Fernglas zum Einstieg

aber ich habe noch kein 200-300 Euro Fernglas gesehen das mich optisch wie mechanisch voll überzeugt hätte und das ich das Prädikat "hochwertig" attestieren würde.
Puh, bin erleichtert, dachte schon, das alle Fernglasbenutzer so denken. So ist es ja nur deine persönliche Meinung und Einstellung.
Das heißt im Umkehrschluss aber natürlich nicht das alle teureren Ferngläser gleichsam hochwertig wären.

Andreas
Hi,
Das heißt aber im Umkehrschluss, das günstigere, als 1200€ Mittelklasseglässer, nicht schlecht sein müssen. ;)
 
Das heißt aber im Umkehrschluss, das günstigere, als 1200€ Mittelklasseglässer, nicht schlecht sein müssen. ;)
Das hat ja auch keiner gesagt!

Die Frage war nach einem sehr hochwertigen Fernglas für 200-300,- Euro und da habe ich meine Zweifel das es sowas gibt.
Hochwertige Optik, Mechanik, der präzise Zusammenbau und die Qualitätskontrolle hat halt seinen Preis, einen hochwertigen Apo oder Newton gibt es auch nicht für 300,- Euro, warum sollten das bei Ferngläsern anders sein?

Andreas
 
Ist denn schon eine Entscheidung gefallen?
Mir gefällt noch ganz gut das Noblex Inception 7x50. Gibt's für 160 auf ebay und ich hab es mit meinem Fuji FMTR 7x50 verglichen und muss sagen - viel Unterschied sehe ich nicht.
Das Noblex ist halt made in China und Plastik, aber die Optik ist gut.
Was das Nikon Action EX angeht - nein, das ist tatsächlich nicht "fully multicoated". Mindestens eine Oberfläche des Objektives ist nicht vergütet. Aus eigener Erfahrung würde ich ein Opticron Adventurer T WP bevorzugen. Hat eindeutig bessere Vergütungen.
Opticron 30689 Adventurer T WP 10x50 Fernglas, schwarz https://amzn.eu/d/5ivP4KK
 
Hallo, Leute!
Ich hänge mich hier einmal mit ´rein...
Bei meiner Suche nach einem ( älterem ) Fernglas zum gelegentlichen Spazierensehen am Nachthimmel ( wenn mir mal die Zeit fehlt, meinen 200 / 1000 Skywatcher Newton aus dem Keller zu holen und zusammenzubauen ) bin ich auf dieses Angebot auf ebay- kleinanzeigen gestoßen:


Kennt jemand die Marke "Hunter" bzw. dieses Modell?
Von der Bezeichnung her kenne ich das Bresser- Modell "Hunter", aber hier scheint es sich ja um etwas gänzlich anderes zu handeln...

Hintergrund:
Ein Fernglas neueren Datums möchte ich nicht; die sind fast allesamt in zwei Testreihen bei Stiftung Warentest in den Jahren 2019 und 2022 aufgrund hoher Konzentrationen von Schadstoffen schlecht weggekommen... so etwas tue ich mir ganz sicher nicht an!
Daher suche ich gezielt etwas älteres, welches noch ohne diesem krankmachenden Kunststoff- Zeugs auskommt.
Aber auch meine derzeitige monetäre Lage erlaubt mir nur ein gebrauchtes Fernglas für schmales Geld...

Was wäre eurer Meinung nach ein ideales Sehfeld für astronomische Beobachtungen? Bisher habe ich mich nämlich mit Feldstechern noch nicht so sehr beschäftigt...
Hier am östlichen Hamburger Stadtrand hält sich die Lichtverschmutzung einigermaßen in Grenzen ( falls diese Info relevant sein sollte )...

Was würden die Experten hier im Forum mir raten?

LG,

Marcus

PS: eben noch dieses Vixen Fernglas entdeckt:


Was würdet ihr von diesem Gerät halten?

PPS: was wäre Eure Meinung zu diesem Modell


welches ich soeben entdeckt habe?

LG,

Marcus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marcus,

Ich verstehe Deine Abneigung gegen den Plastikkram bestens. Es ist fast schon mutig, das in einem solchen Thread und Forum auszusprechen in dem so viel Plastikkram angepriesen wird. Aus Anerkennung möchte ich Dir daher ausführlich antworten.

In der Zeit, in der ich häufig mit solchen preiswerten Oldtimern unterwegs war, hätte ich das angebotene Vixen B 8x42 attraktiv gefunden. Das Fehlen von Objektiv- und Okularkappen macht mich vorsichtig, denn das ist in der Regel eine Voraussetzung dafür, dass die Linsen geschützt wurden. Aber die Fotos sehen gut aus. Wenn "optisch und mechanisch sehr gut" wahr ist, hätte ich früher da zuschlagen sofern mein Budget auf <100 EUR begrenzt war - was lange der Fall war.

