Das ist ein simulierter Countdown, denn der Start erfolgt viel später im Video.Nee, das ist der laufende Countdown.
Nee nee, das ist der echte Countdown von SpaceX.Das ist ein simulierter Countdown, denn der Start erfolgt viel später im Video.
Warum? Das ist doch die Wahrheit. Artemis hat doch beim ersten Versuch perfekt funktioniert, man kann Raketen durchaus so konstruieren und vor dem Start austesten, dass sie funktionieren. Mir geht dieses verlogene „zwar ist die Rakete explodiert, aber alle unsere Erwartungen wurden übertroffen“ Gerede der Muskfanboys viel mehr auf die Nerven. Das ist einfach nur gelogen. Ziele dieses Testfluges waren es unter anderem, den Booster kontrolliert im Golf von Mexiko zu landen und das Starship nach einem kontrollierten Wiedereintritt kontrolliert bei Hawaii zu wassern. Nichts davon wurde erreicht.Bei den mal wieder "aussagekräftigen" Schlagzeilen der meisten Medien, z.B.: "Größte Rakete der Welt explodiert beim zweiten Testflug" kräuselt sich bei mir alles.
Man hätte ja auch schreiben können: "Start erfolgreich, aber Ziel noch nicht erreicht", wie es die meisten Kommentatoren vom Fach erklären.
Da bin ich deiner Meinung, insbesondere bei dem Teil in Klammern.wir werden diesbezüglich nie einer Meinung sein (müssen wir auch nicht).
Das hört man ständig.„Or, mabe just give it up and devote the resources to something useful.“.
War sie denn zu klein? Woher wissen wir das? Irgendwo anders im Internet (bin gerade zu faul zum suchen) habe ich gelesen, dass die Zerstörung der Oberstufe automatisch ausgelöst wurde nachdem so und soviele Millisekunden kein Kontakt mehr bestand. „Daran müssen wir arbeiten“ wurde ein SpaceX Mitarbeiter zitiert.... warum die Endgeschwindigkeit zu klein war...
Hört sich einigermassen (*) plausibel an. Ich weiß immer noch nicht, ob Scott Manley irgendwelche Informaten innerhalb von SpaceX hat oder ob er diese Schlußfolgerungen allein zieht?Ultrakurzzusammenfassung für die die das Video nicht anschauen wollen oder können:
- Die erste Stufe wurde während dem Hot-Staging von der zweiten regelrecht zurückgestossen, und das dürfte den Treibstoff von den Einsaugrohren für die Triebwerke zu sehr weggedrückt haben.
- Die zweite Stufe bekam warum auch immer eine Minute vor dem Bumm ein Sauerstoff Leck.
Der Vorteil besteht darin, dass die Triebwerke der Oberstufe zünden, während noch eine positive Beschleunigung wirkt. Dadurch ist sichergestellt, dass der Treibstoff unten in den Tanks bei den Auslässen ist und einen durch die Beschleunigung bedingten Vordruck hat, mit der er in die Pumpen läuft. Wartet man mit der Stufentrennung bis die Unterstufe keinen Schub mehr liefert, dann ist die Oberstufe schwerelos und der Treibstoff zieht sich im Zentrum des Tanks zu einem Ellipsoid zusammen und lässt im schlimmsten Fall den Auslaß frei, so dass die Triebwerke gar nicht gezündet werden können (wie man das wohl herausgefunden hat...). Dieses Problem besteht, seit es mehrstufige Flüssigkeitsrakten gibt. Traditionell wird es mit „Vorbeschleunigungsraketen“ (ullage motors) gelöst, kleinen Feststoffraketen, die erstens bei der Stufentrennung dafür sorgen, dass die Stufen schnell auseinandergezogen werden und zweitens der Oberstufe wieder eine positive Beschleunigung vermitteln. Die Saturn V Rakete hatte insgesamt mehr als 50 davon.Worin besteht denn überhaupt ein Vorteil für dieses "hot staging" ? Dass es Probleme mit sich bringt, hat man ja nun gesehen ...
Dieses Problem besteht, seit es mehrstufige Flüssigkeitsrakten gibt. Traditionell wird es mit „Vorbeschleunigungsraketen“ (ullage motors) gelöst ...
