Neues 102mm F11 ED Doublet auf dem Level eines erstklassigen F8 Triplets.

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Ich halte es für einen vom cleveren Markus Ludes erfundenen Mythos, dass kleine Sehfelder in irgendeiner Form günstig seien für die Planetenbeobachtung. Ich glaube, er hat damals seine "weltbesten Planetenokulare" mit Wellensittichaugenlinsen so vermarktet (TMB Supermonocentric ). Mehr Linsen haben meiner Ansicht nach auch keinen negativen Einfluss, denn die paar wenigen % Helligkeitsverlust durch die mittlerweile nahezu perfekten Vergütungen, fallen bei der Planetenbeobachtung gar nicht ins Gewicht. Es müssen nicht wenige, sondern gute Linsen sein!

Nicht für ungut, ich schätze den Markus, aber ins Sachen Geschäftemachen ist er einfach gerissen und um kein Argument verlegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, da möchte ich aus Erfahrung widersprechen.
An meinem Takahashi TSA 120 hat ein Nagler 4,8 mm vor 2 Tagen am Mond und am Mars mal wieder ganz klar
in Kontrast und Schärfe gegen ein Spectros 5 mm Plössl verloren. Letzteres hat auch "Wellensittichaugenlinsen" (cooler Ausdruck)
und ein kleines Gesichtsfeld, ist aber unübertrefflich gut. Übrigens auch sehr farbrein.....

Viele Grüße Michael
 
Bezüglich dieser "highly sophisticated" Okus:
Nach meiner bescheidenen Meinung nach zu urteilen ist jede Glasfläche, die vom Licht nicht zu durchqueren ist, immer ein Vorteil. Daher sind mir einfache Designs bezüglich Optiken mit weniger Linsen meist symphatischer, als solche, die durch einen Haufen Linsen Fehler versuchen auszubessern, die ohne die vielen Linsen gar nicht da wären ;-) (überspitzt formuliert naürlich).
Deswegen verwende ich mein altes 10mm König Plössl auch sehr gerne, macht nicht nur am kurzbrennweitigen TV eine sehr gute Figur.
Wobei, auf mein Nagler 31 möchte ich niemals verzichten, das bietet schon einen richtig tollen Einblick.
 
Nach meiner bescheidenen Meinung nach zu urteilen ist jede Glasfläche, die vom Licht nicht zu durchqueren ist, immer ein Vorteil. Daher sind mir einfache Designs bezüglich Optiken mit weniger Linsen meist symphatischer, als solche, die durch einen Haufen Linsen Fehler versuchen auszubessern, die ohne die vielen Linsen gar nicht da wären
Hallo Walter
Ist zwar ein anderes Thema, aber denk doch mal an die Korrektur- und Beobachtungsmöglichkeiten welche Linsen bieten.
Genau das ist die Aufgabe einer Glas-Luftfläche.
Zum Beispiel Korrektoren wie: Komakorrektor, ADC, Flatner, GWK, über APOs, TCTs, Binos bis hin zu denn Abbildungseigenschaften von Okularen.
Linsen haben also immer eine bestimmte Funktion, um bestimmte Fehler korrigieren zu können und so leztlich bessere Bilder oder Eigenschaften zu erzeugen.
Keiner würde auf die Idee kommen Linsen einzusetzen die nichts bringen, oder um was schlechter zu machen.
Wenn Linsen schlechte Bilder liefern, so liegt meist ein Qualitäts- oder Fertigungsfehler vor.
Wenn es nur um die Anzahl der Linsen ging, müsste man mit einem Galilei-Teleskop mit zwei Linsen beobachten.
LG
 
Hallo,

deswegen habe ich auch dazugeschrieben "überspitzt formuliert". Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ein Design, das gewisse optischen Kriterien erfüllt und das mit weniger Glaselementen erreicht, m.M.n. besser ist, als ein Design, das diesselben optischen Kriterien zeigt, dafür aber eine höhere Anzahl von Korrekturelementen bzw. Glaselementen benötigt.
Beispielsweise dieser F11-APO, der mit einem 2 Linsen-Objektivi mehr oder weniger ebenbürtig zu einem F7-Apo mit 3 Linsen im Objektiv ist (mal Abgesehen von der Brennweite) und zudem den Vorteil bietet, für Bildfehler wie Bildfeldwölbung und Koma wesentlich weniger anfällig zu sein. Somit hat man anschließend auch weniger Bedarf an Komakorrektoren, Flattener, usw. Ein GWK für BINO-Verwendung sollte hw. auch nicht notwendig sein.

