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APM 82 vs APM 120 / 100 / 70 und die Sehfeld (FOV) Frage

Optikus

Mitglied
Hallo Miquel,

da Astronomen weder zu den Listenhunden gehören noch als bissig gelten - klar kann man Fragen. Die allermeisten finden sich dort zu geselligem Beisammensein, gemeinsam beobachten und/oder fotografieren, campen, futtern und auch das eine oder andere Fläschen Bölkstoff inhalieren, da brauchst Du Dich vor niemandem fürchten.

Die AME ist eine der oder sogar die größte Verkaufsmesse für Astroartikel im Süden, die lohnt immer. Man kann oftmals auch recht gut einkaufen, da manchmal Sonderangebote ausgestellt sind, selbstverständlich auch bei Markus Ludes (APM).

CS
Jörg
 

Demokrat

Mitglied

Miquel Prado

Mitglied
@Admin
Ich persönlich würde bei dem von Dir eingesetzten APM auch eher noch zur Ergänzung ein 13er und 7er Nagler aus der T6-Serie einsetzen (wenn der kurze Pupillenabstand ok ist), da auch sie eine hervorragende Randschärfe bei 82° und ein ähnliches Gewicht aufweisen wie das Panoptic! Genau diese unschlagbare Dreier-Okularkombi setze ich selbst seit vielen Jahren bei meinem 80er Binoptic ein.
Dann vergrösserst du nie über 70x ?
 

b_schaefer

Mitglied
Wie schon oben geschrieben, eine Vergrößerung deutlich größer als der Durchmesser in mm ist für Großferngläser kaum sinnvoll.

Beim 82er (480 mm Brennweite) wären also als kürzeste Brennweite ca. 6mm empfehlenswert. Nicht ausgeschlossen, dass auch noch ein 5 mm Okular ein ordentliches Bild produziert, aber darunter wird es dann doch eher experimentell.

Ich beobachte auch bei 160x (experimentell...) noch ohne Nachführung. Viel wichtiger ist eine feinfühlige Einstellmöglichkeit und Wackelfreiheit. Das ist nicht mit jedem Aufbau gegeben, auch wenn es laut technischen Daten gewichtsmäßig funktionieren sollte.

Zudem gibt es nicht jedes Okular in jeder Brennweite. Panoptics gibt es z.B. ab 19 mm aufwärts. Das lässt sich schlecht mit einem 10mm Okular vergleichen.

Man wählt Okulare ja nach verschiedenen Kriterien aus. Am häufigsten sicher nach der resultierenden Vergrößerung, aber oft auch nach der Austrittspupille. Will man z.B. Filter verwenden können, sollte man möglichst eine AP > 4 mm anstreben. Beim 82er braucht man dafür also eine Vergrößerung kleiner als 20-fach. Die Okularbrennweite muss daher 24 mm oder länger betragen.

Eine Abstufung von ca. 24, 12, 6 mm wäre da schon ziemlich sinnvoll. Die beiden kürzeren Brennweiten konnten dabei von den angesprochenen Morpheus Okularen besetzt werden, das 24er als TeleVue Panoptic, APM UltraFlat oder Explore Scientific 68° (was zu den Augen und eigenen Ansprüchen passt).

Viele Grüße,
Sebastian
 

matthisk

Mitglied
Hallo Miquel,

Ab welcher Vergrösserung würdet ihr für den 82er eine Nachführungs Automatik empfehlen?
Eine automatische Nachführung brauchst du bei den Ferngläser fast nie aber wohl eine stabile Montierung mit Stativ. An der von dir genannten Orion Montierung wirst du m.M.n, kein 100mm Bino auch nur annähernd stabil nachführen oder fokussieren können.
Vernünftig wäre dann sowas : APM Gabelmontierung für Großferngläser - APM Telescopes mit so einem Stativ: https://www.manfrotto.de/stativ-super-pro-schwarz

ich habe selber einiges günstigeres durchprobiert und kann sagen was das nun in dieser Kombi gut funktioniert.

