Alte/Uralte Ferngläser

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Hallo Gerhard,

na das nenne ich mal eine Auflistung :applaus:

Hast Du denn schon mal den einen oder anderen dieser Exoten in den nächtlichen Himmel gehalten?
Gleich ob es sinnig oder unsinnig ist bezüglich der AP.

Oh ja, die Sommermilchstrasse im Fernglas, das ist was wundervolles. Wenngleich die Wintermilchstrasse nicht minder interessant ist.

Gruß

Mike
 
Hallo Mike,
Zitat von MikeS55:
...bezüglich alt und uralt, ist halt die Frage wie man solches definiert. Alt würde ich sagen so ab 10, vielleicht 15 Jahre. Uralt demnach halt noch älter :)
Oje, 10 oder 15 Jahre sind doch nicht alt für ein Fernglas. Meine Zeiss Victorys dürften sind nun schon ein paar Jahre bei mir in Benutzung. Das sind aber meine Neuen! Alt bzw. älter wäre nach meinem Dafürhalten 30 Jahre (Da habe ich je einen perfekt erhaltenes Jenoptem 10x50 und Deltrintem 8x30).
Uralt wäre für mich um die 100 Jahre. Trotzdem weisen meine beiden "Uralten" einen brillanten Bildeindruck auf. Da können sich manch neue Gläser kaum damit messen.

Link zur Grafik: http://up.picr.de/13446989zv.jpg
Link zur Grafik: http://up.picr.de/13446990fn.jpg

Es handelt sich um ein Turact 8x24 und ein Marineglas 6x Die Seriennummern lauten: 559077 für das Turact und 590061, was auf die Jahre 1915 bis 1916 hinweist.
Die Gläser wurden mit einer netten Eigenschaft ausgestattet. Am vorderen Ende der Knickachse sitzt ein Feststeller, der den gewählten Augenabstand federnd einrasten lässt. Das würde ich mir auch für die moderneren Gläser wünschen.

Link zur Grafik: http://up.picr.de/13446988ss.jpg

Von mir auch vielen Dank an Michael und Ralf für das Einstellen der Kataloge.

Gruß Hans-Jürgen

PS: Für Himmelsbeobachtungen nehme ich die Gläser nicht. Zu kleine AP, zu kleines SGF. (Erfle hatte das WW-Okular erst 1917 bei Zeiss Jena entwickelt.) Aber ein Fernglas mit 10 Jahren als alt zu bezeichnen forderte meinen Widerspruch heraus.
 
Hallo Hans-Jürgen,

ich gebe Dir im Prinzip natürlich recht. Mit "alt" meine ich nicht das Altern eines Glases, also so nach dem Motto: "Nicht mehr brauchbar oder nicht mehr erwähnenswert" oder ähnliches. Mir ist durchaus klar, dass was neues oder dann was noch neueres nicht gleichbedeutend mit "besser" ist :)
Das stelle ich selbst immer wieder fest. Neuere oder gar aktuelle Gläser sind anders, jedoch keinesfalls besser.

Deine zwei Zeiss Feldstecher sehen wunderbar aus finde ich! Und dass sie auch "heute" noch mithalten können, glaube ich Dir aufs Wort!

Tolle Bilder!

Gruß

Mike
 
Re: Alte/Uralte Ferngläser sind veraltet

Hallo Leute,

auch ich habe einige alte "Schätzchen" in meinem Fernglasbestand gehabt, einige davon besitze ich immer noch. ( z. B.: Zeiss West 8x50 B, Zeiss West Porro 8x30, CZJ Jenoptem 7x50, Panorama Berlin 8x30, Swift Audubon 8,5x44 HR4 )

Diese Gläser haben ihren eigenen Reiz, sie machen mechanisch einen soliden Eindruck und vermitteln etwas vom Feeling der "guten alten Zeit".