7,5° Gesichtsfeld ist ordentlich weitwinklig für 8x. B heisst brillentauglich, in diesem Fall wohl durch die umstülpbaren Augenmuschel erreichbar. Normalerweise geht weitwinklig und brillentauglich bei den älteren Japangläsern nicht gut zusammen und ist auf Kosten von stark nachlassender Randqualität und angestrengtem Einblickverhalten (bei Zeiss geht es dagegen durchaus, das war eben eine der Eigenschaften wofür man die hohen Preise zahlte). Das würde mich vorsichtig machen. Auch der Umstand, dass der Verkäufer keinen ganzen Satz korrekt hinbekommt ("in sehr gutem Kondition") würde mich vorsichtig machen. Aber ich mache als Brite da auch Fehler.

Um ehrlich zu sein sind solche Japan-Oldtimer immer eine Lotterie. Doch vielleicht ist es ein Glücksfall und alles passt. Und die modernen Chinateile sind eine Qualitätssicherungslotterie.

Wenn mehr Mittel vorhanden wären würde ich empfehlen, sich auf die Spitzengeräte von Leitz und Zeiss der 1990er zu konzentrieren. Die kosten ein Viertel der Preise eines aktuellen Geräts ähnlicher Spezifikation und stehen den modernen Gläsern in der optischen Qualität m.E. nicht wirklich nach (bevor sich hier jemand über diese Behauptung aufregt: ich habe eine Menge ausprobiert und sage das aus Erfahrung, und werde mich an Glaubenskriege diesbzgl. nicht beteiligen). Man bekommt optisch, mechanisch und haptisch wunderbare Geräte. Allerdings fängt das aktuell bei 400 EUR für ein Glas in gutem Zustand an, was wohl ausserhalb Deines aktuellen Budgets wäre. Nur ein Gedanke falls mal bessere Zeiten kommen.

Gruß, Christopher
 
Hallo Christopher!

Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag! :y:
Ja, die alten Carl Zeiss Jena- Gläser habe ich in der Tat ebenfalls in Erwägung gezogen... aber du sagtest es ja bereits: wenn mal monetär bessere Zeiten kommen... wir werden sehen... ;-)
Hängt halt davon ab, ob ich Frührentner ( u.a. Bandscheiben... ) den Minijob als Gehilfe in einem Autohaus hier in HH bekomme, auf den ich mich beworben habe... dies wird sich wohl in den nächsten Tagen oder Wochen herausstellen...
Weißt du zufällig, was ein 10 x 50 Zeiss- Glas ungefähr wiegt...? Ein Stativ besitze ich leider keines...

Das wußte ich bisher nicht, daß bei dem Vixen- Glas das "B" für "Brillenträger- tauglich" steht; naja, wieder etwas schlauer geworden... :) ich selbst bin übrigens kein Brillenträger ( naja, vom immer öfteren Tragen der Lesebrille abgesehen... ) ;)
Von dem erwähnten Vixen- Glas werde ich in der Tat Abstand nehmen, zumal der Anbieter auf meine Fragen nicht eingeht... :n:

Kennst du dich zufällig mit älteren Tasco- Ferngläsern aus?
Das hier habe ich in der Bucht entdeckt; der Standort ist zufälligerweise bei mir in der Nähe:

Was läßt sich zu diesem Modell generell sagen? Würde dies auch so einen Lotterie- Fall darstellen...? :unsure:

Aufgefallen ist mir bei diesem Angebot, daß als Modellbezeichnung "367" angegeben ist, auf den Bildern jedoch ganz klar "309" erkennbar ist...

Ein Glas in dieser Preiskategorie könnte mir vielleicht übergangsweise ersteinmal dienlich sein...

LG,

Marcus
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Marcus,

gerne geschehen. Zu den Zeiss-Jena Gläsern von vor 1990 kann ich leider nichts sagen, kenne mich da nicht aus. Ditto bei Tasco. Ganz allgemein ist zu sagen, dass man sehr genau wissen muß was man tut bei Ferngläser vor 1990. Es gibt da viele, die schon im Neuzustand weit von der heutigen Qualität entfernt waren, und auch an den feineren Teilen hat der Zahn der Zeit bald ein halbes Jahrhundert genagt. Das von Dir jetzt verlinkte sieht aus wie 1970er - auf Ebay ist das ein absolutes Lotteriespiel.

