Okulare für den 3,80 Meter Intes 12 Zoll

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Astro Steve

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Hallo Sternfreunde,

Wie ja einige mitbekommen haben, habe ich das ich sag mal aussergewöhnliche Intes Micro 12 Zoll Maksutov Cassegrain Monster von Ludes mit exzellenter Deluxe Optik ergattert.
Nun zeigte sich bei 12 Zoll f 12,5 natürlich das mir da einige Okularbrennweiten fehlen.

Nix mehr 8mm und kleiner am Planet.

Eher ein sehr gutes 20mm für Planetenbeobachtungen geht mir ab.

Sowie ein ich sag mal mindestens 55 mm aber Weitwinkel mit großem Gesichtsfeld zum rumsurfen.

Für beide Okulare bzw. Einsatzmöglichkeiten würde ich mich über Erfahrungen freuen. Es gibt ja sicher noch einige die mit langen Brennweiten unterwegs sind.

Danke und viele Grüße
Steve
 
Eher ein sehr gutes 20mm für Planetenbeobachtungen geht mir ab.
Ich hätte da ein 18,2mm Delite für dich, was bei mir Arbeitslos ist.
Was besseres in der Brennweite gibts nicht.

Sowie ein ich sag mal mindestens 55 mm aber Weitwinkel mit großem Gesichtsfeld zum rumsurfen.
bei 55mm geht technisch nicht mehr als 50° bei 2" Okularen.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Steve,

Glückwunsch zu diesem großartigen Mak. Ich habe selbst mehrere Intes. Du wirst sicherlich sehr viel Freud damit haben.

Ich nutze Baader eudiaskopische Okulare mit einem Großfeldbino und bin damit sehr glücklich.

Von Baader gibt es gebraucht auch sehr schöne 2“ Okulare z.B. mit 40mm oder 60mm.

Bin schon sehr gespannt auf Deine Berichte.

CS Thomas
 
Hallo Steve,

an meinem 275/3850 Mak werkeln ein TV55mm Pössl, 30mm ES 82°, 17/14mm Nikon Nav-HW, je nach Seeing dann noch 12,5mm Docter/Nikon HW. Alternativ auch das Leica Zoom 17,8-8,9mm. Der Knaller bisher jedoch war eine Mondfahrt bei Superseeing mit dem Binotron 27 bei wahlweise 160x oder 320x (Panoptic 24mm). Am Jupiter mit Binotron haben sich die 30mm Ultima/Eudiaskopisch mit 128x/256x sehr bewährt.

CS Jochen
 
Hi Steve,

wie schon geschrieben wurde, werden bei gegebenen 2" Durchmesser die Gesichtsfelder mit längeren Brennweiten kürzer. Ich selbst habe als längstbrennweitiges 2" Okular ein Antares Erfle 52 mm mit 52° Gesichtsfeld. Das gibt es nur noch antiquarisch, aber für Teleskope mit entsprechend kleinem Öffnungsverhältnis (ab f/10) ist es recht gut. Ab und zu taucht so etwas auf dem Gebrauchtmarkt auf. Ebenfalls antike Schätzchen sind die Celestron 60 mm und 70 mm Kellner-Okulare, jedoch haben diese nur 40° scheinbares Gesichtsfeld.

Grüße
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Man lernt nie aus... das bei 55mm nicht mehr als 50 Grad geht wusste ich nicht.
Ein TV 55 gäbe es gerade gebraucht.

Ein Binoansatz ist natürlich ein ganz anderer Denkansatz über den ich ehrlich gesagt auch schon nachgedacht habe.
Man kann ja jetzt bequem im Sitzen reinschauen.
Da ich ansonsten auch mit meinem 100mm Bino am liebsten beobachte bin ich ohnehin Bino angefixt...

Mit einem Ansatz habe ich allerdings nur einmal am Apo beobachtet das war jedoch nicht vergleichbar wie mit dem richtigen Bino.

Da gehts allerdings nochmals ordentlich ins Geld. Alle Okulare zweimal...

