Einstieg in Astrofotografie - Hilfe bei der Equipmentwahl erbeten

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Erik73

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Einen schönen guten Abend!

Ich trau mich mal, als absoluter Astro-Rookie Euch mit meinen Fragen um Hilfe zu bitten.
Astronomie und Weltraum waren immer schon mein Traum, seit ich als kleiner Junge in Florida zufällig in der Nähe war, als das erste Space Shuttle abhob. Leider machte mir meine Berufswahl mit vielen Nachtdiensten und immer mehr Überstunden einen Strich durch die Hobbywahl. Die fotografie war dann meins, genug Equipment um einem Profifotografen mehrere Male auszurüsten. Bereits 2016 habe ich mir zumindest eine Skywater Star Adventurer Montierungn gekauft. Leider war ich trotz unzähliger Versuche nicht in der Lage auch nur annähernd brauchbare Bilder zu bekommen. Berufsbedingt in der Coronapandemie selbst damit infiziert und mehrere Monate arbeitsunfähig hab ich erneut versucht, mit dem Star Adventurer klar zu kommen. Aber wieder kein Erfolg, Strichspuren, hantelförmige Sterne, usw. Runter von 600mm FF, extra neue superleichte 4/3 Kamera und Objektive gekauft. Trotzdem keine Besserung. 2kg. Absolut keine brauchbaren Bilder. Hobbyastronom gefragt. Richtig nach Norden ausgerichtet, hat selbst die gleiche Montierung. Verkäuferfirma hat 2016 gesagt, es liegt an meinem Können. 2021dann die Erkenntnis, der Adventurer fährt zu langsam nach, die anvisierten Objekte wandern nach 30 min ganz aus dem Bild. Also doch die Hardware... Adventurer wieder eingemottet. So, nun 2023 ist der Leidensdruck so groß (auch, da ich meine geliebte Landschaftsfotografie im hochalpinen Gelände und Naturfotografie im entlegenen Winkel gesundheitlich nicht mehr schaffe), dass ich endlich mit Astrofotografie intensiv beginnen möchte.

Ich hab mich mal im Netz etwas durchgeklickt, mich bei einem Händler beraten lassen und wollte schon zuschlagen. Edge HD 11 von Celestron mit zukunftsfitter Montierung. Richtig teuer. Optisch richtig gut. Wartungsfrei und rasch aufgestellt.....Bis ich von einem Hobbyastronomen auf den Boden der Realität geholt worden bin. Und erneut nachgelesen habe. Sobald mir was gefällt, wird es im nächsten Thread schon wieder verrissen... Zum aus der Haut fahren. Der einzige Astroclub in meiner Region ist leider ein eingeschworener Haufen, der mir erhlicherweise gesagt hat, dass sie keine Rookies haben wollen. Aber wo dann wirklich nachfragen?
Nun stehe ich wieder ganz am Anfang und weiß eigentlich nicht was wirklich Sinn macht.

Was will ich eigentlich fotografieren? Schön Bilder (wenn Seeing gut ist) von Saturn und Jupiter, Mond und Mars... Und natürlich die schönen Nebel, die man auf Astrobin so wunderschön sieht. Mir ist klar, es wird teuer, nervenzehend und richtig anspruchsvoll, weil eine ganz andere Art zu fotografieren.
In meiner Umgebung gibt es einige sehr dunkle Plätze, auch zwei Sternenparks sind in 45min erreichbar. Gewicht macht mir weniger aus, hab beim fotografieren viel Gewicht den ganzen Tag mitgeschleppt. Equipment muss nur von der Garage zum Auto und retour. Gartensternwarte ist dzt. in meinem Garten nicht möglich, da zu hell und zu verbaut.

Was ich mir sagen hab lassen, eine gute Montierung ist ein absolutes muss. Goto und so ist auch gut. Und sie soll vieeeel tragen. Hab mir mal einige angesehen. Die Zwo AM5, die in einem Youtube-Video gehypt worden ist, trägt zu wenig. Ich hätt mir mal die Skywatcher CQ350 angesehen..
Als Tubus einen TS Carbon Photon mit 1016mm Brennweite und 10". Oder einen gleich großen Photo Newton von Lacerta. Beide Newton wurden mir von ein paar Astrofotografen empfohlen.

