Fernglas zum Einstieg

Ergänzung: Ich habe eine tschechische Annonce gefunden zum 9x63 GAD...es ist in einer deepl.com Übersetzung die Rede von 'Quelle'...eventuell also baugleich zum Revue 9x63 Jagdglas aus den 80ern/90ern...das ist aber momentan nicht weiter belegbar. Vielleicht gibt's hier im Forum aber noch Mitglieder, die sich bei älteren Ferngläsern besser auskennen und schon entsprechende Recherchen vorgenommen haben.

Viele Grüße Kay
 
Hallo,
zu der Bezeichnung GAD fiel mir augenblicklich "Grab Astro Deutschland" ein. Hatte von der Firma mal einen 30 cm Dobson zum testen hier gehabt.

Gruß
Günther
 
Ich hab noch ein " Eschenbach 9 X 63"
Meiner Ansicht sind es Billigversionen der Äußerlich baugleichen Optolyth.
Diese Gläser gibt's unter unterschiedlichen Labels und haben wohl meist eine einfache Mgf2 Vergütung.
Der Taschenlampentest zeigt, dass nur 56 mm tatsächlich genutzt werden.
Mir war das Bild nachts immer ein Ticken zu weich was von den F 3 Objektiven und den einfachen Kellner Okularen kommen kann , zusätzlich wahrscheinlich auch von meinen Augen die bei offener Pupille von Haus aus weich zeichnen.
Das gutmütige Einblicksverhalten hat mit der großen Austrittspupille von fast 8 mm zu tun.( In echt wären es eher 7 mm, hab aber bei meinem trotzdem 8 gemessen so dass die Vergrößerung wohl eher 8 Fach war
.Das Gerät ist von 1980 und nicht mehr funktionsfähig.
Felix
 
Hallo Zusammen.
Ich bin hier neu im Forum und möchte mich kurz vorstellen.
Ich bin der Roberto, 64 Jahre, Brillenträger und wohne in NRW, genauer gesagt, im Bergischen Land.
Ich habe mich schon immer für die Astronomie begeistert. Im Fernsehen schaue ich mir jede Doku an,
wenn es um den Weltall, die Sterne oder Planeten geht. Jetzt möchte ich selber einmal mit einen Fernglas in den Himmel schauen.
Ich bin aber totaler Neuling, was dieses Thema betrifft. Ich habe mich hier im Forum und im Net mal etwas Schlau gemacht.
Habe mir auch das Buch "Astronomie für Einsteiger" gekauft.
Für mich kämen zwei Gläser in Frage. Einmal das 8x42 und das 10x50.
Ich tendiere aber mehr zu den 8x42 Glas. Warum? Nun ja, es ist leichter und zweitens muss ich mich erst eimal
am Sternenhimmel zurecht finden. Später kann ich mir dann ein grösseres Glas mit Stativ kaufen.
Ich habe im Net mir mal folgende FG. angeschaut.
Nikon Prostaff P7, Vortex Crossfire HD, Bresser Condor und das Sky Hawk 3.0.
Ich weis nicht, ob die FG. etwas taugen. Wie gesagt, ich bin Brillenträger. Was meint ihr dazu?
Ich würde für ein FG. um die 250€ ausgeben wollen.
Ich hoffe, ihr könnt mir noch den ein oder anderen Tipp geben.
Vielen Dank und euch noch einen schönen Tag.
 
Hallo Robert,

Erst einmal willkommen bei uns. Ich selbst nutze sehr gerne Ferngläser zur Beobachtung. Mit einem 8x42 machst du erst einmal nichts falsch. Die von dir aufgeführten FG kenne ich jetzt nicht. Da können sicher andere hier im Forum was zu sagen. Meine FG sind schon älter.
Als Brillenträger (bin ich auch und ich beobachte mit FG auch mit Brille) ist für dich der Augenabstand zum Objektiv sehr wichtig. Der sollte zwischen 18-20mm sein.

Viel Spaß und viele Grüße Mark
 
Hallo Robert,

prinzipiell gebe ich dem Mark Recht (wie meistens); er meint aber den Abstand der Austrittspupille vom Okular.

Wir alten Vögel wackeln noch mehr als früher. Mit meinem Einbeinstativ am Rentner Fernglas Hocker bekomme ich 8fach Ferngläser schön stabil gehalten, bei 10facher Vergrößerung ist mit das schon zu nervös, die setze ich auf ein echtes Stativ.

Zwecks Brille ist die Frage, ob du nur kurz- oder weitsichtig bist, oder ob deine Brillengläser deutlich auch Zilinderlinsen sind. Wenn du nicht viel Astigmatismus hast, kannst du die Fehlsichtigkeit einfach beim scharf stellen ausgleichen. Eine Freundin setzt selbst beim Vögel beobachten die Brille (mit Schnur am Hals befestigt) ab, wenn sie durchs Fernglas schaut. Das Fernglas darf sie dann nur nicht anderen Beobachtern weiter reichen, weil für die das Bild völlig unscharf ist.