Wäre interessant das am Intes mal probieren zu können.

Wirds ausser bei Planeten und Mond dann nicht zu dunkel?
 
Hi, wegen dem Binokularansatz am Intes:

ein großer Katadiopter ist eigentlich prädestiniert für den Binoansatz, man muss sich keine Gedanken machen wegen Backfokus, so reicht ein Glaswegkorrektor mit 1,25x. Ganz ohne GWK handelt man sich einen Farbfehler ein.
Aufgrund der hohen Brennweite ist auch ein Großfeldbino dass 1,25” voll ausleuchtet angebracht. Mit dem kleinsten GWK hast du ja schon 4,75m Brennweite.
An Okularen wären für den Zweck einfache Plössl z.b. 15-25-32 ein guter Einstieg für nicht zu viel Geld. Also dann ca. 316-190-148 fache Vergrößerung.
Damit ist Mond und Planeten die Hauptanwendung ob des erreichbaren Gesichtsfeldes. Kugelsternhaufen, PN, Doppelsterne gehen natürlich auch, der Binoansatz schluckt aber schon ein bisschen Licht. Daher für Galaxien und schwache Nebel ehr weniger zu empfehlen.
Es gibt auch 2 Zoll Ansätze aber die sind schon sehr teuer und ein Weitfeldgerät wird der Mak dadurch auch nicht.

Wegen Okularen für Mono: ich kann aus Erfahrung mit großen SCs das TV Plössl, das Panoptik 41 und das Vixen LVW42 empfehlen. Das Panoptik ist das beste.
Darunter Nagler T4 z.b. 22 und 12 und am unteren Ende Radian oder Delos.

APM und Explore Scientific bieten auch verschiedene 3 Zoll Lösungen an, das geht dann auch wieder ins Geld. Aber ein 80mm Okular wäre mit AP um 6mm immernoch gut brauchbar.


Bei größer f8 funktionieren die meisten Okulare ganz gut, selbst Orthoskopische Okulare machen da keine Probleme. Ob man ehr Spacewalk oder Tunnelblickfan ist, bleibt ja jedem selbst überlassen.

cs Alex
 
Und für so einen “Planetenkiller” würde ich auch einen Dispersionskorrektor auf die Einkaufsliste setzen. M.E. bester Kompromiss ist der hier:


Grüße Alex
 
Ja, ein ADC ist eine gute Idee. Ich (persönlich) würde zum High End Rohr auch auch das Zubehör aus der Exzellenz-Schublade nehmen. Das muss nicht automatisch das teuerste sein. Es sollte aber die Leistung des Gerätes nicht übermäßig negativ beeinflussen.

CS Jochen
 
Ja, ein ADC ist eine gute Idee. Ich (persönlich) würde zum High End Rohr auch auch das Zubehör aus der Exzellenz-Schublade nehmen. Das muss nicht automatisch das teuerste sein. Es sollte aber die Leistung des Gerätes nicht übermäßig negativ beeinflussen.

CS Jochen

Der Vorteil ist, dass der Wunschzettel für Weihnachten und Geburtstage damit auf Jahre hinaus befüllt ist. ;)
 
Man lernt nie aus... das bei 55mm nicht mehr als 50 Grad geht wusste ich nicht.
Ein TV 55 gäbe es gerade gebraucht.

Ein Binoansatz ist natürlich ein ganz anderer Denkansatz über den ich ehrlich gesagt auch schon nachgedacht habe.
Man kann ja jetzt bequem im Sitzen reinschauen.
Da ich ansonsten auch mit meinem 100mm Bino am liebsten beobachte bin ich ohnehin Bino angefixt...

Mit einem Ansatz habe ich allerdings nur einmal am Apo beobachtet das war jedoch nicht vergleichbar wie mit dem richtigen Bino.

Da gehts allerdings nochmals ordentlich ins Geld. Alle Okulare zweimal...

Wäre interessant das am Intes mal probieren zu können.