Gruss
Matthias
 

Optikus

Mitglied
Hallo Miquel,

ein Großfernglas wird wie ein Dobson von Hand nachbewegt, ich nenne das mal bewußt nicht nachgeführt, da das Auge andere Ansprüche stellt als z.B. ein Foto. Selbst bei einem 100mm Fernglas kommst Du mit "normalen" Okularen gut aus, das kannst Du nach dem Einblickverhalten entschweiden -> auf der Messe ausprobieren, denn es bleiben ja trotzdem rel. kleine Objektivdurchmesser und langsame Öffnungsverhältnisse. Ich habe aktuell keinen Überblick was da allgemein verwendet wird, der Lieferant kann Dich da sicher beraten. Wenn Du im mittleren Preissegment bleibst wird das für's erste passen, denke ich.

CS
Jörg
 

mettling

Mitglied
Hallo MIquel,

Mit dem 82er kannst Du realistisch mit etwa 100x beobachten. Bei der Vergrößerung brauchst Du keine Nachführung. Wichtig wäre eine seidenweich laufende Montierung. Da würde ich zu einer echten Gabelmontierung für Großferngläser greifen. Die Technosky eLLe beispielsweise.

Die 24mm Televue Panoptics kombinieren ein kleines Gehäuse und geringes Gewicht mit sehr gutem Einblickverhalten und der besten optischen Qualität aller 24mm 1,25“ Okulare. Sie haben ihren Preis, sind aber jeden Cent wert. Probiere sie aus, dann gibt es keine Fragen mehr.
Ich habe günstigere Alternativen ausprobiert und bin am Ende doch beim Pano gelandet.

Bis dann:
Marcus
 

Demokrat

Mitglied
Ok, Miguel, hier meine Zusammenstellung:

- Berlebach 29C mit Kurbelsäule, das ist wichtig, um komfortabel in verschiedene Höhen gucken zu können
Stativ UNI 29C von Berlebach ® Stativtechnik
- Manfrotto Nitrotech N8 Fluid-Video-Kopf mit Counterbalance System (wichtig für Gewichtsausgleich)
Nitrotech N8 Fluid-Video-Kopf mit Counterbalance System
- APM 100 ED Bino
- TeleVue Panoptik 24mm / Delos 8mm

- Die Bildfeldkrümmung der Okulare muss auch mit der Bildfeldkrümmung des Binos zusammenpassen. Nur dann ist das ganze Feld scharf bis zum Rand. Die 24er Panos sind hier offenbar problemlos und werden deshalb gerne verwendet.

- Das Bino muss für den Einsatz kurzer Brennweiten (hoher Vergrößerung) entsprechend kollimiert werden. Das ist möglich mittels der Exzenterfassungen der Frontlinsen. Wenn man mehr als 70 x haben möchte, sollte man es von APM zu Wellenform senden lassen, die kollimieren das dann bis 120, 150 oder 180 x. Auch aufgrund der leichten Exzentrizitäten von Okularen und bei den 1,25" Aufnahmen sind hohe Vergrößerungen am Bino problematisch. Wenn die optischen Achsen nicht genau fluchten und man nicht BEIDE Augen in die optischen Achsen bringt, sieht man Doppelbilder oder Kidney Beaning oder beides.

- Deshalb ist ein höhenverstellbares Stativ wichtig. Ohne entspannte Kopfhaltung ist Bino gucken kein Vergnügen, sondern Schwerarbeit. Oder/und mit einem höhenverstellbaren Astrosessel beobachten.

- Eine Gabelmontierung hat eigentlich Vorteile gegenüber einem Neiger, der nicht im Schwerpunkt des Binos schwenkt (daher Gewichtsausgleich notwendig). Allerdings sind sie noch teurer, als der Neiger. Oder man macht sie selbst oder lässt sie anfertigen, viel ist ja nicht dran... 6 kleine Blechplatten und ein paar Schrauben.

