TS SD 150mm f/8 FPL53 / Lanthanglas

Moin.

Der kleine Bruder des 150ers, der 125 SD f/7.8, ist vorgestern auch bei mir eingezogen. Viel konnte ich noch nicht machen, aber die Optik ist großartig. Die maximale Vergrösserung am Saturn wurde eindeutig vom Seeing und der atmosphärischen Refraktion begrenzt. Er wird visuell auch noch einigermaßen von meiner SP-DX getragen.
Also nicht so viel theoretisieren, mehr beobachten. :D

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Walter,
Ja ist so. Außer zweimal in all den Jahren, beide Male bin ich auf meiner Beobachtungsliege eingeschlafen und erst nach Stunden munter geworden. Da hat mir das C8 einmal einen M13 gezeigt, wie ich ihn nie wieder gesehen habe. Und das andere Mal das kleine Fuzzi von Sternhaufen neben M35. Den hab ich sonst nie so beachtet, in dieser Nacht nach meinem Schläfchen war der aufgelöst. Die Sterne dort sollten aber nur 15. Größe sein. Nadelfein. Deswegen tippe ich auf das Temperaturproblem.

Aber ansonsten. Werde nie es vergessen, wie ich zum Refraktoraner geworden bin.

Damals gab es einen kleinen Verein dem ich mich abgeschlossen habe. Wir haben uns dann einen Vixen 80 L, oder wie der geheißen hat als Vereinsfernrohr gekauft und rauf auf dem Berg zum First Light. Mitleidig habe ich meine Kollegen beobachtet wie sie den Öffnungszwerg in meinen Augen aufgebaut haben und ich daneben mein C8. Dann haben wir Jupi beobachtet und ich hab den Fehler gemacht da durch den Zwerg durchzusehen. Das Bild von Jupiter war sowas von besser, als ich es jahrelang im C8 nie gesehen habe. Mir ist das Gesicht eingeschlafen und das Mitleid ist schlagartig verschwunden. Alle anderen haben dann auch verglichen, bei gleicher und unterschiedlicher Vergrößerung. Das Bild war einfach besser.

Deswegen ja Theorie ist wichtig aber in der Praxis sind es halt die Rahmenbedingungen auch.


Liebe Grüße

Franz
 
Glückwunsch Marcus.

Schau Dir bei Gelegenheit den Mond mit hoher Vergrößerung am Terminator an, wenn das Seeing passt. Das kann einem die Sprache verschlagen. Mir ist es so ergangen das erste Mal und ich gugge Sterne seit über 40 Jahren nun schon. ?

PS Ich hab den auf einer Takahashi EM2 Montierung. Darauf hat Takashi ihren FS 5 Zöller Mal ausgeliefert. Mit 2 Zoll Prisma und der "Bierdose", dem 30 mm 82er ES Okular ist es nicht mehr ganz das Wahre. Wind darf nicht viel gehen. Ansonsten geht's gerade so. Aber ich glaube auf Dauer wird es eine stärkere Montierung werden müssen.

LG
Franz
 
Hallo Franz,

das werde ich. Ich habe ihn mir schwerpunktmäßig für Planeten und Mond angeschafft. Aber mit dem 40mm Erfle komme ich auf rund 25x und 2,9° sGF bei 5mm AP. Das ist schon Weitfeldbeobachtung und ich bin gespannt wie er sich an flächigen Emissionsnebeln im Schwan macht. Das wird ein Abenteuer und ich freue mich drauf.

Bis dann:
Marcus
 
bin ich auf meiner Beobachtungsliege eingeschlafen
Das wundert mich nicht, dass du dann Objekte gesehen hast wie sonst nie. Im Schlaf stellt sich nämlich die beste Dunkeladaption des Auges ein, die es überhaupt gibt. Wenn man ein paar Stunden schläft und dann im Finstern aufwacht, ist das Auge optimal eingestellt auf Dunkelsehen. Dass man hier dann auch sehr schwache Objekte gut erkennen kann "wie sonst nie" ist normal.
 
