Anfängerfrage zur Beobachtung von Jupiters Großem Rotem Fleck | Seite 5 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Anfängerfrage zur Beobachtung von Jupiters Großem Rotem Fleck

joetaiga

Mitglied
Das Ergebnis will natürlich auch nicht vorenthalten. Ich finde das immer wieder erstaunlich, was man solchen schwammigen Videos entlocken kann. Die Bilder oben sind ja noch selektiert. Da habe ich mir im Video eher gute Stellen ausgesucht. Gemacht wieder mit meinem 5" ED Apo.

Jupiter_1c.jpg


Da mag man jetzt denken, hui, für 5" ist da alles ausgereizt. Aber da ist noch viel Luft nach oben, besonders bei den Kontrasten. Die Bedingungen war viel schlechter als bei meiner visuellen Beobachtung. Zudem sind leider relativ früh Wolken relativ aufgezogen. Um viertel vor 11 war Feierabend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo in die Runde,

aus meinem Beitrag #110 habe ich ja noch ein Versprechen einzulösen. Es ging um meine momentanen Aktivitäten. Eben habe ich das mal in simple-HTML verpackt und auf meine HP gelegt, hier der Link: Test "Deep-Sky mit Planetenkamera".
Die Bilder hauen einen zwar qualitätsmäßig nicht vom Hocker, aber es ging ja auch nur darum rauszufinden, ob da überhaupt was geht.
Ich habe das jetzt so gelöst, um den Thread nicht mit themenfremden Bildern zu fluten.

Viele Grüße, CS & gute N8,
Reinhard
 
Guten Morgen zusammen!

Und täglich grüßt Sabine. Ich hoffe, ihr könnt noch! ;)

Hallo Reinhard,
hab mir gerade Deine verlinkten Fotos angeschaut. Die sind echt toll geworden! Vor allem M 13 sieht beeindruckend aus. Und Dein M 81/M 82 Mosaik sieht allerliebst aus! Vielen Dank für die Verlinkung und weiter so!

Das macht doch schon mal richtig Lust auf unser kommendes Projekt für den Winter: "Deep Sky im 60 mm Refraktor"! Wieso eigentlich bis zum Winter warten?? :unsure:Gerade ist mir aufgegangen, dass ja nicht nur Nebel zu Deep Sky zählen, sondern auch Sternhaufen. Also zumindest damit sollte doch das eine oder andere gehen!

Und was den Orionnebel betrifft (ja, wir kommen gleich wieder zum eigentlichen Thema zurück :)), hab ich kürzlich hier im Forum einen Beobachtungsbericht gelesen, bei dem jemand erzählte, er habe ihn bereits jetzt ansehen können. Um 4.30 Uhr. Ich hab ja gleich nochmal das Datum des Eintrags kontrolliert: Er war aktuell! Orion jetzt schon, nicht erst im Winter? Puh, aber die Uhrzeit... Nein, ein bissl wart ich noch. Aber es macht ein schönes Gefühl zu wissen, dass Orion schon so nahe ist. Aber nein, ich kann jetzt noch nicht! Nicht, wo Jupiter und ich uns gerade erst so nahegekommen sind. Das kann ich jetzt echt nicht bringen! :affemund:

Gestern Abend war es bei uns ein wenig wolkig, deshalb hatte ich ein weiteres Rendezvous mit Jupiter eigentlich schon ausgeschlossen. Doch gegen 23.00 Uhr schaute ich gewohnheitsmäßig mal auf den Balkon raus, und da waren erstaunlicherweise zwischen ein paar Wolken recht viele Sterne sichtbar. Jupiter stand noch hinter dem Hausdach verborgen, aber Saturn war da.

Und weil Du, Peter @AstroPZ, mir gestern so nett Saturn ans Herz gelegt hast, holte ich kurzerhand mein Teleskop raus und nahm ihn ins Visier.
Ja, hübsch sieht er schon aus. Und in meinem momentanen Überschwang bildete ich mir auch ein, ein paar Schattierungen in seinen Ringen zu sehen, nachdem ich mir ein wenig Zeit für ihn genommen hatte.

Aber:
Wir reden hier von meinem 60 mm Refraktor mit dem 6 mm Okular (116x Vergrößerung - Danke nochmal @Lunarus Peter!) als äußerstes Limit.
Meinst Du wirklich, dass da bei Saturn mehr geht, als ein Kreis mit einem dicken Ring drumrum - zeichnerisch und beobachtungstechnisch??
Vielleicht kann man ja im Lauf der Zeit noch beobachten, wie sich die Stellung seines Rings verändert.
Aber sonst?
Titan hab ich schon mal erkannt und auch noch diesen anderen kleineren Mond, ich weiß jetzt grad nicht, wie der heißt.
Hm.

Nachdem ich mich dann recht schnell an Saturn satt gesehen hatte, spitzte Jupiter soweit über das Dach, dass ich ihn ins Teleskop bekommen konnte. Dann war Saturn, der arme Kerl, wieder mal abgeschrieben. Er tut mir ja schon irgendwie leid. Sobald Jupiter auftaucht, hat er verloren. Das ist schon fies. Vielleicht kannst Du ja noch etwas für ihn tun, Peter @AstroPZ (das mit euch vielen Peters ist auch nicht so ganz einfach ;)), wenn Du mir noch etwas besser klar machst, was ich an ihm eigentlich realistischerweise beobachten könnte. Auch wenn Planeten nicht Dein Spezialgebiet sind.

