APM 100mm 45° ED-APO was ist die maximale Vergrößerung zum Mond?

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Leider ist es unmöglich. Anderer Faden.
 

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Dann sehe ich nur folgende Möglichkeiten.
Falls es möglich ist, die Barlows an Verkäufer retournieren oder selber weiter verkaufen.
Andere Variante wäre, dir in einer Werkstatt einen passenden aber kurzen Adapter von Noname-Gewinde der Barlow auf Standard-Filtergewinde 1.25“ drehen zu lassen.
Eventuell könnte es dir Herr Kohler von Aokswiss im Luzern fabrizieren, wäre vermutlich günstiger als 2 komplett neue hochwertige Barlows.
Allerdings ist der Vergrösserungsfaktor dann wegen der kürzeren Abstände ca. 1,5-fach anstatt 2-fach.
 
Ich meinte, dass weder Ethos 8mm noch Ethos 4.7 + Nikon EIC 1.6 Barlow im Fernglas fokussiert☹. Ich hoffe meine Grammatik ist richtig :-)
 
Hallo Swiss1.

Barlows funktionieren an den Ferngläsern nicht.
Damit eine Barlow den Fokus nach draussen verlagern kann muss sie genügend weit vor der Fokalebene plaziert werden.
Das geht sich wegen der Prismen einfach nicht aus.
Meine Delos 3,5mm gehen vom Fokus her einwandfrei.
Vom Seeing / Dursicht her reichen meistens 6mm .

VG Hermann
 
Die TMB 1.8 x ( hat im Okular ca. Faktor 1.4 x ) geht ebenso die APM 2.7 x ( hat im Okular ca. Factor 1.9 x )
 
Hallo Markus.

Funktionieren diese Beiden Barlow (direkt in die Steckhülse des Okulars geschraubt) auch an den APM 100er Binos? Mit mehreren Barlows (TV, Sky Watcher, usw.) hat es bei mir nicht geklappt.

VG Hermann
 
Danke Herman, ich teste gerade Ethos 3.7, sie sind sehr gut und zeigen mehr Details als E8, z.B. gestern eine sehr gute sicht auf Yerkes krater E.

Danke Marcus, Ich verstehe, dass APM100/45ED+TMB1.8+Ethos 8mm und APM100/45ED+TMB1.8+E4.7mm funktionieren, bestätigst du?

Grusse Jozef
 
Hallo,
ich möchte meine Schlussfolgerungen nach dem Testen von Ethos 4.7 teilen.

Vergrößerung 117x, Pupille 0,94 mm

1. Tag 08.04.2023
Tagsüber bei klarem, fast wolkenlosem Himmel:
Bei der Beobachtung von Flugzeugen besteht eine sehr hohe Empfindlichkeit der Okulare gegenüber Off-Axis-Betrachtung es ist schwierig, die richtige Position der Augen in Bezug auf die Okulare zu finden. Es scheint, dass die schlechteste Position die zentrale Position der Augen in Bezug auf die Okulare ist, ein leichter Blick von unten auf die Okulare ergibt eine bessere Wirkung. Nach der Installation von Graufiltern 12% ist der black beams Effekt ist kleiner. Es macht keinen Spaß zuzusehen. Der Komfort in Ethos 8 mm ist unvergleichlich besser.
E8>>>E4.7
Naturbeobachtungen:
Gleichzeitig, wenn das Fernglas auf die Natur gerichtet ist, tritt der black beans Effekt in E 4,7 nicht auf, die Schärfe ist gut, aber ohne Wow-Effekt! Ein unglaublich weites Sichtfeld erzeugt den Effekt, in das Bild zu fallen. In dieser Kategorie gewinnt jedoch auch die E8, da die höhere Vergrößerung der E4.7 Details zu verdecken scheint.
E8.>>E4.7
Am Abend 15-18 bei 100% bewölktem Himmel:
Flugzeugbeobachtungen zeigen den Effekt der black beans nicht. Das Bild ist sensationell, das Feld von 110 Grad ist sehr kontrastreich, es ist unglaublich, denn nach der maximal bequemen Annäherung des Auges an das Glas sieht man kaum noch die Grenze des abgedeckten Feldes. Die Okulare deckt die gesamte Dreamlinear von 10 Kilometern ab. Beobachtungen mit E4,7 machen mehr Spaß als mit E8 mm.
E4.7>>E8