Trotzdem ist keines dieser Gläser heute bei mir ( Brillenträger, Hobbyornithologe, Sterngucker ) noch im Einsatz. Dies hat viele vernünftige Gründe. Alle genannten Ferngläser sind nicht wasserdicht, sie sind für Brillenträger wenig geeignet, die Vergütung der alten Schinken ist so mangelhaft, dass die Bilder - verglichen mit modernen Top-Gläsern - grau und leblos wirken. Bei Gegenlicht ist meist Streulicht ein großes Problem und der Mitteltrieb läuft oft zu schwergängig.

Mein Fazit: In der Vitrine sind die Oldies gut aufgehoben, ansonsten bin ich froh, dass moderne Ferngläser - egal ob es sich um Spitzendachkantgläser ( z. B. Zeiss, Leica, Swarovski ) oder erstklassige Porros ( z. B. Nikon SE ) handelt - so viel besser sind, dass ich den alten Teilen keine Träne nachweine. Im Gegenteil, ich freue mich, dass ich die Schärfe, den Kontrast und die bequeme Handhabung eines modernen Glases genießen kann.

Beste Grüße

Manfred

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Alte/Uralte Ferngläser sind veraltet

Zitat von NGC224:
.......

Mein Fazit: In der Vitrine sind die Oldies gut aufgehoben, ansonsten bin ich froh, dass moderne Ferngläser - egal ob es sich um Spitzendachkantgläser ( z. B. Zeiss, Leica, Swarovski ) oder erstklassige Porros ( z. B. Nikon SE ) handelt - so viel besser sind, dass ich den alten Teilen keine Träne nachweine. Im Gegenteil, ich freue mich, dass ich die Schärfe, den Kontrast und die bequeme Handhabung eines modernen Glases genießen kann.

Beste Grüße Manfred

Fazitfaszination mit bestem...... :respekt:
 
Re: Alte/Uralte Ferngläser sind veraltet

Hallo Manfred,

Deine Gründe bezüglich der neuen Gläser klingen zunächst alle plausibel. In der Ornithologie beispielsweise die Wasserdichtigkeit bei extremen Wetterverhältnissen. Oder bei der Himmelsbeobachtung die noch immer gut funktionierende Fokussierung bei niedrigen Temperaturen.

Zur Vergütung. Nun, ich bin der Meinung dass eine moderne solche nicht unbedingt ausschlaggebend für eine Spitzenoptik ist.
Beispielsweise ein Zeiss Jena 10x50 aus den 60zigern. Brillant und glasklar. Dass dieser alte Zeiss Ost Schinken "grau und leblos" daherkommt kann ich absolut nicht sagen, das Gegenteil ist der Fall, auch ohne moderner Vergütung. Nehme ich das reine Seherlebnis zugrunde, die Natürlichkeit, dann kommen die Spitzengläser jenem nicht ans Bein. Auch wenn sie farbenfroher und heller wirken bzw. auch sind.

Hallo Dominique,

da habe ich gar nicht mitgeboten. Ist mir entgangen. Alleine schon das Cover ist es wert.

Gruß

Mike
 
Re: Alte/Uralte Ferngläser sind veraltet

@Mike
so isses!!
Von der Bildqualität der alten Zeissgläser zum heutigem Standard hmm ja ist neuzeitlich klar besser.Aber wirklich groooße Welten sind da auch nicht zwischen.Und wenn ein Zeiss Jenoptem 10x50 MC OÄ durch eine richtig schöne Qualifizierte Wartung gegangen ist,sollte man tatsächlich mal über Preis dazumal und Preis heute nachdenken.
Was die Wasserdichtigkeit betrifft.Ich war mit meinen immer gut gewarteten Zeiss Jena Gläsern die selber viel nutze ( keine Vitrinengläser) auch bei Wind und Wetter einschl.Dauerregen unterwegs.Absolut keine Probleme mit Verunreinigungen duch Undichtigkeit. Eine große Rolle spielt hier nämlich das Fett was von den spezialisierten Rep.Betrieben verwendet wird.Fett hat nämlich in dieser alten Kategorie nicht nur eine Schmierfunktion sondern auch eine indirekte Dichtfunktion.
Gruß Jürgen
 
Re: Alte/Uralte Ferngläser sind veraltet

Hallo Mike.