Gestern Abend widmete ich mich dann, wie erwähnt, wieder ganz meinem speziellen Freund. Und er bot mir sofort einen atemberaubenden Anblick! Die Luft war ungewöhnlich ruhig, und obwohl schon ein kleiner Wolkenschleier zwischen uns lag, der zeitweise auch recht dick wurde, konnte ich die beiden Äquatorbänder, die beiden zarteren Bänder, die nördlich davon liegen und auch eines im Süden sofort erkennen. Unterhalb des SEB (ja, Abkürzungen können schon mal praktisch sein!) erkannte ich einen dünnen hellen Streifen. Der Äquatorbereich sah wie ein etwas abgedunkelter breiter Gürtel aus, der hellere und dunklere Bereiche aufwies. Stellenweise hatte ich sogar den Eindruck, wolkige Strukturen dort zu erkennen.

Der Südpol war wieder deutlich schattig, und heute sah ich zum ersten Mal auch den Nordpol sicher ein klein wenig abgedunkelt im Vergleich zu den hellen Tropengebieten (wie kann man das bei Jupiter nur so nennen!) darunter.

Insgesamt machte Jupiter einen plastischen, kugeligen Eindruck. Er hatte insgesamt einen hellen, sandfarbenen Farbton und war nicht so bleich wie die Tage zuvor. Vielleicht hat das etwas mit den (irdischen) Wolken zu tun. Ich hatte den Eindruck, dass Jupiters helles Strahlen durch die dünnen Wolken etwas abgedunkelt wurden und so erstens seine Färbung entstand und zweitens durch weniger Blendung meine Augen etwas mehr von den Details auf der Planetenoberfläche erkennen konnten. Ein paar dünne Wölkchen sind also nicht unbedingt schlecht.

Am Ende, als ich so viele Details erkannt hatte, wurde ich ein wenig überschwänglich. Es gibt da ja nicht nur den GRF auf Jupiters Oberfläche, sondern auch noch andere - wenn auch viel kleinere - Stürme und Strukturen. Ich mühte mich noch ein wenig ab, vielleicht etwas davon zu erkennen. Aber das wurde nichts - noch! ;)

Auf jeden Fall hat das ausgiebige Zeichnen nach dem Foto vom Nachmittag mich wieder einen Sprung nach vorn gebracht. Das kann ich wirklich allen empfehlen, die ebenso ambitionierte Ziele haben, wie ich! Und beim Beobachten gestern Abend war ich mir sicher, all die Details, die ich auf Jupiter wahrnehmen konnte, auch wirklich dort gesehen zu haben. Es waren nicht Erinnerungen an das Foto oder die Zeichnung. Ich konnte das wirklich sehen! Das Zeichnen hat geholfen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, einen Blick für Jupiters Strukturen zu trainieren.

Diese Strategie eignet sich bestimmt auch für Sternhaufen oder den Orion-Nebel...

Ach, Leute, das alles ist so spannend! Und der Sternenhimmel hält noch soviel an Interessantem bereit, von dem ich bis jetzt überhaupt noch nichts weiß.

Nun wünsche ich euch einen schönen Tag!
Es grüßt euch alle ganz herzlich
euere Sabine
 

Opa_Maik

Mitglied
Gerade ist mir aufgegangen, dass ja nicht nur Nebel zu Deep Sky zählen, sondern auch Sternhaufen.
Hi Sabine,
offene Sternhaufen sind sogar noch schöner als Nebel (meiner Meinung nach) die strahlen mehr :cool: .
Ich kann dir zwei ans Herz legen die ich wunderschön finde. Sind auch knapp nebeneinander, NGC 6633 und IC 4756.
zZ im Süden zwischen Schlangenträger und Adler, Vergrößerungen von 30-60 reichen dafür.

Gruß Michael
 
Hallo Michael!

Freut mich, dass Du auch immer noch mit von der Partie bist!
Danke für den Tipp, werd ich bei nächster Gelegenheit mal anschauen.

Gestern hab ich in einem Anflug von Deep Sky Größenwahn kurz und erfolglos nach dem Irisnebel gesucht, von dem es hier weiter oben ein so tolles Foto gibt.

Klar, so einen Eindruck wie auf dem Foto erwartete ich nicht. Das geht nur per Foto und wenn man davon genug versteht. Aber über so einen unscheinbaren kleinen Nebelfleck an der betreffenden Stelle am Himmel hätte ich mich schon gefreut...

Liebe Grüße!
Sabine
 

Opa_Maik

Mitglied
Hi,
ja ja bin dabei und hatte am 8.9. auch mal versucht den GRF zu erwischen. Leider nix gesehen, der ist einfach zu blass.
Saturn fand ich ganz gut, mit 60x kamen mir die Ringe sehr plastisch vor. Habe dann mit Barlow auf 120x probiert,
aber außer das es größer wurde kamen nicht mehr Detail bei rum. Die Cassini Teilung blieb verborgen.
Deshalb finde ich Sternhaufen und andere DSO ja auch interessanter.