LG
 
Ich halte es für einen vom cleveren Markus Ludes erfundenen Mythos, dass kleine Sehfelder in irgendeiner Form günstig seien für die Planetenbeobachtung. Ich glaube, er hat damals seine "weltbesten Planetenokulare" mit Wellensittichaugenlinsen so vermarktet (TMB Supermonocentric ).

Na ja die Monos sind schon ein Extremfall, das SGF ist hier ja noch mal deutlich kleiner als bei Orthos und die TMB Supermonocentric waren ja auch sehr sehr teuer.
Na ja sie wurden in Deutschland hergestellt von einer Firma in Berlin die zwar absolute Spitzenqualität liefert aber leider auch zu extrem hohen Preisen.

Hier gab es wenn ich die Preise noch richtig in Erinnerung habe auch keinen Preisvorteil gegenüber den Naglern.
Damit wäre in dem speziellen Fall natürlich ein gewichtiges Argument für die einfache Bauform hinfällig.

Es gibt ja aber auch andere Okulare mit einfacher Bauformen die an F11 sehr sehr gut sind und lediglich 1/5 des Preises eines Naglers kosten.
Da stellt sich dann natürlich schon die Frage warum man das 5 Fache für ein Nagler bezahlen soll obwohl das sogar noch schlechter ist, auch wenn der Nachteil des Naglers nur gering sein mag.

Die vielen Linsen und letztlich auch der extreme Preis ergeben sind beim Nagler ja nur wegen des großen SGF das ich am Planeten gar nicht brauche.

Jupiter ist jee nach Entfernung um die 50“ groß, das sind 0,013°
Ein Ortho mit 42° SGF zeigt bei 200 flacher Vergrößerung 0,21° wahres Feld.
Das ist 16 mal größer als Jupiter.
Das sollte doch nun wirklich dicke reichen.
Ich brauche da kein Nagler das mir dann bei 200fach ein 32 mal so großes Feld zeigt
Und da brauche ich auch nicht den 5 fachen Preis für das Nagler zum Fenster rauswerfen nur damit das Feld dann bei 200fach 32 statt 16 mal so groß wie Jupiter ist.

Wer ernsthaft Planeten beobachtet und sich da auf Details auf deren Oberfläche konzentriert der braucht kein gigantisches Feld um den Planeten drum rum das nur ablenkt und im ungünstigen Fall auch noch Streulicht einfängt.
Das der Dobson Schubser das mangels Nachführung anders sieht muss einem mit ordentlicher Nachführung nicht interessihren.

Im Übrigen lässt auch ein Nagler am Feldrand nach.
Optimalerweise beobachtet man immer auf der Achse, auch beim Nagler.
Planeten mangels Nachführung am Feldrand eines Naglers beobachten zu müssen ist also sowieso nur ein Kompromiss und den muss jemand mit Nachführung nicht eingehen.

Mehr Linsen haben meiner Ansicht nach auch keinen negativen Einfluss, denn die paar wenigen % Helligkeitsverlust durch die mittlerweile nahezu perfekten Vergütungen, fallen bei der Planetenbeobachtung gar nicht ins Gewicht. Es müssen nicht wenige, sondern gute Linsen sein!

