabilen bestmöglichen 0.28" Guiden, was auch noch nicht fast reichte....
Es stehen auch noch viele Test an der Schlange der To-do List...
Vorerst steht im Plan die Kamera einiges näher ranzukommen, bei 2080mm Brennweite mit allem dazwischen was ich gerne habe, müssen da erstmal ein par Centimeter gekürzt werden.
Habe schon probiert, näher ran mit der Cam sieht gleich besser aus.
Beim nächsten Mond der auf meiner Seite günstig steht werde ich dann mal die Mono dranmachen, das sollte dann mit ein par Filter probeweise gut aussehen.

Clear skies!,
- Martin
 
Hi Martin,

Ich kann alle Okus ins CC6 tun (ich nehme nur 1,25"), das ist total anspruchslos. Gerne das ES 62° 26 mm, aber auch das 5,5mm, für Doppel auch schon mal ein Planetary 4 mm. 5,5 mm am Mond geht noch gut (bei 143 mm Öffnung, ich habs ein bisschen getunt, von 138 auf 143 mm), am Mars auch mehr.
Für den Flashlighttest einfach ein mittleres Okular rein z.B. 20 mm, auf Unendlich (Stern) fokussieren und auf weiße Wand richten. Dann mit irgendeiner Taschenlampe ins Oku leuchten und die Projektion der Öffnung, also Apertur und CO erscheint auf der Wand. Ist für mich der verlässlichste Test für beides.
Ja, das Wetter ist schaurig. Wo wohnst du?

Gruß
Stephan
 
An Alex: Stimmt dein Bericht noch, dass das Gerät min. eine Stunde braucht, bis du hoch vergrößern kannst?
Hast du mal probiert, das Teil nicht voll zu isolieren, sondern nur die obere Hälfte gegen Strahlungsverlust abzuschirmen? Diese Abschirmung würde ich vorn natürlich ein paar cm überstehen lassen. Damit kannst du die Wartezeit wahrscheinlich nicht viel verkürzen, aber immerhin, und es ist einfacher.
Das ist ein dicker Nachteil des GFK-Tubus gegenüber Alu, denn die gehen, voll isoliert, sofort bis über 300x.

Bei der Gelegenheit: Wie viel echte CO hat das Gerät? Oft stimmt die einfache Rechnung Öffnung/Größe Silberfleck nicht.
Hallo Stephan,
bin dir noch zwei antworten schuldig.Wie schon auf CN geantwortet ist die Idee mit der Abschirmung oben gegen Wärmestrahlung super. Hatte noch keine Zeit die dranzumachen und zu beobachten, aber vielleicht klappt es heute. Ansonsten kann ich Martin mit seinen Erfahrungen im Post #73 oben nur zustimmen, ist schon ganz schön Arbeit das Carbon Ding zu kühlen. Vielleicht sollte man sich einen Alu-Tubus kaufen und umrüsten...?

Die CO hab ich mit einem grünen Laser mal gemessen, sozusagen gleich dem Taschenlampentest. Da kommt bei mir ein Duchmesser des Hauptspiegels von 137.4 mm raus und die CO hat einen Durchmesser 53.8 mm, beides gemessen in 3 m Distanz vom Tubus mit einer Schieblehre. Auch haben verschiedene Distanzen zum Tubus gezeigt, dass der Laserstrahl parallel zur optischen Achse austrat (keine Durchmesser Änderungen bei 1, 2, 3 m Distanz).
Das ergibt einen optisch gemessene CO von ca 39%, tja ist eben so.
aperture_small.jpg
hier noch das obligatorische Bild des Lasers durch den Strahlengang.
rings.jpg
und die Ringe an der Wand (aber Achtung, ist schräg zur Wand photographiert) die ich dann real vermessen habe.

Auch noch zu Collimation, ich bin da ganz bei dir mit der Hall of Mirrors, hab diese aber zu eine Projektionsmethode erweitert (https://forum.astronomie.de/threads...cassegrain-bei-tag-projektionsmethode.339785/), die funktioniert bei mir noch genauer als mit dem Auge.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,
danke für die Info. Ich hatte aus einem Foto 41% CO ermittelt, jedenfalls nix mit 35%. Aber das kennen wir ja.
Mit dem Tubus, kann sein dass Alu, wenn du an was Passendes kommst, wirklich besser ist. Oder ein Gittertubus. Oder du durchlöcherst deinen Carbontubus zum Gittertubus.
Im Parallelforum hat sich einer ein C8 auf Gittertubus umgebaut. Ich halte das für Quatsch. Aber ein Upgrade von Carbon auf Gitter könnte was bringen.
Eigentlich schade, dass so ein kleines Gerät so lange braucht zum auskühlen.
Durchs Meade 2080 (isoliert) guck ich sofort mit über 300x (wenn das Seeing das zulässt).

Gruß
Stephan
 
Hallo Stephan,
ja, wir kennen das Problem und ich würd mal sagen, so mit um die 40% CO sind wir sicher nicht schlecht am Realwert dran.