2. Tag 09.04.2023
Tagsüber bei bewölktem Himmel:
Heute ist der Himmel zu 50% bis 90% bewölkt, die Luft ist den größten Teil des Tages nicht sehr klar. Black beans Effekt ich kann kontrollieren, nicht zu 100%. Gegen 15:30 Uhr wird die Luft klar. Mir fällt auf, dass ich in E4.7 weniger Flugzeugkennzeichen sehen kann als in E8. Der Grund kann sein, dass E 4.7 dunkler ist.
E8>>E4.7

Mond 84 % 10. April 2023 um 3:00 Uhr
Wolkenlos Himmel, seeing sehr gut. Die Okulare zeigen keine Black-Outs, bei einem Mond = 84%. Das Bild vom E4.7 ist sehr kontrastreich und zeigt wahrscheinlich mehr Details als das E8. Ich schreibe "wahrscheinlich", weil ich mich durch die größere, fast 1,7-fache Vergrößerung vs. E8 besser auf das Detail konzentrieren kann. 3D-Effekt ist Perfekt wie bei E8. Ein kurzer Vergleich mit dem Nikon NAV SW 5 mm: Kleine Krater auf Plato sind auch nicht moglich zu sehen. Der 3D-Effekt ist besser als bei der Nikon. Mit dem Feld von 110 Grad können Sie die gesamte Mondscheibe abdecken.
E4.7>>>E8
Vorteil E4.7 gegenüber Nikon NAV SW 5 mm aus mindestens 3 Gründen: größeres Feld, besserer 3D-Effekt (Bildplastizität), Okulargeometrie, d.h. es ist Platz für die Nase.

3. Tag 04.10.2023
Tagsüber bei klarem, fast wolkenlosem Himmel (gleiche Bedingungen wie am 1. Tag):
Bei der Beobachtung von Flugzeugen reagiert die Okulare empfindlich auf Off-Axis-Betrachtung. Beobachtungen erfordern das Finden der richtigen Position, die Black-outs nicht zu 100% eliminiert. Der Komfort beim E8 ist aus folgenden Gründen besser als beim E4.7 : keine Blackouts, einfacheres Auffinden und Verfolgen des Flugzeugs, geringere Vergrößerung vermittelt den Eindruck, dass die Details kontrastreicher sind, die E8 sind heller.
E8>>E4.7 Korrektur auf 1 Tag.
Naturbeobachtungen:
Gleichzeitig gewinnt das E8 erneut, wenn das Fernglas auf die Natur gerichtet ist, da es einen besseren Kontrast/Detail liefert. Die höhere Vergrößerung des E4.7 (oder dass es dunkler ist) scheint die Details zu verwischen.
E8>>E4.7
Schlussfolgerungen etwas seltsam:
E4.7 ist bei Tagesbeobachtungen nur dann besser als E8, wenn der Himmel zu 100 % bewölkt ist. Wenn am Himmel keine vollständige Wolkendecke vorhanden ist, treten Black-outs auf und die Sichtbarkeit der Details nimmt ab.
Bei Mondbeobachtungen sind 84 % (wahrscheinlich weniger auch) des E4.7 angenehmer als das E8 oder Nikon NAV SW 5mm.
Ethos 4.7 funktioniert perfekt mit dem APM 100/45 ED.
Grusse Jozef
 
Hallo Jozef.

Bei klarem Himmel und Sonnenschein sind deine Pupillen maximal geschlossen, und mit den 4,7mm Ethos ist die Austrittspuppile nur 0,85 mm.
Da ist das Positionieren natürlich schwieriger.
Versuchsweise könntest du mit einem Beobachtungstuch oder mit einem Bino Bandit das Umgebungslicht abschirmen.
Wenn es dann klappt, sind nicht die Okulare Schuld an den Blackouts sondern das Umgebungslicht das deine Puppillen schließen lässt.