Wirds ausser bei Planeten und Mond dann nicht zu dunkel?
Der Grund liegt wie bei entsprechenden 1,25" in der maximalen Feldblende - und die wird ja entsprechend dem Steckhülseninnendurchmesser limitiert. Das TV 55 hat die gleiche Feldblende wie das 41er PanOptic, nämlich 46mm; und auch Gründen aus Brennweite, Feldblende wird dann der sich bildende Winkel amx. groß werden, aber eben dann bei mehr Brennweite - so liefert damit das 41mm ein scheinbares Feld von 68°, das Plössl jedoch nur noch von 50°. Für das Plössl gibt's noch ne 'Verlängerung' auf 67mm, da könnte ein Forenmitglied was zur Anwendung sagen (was natürlich auch nur mehr AP bringt und kein Mehr an sGF).

So ist das auch bei 1,25", dass da eben mit sGF bei 24/25mm-Brennweiten Schluss ist, und 30/32mm wieder kleineres sGF liefern - der innere Rand der Steckhülse begrenzt das (oder meist schon vorher). Die Baader 31/36mm können (dann wg. AP) mit einer 1,25"-Hülse ausgerüstet werden, welche dann die FB liefert. Natürlich kann man größere Brennweiten einsetzen, wenn man die Austrittspupille benötigt: ich hab am Spektiv für Uhu-Beobachtungen ein 40mm TV-Plössl für max. AP, dann aber eben mit einem nativen scheinbaren Gesichtsfeld von nur 43° (das 32mm TV liefert noch 50°).

Bei APM gibt für 2" noch die Masuyama 60mm mit einem sGF von 46°, welche (vmtl.) bei dem vorhandenen Öffnungsverhältnis auch noch randscharf sein müssten.

csm
 
So eines hab ich für 30€ auf ner Börse von Vixen ergattert, kam noch nicht zum ausführlichen Test, stammt aus den frühen 90er. wetterbedingt und ist für meinen 125/1560 Lichtenknecker, dessen eq6 Monut hab ich verkauft und die Hütte in die, die eq8 dan kommt ist noch nicht fertig?

IMG_20240202_230610754_HDR~2.jpg
 
Hallo,

am 16" Mak mit 4,0 m Brennweite hat sich das 41 mm Televue mit einem 2" Baader BBHS Zenitspiegel gut bewährt.
Häufig kommt das Baader Großfeldbino am T2 Zenitprisma, verschraubt mit einem TS 5-fach manuellem Filterrad, mit 24 mm TeleVue Panoptics zum Einsatz.
Gerne verwende ich, wenn das Seeing gut genug ist, das Maxbright am T2 Zenitprisma mit Pentax 12 mm XF.
Zusätzlich verwende ich die APM 18 mm UFF am Großfeldbino und die Pentax 8,5 mm (mit 1,25x GWK an einem Maxbright, nur bei sehr gutem Seeing).
Dazwischen verwende ich monokular die Pentax XWs mit verschiedenen Brennweiten. Deren 70° Gesichtsfeld finde ich für mich eher die Obergrenze dessen, was man noch gut überblicken kann (100° sind mir nicht wirklich angenehm im Einblick).

cs
Andreas
 
...
So ist das auch bei 1,25", dass da eben mit sGF bei 24/25mm-Brennweiten Schluss ist, und 30/32mm wieder kleineres sGF liefern ...
Das gilt für Weitwinkelokulare. Die typischen 1.25" Plössl-Okulare haben in der Regel scheinbare Gesichtfelder von um die 50°, einschließlich der 30 oder 32 mm Okulare. Es ist also erst bei diesen Brennweiten "Schluss".

Viele Grüße
Jürgen
 
Hi!

Kurz zum Verständnis: Im Prinzip ist ein Okular ja nichts weiter als eine Lupe, mit der man das Bild vergrößert, das im Okularauszug "schwebt" und in die Steckhülse bzw. Feldblende vom Okular passen muss. Wenn man die Hand oder ein Stück (Butterbrot)papier hinter den Okularauszug hält, wenn das Teleskop auf den Mond gerichtet ist, kann man das Bild auch direkt sehen, das sonst vom Okular eingefangen wird.