- Wenn Du Nachführung haben willst: es gibt einige User (sah ich bei CloudyNights), die verwenden eine iOptron AZ Pro mit einem Winkel für das Bino. Dadurch hast Du dann sogar GoTo mit dem Bino. Bei dem weiten Gesichtsfeld allerdings nicht sooo ein Muss... ;) iOptron AZ Pro - Mounts - Cloudy Nights

lg
Niki
 

Manne

Mitglied
Meine beiden 100er-APM hatten zwar ihre Marotten, waren jedoch standardmäßig von Wellenform bis 110x zertifiziert, und selbst Fitzelsternchen kommen sauber rüber. Somit sollte auch >70x noch locker funktionieren, solange die Okus auch gut zentriert sind und sauber aufliegen. Mein Anspruch an ein FG ist die Hochvergrößerung nicht, mit dem 12,5er UW und einem 9er-Traumgott genügt die hochwertige Abbildung. Auch mit Eschenholz und Gabel ist die händische Nachführung (was ist denn das sonst?) darüber hinaus für mich kein Genusssehen mehr. :rolleyes:

beliebter Gruß
Manfred
 

Manne

Mitglied
Das zweite 100er mit 90° ist für den zenitalen Bereich gedacht, welchen das 45er nicht so optimal ansteuerte. Die Marotte des ersten Glases hatte ich beschrieben, das wurde dann zwecks winkelkorrigierenden Prismen nach 90° getauscht. Das hat nun zwar helle Sterne als Blobs, aber dafür den gleichen bemerkenswert guten Kontrast sowie die genannten Fitzelsterchen, nur halt jetzt nackenschonend(er). Mond (voll mit Platz drumherum bei 44x) und OC (möglichst fitzelig) sind toll, den Rest vergesse ich; Filter probiere ich später mal.
Prismen haben wohl (irgendwann) ihre Probleme, die Matsumotos sind vielleicht die Antwort. Daher bleibe ich niedrig vergrößernd, die Dauerlösung ist's jedenfalls nicht. Dennoch ein gutes Engagement von APM im GroßFG-Sektor mit Wechselokus - ich kenne die Okularbeschränktheit von meinen 60er und 100er-Miyauchis. :alien:

eingeschränkter Gruß
Manfred
 

Demokrat

Mitglied
Dennoch ein gutes Engagement von APM im GroßFG-Sektor mit Wechselokus
Sehe ich ähnlich. Meines ist angeblich von Wellenform bis 180x kollimiert, aber bei den 8er Delos seh ich schon doppelt. Köpfe und Augen sind nicht gleich, und die Kollimation wird von Menschen gemacht. Außerdem nehmen die die 3-6mm Nagler-Zooms, und auch meine 8er müssen nicht perfekt zentriert sein.

Und ich guck auch nicht immer easy parallaktisch in das Ding (was mich nervt). Manchmal seh ich also doppelt, manchmal nicht, und das bei 70x. Ein hoch an alle, die bei 180x da gerade reinschauen können, ich kanns nicht. :whistle::coffee:

Ich bleib also bei 23x und den 24er Okus, das ist für mich der Zweck des Gerätes. Darüber hinaus: Matsumotos und 2 APOS, ich denke da an ein Superbino um 15.000 Euro. Aber nicht an MEINE 15.000 Euro, weil soviel Kohle hab ich dafür nicht. :LOL:

lg
Niki
 

Manne

Mitglied
Ok - das Wellenform-Ding ginge dann bei mir aber zurück, ist ja aufgepreist. Und 8er-Delosse sollten doch schon schön zentriert sein, oder? Aber ja, auch in der S-Klasse klappert es sicher gelegentlich - alles nur noch Mist… :unsure:

Dass der Oberstübchenrechner da auch noch mitspielt - je nach Verfassung - ist auch nicht von der Hand zu weisen; Entspannen und nicht zuviele :coffee: helfen mitunter. Bei kleinen BW ist natürlich ein genauest eingestellter Augenabstand zielführend - daher nervt mich auch sogar manchmal der Okularwechsel (vom Zielverlust mal ganz abgesehen). Nicht wenige auf CN gucken daher überwiegend mit einem Okularpaar, auch wenn der Koffer sonst gut gefüllt ist. Ich empfehle dennoch mal, außer 24er PanO das 12,5er UW von Meister-ML auszuprobieren: zumindest den Vollmond wirst Du (wieder) lieben… o_O

Für 15k hätte ich auch schon Verwendung - aber dann mit drei Spiegeln. Und einer nicht-händischen Nachführung. Und wiederum genügten mir Vaus bis 60/70x…

angekohlter Gruß
Manfred
 

Demokrat

Mitglied
Ok - das Wellenform-Ding ginge dann bei mir aber zurück, ist ja aufgepreist.
Da müsste ich erst mal sicher sein, woran es liegt! ;)