VG Hermann
 
Hallo Jozef
Noch ein kleiner Nachtrag:
Die von dir beschriebenen Situationen deuten zumindest darauf hin, dass jeweils beim Zusammentreffen "kleine Austrittspupille" am Okular, und "sehr kleine Eintrittspupille" an den Augen, die von dir beobachteten Effekte auftreten.
Ähnliches kennt man auch bei der Sonnenbeobachtung mit hoher Vergrößerung.
Da schafft man Abhilfe indem man für Abschattung der Einblickposition sorgt, und verringert damit das schliessen der Puppillen etwas ....
Vielleicht hilft es auch in deinem Fall.....

VG Hermann
 
Hallo Hermann,
danke, ich werde es mit Bino Bandit und Abschattung versuchen. Im Moment habe ich zwei E3.7 zum Testen. Gerne teile ich meine Schlussfolgerungen.

Grusse Jozef
 
Moin,

ich habe gestern im Feld meinen APM 100ED 45° mit Hilfe des Justagetools (hier gebraucht gekauft, danke nochmal an @Eisenmeteorit ) auf meine Augen feineingestellt.
Bis dahin konnte ich auch mit 4mm (Lacerta UWA 82°, 137x) noch ganz gut beobachten. Allerdings begann bei der Vergrößerung ein Doppelbild, welches mein Hirn aber noch übereinanderlegen konnte.
Dann die Justage an Polaris mit besagten 4mm Okularen und dann die Krönung: deckungsgleiches Bild bei Vixen 2,5mm! Das ist 220x!

Die Vixen Okulare haben natürlich nicht die Eigenschafte der TV Ethos... 52° GF, grenzwertige AP, chromatische Abberation bis Weihnachten...
Aber dennoch war der Anblick des Terminators der absolute Kracher!
Ich konnte mich gar nicht satt sehen..

Bei der hohen Vergrößerung macht sich bei mir ein anderer Effekt bemerkbar: die Okulare sitzen nicht immer 100%ig in der selben Position. Ich muss nun ab und zu mit der Festigkeit der Klemmung spielen. Aber wie gesagt, nur bei den (extremen) 2,5mm Okularen.

Ich denke, das Auflösungsvermögen der 100er Optik ist dann auch irgendwann erreicht. Bestimmt holt man mit besseren Okularen noch eine Menge raus. Leider kam ich noch nicht in den Genuß, welche zu benutzen, deswegen kann ich dazu nichts sagen.

Fazit: die Lage der optischen Achsen sollte nicht der limitierende Faktor sein, zumindest bei meinem Model ging die Justage gut. Die Gretchenfrage der Okulare ist eine andere:)

Beste Grüße und CS
Basti
 
Hallo Basti,
das sind sehr gute Information. 220X ist wahrscheinlich ein Rekord. Ich schlage vor, dass Benutzer von APM 100/45 teilen, welche Krater sie auf dem Mond sehen. Ich habe letstens mit Ethos 3.7 (149X) den im Bild markierten Krater gesehen. Der Krater (Ich denke das ist Eimmart KA, 5.5. km) lag in der Nähe des Terminators. Das Bild war einzeln und von sehr guter Qualität. Leider war es nicht immer sichtbar, nur manchmal, wenn das Seeing besser war.
Grusse, Jozef
 

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Hallo, Entschuldigung für den Google-Übersetzer.


Ethos 3,7, Vergrößerung 149x, Pupille 0,67 mm

Tag 1 16. April 2023


100 % bewölkt. Tägliche Beobachtungen von Naturbäumen und Vögeln gegen den Himmel. Das Bild ist unangenehm dunkel, dunkler als E4.7. Leider sieht man eine Verunreinigung der Augäpfel. Außerdem ändert sich die schwarze Farbe der Zweige teilweise in lila - es gibt ein sichtbares AC, das ich in E4.7 nicht gesehen habe. Die obigen Merkmale eliminieren eher E3.7 aus Tagesbeobachtungen. Stromausfälle treten genauso oft oder häufiger auf als e E.4.7. Wenn in der Brille nur die Natur ohne Himmel zu sehen ist, dann gibt es kein Beanmen.

