Wer ist noch dem EAA verfallen?

Hallo allerseits,

dieser Thread wurde auf meine Bitte in den Bereich 'Allgemeine Diskussionen über EAA' verschoben!

CS.Oli
 
Hallo Kollegen,

Ich hab gerade ein bisschen rumgespielt und meinen Heim-PC so eingerichtet, dass ich von ihm aus alles im Garten sehen und steuern kann. Ist vielleicht etwas angenehmer/bequemer, wenn es recht kalt ist und mal wieder länger dauert. Bin gespannt, wie das alles funktioniert. Die "Trockenübung" hat schon mal geklappt. Aber das Wetter....

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Habt einen schönen Abend!
 
Da ich durch das Wetter und auch gesundheitlich (vor einer Woche OP) nicht zu praktischer EAA komme, habe ich vorhin mal meinen "Astrokoffer" aufgeräumt und den Sensor der Kamera ordentlich gereinigt. Muss ja auch mal sein.
Frodo hat auch sehr genau aufgepasst, ob ich es richtig mache.....

IMG_20251116_181459.jpg
 
EAA-Andromeda von gestern Abend. Keine 30 Minuten
Das ist kaum zufassen, dass Du in 30 Min. dieses Bild hinbekommen hast.
1.Wieviele Bilder sind in der echten Beobachtungszeit aufgelaufen?
2. Mit welcher Zeit wurde jedes einzelne Bild belichtet?
3. Hast Du die Bilder gestackt und dann noch nachbehandelt?

Ich stelle die Fragen, weil ich in die EAA einsteigen möchte.

Vielen Dank,
Peter
 
Hallo Peter,

dazu muss auf dem Laptop am Teleskop und an dem Rechner im Wohnzimmer AnyDesk installiert sein und beide Geräte müssen im gleichen WLAN-Netz angemeldet sein. Dann geht das relativ problemlos.
 
Hallo Peter,

von mir auch, Willkommen bei der EAA-Gang :y: .

welche Hardware wird benötigt, um vom Innenraum aus, dass Teleskop zu steuern und die Bilder zu betrachten?
Du brauchst irgendeinen Rechenknecht am Teleskop. Mini-PC der auf der Montierung mit fährt oder halt ein Notebook.
Der sollte im heimischen Netzwerk erreichbar sein. WLAN oder Kabel, je nachdem was besser einzurichten ist. Wenn Kabel einfacher zu nutzen ist, würde ich das bevorzugen. Zickt nicht so viel rum wie WLAN.

Wie ich aus Deinem anderen Thread entnehme, wirst Du sehr wahrscheinlich mit Windows arbeiten. AsiAir soll ja mit AZ Montierungen nicht klar kommen.
Dann wird der Computer in der Wohnung auch Windows sein (Linux geht auch).
Da würde ich aber, im Gegensatz von Matthias @Michnus auf das on Board RDP von Windows zurück greifen. Läuft stabil und ist einfach einzurichten und eine extra Software, die gepflegt werden muss, ist nicht notwendig. RDP ist aber nur in den Pro Versionen von Windows enthalten. Die Tricks, dass in den Home-Versionen rein zu basteln funktionieren, so weit ich weiß, seit W10 nicht mehr zu 100%.

Dann klinkst Du Dich remote auf den Teleskop-Rechenknecht mit RDP ein und hast den gesamten Desktop in einem Fenster auf dem Wohnzimmer-PC. Hier mal ein Bild wie es ungefär aus seiht. Von meinem Linx PC mit einem Linux RDP-Client auf mein W11 Astro-Notebook.

Bildschirmfoto_2025-11-17_21-29-52.png


Gruß :coffee::teleskop:
Mathias
 
Das ist kaum zufassen, dass Du in 30 Min. dieses Bild hinbekommen hast.
1.Wieviele Bilder sind in der echten Beobachtungszeit aufgelaufen?
2. Mit welcher Zeit wurde jedes einzelne Bild belichtet?
3. Hast Du die Bilder gestackt und dann noch nachbehandelt?

Ich stelle die Fragen, weil ich in die EAA einsteigen möchte.

Vielen Dank,
Peter
Hallo Peter,

das waren 30 Bilder a 60 Sekunden. Das Bild ist ein Livestack, den ich während der Aufnahme mit der Asiair live auf dem iPad verfolge. Man kann dann jederzeit das aktuelle Zwischenergebnis abspeichern, wenn man will. Das Bild ist ein wenig in Lightroom bearbeitet. Das war aber 2023. Angehängt ein Bild von heute Abend. 40 x 120 Sekunden komplett unbearbeitet. EAA in Reinkultur. Ich bearbeite dann später alle Bilder noch mal am PC mit Pixinsight. Das heißt, ich stacke alle Bilder noch mal und bearbeite den Stack dann. Das dauert nach dem Stacken ca. 30 Minuten. Das ist dann natürlich kein EAA mehr.