Ach ja; den M13 hatte ich mir auch mit hoher Vergrößerung angesehen, der hat was :oops:

Gruß Michael
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Sabine @Himmelsguckerin ,

ja das mit dem Saturn habe ich nicht richtig eingeschätzt.
Du magst ihn einfach nicht. ;)
Klar, Saturn ist deutlich kleiner und hat nicht so starke Oberflächenstrukturen.
Braucht man, mal wieder ;) , halt ein grosses Teleskop.
Aber sein Ring ist doch klasse. Welcher Planet hat denn das zu bieten!

Sternhaufen sind ein sehr guter Tipp. Die gehen immer und für alle Teleskop Grössen.

ZB den alten Gassenhauer, den Doppelsternhaufen h und Chi Perseus (NGC884) find ich immer klasse.
Wie Diamanten auf einem Samtkissen.

Gruß
Peter
 
Grüß Dich, Peter!
Und auch alle anderen!
So weit würde ich nicht gehen. Er sieht ganz gut aus, aber irgendwie kribbelt es nicht. Er ist halt "der Nachbar", an dessen Anblick man sich mal erfreuen kann, den man nett grüßt, wenn er einem zufällig über den Weg läuft. Aber so wirklich interessant, naja. Zumindest solange man nur ein kleines Teleskop hat.

Vielleicht ändert sich das auch irgendwann, wenn meine Möglichkeiten eventuell besser geworden sind. Aber im Moment hat Jupiter einfach mehr zu bieten.

Und Orion. Macht euch alle da schon mal auf was gefasst, wenn in unserem nächsten Großprojekt "Deep Sky im 60 mm Refraktor" das Kapitel Orionnebel aufgeschlagen wird! :love:

Da brauche ich euch dann auch wieder dabei, und zwar ALLE!!! :)

ZB den alten Gassenhauer, den Doppelsternhaufen h und Chi Perseus (NGC884) find ich immer klasse.
Wie Diamanten auf einem Samtkissen.
Ja, der hat was!

Aber noch ist (zumindest für mich, ich weiß nicht, wie lange ihr das hier noch aushaltet o_O) Jupiter äußerst interessant und eine große Herausforderung!

Ich werd weiter hier berichten, sobald es wieder etwas zu ihm zu erzählen gibt. Heute ist es zu wolkig bei uns. Also habt ihr morgen vielleicht mal einen Tag Ruhe von mir - wenn ich durchhalte. Aber Montag sollte GRF-mäßig wieder etwas gehen. Und etwas eher auch wieder ein Mond seinen Schatten auf Jupi werfen, wenn ich das richtig gelesen habe. Hoffentlich macht das Wetter mit!

Nun gute Nacht, Peter
und auch gute Nacht an alle anderen!
Träumt was Schönes oder schaut nach den Sternen, wenn bei euch was geht! :teleskop:

Liebe Grüße
Sabine
 
Hallo alle zusammen!

Nachdem die Euphorie sich wieder etwas gelegt hat, geht es heute annähernd sachlich weiter. ;)

Gestern Abend hätte ich die GRF-Gelegenheit (Meridiandurchgang 21.22 Uhr) fast übersehen. Als ich in Stellarium etwas anderes überprüfte, sah ich zufällig, dass um etwa halb zehn ja der rote Fleck zu sehen war! Ich schaute in meiner Liste nach, und tatsächlich war es so!

Kurz vor 21 Uhr ging ich deshalb samt Teleskop, Hocker und Zeichenmaterial in die dunkle Ecke hinter dem Haus. Es war insgesamt um diese Uhrzeit noch sehr unruhig rings um mich herum. Viele Fenster waren beleuchtet (auch das spezielle, aber zumindest war dahinter Ruhe), und immer wieder kamen Nachbarn nach Hause, deren Auto-Scheinwerfer die Dunkelheit meiner schönen Ecke störten.

Die Luft war feucht und über unserem Fluss begannen bereits Nebelschwaden zu Jupiter hinauf zu steigen. Am Himmel waren erste Wolken zu erkennen, die aber noch viel Raum für die Sterne ließen.

Als ich durchs Teleskop schaute, tanzte Jupiter ziemlich stark hin und her. Das Bild war sehr unscharf und von Wolkenschleiern getrübt. Die beiden Äquatorialbänder konnte ich teilweise nur ganz schemenhaft und verwaschen erkennen. Ein Band nördlich des NEB blitzte zeitweise eher als Ahnung hervor.

Trotz der schlechten Bedingungen versuchte ich mein Glück mit dem GRF. Anfangs war ich schon sehr enttäuscht, weil ich eigentlich keinerlei Details erkennen konnte, geschweige denn den roten Fleck. Im Lauf der Zeit, als auch meine Augen besser an die Dunkelheit und dieses ungute Bild im Okular angepasst waren, konnte ich dann doch irgendwann wieder diese kleine dunkle Stelle erkennen, die mir letztes Mal die Position des GRFs verraten hatte.