Das ist schon Weitfeldbeobachtung und ich bin gespannt wie er sich an flächigen Emissionsnebeln im Schwan macht.
Mit meinem kurzbrennweitigen TV NP101 und dem Nagler 31 Okular (meine Lieblingskombination) schaut das dann vom Bildfel her ungefähr so aus. Habe mal eine Simlulation mit Stellarium gemacht. Das Bilfeld passt ganz gut, Der Cirrus erscheint aber nicht so bunt wie hier, das ist klar und auch bei weitem nicht so hell. Wichtig ist, dass man einen richtig dunklen Himmel hat, der heutzutage leider immer seltener wird. In Stadtnähe ist hier leider nicht mehr viel zu machen. Auf einer Alm mit Bortle 2 schauts hingegen richtig gut aus. Das ist dann ein wunderbarer Anblick.

Screenshot 2024-10-01 053342.png
 
Moin.

Für Weitfeld habe ich auch noch den kleinen TS 60/360 Apo. Mit dem 24mm Panoptic schwebt der Nordamerikanebel da richtig frei im Raum zwischen den Sternen und der Pelikan springt einen förmlich an.

Der hat übrigens die gleiche Glaskombination wie seine großen Brüder. FPL53 und Lanthanglas. Und bei 60mm f/6 scheint diese Kombi einen Sweet Spot zu haben. Es ist unglaublich wie weit ich den Lütten in die Übervergrößerung jagen kann. Ich habe bei 150x damit am Mond eindeutig den Krater Armstrong sehen können.

@Gerd_Duering Du hattest glaube ich schon mal etwas über diese Glaskombination geschrieben. Ich finde den Text aber nicht mehr. Hättest Du Lust den Beitrag zu verlinken oder noch mal zu beschreiben, warum diese SD-Apos in Anbetracht ihres günstigen Preises visuell so gut performen? Das wäre toll.

Bis dann:
Marcus
 
Für Weitfeld habe ich auch noch den kleinen TS 60/360 Apo
So ein Teil habe ich auch. Einen TS ED 60/330. Das ist, soweit ich weiss auch ein FPL53 Zweilinser. Allerdings für Beobachtungen eher weniger interessant, da die 60mm Öffnung lichtmäßig doch relativ bescheiden sind. Am Mond gehts hingegen noch relativ gut, wobei hier mangelts dann an der Vergrößerung. Hier leistet der TS102/f11 ganz andere Dienste ;-)
Deswegen kommt der kleine ED bei mir nur huckepack auf den größeren Fernrohren als Guide-Scope mit dem MGEN zum Einsatz. Hierfür ist das Ding sehr gut geeignet.
 
Hallo Franz,

das werde ich. Ich habe ihn mir schwerpunktmäßig für Planeten und Mond angeschafft. Aber mit dem 40mm Erfle komme ich auf rund 25x und 2,9° sGF bei 5mm AP. Das ist schon Weitfeldbeobachtung und ich bin gespannt wie er sich an flächigen Emissionsnebeln im Schwan macht. Das wird ein Abenteuer und ich freue mich drauf.

Bis dann:
Marcus
So dachte ich auch, habe dann aber offene Sternhaufen mit dem Gerät für mich "neu entdeckt" und verbringe jetzt die meiste Zeit am TS125/975 diese zu beobachten...