Wegen der Kühlung, ich bin schon beim Überlegen ob ich nun im Frühjahr mal eine aktive Lüftung einbaue, sprich vorne Löcher in den Tubus bohre (so hinterhalb der Meniskus Linse) und hinten einen saugenden Lüfter an die rückseitige Platte baue. Aber das ist eine Frage der Zeit.
Gittertubus bin ich auch dagegen, das ist Quatsch, da stimm ich dir zu. Eher schon mal was für ein klassisches Cassegrain oder DK oder so...
Mal sehen wo die Reise hingeht....
Gruß
Alex
 
Naja, bei 140mm ist das Teil doch Recht zügig nach einer Stunde ambient abgekühlt! Hatte meine Vorgehensweise schon einmal dargelegt hier am Anfang.
Da nun Löcher reinzubohren und einen Sauger hinten, kann man machen. Einfacher wäre kühl lagern, oder halt 1-1,5 h vorher rausbringen zum abkühlen. Das klappt bei meinem Bosma hervorragend, er hat da keine Probleme. Warmkeil Test am Stern. Wenn der verschwunden ist....feuer freu frei! ;) :sternklar:
Ist der 140iger da echt so langsam?
VG Frank
 
Naja ebenso. Eine Stunde oder länger nervt schon. Gestern z.B. hab ichs nicht rechtzeitig rausgestellt, weil ein Sternenhimmel nicht zu erwarten war. Und dann war Sirius wieder so tief, und dann kam noch Dunst. Konnte nur ganz kurz die 6 Trapezsterne erahnen, nach 1,5 Stunden waren sie weg und nix mit der Pup.
Es gibt einige Berichte über Sichtungen von Sirius b mit 5" Mak. Ich hab den noch nie gesehen. Prokyon ist einigermaßen hoch aber die Latte auch.

Gruß
Stephan
 
Hallo Stephan,
heute müsste es klappen. Sunset gegen 18 uhr und Sirius im Meridian gegen 19:17. Da hast du über eine Std Zeit zum abkühlen. Der Abstand beträgt fast 11".
Werd's heute auch mal probieren, vll auch mit cam.
VG Frank
 
Die haben für Norddeutschland leichten Regen angesagt. Der Abstand ist momentan optimal, aber Sirius ist soo tief.
Die Berichte sagen, schon ab 60 oder 70x zu sehen. Aber egal, bei 60x ist der so hell, dass er im Auge alles überstrahlt, und n ordentliches Beugungsmuster über 200x krieg ich nur bei gutem Seeing. Gestern hats schon für 120x ne Stunde gedauert. Aber man soll ja nie aufgeben. Prokyon brauchte ca. 200x. Aber da glaub ich sowieso nicht dran. Im übrigen sind die beiden wohl Paradefälle, wo gute Fracs ihre Stärken ausspielen.
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Frank und Stephan,
Ja jetzt krieg ich auch Lust und werd meine OMC-140 auch mal dann zum kühlen rauslegen, vielleicht klappt es dann heut Abends mit dem Wetter. Hab Sirius b letztes Jahr mit meinem damaligen 5 Zoll APO gut gesehen. Wär doch was heuer mit dem 140er Mak.

@Sternbrot, der Unterschied zu deinem Bosma macht der Karbon-Tubus am OMC-140, der ist echt ein Biest! Hast aber recht, ob sich Löcher reinbohren lohnt ist so eine Frage.... Ich bin immer noch am Überlegen ob sich der Zeitaufwand lohnt. Meine Kühlkurve im Post #23 sagt zwei Stunden mindestens. Da war zwar Alufolie mit Luftblasen dran, aber eben.

Ich poste wieder, wenn ich Erfahrungen mit "nur dem Strahlenschutz oben" gemacht hab.

Allerseits viel Erfolg heute Abends beim Sirius b und allen anderen, tollen Doppelsternen....
Alex
 
Danke, Alex
hoffen wir mal. Außerdem stört im Süden ein Nachbar. Wenn Sirius es überhaupt über sein Dach schafft, dann heizt der noch nach 20:00 Uhr! Damit nicht genug, er öffnet plötzlich irgendein Fenster für längere Zeit, der weiß gar nicht, was der anrichtet.

Übrigens, dieser Strahlenschutz, das ist bei mir einfach son Omasitzding mit Unterhosengummi auf die Oberseite geklemmt. Zusätzlich hab ich gerad noch ein Blendschutz aus 4mm PE-Schaum drunter geklemmt, der war noch über. Das Silberteil bleibt immer oben, die Blende kommt vor, wenn irgend ein helles Licht vorne stören könnte, zum Beispiel wenn der Nachbar, der ja unbedingt zu mir hin Fenster haben musste, da auch noch Licht anmacht.
Gruß
Stephan
 

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Danke Stephan,
ich werd heut später auch noch was basteln. Ja und das mit den Nachbarn kenn ich, meine lüften unter mir und erzeugen schöne Thermal-strömungen und es gibt auch das von dir beschriebene Streulicht! Man hofft halt immer es haut alles hin.
Schöne Grüße,
Alex
 
Hallo nochmals und ich hoffe ihr hattet gestern mehr Glück als ich. Bei mir kam der Jetstream zu stark rein und dann ging kurzzeitig noch Rigel, aber nix mit Sirius b. Tja. Will aber den thread hier nicht mit Beobachtungsberichten kapern sondern von meinem Kühlungs-(miss)erfolg berichten.