Zum Thema Kamera: Ich habe gelesen, meine Canon, Nikon und Sony FFs sind nicht wirklich dafür geeignet. Wären für die Planeten eine Zwo Asi 183 MC und für deep Sky eine Explore Scientific deep Sky Astro 26mp gute Anfänger-Wahl? Beide in Fabre, da ich denke, dass mich das mit den Filtern bei Monokameras zu Beginn noch mehr überforndern wird.
Autoguiding mit einer Omegon Easy Autoguiding 60

Bzgl. der notwendigen Adapter und für visuell die notwendigen Okulare hab ich mich nur überichtsmäßig informiert, würd mich da beim Händler nochmals beraten lassen, welche Modelle (hab gelesen oft subjektiv was einem besser gefällt und mit einer Brille verwirklichbar ist). Vixen SLV für Planeten, Baader Hyperion für Deep sky, falls richtig gelesen-

So, nun frage ich mich, ob diese Zusammenstellung wieder nicht wirklich taugt bzw. was ausgetauscht gehört gehört.

Würdet Ihr mir da bitte helfen?
Dankeschön
Erik
 
Hallo Erik,
du armer Kerl. Ich rate Anfängern immer zum Aufsuchen eines Vereins. Den bei dir muss ich wohl davon ausnehmen. Schreib hier mal, welcher Verein so arrogant auftritt. Mein Rat, such dir einen anderen Verein. Ein Auto scheinst du ja zu haben. Nur dort (und natürlich hier) wirst du so beraten, wie du es brauchst. Die Händler verkaufen dir immer das, woran sie am meisten verdienen und wie du erlebt hast, geben sie dir dann die Schuld daran, wenn es nicht läuft. So verballerst du schnell den Gegenwert mehrerer Monatsgehälter und kommst nicht weiter. Wenn du schreibst, wo du wohnst, findet sich vielleicht auch hier ein Kollege, der sich mit dir trifft und dir einige Dinge zeigt und erklärt. Besser ist ein Verein, bei dem du verschiedene Fernrohre, Montierungen und Okulare an verschiedenen Objekten probieren. Vereinsmitglieder haben oft auch gute Geräte zu verkaufen.
Das ist der Weg, den ich dir rate. Wenn das nicht passt, klein anfangen, nicht groß.
CS Harald
 
Danke. Ich komme aus Kufstein in Tirol. Arrogant waren die eigentlich nicht. Nur sind das halt eine Hand voll Enthusiasten, die ihre Zeit mit Astrofotografie auf sehr hohem Niveau verbingen und auch ihre Beobachtungszeiten mit deren Equipment sich genau einteilen. Jemanden da mit aufzunehmen bedeutet viel Arbeit. Das versteh ich doch auch. Also überheblich waren die nicht. Nur ehrlich. Möchte da bitte keinen vernadern.
 
Hallo Erik
Schön das du dich für Astrofotografie entschieden hast .
Eine gute , stabile Montierung ist immer eine gute Wahl .Sie taugt damit auch noch bei etwas mehr Wind , sofern man die TeleskopBeine nicht noch zusätzlich ausfährt . Allerdings würde ich beim Teleskop selbst nicht am Anfang zu einem großem , schnellen Newton raten . Die Kollimation bei f/4 ist schon eine Herausforderung für Anfänger und schon so manches Gerät ist hier schnell wieder auf dem Gebrauchtmarkt eingestellt worden . Vielleicht einen kleinen Refraktor zwischen 60-80 mm und nicht langsamer als f/6 da du ja wie ich mobil unterwegs bist ? Denn bei langsamen Teleskopen f/8-10 kommen schon viele Stunden Belichtungszeit zusammen und besonders im ersten Lehrjahr wünscht man sich doch relativ schnell Ergebnisse.
Mit deinen DSLRˋs bist du für den Anfang doch gut ausgestattet ! Für Nebel reicht dazu ein 2“ oder Clipin Filter wie z.B. der L-enhance aus.
Aus welcher Gegend bist du denn ?