Es war in etwa zur der Zeit des Meridiandurchganges, als mir diese winzige dunkle flache längliche Stelle von etwa 1 bis 2 mm Länge wieder auffiel, die sich nur knapp unterhalb der Untergrenze des SEB befand. Eigentlich grenzt dieses Fleckchen direkt an das Band an, klebt unten dran und darüber ist es heller, so daß es wirklich als Mini-Strich bzw. länglicher Fleck auffällt, der nicht wie eine Ausbuchtung des SEB nach unten aussieht.

Im Bereich dieser Stelle ist das SEB dunkler verfärbt als sonst. Es machte mir aber nicht den Eindruck, irgendwie abgeknickt oder gar unterbrochen zu sein. Das muss ich mir bei besseren Bedingungen nochmal ansehen.

Insgesamt werde ich mir immer sicherer, den GRF als diese dunkle Stelle eindeutig zu erkennen. Ich denke, dass es sich bei dieser länglichen dunklen Stelle um den unteren Rand des roten Flecks handelt, der auch auf den Fotos weiter oben (Beitrag #111 und #112) dunkler erscheint als der obere Teil.

Im Lauf der Zeit konnte ich erkennen, wie diese dunkle GRF-Stelle sich über Jupiters Oberfläche voranbewegte. Zumindest von der Meridianstellung an bis zum Erreichen des östlichen Planetenrandes. Die erste Hälfte seiner Wanderung konnte ich bis jetzt noch nie wirklich sicher verfolgen. Ich weiß nicht, ob das mit der anderen Perspektive dieses Wegteils zusammenhängt, oder schlicht und einfach daran, dass ich mich da am Anfang der Beobachtung erst überhaupt wieder in Jupiters Strukturen "einsehen" muss und auch die Augen sich erst umgewöhnen müssen.

Vielleicht wäre es allmählich Zeit für den ganz großen Jubelschrei. Aber ich glaub, wir warten damit noch ein wenig. Denn ich bin mir zwar inzwischen relativ sicher, den GRF - in Form dieses dunklen länglichen Mini-Fleckchens - zu erkennen, wenn ich die Zeit seines Meridiandurchgangs weiß und ungefähr abschätzen kann, wo er sich während seiner Wanderung gerade befinden müsste. Wenn ihr mich eines Nachts ohne diese Vorinformation vor Jupiter setzen würdet und ich nur wüsste, dass der GRF irgendwann während der nächsten Stunden vorbeiziehen würde, bin ich mir nicht sicher, ob ich euch die korrekte Uhrzeit seiner Meridianpassage nennen könnte. Und dahin möchte ich eigentlich schon noch kommen. Und ein paar mehr Details vom GRF und seiner Umgebung möchte ich auch noch erkennen.

Ich hänge euch noch die Zeichnngen an, die meinen Eindruck am Teleskop (wieder mein altbekannter 60 mm Refraktor mit 6 mm Okular) vielleicht noch etwas besser verdeutlichen können (man beachte: ich hab Himmelsrichtungen eingezeichnet! Hoffentlich stimmen sie auch. Man bezieht sich bei Ost und West auf Jupiter selbst und nicht den eigenen Himmel, oder? Also im seitenverkehrten Teleskopbild auch seitenverkehrt zu "normal"? Weiß jemand, was ich meine?? :unsure:).

Am Montag Abend hoffe ich auf bessere Bedingungen - und einen spannenden Mondschatten von Io, der auch wieder etwa zur GRF-Zeit auf Jupiter zu sehen sein soll.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag!
Sabine
 

Anhänge

  • photo_2021-09-12_11-23-17.jpg
    photo_2021-09-12_11-23-17.jpg
    73,9 KB · Aufrufe: 18
Und hier im Anhang findet ihr noch eine Liste mit den Terminen für den Meridiandurchgang des GRFs während der zweiten September-Hälfte.

Ich hab festgestellt, dass die Termine von S & T der letzten Daten von der vorherigen Liste (erste Monatshälfte) gestern schon um ein paar Minuten von der aktuellen Vorhersage abwichen. Sieht so aus, als würden diese laufend aktualisiert.

Nun noch für alle, die Interesse haben, die Daten für die Jupiter-Ereignisse am Montag, 13. September 2021:

GRF Meridiandurchgang: ca. 23.00 Uhr

Io Durchgangs-Anfang: 21.56 Uhr (PW = 94° - mit dieser Angabe könnt ihr sicherlich was anfangen, darum schreib ich sie dazu :))
Io Schatten-Anfang: 22.34 Uhr (PW = 94°)
Io Durchgangs-Ende: 14.9. um 0:14 Uhr (PW = 266°)
Io Schatten-Ende: 14.9. um 0.52 Uhr (PW = 266°)

Laut Stellarium wandern Io und sein (ihr?) Schatten von links nach rechts (Westen nach Osten??), also in GRF-Richtung über den Äqatorbereich Jupiters hinweg.

Viele Grüße und viel Spaß beim Zuschauen! :jupiter::teleskop:
Sabine
 

Anhänge

  • GRF September Teil 2.pdf
    53,2 KB · Aufrufe: 13

joetaiga

Mitglied
Ja, heut gilt's! GRF plus Durchgang plus Schattenpassage zur Primetime.

Gestern Abend habe ich schon mal meine EQ Plattform eingenordet und den Dobson draufgestellt. Jetzt muss nur noch das Wetter mitmachen. Leider schleiert sich's grad zu. Das lässt nichts gutes erahnen. Meistens ist die Luft dann nicht so ruhig.
 