Okulare wie die alten Baader Eudiaskopischen 35mm oder die Hyperion 36 holen noch ein bisschen mehr Feld aus 1,25" heraus, weil hier die Feldblende im breiteren Okularkörper liegt und nicht in der Steckhülse. Die 36er Hyperions sind daher meine Standard-Okulare am Bino-Ansatz; brauchen natürlich auch etwas mehr Backfokus.
IMG_0582.JPG
Längere Brennweiten liefern dann eine größere Austrittspupille, aber halt nicht mehr Feld als durch die Steckhülse passt. Mein langbrennweitigstes 1,25"-Okular ist ein 45mm Celestron, das kam aber erst während dieser Schlechtwetterperiode zu mir...

Celestron hat auch noch ein 56mm 2"-Okular mit 47°, da habe ich aber nie durchgeschaut.

Gute langbrennweitige Okulare sind selten - ich habe hier noch ein 70mm Lichtenknecker System 64-Okular vom Typ Mittenzwey, das am 125/3500 f/28 Schiefspiegler wunderbar funktioniert, aber am 150/2250 f/15 "Kometensucher" ;) eine katastrophale Randabbildung hat. Lichtenknecker hatte auch mal ein 100mm-Okular, das dann sogar einen größeren Anschluss als das System 64 hatte.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Steve,

Glückwunsch zu diesem grossartigen Gerät!

Ich stimme meinen Vorredenern uneingeschränkt zu und würde dir ein Bino in jedem Fall empfehlen.Das C14 hat ja mit 3910mm eine ähnliche Brennweite und ich beobachte seit vielen Jahren schon, fast ausschliesslich mit Bino.

Der grosse Vorteil ist, dass dein Teleskop recht okularunkritisch ist und du nicht auf, meisst teure, kurzbrennweitige Okulare mit grossem Augenabstand zurückgreifen musst.Zudem wirkt das Bild im Bino deutlich grösser, (viele reden vom Faktor 1,4x) und es lässt sich wesentlich entspannter beobachten.

Meine Empfehlung für´s Bino, sind die schon genannten Baader eudiaskopischen, oder baugleichen Celestron Ultima, wie ich sie auch in einigen Brennweiten nutze.

Mein Bino-Okularsetup schaut z.B. so aus:

40mm TV Plössl, 35mm Baader Eudiaskopisch, 30mm Celestron Ultima, 28mm Edmund Optic RKE, 25mm Masuyama, 24mm Explore Scientific mit 68° für ein schön grosses, überschaubares Gesichtsfeld, eine recht günstige Alternative zu den noch besseren 24mm TV Panoptic.

Weiterhin 21,5mm RKE, 18mm Celestron Ultima oder 18mm Masuyama, 15mm RKE, sowie 12,5mm Docter und 10mm Leica (10445302 25x/9.5B) brillenträgertaugliche Mikroskopokulare mit Einzelfokussierung.

Zusammen mit einem 1,25x und einem 1,7x GWK, ist man da für alle Eventualitäten gerüstet.

Als 2" Okulare habe ich ein 55mm TV Plössl, ein 40mm University Optics König, sowie ein 32mm Meade SWA ( gut, ein 31er Nagler, wäre hier wohl deutlich besser..)

Diese nutze ich ebenfalls, am recht langbrennweitigen Tak Mewlon 210.

Bei Interesse, ein Paar 18mm Celestron Ultimas habe ich aktuell hier auch angeboten und eventuell stehen auch die 2 original Docter 12,5mm zum Verkauf, da ich sie leider zu wenig nutzen kann, auch wenn es meine absoluten Lieblingsokulare sind.

Meine ganz klare Empfehlung für dich, geht zum Bino mit BBHS ZS und wenn du alles optimal nutzen möchtest, auch zum hochwertigen ADC.