Es geht hier nicht nur um den reinen Lichtverlust sondern um den Kontrastverlust durch Streulicht an jeder Glas/ Luftfläche.
Ein Okular ist nah am Fokus wo das Licht entsprechend konzentriert ist und Streulicht umso intensiver zum Tragen kommt.
Gerade bei so hellen Objekten wie Planeten.
Es kann zb. auch zu internen Reflexen zischen den Linsen kommen die im Gesichtsfeld landen.

Außerdem stellt jede Linse eine potentielle Fehlerquelle dar und je mehr potentielle Fehlerquellen man einbaut umso schwieriger wird es unterm Strich eine hohe Qualität zu erreichen.
Die beste Linse ist die die gar nicht vorhanden ist denn die ist immer perfekt.;)

Grüße Gerd
 
Linsen haben also immer eine bestimmte Funktion, um bestimmte Fehler korrigieren zu können und so leztlich bessere Bilder oder Eigenschaften zu erzeugen.
Keiner würde auf die Idee kommen Linsen einzusetzen die nichts bringen, oder um was schlechter zu machen.

Natürlich hat es immer seinen Grund wenn zusätzliche Linsen verwendet werden.
Keiner macht das aus Jux und Tollerei.
Eine bessere Abbildung muss aber nicht immer der Grund sein.

Walter hat dir ja schon einen anderen möglichen Grund genannt.
Ein 102F7 Triplet ist trotz der zusätzlichen Linse schlechter als das hier diskutierte 102F11 Doublet.
Warum baut man dann so ein 102F7 Triplet überhaupt?
Ganz einfach, der einzige Grund ist weil man F7 möchte und einem F11 zu langsam ist.
Dafür nimmt man den zusätzlichen Aufwand mit der 3. Linse und einen daraus folgenden deutlichen Mehrpreis in Kauf und nimmt zusätzlich sogar noch eine Verschlechterung der Farbkorrektur in Kauf.
Auch die Feldkorrektur ist deutlich schlechter.

Beim Nagler ist es das gewünschte große SGF weswegen man hier den ganzen zusätzlichen Aufwand betreibt und obendrein sogar noch Nachteile wegen des durch die vielen zusätzlichen Glas/ Luftflächen zusätzlich eingeführten Streulichts in Kauf nimmt.
Auch wenn dieser Nachteil angesichts moderner Vergütungen gering sein mag , er ist definitiv vorhanden.

Die ganzen zusätzlichen Linsen des Naglers bringen bei F11 bis zu einem SGF von sagen wir mal 50° Garnichts und sind da nur zusätzlicher Ballast denn ein Plössl mit 50°SGF bildet an F11 genauso gut ab.
Nur wenn man unbedingt ein SGF möchte das ein Plössl mit seinen 4 Linsen nicht mehr korrigieren kann werden mehr Linsen notwendig.

Wenn ich nun aber mit dem Nagler Planeten beobachte und das möglichst auf der Achse also dessen großes SGF gar nicht nutze brauche ich den Linsenstapel im Nagler gar nicht.
Und dann muss ich auch nicht die Nachteile in Kauf nehmen die sich daraus bezüglich Streulicht ergeben.
Dann tut es ein einfaches Okular mit deutlich weniger Linsen genauso gut und es ist nicht nur Preisgünstiger sondern sogar besser weil es weniger Streulicht hat.

Grüße Gerd
 
Der Preisunterschied ist schon gewaltig, wenn man sich vergegenwärtigt, dass ich für ein Nagler oder Ethos gleich einen ganzen Stapel von hochwertigen Orthos wie dem Fujijama`s bekomme. In etwa 1:5 ist das Verhältnis. Nun, da diese japanischen Orthoskope für ein F11-System quasi wie die Faust aufs Auge passen, gilt es diese Teile im Auge zu behalten ;-)
Einstweilen werde ich aber mit meinen vorhandenen Okularsatz schauen, wie das so funktioniert.
Aufgebaut wird der F11-APO übrigens auf einem Berlebach UNI18-Stativ mit einer älteren Vixen GP-D2-Montierung (20 Jahre alt). Sollte fürs erste reichen. Motorisiert ist das ganze Zeug ja über ESCAP-Motoren und einer unsäglichen Little-Foot LFEP-Steuerung (war ein ganz schöner Reinfall das Teil, funktioniert aber noch rudimentär...)
Dann muss auch noch das Wetter mitspielen. Hier ist in den letzten Wochen leider nur noch Waschküche angesagt. Die klaren Nächte sind mittlerweile Mangelware...

