Hallo Marcus,
@Gerd_Duering Du hattest glaube ich schon mal etwas über diese Glaskombination geschrieben. Ich finde den Text aber nicht mehr. Hättest Du Lust den Beitrag zu verlinken oder noch mal zu beschreiben, warum diese SD-Apos in Anbetracht ihres günstigen Preises visuell so gut performen? Das wäre toll.
bei guten Glaspaarungen mit geringem sekundären Spektrum lässt sich bei einem Doublet meist die SA höherer Ordnung nicht so gut korrigieren.
Neben der Glaspaarung hängt das aber auch stark von der Öffnungszahl ab.
Das bedeutet das man viele gute Glaspaarungen bei sehr schnellen Doublets nicht mehr ohne weiteres verwenden kann weil man hier sonst die SA höherer Ordnung nicht mehr in den Griff bekommt.
Man müsste dann mit einer Asphäre arbeiten um die SA höherer Ordnung zu korrigieren und das will man vermeiden.
Man verwendet dann lieber eine andere Glaspaarung mit der sich auch bei schnellem Doublet die SA höherer Ordnung noch gut korrigieren lässt.
Diese Glaspaarungen zeigen dann aber typischerweise ein größeres sekundäres Spektrum.
Bei den von dir angesprochenen schnellen kleinen SDs ist man einen anderen Weg gegangen.
Es ist bei Verzicht auf eine Komafreie Feldkorrektur möglich die SA höherer Ordnung besser zu korrigieren.
Das ermöglicht wiederum auch bei einem schnellen Doublet eine Glaspaarung mit geringem sekundärem Spektrum zu verwenden welche man bei vollständiger Komakorrektur nicht mehr verwenden kann.
Man nimmt also etwas Koma im Feld in Kauf und erhält im Gegenzug eine bessere Farbkorrektur durch eine bessere Glaspaarung.
Der Nachteil dieses Ansatzes ist allerdings das diese Doublets dann für Foto speziell dafür gerechnete Flattener oder Reducer benötigen welche eben auch die Koma mit korrigieren.
Und wenn man sich mal Fotos anschaut sind die Ergebnisse selbst mit dem speziell dafür gerechneten Reducer nicht ganz so zufriedenstellend.
Der spezielle Flattener funktioniert aber recht gut.
Grüße Gerd