CS, Wolfgang
 
Hallo Freunde

Wenn man ein Teleskop mit 3,8 Meter Brennweite hat so wird man in Sachen Okulare schon ein gutes Stück über den Tellerrand hinaus schauen müssen wenn man noch ein brauchbar großen Himmelsabschnitt überblicken möchte. Ich erinnere dazu erst einmal an diesen Beitrag #27.
Mit 2"-Zubehör ist man bei 3,8 Meter Brennweite auf 0,7° oder 42,5 Bogenminuten schon sehr stark eingeschränkt. Die kleinen 2"-Reducer für SC bringen da mit einem freien Durchgang von ca. 42-43mm auch keine Abhilfe. Das Gesichtsfeld mag dadurch etwas größer werden aber die Ausleuchtung ist damit miserabel. Man Benötigt hier also eine Shapleylinse die einen Bildkreis von mindestens 60mm erfassen kann. Meines Wissens liefert das nur die Shapleylinse mit 80mm Durchmesser vom Giant Easyguider. Das mag bei F12,5 gerade noch hinreichend gut abbilden denn diese Linse ist für die F10-SC-Optiken und deren Aberrationen im Feld gerechnet. Bei F20 gerät hier diese Korrektur von Koma zur Farce denn die Sterne verziehen sich zum Bildrand hin mehr und mehr zu "Einsteinbögen" oder langen "Bananen". Also bei F 12,5 mag das noch gehen bei F20 gehts nicht. Man sollte das aber mal mit einem Giant Easyguider bei F 12,5 ausprobieren. An einem C14 scheint das gut zu funktionieren.

Der bessere Weg währe aber direkt auf 3"-Okulare zu setzen. Damit lassen sich Feldblenden von bis zu 70mm realisieren das heißt hiermit sind bei 3800mm Brennweite Gesichtsfelder von bis zu 1° 03´möglich. Das ist um die Hälfte mehr als das 2"-Steckmaß her gibt. Wie solche Sachen aussehen zeigt das beigefügte Bild. Wenn der Steve hier mal was ausprobieren möchte so soll er mich mal kontaktieren. Ich bin sicher da lässt sich zum Ausprobieren etwas organisieren.

Feldblenden(1280x852).jpg

Als Okularbrennweite empfiehlt sich hier 65-75mm wie zum Beispiel die 75mm Okular-Prisma-Kombination von Rodenstock mit 65mm Feldblende und sehr angenehmen Einblick. Da spart man sich nebenbei den Zenitspiegel! Das passt vom Lichtweg her gut. Okularbrennweiten von 65-75mm realisieren 5,2-6mm Austrittspupille. Nachteil: für solch große Feldblenden gibt es leider keine Nebelfilter sondern nur Neural- und UV-Filter aus dem Fotozubehör. Eine Möglichkeit währe es den Filter hinters Okular direkt vors Auge zu platzieren.

Ein anderes Thema ist die Planetenbeobachtung. Ich kann einem erbsengroßen Jupiter nicht viel abgewinnen. Am 250er Schiefspiegler fange ich in der Regel bei mittelmäßigen Seeing mit einem 21er oder 19er Okular bei 238-263-fach also bei ca. 1mm Ap. an. Das mag jetzt für einige hier sich nach übertrieben viel anhören aber der Schiefspiegler bietet hier in Sachen Bildschärfe und Kontrast genügend Reserven und es hat sich immer wieder gezeigt, daß wenn diese Vergrößerung "nicht geht" eine Planetenbeobachtung an diesem Abend sich kaum lohnt denn außer ein paar flaue Bänder und total zerspreckelte Monde bekommt man dann nichts zu sehen. Dann ists nichts mit GRF, Mondschatten oder gar Mondtransits. Wenn doch an diesem Abend was geht lässt sich die Vergrößerung an Jupiter bis auf 385-fach steigern ohne in Sachen Schärfe oder Kontrast Abstriche machen zu müssen.

