Zeigt her eure grab and go Teleskope

Hallo und guten Abend
Update zum Grab and Go. Nachdem die vorgesehene Selbstbaumontierung bei leichtem Wind bereits gezittert hat wie Espenlaub hab ich mir noch eine Bresser Twilight 1 gegönnt. Morgen Abend soll hier das Wetter gut werden, dann kann ich das Ganze mal richtig testen. Aber soweit ich das sehe ist die Monti ziemlich unterfordert und absolut stabil mit dem Lacerta. Die Rutschkupplungen und die Feinverstellungen funktionieren einwandfrei. Nach ein paar Videos hab ich mich schon auf das Einstellen des Spiels der Achsen eingestellt, ist aber perfekt angekommen.

Nur den Sucher kann ich mir echt sparen, hab nachgerechnet, das 30 mm hat mit knapp 5.7° wahres Gesichtsfeld ein bisschen mehr Feld wie als der 50 mm Sucher mit nur 5.6°. ?.

Schon funny so ein kleines Teleskop. Aber Saturn war auch mit 100 Mal sehr cool. Messerscharfer kaum geöffneter Ring und leichte Farbtöne auf der Scheibe. Hab keinerlei Farbfehler gesehen auch nicht abln Vega. Kann leider nicht in die Übervergrößerung gehen, weil all meine Okulare auf f8 bis f10 ausgelegt sind und damit das 4 mm Ortho das Kleinste.
Und kann das Ding zu wirklich dunklen Orten mitnehmen. Das macht einfach den Unterschied aus. Hab zum Beispiel M101 20 Jahre lang nie gesehen und dann mit einem 10 x 50 mm Feldstecher am Berg per Zufall. War eine helle relativ große Scheibe. Hab mich gewundert die vorher auch mit 8 Zoll nie gefunden zu haben. Ich hatte Mal einen Tak FS78. Da bin ich wirklich gespannt wie der Lacerta demgegenüber performt, das war damals das einzige Teleskop mit dem ich je Oberflächedetails auf Mars gesehen habe. 20 Jahre mit dem C8 war Mars einfach eine orange Scheibe. Und 5mm Austrittspupille sind 5 mm. Egal ob knapp 3" oder 23". Die Vergrößerung ist eine andere, das Bild aber gleich hell. Das heißt für Andromeda und Co kann man kein helleres Bild erhalten als mit einem kleinen 2 Linser. Hier am Balkon sehe ich 0 bis 1 Sterne im Pegasusquadrat. In einer halben Stunde kann ich auf 1600 m Höhe beobachten. Da wird aus dem Dreizöller gleich Mal ein Sechszöller ?.


Schöne Grüße
Franz

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Der Lacerta ED 72/432 ist ein sehr interessantes Gerät.
Allerdings unterliegt das Teil auch einer recht hohen Serienstreuung, wenn man sich diese Testreihe hier anschaut:
Zwischen Strehl 0,9 und 0,99 (!) ist alles möglich.
 
Schönen Abend

Konnte heute den Lacerta ein wenig testen. Ich hatte ein paar Jahre einen Tak FS 78, das war das Teleskop, dass ich am weitesten, eigentlich gnadenlos, in die Übervergrößerung schicken konnte und es wurde nicht flau. Das ist für mich der Unterschied zwischen einem guten und einem exzellenten Gerät. Und alles was nicht Mal 1 mm AP verträgt ist eine Gurke für mich.

Und sorry, ich weiß, ich werde damit der Spiegelfraktion einen Steilpass liefern aber an meinem C8 hat mir selten Mal was unter 25 mm Olkuarbrennweite, also 80 Fach wirklich gefallen. Kann an vielem liegen.

Der Tak ging viel weiter in die Übervergrößerung noch als der TS 125 Lanthan, der schön scharf ist und mir die Begleiter von Rigel und Sirius zeigt und natürlich absolut weit größere Vergrößerungen erlaubt. So um 250 Fach sind regelmäßig drinnen, was 0.5 AP entspricht. Er ist dann zwar scharf aber eben nicht in dieser echt fast übernatürlichen Weise wie es der Tak konnte. Bei einem Vixen NA120 den ich auch lange Zeit hatte, war dies nicht einmal annähernd der Fall, beim Vixen 102M auch nicht zum Beispiel. Bei einem 80 L schon.