Mein konkreter Rat wäre hier im Suche-Board eine Anzeige zu setzen. Zumindest sind die Antwortenden dann aktive Hobbyastronomen die in aller Regel zuverlässig sind und die Qualität ihrer Angebote wahrheitsgemäß beurteilen können. Das können die Verkäufer auf Ebay selten. Ausserdem haben die Leute hier meistens ein aktives Interesse daran, dass eine Transaktion sauber verläuft und der Käufer zufrieden ist.

Übrigens würde ich persönlich ein 7x42 suchen. Das Bild bei 7x ist deutlich ruhiger und entspannter als bei 8x, das Feld meistens größer, die Sterne leuchten anders. Das finde ich wichtiger als den geringen Vergößerungsgewinn von 8x. Ansichtssache ...
Wenn andererseits Du eine ruhige Hand hast oder die Möglichkeit, Deine Arme im Liegestuhl aufzustützen, würde ich über ein 15x70 nachdenken. Ich gehe immer mit 7x und 15x raus wenn ich keinen Bock habe ein Teleskop aufzubauen, was häufig der Fall ist. Damit kann man viel Freude haben, die ergänzen sich wunderbar. Aber das wären zwei Ferngläser und da ist schon wieder das Budget ...

Beste Grüße, Christopher
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marcus,

Ich kann Christopher nur zustimmen.
Auf eins möchte ich noch eingehen. Mußt du mit Brille beobachten? (Wurde das schon erwähnt....wenn ja sorry). Ich muß mit Brille durchs FG beobachten (Hornhautverkrümmung). Daher ist für mich der Augenabstand zum Objektiv sehr wichtig.

Viele Grüße

Mark
 
Hallo,
habe seinerzeit mit einem 7x50 auf Stativ ! angefangen.( Sept. 1969) Später folgte dann ein 20x70 Bino von Neckermann (DM 169,--)= Juni 1970. Geb.-Geschenk von meinem Vater, Nov. 1977 = 30x80 Bino. Im Jan. 1995 "Schnäppchenpreis" = DM 1790,-- ein 25x100 Bino, der noch heute seinen Dienst tut !! (V. St.)
Größere Optik: 12.5" Dobson seit Sept. 1998 und seit Sept. vergang. Jahres ein C 8 (altes Modell aus den 80iger Jahren), das mir bei ruhiger Luft gestochen scharfe Sterne zeigt (Morgenhimmel = Beob. Var, im Orionnebel).

Gruß
Günther
 
Hallo!

Nochmals vielen Dank für Eure hilfreichen Beiträge! :) :y:

Bezüglich der Zeiss- Gläser ( Jena ) habe ich nun ausgiebge Recherchen betrieben....
Wenn ich es korrekt verstanden habe, sind "Jenoptem" - Gläser neueren Datums den älteren ( z.B. Dekarem ) qualitativ überlegen, und bei Serien- Nummern ab 6.xxx xxx wird es interessant. So richtig...?

Nun habe ich hier im Forum diese Annonce entdeckt:

Was haltet ihr davon?

Dieses Glas würde meinen Etat offen gestanden mehr als sprengen, aber anderseits wäre es doch gewiß eine lohnende Investition... :unsure:

LG,

Marcus


PS: 7 x 42 Gläser von Zeiss ( Jena ) habe ich auf dem Gebrauchtmarkt keine finden können...
 
Hallo Marcus, aus eigener Erfahrung kann ich das Jenoptem 10x50W empfehlen. Mit etwas Geduld sollte sich eins mit intakter Optik aber leichten äußeren Gebrauchsspuren um 150 € finden lassen. Auch das von Dir verlinkte 7x50 W ist preislich attraktiv für den beschriebenen Zustand.
Jenaer Ferngläser 7x40 gab es als grün gummierte NVA Gläser, die regelhaft höher als 400 € gehandelt werden (Carl Zeiss Jena EDF 7x40 NVA). Bei diesen Gläsern würde mich persönlich die Strichplatte stören, es gab sie aber wohl auch ohne bzw. die Strichplatte wurde im Nachgang entfernt.
Dann gab es noch die Docter Notarem 10x42 (soweit mir bekannt auch vom Carl Zeiss Jena Kombinat gefertigt), die haben für mein Empfinden leider eine 'gewöhnungsbedürftige' Fokussierung / Diotrienverstellung, die gerne auch mal verharzt bzw. defekt ist. Eine Reparatur ist wohl auch ehr kostspielig und übersteigt schnell den Restwert des Glases. Trotzdem werden auch diese Gläser meist > 250 € gehandelt, die gab es auch bis Ende der 90er Jahre als Rollei-Version, wurden aber definitiv von Zeiss Jena eingekauft. Ich wollte mir auch immer mal so eins zulegen, aber nach 3 defekten Exemplaren habe ich die Suche abgebrochen und mich weiterhin am Jenoptem 10x50W erfreut.
Ein guter Preis-Leistungs-Kompromiss wären noch Optolyth-Ferngläser Typ Alpin (Ceralin Vergütung), da gab es auch ein 7x40. Optolyth Gläser waren als Einstiegsgläser bei Jägern sehr beliebt und hatten auch eine robuste schwarze Gummierung. Ich hatte als Jugentlicher (in den 80ern) ein 7x50 von meinem Patenonkle zur Konfirmation bekommen und war sehr zufrieden, habe es dann aber zu Gunsten des 10x50W Jenoptem irgendwann so um 2010 verkauft. Mir ist jedoch kürzlich ein 9x63 Optolyth zugelaufen, das zeigt aber außerhalb der Achse schnell Artefakte, ich vermute aufgrund der Bildfeldkrümmung. Schau einfach mal bei ebay oder kleinanzeigen.de nach Optolyth.
Aber wir bewegen uns in diesem mittleren Segment immer irgendwo um 150 €, schnell auch mal darüber...und ob das Dein Budget erlaubt, kannst nur Du für Dich beantworten. Für mich sind es aber Gläser mit akzeptabler Qualität zu moderatem Preis.