LG Olaf
IMG_4747.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
3. Hast Du die Bilder gestackt und dann noch nachbehandelt?
Das Bild ist komplett unbearbeitet. EAA in Reinkultur.
Sinn und Zweck der Übung EAA ist es ja, dass jedes Einzelframe aufsummiert wird, also gestackt wird.
Du kannst bei SharpCap wie auch bei der AsiAir, wie Olaf @Olaf M. auch schreibt, immer einen Zwischenstand abspeichern oder auch den ganzen Live-Stack beenden und ein neues Objekt anfahren.
SharpCap bietet die Möglichkeit, wie das bei der AsiAir ist weiß ich nicht, jedes Einzelframe abzuspeichern und dann im Nachgang nochmal extra stacken und dann auch nach bearbeiten. Dabei ist aber zu beachten, dass da ordentlich Datenvolumen zusammen kommen kann.
Wie es z.B. Olaf macht.

Ich mache keine Nachbearbeitung. EAA in Reinkultur ;).
Bin ich zu faul für und habe auch kein Talent dazu.

Gruß :coffee: :teleskop:
Mathias
 
SharpCap bietet die Möglichkeit, wie das bei der AsiAir ist weiß ich nicht, jedes Einzelframe abzuspeichern und dann im Nachgang nochmal extra stacken und dann auch nach bearbeiten. Dabei ist aber zu beachten, dass da ordentlich Datenvolumen zusammen kommen kann.
Wie es z.B. Olaf macht.
Das geht bei der Asiair auch. Der Stack ist dann auch besser als der Livestack. Die besten Ergebnisse erzielt man aber beim Stacken in einer externen Software am PC.

CS Olaf
 
Guten Abend,

Vielen Dank für Eure Informationen, die mir zum Einstieg in die EAA weiterhelfen werden.
Ich lese immer noch neue Begriffe, z. B. Platesolving, die ich zuvor noch nicht gekannt habe.
Soeben habe ich ein Video zum Platesolving angeschaut. In dem Video wird die Software MaxIm DL
für Platesolving verwendet und damit M97 in die Mitte des Gesichtsfeldes gebracht.
Die Prozedur erscheint mir doch ziemlich umständlich und etwas zeitaufwendig.

Wenn ich das Video richtig verstanden habe, wird von der NexStar-Software mittels SkyAlign genau dieses
Platesolving durchgeführt:
1. Zur Justierung des Teleskops zum Himmel.
2. Zum Aufsuchen des gewünschten Objektes.

In der Nexstar-Handsteuerbox befindet sich wohl ein Sternenkatakog, auf dessen Basis
die Position des Teleskops erkannt wird. Danach kann mittels GoTo das gewünschte Objekt angesteuert werden.

Ein Platesolving mittels einer Software wie z. B. MaxIm DL, müßte sich demnach doch erübrigen.
Ist das von mir so richtig verstanden?

Peter
 
N'abend Peter,

Wenn ich das Video richtig verstanden habe, wird von der NexStar-Software mittels SkyAlign genau dieses
Platesolving durchgeführt
soweit ich weiß, basiert SkyAlign nicht auf Platesolving. Die Teleskope von Celestron die damit ausgerüstet sind, haben keine Kamera.
Celestrons revolutionäres SkyAlign-Verfahren
Es ist ein vereinfachtes Alignment Verfahren.
Bei anderen Montierungen, muss man selbst die Alignment-Sterne kennen. Diese werden von der Montierung vorgeschlagen und somit muss man sie kennen. Bei dem "standard" Verfahren muss ich den ersten vorgeschlagenen Stern über die Handbox selbst anfahren und wenn man da den flaschen Stern anfährt, geht das Alignment in die Hose. Die folge Alignment-Sterne werden automatisch angesteuert und müssen zentriert werden. Wenn das alles ordentlich gemacht wird, ist der interne Himmel mit dem realen Himmel abgeglichen. Dann greift GoTo und Nachführung auch gut.

SkyAlign nimmt Dir da einiges ab.
Die Teleskope haben ja GPS und wissen dadurch genau wo sie stehen. Somit kann intern errechnet werden was für Objekte das sind und angefahren werden können.

Plate-Solven hat nix mit dem Alignment zu tun.
Plate-Solven erfolgt mit Kamera und einer Software, die vorher mit Index-Dateien versorgt wird. In diesen Dateien sind Referenz Bilder hinterlegt. Da wird das Kamerabild mit den Referenzdaten verglichen/abgestimmt.

Es gibt ein System, ebenfalls von Celestron, das sich StarSense AutoAlign Modul nennt. Das basiert das Alignment auf Plate-Solven.
Bitte nicht mit den StarSense Teleskopen verwechseln. Das ist wieder was anderes. Ist aber auch von Celestron.


Plate Solving stammt ursprünglich aus der professionellen Astronomie. Zu dder zeit als Himmelsaufnahmen fotografisch auf Glasplatten erfolgte. Den Plates eben.
Da wurde dann auf ca. 20 bis 30 cm großen Glasplatten belichtet.
Diese Platten wurden automatisch ausgewertet um z.B. Sternpositionen zu identifizieren oder halt auch Objektbewegungen zu bestimmen.
Ich hab mir mal die, ich glaub, größte Sammlung in D'land solcher Platten in Sonneberg angeschaut. Die sind mittlerweile alle von der Uni Bonn (?) digitalisiert worden.