LG
 
Ist alles richtig was ihr sagt, aber reden wir hier über Qualität oder Preise? Das sollten wir trennen!

Ich z.B. gehe mal stillschweigend davon aus, dass ein 500 Euro Nagler sorgfältiger produziert wird (glatter, bessere Vergütung, Q-Kontrolle), als ein 100 Euro Ortho.
Und dann kommt der Voreil des erheblich besseren Einblicks dazu, keine durch Wimpern verschmierten Augenlinsen, kein hereinkriechen ins Okular.

Wissen kann ich das natürlich nicht, und vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.
 
Warum baut man dann so ein 102F7 Triplet überhaupt?
Hallo Gerd
Ich denke es wird schon Gründe geben warum man sowas baut.
Foto-APO, Reisetauglichkeit usw.?

Mit denn Okularen hast du natürlich recht, wer jedoch schon Nagler hat für seine DeepSky Beobachtung, braucht anderst herum keine Orthos mehr.

Ich finde es toll, dass es nun einen solchen Zweilinser geben soll.
Mir persönlich ist das jedoch zu wenig Öffnung.

Danke dir für deine Ausführungen und denn Diagrammen zu diesem APO, diese lese ich sehr gerne bzw. sind immer interessant für mich.
 LG
 
Ich z.B. gehe mal stillschweigend davon aus, dass ein 500 Euro Nagler sorgfältiger produziert wird (glatter, bessere Vergütung, Q-Kontrolle), als ein 100 Euro Ortho.

Ich denke mal der Mehrpreis beim Nagler gegenüber einem hochwertigen Ortho ergibt sich vor allem durch den wesentlich größeren Aufwand beim Nagler.
Es ist nun mal ein Unterschied ob ich 7 Linsen in hoher Qualität fertigen muss oder 4.
Es macht auch einen Unterschied dass beim Ortho nur 4 Glas/ Luftflächen zu polieren sind da hier 3 Linsen eine Kitt Gruppe mit nur 2 Glas/ Luftflächen bilden.
Die Anforderungen an die Politur der Kitt Flächen sind wesentlich geringer.
Kitt Flächen müssen auch nicht vergütet werden.
Es sind beim Ortho also auch nur 4 Flächen zu vergüten.

Und auch der Linsendurchmesser ist ein entscheidender Kostenfaktor.
Es ist nun mal aufwendiger eine große Linse in guter Qualität zu fertigen als eine kleine.
Das Nagler hat bei gleicher Brennweite wesentlich größere Linsen

Auch die Linsengeometrie spielt eine Rolle und die ist beim Nagler zum Teil auch nicht ohne.

Das ein APO mit großer Öffnung teurer als ein kleiner ist verwundert ja auch nicht und keiner meint deswegen das der große APO dann auch zwangsläufig qualitativ hochwertiger ist als der Kleine.

Ich denke mal das zb. ein Takahashi Abbe Qualitativ mindestens auf dem Level eines Naglers ist.
Auch wenn das Abbe nur etwa 1/3 des Nagler kostet.


Grüße Gerd
 
Takahashi schreibt selber zu der Okularserie Takahashi TOE :

Zitat:
Inzwischen gibt es viele sogenannte "Planetenokulare", Konstruktionen die durch Weglassen von Linsen eine maximale Abbildungsleistung auf der optischen Achse erzielen möchten. Dadurch soll sich die Transmission verbessern und sich die Fehler der einzelnen Linsen nicht aufaddieren können. Das ist ein Ansatz, der seine Berechtigung hatte, als man nicht in der Lage war, mehr als zwei Dubletten in vernünftiger Qualität zu fertigen. Der Nachteil dieser einfachen Konstruktionen ist der rapide Abfall der Abbildungsleistung abseits der optischen Achse.