Viele Grüße Kay

P.S.: Sicherlich gab/gibt es noch andere gute (brauchbare) Gläser, ich habe hier nur von den mir bekannten berichtet.
 
Hallo,
Ich kann die Gläser von KiteOptics empfehlen, die sind bei Ornithologen beliebt.
Ich hab ein Poro 8x42 (in deiner Preislage) und ein hochwertiges 8x56 (schwer, deutlich teurer) - beide sind sehr gut (in ihrer Preisklasse), auch mechanisch.
zB. Kite Optics URSUS 8X42, Dachkante, Sehfeld in 1000m 132m, Gewicht 760 g aktuell neu für 199€ erhältlich.

und Vorsicht - man kann sich auch zu Tode suchen... :oops:

immer den Durchblick wünscht -
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
klingt zwar etwas merkwürdig, selbst mit einem 7x50 habe ich seinerzeit nur mit Stativ beobachtet wg. der Bildruhe. Man hat die Hände frei fürs notieren von div. Angaben (was man gesehen hat).

Gruß
Günther
 
Hallo Kay!
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! :y:
Meinst du so eines:

?

Was mag das Ding wiegen...? Ein Stativ besitze ich leider keines...

Hmm... mit Gummierung... da hätte ich Bedenken bezüglich eventuell enthaltener Schadstoffe wie PAK´s usw...... ich muß nämlich immer noch an die beiden Stiftung Warentest - Testreihen denken... das waren, wenn ich mich jetzt nicht irre, allesamt Gläser mit vollumfänglicher Gummierung...
Was meint ihr...? Kann es bei älteren gummierten Gläsern nach Jahrzehnten noch zu Ausdünstungen eventuell vorhandener Schadstoffe kommen...? :unsure:
Da zudem meine bessere Hälfte Allergikerin ist, wäre das durchaus riskant... und von daher ein k.o. - Kriterium...

Schaut bitte einmal, das hier habe ich zu dem Thema eben noch gefunden:


Ich muß schon sagen, daß ich über alle Maßen erschüttert bin!
Was ich nicht verstehe: wenn die gesundheitsschädigenden Eigenschaften dieser Kunststoffe bekannt sind, warum darf denn soetwas überhaupt hergestellt werden...??

Daher suche ich gezielt ein Fernglas ohne Gummierung oder sonstige Kunststoffe...


Eine andere Frage an die Experten habe ich noch:

einem Beitrag irgendwo hier im Forum habe ich entnommen, daß lichtstarke 7 x 50 - Gläser nur bei absolut dunklem Himmel ihr Potential voll ausspielen können, und sich bei mehr oder weniger lichtverschmutztem Stadthimmel ( ich lebe in Hamburg- Tonndorf, also in Stadtrandnähe ) eine Aufhellung deutlich bemerkbar macht... Habe ich das so korrekt verstanden? :unsure:

Aufgrund Christophers Rat habe ich zunächst nach 8 x 42 - Gläsern gesucht, finde aber keine... zumindest nicht von Zeiss / Jena...

LG,

Marcus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marcus,

Zu den Schadstoffen kann ich nichts sagen.

Aber bei schlechter Sicht sind FG mit AP 7mm nicht gut geeignet. Die AP berechnet sich:

Objektivdurchmesser / Vergrößerung

Dh 7x50 und 8x56 sind nur bei wirklich dunklem Nachthimmel auf dem Land für Astrozwecke gut geeignet. Daher wird bei nicht so guten Beobachtungsbedingungen eher ein 8x42 bzw. 10x50 empfohlen.