CS Knut
 
Hi Erik ,
Hsb mir alles durchgelesen und komm zu dem Rat: Fang mal mit der Basic an. Du kommst mit den einfachsten Mitteln (bei dir die StarAdventurer) nicht zurecht und willst gleich Ausrüstungsmäßig in die Vollen.
Warum versuchst du nicht mal zuerst, das kleine Problem mit der SA zu beseitigen?
Ich vermute mal, das du die falsche Geschwindigkeit eingestellt hast, oder die Einnordung nicht richtig durchgeführt hast. Eventuell auch die Montierung maßlos überladen hast.
Eine DSLR ist schon recht gut zum anfangen für Astrofotografie.
Wie stehts mit deinem Wissen bezüglich Astronomie?
Weist du, warum es Strichsterne bei Fotos gibt? Kennst du die Ursache?
Bester Tipp ist aber immer noch, besuche eine Sternwarte/Verein/Club.
 
Danke für die Antworten!
@Klaus: Ja, wird Sinn machen.
Aber der gekaufte SA ist defekt. Egal ob ich nur eine kleine Pocketcam mit Fernauslöser oder eine meiner leichteren Spiegellosen mit lichtstarkem Objektiv (1kg) drauf hab, es ruckelt. Sterne schauen aus, wie kleine Hanteln. Punkt-strich-Punkt. Und die Nachführgeschwindigkeit ist zu gering. Die Objekte laufen aus dem Bild. Hab das jemandem gegeben, der das selbe Modell hat. Und er hat mir das bestätigt. Nur leider gibt es da keinen Support mehr, weil der SA schon zu alt für eine Reparatur ist.
Natürlich muss ich extrem viel von der Materie lernen.
@ Knut: Komme aus Kufstein in Tirol.

Wenn eine DSLR mit einem meiner Festbrennweiten (400 2.8 ,600 4.0 ,800 5.6 mm ) zum Anfangen ausreicht, bräuchte ich wohl nur eine neue Montierung. Und mich dann mal etwas in die Aufnahmetechnik und die Astro-Bildbearbeitung etc. einarbeiten. Das wäre auch eine Lösung.
Die Frage ist, ob ich mir gleich eine "zukunftssichere" kaufen soll? Man sprach da von der Zwo M5, die kostet aber >3500 mit Stativ. Dann könnt ich doch gleich, zumindest mal da "klotzen". Oder soll ich mir die Skywatcher CG 350 kaufen, die nur 300€ mehr kostet?
Und mich mit den Optiken heranarbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Antworten!
@Klaus: Ja, wird Sinn machen.
Aber der gekaufte SA ist defekt. Egal ob ich nur eine kleine Pocketcam mit Fernauslöser oder eine meiner leichteren Spiegellosen mit lichtstarkem Objektiv (1kg) drauf hab, es ruckelt. Und die Nachführgeschwindigkeit ist zu gering. Hab das jemandem gegeben, der das selbe Modell hat. Und er hat mir das bestätigt. Nur leider gibt es da keinen Support mehr, weil der SA schon alt ist.
Mit was wurde die SA betrieben? Batterien, Powerpack oder Netzstrom?
 
Mit Batterien, Hochleistungsakku und einer Powerbank über den mini-USB Port

Bzgl. Club schau ich mich um, bzw. schreibe da mal an eine Übersichtsseite, ob es in meiner Gegend wen gibt
 
Hi Erik,
ich kann und möchte dir jetzt keinen Rat geben, mit welchem Equipment du einsteigen solltest.
Aber ich kann dir eine kurze Geschichte zu meiner Staradventurer erzählen, die ich 2019 gebraucht erworben habe - und immer noch nutze. :)
Betrieben mit 150 mm Brennweite und APSC- Canon.
Moderate Einzelbelichtungen von 60 sec.
Lief auch anfangs gut, aber nach kurzer Zeit zeigte sie ein merkwürdiges Verhalten.
Sie führte so ca. 15 Minuten anständig nach, aber danach zunehmend stärkere Strichspuren an den Sternen. Ich konnte dann feststellen, dass sie im Gegensatz zu deiner einfach zu schnell lief. :geek:
War schon am Verzweifeln, und Rat auch hier im Forum gesucht. Leider konnte mir keiner helfen.