Gruß Horst
 
Hallo Marcus,

@Gerd_Duering Du hattest glaube ich schon mal etwas über diese Glaskombination geschrieben. Ich finde den Text aber nicht mehr. Hättest Du Lust den Beitrag zu verlinken oder noch mal zu beschreiben, warum diese SD-Apos in Anbetracht ihres günstigen Preises visuell so gut performen? Das wäre toll.

bei guten Glaspaarungen mit geringem sekundären Spektrum lässt sich bei einem Doublet meist die SA höherer Ordnung nicht so gut korrigieren.
Neben der Glaspaarung hängt das aber auch stark von der Öffnungszahl ab.
Das bedeutet das man viele gute Glaspaarungen bei sehr schnellen Doublets nicht mehr ohne weiteres verwenden kann weil man hier sonst die SA höherer Ordnung nicht mehr in den Griff bekommt.
Man müsste dann mit einer Asphäre arbeiten um die SA höherer Ordnung zu korrigieren und das will man vermeiden.
Man verwendet dann lieber eine andere Glaspaarung mit der sich auch bei schnellem Doublet die SA höherer Ordnung noch gut korrigieren lässt.
Diese Glaspaarungen zeigen dann aber typischerweise ein größeres sekundäres Spektrum.

Bei den von dir angesprochenen schnellen kleinen SDs ist man einen anderen Weg gegangen.
Es ist bei Verzicht auf eine Komafreie Feldkorrektur möglich die SA höherer Ordnung besser zu korrigieren.
Das ermöglicht wiederum auch bei einem schnellen Doublet eine Glaspaarung mit geringem sekundärem Spektrum zu verwenden welche man bei vollständiger Komakorrektur nicht mehr verwenden kann.
Man nimmt also etwas Koma im Feld in Kauf und erhält im Gegenzug eine bessere Farbkorrektur durch eine bessere Glaspaarung.

Der Nachteil dieses Ansatzes ist allerdings das diese Doublets dann für Foto speziell dafür gerechnete Flattener oder Reducer benötigen welche eben auch die Koma mit korrigieren.
Und wenn man sich mal Fotos anschaut sind die Ergebnisse selbst mit dem speziell dafür gerechneten Reducer nicht ganz so zufriedenstellend.
Der spezielle Flattener funktioniert aber recht gut.

Grüße Gerd
 
So dachte ich auch, habe dann aber offene Sternhaufen mit dem Gerät für mich "neu entdeckt" und verbringe jetzt die meiste Zeit am TS125/975 diese zu beobachten...

Gruß Horst
Genauso ging es mir mit dem TS 125 auch. Er ist ein echter Allrounder, erstaunlich gut am Planeten, aber Deepsky zeigt er auch viel und besonders Sternhaufen sind eine Freude in dem TS 125. Ich habe ihn nur verkauft, weil ich noch etwas mehr wollte und bin auf den APM 140/980 SD gewechselt.

Eigentlich geht es hier ja um den TS 150 f8 und warum der "oft" verkauft wird. Ich glaube viele unterschätzen die Größe eines 150/1200mm Refraktor und nutzen ihn deshalb selten. Für mich ist daher der 140 f7 das Maximum und der ist für mich deutlich leichter zu handhaben als ein 150 f8.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerd,

vielen Dank für die Erläuterung. Ich hatte das noch grob in Erinnerung, aber jetzt weiß ich es genauer. Ich werde mal auf die Koma im Feld achten, aber als langjähriger Newton-Nutzer bin ich daran gewöhnt. Aber vielleicht mache ich mir mal einen Spaß und befestige den Paracorr meines 16“ers mal am OAZ und schaue was dann passiert. ;)

Auf Sternhaufen bin ich auch gespannt. Die ware mit dem 60mm schon sehr nett und ich hoffe durch die bessere Auflösung und perfekte Abbildung im mittleren Vergrößerungsbereich tolle Dinge zu sehen zu bekommen.

Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass vielen Leuten der 50er zu groß und zu massig ist. Insbesondere für mobile Beobachtung, und sei es im eigenen Garten. Den 125er auf die Montierung zu wuchten ist noch gut machbar, aber größer und schwerer möchte ich mein Teleskop auch nicht haben. Eventuell wirklich ein Grund, dass sich einige Nutzer wieder von dem Gerät trennen. Es ist halt nicht nur die reine Masse. So ein Gerät ist auch wirklich sperrig.