Gruß :coffee: :teleskop:
Mathias
 
Hallo Mathias,

vielen Dank für Deine Erklärungen. Was Platsolving ist, verstehe ich jetzt immer besser.
Verwendest Du das Verfahren regelmäßgig und wenn ja, für welche Aufgaben?

NexStar mit SkyAlign sehe ich für mich als notwendig an. Der Himmel an meinem
Wohnort ist zu ausgehellt und dadurch die Erkennbarkeit von Sternen sehr erschwert.
Das Features SkyAlign hat offenbar nur Celestron.

Peter
 
Dann reihe ich mich mal gleich als Neuling hier ein und werfe ein Hallo in die Runde!

Ich befasse mich seit etwa einem Jahr intensiver mit der Astronomie, etwa genauso lange habe ich nun schon mein Newton-Teleskop (ursprünglich als Dobson mit Rockerbox).

Leider wohne ich auch unter einem hellen Vorstadthimmel, so dass ich nur wenige Deep Sky Objekte von hier aus beobachten konnte (M81 und NGC 2392 waren da schon die Highlights). Oft habe ich sehr lange mittels Star Hoppings vergeblich nach Objekten gesucht und war mir am Ende eigentlich sicher, dass ich das Teleskop auf die richtige Stelle ausgerichtet habe. Nachdem ich das Teleskop im Sommer einmal mit in die Alpen genommen habe war ich dann nur noch frustrierter :LOL:

Irgendwann ist mir dann klar geworden, dass EAA unter diesen Bedingungen vielleicht eher das Richtige sein könnte. Mittlerweile habe ich dann auch das Equipment soweit vollständig, dass ich erste Feldversuche machen konnte. Nachdem es vorher nur für Fotos vom Mond gereicht hat, hat es dann gestern mit der ersten EAA Session geklappt. Anbei mein erstes Bild von M31. Da ist sicher noch viel Verbesserungspotential dabei, aber ich bin zufrieden :)

forum.jpg


Zum Vorgehen:

Ich habe ausschließlich Linux eingesetzt, mit KStars/Ekos die Montierung gesteuert und dann ca. 20 Aufnahmen zu je 10 Sekunden erstellen lassen. Diese habe ich parallel mit dem Astro Live Stacker stacken lassen (Einstellungen habe ich in dem Programm nicht vorgenommen, sondern die Standardeinstellungen verwendet). Das größte Manko ist sicher der Bildausschnitt, ich werde mir für den F5-Newton wohl einen Reducer besorgen, um solche Objekte besser auf das Bild zu kriegen.

Zwei Fragen hätte ich dann auch gleich noch:
  • Die blauen Punkte unten rechts (quasi wie eine Linie) sind so oder so ähnlich auf allen gestrigen Aufnahmen (auch von anderen Objekten) zu sehen. Für mich sieht das wie ein Pixelfehler aus. Ist das ein "Hot Pixel"? Kriegt man das mit einem Dark korrigiert? Ist das vom Umfang her noch im erwarteten Rahmen oder ein Fall für die Gewährleistung?
  • Kommt das weiße Glimmen am Bildrand durch fehlende Flats, schlechte Nachführung (ohne Guiding) oder was könnte der Grund sein?

Vielen Dank schon einmal, ich habe mir auch durch das Forum hier im letzten Jahr zahlreiches Wissen aneignen können und hoffe, mich zukünftig hier auch einbringen zu können :)

CS

Mario
 
Verwendest Du das Verfahren regelmäßgig und wenn ja, für welche Aufgaben?
Ja, bei jedem Objekt unter SharpCap.
Zum genaueren ausrichten und zur Annotation der Bilder.
Es gibt auch eine Webseite, auf der Du Deine Bilder Solven lassen kannst: Astrometry.net. Ganz praktisch bei alten Bildern über die man keine Dokumentation mehr hat. Geht aber auch mit Software auf dem PC. ASTAP z.B..
Unter SharpCap kann man nach dem Solven das Kamerabild auch annotieren.
Stack_39frames_562s_WithAnnotations.png


Das Features SkyAlign hat offenbar nur Celestron.
das ist so.
Das erwähnte Auto Align Modul gibt es auch nur für Celestron und Sky Watcher Montierungen. Kommen ja aus dem selben Haus.

Gruß
Mathias
 
Hallo Mario,

Dann reihe ich mich mal gleich als Neuling hier ein und werfe ein Hallo in die Runde!
Dir auch ein Willkommen bei der EAA-Gang.

Mittlerweile habe ich dann auch das Equipment soweit vollständig
woraus besteht denn Dein Setup ?

Da ist sicher noch viel Verbesserungspotential dabei, aber ich bin zufrieden :)
hängt letztendlich von Deinem Anspruch ab und was Dir selbst gefällt.
Ich betreibe EAA in Reinkultur ;). Keine Nachbearbeitung, kein Guiding, keine Flats und/oder Darks.
Alles out off teh box von SharpCap.