Die TOE-Okulare verfolgen einen komplett anderen Ansatz. Heute kann man Linsen und Vergütungen in brillanter Qualität fertigen. Der Verlust durch eine moderate Anzahl von mehr Linsen im Strahlengang ist bei einer exzellenten Fertigung nicht mehr nachweisbar. Sichtbar bleibt jedoch der Verlust an Abbildungsleitung abseits der optischen Achse. Das ist der Bereich, den die minimalistischen Okularkonstruktionen nicht vernünftig korrigieren können. Genau hier kommen dann die TOE-Okulare ins Spiel. Sie sollen über das ganze Bildfeld eine perfekte Abbildung erzielen.

Takahashi schafft das mit sechs Linsen in vier Gruppen. Die TOE-Okulare liefern abseits der optischen Achse bis zum äußersten Rand eine Abbildungsleistung am theoretischen Limit. Es spielt keine Rolle mehr, wo im Gesichtsfeld das Objekt liegt. Die Abbildungsleistung bleibt uneingeschränkt gleich. Alle Fehler, wie chromatische Aberration, sphärische Aberration, Bildfeldwölbung, Astigmatismus und Verzeichnung sind auf ein Maß gedrückt, das deutlich besser als beugungsbegrenzt ist. Das ist das Besondere an den TOE-Okularen.

Zitat Ende...

Viele Grüße Felix
 
Diese TAK TOE-Okulare sind, soweit ich herausgefunden habe, hauptsächlich im kurzbrennweitigen Bereichen angesiedelt, d.h. Beispielsweise 2,5mm Brennweite. Das wäre dann am F11 Refraktor mit 1150mm Brennweite eine 460xVergrößerung. Wohl etwas weit außerhalb des Sinnvollen. Mit den 3,3mm und 4mm wohl auch. Ich gehe mal davon aus, dass Okulare unter 7mm BW keinen Vorteil mahr bringen.
Zudem habe ich ja das Nagler 5mm und 3,5mm Um zu sehen wie gut oder schlecht das funktioniert.
 
Mein Oly Fotoobjektiv hat auch 17Linsen in 12 Gruppen. Nun, die Bildqualität ist hier sehr gut. Da kann man sich nicht beschweren. Allerdings ist der Einsazzweck im Vergleich auch ein ganz anderer. Ein Okular hat bei der Beobachtung von beispielsweise Jupiter mit extremen Kontrasten zu kämpfen. Ein sehr helles Objekt auf schwarzem Grund. Solche Situationen sind auch für Fotoobjektive äußerst kritisch sauber und ohne Ghosting abzubilden. Ist ja fast wie Gegenlichtaufnahmen. Hier zeigen Fotoobjektive oft Flares und andere Unschönheiten auf Grund der hohen Linsenanzahl.
 
Hallo Felix,

Der Verlust durch eine moderate Anzahl von mehr Linsen im Strahlengang ist bei einer exzellenten Fertigung nicht mehr nachweisbar. Sichtbar bleibt jedoch der Verlust an Abbildungsleitung abseits der optischen Achse. Das ist der Bereich, den die minimalistischen Okularkonstruktionen nicht vernünftig korrigieren können.

auch wenn TAK das nicht extra erwähnt aber das gilt nur für schnelle Optiken !!!
Was glaubst du warum es die TOE nur mit extrem kurzen Brennweiten gibt?
Weil sie für sehr schnelle Optiken gedacht sind denn nur da braucht man Brennweiten von 4mm und kleiner.
Eine AP von 0,5mm und das sollte das maximal Sinnvolle sein erreicht mit einem 4mm Okular mit F8
Eine AP von 0,5mm und das sollte das maximal Sinnvolle sein erreicht mit einem 2,5mm Okular mit F5
Rechnet man mit AP 0,7 erreicht man die mit einem 2,5mm Okular bei F3,55.