Irgendwann habe ich die Monti mal aufgeschraubt, ob da irgendwas mit dem Antrieb nicht i. O. war ( Ritzel defekt, Späne drin o. ähnliches). Sah aber alles unauffällig aus.
Habe dann eingeschaltet der Schnecke samt Zahnrad beim Laufen zugesehen. Da konnte ich sehen, wie sie nach einiger Zeit Fahrt aufnahm.:unsure:

Ich habe sie dann wieder zugeschraubt, und ob du es glaubst oder nicht.
Seitdem führt sie anständig über mehrere Stunden nach.

Meine Vermutung: irgendein Bug in der Elektronik, der sich wie auch immer erledigt hat.

lg
Wolfgang
 
Eher mit kleinen Brennweiten und nicht zu schweren Geräten zu beginnen ist natürlich nicht verkehrt, aber man muss sich auch nicht zu sehr künstlich ausbremsen.
Es gibt zuverlässige Gerätschaften, die einem fast schon garantiert keine Steine in den weg legen, vergleichsweise einfach zu bedienen sind, man hat recht schnell Erfolge. Kostet natürlich "paar" k€, aber wenn man weiß, dass die Astrofotografie für einen genau das richtige ist, lohnt sich die Investition definitiv.
Und so scheinst Du auch zu denken.
 
Morgen,

ich kann dir diesbezüglich nach meiner Erfahrung nur raten erstmal mit kleineren Brennweiten anzufangen und ggf. mit einem einem leichtem APO zu beginnen. Das spart erstmal weitere Fehlerquellen wie zb die Kollimation und kaschiert auch ggf. anfängliche Probleme wie zb. das Guiding. Aufgrund des weiten FOV muss es nicht immer ganz exakt sein um auf brauchbare Ergebnisse zu kommen. Eine Canon 600d od. 500d bekommst du inkl. Modifizierung auch schon für kleines Geld. Eine dedizierte Astrokamera kann man sich immer noch zulegen wenn die Ergebnisse passen.

Natürlich musst du mit einem APO erstmal Abstriche bei den Planeten machen. Widefield Deep Sky Objekte sind aber auch eine tolle Sache. Mond und Planeten kann man immer noch per Barlow ablichten. Erstmal Step by Step bis man soweit ist für höhere Brennweiten. Ich persönlich finde auch nicht das ich ausgebremst werde. Es sind natürliche Schritte die man meiner Meinung nach erstmal machen muss.

Für mich als Anfänger gilt erstmal die pot. Fehlerquellen so niedrig wie möglich zu halten.

Du schreibst zudem das du auch mobil sein willst. Dann fallen große Montierungen die schon sehr schwer sind eigentlich schon weg. Ich persönlich bin mit einer HEQ5 gestartet und bin sehr zufrieden. Das wäre aber für mich vom Gewicht schon die Grenze im Feld. Wenn ich jetzt entscheiden müsste dann wäre es wohl eine AM5. Die trägt mit Gegengewicht auch einen 10" Netwton oder einen C11. Stabiles Stativ vorausgesetzt. Das heisst bis 14-17kg kann man auch noch wachsen und ist sogar mobil.

Ich verwende auch einen ASI Airplus sowie einen EAF um den genauen Fokuspunkt zu treffen und die Schritte zu automatisieren. All das minimiert erstmal die Fehler da die Abläufe standardisiert sind und die Software einem doch viel abnimmt.

Letztendlich ist es aber immer eine individuelle Entscheidungen. Die Lernkurve ist trotz allem noch hoch auch was die Bildbearbeitung angeht.

Mein Werdegang bis dato:

https://forum.astronomie.de/threads/vorstellung-und-tipps-anregung-gesucht.315101/#post-1727983

Und ein paar Beispielbilder mit meinem Equipment und den Anfängen:

https://www.astrobin.com/users/OnlyTheSky/

Was hilft sind auch die vielen Videos zu den einzelnen Geräten wie zB. die AsiAir Plus, EAF, AM5 und HEQ5 auf Youtube. Vom Einnorden bis zu den Einstellungen wird alles erklärt. Auch viele Videos zur Bildbearbeitung gibt es da.