Ich habe ausschließlich Linux eingesetzt,
das Lob ich mir :y:.
Ich nutze selbst seit 20 Jahren Linux, aber nicht für EAA. Da ist für mich nach wie vor SharpCap unter W11 das Maß aller Dinge.
Mit KStars/Ekos konnte ich mich nie mit anfreunden.
CCDciel und SkyChart, die richtig gut zusammen spielen, reichen an SharpCap einfach noch nicht ran.
Die anderen Lösungen habe ich auch alle durch probiert. Da stört es mich, dass ich mit zwei Softwaren arbeiten muss. Eine Aufnahme Software, die die Einzelframes in ein Verzeichnis schubst und dann eine andere die das dann Live-Stackt.
Außer AsiAir hab ich, so denke ich, alles durch probiert.
Wenn StellarMate ohne App und mobilen Endgerät arbeiten würde, könnte ich mich damit anfreunden. Läuft ja mittlerweile auch auf Intel und AMD, aber halt das mobile Endgerät, die sind mir einfach zu popelig.

Zwei Fragen hätte ich dann auch gleich noch:
  • Die blauen Punkte unten rechts (quasi wie eine Linie) sind so oder so ähnlich auf allen gestrigen Aufnahmen (auch von anderen Objekten) zu sehen. Für mich sieht das wie ein Pixelfehler aus. Ist das ein "Hot Pixel"? Kriegt man das mit einem Dark korrigiert? Ist das vom Umfang her noch im erwarteten Rahmen oder ein Fall für die Gewährleistung?
  • Kommt das weiße Glimmen am Bildrand durch fehlende Flats, schlechte Nachführung (ohne Guiding) oder was könnte der Grund sein?
was das angeht, da warte besser auf die Kameraspezialisten hier. Hier wäre auch interessant was Du für Equipment einsetzt.

Gruß :coffee::teleskop:
Mathias
 
Hallo ihr zwei!
Auch von mir ein herzliches Willkommen - ich selber bin allerdings auch noch recht neu hier.
@Mario:
Wenn du bei dir M81 "sehen" konntest, dann sind die Voraussetzungen für's EAA doch gegeben, da geht was - bestimmt!
Ich bin jedenfalls immer wieder erstaunt was die Kamera so sieht, und das hier aus dem Garten mit LED Strassenbeleuchtung und nicht von meinem Beobachtungsplätzchen unter doch anständig dunklem Landhimmel...
Wird schon!
Gruß Stefan
 
Hallo Peter,

Ich muss Mathias' Aussage zu den Celestron Montierungen etwas korrigieren: nicht alle haben ein eingebautes GPS. Das ist ein spezielles Feature, was es zum Teil als Aufpreis gibt. Mein CPC800 hatte es, die Evolution, meine ich, hatte es nicht.

Nochmal zum Platesolving und wie es abläuft. Was ich beschreibe passiert alles automatisch:

Die Montierung fährt auf ein Objekt. Die Platesolving Software macht eine Aufnahme vo der aktuellen Position und erkennt dabei eine bestimmte Anzahl Sterne (wird bei ASIAir angezeigt, zum Beispiel 78 Sterne erkannt). Dann gleicht die Software die Position der Sterne mit einer internen Datenbank ab und errechnet die tatsächlichen Position der Montierung. Stimmt diese mit dem Ziel überein, dann ist der Vorgang abgeschlossen. Stimmt die Position nicht überein, wird eine Korrektur berechnet und die Montierung schenkt zur korrigierten Position. Dann wird erneut ein Bild gemacht und das System überprüft ob die Position nun stimmt. Nach 2-3 Durchläufen, die nur einige Sekunden dauern, stimmt das dann und das angepeilte Objekt ist perfekt zentriert.

Das ist extrem bequem! Ich habe jahrelang ohne Platesolving EAA betrieben und bin froh, es nun mit dem ASIAir zu haben. Da muss man halt nichts machen, ausser die korrekte Brennweite des Teleskops anzugeben. Wenn man die nicht kennt, kann man den Wert auf 0 setzen und der ASIAir berechnet die Brennweite. Das dauert ca 1 Minute und das Thema ist durch und das Platesolving funktioniert sowohl für das Polar Align als auch für das GoTo.

Grüße von der Schwäbischen Alb bei -5 Grad und einigermaßen klaren Himmel

CS.Oli
 
Ich muss Mathias' Aussage zu den Celestron Montierungen etwas korrigieren: nicht alle haben ein eingebautes GPS. Das ist ein spezielles Feature, was es zum Teil als Aufpreis gibt. Mein CPC800 hatte es, die Evolution, meine ich, hatte es nicht.
danke für die Klarstellung. Habe da wohl zu viel rein interpretiert beim durch lesen.

Das ist extrem bequem! Ich habe jahrelang ohne Platesolving EAA betrieben und bin froh
:y:, jep.
Voll, total, mega bequem ;).
Mag es auch nicht mehr missen. Führe deshalb auch nur noch ein Ein-Obekt-Alignment recht oberflächlich durch. Wird eh von meiner iOptron automatisch durch geführt. Hauptsache irgendwo etwas mittig im Sucher das Objekt, fertig. Rest wird dann über Solven erledigt.
Klappt dann sogar wenn man vergisst die korrekt Brennweite einzugeben. OK, darf nicht zu weit auseinander gehen.