Die TAK TOA sind also für sehr schnelle Optiken gemacht und da ist auch obiges Zitat absolut korrekt.
Bei F3,5 kann ein Ortho nicht mehr vernünftig abbilden und die Nachteile der Korrektur wegen der einfachen Konstruktion würden den Vorteil wegen der nur 4 Glas Luftflächen deutlich übersteigen.
Darum sollte man bei F3,5 natürlich keine Orthos sondern zb. die TOA verwenden.

Bei den hier diskutierten F11 ist das aber anders.
Ein TOA das mit max 4mm Brennweite erhältlich ist würde hier bezüglich der hier erreichten AP von 0,36mm keinen Sinn machen und das Ortho hätte hier wegen seiner einfachen Konstruktion bezüglich der erreichten Korrektur keinen Praxisrelevanten Nachteil mehr.
Man hat mit einem Ortho in ordentlicher Fertigungsqualität für F11 ein preiswertes und dennoch sehr gutes Okular mit hervorragendem Kontreast und Abbildung.

Wer weniger auf den Preis achtet der findet mit dem 5 Linsigen TAK LE das perfekte Okular für F11.
Mehr Linsen braucht es hier nun wirklich nicht und darum gibt es von TAK für F11 passende Brennweiten nur die 5 Linsigen LE und keine 6 Linsigen TOA,
Die 5 Linsigen TAK LE hatte ich ja auch schon in meiner Ersetzen Okularempfehlung hier als das beste empfohlen und die Orhtos für Preisbewusste.

Das Sahne Stück für Planeten ist für mich dann aber das Takahashi LE.
Für Maximalvergrößerung würde bei F11 ja dann das 5mm oder das 7,5mm infrage kommen.
Wem das zu teuer ist der kann auch das Takahashi Abbe nehmen.
Für F11 wäre ja das 6mm passend.

Es wäre schon nett wenn hier Besitzer scheller Optiken mal einsehen würden das die für sie passenden Okulare nicht unbedingt die sind die auch für F11 optimalen sind.
Für F11 muss man nicht krampfhaft Aufwendige und teure Designs die für bis zu F3,5 gedacht sind aufschwatzen die an F11 bezüglich Abbildung und Korrektur gar keinen Praxisrelevanten Vorteil gegenüber einfacheren und deutlich preisgünstigeren Konstruktionen haben.

Grüße Gerd
 
Sicherlich kann man das auch gut aus der Praxis heraus beantworten, man schaue sich bitte einmal die Glasluftflächen eines Fotoobjektivs an.

Mein SEL200600 hat 17 Linsengruppen und 24 Elemente! Es kostet unter 2000 Euro, also bitte wahrt mal die Relationen.

Dieser Vergleicht hinkt aber gewaltig.
Okulare befinden sich in der Nähe des Fokus, man kann auch Brennpunkt sagen und dort ist das Licht stark konzentriert.
Daher ist die Streulicht Problematik hier bedeutend kritischer!

Die Hauptebene eines Okulars ist immer Okularbrennweite hinter Fokus.
Nehmen wir mal ein 6mm Okular dann liegt das also 6mm hinter dem Fokus.
Bei F6 hätte der Lichtkegel damit einen Durchmesser von lediglich 1mm.
Das Licht das die Optik von einem Punkt sammelt wird also auf 1mm Durchmesser konzentriert.
Bei nur 100mm Öffnung wäre das also Verhältnis von 1 zu 100 der Durchmesser und da die Lichtintensität an der Fläche hängt also 1 zu 100 x 100 = 1 zu 10 000.
Wir haben also im Beispiel für jeden Punkt eine Konzentration von 1 zu 10 000 und dementsprechend intensiver ist auch das Streulicht.

Man kann ein Okular daher nicht mit einem Objektiv vergleichen.
Bei einem Okular kann schon ein Staubkorn auf einer Linse hässliche Effekte verursachen.
Ein Objektiv kann eingestaubt sein und man merkt es kaum.
Wer schon mal mit der Taschenlampe in seinen Newton geleuchtet hat wird bei den verdreckten Spiegel erschrecken und dennoch merkt man davon bei der Abbildung praktisch nichts.
Ein im gleichen Maß verdrecktes Okular würde fürchterliches Streulicht bedeuten.