Viele Grüße

Mark
 
Hallo Marcus, ja, so wie das von Dir auf ebay.de verlinkte meine ich.
Zum Thema Gummi kann ich Dir nichts raten, weil ich Deine persönliche Situation nicht kenne. So ein Optolyth stammt wahrscheinlich noch aus dem letzten Jahrhundert (Ende der 80er, Anfang der 90er)...welche Schadstoffe und in welchen Mengen (in erster Linie wohl Weichmacher) verwendet wurden, kann ich nicht sagen, die Hersteller werden wohl auch keine Auskunft mehr geben wollen/können...das FG hat jedenfalls bestimmt schon genug Zeit zum Ausgasen gehabt. Und wenn es mich dann doch irgendwann geruchsmäßig stören sollte, so kann ich die Gummierung immer noch mit einem Messer auftrennen und abziehen.
Ich will auch diese Diskussion nicht verwässern, aber ich glaube das Risiko für mich persönlich als ehr gering einschätzen zu können. Die Dauer der Exposition beim FG ist wohl, verglichen mit anderen Dingen des täglichen Gebrauchs, geringer als bei vielen anderen Produkten. Ob die Verfasser des Tests auch ihr Mineralwasser immer schön aus Glasflaschen trinken statt aus PET-Flaschen oder im Bürogang aus Wasserspendern...oder im Sommer die 9,99 € Sonnenbrille aus dem Supermarkt ständig auf der Nase tragen während vor Hitze der Schweiß von der Stirn rinnt...wer kann es sagen...
Sicher, bei einem neuen FG kann man durchaus auch auf solche Kriterien achten, muss jeder selbst entscheiden.

Ich sehe lieber durch mein Fernglas, als mit der Nase schnüffelnd drüber zu mäandern...das gibt mir einfach mehr.

Dass ein Fernglas mit großer AP oder Dämmerungszahl (AP²) bei hoher Lichtverschmutzung (der Himmel wird auch nachts nicht wirklich dunkel) auch den aufgehellten Himmel verstärkt, ist richtig und kann auch zu Kontrastverlust beim Beobachten gerade feinster Details und Nuancen führen, macht aber an Planeten und Mond trotzdem auch in der Stadt Spass. Die FG mit AP 7 zeigen ihr Potenzial am besten jedoch bei dunklem Landhimmel.
Dann wäre für Dich tatsächlich ein 7x40 (bzw. 42) oder 8x40 oder 10x50 besser geeignet, diese sind dann ehr die Allrounder.

Viele Grüße Kay
 
Danke für deinen Beitrag, Kay, aber das Problem bei den Gummierungen ist weniger der Geruch, sondern es sind die Ausgasungen von Schadstoffen; diese riechst du nicht unbedingt. Das läßt sich nicht unbedingt am Geruch festmachen, das sind zweierlei Dinge.
Es genügen bereits kleinste Spuren chemisch / künstlich hergestellter Stoffe, die bei meiner Freundin einen ( potentiell Lebensbedrohlichen! ) Asthma- Anfall auslösen können, selbst auf mehreren Metern Abstand! Damit ist keineswegs zu spaßen.
Es erscheint mir als Selbstverständlichkeit, alles potentiell Gesundheitsschädliche von meiner Liebsten fernzuhalten, soweit es in meiner Macht steht. Uns kommen beispielsweise auch keine PET - Flaschen ins Haus; unser Mineralwasser trinken wir ausschließlich aus Glasflaschen.
Ich selbst bin zwar kein Allergiker; dem Bericht zufolge können derlei Stoffe jedoch u.U. Allergien auslösen, warum sollte ich mir das dann antun...?
Im Zweifelsfall halte ich nach einem Fernglas Ausschau, welches frei von derartigen Substanzen ist.
Leider sind wir heutzutage überall von krankmachenden und allergie- auslösenden Kunststoffen umgeben, und in der Tat ist es kein Leichtes, ihnen auszuweichen... Doch habe ich dies bei der Wahl des geeigneten Fernglases selbst in der Hand... :)
Ja, es wäre wirklich interessant zu erfahren, inwieweit die Gummierungen eines älteren Fernglases noch auszugasen in der Lage sind... muß letzten Endes jeder für sich selbst entscheiden.... ich für meinen Teil möchte auf Nummer sicher gehen...

AP = Austrittpupille?

Habe mich nochmal umgeschaut; die FG aus alten NVA - Beständen z.B. liegen weit außerhalb meiner finanziellen Reichweite... kommen also nicht in Betracht.

Kennt jemand den Hersteller "Steiner" ?
Was würdet ihr von diesem hier halten ( so generell ):

?

Taugen die Steiner- Gläser etwas...? :unsure:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nochmal...