Keine Entscheidung sollte vorschnell getroffen werden. Mach die Gedanken was du willst und welche Kompromisse du eingehen willst bzw. muss. Ein eierlegende Wollmilchsau in Form von Equipment gibt es nicht. Wichtig ist mMn Dinge so einfach wie möglich zu halten.

CS Dominik
 
Danke. Ich komme aus Kufstein in Tirol. Arrogant waren die eigentlich nicht. Nur sind das halt eine Hand voll Enthusiasten, die ihre Zeit mit Astrofotografie auf sehr hohem Niveau verbingen und auch ihre Beobachtungszeiten mit deren Equipment sich genau einteilen. Jemanden da mit aufzunehmen bedeutet viel Arbeit. Das versteh ich doch auch. Also überheblich waren die nicht. Nur ehrlich. Möchte da bitte keinen vernadern.
Ich komme aus Neubeuern! Also wenn du mal Hilfe von nem ebenfalls Anfänger brauchst, dann melde dich! Ich kenn mich inzwischen immerhin mit der SA GTI und der ZWO ASIair halbwegs aus. Knipse selber mit ner Sony A7r (modifiziert)...
Deinen SA können wir gern mal zusammen zerlegen und fetten. Wetten der läuft dann sauber?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Erik,

willkommen im Forum!

Da du schon Erfahrung in der Fotografie hast, ist das doch schon ein guter Einstieg. Ich musste mir die Basics erst alle selbst beibringen. Ich würde am Anfang dennoch auf "schweres Gerät" verzichten. Der Frust ist vorprogrammiert, wenn man sich Equipment für xk EUR in die Garage stellt und es nicht nutzen kann, weil irgendwas nicht funktioniert. Und irgendwas läuft meistens nicht - das kennst du ja schon von der Star Adventurer ;)

Du hast geschrieben, du möchtest gerne Neben fotografieren. Das sind zumeist ohnehin großflächige Objekte, die eine kürzere Brennweite brauchen (mit Ausnahme vielleicht von planetarischen Nebeln). Wie Dominik schon erwähnt hat, wäre ein kleiner leichter Apo das Instrument der Wahl. Wenn du später allerdings ohnehin "aufrüsten" möchtest, kannst du natürlich auch gleich zu einer Montierung mit ordentlich Tragkraft greifen (EQ 6 R Pro eventuell). Aber da würde ich vorher überlegen, ob und wie mobil du sein musst bei der Fotografie. Das Zeug wiegt ein paar Kilo...

Ansonsten empfehle ich ebenfalls für den Anfang gerne elektronische Unterstützung z. B. durch die ASIAIR. Das erleichtert den Einstieg ungemein. Du bist dann zwar gebunden und darfst nur Produkte von ZWO verwenden (mit Ausnahme einer DSLR/Ms, die ebenfalls unterstützt werden und natürlich auch Montierungen aus fremder Herstellung - da muss keine AM5 gekauft werden). Eine Alternative wäre die Nutzung der kostenlosen Software N.I.N.A. - da bist du bezüglich des Equipments frei in deiner Wahl. Allerdings ist gerade für Anfänger das Programm nicht gerade intuitiv.

Planetenfotografie funktioniert etwas anders als Deep Sky Fotografie mit entprechend anderen Anforderungen an die Hardware. Wie Dominik sagte: Es gibt keinen eierlegenden Wollmilchsau. Außerdem ist der Himmel immer tage- oder sogar wochenlang bedeckt, wenn man sich neues Equipment gekauft hat, das man gerne ausprobieren möchte. Das strapaziert zusätzlich die Frustrationstoleranz.

Viele Grüße,

Ulrike
 
Wie recht doch die @Ulrike2312 hat! :LOL:
Seit ich meine SA GTI und die ASIair hab, konnte ich lediglich 2x kurz im Hof zumindest GROB den Ablauf des Ganzen ausprobieren. Immerhin komm ich nun halbwegs klar mit dem System - aber Bilder konnte ich noch keine machen! Ich bin schuld am wolkigen Himmel im Inntal seit 2 Wochen…. Lach…
 
Hallo Erik,
das Thema "eine Gruppe findne" kann ich bestätigen.!