Also die ist die Streulicht Problematik bei Okularen bedeutend kritischer.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,


Erstens: daß man die TOE für einen f11 Refraktor nicht zwingend braucht ist logisch und wegen der hohen resultierenden Vergrößerungen habe ich Walter ja zugestimmt. Du brauchst also nicht wieder so zu tun als wären alle außer Dir doof!

Zweitens: es ging darum daß heute (wir schreiben 2023) ein Okular mit zwei oder drei Linsen mehr keinen Nachteil darstellen muß wie Du es hier darzustellen versuchst. Das nennt man technischen Fortschritt. Heißt: wenn Pentax xl oder TV Nagler oder ähnliches vorhanden ist - einfach benutzen!

Die TAK TOA sind also für sehr schnelle Optiken gemacht und da ist auch obiges Zitat absolut korrekt.

Und den ganzen Rest hättest Du Dir sparen können :cool:


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

Erstens: daß man die TOE für einen f11 Refraktor nicht zwingend braucht ist logisch und wegen der hohen resultierenden Vergrößerungen habe ich Walter ja zugestimmt. Du brauchst also nicht wieder so zu tun als wären alle außer Dir doof!

schade das du statt mit sachlichen Argumente schon wieder mit persönlichen Angriffen kommst.
Selbstverständlich bezog ich mich mit dem Hinweis

Für F11 muss man nicht krampfhaft Aufwendige und teure Designs die für bis zu F3,5 gedacht sind aufschwatzen die an F11 bezüglich Abbildung und Korrektur gar keinen Praxisrelevanten Vorteil gegenüber einfacheren und deutlich preisgünstigeren Konstruktionen haben.

Auf teure Designs mit passender Brennweite und nicht speziell auf die TOE die es nur bis 4mm gibt.
Das Nagler das du so furchtbar gerne bei F11 für Planeten aufschwatzen willst ist ein noch deutlich teureres und aufwendigeres Design als das TOE und das Nagler gibt es auch mit für F11 passender Brennweite.

Es sollte klar sein das ich mich mit Bezug auf „Aufwendige und teure Designs die für bis zu F3,5 gedacht sind“ auch in erster Linie auf die besonders teueren und aufwendigen Okulare beziehe und nicht auf das im Vergleich zum Nagler weniger Aufwendige und günstigere TOE.

Zweitens: es ging darum daß heute (wir schreiben 2023) ein Okular mit zwei oder drei Linsen mehr keinen Nachteil darstellen muß wie Du es hier darzustellen versuchst. Das nennt man technischen Fortschritt. Heißt: wenn Pentax xl oder TV Nagler oder ähnliches vorhanden ist - einfach benutzen!

Ja 1 bis 2 Linsen mehr stellen im Jahr 2023 keinen spürbaren Nachteil mehr dar und darum hatte ich das 5 Linsige LE ja präferiert.
Bei 3 Linsen mehr wie beim 7 Linsigen Nagler oder gar bei 5 Linsen mehr wie beim 9 Linsigen Ethos sieht das aber schon etwas anders aus.

Natürlich kann man wenn diese Okulare schon vorhanden sind diese auch nutzen aber eine Kaufempfehlung speziell zur Planetenbeobachtung an F11 sind sie dennoch nicht.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Zusammen,

Bisher hat das Wetter hier dafür gesorgt, dass ich ein neues Teleskop nicht vermisst habe, aber so langsam keimt die Hoffnung auf besseres Wetter und dann würde ich mich natürlich freuen, wenn ich das neue Schätzchen bald haben darf… @TS-Wolfi : gibt es schon Neuigkeiten zum Gerät? Ganz lieben Dank für ein kurzes Update.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Hallo Frank,
warte auch schon auf das Teil. Gefühlsmäßig wirds wohl noch etwas dauern.
LG Walter
 