Sehr lohnenswert ist die Beobachtung mit Binoansatz. Hier ist auf einen möglichst großen freien Durchlass für große Feldblenden zu achten und möglichst kurze Lichtwege. Zu empfehlen ist hier das 32mm Prisma von Baader, das benötigt nur ca. 40mm Lichtweg. Auf Glaswegkorrektoren sollte man bei F12,5 komplett verzichten. Der Farbfehler ist bei diesem Öffnungsferhältnis unbedeutend und der kleine freie Durchlass dieser Korrektoren schränkt mehr die Ausleuchtung ein als das man da was an Lichtweg gewinnt zumal die Dinger die an sich schon lange Brennweite nochmals verlängern.

Der Ratschlag zum ADK ist zwar gut gemeint aber wir haben 3,8 Meter Brennweite und da braucht man einen möglichst großen Bildkreis, der leider durch diese ADKs mit eine freien Durchgang von 17mm (great star)-22mm zumal noch vor einem Bino also 110mm vor dem Okular unser Lichtbündel zu sehr einschränkt. Ich denke, man verliert hier mehr als das man gewinnt.

Bei 5 Meter Brennweite beginne ich eine Planetenbeobachtung am Bino mit 27mm-Okulare. Das ist nominell eine 185-fache Vergrößerung. Aber mit zwei Augen betrachtet wirkt das alles um den Faktor 1,4-fach größer. Wir haben also eine Vergrößerung die "gefühlt" wie 259-fach wirkt. Das läßt sich dann bei guten Verhältnissen bis zu 17,4mm Okularbrennweite steigern. Dann sind wir bei nominal 287-facher und gefühlt 402-facher Vergrößerung. Jupiter kommt dann so groß rüber wie eine 2€-Münze aus 30-40cm Entfernung betrachtet.
Sollte einmal die Anfangsvergrößerung mit den 27er Okularen zu heftig sein so kann ich noch auf die 31mm Hyperion Aspheric zurück greifen. Sie bringen mir mit 30mm Feldblenden das größtmögliche Gesichtsfeld was am Bino noch zu erreichen ist. Dazu ist allerdings ein Bino mit möglichst großen Prismen nötig.

Nun, es gibt auch Binos für 2"-Okulare deren Lichtweg ist alledings dermaßen lang das der Backfokus in Verbindung mit einem 2"-Zenitspiegel / Prisma kaum noch mit dem Maksutov zu erreichen ist. Man wird da mit einem Backfokus von 300-400mm rechnen müssen.

viele Grüße

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Das gilt für Weitwinkelokulare. Die typischen 1.25" Plössl-Okulare haben in der Regel scheinbare Gesichtfelder von um die 50°, einschließlich der 30 oder 32 mm Okulare. Es ist also erst bei diesen Brennweiten "Schluss".

Viele Grüße
Jürgen
Mit 'Schluss' meinte ich die mehrfache erwähnten scheinbaren Gesichtsfelder der Okulare: ab den genannten 24/25mm werden die nicht größer, sondern kleiner. Die erwähnten 32mm Plössl sind ja dann bei 50° (und dann auch die guten). Man braucht sich ja lediglich eine Steckhülse aufmalen, und dann mittels Trigonometrie und der Brennweite den halbseitigen Winkel ausrechnen. Das gleiche Prozedere würde dann bei den 2"-Okus angewendet werden, womit der TO die Erklärung dafür hätte, dass die 55mm nicht über 50° sGF heraus kommen. Das 55 kann man ja mit einer TV-Zusatzoptik nochmal verlängern (67mm, der Forent 'Schiefspiegler' aka Christopher hat da Erfahrung), aber da wird's dann noch enger.
Für große Felder hat er ja das 100mm-Bino, da der Aufwand für 3"-Anschlussoptik doch recht groß ist; dann lieber in gute Binoansatzokulare investieren. Ich hab seit vielen Jahren das Baader-Großfeld mit den 24er PanO - allerdings wird das dann mit Brille recht knapp.