Prinzipiell werden die das schon ordentlich machen, denke ich, und nachher kann es Transportdejustierung sein, meine Okus, meine Augen, die Aufnahmen leicht verkippend, was weiß ich, oder ein Mix. Da ich da keine Versuchsreihen mit Vergleichsokularen gemacht habe kann ich das also nicht bestimmen. Bei 24x ist die Welt nicht nur in Ordnung, sondern fantastisch, und Du hast völlig recht: wir reden immer schnell mal darüber, wie toll nicht alles ist, aber kaum, wie nervend ein einziger Okularwechsel sein kann, wenn grad alles super eingestellt ist.

Augenabstand, Klemmung, Ziel wieder finden, das ganze Herumgefummel mit der chinesischen Rotlichtfunse... ich wünsche mit ein selbstaufstellendes Teleskop, das mich ruft, wenn alles fertig ist. Nun, ich bin 57, ich darf so komisch sein.

"Alexa, gib mir das 100er Bino und die 24er und chi Perseus".
"Ja, Niki, ich habe das Binokular aufgestellt, auf dein Beobachtungobjekt gerichtet und scharfgestellt."
"Danke, Alexa, und wie ist das Wetter?"
"Gut, dass Du fragst, Niki, leider nach wie vor 100% Wolkendeke auf 3000 Fuß."
:oops:

lg
Niki
 

b_schaefer

Mitglied
[...] Meines ist angeblich von Wellenform bis 180x kollimiert, aber bei den 8er Delos seh ich schon doppelt. Köpfe und Augen sind nicht gleich, und die Kollimation wird von Menschen gemacht. [...]
Hallo Niki,

hast Du es mal damit versucht, die Okulare in den Fassungen zu drehen? Eventuelle Unwuchten in den Okularhülsen oder -aufnahmen könnten damit ausgeglichen bzw. ausgenutzt werden, um eine optimale Kollimierung zu erreichen.

Ansonsten kann ich Manne nur beipflichten, eine Zwischenstufe mit 12-13mm ist schon sehr schön. 2 bis 2,5 mm AP sind ein ziemliches Optimum am Fernglas.

Viele Grüße,
Sebastian
 

Manne

Mitglied
Rotlichtfunse… das schreib' ich dem Markus. Der lässt dann ggf. bei Wellenform in deine Retoure eine nach stochastischen Methoden agierende Prismenverkippungseinrichtung einbauen, dass Du die Ursache nach Doppelbildern nienicht erkennst und ausschließlich in der Marke des fair gehandelten Filterkaffees suchst. o_O

Der Augenabstand sollte ja gleich bleiben, das Zentrum der AP ist ja auch radial mittig zur Steckhülse (also bei meinen Okus). Aber allein schon die haptisch hässliche Methode des Aufdrehens nahe beieinander liegender Drehhülsen mit zunehmend stärker werdender Steifigkeit des Schmiermittels bei Kälte in Dunkelheit ist ein Grund für Alleinstellungsokulare. Und da halte ich mit den 12,5ern länger durch als mit den vergleichsweise kleinen PanO.

So einen Abend mit Alexa fänd' ich öde - ich wachse doch mit den Herausforderungen. Sind doch eh' meist die gleichen Standardkerzen, an denen man[n] sich delektiert. Für anderes fehlt die Öffnung (und die Elektronachführung…). Aber das schlaue Weib hätte ggf. sicher auch einen Alternativvorschlag: "Wg. Wolkendecke habe ich ein Zimmer in einem lausigen Eifelkaff gebucht; die Stornierungsgebühr habe ich bereits dort hinterlegt. Die Unterwäsche liegt gepackt noch vom letzten Astrotreffen in der Sporttasche…"

virtuell grüßt
Manfred
 

Demokrat

Mitglied
Rotlichtfunse… das schreib' ich dem Markus.
Ich meinte natürlich die Taschenlampe :rolleyes:... aber apropos chinesisch, ja, beide kommen aus China. Markus war aber sehr nett und hat mir auf meine Anfrage vor dem Kauf sogar Sonntags geantwortet. Das nenn ich Kundenfreundlichkeit. (y)