Einfacher wäre kühl lagern, oder halt 1-1,5 h vorher rausbringen zum abkühlen
Wie Frank sagt, sollten 1.5 Stunden abkühlen reichen. Aber dann kommt eben doch das Carbon ins Spiel:
  • ca 16:00 - Mak im Schatten am Balkon (raus aus dem warmen Lagerzimmer) Lufttemperatur (LT) ca 12 Grad.
  • ca 18:00 - Mak aufs Stativ, die Sonne ist untergegangen und jetzt kann er kühlen. Der Mak schon merklich kühler. LT ca 8 Grad
  • ca 19:00 - Jupiter wegen Wolken verpasst. Strahlenschutz (so ca wie Stephan's) oben drauf. Check an Sirius. Starke Thermik im Tubus. LT ca 7 Grad
  • ca 20:00 - Tubus-Thermik-Fahne merklich kleiner aber gut sichtbar. Rigel aufgelöst, schön. Sirius b, leider nein. LT ca 5.5 Grad
  • ca 21:00 - Thermische Fahne im defokusiertem Sternenbild immer noch sichtbar, trotz Jetstream-Gewummel. Tja. Eben. LT ca 4 Grad
Das ist ein typischer Fall wenn die Temperatur fällt, dann kommt der OMC-140 einfach nicht mit. Doch Kühllöcher bohren? Hmm.

Hier noch zwei Kühlkurven die ich vor einer Woche gemacht habe. Das Mak hatte keine Isolierung oder Strahlenschutz.
Zuerst die vollen 50 Stunden, wobei ich das Mak bei kurz vor Stunde 30 wieder in den Lagerraum geholt hab.
Cooling_record_omc_140.png

Bei Stunde 10 ist es ungefähr 22h bei mir und man sieht schön wie der Mak immer um 1 Grad der fallenden Lufttemperatur bis in den Morgen hinterher eilt. Auch schön zu sehen ist, dass am Schluss, als der Mak wieder einige Zeit im Lagerraum war (so bei Stunde 40) er sich bei konstanter Raum-Temperatur wieder schön an diese anpasst und der Temperaturunterschied zu Null geht.

Hier noch die ersten 5 Stunden in groß:
Cooling_record_omc_140_5hrs.png

Ich sollte zwar im Falle von Gestern um 21h (also 5 Stunden nach Beginn), schon beim Temperaturunterschied von ca 1 Grad angekommen sein, ist aber knapp. Daher werde ich das mal wiederholen und mehr Zeit zum kühlen geben, aber mit 1.5 Stunden ist beim OMC 140 leider nix.

Soweit die Daten, das Verhalten ist allgemein bekannt, aber schön die Daten zu haben.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,

Ich konnte gestern auch nur Rigel b sehen und vom Trapez nur vier und den oben links nur ganz schwach. Dann kam Hochnebel.
Es ist möglich, dass der OMC immer deutlich hinter der aktuellen Temperatur herläuft. (Der Witz beim isolierten Alutubus ist ja, dass der überhaupt nicht abkühlen muss sondern innen eine so gleichmäßige Temperatur hat, dass da keine Plume entsteht. Das geht beim Carbontubus viel schwerer.
Der Strahlungsschutz nach oben soll ja nur verhindern, dass die Oberseite permanent kälter ist als die Unterseite, und das ist sie ohne, kannste mit Strahlungsthermometer messen, kommt im Winter wie im Sommer n Unterschied von mehreren Grad raus. Ich hab dazu mal Tests gemacht, und schon nach 15 min war meine Testfläche oben 7 Grad kälter als unten, dann wurde sie wieder wärmer, warum? weil sich schon Tau abgesetzt hat, und die Kondensationswärme das Delta auf dann permanent 3° reduziert hat. Also ein Fließgleichgewicht, bei dem irgendwann das Tauwasser von der waagerechten Fläche runtergetropft ist.
Warum du ewig diese Thermik hast, ist mir nicht ganz klar. Mit voller Isolierung hats ja auch nicht geklappt, deshalb sehe ich als Lösung momentan nur ne aktive Lüftung mit Löchern oder n Alutubus.


Gruß
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
deshalb sehe ich als Lösung momentan nur ne aktive Lüftung mit Löchern oder n Alutubus.
Ich glaub das auch, wahrscheinlich kommt bei mir raus, dass ich im Frühjahr jetzt eine aktive Kühlung einbaue. Das Löcher bohren sollte okay sein und jetzt muss ich nur noch planen, wo ich den Lüfter hinsetze. Seitlich wie beim Intes M615 neben den Hauptspiegel oder hinten wie bei den größeren Modellen. Mal sehen....

Gruß,
Alex
 
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