Liebe Leute,
gerne kann ich mitteilen, daß die neuen 102mm f/11 APOs vor knapp einer Woche beim Hersteller abgeholt wurden und nun per Seefracht an uns unterwegs sind. Normalerweise dauert so eine Seefracht ca. 8-10 Wochen inkl. Lieferung vom Hafen zu uns. Es ist also ein "Licht am Ende des Tunnels". Vor dem Eintreffen und Ausliefern werden wir jeden Apo bei uns testen. Das kann natürlich auch noch etwas dauern, je nach Auslastung unserer Technik. Viele Grüße, Wolfi
 
Hallo Wolfi,
Herzlichen Dank für das Update.
Das ist zwar länger als ich hoffte, aber jetzt zumindest greifbar.

Besten Dank und klare Nächte
Frank
 
Betreffend der Okulare:
Bin vor kurzem zufällig in einer Onlinebörse auf zwei Okulare gestolpert
TV Nagler Typ 4, 12mm Brennweite
TV Nagler Typ 4, 22mm Brennweite
zusammen zu einem unschlagbaren Schnäppchenpreis. Konnte nicht wiederstehen und habe zugeschlagen. Nun, die Okus sind angekommen. Sind in einem recht guten Zustand, etwas verstaubt aber sonst sehr gepflegt.
Ausprobiert habe ich die Dinger noch nicht, mangels Wetter. Am TV NP101 machen die aber jetzt schon einen recht guten Eindruck. Sollten auch am 102SDP einsatzfähig sein…
LG Walter
 
Liebe Leute,
gerne kann ich mitteilen, daß die neuen 102mm f/11 APOs vor knapp einer Woche beim Hersteller abgeholt wurden und nun per Seefracht an uns unterwegs sind. Normalerweise dauert so eine Seefracht ca. 8-10 Wochen inkl. Lieferung vom Hafen zu uns. Es ist also ein "Licht am Ende des Tunnels". Vor dem Eintreffen und Ausliefern werden wir jeden Apo bei uns testen. Das kann natürlich auch noch etwas dauern, je nach Auslastung unserer Technik. Viele Grüße, Wolfi
Hallo Wolfi,

wenn ich mich nicht irre, dann ist mit den Geräten so ab Ende Juni zu rechnen und ich irre mich nie, wenn ich mich nicht irre ;-)
Das Passt aber eh gut, da ich vorher auf Dienstreise in Norwegen bin. Da habe ich sowieso keine Zeit für dieses schöne Hobby.
Ausserdem muss ich mich vorher eh noch mit diesem Hyperstar-System am EHD8" herumquälen...

LG Walter
 
Hallo Walter, ich würde vom Gefühl her eher Anfang bis Mitte Juni sagen aber das ist nicht in unserer Hand, die Apos schwimmen schon aber bei Seefrachten können sich recht schnell Verzögerungen von 1-3 Wochen einstellen und dann kommt natürlich noch der Zoll, der auch mal für Verzögerungen sorgen kann. Wolfi
 
Hallo Freunde der langen Refraktoren, hallo @TS-Wolfi,

Mit großer Freude habe ich heute eine Sendungsankündigung erhalten :cool: und freue mich natürlich schon sehr auf das neue Teleskop.
Würde mich natürlich auch freuen, wenn es schon Erkenntnisse aus Wolfgang‘s „Labor“gibt.
Kann man (@TS-Wolfi ) schon was offizielles öffentlich zu dem guten Stück sagen?

Herzlichen Dank und jetzt aber mal klare Nächte
Frank
 
Hallo Frank, der erste Eindruck ist gut. Momentan brauchen wir aber etwas länger, weil viele von uns im Urlaub sind. Daher war der erste Schritt nur, ein paar vor die optische Bank zu spannen. Hier muß ich aber sagen - wow - Ronchi Linien sind kerzengerade und kein Farbfehler. Schaut also gut aus. Wolfi
 
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