Ansonsten: Deep Sky und Planeten funktionieren von der Ausstattung und Verarbeitungstechnik grundsätzlich verschieden! Wobei Deep Sky mit einem Refraktor einfacher ist als mit Spiegelteleskopen! Starte erst mal mit einer teuren Montierung und preiswerteren Teleskopen und Kameras!

Zum Thema Steuerung der Aufnahmen braucht es ja einen Computer. Am einfachsten und für mobilen Einsatz am geeignetsten sind die ZWO ASIAIR. Wenn du (auch) mobil unterwegs sein willst, würde ich folgendes vorschlagen:

- Montierung sollte leicht und klein sein und gut zu verstauen: da ist die AM5 von ZWO zwar relativ teuer aber (bis auf die UMI17 vielleicht) alternativlos
- Teleskop: nimm erst mal einen Refraktor, z. B. Sharpstar Askar FRA300 oder 400
- Kamera: kannst ja eine APS-C von z. B. Canon nehmen oder eine Farb-Astrokamera wie z. B. ASI533MC
- Aufnahmesteuerung, Polar Alignment, GOTO: am einfachsten ist die ASIAIR! Läuft mit verschiedenen Canon Kameras und bei Astrokameras nur mit den Modellen von ZWO. Am preiswertesten und für Deep Sky völlig ausreichend ist die ASIAIR mini für ca. 300 €

Viel Erfolg und CS!
 
Danke für Eure Rückmeldungen, lese sie mir alsbad durch.
Hab grad nur eine gscheite Kieferhöhlenentzündung und liege mit 40° Fieber darnieder. Und bin grad für nix zu gebrauchen.
Aber danke nochmals!!!! Ich antworte wenns mir besser geht
 
Eher mit kleinen Brennweiten und nicht zu schweren Geräten zu beginnen ist natürlich nicht verkehrt, aber man muss sich auch nicht zu sehr künstlich ausbremsen.
Es gibt zuverlässige Gerätschaften, die einem fast schon garantiert keine Steine in den weg legen, vergleichsweise einfach zu bedienen sind, man hat recht schnell Erfolge. Kostet natürlich "paar" k€, aber wenn man weiß, dass die Astrofotografie für einen genau das richtige ist, lohnt sich die Investition definitiv.
Und so scheinst Du auch zu denken.


Hallo Erik,

ich möchte mich dem hier anschließen. Offenbar bist Du schon weiter als Du denkst und Dich darstellst. Du verstehst was von Fotografie und bist über den Punkt der Ahnungslosigkeit hinweg anzunehmen, dass man für 500,00 EUR was Vernünftiges vom Himmel holen kann.

Ob es gleich so großes Geschütz sein muss, wie Du planst, ist ein anderes Thema, ich würde es Dir aber auch nicht ausreden, denn Du scheinst Dich ja schon informiert zu haben, und ja, im Internet wird man auch fündig, was fundierte Infos angeht. Ich hab es genauso gemacht, habe leider keinen Verein besucht (bin auch nicht der Vereinsmensch), wohl aber habe ich diese Community hier zu schätzen gelernt.

Die ZWO AM5 ist eine sehr gute, zukunftsfähige Montierung, die ich der Skywatcher vorziehen würde. Warum trägt die nicht genug? Du kannst da 13 kg draufpacken, normalerweise brauchst Du das nie. Mit Gegengewicht sogar 20 kg. Ich würde die an Deiner Stelle kaufen, wenn Du das Geld hast, und darauf schnallst Du dann ein Teleskop Deiner Wahl. Hierzu rate ich gar nichts, das kannst Du Dir aussuchen. Du wirst mittelfristig mehr als ein Teleskop haben, wenn Du in der Praxis gelernt hast, welcher Typus für welches Objekt am Himmel geeignet ist.