csm
 
Hallo Peter,

es gibt ja auch ADK mit größerem Durchlass von Gutekunst, die sind aber sehr teuer.
Ein 20mm Plössl geht ja mit 17mm Feldblende auch noch gut und bei Planeten wird man oft in diesem Bereich oder mehr vergrößern wollen.
Daher finde ich ist der Greatstar ein guter Kompromiss, gleiche Qualität und Einfachheit der Bedienung aber deutlich günstiger als die Gutekunst.
Was den Farbfehler angeht kann man es ja erstmal ohne GWK probieren wenn es doch stört nachrüsten.

cs Alex
 
Hallo Namenvetter

Also die genannten Okulare von Wollensak haben alle nur 2" Steckmaß mit entsprechend kleinen Feldblenden sind also hier wenig zielführend. Man muß auch nicht für 3"-Okulare unbedingt ein Vermögen ausgeben. Ein 41er Panoptic z. B. kostet deutlich mehr als ich für die vier Okulare zusammen bezahlt habe wobei ich bei Zweien schon "Freudenhauspreise" gezahlt habe.
Den optischen 70mm Spiegel für meinen selbst gebauten Klappspiegel habe ich seiner Zeit beim leider viel zu früh verstorbenen Manfred Piper noch für 20 € gekauft. Ein 100mm Okular wird heute bei einem Händler zum mehr als 6-fachen Preis als den von Piper angeboten! Das geht unter Freunden deutlich preiswerter.

Bei Neuware kommt man allerdings nicht an Siebert Optics vorbei denn die Alternativen aus Japan kosten da schon mal rund um die hälfte mehr.
Der 3"-Spiegel von ES ist sehr teuer dürfte aller Dings zur Zeit das günstigste Angebot im Neuwarenbereich darstellen.
Schaut man sich aber den Preis für einen BBHS-Zenitspiegel an so relativiert sich auch hier der Preis ein wenig.

nix für ungut
Peter
 
Bei Neuware kommt man allerdings nicht an Siebert Optics vorbei ...
Wenn das denn eine realistische Option ist. Da würde ich jedenfalls nicht nochmal was bestellen.

Meine negative Erfahrung mit Siebert Optics ist nun schon bald 19 Jahre alt:

Siebert
  • Du weist auf die 2" Binokularansätze von Harry Siebert hin. Eigentlich ideal am C14. Darum hatte ich schon vor 13 Jahren so ein BN45 bei ihm bestellt. Versprochene Lieferzeit war 3 Monate, aber trotz mehrmaliger Erinnerungen über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr kam da nie etwas. Seine Webseite hinterlässt ja schon einen gewissen chaotischen Eindruck. Meine Erfahrung mit H.S. war jedenfalls unerfreulich.
Peter
 
Celestron hat auch noch ein 56mm 2"-Okular mit 47°, da habe ich aber nie durchgeschaut.
Das hatte ich, ist identisch mit dem 55mm Omegon. Diese beiden sind umgelabelte China Okulare die bei mir am f11/f15 gut funktionieren. Nur "gut" sage ich wegen unten folgenden.

Problem bei diesem Okular ist das Feuchtigkeit zwischen den beiden Linsengruppen eintritt.
Danach mit dem Staubsauger in ner kleinen 15min Session hatte ich gleich das Problem im Griff mit einem zusätzlichen Plastikbeutel.
Irgendwie war die Luft in Fabrik doch eher was zu warm mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Linsen sind bestens sauber bei beiden.
Vergütung der Linsen ist halt das Grüne, mag mehr andere Farben, aber bei dieser Brennweite was ich so habe fällt das auch nicht ins Gewicht.

Das Meade hatte ich nicht probiert, sollte aber so was ich nachforschen konnte identisch sein von den Linsen/Abständen her. Letzte Generation.