Grüße von der Schwäbischen Alb bei -5 Grad und einigermaßen klaren Himmel
brrrrrrrrr... :eek:.

Gruß :coffee: :teleskop:
Mathias
 
Hallo Mathias,

Ein Vorteil der parallaktischen Montierung ist, dass sie nach dem Polar Align kein zusätzliches Alignment mehr braucht, um Objekte zu finden. Und die Feldrotation entfällt und man kann längere Einzelbelichtungen machen. Aber das kennst Du ja...

Ich mag jedenfalls nicht mehr rein azimutal arbeiten. Schön fand ich allerdings die Sache mit der Polhöhenwiege bei CPC800 und bei der Evolution. Dadurch spart man den Meridian Flip bzw muss sich keine Gedanken machen ob das Teleskop am Stativ anschlägt.

CS.Oli
 
Den Anhang 516321 betrachten

Zum Vorgehen:

Ich habe ausschließlich Linux eingesetzt, mit KStars/Ekos die Montierung gesteuert und dann ca. 20 Aufnahmen zu je 10 Sekunden erstellen lassen. Diese habe ich parallel mit dem Astro Live Stacker stacken lassen (Einstellungen habe ich in dem Programm nicht vorgenommen, sondern die Standardeinstellungen verwendet). Das größte Manko ist sicher der Bildausschnitt, ich werde mir für den F5-Newton wohl einen Reducer besorgen, um solche Objekte besser auf das Bild zu kriegen.

Zwei Fragen hätte ich dann auch gleich noch:
  • Die blauen Punkte unten rechts (quasi wie eine Linie) sind so oder so ähnlich auf allen gestrigen Aufnahmen (auch von anderen Objekten) zu sehen. Für mich sieht das wie ein Pixelfehler aus. Ist das ein "Hot Pixel"? Kriegt man das mit einem Dark korrigiert? Ist das vom Umfang her noch im erwarteten Rahmen oder ein Fall für die Gewährleistung?
  • Kommt das weiße Glimmen am Bildrand durch fehlende Flats, schlechte Nachführung (ohne Guiding) oder was könnte der Grund sein?

Vielen Dank schon einmal, ich habe mir auch durch das Forum hier im letzten Jahr zahlreiches Wissen aneignen können und hoffe, mich zukünftig hier auch einbringen zu können :)

CS

Mario
Hallo Mario,

ja, das sind Hotpixel. Die bekommst Du mit Darks weg, oder oft schon durch das nachträgliche Stacken der Einzelbilder in einem separaten Programm, wie zum Beispiel Siril. Das weiße "Glimmen" sind Stacking-Artefakte, die dadurch enstehen, dass nicht jedes Bild genau denselben Bildausschnitt hat, weil die Nachführung eben nicht perfekt ist. Das muss man in der Bildbearbeitung dann wegschneiden, wenn es nach dem nachträglichen Stacken immer noch da ist.

LG Olaf
 
Grüße von der Schwäbischen Alb bei -5 Grad und einigermaßen klaren Himmel
Guten Morgen Oli,

in Düsseldorf ist es deutlich schlechter: +6,8 Grad und alles grau in grau und die Sonne scheint nicht mehr.

Aber nun zum Thema:
vielen Dank für die Schilderung, wie Du das Platesolving betreibst.
Meine Fragen hierzu:
1. Ist das für das Einnorden bzw. Positionierung Deines Teleskops vor jeder EAA-Sitzung erforderlich?
2. Wäre das auch für die Nutzung einer azimutalen Montierung, wie z.B. NexStar, sinnvoll?
3. Wozu muß ich als Liebhaber der Foto-Astronomie wissen, welche genaua Position ein bestimmtes Objekt hat?
Wenn es sich in der Mitte des Bildschirms befindet drückt man auf den Knopf und fertig isses.

Wir Amatuere müssen doch nichts vermessen, sonder möchten den Himmel betrachten.
Althergebracht durch ein Okular, nur bedingt durch die fortschreitende Lichtverschmutzung nun auch mittels EAA.
Dabei fallen auch noch Fotos ab die, wenn man es möchte, auch noch zu einem Erinnerungsbild verbessert werden könnten.

Peter
 
das Plate-Solven funktioniert überall gleich. Die selbe Systematik.
So, wie es Oli @VisuSCor hier beschreibt:
Die Montierung fährt auf ein Objekt. Die Platesolving Software macht eine Aufnahme vo der aktuellen Position und erkennt dabei eine bestimmte Anzahl Sterne (wird bei ASIAir angezeigt, zum Beispiel 78 Sterne erkannt). Dann gleicht die Software die Position der Sterne mit einer internen Datenbank ab und errechnet die tatsächlichen Position der Montierung. Stimmt diese mit dem Ziel überein, dann ist der Vorgang abgeschlossen. Stimmt die Position nicht überein, wird eine Korrektur berechnet und die Montierung schenkt zur korrigierten Position. Dann wird erneut ein Bild gemacht und das System überprüft ob die Position nun stimmt. Nach 2-3 Durchläufen, die nur einige Sekunden dauern, stimmt das dann und das angepeilte Objekt ist perfekt zentriert.