Hallo Joachim!

ja, bin schon ganz aufgeregt! Der Bleistift ist gespitzt, der dicke Pulli und die warmen Socken sind bereitgelegt. Nur die Okulare sind ungeputzt wie immer... :oops:

Bei uns sind auch einige Wolken unterwegs. Auf Meteoblue hab ich grad nachgeschaut, und für die "Primetime" steht in der Spalte "High": 84. Das ist nicht so gut, auch wenn der Rest besser aussieht. Aber, mei, machen wir halt, was geht. Wie immer!

Es erstaunt mich momentan sowieso, wie häufig diese GRF-Abende grad kommen. Und solange keine geschlossene Wolkendecke über uns liegt, geht bei Jupiter schon immer wieder mal was. Mal besser, mal schlechter. Und es ist doch auch gut, wenn wir uns noch eine Weile mit ihm beschäftigen können. Zumindest was mich betrifft. Denn noch lässt Orion sehr auf sich warten... :(

Gestern Abend hab ich bis etwa halb zwei nach Jupiter geschaut. Und da mir meine drehbare Sternkarte verraten hatte, dass um etwa 2 Uhr Orion schon teilweise sichtbar sein könnte, bin ich dann vor dem Schlafengehen noch schnell hinunter in die dunkle Ecke hinterm Haus, wo er gut zu sehen sein sollte, sobald er es bis über die benachbarten Hausdächer schafft. Eigentlich hätten Bellatrix und vielleicht auch Beteigeuze schon weit genug über dem Horizont sein müssen. Aber es war in dieser Gegend sehr dunstig, so daß ich ohne einen Blick auf Orion schlafen gehen musste.

Naja. Vielleicht ganz gut so. Denn noch darf ich es mir mit Jupiter nicht verscherzen. ;)

Ich wünsch Dir viel Erfolg heute Abend! Vielleicht klappt es trotz der Schleierwolken ganz brauchbar.
Bis bald,
Sabine
 

flamsteed_19

Mitglied
Hallo zusammen,

bei mir steht die Luft, Io als Scheibchen vor dem Jupiter mit GRF. Das gab‘s in der Kombi lange nicht. Das Röhrchen ist ein 92/612 APO.
CS Jochen
 

joetaiga

Mitglied
Wider erwarten hat es bei mir einigermaßen aufgeklart. Das Seeing war unterste Schublade leider, deswegen habe ich mich für meinen 80mm Apo entschieden.

Auf die schnelle bearbeitet. Die drei Farbkanäle wurden innerhalb 4min aufgenommen. Trotzdem sieht man schon den Versatz beim Io Schatten.
2021-09-13-2126.jpg


Man sieht auch schön, was 80mm schon können. Da ist auch noch Luft nach oben. Das Seeing war so schlecht, dass es auch die 80mm limitiert hat. Allerdings habe ich keine Ahnung wo genau Io ist auf dem Bild. Mal sehen, was das derotieren noch bringt. In Winjupos kriegt man ja auch die Position der Monde auf dem Bildern angezeigt.
 
Hallo zusammen!

Na, ihr wart hier ja schon fleißig. Danke für die tollen Fotos! Ich glaub, ich hab Io selbst auch auf eueren Fotos entdeckt, auf allen.

Bei uns war der Himmel gestern, als ich mein Teleskop über die Schulter gepackt und nach unten in die dunkle Ecke hinterm Haus getragen habe, ebenfalls sehr "verzirrt" (hab ich von euch schon mal so gehört). Ich befürchtete schon das Übelste, aber natürlich versuchte ich mein Glück - und war erstaunt, wie viele Details der Jupiteroberfläche ich trotzdem erkennen konnte. Die Luft war auch eher ruhig.

Ios Verschwinden hab ich verpasst, und anfangs war ihr (ja, es ist DER Mond, aber Io hat eine weibliche mythologische Vorlage, also ist hier doch ein SIE nicht unangebracht :)) Schatten noch nicht sichtbar. Deshalb konzentrierte ich mich erst einmal auf den GRF. Und relativ schnell war ich mir sicher, ihn erspäht zu haben. Diesmal schon auf dem Weg zum Meridian. (siehe erste Zeichnung um 22.39 Uhr - angefertigt an meinem seitenverkehrenden altbekannten 60 mm Refraktor mit 6 mm Okular). Vielleicht war Ios Schatten da auch schon irgendwo am Rand im Bild, erkennen konnte ich ihn jedoch nicht.

photo_2021-09-14_11-01-47.jpg


Etwa eine Viertelstunde später war der Mondschatten dann (mit etwas Geduld) ganz klar erkennbar: stecknadelkopfgroß, tiefschwarz und rund etwa auf Äquatorhöhe. Ein gutes Stück westlich (solange ich hier keinen Aufschrei wegen der Himmelsrichtungen von euch höre, halte ich sie so für richtig :unsure:) des GRFs, der sich da schon ziemlich "meridianig" befand. Diesmal hatte ich den Eindruck, den Fleck immer mehr wirklich als "Fleck" erkennen zu können, der durch eine schmale helle Umrandung von seiner Umgebung abgegrenzt ist. Außerdem fiel mir auf, dass das SEB östlich von ihm deutlich erkennbar und auch relativ dunkel gefärbt aussah. Es schien sich auch kurz davor etwas zu verdicken. Und was mich etwas irritierte, weil mir das auf den Fotos noch nie so deutlich aufgefallen war, war die Tatsache, dass das SEB westlich des Flecks kaum noch bis gar nicht mehr zu erkennen war! Auf eueren Fotos konnte ich diese Beobachtungen bestätigen.