Die Saturn V Rakete hatte insgesamt mehr als 50 davon.
Wahrscheinlich ein einfältiger Gedanke - wäre es nicht möglich, auch ohne Beschleunigung den flüssigen Treibstoff mit Gasdruck in die Brennkammer zu drücken?Wartet man mit der Stufentrennung bis die Unterstufe keinen Schub mehr liefert, dann ist die Oberstufe schwerelos und der Treibstoff zieht sich im Zentrum des Tanks zu einem Ellipsoid zusammen und lässt im schlimmsten Fall den Auslaß frei, so dass die Triebwerke gar nicht gezündet werden können ...
Ja und nein. Den Gasdruck braucht man immer, erstens stabilisert er die Rakete (die meisten haben so dünnwandige Tanks dass sie ohne den Innendruck unter dem eigenen Gewicht bzw. der Beschleunigung zusammenfallen würden) und zweitens sorgt er für einen Vordruck für die Pumpen. In der Schwerelosigkeit kann man aber nicht ohne weiteres sicherstellen, dass überhaupt der Tankinhalt und nicht das Druckgas in die Pumpen gelangt. Bei kleinen Tanks (Lageregelung von Satelliten z.B.) löst man das Problem durch eine Membran im Tank, die das Gas von der Flüssigkeit trennt. Wie das beim Starship nach tage- oder monatelanger Reise zum Mond oder Mars gelöst wird weiß ich leider nicht.Wahrscheinlich ein einfältiger Gedanke - wäre es nicht möglich, auch ohne Beschleunigung den flüssigen Treibstoff mit Gasdruck in die Brennkammer zu drücken?
Gute Frage, habe ich mir noch nie gestellt. Würde mich aber überhaupt nicht wundern.Ich weiß immer noch nicht, ob Scott Manley irgendwelche Informaten innerhalb von SpaceX hat oder ob er diese Schlußfolgerungen allein zieht?
Ja, da scheint irgendwie niemand damit gerechnet zu haben. Wenn man Fotos von der Konstruktion anschaut, dann ist das allerdings (im Nachhinein!) gar nicht so abwegig. Eine kegelstumpfförmige Platte, nur wenige dm von den drei inneren Schubdüsen entfernt...Für mich ein bisschen schwer vorstellbar (und für die Ingenieure bei Spacex, die das entwickelt haben, offenbar auch), dass die Zündung der Zweitstufentriebwerke in dem offenen Stufenadapter mehr Kraft erzeugt als die drei Boostertriebwerke.
Maximilian hat es schon erklärt.Worin besteht denn überhaupt ein Vorteil für dieses "hot staging" ? Dass es Probleme mit sich bringt, hat man ja nun gesehen ...
Genau das war mein Gedanke. Problem sozusagen von der Oberstufe auf die Unterstufe verlagert.Was gut für die Oberstufe ist war in diesem Fall schlecht für die Unterstufe.
Gute Frage. Man könnte den Ring etwas höher bauen so dass mehr Platz für den Raketenstrahl ist. Und/oder die zentralen Triebwerke mit etwas Verspätung zünden. Wir werden sehen...Mal sehen, wie sie das lösen werden.
Nein, du machst den verbreiteten Fehler, Schwerkraft mit Druck zu verwechseln.Wahrscheinlich ein einfältiger Gedanke - wäre es nicht möglich, auch ohne Beschleunigung den flüssigen Treibstoff mit Gasdruck in die Brennkammer zu drücken?
Sie haben die Header-Tanks, wenn ich mich recht erinnere genau aus dem Grund.Wie das beim Starship nach tage- oder monatelanger Reise zum Mond oder Mars gelöst wird weiß ich leider nicht.
Was das Gas im Gegensatz zur Flüssigkeit ja nicht davon abhält, sich im Tankvolumen gleichmäßig zu verteilen, zumal das trotz Schwerkraft sogar am Erdboden passiert.nein, auch ein Gas im Tank unterliegt der Schwerelosigkeit!
Das ist wohl die eigentliche Herausforderung:Ziel ist es einen Blasenfreien Zufluss zu den Pumpen und Brennkammern zu erreichen, da es sonst zu Feuerrückschlägen kommen kann!