Vorteil: Du hast mithilfe einer Aufnahmesoftware (Laptop mit NINA oder Sharpcap oder kein Laptop, stattdessen z.B. Asiair) eine Goto-Montierung, das ist ein Quantensprung zu Deiner Staradventurer. Mit der Goto-Montierung lernst Du Dich am Himmel zurecht zu finden (ja, ist so, ich bin der Beweis!), wenn Du nachvollziehst, was sie grade macht. Außerdem ist die Nachführgenauigkeit viel höher.

Kameras hast Du schon, damit würde ich erst mal anfangen, eine Astrokamera kommt dann im zweiten Schritt.

So würde ich anfangen, Kostenpunkt wären dann 3300 für die AM5 mit Stativ und Summe X für das Teleskop. Dazu dann noch das Aufnahmegerät. Entweder Laptop (null Euro, falls vorhanden) oder Asiair Minicomputer (500,00 EUR). Sicher, nicht alle Anfänger gehen sofort equipmenttechnisch in die Vollen, aber a) weißt Du, was Du vom neuen Hobby erwartest, b) hast Du offenbar die Kohle und c) hast Du schon Ahnung von Fotografie.

Viel Spaß! Bei Fragen bitte hier melden. Solltest Du wider Erwarten doch noch Gleichgesinnte bei Dir in der Gegend finden, umso besser.

LG Olaf

PS: Gute Besserung auch von mir!
 
OK, dann sind sich hier wahrscheinlich einige einig, dass die @Ulrike2312 mindestens unter dem Teleskop lauter feine Sachen hat :)
Avatarbild: AM5, Stativverlängerung PE200, Berlebach UNI 18. Als Teleskop würde ich dem TE auch einen oder zwei APOs mit Brennweiten von 200-800mm empfehlen
und als Kamera mind. eine ASI533.
 
OK, dann sind sich hier wahrscheinlich einige einig, dass die @Ulrike2312 mindestens unter dem Teleskop lauter feine Sachen hat :)
Avatarbild: AM5, Stativverlängerung PE200, Berlebach UNI 18. Als Teleskop würde ich dem TE auch einen oder zwei APOs mit Brennweiten von 200-800mm empfehlen
und als Kamera mind. eine ASI533.
Damit habe ich auch mein Traumsetup. Ich arbeite sehr gerne damit. Mir fehlt nur das was für die Reise... so um die 400 mm (bissi mehr oder weniger schadet nicht) und nicht zu schwer. Da wäre dann natürlich ein Refraktor angezeigt. Gerne auch Petzval. Ich suche noch...
 
Wenn's mobil werden soll/muss beim Threadstarter, dann bitte in der Rechnung nicht die Stromversorgung vergessen.
Und vor allem in der Anschaffung nicht vergessen xD.

Aber für Strom gehen auch noch gerne gut Euros drauf.

Bei 12v hab ich nicht so den Überblick.
Aber geht bestimmt auch über 100-150€ los bei nem größerem Setup.

Gruß Markus
 
Ich möchte nun sich noch meinen Senf dazu geben.
ich teile die Meinung, das ein Astro Fotografie Setup schon Geld kostet.
Ich bin ebenso der Meinung , das man mit einem kleinen Refraktor anfangen sollte.

Ich habe mir irgendwann mal für meine Alternativ Location ein Setup zusammen gestellt, und wollte unter 2000.- Euro bleiben. Das ging ganz knapp. aber das war vor dem großen Preissprung . Hier ein paar Details

Wenn man allerdings wirklich nur Bilder machen möchte, dann geht auch der Seestar für 700 Euro ( leider nicht mehr für 400,- wie beim Launch )


Das ist die absolut einfachste Möglichkeit mit der jeder Anfänger gut zurecht kommen sollte und auch ein Erfolgserlebnis hat .
Und damit geht dann in einer Stunde Aufnahmen und Bearbeitugszeit und ein paar Minuten Auf und Abbau auch so was hier

NGC6992.jpg
 
Wenn's mobil werden soll/muss beim Threadstarter, dann bitte in der Rechnung nicht die Stromversorgung vergessen.
Und vor allem in der Anschaffung nicht vergessen xD.