An deiner Sicht hinsichtlich der Beurteilung gibt es oberflächlich keine Kritik.
Jedoch ist sie sehr lückenhaft und vermittelt keine disziplinarische Einzelbewertung einer Fernglas Summenbetrachtung/Leistung.

Von den in deinem ersten Satz beidseitig aufgeführt entkoppelten Anmerkungen mal abgesehen, die einwandfrei funktionierende Fokussierung benötige ich im Winter auch bei Ornobeobachtung, die Dichtigkeit auch bei der Himmelsbeobachtung, spielt die Vergütung in Summe der Leistung ein Rolle, die zur Gesamtbetrachtung nicht isoliert werden darf. Handhabung und Mechanik mal ganz weit außen vor.
Dachkante mit Porro zu vergleichen ist so oder so ein Hinkebein. Das rechtfertigt aber weder die eine oder andere Bauart.

Dieses Thema ist derart umfangreich, dass ich mir eine weitere Einzelbetrachtung erspare und rate jedem sich diesen Vergleichen selbst zu unterziehen, sofern er in der Lage ist, seine persönlichen Vorlieben für eine Bauart oder Historie aus der neutralen Sicht zu entlassen.
 
Hallo Manfred,

das die neuen Spitzengläser optisch besser sind, als die alten Schätzchen ist unstrittig und das erwarte ich auch bei den heutigen astronomischen Preisen. Es sei dir gegönnt, wenn du mit deinen Spitzengläsern so zufrieden bist, die Beobachtung mit diesen genießt und die alten Schätzchen nur in der Vitrine stehen. Aber meine zwei hier vorgestellten Ferngläser haben auch Eigenschaften, bei denen diese nicht mithalten können. Neue Spitzengläser mit 11° bzw. 11,4° Gesichtsfeld gibt es nicht. So haben sie also auch heute für mich noch ihre Berechtigung. Aber es war ja nicht das Ansinnen dieses Threads, die alten Schätzchen mit modernen Spitzengläsern zu vergleichen.

Bei mir sieht die Fernglasnutzung etwas anders aus. Ich bin auch Brillenträger, Sterngucker, Naturbeobachter und Hobbyornithologe und ich attestiere auch mir einen gewissen Anspruch an optische Instrumente. Ich schaue immer mal wieder durch die aktuellen Gläser der Hochpreishersteller. Bei einem Zeiss Victory 7x42 FL wäre ich fast schwach geworden, aber die teigige Fokussierung akzeptierte ich auch nicht beim Abverkaufspreis. Leider ist das große WOW bei mir bisher immer ausgeblieben, was diesen Preis für mich rechtfertigen könnte. So beobachte ich meist mit meinem auch schon in die Jahre gekommenen CZJ Octarem 8x50B und seinem 12x Bruder Dodecarem. Sie sind bekanntlich nur spritzwasserfest und nicht druckwasserdicht, aber ich will damit auch nicht baden gehen. Sie waren Mitte der 1980er Jahre die weltweit besten Handferngläser und können auch heute noch gut mithalten. Da ich in Porros vernarrt bin, wird sich daran wahrscheinlich auch nichts ändern.

Ich kann die Einwände von Mike und Jürgen schon verstehen, denn ich habe auch vor einiger Zeit wieder durch ein sehr gutes Dekarem aus den 1960er Jahren geschaut. Der Bildeindruck war einfach toll und alles andere als leblos und grau. Die Fernglasentwicklung hat natürlich in den letzten Jahrzehnten Fortschritte gemacht, aber keine Meilensteine sondern eher kleinere Schritte.