Wieder mal ein dickes Danke für euere tagesaktuellen Bilder!! :y: Es unglaublich wertvoll, so eine Vergleichsmöglichkeit zu haben!

Ich verfolgte die Wanderung des roten Flecks und auch des Schattens weiter, und das war so herrlich anzusehen! Das, was dabei in mir tobte, war schon recht nahe an dem ganz ganz großen Jubelschrei! Es sah so wunderschön aus. Und ich konnte es mit eigenen Augen betrachten, mit meinem Mini-Teleskop! Leute, es ist so wunderbar, wo ihr mich hier inzwischen hingebracht habt!! (Herzchen-Bildchen)

photo_2021-09-14_11-02-02.jpg


Die Krönung des Ganzen war dann noch, als ich später wirklich den Eindruck hatte, dass unterhalb des Flecks und seiner hellen Umrandung der dunklere Bereich leicht eingedellt wirkte. Und das alles auch noch recht sicher gesehen und nicht mehr nur als zweifelhafte Ahnung wie noch vor kurzer Zeit! :D
Ich wartete noch ab, bis Io wieder am Rand des Planeten sichtbar wurde. Obwohl ich bis dahin schon sehr mit der Müdigkeit und meinem verspannten Nacken und Rücken zu kämpfen hatte, lohnte es sich, so lange auszuharren. Das war dann auch nochmal ein wunderbarer Anblick. Und auch etwas Beruhigendes zu wissen, dass Io wieder "da" war.

Die nächste brauchbare GRF-Zeit wird in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag sein. Mal sehen, was das Wetter dazu sagt.

Es ist aber auch jetzt immer noch, obwohl ich schon so oft mit dem Auge bei Jupiter droben gehangen habe, ein wunderbares Erlebnis, all diese Dinge wieder aufs Neue zu beobachten. An Jupiter kann man sich nicht satt sehen, oder??

Viele Grüße
Sabine
 

FrankFu

Mitglied
Hallo Sabine,

dass Du im Sitzen beobachtest, meine ich zu wissen, da ich schon mal was von einem Stuhl bei Dir gelesen habe. Aber wie verhält sich das bei Dir mit den Augen? Also schon klar, dass Du mit einem ins Okular schaust, aber was machst Du mit dem anderen? Ich wurde mal hier im Forum darauf hingewiesen, dass neben einer guten, entspannten (daher ist ein Stuhl eine gute Maßnahme) Positionierung des beobachtenden Auges über dem Okular, die Entspannung des anderen Auges ebenso wichtig für den Beobachtungserfolg ist und eine Augenklappe hier gute Dienste leistet, da man das zweite Auge dann nicht zukneift, was auf Dauer sehr anstrengend ist und auch das beobachtende Auge mit der Dauer stresst.

Ich benutze daher bei längeren Beobachtungen eine Schlafmaske, die ich mir mal für die Bahn gekauft hatte (aber dort nix bringt), die ich dann schräg über das zweite Auge trage und dann das zweite Auge dann eben auch offen lasse. Hier gibt es sicher bessere Möglichkeiten, für mich klappt das so ganz gut.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Hallo Frank!

Das sind Dinge, über die ich mir ja überhaupt noch nie Gedanken gemacht habe. Vielen Dank für den Hinweis! :y:

Ja, ich beobachte meistens im Sitzen. Zumindest bei meinen Jupiter-Sessions hinterm Haus ist das so. Und solange das von der Position des beobachteten Objekts her einen einigermaßen entspannten Blick durchs Teleskop zulässt. Seidem mir aufgegangen ist, dass ich die Beine des Teleskops in der Höhe auch stufenlos verstellen kann, erleichtert mir das die Sache auch zum Teil noch, bis auch das irgendwann an seine Grenzen stößt.

Hin und wieder knie ich auf meinem Hocker, wenn ich so besser mit dem Auge ans Okular komme. In einigen Fällen kauere ich auch schon mal mit verdrehtem Hals am Boden hockend oder kniend vor bzw. unter dem Teleskop. :eek: Bei meinen Jupiter-Beobachtungen vom Balkon aus hab ich das Teleskop mit ziemlich stark eingefahrenen Stativbeinen auf dem Tisch stehen und stehe beim Reinblicken daneben. Das ist auch ganz gut über längere Zeit machbar. Aber auch hier tendiere ich immer noch dazu, eher meine Haltung immer mehr zu verkrümmen, als die Höhe der Stativbeine zu verändern, wenn sich das beobachtete Objekt allmählich in eine andere Region bewegt hat.