Der Augenabstand sollte ja gleich bleiben,
Du kennst meine Anatomie nicht... :alien:

die haptisch hässliche Methode des Aufdrehens nahe beieinander liegender Drehhülsen mit zunehmend stärker werdender Steifigkeit des Schmiermittels
Schöner Satz! Gehört jetzt sofort in die semantische Forenvitrine! :p

Wir werden bei den amerikanischen Astrostühlen landen, in die der User integriert ist, und die mitsamt dem User drehen und schwenken. Das ist der Idealzustand entspannter Beobachtung. Nur fehlt mir die Farm in New Mexiko, wo ich das einfach aus meiner Garage rolle...

lg
Niki
 

Manne

Mitglied
Ich meinte natürlich die Interpupillärdistanz. Ggf. möchte ich die betreffende Anatomie dann wirklich nicht kennenlernen wg. Nachtruhe und so. :oops::eek:

ästhetisch-plastischer Gruß
Manfred
 

Radfahrer

Mitglied
Hallo Sebastian,

Wie ist das mit den 2" Okularen.

Kann man die auch an einem 82er verwenden?
nein.
Gibt es auch 1,25" Okulare mit >82° sGF?
Ja.

Vielleicht hilft es Dir, wenn Du das Produkt aus Brennweite x sGf als Konstante betrachtest. Das ist zwar mathematisch nicht korrekt, aber in ganz grober Näherung stimmt's. Bei 1,25" Okularen wäre das 1600.

Also:
40 (mm) x 40(°sGF) = 1600
32 (mm) x 50(°sGf) = 1600
24 (mm) x 68(°sGf) = 1632

Wenn Du also ein Okular mit 82° sGf willst, dann kann das max. ca. 1600/82 = 19,5 mm Brennweite haben. U.s.w. Je größer das sGf um so weniger stimmt die Faustformel.

Gruß Uwe
 

Amin

Mitglied
@Sebastian

Wie ist das mit den 2" Okularen.

Kann man die auch an einem 82er verwenden? Und macht das überhaupt Sinn?
Gibt es auch 1,25" Okulare mit >82° sGF?
Die kleinen APM haben nur einen 1,25" Anschluss. Also kann man nur das 1,25" Okular wählen, welches den größten Durchlass bietet und das ist schon das erwähnte Panoptic 24mm. Ein Morpheus mit 21mm und 76° gibt es nicht, weil es ohne Abschattung am 1,25" Anschluss nicht funktionieren würde! Der Durchlass ist zu eng! Es wäre also völlig sinnlos ein solches Okular zu produzieren.

Ich hatte oben meine persönliche Dreier-Okular-Kombi 24er Panoptic (68°) und die beiden 13er und 7er Nagler (82°) nicht ohne Grund empfohlen! Und natürlich gibt es 1,25" Okulare mit 82°, aber die beginnen erst bei 16mm und weniger. Aber das 16er Nagler (82°) hat keinen besonders schönen Einblick, weil man förmlich in die Okulare hinein kriechen muss. Heißt mit anderen Worten: elend kurze 10mm Pupillenabstand. Da ist das 13er deutlich angenehmer. Und auch die Okularstaffelung 24, 13 und 7mm ist perfekt zueinander. Und diese Okulare sind leicht und nicht solch schwere Dinger wie die Morpheus oder ähnliche Hersteller. Da holt man sich bei kleinen Gläsern nur eine unangenehme Hecklastigkeit auf das Instrument, welches dann zwischen 10° und 90° (Zenit) Beobachtung immer stört! Oder man muss ständig mit Ausgleichsgewichten herum fummeln.
Ich selbst beobachte jetzt seit 15 Jahren nur mit Großferngläsern und Doppelrefraktoren von 80mm bis 203mm und kann nur sagen, es gibt immer noch keine besseren Über-Alles-Okulare für solche kurzbrennweitigen Großferngläser mit 1,25" Anschluss. Da kann man es drehen oder wenden wie man will. Alles andere ist nur eine Verschlechterung. Gäbe es bessere, hätte ich sie längst. ;) Nur Leute die mit Brillen beobachten müssen, können diese nicht verwenden.
 