Und der Lacerta. Ja auch wow. Ich hab kein Okular unter 4 mm, aber eine 2 Fach Barlow. Damit bin ich mit dem 4 mm Ortho auf 216 Fach und das ist schon ein bisschen mehr als die 72 mm Öffnung. Damit war e Lyr am besten. Klare große ? Beugungsscheibchen mit dunklem Zwischenraum. Ich sehe den Doppeldoppel auch mit 108 Fach getrennt ist aber für das Auflösungsvermögen meiner Augen die Grenze. Das Tak LE 5 mm kann man irgendwie nicht so gut barlowen, da war das Ortho besser auch wenn die Vergrößerung dann wirklich kaum Sinn mehr macht. Also der Lacerta steht offenbar hinsichtlich der Schärfe dem Tak kaum nach. Der Tak war f8 und hatte eine Fluoritlinse drinnen und kostete das 3-fache damals.

Hab nicht gedacht dass man heutzutage dem so günstig so nahe kommen kann und das bei f6. Okay ein kleines bisschen Farbe sieht man wenn man es wirklich darauf anlegt, kann aber auch vom 2" Prisma kommen. Geradsichtig komme ich nicht in den Fokus und Spiegel hab ich keine ? mehr.

Die Verarbeitung gefällt mir. Und ich sitze gemütlich im Sessel, das Okular bewegt sich kaum, weil das Teleskop so klein ist.

Liebe Grüße
Franz
 
Und sorry, ich weiß, ich werde damit der Spiegelfraktion einen Steilpass liefern aber an meinem C8 hat mir selten Mal was unter 25 mm Olkuarbrennweite, also 80 Fach wirklich gefallen. Kann an vielem liegen.
Das kenn ich auch zur Genüge mit meinem C8EHD. Hohe Vergrößerungen bringen bei meinem Gerät genau gar nichts. Das Bild wird dann sehr flau. Deswegen habe ich das Gerät auch kaum im Einsatz.
Ganz im Gegensatz dazu der TS 102/f11 SDP: Hier macht Vergrößern richtig Spass. Z.B. e Lyr mit dem 5mm Nagler, das ergibt dann 224x. Das doppelte Doppel wunderschön aufgelöst in seine vier Komponenten. Und mit etwas weniger als 0,5mm AP auch noch recht gut handhabbar. Geradsichtig habe ich noch gar nie probiert, habe immer den weissen ClickLock-Zenitspiegel von Baader im Einsatz. Der geht wunderbar. Nachteil ist natürlich die Länge von dem Trumm, weit über 1m das ist schon heftig und erfordert eine richtig stabile Montierung. Mit der Säule und der SW AZEQ6 GT gehts recht gut, mit dem kleineren Setup, d.h. der Vixen GPD2 und dem Berlebach Uni18 gehts auch, aber schwingt schon etwas länger aus.
Daher wäre so ein kleiner, excellenter und preiswerter Refraktor wie der Lacerta ED72/432 mit einer passenden AZ-Monti als Schnellspechtelgerät genau das Richtige.
 
mit dem kleineren Setup, d.h. der Vixen GPD2
Ich hab auch den TS 125 ED mit 7,5 Kilo leer und dann mit Prisma, Sucher und 2 Zoll Okular noch Mal 2 Kilo auf einer Tak EM2 Montierung, die ich Mal um ein paar Hunderter erstanden habe. Wollte eigentlich den darauf angebotenen FS102 auch kaufen kam aber leider rückwirkend betrachtet sehr schade nicht dazu. Das ist ohne viel Wind schon sehr stabil, mit Wind naja geht so. Die Montierung steht auf dem zugehörigen Tak Stativ das echt stabil ist, dafür, wie leicht es ist. Die Montierung ist mit 7.5 Kilo schon ein Brocken. Das große Problem am Balkon ist dann der Platz. Das Aufbauen dauert, das Abbauen ebenso, muss dreimal laufen und dann hat das Okular einen "großen Wendekreis". Und wenn es nicht gemütlich ist, sieht man viel weniger, meiner Erfahrung nach ist das extrem wichtig.

Deswegen hab ich mir den Kleinen gekauft. Da rentiert es sich auch für eine halbe Stunde.

Naja für die meisten ist der 125er auch noch "voll Grab and Go" ?