Auch von mir viel Spaß und Grüße Gerhard
 
Mark und Schmitti.
Vielen Dank für die schnellen Antworten. Leider brauche ich beim lesen und für Fern eine Brille.
Bei Fern bin ich um die +1,75 Dopt. Habe keine Gleitsichtbrille.
 
Hi Robert
mit einer Gleitsichtbrille - hab selbst eine - hast man verschiedene Brennweiten im Glas.
Deswegen nehme ich die Brille immer ab. Die Fehlsichtigkeit fokussiert man letztlich einfach weg, was auch bei 3 und mehr Dioptrie i.d.R. problemlos funktioniert. Wenn dann ist problematischer, wenn man starke Unterschiede der Fehlsichtigkeiten je Auge hat. Über den Dioptrieausgleich am FG kann es zu Fokusproblemen kommen.
Zu Recht finden heißt für mich Übersichts- oder Großfeldglas. Hier geht es dann weniger um Details (zu kleine Vergrößerung) sondern um Gesamtansichten. Da bist Du mit 8x42 auf dem richtigen Weg. Mit über 8 Grad Feld empfehle ich auch Dir die Olympus 8x40S, das neu für unter 100 EUR zu bekommen ist. Gebraucht und bis auf eine leicht andere Vergütung identisch ist das DSP 1 8x40 ein guter Einstieg. Handlich, kein Stativ, geringe Kosten und geringer Verlust bei Wiederverkauf.
250 EUR ist in der Größe eher Niemandsland, weil gute ED Gläser erst ab 400 EUR beginnen.
Da Du u.a. auch Planeten erwähnst, muss klar gesagt werden, dass in der angefragten Größe kaum mehr als eine Jupiterscheibchenansicht mit den 4 Monden machbar ist. Die 2 Bänder und die Kappe bekommt man z.B. mit einem 20x80 zu sehen. Saturn ist dann maximal ein Minischeibchen mit Henkelchen und Mars gerade so vom Stern zu unterscheiden.
Mit einem 20x80 braucht es ein Stativ. Da wird es nur gebraucht möglich ein Set im Bereich 250 EUR zu bekommen. Meist hat man dann nur 3- 3,5 Grad wahres Feld. Dafür sind aber Andromeda und einige Messierobjekte schon hübsch mit Umfeld sichtbar.
CS
 
Hallo Robert
Hast Du Astigmatismus auf der Korrektur?
Es gibt normalerweise drei Werte im Brillenpass: Die sphärischen Werte für links u rechts - das sind Deine +1,75 Diopt. , dann die zylinderwerte - normalerweise zwei Werte: Stärke in Dioptr. und Winkel , jeweils pro Seite sowie als drittten Wert den IPD Interpupil Distance ..der Abstand der Augen von der Nasenwurzel. Da wir alle schiefe Gesichter haben gibt es zwei Werte.
Wenn Du keinen Zyl Wert hast oder nur einen sehr kleinen kannst Du auf die Brille verzichten.
Felix
 
Hallo Antaris und felixthecat.
Vielen Dank für eure schnellen Antworten.
Um Missverständnisse vorzubeugen. Ich habe keine Gleitsichtbrille.
Folgende Werte stehen bei mir auf den Pass.
R + 2,0. L+ 1,75/ zyl links - 0,50/ Ax links 73. Könnt ihr was damit anfangen?
Die Olympus werde ich mir gleich im Net mal anschauen.
LG Roberto
 
Hi
ja klar. Der Dioprieunterschied ist kein Thema.
Zylinderfehler entspricht Astigmatismus im Auge. Dein Auge verzerrt den Sternpunkt, wobei 0,5zyl. im Fernglas m.E. keine gravierende Relevanz hat. Das beidäugige Beobachten wird im Gehirn zur "Addition" der 2 Bilder und sich so in der Wahrnehmung bei den kleinen Vergrößerungen wenig bis gar nicht auswirken. Sollte man aber für sich sicherheitshalber probieren.
Monokular würde ich immer das Auge ohne Zylinder nehmen.
CS
 
Hallo,
meine Brille hat zwischen 1,7 mund 2.0 Dioptr. Beobachte grundsätzlich ohne Brille aber mit Stativ. Beim V.St-Karten Vergleich muß ich die Brille wieder aufsetzen, aber es gibt schlimmeres...."gg". Da viele Hell. im Vergleichsfeld bekannt sind, erübrigt sich der sekundliche Wechsel der Brille. Notierungen ohne Brille: sehe alles verschwommen....
Die entspr. Scharfeinstellung, damit die Sterne punktförmig werden, besonders beim C 8, bereitet keine Probleme.