Bis dann:
Marcus
 
ich weiß echt nicht was mit Euch los ist Leute, ein 150er ist zu schwer? echt jetzt?
Ich verstehe die Leute die Bilder machen wegen der schweren Montierung aber visuelle Beobachter, seit Ihr nicht mehr in der Lage 15kg zu heben?
 
ich weiß echt nicht was mit Euch los ist Leute, ein 150er ist zu schwer? echt jetzt?
Ich verstehe die Leute die Bilder machen wegen der schweren Montierung aber visuelle Beobachter, seit Ihr nicht mehr in der Lage 15kg zu heben?
Ich habe einen 152/1200 Refraktor mit ca. 14kg Gewicht. Natürlich kann ich 14kg hoch heben. Aber das ist ja nicht nur irgendwie hochheben. Die 14kg müssen etwa auf Brusthöhe waagerecht gehalten werden und dann millimetergeanu in die Losmandy Fassung der Montierung gefummelt werden, halb im Dunkeln, dann mit einer Hand ruhig halten, mit der anderen festschrauben. Trotz meines Alters bekomme ich das zwar noch irgendwie hin, aber Spaß geht anders.
Die lange Brennweite und das kopfflastige Triplett sorgen dann bei der Beobachtung dafür, dass man ganz schön weit unten sitzt bei zenithnaher Beobachtung.
Das alles ist beim TS 125 wesentlich einfacher mit ca. 8kg Gewicht und auch mein 140 f7 mit 9,8kg ist da noch viel besser händelbar.

Psychologisch ist es für mich wichtig, dass der Aufbau schnell und leicht ist, sonst ist der Schweinehund abends zu groß und ich komme nicht aus dem Sofa... ;)

Bei jedem liegt dafür das Maximum irgendwo anders, der 140 f7 ist mein Maximum, den 150 f8 scheint bei mir drüber zu liegen, denn ich baue den nur selten auf.

Viele Grüße
 
Dieses Gewicht ist nicht zu unterschätzen. Zudem wird für so ein schweres Gerät auch ein entsprechender Unterbau benötigt. Eine AZ-EQ6 auf einem Berlebach UNI18 (wie bei mir) ist hier ja schon mehr oder weniger an der Grenze der Belastbarkeit.
Dagegen ist mein TS102/f11 mit seinen 4,5kg ja ein Federgewicht. Der TV NP101 ebenfalls. Wenn ich beide Teleskope auf der Doppelklemmenschiene aufbaue, bin ich immer noch wesentlich leichter als mit dem oben genannten 152-Refraktor.
Wobei die größere Öffnung sicher seinen Reiz hat. Einen APM 140/f7 SD habe ich mir auch schon ein paar mal überlegt, konnte mich aber nicht dazu durchringen.
 
okay, so wie Ihr das beschreibt klingt das nicht sehr gut, aber dann könnte man sich das Montieren des Refraktors auch einfacher machen indem man z.b. eine azimutale Montierung verwendet auf die man den Refraktor oben drauf legt und ein Stativ verwendet das man nach oben kurbeln kann. Als Unterbau braucht man dafür lediglich 3 kleine Platten im Garten damit das Stativ mit immer gleichmäßig lang ausgefahrenen Beinen gerade steht. Ich habe kein Problem mit meinem 17kg-Refraktor, weil ich ihn nur auf ca. 1,2m heben muss, beide Hände frei habe da ich ihn nur einklicke und ein Berlebach-Stativ verwende das ich 36cm hochkurbeln kann und somit bequem auf dem Hocker sitzend im Zenit beobachten kann. Unabhängig von den Kosten sage ich mir halt wenn schon mobil dann mit dem Maximum an Optik was ich noch einfach bewegen kann. Die Auswahl der Montierung muss sich dann einfach nach Zweckmäßigkeit richten. Ein gebrauchter Fluidkopf ist beispielsweise im Verhältnis günstig zu bekommen, braucht keinen Strom, ist extrem belastbar bei geringen Gewicht und erfüllt alle Anforderungen zur visuellen Beobachtung und einfachen Montage des Teleskopes exzellent. Das habe ich in 10 Minuten aufgebaut wenn ich mir Zeit lasse.
 