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LG

Franz
 
Ich schließe mich da eher der Definition von Grab & Go aus dem ersten Beitrag an
Grab and go bedeutet für mich, dass das Gerät inkl Optik mit Montierung und Fuß zusammen gebaut in einem heraus getragen werden kann ohne zweimal gehen zu müssen und auch hinsichtlich der Auskühlproblematik schnell einsatzbereit ist.
wobei ich da sogar soweit gehe, dass ich nur alles auf einmal zum Beobachuntgsplatz tragen will.

Also nicht nur mobil wie in dem Video c14 is a small scope (Part II - Smart Easy Way for Girly Men) oder am Ende gar wie bei Shelly Stoody oder halt grab & go und grab & go und grab & go :)

Wobei natürlich überhaupt nichts gegen mobile Setups spricht – aber mein Schiefspiegler ist auch eher Schlepp & Go und würde in dem Thread hier aus der Reihe fallen...

Clear Skies,
Alex
 
Hallo ich habe hier noch eine meiner "grab and go" Varianten.

Diese Variante will ich in den nächsten Urlaub mitnehmen. Ich fahr ja in den Familienurlaub. Die Ausrüstung wird dann terrestrisch oder astronomisch genutzt (wenn überhaupt).

Fotostativ mit Ausziehspektiv 30x50 (f5 geschätzt). Am Sternenhimmel getestet und für grundsätzlich geeignet bewertet. Der Einblick, Fokusierung und der Tunnelblick sind nicht optimal, das kann man aber "aushalten".

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VG Mark
 
Falls noch machbar, würde ich de Twilight gegen eine SVBony 225 tauschen. Letztere ist deutlich günstiger und sehr deutlich stabiler.
Deutlich günstiger, auch wenn man das Stativ in die Rechnung einbezieht?

Und wirklich sehr deutlich stabiler? Wirklich 1:1 verglichen oder nur die Daten verglichen?

Letzteres würde mich wirklich interessieren. Auch mit welchen Stativ für die SVbony-Montierung der Vergleich gemacht wurde .

Gruß Horst
 
Hallo,
Hab die Besser Twilight mit dem Lacerta getestet und das ist bombenstabil. Der Lacerta ist ca 2.5 kg schwer und das Twilight soll laut Beschreibung bis 8 kg gehen. Werde wenn es Mal passt den 125er ED drauf setzen. 😉
 
Ich schau durch Wolkenlücken gelegentlich mit einem ganz einfachen TS 15-45×60. Nicht mit Premium zu vergleichen, aber geht. Ich wollte noch ein Gradsichtspektiv zum ausziehen. Das kann ich notfalls auch ohne Stativ nutzen. Muss es dann nur auflegen. Aber Spektive eignen sich meiner Meinung nach sehr gut für grab and go.

CS Mark
 
Hallo,
Hab die Besser Twilight mit dem Lacerta getestet und das ist bombenstabil. Der Lacerta ist ca 2.5 kg schwer und das Twilight soll laut Beschreibung bis 8 kg gehen. Werde wenn es Mal passt den 125er ED drauf setzen. 😉
Meine etwas mit einfachen Mitteln verstärkte Twilight 1 trägt einen SW 120/600 oder TS 102/714 noch brauchbar stabil. Mehr würde ich ihr aber nicht zutrauen.

Sollte die SVbony 225 wirklich deutlich stabiler sein, wäre das vielleicht eine Überlegung wert.
Für mein kleines Lunt oder den TS 72/432 ist die Twilight 1 aber mehr als ausreichend...

Gruß Horst
 

Nö, eher selten: Keine Hochvergrößerung möglich, keine Sicht für Objekte über 45° Höhe; bzw, man macht den Kniefall for dem Spektiv und schaut von unten nach oben ins Okular. Wenn man schon ein Spektiv besitzt für die Vogelbeobachtung, okay, dann man auch mal den Himmel anschauen, aber extra eins anzuschaffen für Astro ist fragwürdig. Das findet man in diesem Faden viel bessere Lösungen.
 
Hallo,
Hab die Besser Twilight mit dem Lacerta getestet und das ist bombenstabil. Der Lacerta ist ca 2.5 kg schwer und das Twilight soll laut Beschreibung bis 8 kg gehen. Werde wenn es Mal passt den 125er ED drauf setzen. 😉
Hallo Franz ,

Also ich denke ein 125/975 Refraktor mit 8 oder 9 kg brutto ist deutlich zuviel für die Twilight .
Ich hatte diese Montierung selber 2 Jahre im Gebrauch (bevor ich auf die Giro Ercole umgestiegen bin ), und ein 120/1000 mm Refraktor war dann mir persönlich doch etwas zu "wackelig".
Für "kleine" oder mittlere Teleskope wie ein Synta 120/600 ist die Montierung aber ganz nett und brauchbar.
Aber probieren geht ja über studieren , also lass dich nicht abhalten vom selber testen .