Inzwischen hat sich der Anbieter des 8 x 42 Vixen- Glases gemeldet; da steht "JB 56" drauf... ist damit das Modell gemeint?
Ansonsten befinden sich am Fernglas die Angaben "Japan" sowie "No. 006 H 324"...

Es ist nur die ( originale ) Okular- Abdeckung vorhanden; auf den Bildern, die er mir noch gesendet hat, sind absolut keine Kratzer oder dergleichen auf den Linsen zu erkennen, das schaut doch recht makellos aus...
Es sollen keine Doppelbilder o.ä. vorhanden sein, teilt er mit...
Außerdem voll- vergütet...

Was meint ihr: wäre das für € 80,- ein kalkulierbares Risiko...? Mit Vixen- Gläsern kenne ich mich echt nicht aus...
 
Hallo Marcus, ich hoffe, meine vorherigen Ausführungen hast Du nicht falsch verstanden. Ich bin ebenfalls kein Anhänger der vielen Kunststoffe um uns herum und vermeide sie, wo es irgend geht. Meine Ausführungen sollten auch nirgendwo als Spass verstanden werden oder irgendetwas verharmlosen, ich bin da ganz bei Dir und kenne ebenfalls genügend Allergiker im Bekanntenkreis, die ihr Leid zu tragen haben. Ich bin zum Glück nicht betroffen...oder weiß es einfach nicht.

AP = Austrittspupille :y:

Auch die NVA-Gläser sind übrigens gummiert...

Ältere Steiner (wie Du verlinkt hast) kenne ich persönlich nicht, ist aber anscheinend auch ehr gehobenes Level, wahrscheinlich ähnlich Optolyth, man hört ganz gute Kritiken. Ich habe mir gebraucht (eigentlich wie neu) ein Steiner Observer 8x42 zugelegt, dass ist ziemlich aktuell. Nur noch wenig Metall, faserverstärktes Kunststoff-Gehäuse, aber dennoch robust und wertig mit angenehmen Einblick, guter Transparenz und guter Abbildung bis ca. 70% vom Bildfeld. Zum Rand verzerrt es leicht, aber Sterne sind auch gnadenlose Testobjekte...anders als normale Naturbeobachtung. Das mit dem Kunststoff ist bei heutigen (neuen) Gläsern wohl der Standard in der Preislage um die 250 - 300 €, den man schlucken muss, selbstverständlich mit Stickstoff-Füllung. Ich bin jedenfalls ziemlich zufrieden, es hat gebraucht (kein 1/2 Jahr alt) knapp unter 200 € gekostet, hab es aber bisher nicht bereut. Aufgrund des leichten, aber robusten Gehäuses kann man es auch gut längere Zeit tragen, ohne dass es gleich zu Nackenstarre führt. Ist ein schönes 'immer dabei' FG...aber eben wieder jenseits Deines Budgets.

Da bleibt Dir eigentlich nur der vielleicht etwas gewagte Gebrauchtkauf bei den Anzeigenportalen (dann aber wirklich günstig und eventuell etwas Lehrgeld einplanen), oder aber hier im Forum von seriösen Kollegen, die nicht eben den schnellen Euro machen wollen, sondern im persönlichen Austausch mit Dir Deine Wünsche abstecken und ihr Angebot realistisch dazu abgleichen und einschätzen.

Ich umkreise auch bei ebay und Konsorten ab und an so ältere Revue oder andere japanische Gläser aus den 80ern, die zumeist in den dicken Katalogen angeboten wurden, ich habe da aber keine sehr große Erwartungshaltung. Da würde ich dann auch max. 50 € anlegen, das wäre mir bei dem ein oder anderen Glas ein Test und Vergleich mal wert, ich hab aber keine Eile...da schlage ich dann spontan zu.

Hör Dich doch mal im Bekannten-/Verwandtenkreis um, vielleicht hat da jemand noch ein älteres im Schrank liegen, was eigentlich mal wieder artgerecht genutzt werden will. Aber irgendwann muss eine Entscheidung kommen, Du willst ja auch beobachten und nicht nur abwägen ;)

Viel Erfolg und viele Grüße
Kay

P.S.: Die Vixen kenne ich nun wirklich gar nicht, da müssten andere berichten.
 
Hallöchen!

Auf der Suche nach weiteren Info´s bezüglich des Vixen- Glases von ebay- kleinanzeigen habe ich nochmal ausführlich das www durchsucht, und glaube auf "cloudynights" etwas gefunden zu haben:

Demnach steht das "B" offenbar doch nicht für "Brillenträger- tauglich", sondern scheint einfach nur eine Bauart zu bezeichnen.
Folgendes hatte im Jahre 2019 jemand auf cloudynights dazu gepostet:

"Also, not sure if I mentioned this earlier, but "B Type" likely refers to Bausch & Lomb, or American type. As opposed to "Z Type" which refers to Zeiss, or German type."