Und das mit den Augen? Ja, tatsächlich kneife ich das "arbeitslose" Auge zusammen. Das ist nicht wirklich entspannungsfördernd, da hast Du vollkommen recht! Ist mir noch nie aufgefallen. Und, klar, beide Augen hängen sehr stark zusammen. Wenn das eine aufgrund des Zukneifens nicht entspannen kann, dann tut das das andere, das sowieso durch das konzentrierte Hinschauen sehr gefordert ist, auch nicht.

Eine Augenklappe. Hm. Naja, es ist dunkel und mich sieht keiner. Muss mich mal gedanklich ein wenig daran gewöhnen. :unsure:
Vielleicht nähe oder häkle ich mir sowas in die Richtung. Das werd ich dann selbstverständlich in unserem neuen Handarbeits-Faden vorstellen! ;)

Irgendwie sollte ich das mit den Verspannungen noch besser hinbekommen. Denn unsere finale GRF-Challenge, bei der "ihr" mich vor mein Teleskop setzt und ich nur weiß, dass der Fleck irgendwann während der nächsten Stunden vorbei zieht, steht ja noch bevor. Und das kann sich länger hinziehen als das gestern.

Vielen Dank für den Tipp!
Herzliche Grüße
Sabine
 

Mr_SPOCK

Mitglied
beides schöne Ergebnisse. die von Jan noch etwas klarer. Ich war gestern Abend auch aktiv aber war eher durchschnittlich das Seeing. Aber immerhin ein Transit. Das ist doch schon mal was.
 

joetaiga

Mitglied
Ich hab nochmal eine andere Serie bearbeitet inklusive Derotation.
Jupiter2250.jpg

Wenn man weiß, wo er ist, sieht man auch Io als schwachen Kontrast. Am linken Zipfel des GRF hochgehen in das weiße Band wo auch der Schatten ist.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass da nur 80mm am Werk waren ohne ADC. Der 80mm hat ein Rayleigh Kriterium von 1,7". Io ist mit knapp über 1" deutlich kleiner. Daher kann man das nicht auflösen, man sieht maximal den ohnehin schwachen Kontrast. Wäre auch schlimm, wenn man bei meinem Budget von 600€ für den 80mm vs 6000€ für den Esprit 150 + ADC keinen Unterschied sehen würde :)

Worauf ich aber raus will, ist die Sache mit dem Kontrast. Der Schatten hat einen extremen Kontrast. Obwohl er kleiner ist als die Auflösung, kann man ihn trotzdem noch sehen. Nur der Kontrast ist schwächer, reicht aber durch den extremen Dynamikumfang immer noch aus, dass man ihn auch mit 60mm noch sehen kann. Vermutlich sogar mit 50mm.

Kontrast ist also extrem wichtig beim Planetenbeobachten. Auch eigentlich zu kleine Details können nachgewiesen werden, wenn der Kontrast groß genug ist. Deshalb sollte man bei einem Planetenteleskop hauptsächlich auf den Kontrast achten.

Also...angenommen...also rein hypothetisch...man merkt, dass einem diese Sache doch etwas wichtiger ist und ist geneigt, von seinen 60mm auf etwas größeres aber doch nicht zu großes umzusteigen...auf was sollte man achten?
  • Den Strehlwert. Der gibt an wieviel % des maximalen Kontrastes eine Optik erreicht. Wenn eine Optik gerade so beugungsbegrenzt abbildet, d.h. die theoretisch mögliche Auflösung erreicht, hat sie 84% Strehl. Alles darüber ist gut. Alles darunter würde ich vermeiden. Mein 80mm Apo hat z.B. 98% Strehl, Jans Esprit auch sicher >90%. Das sind beides top Werte.
  • Den Kontrastdurchmesser. Spiegelteleskope haben einen Fangspiegel, der den Effekt hat Licht zu streuen und damit Kontrast zu kosten. Der ergibt sich aus Objektivdurchmesser - Obstruktionsdurchmesser. Der Kontrastdurchmesser stellt den Objektivdurchmesser dar, bei dem ein perfekter Refraktor einen vergleichbaren Kontrast liefert wie das Spiegelteleskop. Dieser Effekt ist der Grund weshalb Refraktoren bei der Planetenbeobachtung visuell durchaus mit deutlich größeren Spiegeln mithalten können. Aber: Spiegel ist billiger und mit Cassegrain-Systemen äußerst kompakt. Ein 4" Apo mag eine ähnliche Leistung bringen wie ein 6" Maksutov, ist aber trotzdem sperriger.
  • Die Farbkorrektor. Linsensysteme leiden darunter, dass Licht unterschiedlicher Wellenlänge unterschiedlich gebeugt wird und damit unterschiedliche Brennweiten hat. Wenn grün scharf ist und rot und blau nicht, kostet das Kontrast. Daher muss die Farbkorrektur bei einem Refraktor entsprechend gut sein. Da mag bei einem Fraunhofer Refraktor der Strehl im grünen 99% sein und man sieht trotzdem nichts, weil die Blendenzahl zu klein ist und das Teleskop stark blaues Licht einstreut. Mein 80mm Triplett hat eine sehr gute Farbkorrektur. Visuell sieht man gar nichts und auch fotografisch sind die Farbkanäle alle fast auf dem selben Punkt. Spiegel sind hier im Vorteil, da sie dieses Problem nicht haben. Aber nicht jedes Spiegelsystem ist farbrein. Z.B. Schmidt-Cassegrain-Systeme haben durch die Korrekturplatte auch Glas mit einer Brennweite im Strahlengang. Der Effekt hält sich aber in Grenzen.
 