Aber für Strom gehen auch noch gerne gut Euros drauf.

Bei 12v hab ich nicht so den Überblick.
Aber geht bestimmt auch über 100-150€ los bei nem größerem Setup.

Gruß Markus
Die reinen Akkus, wie die günstigen LiFePO4 von Eco-Worthy, sind nach Corona erstaunlich günstig geworden. Aktuell bekommt man 30Ah für 110€ und 50Ah für 160€, das sind echt super Preise. 30Ah reichen mir üblicherweise für 2 lange Nächte.
 
Danke für Eure Hilfe und eure Genesungswünsche.
Ein paar News zum Star Adventurer: Den hab ich mir anschauen lassen. Der ist endgültig hinüber, drinnen sind die elektrischen Komponenten alle korrodiert, deshalb funktioniert der nicht mehr. Meine Frau hat mir das bestätigt. Er wurde entsorgt. Mir hat der Händler einen Rabattgutschein gegeben, obwohl ich den dort gar nicht gekauft hatte. :giggle:
 
Vorweg: DANKE für die vielen Nachrichten. Ich habe mir alle Empfehlungen in den letzten Tagen angesehen.

Zu meiner Teleskopsuche: Ich hab mich zu der empfohlenen Zwo AM-5 etwas mehr informiert. Ihr habt Recht, diese ist eigentlich keine günstige, aber eine leichte und zukunftssichere Montierung (sodern ich das als Rookie beurteilen kann). Jemand vom Forum hat mir zu folgenden Zwo Gerätschaften geraten:
Montierung AM5 Harmonic Equatorial Mount mit Karbonstativ (oder ein Berlebachstativ weil gedämpft)
ASIAIR PLUS (256GB) Astrofotografie-Computer
Electronic Automatic Focuser EAF Standard (5V)
Gegengewichtsstange für AM5 / AM3 und Gegengewicht 2x2kg falls ein Teleskop schwerer ist.
Dann würde ich alle Vorteile des Gerätes nutzen. Teuer, aber ich glaube das würde mir schon gefallen.

Zum Thema Kamera hat mir ein Teilnehmer die ASI 2600 MC DUO Color für Deep Sky (mit Autoguidingkamera eingebaut) und die ASI 385 MC Color für Planeten. Diese würde ich mir zeitnah anschaffen, wenn ich glaube, mich mit meiner R5 oder R7 & RF 600 4 und RF 800 5.6 etwas ausgetobt habe.

Zum Teleskop selbst:
Da habe ich einen ungewöhnlichen Tipp erhalten, mir einen Maksutov-Newton anzuschaffen. Entweder einen Skywatcher mit 1000mm Brennweite und 19cm Öffnung, oder den kleineren Explore-Scientific mit 730mm und 15cm Öffnung. Beide sind im www sehr gut bewertet. Die könnte ich rabattiert bekommen.

Alternativ würde ich noch das Teleskop deutlich günstiger bekommen: TS Photoline 130 mm f/7 EDT Triplet APO
Was haltet ihr davon? Eure Meinung dazu würde mich bitte interessieren!

Beim Thema Zubehör muss ich mich noch schlau machen, je nach dem, was ich nehme.
Beim Strom würde ein System mit USB-anschlüssen bevorzugt werden. Die Batterie alleine ist natürlich eine Lösung, aber dann brauche ich noch ein System mit dem ich die Energie verteile und auf USB-Niveau auch noch runtereglen kann.


Schöne Grüße & Danke
Erik
 
Danke für Eure Hilfe und eure Genesungswünsche.
Ein paar News zum Star Adventurer: Den hab ich mir anschauen lassen. Der ist endgültig hinüber, drinnen sind die elektrischen Komponenten alle korrodiert, deshalb funktioniert der nicht mehr. Meine Frau hat mir das bestätigt. Er wurde entsorgt. Mir hat der Händler einen Rabattgutschein gegeben, obwohl ich den dort gar nicht gekauft hatte. :giggle:
Ach du meine Güte.
Ernste Frage, kannst du den SA noch aus der Entsorung rausholen? Ich würde ihn gerne übernehmen.
 
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