Weiß jemand von Euch eventuell näheres hierzu? Wer oder was ist / war "Bausch & Lomb"? Was mag "American Type" bedeuten?

Mit der Bezeichnung "J- B56" ist, wenn ich es richtig verstehe, die Manufaktur "Hiyosho Optical" im Norden Tokyo´s gemeint.

Den Beiträgen auf cloudynights entnehme ich, daß das unten abgebildete Glas wohl in der 1. Hälfte der 90er hergestellt wurde.
Da es dem verlinkten von ebay- kleinanzeigen vom Typ her ähnlich ist, würde ich jenes ebenfalls in diesem Herstellungs- Zeitraum verorten...

Nur konnte ich bislang keine Erklärungen zur Angabe " No. 006 H 324 " finden ( es handelt sich hierbei wohl um die Serien- Nummer )...

Folgendes Bild fand ich im betreffenden Thread auf "cloudynights":

Fernglas Vixen auf cloudynights_post-305695-0-46798700-1549133749_thumb.jpg


Bitte schaut Euch hier einmal die breiten Augenmuscheln an; sind das die originalen, mit denen dieses Fernglas ausgeliefert wurde?
Handelt es sich ( generell ) um spezielle Augenmuscheln für Brillenträger?
Augenmuscheln in dieser Machart habe ich nämlich bislang noch nie gesehen...


Nachtrag: dank wikipedia bin ich nun auch etwas schlauer hinsichtlich der Fa. "Bausch + Lomb".
Dennoch verstehe ich noch nicht, worin sich der "Bausch + Lomb" - Typ und der "Zeiss" - Typ unterscheiden.... Weiß jemand von Euch näheres?

LG,

Marcus
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verwende am liebsten mein Habicht 8x30W, nicht nur für Astro. Klein, leicht und eine hervorragende Bildschärfe im Bildzentrum. Sehr helles Bild im Vergleich zu anderen Dachkant 8x30igern. Der leichte Randabfall stört nicht.
Die Schärfe ist besser als in meinem ehemaligen Swarovski EL 8,5x42 und auch die Verzeichnung um einiges geringer. Daher habe ich das 8,5x42 wieder verkauft.
Ist aber auch ein sehr gutes Glas.
Das Habicht ist allerdings auch recht teuer, wenn man es neu kauft. Ich habe meins über eine Gebrauchtbörse erworben, quasi neuwertig zu einem guten Preis.
Und bei Naturbeobachtung ist der 3D-Effekt ein Traum.
 
Der Anbieter des Vixen- Glases von ebay- kleinanzeigen scheint auch hier im Forum unterwegs zu sein, wie ich gerade feststelle;
aktuell bietet er hier ein Zeiss Jena 10 x 50 an, auffälligerweise auch hier mit der Angabe " in sehr gutem Kondition " ...
Kennt ihn jemand hier zufällig und kann Aussagen hinsichtlich Seriösität machen? Gerne per PN...

Falls dieser Beitrag gegen Forumsregeln verstoßen sollte, dann teilt mir dies bitte einfach mit, dann lösche ich den Beitrag selbstverständlich wieder...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dennoch verstehe ich noch nicht, worin sich der "Bausch + Lomb" - Typ und der "Zeiss" - Typ unterscheiden.... Weiß jemand von Euch näheres?

Hallo Marcus,

die Firmen Zeiss sowie Bausch & Lomb haben zwei unterschiedliche Bauformen für Porro-Ferngläser maßgeblich geprägt. Die Bausch & Lomb Bauform erkennt man an dem massiven einteiligen Fernglaskörper mit einem, ich nenne es mal "Prismenhöcker". Die Zeiss Bauform ist flacher und bei größeren (z.B. 50 mm Öffnungen) zweiteilig, d.h. der Objektivtubus ist an den forderen Teil mit den Prismen angeschraubt. Ich hänge mal zwei Fotos an. Links das Zeiss Binoctar 7x50 und rechts das Nikon 7x50 in der Bausch & Lomb Bauart.
Auch bei kleineren Ferngläsern gibt es einen Unterschied. Hier mal das Zeiss Deltrintem 8x30 im Vergleich zum Bausch & Lomb Zephyr 8x30:

Binoctar_Nikon7x50.jpg
Binoctar_Nikon7x50_2.jpg
 
...aktuell bietet er hier ein Zeiss Jena 10 x 50 an, auffälligerweise auch hier mit der Angabe " in sehr gutem Kondition " ...
Ich weiß nicht, was dabei auffällig sein soll?!
Ich habe bei Kleinanzeigen auch ein CZJ Jenoptem 10x50W ("neuwertig", "ungebraucht") gekauft, und es war tatsächlich so...
Es ist übrigens ein hervorragendes Glas mit großem Feld, erstklassiger Transmission und Mittenschärfe, jedoch abfallender Randschärfe, was mich nicht stört.
Sehr zu empfehlen!
Siehe auch hier:
 
Das "auffällig" bezog ich darauf, daß er sich in seiner ebay- kleinanzeigen- Annonce mit dem Vixen- Glas ebenso ( also grammatikalisch falsch ) ausdrückt... wodurch bei mir der Eindruck entsteht, daß es sich um dieselbe Person handelt. Das mit "auffällig" bezog sich nicht auf das Fernglas selbst... ;)
 
Hallo,
bin ein Verfechter von binokularer Beobachtungen. Habe div. Binos testen dürfen. Z. B. ein 40x60 (Sept. 1983). Wenig Okularmuschel, da beschlugen schnell die Linsen. Dagegen hat mein 30x80 auch nicht viel mehr für den Augenabstand. Ist aber viele Jahre am Sternenhimmel eingesetzt worden (und hat auch in einem Vergleich mit einem 25x80 Spektiv besser abgeschnitten).
Bei "ungünstigem Himmel", Stadtnähe z.B. plädiere ich für entspr. Vergrößerung, nicht unter 10fach (alles ausgetestet, lang lang ist es her). Der in 1992 getestete 25x100 Bino ist bis heute noch im Einsatz, nur mit Stativ. Da gehen einem im Vergleich z.B. zu einem 11x80 wirklich die Augen auf: Ringnebel in der Leier mit 11x nicht gesehen, im größeren Glas dagegen sdofort als deutliches Fleckchen.
Will mich mit dem ausgefallenen Hobby nicht brüsten.....

Gruß
Günther
 
Hallo,
in einem der Berichte weiter vorn, wird erwähnt, daß der Orion/Nebel Farbe zeigt. Mein 12.5" Dobson und auch das C 8 können keine Farbe erkennen, "gg".
Aber trotzdem macht es Spaß (morgens aus den Federn) die V. St. im Orionnebelbereich zu beobachten.....

Gruß
Günther
 
Hallo Leute,

an dieser Stelle nochmals meinen aufrichtigen Dank für Eure hilfreichen und lehrreichen Beiträge! :)
Vorläufig hat es sich mit meiner Fernglas- Suche ersteinmal erledigt; heute hat es sich mehr oder weniger zufällig so ergeben, daß ich im Laufe der nächsten Woche ein kaum benutztes 9 x 63 er Glas ( mit Dachkantprismen ) aus dem Familienkreis gratis erhalte... Wie heißt es so schön... Unverhofft kommt oft... ;-)
Im Moment kann ich zum Glas sagen, daß Sehfeld 108 m / 1000 m und AP = 7 mm betragen, und daß der Hersteller dem Vernehmen nach wohl "GAD" heißt ( sagt mir persönlich jedoch nichts... noch nie gehört... ? ).
Ansonsten erinnere ich mich noch, daß wir das Glas im Jahre 1988 bei Fielmann in Lübeck für DM 201,- gekauft hatten ( da war ich 14 ), und es dunkelgrün gummiert ist... Die letzten 30 Jahre hat es offenbar ungenutzt im Schrank gestanden; meine Eltern benötigen es mittlerweile nicht mehr, und sie wissen es bei mir in guten Händen...
Ach Leute, ich freue mich wirklich schon sehr auf das Glas und auf seinen ersten Einsatz! :)
Sobald ich es abholen konnte, lasse ich an dieser Stelle natürlich noch genauere Info's und Bilder folgen! :)

euch allen ganz liebe Grüße,

Marcus
 
Hallo Marcus, das freut mich, dass Du nun so günstig an ein FG kommst. Ich wünsche Dir beim ersten Erkunden des Himmels viel Freude damit. Und bitte beachten: Auch das Sehen durch das FG will gelernt sein, angefangen vom richtigen Einstellen des Augenabstands, der Dioptrieeinstellung bis hin zum ruhigen halten. Da habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass mein 9x63 irgendwie ruhiger in der Hand liegt wie mein Steiner 8x42 oder das Jenoptem 10x50...der Einblick beim Optolyth ist sehr angenehm und unkritisch, beim 8x42 muss ich sehr genau auf der optischen Achse bleiben.

Also, viel Spass und berichte mal nach den ersten Beobachtungen...
Bei weiteren Fragen gerne fragen...

Viele Grüße Kay
 
Zurück
Oben