Mir fällt da noch ein schöner lesenswerter Beitrag von Gerhard Eller ein, erschienen unter dem Titel »Ein außergewöhnliches Fernglas« in der kleinen Astronomiezeitschrift sternzeit im Heft 3/2012. Der Autor beschreibt dort seinen Weg zum Selbstbau eines 12x62 apochromatischen Fernglases. Er schreibt einführend: »Es wäre doch schön, wenn es wieder Optiken gäbe, mit denen das Sehen etwas Besonderes wird - ein Erlebnis und ein Ereignis, ja ein besonderer Genuss.« Beim Treffen der »Binocular History Society« im Oktober 2011 in Jena, hatte ich das Glück ihn kennenzulernen und durch sein selbstgebautes Fernglas zu schauen. Und da war es dann, dieses WOW ...
 
Re: Alte/Uralte Ferngläser sind veraltet

Hallo Jürgen,

das mit den Fetten bezüglich der Dichtigkeit ist interessant. Ich habe da mit meinem Jenoptem ebenfalls noch keine Probleme gehabt. Ich laufe jedoch nicht bei Dauerregen mit dem Glas umher.
Zum Punkt Bildqualität, klar besser ist relativ wie ich finde. Sicher, nehme ich das Bild als solches, dann sind die neuzeitlichen Gläser sicher besser.

Hallo Dominique,

so kompliziert wollte ich es eigentlich gar nicht machen. Dass eine gut funktionierende Fokussierung bei allen Bedingungen Vorteile hat leuchtet ein. Über die Dichtigkeit wurde schon viel geschriebenen. Nun, ob ein Glas, welches rein für die Himmelsbeobachtung eingesetzt wird Druckdicht sein muss darüber lässt sich streiten.

Bezüglich Dachkant gegen Porro, eben, es ist ein Hinkelbein. Weder besser noch schlechter, halt "anders".

Gruß

Mike
 
Re: Alte/Uralte Ferngläser sind veraltet

....Druckdicht sein muß.....
eben!!! Ansichtssache mit deftigem Aufpreis.
Aber wie gesagt,man muß halt Herstellermäßig mithalten können und auch Preise rechtfertigen können. :-))
Gruß Jürgen
 
Bester Ralf,

....Leider ist das große WOW bei mir bisher immer ausgeblieben, was diesen Preis für mich rechtfertigen könnte.

Aber gerade deinen Worten messe ich großen Stellenwert ein.
Verwunderung aber darüber, dass die o.a. Worte wohl nur auf das ausgebliebene WOW der optischen Erwartungen am Preis haften.

Der Preis setzt sich, und leider muss ich immer vermehrt auf diese Tatsache hinweisen, aus Optik und MECHANIK zusammen.
Die ist bekanntlich bei einer Dachkantbauweise eine kosten treibende, auch wenn sie in die vll. sogar überzüchtete Präzision und gepaarte Stabilität der Spitzengläser geht.
 
Hallo Leute
Habe auch einen Oltimer ein Meopta 12x60 weiß aber nicht wie alt Hat jemand Informationen über diese Firma
Alte Gläser find ich klasse
Gruß Thomas
 
Hallo Thomas,

Dein Meopta wurde mit Einzelfokuss seit 1962 Produziert. Mit Zentralfokuss seit 1966. Ich weiß jedoch nicht bis zu welchem Jahre.

http://meopta-history.com/?id=318

Hallo Ralf, was Du da ansprichst bezüglich alter Gläser mit großen Sehfeldern, ich sehe es ganz genau so. Ein ganz anderes Beobachten. Man öffnet quasi eine Türe. Scheinbare Sehfelder von 75 Grad und mehr lassen einen ins Universum hineinfallen...Diesen Eindruck kann leider kein neuzeitliches Glas bieten. Rein subjektiv ist es so, dass erst durch dieses "hineinfallen" dieses "WOW" entsteht. Ganz zu schweigen davon, dass auch bei der Beobachtung am Tage das Nichtvorhandensein eines Mediums zwischen Beobachter und Beobachtungsobjekt sehr angenehm daherkommt.