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Unabhängig von den Kosten sage ich mir halt wenn schon mobil dann mit dem Maximum an Optik was ich noch einfach bewegen kann.
Bei mir ist das ein 16" Gitterrohrdobson mit einem Gesamtgewicht von 31kg mit Rolluntersatz...

Den TS 125/975 trage ich samt der HEQ5 in einem die 5m auf den Rasen, den Dobson roll ich mir dahin. Beim 6" Refraktor wäre das schon extrem unhandlich....

Gruß Horst
 

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Hallo,
der 6" f/8 SD Apo ist vom Gewicht eigentlich noch gut handhabbar: incl. 8x50-Sucher, Rohrschellen, Prismenschiene, Tragegriff und 2" Zenithprisma kommen da 12kg zusammen. Das nackte Rohr ohne alles liegt bei rund 9kg.
Hier mal angefügt ein Saturn, den ich letzte Woche mit meinem 150/1200er SD Apo bei sehr mäßigem Seeing aufgenommen habe. Verwendet wurde die ASI585MC mit einer Televue 2.5x Powermate und ZWO ADC. Schließlich soll's hier ja darum gehen, was der 6" FPL53/Lanthan kann.

Saturn_150_1200.jpg


Viele Grüße

Markus
 
stimmt, dafür braucht man einen Bollerwaagen

Na ja es geht ja vor allem um den Aufbau wie von Jürgen beschrieben.

Natürlich kann ich 14kg hoch heben. Aber das ist ja nicht nur irgendwie hochheben. Die 14kg müssen etwa auf Brusthöhe waagerecht gehalten werden und dann millimetergeanu in die Losmandy Fassung der Montierung gefummelt werden, halb im Dunkeln, dann mit einer Hand ruhig halten, mit der anderen festschrauben. Trotz meines Alters bekomme ich das zwar noch irgendwie hin, aber Spaß geht anders.

Dabei hilft der Bollerwagen leider nicht.

Ein Hobby sollte spaß machen und dabei ist das Handling der Ausrüstung ein ganz wesentlichem Faktor.
Da habe ich auch schon so meine Erfahrungen gemacht und das waren eben schlechte mit zu großer und zu schwerer Ausrüstung die dann nur in der Ecke verstaubt, weil man sich den Zirkus nicht so oft antun mag das Ding aufzubauen.

Ich kann daher nur davon abraten sich auf krampf eine zu große und schwere Ausrüstung zuzulegen oder von Anderen sich da etwas einreden zu lassen das nicht zu einem passt.
Es ist besser Spaß mit etwas kleinerem zu haben das man gerne öfter herausholt als Frust mit zu großen und schweren Sachen die man ungern verwendet.

Da helfen auch keine Sprüche wie du wirst wohl 14kg tragen können.
Es geht überhaupt nicht darum ob man das noch tragen kann, sondern es geht darum ob es einem noch Spaß macht das zu schleppen, auf die Montierung zu wuchten und in die Führung einzufädeln. Und das alles mehr oder weniger im Dunkeln.
Und es geht ja nicht nur um das Teleskop, auch die dazu passende Montierung muss dann natürlich entsprechend ausgelegt und damit schwer sein.


Grüße Gerd
 
Schönes Foto, aber Fotos sind in Zeiten von massiven Bildbearbeitungsmöglichkeiten keine aussagekräftige Referenz, zumal wenn es sich um Summenbilder handelt.
Bzgl Gewicht ist das natürlich höchst individuell (Alter, körperlicher Zustand, Geschlecht), was sich z.B. in der schwammigen "Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der manuellen Handhabung von Lasten bei der Arbeit" wiederspiegelt, hier der Link zur Berufsgenossenschaft., es schon ab 10 kg ungesund sein. Muss man sich halt überlegen, wie fit man ist, denn wie schon geschrieben sind es i.d.R. eher für den Rücken ungünstige Drehbewegungen in Brusthöhe, das Teleskop in die Aufnahme zu popeln.
 
