Hallo Volker,
aber dank Deinem Hinweis auf den Spiegel wohl doch eher nichts für mich.
das kann man so pauschal nicht sagen.
Es kommt halt auf den Gaußfehler des Refraktors an.
Der Farblängsfehler ist hier nicht das Problem da man mit K- Linienfilter natürlich auch auf die K -Line fokussiert und da der Filter nur 8nm HWB hat kann man den Farblängsfehler getrost ignorieren.
Einen sehr geringen Gaußfehler haben langsame FH.
Ein FH 80/1200 der auf 550nm gerechnet wurde hätte zb. bei 390nm immer noch Strehl 0,976 und wäre damit auch sehr gut für die K-Linie geeignet.
Ein FH 80/900 käme bei 390nm noch auf Strehl 0,91
Erst ein FH 80/800 wäre dann bei 390nm an der Beugungsgrenze.
Langsame FH sind also auch für die K-Linie durchaus geeignet, anders ist das bei schnellen ED Doublets.
Die haben einen großen Gaußfehler und sind hier leider nicht zu gebrauchen.
Also nicht glauben ein ED wäre hier besser ganz im Gegenteil!
Der hat zwar einen kleineren Farblängsfehler aber da wir hier mit nur 8nm HWB arbeiten ist das irrelevant.
Bezüglich spektrale Empfindlichkeit unserer Augen.
Die liegt bei 390nm Photopisch bei 0,00012 und Skotopisch bei 0,0022
Ein ND3 Filter hat 0,1% Transmission, mindert das Licht also um Faktor 1000.
Lässt man den weg hätte man also 1000 mal mehr Licht das man aber visuell nur mit 0,00012 wahrnimmt.
Unterm Strich ergibt sich damit also 0,00012*1000= 0,12.
Na ja unsichtbar wäre die Sonne für unsere Augen mit K-Linienfilter und ohne ND3 Filter hinter dem Herschelkeil bei 12% der Helligkeitswahrnehmung gegenüber Weißlicht mit ND3 Filter sicher nicht, es ist halt nur die Frage inwieweit es vertretbar ist dem Auge die 1000 fache Lichtmenge zuzumuten also den ND3 Filter wegzulassen.
Ist wohl eher keine gute Idee
Also lieber nicht ausprobieren!
Grüße Gerd