Hallo Dominique,

ganz klar, in der 10x50 Klasse ist ein Dachkant beim Tragen durch seine Kompaktheit angenehmer.

Gruß

Mike
 
Guten Abend zusammen,

mit Interesse verfolge ich Eure Diskussion. Das älteste noch funktionsfähige Fernglas von mir ist ein CZJ DF 8 x 24, Turact aus dem Jahr 1917 im Lederköcher mit der Seriennummer 793442. Diese Gläser wurden im II.Weltkrieg für Offiziere hergestellt und es löste (n) das Telact bzw. Telactem ( Baujahr 1907 - 1914 ) ab.

Bilder kann ich auf Wunsch einstellen.

Sternklare Nächte, Michael.
 
Hallo Michael,

oh ja, Bilder sind natürlich willkommen.
Ich denke Dein Turact wird dem von Hans-Jürgen ähneln. Auch ein Bild des "Lederköchers" wäre sehr interessant :)

Gruß

Mike
 
Hallo Mike,

ich werde Morgen Bilder einstellen.

Sternklare Nächte, Michael.
 
Hallo Mike
Danke für den link zur Meopta Seite habe ein Glas mit Einzelfokussierung also ca so alt oder jung wie Ich
Gruß Thomas
 
Zitat von leicam62003:
Verwunderung aber darüber, dass die o.a. Worte wohl nur auf das ausgebliebene WOW der optischen Erwartungen am Preis haften.

Der Preis setzt sich, und leider muss ich immer vermehrt auf diese Tatsache hinweisen, aus Optik und MECHANIK zusammen.
Die ist bekanntlich bei einer Dachkantbauweise eine kosten treibende, auch wenn sie in die vll. sogar überzüchtete Präzision und gepaarte Stabilität der Spitzengläser geht.

Lieber Dominique,

das WOW hängt überhaupt nicht vom Preis des Fernglases ab. Der Blick durchs Glas muss einen besonderen, begeisternden Eindruck hinterlassen. Nun kann dieses WOW unterschiedlich stark sein und natürlich spielt die tadellose Mechanik und passende Haptik auch eine Rolle. Dann stellt sich die Frage, ob ich das Glas »haben muss« und ob der dafür aufzuwendende Preis für mich gerechtfertigt ist. Das letzte große WOW hatte ich im vergangenen Jahr, im Gegensatz zu Swarovision und Co, beim neuen Docter Aspectem 80/500 ED mit den fantastischen 40x UWA-Okularen. Nun muss ich wohl sparen ... :)

Zitat von leicam62003:
Ich denke z.B. an die Handhabung eines z.B. 10x50, gibt auch andere Parameter, Dachkant vs. Porro für Ornizwecke.

Da möchte ich die schlanke Bauweise nicht als anders, sondern als definitiv besser bezeichnen.

Wieso ist die schlanke Bauweise eines 10x50 Dachkantglases definitiv besser als beim Porro? Solange ich beim Porro die Fokussierung bequem erreichen kann, sehe ich keinen Vorteil.
 
......Lieber Dominique, ....das WOW hängt überhaupt nicht vom Preis des Fernglases ab.

....Leider ist das große WOW bei mir bisher immer ausgeblieben, was diesen Preis für mich rechtfertigen könnte

Hallo Ralf,

da habe ich wohl deinen Satz im Kontext falsch verstanden.

Wie auch immer, die Fertigungstoleranzen sind bei einem Dachkantglas enger als bei einem Porro. Ferner spielt hier die Notwendigkeit des erhöhten mechanischen Aufwandes unter Ausnutzung der Optik eine KOSTENTREIBENDE Rolle. Das muss nicht zwingend einen WOW Effekt mit sich führen, aber das Verständnis für den Endpreis. Und dieser ist um so höher, je höher der Aufwand beider Komponenten Optik/Mechanik getrieben wird.
Schnittbilder von Dachkantn gibt es zu genüge.