Schönes Foto, aber Fotos sind in Zeiten von massiven Bildbearbeitungsmöglichkeiten keine aussagekräftige Referenz, zumal wenn es sich um Summenbilder handelt.
So eine Aussage musste natürlich in diesem Thread kommen: Fotos sind nicht aussagekräftig! Visuelle Beobachtungen sind von hause aus subjektiv, was bedeutet: Es gibt de facto gar keine Möglichkeit, die Abbildungsleistung eines Teleskops zu bewerten. Denn auch Interferogramme stehen typischerweise ja auch unter dem Generalverdacht, schöngemessen zu sein.
Daher die Gretchenfrage an @Orionsieben: Was wäre denn Deiner Meinung nach eine aussagekräftige Referenz?
 
Naja, nicht nur das Zeigen eines gelungen Fotos, sondern auch wenigstens grob die Bearbeitungsschritte. Im Extremfall, was ich Dir nicht unsterstelle, hat KI mitgewirkt.
 
Na ja es geht ja vor allem um den Aufbau wie von Jürgen beschrieben.



Dabei hilft der Bollerwagen leider nicht.

Ein Hobby sollte spaß machen und dabei ist das Handling der Ausrüstung ein ganz wesentlichem Faktor.
Da habe ich auch schon so meine Erfahrungen gemacht und das waren eben schlechte mit zu großer und zu schwerer Ausrüstung die dann nur in der Ecke verstaubt, weil man sich den Zirkus nicht so oft antun mag das Ding aufzubauen.

Ich kann daher nur davon abraten sich auf krampf eine zu große und schwere Ausrüstung zuzulegen oder von Anderen sich da etwas einreden zu lassen das nicht zu einem passt.
Es ist besser Spaß mit etwas kleinerem zu haben das man gerne öfter herausholt als Frust mit zu großen und schweren Sachen die man ungern verwendet.

Da helfen auch keine Sprüche wie du wirst wohl 14kg tragen können.
Es geht überhaupt nicht darum ob man das noch tragen kann, sondern es geht darum ob es einem noch Spaß macht das zu schleppen, auf die Montierung zu wuchten und in die Führung einzufädeln. Und das alles mehr oder weniger im Dunkeln.
Und es geht ja nicht nur um das Teleskop, auch die dazu passende Montierung muss dann natürlich entsprechend ausgelegt und damit schwer sein.


Grüße Gerd
absolut, eben genau deshalb den Bollerwaagen zum transportieren, die Montierung (in meinem Fall der Fluidkopf) mit weniger als 10kg, dem Quick-Klicksystem zum drauflegen und Einklicken ohne Gefummel und dem Kurbelstativ damit die Montier-Höhe gering bleibt und man bequem alle Positionen im Sitzen nutzen kann. Man hebt das Teleskop nur von der Höhe des Bollerwagen's (ca. 50cm) auf die Einlegehöhe (ca. 1,2m) klick und fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Die 14kg müssen etwa auf Brusthöhe waagerecht gehalten werden und dann millimetergeanu in die Losmandy Fassung der Montierung gefummelt werden, halb im Dunkeln, dann mit einer Hand ruhig halten, mit der anderen festschrauben. Trotz meines Alters bekomme ich das zwar noch irgendwie hin, aber Spaß geht anders.