1. Ist das für das Einnorden bzw. Positionierung Deines Teleskops vor jeder EAA-Sitzung erforderlich?
die Frage verstehe ich nicht so ganz. Versuche es aber mal.
Nur parallaktische (EQ-) Montierungen müssen eingenordet werden. Alt/AZ müssen nicht eingenordet werden. Die müssen meist nach Herstellerangaben, dem Handbuch zu entnehmen, aufgestellt werden.
Meine iOptron kann ich grundsätzlich hinstellen wie ich will, hat ja GPS.
Bei manchen muss der Tubus waagerecht sein und mit der Öffnung nach Norden zeigen. Bei anderen Herstellern kann es auch anders sein.
Danach erfolgt das Alignment und dann eben das Anfahren auf das Objekt das man gern haben will.
Die Asi Air, wenn ich es recht verstanden habe, startet dann automatisch ein Plate-Solven, gleicht ab und zentriert.
Da ich keine Asi Air habe, SharpCap eben, muss ich das Plate-Solven anschubsen. Aber der Vorgang, die Systematik dahinter, ist der Gleiche. Das bewegt sich alles im Sekundenbereich.
Gestern z.B. waren gute Bedingungen und es ging alles recht fix. Wenn das Seeing oder die Bedingungen allgemein etwas schlechter sind, kann es mal eine Sekunde oder zwei länger dauern.

2. Wäre das auch für die Nutzung einer azimutalen Montierung, wie z.B. NexStar, sinnvoll?
ich betreibe EAA ja mit einer Alt/AZ Montierung und Plate-Solven. Das einzige Manko bei diesen Montierungen ist die schon erwähnte Feld- oder Gesichtsfelddrehung.
Hier ein Beispiel dafür:
Stack_78frames_624s__gain_WithAnnotations.png

das liegt an der Systematik, wie EQ und Alt/AZ funktionieren.
Alt/AZ muss immer in beiden Achsen nachführen. Deshalb entsteht eine Art Versatz.
EQ Montierungen, die ja an der Erdachse ausgerichtet sind, führen nur in einer Achse nach. Folgen also dem Kreisbogen, den die Objekte am Himmel beschreiben. Somit entsteht kein Versatz.

3. Wozu muß ich als Liebhaber der Foto-Astronomie wissen, welche genaua Position ein bestimmtes Objekt hat?
Wenn es sich in der Mitte des Bildschirms befindet drückt man auf den Knopf und fertig isses.
nicht nur als Astrofotograf oder EAA-ler ist das wichtig. Auch im rein visuellen Beobachten.
Nimm eine manuelle Montierung und führe nicht nach. Schnell wirst Du merken, das die Objekte aus dem Feld wandern.
Eine GoTo Montierung, egal ob EQ oder Alt/AZ, hat zwei Aufgaben.
1. Das einfachere Auffinden der Objekte. Das GoTo selbst.
2. Die automatische Nachführung, also dem Folgen der Objekte am Himmel.
Dafür müssen laufend Abgleiche vollzogen werden.
Wenn eine Montierung aufgestellt wird, muss eine EQ Montierung an der Erdachse ausgerichtet werden und an Polaris.
Dann erfolgt noch eine Dateneingabe. Datum, Uhrzeit, Breiten- und Längengrad, Sommer- Winterzeit, bei manchen Montierung auch die Höhe über NN.
Jetzt weiß die Montierung wo sie grob steht.
Dann erfolgt das Alignment an 1 bis 3 Objekten. Der Abgleich mit der inneren Datenbank der Montierung mit dem realen vor Ort Himmel.
Erst dann weiß die Montierung wo sie genau steht.

Mittlerweile gibt es halt elektronische und Software Helferlein die einem einiges an Arbeit abnehmen und das ganze Geschehen einfacher, leichter machen.
Nimm z.B. die Smart Scopes. Die nehmen Dir alles ab. Einschalten und das Teil rennt los und das in recht annehmbaren Zeiten und schon hast Du Dein erstes auf dem SmartPhone oder Tablet.

Die Asi Air unterstützt da auch recht ausgefeilt.
Meine Methode ist da noch mit etwas mehr manueller Anschubserei versehen.

Gruß
Mathias
 
Hallo Peter,

Meine Fragen hierzu:
1. Ist das für das Einnorden bzw. Positionierung Deines Teleskops vor jeder EAA-Sitzung erforderlich?
Ja, da ich das Teleskop nicht stehen lassen kann, sondern immer neu aufbauen muss. Wenn Du das Teleskop stationär betreiben kannst, dann brauchst Du das nicht jedesmal neu machen.
2. Wäre das auch für die Nutzung einer azimutalen Montierung, wie z.B. NexStar, sinnvoll?
Einnorden brauchst Du einen AZ Montierung nicht, aber Du musst dem Teleskop bzw. dem GoTo Computer zeigen wie die Montierung steht. Deshalb das Alignment an den Sternen.

3. Wozu muß ich als Liebhaber der Foto-Astronomie wissen, welche genaua Position ein bestimmtes Objekt hat?
Musst Du nicht!

Wenn es sich in der Mitte des Bildschirms befindet drückt man auf den Knopf und fertig isses.
genau!