Gruß, PeterBei kleinen Tanks (Lageregelung von Satelliten z.B.) löst man das Problem durch eine Membran im Tank, die das Gas von der Flüssigkeit trennt.
Ausser der Schwerkraft spielt auch noch die Oberflächenspannung eine Rolle. Ohne die würden sich Gas und Flüssigkeit nach genügend langer, schwereloser Zeit vermutlich perfekt vermischen. Da es sie aber gibt, entstehen eben (große) "Tropfen", im Extremfall ein einziger.Was das Gas im Gegensatz zur Flüssigkeit ja nicht davon abhält, sich im Tankvolumen gleichmäßig zu verteilen
Davon gibt es ja inzwischen unzählige Bilder wie dieses hier:Ausser der Schwerkraft spielt auch noch die Oberflächenspannung eine Rolle. Ohne die würden sich Gas und Flüssigkeit nach genügend langer, schwereloser Zeit vermutlich perfekt vermischen. Da es sie aber gibt, entstehen eben (große) "Tropfen", im Extremfall ein einziger.
Thorsten
Hi,Hi,
mal ne Frage eines Unbedarften:
Man will ja Menschen damit befördern also muss man mM eine hohe Statistik fehlerfreier Flüge haben.
Versaut man sich nicht mit diesen Fehlflügen diese Statistik?
Oder ist das sowieso ein reines Glücksspiel?
Gruß
Peter
Normalerweise, aber was ist bei SpaceX schon normal, wird bei der Flugerprobung von Flugzeugen und Raumfahzeugen zwischen einer Erprobungsphase und der operationellen Phase unterschieden. In die Statistik geht nur die operationelle Phase ein. Wann die Erprobung endet und der normale Betrieb beginnt wird durch Regeln festgelegt, die Behörden und Hersteller untereinander aushandeln. Beim Space Shuttle gab es z.B. nur zwei Erprobungsflüge. Danach wurden die Schleudersitze ausgebaut der reguläre Betrieb aufgenommen. Bei Apollo gab es auch nur zwei unbemannten Flüge einer Saturn V Rakete, die beide mehr oder weniger erfolgreich waren, aber für eine Besatzung überlebbar, so dass man bereits beim dritten Flug Astronauten mitgenommen hat.mal ne Frage eines Unbedarften:
Man will ja Menschen damit befördern also muss man mM eine hohe Statistik fehlerfreier Flüge haben.
Versaut man sich nicht mit diesen Fehlflügen diese Statistik?
Wobei es immer Gas drumrum hat (also nie "perfektes" Vakuum), wegen dem Dampfdruck der Flüssigkeit (der natürlich u.U. sehr niedrig sein kann).Treibstoff in einem Tank sieht unter Schwerelosigkeit genauso aus, mit oder ohne Gas drumrum.
Die ersten Flüge sind ein Stück weit "Glücksspiel", aber wenn sie die Probleme mal im Griff haben und nicht noch irgendein echter Show-Stopper auftritt, dann rechne ich damit, dass es innerhalb relativ kurzer Zeit dutzende oder gar hunderte Flüge geben wird (Tankerflüge mitgerechnet). Wenn die (((fast))) alle erfolgreich sind, dann kann man sich als Astronaut guten Mutes in so ein Ding setzen.Man will ja Menschen damit befördern also muss man mM eine hohe Statistik fehlerfreier Flüge haben.
Versaut man sich nicht mit diesen Fehlflügen diese Statistik?
Oder ist das sowieso ein reines Glücksspiel?
Maximilian hat es gerade erklärt. (Wir schreiben hier alle immer gleichzeitigIch denke mal nicht, das es eine bestimmte Anzahl an erfolgreichen Flüge zu absolvieren gilt, um eine Freigabe zum Transport von Menschen gibt.
Das wird die Weltraumfahrt noch lange bleiben. Hier ist ein interessantes Paper zum Thema: https://pdf.sciencedirectassets.com...11c1884bcd0b31f68d88f6ab7254gxrqb&type=clientOder ist das sowieso ein reines Glücksspiel?