Flugzeugsichtungen bei zu 50 % bis 80 % bewölktem Himmel. Das Bild ist unangenehm dunkel.
Die 2,1-fach höhere Vergrößerung als beim E8 gibt Ihnen das scheinbare Gefühl, mehr zu sehen. Aus 10 km Entfernung kann man sehen, dass sich mehr als eine Person im Cockpit eines Flugzeugs befindet. Unabhängig davon habe ich keine Möglichkeit, Flugzeugkennzeichen auf diese Entfernung zu lesen. Dies ist in E8 kein Problem. Definitiv kein sichtbares Detail.

Mit dem E3.7-Okular sind keine Tagesbeobachtungen möglich

Tag 2 22. April 2023


Mond 6%
Mittleres Sehen mit guten Wellen E8 ergibt ein sehr gutes, scharfes 3D-Bild, E3.7 ergibt ein dunkles Bild, der 3D-Effekt ist viel schwächer, aber in E3.7, wenn sich das Sehen verbessert, sehe ich den Krater Yerkes E - 9,91 km im Durchmesser. In E8 wegen zu geringer Vergrößerung unsichtbar. In E3.7 sehe ich Augapfelverunreinigungen.

Tag 3 23. April 2023

Mond 15%, sehen wellig wie am Vortag, manchmal ist das Bild sehr scharf. Der 3D-Effekt ist auf jeden Fall zufriedenstellend. Mit E3.7 werde ich immer besser
Das gestrige Yerkes E entpuppte sich als Eimmart KA mit einem Durchmesser von 5,5 km.

Tag 4 26. April 2023

Mond 40%. Heute gut gesehen. Die Brille ermöglicht es Ihnen, eine interessante Anordnung der Toricelli-Krater H, L, J und K zu sehen. Krater J hat einen Durchmesser von 5 km. Das Bild ist sehr gut, der 3D-Effekt ist perfekt, besonders um den Terminator herum. Krater T mit 3 km Durchmesser ist leider nicht sichtbar.
Nach der Verwendung von E8 ist leider aufgrund zu geringer Leistung keiner der 4 Krater H, L, J und K zu sehen, in E8 ist jedoch der 11 Kilometer lange Krater C deutlich zu erkennen.

Tag 5 27. April 2023

Mond 48% heute gutes Seeing. Higinus-Krater sind in der Nähe des Terminators deutlich sichtbar. Krater A (8 km) und B (6 km) sehr gut sichtbar, den kleinsten kann ich nicht ständig sehen, d.h. er erscheint und verschwindet, es ist Krater C mit einem Durchmesser von 5 km, leider der Nachbarkrater F mit einem Durchmesser von 4 km ist nicht sichtbar. Hier ist also die maximale Auflösung des Fernglases + E3.7 sichtbar, mit der Sie den Krater mit einem Durchmesser von mindestens 5 km sehen können.

Ich bin versucht von Vixen 3.4, 2.4 und dem Nagler Zoom 2-4 oder 3-6

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Ethos 3.7 bei Mondbeobachtungen perfekt mit dem APM 100/45 ED zusammenarbeitet. Der Mond bewegt sich im Okular, aber es ist nicht unangenehm. Ich empfehle, eine Brille mit kürzerer Brennweite zu testen, z.B. Delos 3,5, da die Optik des Fernglases eine stärkere Vergrößerung ermöglicht. Das Kollimationsprotokoll in meinem Fernglas ist für 110X ausgelegt, das Fernglas gibt jedoch auch bei 149X ein einzelnes Bild.

Ich empfehle nicht, Flugzeuge oder die Natur zu beobachten.


Ethos 3.7 länger bei mir bleiben, fand ich die Antwort auf die Frage, was Max Power to the Moon ist. Vielen Dank an alle Beteiligten für ihre Hilfe.

Ethos 4.7 perfekter Zustand habe ich zu verkaufen
 

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Hallo Basti,

schön, das die Justage erfolgreich war. Ich hatte mir damals die 3mm ES Okulare eigentlich nur für die Justage des Lunt 100/45° gekauft. Da das Bild aber so gut war - auch an Mond und Sonne - , habe ich die höheren Vergrößerungen mit den ES 4,7/82° begonnen. Es macht wichklich Spaß, auch kleine Krater auf dem Mond wie ausgestanzt zu sehen. Bei den 4,7 bin ich erst einmal geblieben, weil welche mit kürzer Brennweite und sehr guter Qualität erst einmal zu teuer waren.
Ist eigenlich ein Unterschied in der Bildqualität zwischen 45° und 90° bekannt?
Ich habe ja momentan beide Geräte hier und muss das 90° auf Grund von einem veränderten Beobachtungsplatz einsetzen.
Im 90° bekomme ich die Sterne nicht so punktförmig abgebildet wie im 45°.