ABER

Es ist natürlich sinnvoll zu wissen, wo in etwa sich die Himmelsobjekte befinden, damit man eine Einschätzung hat, zu welcher (Jahres)Zeit welche Objekte sichtbar bzw beobachtbar sind. Ich habe mir dazu eine Liste gemacht, wo ich alles drin habe, was von der Größe und Helligkeit für mich erreichbar ist. Diese Liste hat etwa 2000 Einträge, ist nach Sternbildern sortiert und ich arbeite sie nach und nach ab.

Wir Amatuere müssen doch nichts vermessen, sonder möchten den Himmel betrachten.
Althergebracht durch ein Okular, nur bedingt durch die fortschreitende Lichtverschmutzung nun auch mittels EAA.
Dabei fallen auch noch Fotos ab die, wenn man es möchte, auch noch zu einem Erinnerungsbild verbessert werden könnten.
auch einverstanden!

Überleg Dir mal bitte, ob ein Smartscope, wie das ZWO SeeStar S50, etwas für Dich wäre. Das ist sehr leicht und einfach aufzubauen. Du stellst das Gerät einfach waagrecht auf und der Rest passiert automatisch. Du steuerst das SeeStar über Dein Smartphone oder - noch besser - über ein Tablet Computer.

Schau Dir dazu einfach mal ein paar Videos auf YouTube an! Viele Deiner Fragen hätten sich damit erledigt und Du musst nicht schweres Equipment rumschleppen und aufbauen.

Gerd Waloszek hat hier eine Website wo er seine Erfahrungen mit dem Vaonis Vespera Smartscope zusammengetragen hat. Er ist eher in Deinem Alter und Du kannst ihn auch einfach anschreiben, wenn Du Fragen hast. Vaonis Vespera - Erste Erfahrungen

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für eure Antworten und die nette Begrüßung :)
Sorry, ich hatte das nicht erwähnt, weil ich es in die Signatur geschrieben habe, aber die wird ja z. B. auf Smartphones gar nicht angezeigt, das habe ich nicht bedacht.
  • Ich habe ein Skywatcher Heritage 150P (150/750 Newton mit Flextube und Helical-Auszug - nicht wirklich für Fotografie geeignet, aber versuchen möchte ich es trotzdem).
  • Als Montierung habe ich mir über das Forum eine gebrauchte Celestron CG4 besorgt und diese auf einem Stahlstativ platziert. Der Handcontroller der Montierung konnte noch kein Goto (nur Aktivierung der Nachführung und Bewegung mittels Pfeiltasten), das habe ich aber über ein entsprechendes Verbindungskabel RJ45 <-> USB gelöst und kann die Montierung nun über EQMod, KStars bzw. Stellarium steuern.
  • Die Kamera hat einen IMX290 Chip (2,9µm Pixelbreite bei 1920x1080). Ich glaube hierdurch habe ich in Kombination mit der Brennweite und aufgrund des fehlenden Reducers halt einen etwas kleinen Bildausschnitt.
Mit KStars/Ekos konnte ich mich nie mit anfreunden.
CCDciel und SkyChart, die richtig gut zusammen spielen, reichen an SharpCap einfach noch nicht ran.
Danke für den Hinweis. SharpCap gibt es ja leider nicht unter Linux, ich werde dann aber alternativ noch einmal CCDciel/SkyChart probieren.

Nachdem es das Wetter gestern prinzipiell zuließ (auch wenn es etwas windig war), bin ich leider im Vergleich zur letzten Session nicht weiter gekommen. Ich habe es immer noch nicht geschafft, ein positives Resultat beim Platesolving zu erhalten (das gezeigte Bild von M31 habe ich ohne vorheriges Plate Solving erstellt - M31 ist ja selbst bei kurzen Belichtungen nicht zu übersehen und ich habe die Montierung dann manuell so gesteuert, dass ich den Kern im Bildzentrum zentriert habe). Die Lösung schlägt beim Platesolving immer fehl und ich habe nun schon einige Einstellungsmöglichkeiten in KStars durch probiert. Am Anfang lag es vermutlich am FOV, den ich nicht sauber konfiguriert hatte. Aber nachdem ich das korrigiert hatte, funktioniert es leider immer noch nicht. Spielt die Ausrichtung der Kamera (ist ja quasi rund und kann beliebig im Okularauszug gedreht werden) beim Platesolving eigentlich eine Rolle? Ich werde das Problem ansonsten in einem entsprechenden Thread zu KStars posten, ich habe auch ein Beispiel-Bild, mit dem ich das Platesolving versucht habe abgespeichert. Vielleicht sind dort einfach noch viel zu wenig Sterne zu sehen...
Wenn du bei dir M81 "sehen" konntest, dann sind die Voraussetzungen für's EAA doch gegeben, da geht was - bestimmt!
Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich habe M81 (und daneben dann auch M82) von meinem Standort aus visuell mit dem F5-Newton gesehen, also schon mit Hilfsmitteln :)