Die Feldblende meiner Samples ist scharf, bei der Umlenkoptik braucht man doch ne etwas grössere Öffnung vorn für peinlich Exigente, ich komme aber klar damit, da ich diese AP gelegentlich gerne habe mit Filtern am langen Refraktor.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Leute,

ich bin ja ganz erschlagen von all den Informationen.
Das mit dem Bino werde ich sicher irgendwann angehen, der 12 Zoll Intes war allerdings erstmal eine ordentliche Investition, so dass ich das erstmal etwas rückstellen werden.
Was ich vorhin ergattern konnte war das TeleVue 55mm 50°. Hier bin ich dann erstmal gespannt wie das ist.
Zum angebotenen 18,2mm sieht es so aus.
Das Durchschnitts Seeing hier an meinem Standort, also quasi die Bedingungen die meist herrschen lässt mich einen Jupiter am besten immer mit um die 190-fach ansehen. Das geht immer und sehr gut, mehr nur an wirklich besonderen Tagen. Dem Vorredner muss ich zumindest für meine Erfahrung widersprechen, ich hatte auch mit dieser Vergrößerung an meinem guten Newton schöne Monddurchgänge (Mond auch vor Jupiter noch wunderbar sichtbar) und auch Strukturen im GRF.
Lieber etwas kleiner aber dafür knackscharf. Und natürlich gibt es auch mal das super seeing, das ist hier allerdings sehr selten.
Da beim letzten Vergleich zwischen meinem Newton und dem Mak das ganze sich ähnlich verhalten hat (wenngleich der Mak ein deutlich besseres Bild hatte) möchte ich hier erstmal in die gleiche Vergrößerung reingehen und mich dem ganzen rantasten.
Also wäre hier ein 20mm (zwischen 24mm und 15mm habe ich eben nichts) für mich die beste Alternative.
 
Oben genannter Bino-Ansatz wäre hier sogar im Board momentan.
Aber das war alles eigentlich erstmal nicht geplant _affeaugen:
Welche Bino-Ansätze sind denn noch so zu empfehlen?
Hier habe ich leider keinerlei persönliche Erfahrung außer einmal ein Durchblick bei einem Kollegen an seinem Takahashi TOA, hatte mich aber nicht umgehauen.
 
Der Ratschlag zum ADK ist zwar gut gemeint aber wir haben 3,8 Meter Brennweite und da braucht man einen möglichst großen Bildkreis, der leider durch diese ADKs mit eine freien Durchgang von 17mm (great star)-22mm zumal noch vor einem Bino also 110mm vor dem Okular unser Lichtbündel zu sehr einschränkt. Ich denke, man verliert hier mehr als das man gewinnt.
Hallo Peter,
für die Achs- bzw. Detailabbildung spielt das keine Rolle.
Die ADCs sind wenn man so will eh nur für die hochauflösende Achsabbildung konzipiert.
Jupiter hat mit 50"/D, im Fokus bei 3800mm Brennweite einen Durchmesser von ca. 0,92mm.
Bei f/12,5 hat man also locker 200mm Backfokus zur Verfügung und somit passt der ADK an jeden Binokularansatz ohne auf der Achse zu vignettieren.
Nur Sonne und Mond bekommt man mit ca. 36mm nicht mehr als Ganzes ins 1.25 Okular.
Vielmehr kann der Backfokus des MC selbst zum Nadelöhr werden, da ja noch Klemmen und ein Zenitspiegel dazukommen?
Qualitativ gehört meiner Meinung nach der Gutekunst an so einen MC.
LG
 
Hallo Steve,

Glückwunsch zu diesem großartigen Mak. Ich habe selbst mehrere Intes. Du wirst sicherlich sehr viel Freud damit haben.

Ich nutze Baader eudiaskopische Okulare mit einem Großfeldbino und bin damit sehr glücklich.

Von Baader gibt es gebraucht auch sehr schöne 2“ Okulare z.B. mit 40mm oder 60mm.

Bin schon sehr gespannt auf Deine Berichte.

CS Thomas
Hallo Thomas,

Welches Großfeldbino nutzt du?

VG Steve
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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