CS Frank
 
Endlich hatte auch ich mal wieder die Möglichkeit zu beobachten.
Stellt sich heraus, dass das Justieren-Thema doch noch nicht durch ist, meine Olulare scheinen öfter mal eine andere Lage nach dem Einsätzen zu haben.

Nichts desto trotz konnte ich ein paar Kleinstkrater erkennen und bestimmen:
Zu denn Highlights gehören Helicon E (3km) und Copernikus G (4km). Verwendet habe ich meine 4mm Lacerta 82° mit Moon- und Skyglowfilter und die 2,5mm Vixen (ohne Filter, weil diese kein Gewinde haben, smh..)
Diese kontraststeigernden Mond- und Skyglowfilter funtionieren bei mir richtig gut. Nicht nur die besagte Kontraststeigerung, sondern auch (für mein Empfinden) ein ästhetischeres Bild der Mondoberfläche. Vielleicht ein bischen 'kälter', aber finds schön. Darüber hinaus nehmen die Filter noch ein kleinwenig Colorfringing am Mondrand weg, ganz farbrein ist er ja nicht, der Bino;)

CS
Basti
 
.....Stellt sich heraus, dass das Justieren-Thema doch noch nicht durch ist, meine Olulare scheinen öfter mal eine andere Lage nach dem Einsätzen zu haben.
...
Obwohl die Justage korrekt durchgeführt wurde, können trotzdem noch vier Gründe für ein nicht deckungsgleiches Bild die Ursache sein.
Einmal die Position des Okulars in seiner Hülse (das hattest Du ja bereits herausgefunden), dann eine (grob gesagt) eiernde Schneckenführung der Fokussierung.
Oder das Okular selbst kann der Verursacher sein. Bei kurzen Brennweiten machen sich nicht 100%ig zentrierte Linsenfassungen oder die leicht versetzte Lage einer Linse in ihrer Fassung negativ bemerkbar.
Liegen die Pupillen der Augen beim Beobachten nicht auf gleicher Höhe/Ebene, - ein Auge schaut z.B. mehr in den oberen Bereich des Okulars, das andere in den unteren -, verschieben sich die Bilder gegeneinander.
Eine Kombination aus den einzelnen Punkten kann den Effekt weiter verschlechtern, oder aber auch verringern.

CS Frank
 
Sehr interessant, Frank...
Das werde ich bei meinem nächsten Versuch berücksichtigen. Das es einen Unterschied in der Lage der optischen Achsen zwischen meinen 4mm und 2,5mm Okus gibt, hab ich auch schon vermutet..

Vielleicht müssen wir doch auf einen Doppelrefraktor mit EMS upgraden:D
Ein Vereinskollege ist gerade in Tokio und hat uns folgendes Bild geschickt:
Image_20230428_151306_626.jpeg

Love it.

CS Basti
 
Puh, hatte im ersten Moment gedacht der Preis gehört zum Doppelrefraktor inkl. Zubehör.
Aber auch einzeln ein toller Preis. Kann man den nicht in kleinen Teilen unbemerkt ..... :unsure: ... Tubus über den "gebrochenen" Arm und Gips drüber ... etwas größeres Brillengestell für die Gläser ....
Ach, ich bleibe bei meinem Ramsch.

Noch etwas zur Justage:
Hatte es an meinen beiden ES 3mm 52° Okularen auch erst später bemerkt. Nach der perfekten Justage sah ich später wieder ein leichtes Doppelbild, obwohl ich auf alle möglichen Verursacher geachtet habe. Aber bei einem der beiden Okulare stellte ich dann fest, dass das Bild durch Drehen des Okulars leicht eierte. Ich habe die Okulare zur Probe getauscht, aber es lag tatsächlich am Okular. Das merkt man aber auch nur, wenn man das Bild des anderen Okulars als Referenz nimmt.
Jetzt ist es zum Glück aber so, dass man eine kleine Dejustage auch bei größeren Brennweiten bemerkt. In meinen beiden ES 4,7mm bleiben die Sterne an der selben Stelle. Mit denen habe ich dann justiert und siehe da, .... auch mit den 3mm konnte ich dann beide Bilder deckungsgleich bekommen.