CS

Mario
 
Hallo Mario!
Also doch kein Adlerauge unter rabenschwarzem Himmel - schade eigentlich! 😀
Die Kamera sammelt aber zum Glück einige Photonen mehr als deine Pupille, insofern wäre ich da erstmal optimistisch.
Zu Linux und K Stars kann ich mangels Ahnung wenig sagen, ich benutze Windows/Sharpcap.
Eine ähnliche Kamera habe ich fürs Guiding (SV Bony 905 mit SV106 50mm Guiding Scope) und muss die Verstärkung(Gain) ziemlich
aufdrehen, dann funktioniert Platesolving allerdings sehr zuverlässig, auch mit dem kleinen Guiding Rohr. Wichtig ist eigentlich nur dass genug Sterne erkannt werden und auch so halbwegs wie Sterne aussehen (Focus)! Auch Polar Alignment habe ich damit schon öfters gemacht.
Fürs Grobe reicht das eigentlich immer aus, die Montierung/Software weiss erstmal ungefähr wo sie hinschaut, man kann ein Ziel nach Wahl ansteuern und am Teleskop wunderbar Einstellungen machen. Dann kann man das Polar Alignment und Plate Solving nochmals kontrollieren, meistens passt es aber schon recht ordentlich. Und dann geht's los!
Sharpcap meckert beim Platesolving eigentlich nur wenn zuwenig Sterne erkannt werden oder der Gain soweit aufgedreht ist das überall Hotpixel auftauchen, dann kommt die Software halt nicht zurecht.
Die Ausrichtung der Kamera sollte damit nichts zu tun haben, solange sie auf den Himmel schaut...🙈
Wird schon werden!
Gruß Stefan
 
Hallo Mario,

Danke für den Hinweis. SharpCap gibt es ja leider nicht unter Linux, ich werde dann aber alternativ noch einmal CCDciel/SkyChart probieren.
mach das. Wäre für mich eine recht gute Alternative zu KStars. CCDciel bietet hallt direkt Live-Stacking an. So weit ich weiß ist das bei KStars etwas rudimentär. Kann sich natürlich geändert haben. Habe schon länger nicht in die jeweiligen Softwaren unter Linux geschaut. Bin mit Linux auch auf ein Rolling Release gewechselt.

Die Lösung schlägt beim Platesolving immer fehl und ich habe nun schon einige Einstellungsmöglichkeiten in KStars durch probiert.
jetzt weiß ich nicht mehr so genau, ob KStars einen integrierten Solver hat oder ob Du einen einbinden musst.
Bei CCDciel muss Du einen einbinden. Da ist die Wahl m.E. recht einfach, ASTAP. Aber nur die Software installieren reicht nicht. Da müssen noch die Indexe hinterlegt werden:
ASTAP, the Astrometric STAcking Program
Unter SharpCap war das früher auch so, bevor vom Entwickler ein Solver integriert wurde. Dort klickt man in den Einstellungen unter Platsolver dann einfach auf Download und bekommt die Indexe. Man kann aber nach wie vor einen Externen nutzen.

Meine Erfahrung bezüglich Solven, nicht auf große Objekte halten. M 42 funktioniert bei mir auch nicht wirklich.
Wie Stefan @Dackelkutscher schon schreibt:
Wichtig ist eigentlich nur dass genug Sterne erkannt werden und auch so halbwegs wie Sterne aussehen (Focus)! Auch Polar Alignment habe ich damit schon öfters gemacht.
so volle Lotte auf große Objekte zu halten bekommen die Solver nicht so gebacken.

Wenn das Auto-Alignment von meiner iOptron durch ist und ich SharpCap gestartet habe stelle ich von der Belichtung her so 2 bis 4 Sekunden ein und das Gain so ca. 200 bis 250. Das ist dann aber auch Kamera abhängig. Dann sehe ich was und fokussiere bis ich für mich schöne Sterne habe. Zur Zeit fährt meine iOptron automatisch Saturn an. Vorher war es Altair. Wenn nach dem Fokussieren alles gut zu erkennen ist und ich feststelle das das Alignment Objekt irgendwo am Rand ist oder in einer der Ecke ist, solve ich mit gleichzeitigem zentrieren. Tatataaaaa... und schon ist das Objekt in der Mitte. Klapp halt am Besten, wenn um das Objekt ausreichend Sterne sind.
Dann für das erste Objekt, GoTo Cataloge... blablabla.

GoTo Cataloge kann man mit CCDciel und Sky Chart gut nachempfinden. Du musst halt raus bekommen in welcher Reihenfolge du was machen musst. Wenn Sky Chart in CCDciel eingebunden ist und man es mit starten lässt, geht über die Einstellungen, dann kommunizieren die beiden gut miteinander.
Auch wenn das ganze System so gut unter Linux läuft, nutze ich SharpCap. Das Histogramm unter CCDciel lässt noch zu wünschen übrig. Falls sich da auf Dauer was ändern sollte, ist alles bereit. Der Teleskop-Rechenknecht hat Linux wie W11 drauf.

Wo Du auch mal rein schauen kannst ist AstroDMx:
AstroDMx Downloads
Das Teil hat auch Live-Stacking direkt integriert und mittlerweile eine komplette Anbindung an INDI.
Mir ist es etwas unübersichtlich.

Gruß
Mathias
 
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