Gruss
Markus
 
Das findet man in diesem Faden viel bessere Lösungen.
jaja, ganz sicher sogar, nur, der Faden hat doch die Überschrift zeigt her eure grab and go Teleskope. Vor und Nachteile sind doch den hier teilnehmenden bekannt, wie mir auch (nutze die Dinger dennoch gerne, sehr gern, für alles).
Wenn man schon ein Spektiv besitzt für die Vogelbeobachtung, okay, dann man auch mal den Himmel anschauen
und so ist mein Posting auch zu verstehen - vor allem im Kontext!
 
Hier mein Reise-Setup:
Sky 90 auf Ayo Traveller mit Nexus DSC auf Benro Alu-Fotostativ.
Zum Transport alle Optik sowie Nexus im Fotorucksack, Staiv und Monti im Koffer.
Gruß,
Peter
 

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Meine etwas mit einfachen Mitteln verstärkte Twilight 1 trägt einen SW 120/600 oder TS 102/714 noch brauchbar stabil. Mehr würde ich ihr aber nicht zutrauen.

Sollte die SVbony 225 wirklich deutlich stabiler sein, wäre das vielleicht eine Überlegung wert.
Für mein kleines Lunt oder den TS 72/432 ist die Twilight 1 aber mehr als ausreichend...

Gruß Horst
Für einen 3" Refraktor alles bestens, für mehr das SVBony 225. Meinen 225 hab ich trotzdem ,,getunt": komplett zerlegt, vom Chinaharz befreit und mit mineralischem Lithiumfett abgefettet, dann laufen die Rutschkupplungen auch bei Frost smooth. Auf die Feststellschrauben der Wellen einen Tropfen Loctite Schraubenfest drauf, dann fliegen die Dinger auch nicht mehr runter. Die 3 Klemmschrauben für die Prismenschiene weg, dafür von Ganter 2 neue Sternschrauben mit Kunststoff-Druckzapfen, da sagt jede Prismenschiene ,,Merci". Die weichen Chinaschrauben an der Prismenklemme weg und neue Stahlschrauben Güte 10.9 rein. Kleine Maßnahmen, große Wirkung;)
 
Habs schon mal gezeigt. Beroflex 500. Hier neu modifiziert. Jetzt auf Montierung mit Rotpunktsucher.

Der muß sich immer mit dem Novalux um den grab&go Job schlagen. Und ich weiß nie wen ich bevorzugen soll :(
Ich kann mich nicht entscheiden!

VG Mark
Hallo Mark,

da hätte ich 'nen Vorschlag, wenn die Entscheidung wieder schwer fällt ;););) Einfach ein Doppelsetup :ROFLMAO:
Viele Grüße

Kay
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Hallo Mark,

da hätte ich 'nen Vorschlag, wenn die Entscheidung wieder schwer fällt ;););) Einfach ein Doppelsetup :ROFLMAO:
Viele Grüße

Kay
Den Anhang 451045 betrachten

Ne Kay, irgendwann ist Schluß :)

Da fällt mir auf, mein Novalux sieht mit der Bresserschelle viel "mächtiger" aus als er ist.

Jetzt habe ich meine Ausrüstung und Zubehör erweitert. Jetzt muß ich den Kram mal zum Einsatz bringen. Hab vorhin das Beroflex doch wieder auf die Montierung geschnallt...Der ist erstmal mein grab&go.

Jetzt steht das Beroflex und der FH60/700 im Keller und warten auf freien Himmel :)

Viele Grüße
 
Hallo Markus,

Naja heute ist Windstille und werde das dann am Balkon testen. Die Trockenübung hat die Twilight 1 schon Mal bestanden, der Refraktor ist nicht runtergefallen.
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Wenn man das Rohr sauber ausbalanciert, scheint das durchaus so zu funktionieren, auch wenn ich ziemlich genau bei den maximalen 8 kg lande. :-)


Schaut halt spacig aus. Grab an Go 2.0.

LG
Franz
 
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