Mr_SPOCK

Mitglied
Für 80mm Top definitiv. Zeigt aber auch das alle anderen Geräte hier noch nicht ihr Limit erreichen. Bei mir habe ichbdie Wärmeabstrahlung der Hausdächer die leider direkt im Süden liegen mit im Verdacht da Jupiter so gerade zwei Finger breit ueber das Dach entlang laeuft. Ich werde mal bei naechstbester Gelegenheit mal rausfahren und das am freien Feld probieren.
 
Hallo zusammen!

Ich war gestern Abend auch aktiv aber war eher durchschnittlich das Seeing. Aber immerhin ein Transit. Das ist doch schon mal was.
Grüß Dich, Marcus! Also noch jemanden angesteckt... Willkommen im Club! :)

Worauf ich aber raus will, ist die Sache mit dem Kontrast. Der Schatten hat einen extremen Kontrast. Obwohl er kleiner ist als die Auflösung, kann man ihn trotzdem noch sehen. Nur der Kontrast ist schwächer, reicht aber durch den extremen Dynamikumfang immer noch aus, dass man ihn auch mit 60mm noch sehen kann. Vermutlich sogar mit 50mm.
Ich zumindest konnte den Schatten mit meinen 60 mm gut erkennen. Wenn auch nicht so, dass er beim ersten Blick ins Okular sofort aufgefallen wäre. Es brauchte schon etwas Zeit, um sich darauf einzulassen. Und nachdem ich mich zwischendurch auf den GRF konzentriert hatte, musste ich mich auch erst wieder ein wenig "umgewöhnen", um den Schatten dann aber ganz klar und wie einen schwarzen scharf abgegrenzten Punkt zu erkennen. Bei Io selbst hätte ich wahrscheinlich keine Chance. Müsste man mal ernsthaft ausprobieren.

Mit Deiner Vermutung bezüglich der 50 mm weckst Du schon wieder meinen Ehrgeiz. Mein 10 x 50 Fernglas hat ja einen Objektivdurchmesser von 50 mm (wenn ich da jetzt nicht mit irgendwas schief liege). Und die beidäugige Beobachtung mit dem Fernglas hat auch einige Vorteile gegenüber dem einäugigen Hineinsehen beim Teleskop. Und mit Stativ sieht man auch mit dem Fernglas mehr als freihändig. Hm. Wäre doch mal einen Versuch wert, wenn sich die nächste Gelegenheit dazu ergibt. :unsure:

Also...angenommen...also rein hypothetisch...man merkt, dass einem diese Sache doch etwas wichtiger ist und ist geneigt, von seinen 60mm auf etwas größeres aber doch nicht zu großes umzusteigen...auf was sollte man achten?
Oh, Joachim, ihr kriegt mich schon noch soweit... Das wird dann aber nicht nur für mich allein hier eine anstrengende Zeit. :eek:

Bis dahin wird es aber noch ein wenig dauern. Denn vorher muss ich noch soviel Anderes entdecken und lernen. Und zum Beispiel die neu aufpolierte Suchfunktion dieses Forums nutzen, um herauszufinden, wie man Okulare richtig putzt und gleichzeitig dabei nach einem Thema Ausschau halten, das in etwa so lautet: "Hilfe, ich hab meine Okulare totgeputzt! Ist da noch was zu retten?"

Trotzdem vielen Dank für Deine ausführlichen Tipps, worauf es bei einem planetenbeobachtungstauglichen Teleskop ankommt. Es gibt bestimmt jemanden, der hier mitliest, für den sie eine Orientierungshilfe sein können. Und ich werde mir für die Zukunft merken, dass sie hier aufgeschrieben stehen. Um dann, wenn es mal soweit ist, nachschauen zu können. :y:

Und jetzt noch ein Link zu einem kleinen Gedicht, das ich meinem ganz speziellen Freund Jupiter gewidmet habe.
Ich hab für meine "Sternenhimmel-Poesie" nun ein Plätzchen in meinem eigenen Astro-Blog geschaffen, um hier niemandem lästig zu werden, der Gedichte nicht mag. Und trotzdem denen, die sie mögen, eine Gelegenheit zu geben, es zu lesen.

Herzliche Grüße
und stets bestes Beobachtungswetter
Sabine
 

janapier

Mitglied
...

Mit Deiner Vermutung bezüglich der 50 mm weckst Du schon wieder meinen Ehrgeiz. Mein 10 x 50 Fernglas hat ja einen Objektivdurchmesser von 50 mm (wenn ich da jetzt nicht mit irgendwas schief liege). Und die beidäugige Beobachtung mit dem Fernglas hat auch einige Vorteile gegenüber dem einäugigen Hineinsehen beim Teleskop. Und mit Stativ sieht man auch mit dem Fernglas mehr als freihändig. Hm. Wäre doch mal einen Versuch wert, wenn sich die nächste Gelegenheit dazu ergibt. :unsure:
...
Viel zu geringe Vergrößerung...
 
Oben