Die originale Losmandy Prismenaufnahme ist unglücklich konstruiert. In diese lässt sich nur ein Teleskop oder die Prismenschine von Teleskop einschieben, was nicht leicht zu bewerkstelligen ist. Die originale Aufnahme habe ich gewechselt und gegen diese hier getauscht:
Diese Prismenaufnahme geht so weit auf, das ich das Teleskop inklusive der Rohrschellen und der Prismenschiene darin einklappe. Das geht sehr leicht, auch in der Dunkelheit. Ich setze dazu mein Teleskop mit der Prismenschiene auf dem festen Teil auf, klappe das Ganze in die Aufnahme ein und klemme das Teleskop anschließend.
Da ich meist zwei Teleskope nebeneinander nutze, habe ich mir eine Doppelschiene aus Baader Schienen und Klemmen gebaut. Die Baader-Klemme geht ebenfalls so weit auf, das ein Teleskop in diese bequem eingelegt oder eingeklappt werden kann.
Diese Klemmen waren ein großer Komfortgewinn für mich. Mit der originalen Losmandy Klemme war es sehr schwer, ein Teleskop einzufädeln, mit den ausgetauschten Klemmen ist es erheblich leichter, Teleskope auf die Losmandy G11 aufzubauen.
Ich hebe auf Kopfhöhe entweder den 152/1200 ED-Refraktor oder den 254/3048mm Cassegrain in die Montierung ein, am Tag oder in der Nacht.





Viele Grüße
Gerd
 
absolut, eben genau deshalb den Bollerwaagen zum transportieren, die Montierung (in meinem Fall der Fluidkopf) mit weniger als 10kg, dem Quick-Klicksystem zum drauflegen und Einklicken ohne Gefummel und dem Kurbelstativ damit die Montier-Höhe gering bleibt und man bequem alle Positionen im Sitzen nutzen kann. Man hebt das Teleskop nur von der Höhe des Bollerwagen's (ca. 50cm) auf die Einlegehöhe (ca. 1,2m) klick und fertig.
Da hast Du Dir wirklich eine durchdachte Konstruktion für den starken 7"er zusammengestellt. :y:

Ich betreiben den 152/1200 auf einer EQ6, die auch viel Schlepperei bedeutet. So bin ich als visueller Beobachter auch auf eine azimutale Montierung umgestiegen und bin nun mit dem APM 140 auf einer Giro Ercole gut zufrieden. Das Stativ ist ein EQ6 Stativ, dass erstaunlich gut und stabil funktioniert. Allerdings gewinnt das in meine Augen keinen Schönheitspreis und ich halte noch nach einem Hokzstativ Ausschau. Ich habe zwar auch noch ein altes Baader Hartholzstativ, aber das ist auch sehr schwer und umständlich aufzubauen.
20241002_134330.jpg
 
Naja, nicht nur das Zeigen eines gelungen Fotos, sondern auch wenigstens grob die Bearbeitungsschritte. Im Extremfall, was ich Dir nicht unsterstelle, hat KI mitgewirkt.
Nein, es war keine KI im Spiel. Standardprozedere: 20% von ca. 10k frames mit Autostakkert und dann noch wavelets in Registax.
Du hast aber meine Frage nach einer wirklich aussagefähigen Referenz noch nicht beantwortet.
CS
Markus
 
Bei mir schaut's so aus.
Hab jetzt schon die 3. Prismenklemme. Die funktionieren alle nicht gescheit, die ich hatte, bzw. habe.

Das ist wirklich ein Gefriemel das Teleskop da raufzuwuchten. Und in dem Fall war es Winter auf gut 1000 m Seehöhe und minus 6 Grad. Und ich hab den Tubus glücklicherweise zufälligerweise gut in der Hand gehabt als sich eine Schraube gelöst hat und die andere nicht gut angezogen war, was ich nicht bemerkt hatte, bis zu dem Moment als er runtergesaust wäre.

Die Original Tak-Schellen sind ein Gedicht dagegen, die verschraubt man mit der Monti und dann legst den Tubus nur rein und schließt und schraubst zu. Blöderweise habe ich nur eine, die für den FS102 passt, aber keinen FS102. ?

Natürlich würde ich einen 150er sofort nehmen wegen der größeren Öffnung, aber dann würde ich wohl noch seltener schauen.

LG

Franz
 

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