Gruß
Günther
 
Ich bin leicht kurzsichtig mit etwa -8 Dioptrien. Mit dem Feldstecher (Swarovski Habicht 8x30W oder einen älteren russischen 8x50 mit Porroprismen vom Flohmarkt (40.—) geht die Fokussierung einwandfrei auch ohne Brille. Die Schärfe in beiden Feldstechern ist sehr gut. Das Bildfeld und die Bildhelligkeit im Habicht ist natürlich überragend. Ein leichter Abfall der Bildschärfe zum Rand ist aber vorhanden. Stört aber kaum bis gar nicht.
Und ein Stativ für die astronomische Beobachtung ist keine Fehlinvestition. Das ruhige Bild mit Stativ ist wesentlich angenehmer als das Herumwackeln Freihand. Und mit meinen (lt, Optiker) 160% Sehschärfe sieht man auch mit dem Feldstecher schon einiges am Nachthimmel und nicht nur dort.
Meine Oma hat mal beim Blick durch den Habicht gesagt: Mit dem erkennt man Leute, die man vorher noch gar nie gesehen hat. ;-)
 
Vielen Dank für eure Antworten.
Also sollte es keine Probleme mit, bzw. ohne Brille geben. Das FG Habicht 8x30 spielt ja leider in einer ganz anderen Liga.
Antaras hat ja das Olympus 8x40S für den Anfang empfohlen. Ich denke, für ca. 100 € kann man als Anfänger nichts verkehrt machen.
Damit kann ich mich erst mal in die ganze Materie einarbeiten. Werde mir noch eine drehbare Himmelsscheibe besorgen.
Eine Frage habe ich noch zu den Nikon Prostaff P7 8x42. Taugt das Glas was, oder bezahlt man nur den Namen?
Vielen Dank
Roberto
 
Hallo Roberto,
Wenn das Budget knapp ist, würde ich mich am Gebrauchtmarkt umsehen. Es gibt hier durchaus gute Geräte die für das Nachtsehen/Astronomie recht gut geeignet sind und von den Kosten her überschaubar.
Z.B. so etwas hier:
 
Hallo Antares
Ich habe mir mal die techn. Daten von der Olympus angesehen. Bei den Dioptr. steht max. +/- 2.0.
Mein rechtes Auge hat ja schon +2. Ist das nicht etwas grenzwertig?
LG
 
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Dann werde ich mir das FG im Geschäft anschauen.
Hallo Robert,

Mach das. Schau dir das FG an und schau mal mit und ohne Brille durch.

Generell machst du das mit dem Einstieg in die Astronomie genau richtig (meiner Meinung nach).
Dazu noch eine drehbare Sternenkarte, ggf ein Buch und falls du ein Smartphone nutzt vielleicht noch eine App wie zB Stellarium.

Später vielleicht ein Fotostativ mit Adapter für FG Anschluß.

Viele Grüße Mark
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mark
Danke für die Info.
Genauso habe ich mir das auch gedacht.
Erstmal klein anfangen. Sternenkarte muss ich mir noch besorgen. Die App schau ich mir gleich mal an. Falls ich später auf ein größeres FG umsteigen sollte, hole ich mir natürlich auch ein Stativ dazu.

LG Roberto
 
Ich kann für den Einstieg das Vixen Atrek 8x42 sehr empfehlen.
Am Nachthimmel top.
 
Hallo Roberto,

ich kann Dich auch nur bestärken, mit einem einfachen Fernglas einzusteigen.
Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht! Bei mir war es ein altes 10x50 von Carl Zeiss Jena. Jupiter mit seinen Monden war für mich am Anfang ein Highlight, Andomedagalaxie, der Orionnebel und dann viele offene Sternhaufen. Also schon eine ganze Menge unterschiedlicher Objekte. Wenn man sich nebenbei klarmacht, was man sieht und wie weit das weg ist wird die Freude noch größer. Und es ist erstaunlich was alles mit so einfachen Mitteln geht.

Herzliche Grüße und viel Freude (und Geduld beim Suchen und Finden am Himmel)!

Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurze Ergänzung zu den CZJ Gläsern.
Ich habe ein Dekarem, wahrscheinlich aus Ende 1970/Anfang 1980 mit der rötlichen Multi-Vergütung und konnte es gegen ein Jenoptem aus Ende 1980 vergleichen. Die beide sind/waren absolut identisch, auch von der Bildqualität.
Wie wann welche Bezeichnung genutzt wurde lässt sich schwer nachvollziehen, wahrscheinlich auch abhängig für welchen Markt gerade gebaut wurde.
Um 100€ bekommt man gebraucht schon ein sehr gutes 10x50 an dem man lange Freude hat.
Einziger Nachteil (für mich) ist das fehlende Gewinde für eine Stativhalterung, die Adapter sind alle hakelig und eher ne Bastellösung.
 
Hi
nein, ich habe mehr Dioptrie und habe keine Probleme mit dem und allen anderen Olympusgläsern.
CS
Danke dir für diese Info. Jetz kann ich bei diesen Thema ein " Haken" machen. Eine Frage habe ich trotzdem noch.
Ich bin auf das FG Olympus 8-16x40 gestoßen. Ich denke, das 8-16 bedeutet, das man das Glas zoomen kann. Richtig?
Braucht man soetwas um den Sternenhimmel zu beobachten?
LG
Roberto
 
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