Das wird bei der Betrachtung der Dachkanten immer wieder gern vernachlässigt und darauf wollte ich hinweisen.

Wieso ist die schlanke Bauweise eines 10x50 Dachkantglases definitiv besser als beim Porro? Solange ich beim Porro die Fokussierung bequem erreichen kann, sehe ich keinen Vorteil

Stimmt. Nur in deinem Satz ist das Wort "ich" leider keine all gemeingültiges Merkmal. Und hier liegt eben eines der Gründe FÜR eine Dachkante, denn in der Regel sind sie für fast alle Handgrößen praktikabel.

Alle anderen Vor-/Nachteile beider Bauarten dürften bekannt sein. Nahgrenze, AP Abstand, Mitteltrieb Übersetzung, Funktionstemperaturen.

Mir liegt an keiner Bauweise, mehr an die wenn bewertend neutrale Sicht und im Detail aufgeführte Gegenüberstellung.
Ansonsten ist es doch sehr gut, wenn auch leider die Porros vermindert, eine recht gute Auswahl vorhanden ist.
 
Guten Morgen Jürgen!

Wunderbar!
Ich denke die Seite befindet sich noch in der Aufbauphase.

Bitte mehr Bilder von alten Gläsern :biggrin:
Ich hoffe dass ich meine bei Zeiten auch mal eingestellt kriege.

Gruß

Mike
 
Lieber Dominique,

sieh dir einmal Schnittbilder von Dachkantprismen an.
Wieviel mehr Flächen müssen da bearbeitet werden,
die Toleranzen der Bearbeitung werden sich nicht
unterscheiden. Die Einzelteile müssen dann aber
in der korrekten Position gefügt werden. Dagegen
sind die Winkel- und Oberflächentoleranzen leicht
zu erfüllen. Der erhöhte Kaufpreis ergibt leider
nur selten eine Qualitätsgewinn. Damit erklärt sich
auch der oft beobachtete Gleichstand einer kleinpreisigen
Porro - Optik gegenüber einer vielfach teureren
Dachkant - Optik.

Gruß Dirk
 
hallo Mike und Ralf,

ich besitze ein sehr ähnliches japanisches Glas der Firma Aloma (7x35, 10.1°), das optisch hervorragend ist.

Ich möchte noch das sehr gut korrigierte "Carl Zeiss, 8x30 B" erwähnen, das in seiner Mono-Form hin und wieder günstig angeboten wird; auffallend ist die hervorragnede Randschärfe und die gute Bildfeldebnung.
Hergestellt und gerechnet wurde das Mono als TeleVorsatz-Linse mit Scharfstellung (incl. Entfernungsskala) am Objektiv. Der Einsatz an Digitakameras ist durchaus sinnvoll.

Gruß, Werner

 
Hallo Werner,

danke für den Beitrag!

Könntest Du die optischen Eigenschaften des Aloma etwas genauer beschreiben? Feldschärfe usw... :)

Setzt Du das Glas auch für die Himmelsbeobachtung ein?

Gruß

Mike
 
Hallo Leute,

anbei die Bilder meiner älteren Gläser.

Jeweils Minolta Standard und Tasco NO. 400 International.



 

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Hallo Mike,

mein Beitrag bezog sich auf #984926 von Ralf (selenograph) und dessen Hunter 7x35 (mit Bild).

Das Aloma ist wg. seiner Hart-Augenmuscheln für Brillenträger nicht gerade sehr gut geeignet, aber absolut nutzbar.
ich empfinde die Bildfeldebnung als gut, ebenso die Randschärfe; die Schärfe im Mittenbereich als sehr gut.

Auf Grund seines recht hohen Gewichts (und nur deswegen) ist es vielleicht nicht für jeden als Übersichtsglas am Himmel zu empfehlen.
Dafür nutze ich auch das Kronos 6x30 mit 219m/1000m-Gesichtsfeld.

Gruß, Werner
 
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