CS Frank
 
Ich möchte noch eine fünfte Ursache ansprechen. Diese ist zwar selten, aber trotzdem möglich.
Jeder Okulartubus dieser Ferngläser ist mit seinem beweglichen Teil (die Einstellung des Pupillenabstandes) an drei Stellen verschraubt. Die gemeinsame Ebene der Auflagefläche dieser drei Verbindungsstellen ist nicht exakt rechtwinklig zur Sichtachse und, schlimmer noch, nicht parallel zur Sichtachse des anderen Tubus. Aus diesem Grund werden zwischen den Verbindungsstellen werksseitig kleine Distanzplättchen zur Korrektur unterlegt.
Wird diese Korrektur nicht über den gesamten einstellbaren Bereich des Pupillenabstandes geprüft, kann es sein, dass die Justage nicht für jeden Pupillenabstand optimal ist.
Deshalb hoffe ich, dass Firmen, die viel Geld für eine nachträgliche Justage auf höhere Vergrößerungen verlangen, auch diesen Punkt überprüfen und nicht nur an der exzentrischen Objektivfassung drehen.

Viele Grüße
Frank
 
Tubus über den "gebrochenen" Arm und Gips drüber ... etwas größeres Brillengestell für die Gläser ....
Hahah, das werd ich ihm vorschlagen!
Ja, der Preis ist unfair, selbst nur der OTA wären ja maximal 2/3 des Preises bei uns.

Interessante Punkte, die du ansprichst. Bei soviel optischen Verbesserungsideen könnte ich ja mal über einen künstlichen Stern nachdenken..
Wo liegt eigentlich die Nahfokusentfernung beim Bino? Müsste der künstliche Stern dann soweit weg positioniert werden, um den zu nutzen?

CS Basti
 
Lieber nicht!
Keine Ahnung was die so als Mindestabstand haben ... 40m?, aber wenn Du aus der kurzen Entfernung die Bilder beider Tuben übereinander (oder leicht nebeneinander) bringst, verschieben sich die Bilder in größeren Entfernungen garantiert wieder. Auch ist die Stellung der Fokussierhülsen dann eine andere. Der künstliche Stern ist bei Einzeltuben zwar für die grobe Justage verwendbar, aber auch hier sind z.B. die Spiegelposition bei einem SC oder die Stellung des Auszuges nicht in "Gebrauchsstellung".

Eigentlich reicht es, wenn Du bei hoher Vergrößerung die Bilder durch minimales Verkippen der Okulare passend bekommst. Sonst entwickelt sich das noch in eine Obsession.
Bei berufsmäßig genutzen Mikroskopen ist das eine andere Sache. Hier bekommt man auch bei leichter Dejustage nach längerer Beobachtungszeit wirklich Kopfschmerzen. Gerade bei Stereomikroskopen mit komplett getrennten Strahlengängen (nach Greenough), sind übereinstimmende Gesichtsfeldränder und deckungsgleiche Bilder zwei verschiedene Justiervorgänge. Ich hatte es früher auch schon so gehandhabt, dass mir der Mikroskopiker auf Millimeterpapier die verschobenen Positionen beider Bilder markiert hat. Mit seinem persönlichen Pupillenabstand konnte ich dann speziell auf seine Augen justieren.

CS Frank
 
Oha, 40 Meter... Da weiß ich spontan gar nicht, ob mein Astronomiezimmer dafür lang genug ist.. Nicht, dass ich noch den Westflügel frei räumen lassen muss.. Da stehen so viele Ming-Vasen und Fabergé-Eier.. ?
Gut, dass du das erwähnst, dann lass ich das mit dem künstlichen Stern und optimier das Bild in einer warmen(!) Nacht noch einmal. Aber ohne Zwang:)
 
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