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Miquel Prado

Mitglied
@Admin
danke für deine sehr guten Beitrag!
Habe mir deine 3 Okulare notiert und auch ein wenig recherchiert. Du hast auf jeden Fall recht.
Ich kann deine Erklärungen gut nachvollziehen. Zuerst war ich mir nicht sicher was mit" Einblick" und "Einblickverhalten" gemeint ist, aber das hast du ja dann auch erklärt (Augenabstand).

Habe in diesem Zusammenhang gesehen, dass die Baader-Morpheus sogar 18 - 20mm Augenabstand bieten, aber die scheinen ja noch relativ unbekannt zu sein.. Wahrscheinlich können die mit den Panoptic und Nagler eh nicht mithalten, und sind ja auch "nur" 76°..
Auf jeden fall besten Dank! Das erspart mir und allen interessierten viel Zeit bei der Okularauswahl.
LG, Sebsatian
 
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Miquel Prado

Mitglied
Danke auch an euch alle!
Montierungstipps, Okulare usw.
Sehr hilfreich!

Wenn es aber nicht empfehlendswert ist mit dem 82er über 100x zu gehen und ich auch noch lese,
dass Niki selbst bei seinem 100er nicht über 70x geht, dann wird mir auch klar, dass ich für wahre Vergrösserungen >150 auf jeden Fall z.b. mit einem Dobson besser beraten wäre.
Zum "Glück" muss ich nicht gleich in die Vollen gehen (bis 100x genügt erst einmal), und spare mir so gleichzeitig das Geld für eine Nachführung :)
LG, Sebastian
 
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Manne

Mitglied
WWW - welch weise Worte: wahre Vergrößerungen gibt es also erst ab 150x… o_O Da werden die Felder (wahre&scheinbare) erst so richtig weit, klar.

Again what learned.

Und natürlich auch, dass es nur drei wahre Okulare für Großbinos gibt - alle anderen Binogucker haben sich halt verschlimmbessert. :oops: Wobei ich natürlich die Erfahrungswerte der beiden Postulatsurheber schon unterscheiden kann. (y)

Gruß an die Wahrhaftigen
Manfred
 

Demokrat

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klawipo

Mitglied
Hallo Sebastian,

es ist eine Binse dass man mit einem Gerät für alle Objekte nicht hinkommt. Wenn es um Planeten geht hilft schon auch Öffnung. Ein Dobson ergänzt das anvisierte Großfernglas ohnehin.

Ich habe jetzt nicht den ganzen länglichen Thread gelesen, habe beim Überfliegen aber nicht feststellen können wieviel Erfahrung mit binokularem Sehen vorhanden ist. Das ist nicht für jeden die Lösung, bei mir hat es zB nicht so den Aha Effekt wie mancher ihn beschreibt, meine Augen sind wohl nicht kooperativ genug. Jedenfalls würde ich mal ein bisschen mit einfachen aber gut justierten, handlichen Gläsern am Nachthimmel rumprobieren um zu schauen ob man alles aufs binokulare Pferd setzen muss.

VG Klaus
 

Amin

Mitglied
@Admin
danke für deine sehr guten Beitrag!
Habe mir deine 3 Okulare notiert und auch ein wenig recherchiert. Du hast auf jeden Fall recht.
Ich kann deine Erklärungen gut nachvollziehen. Zuerst war ich mir nicht sicher was mit" Einblick" und "Einblickverhalten" gemeint ist, aber das hast du ja dann auch erklärt (Augenabstand).

Habe in diesem Zusammenhang gesehen, dass die Baader-Morpheus sogar 18 - 20mm Augenabstand bieten, aber die scheinen ja noch relativ unbekannt zu sein.. Wahrscheinlich können die mit den Panoptic und Nagler eh nicht mithalten, und sind ja auch "nur" 76°..
Auf jeden fall besten Dank! Das erspart mir und allen interessierten viel Zeit bei der Okularauswahl.
LG, Sebsatian
Bei mir steht Amin, nicht Admin. ;)

Die Baader Morpheus sind wahrscheinlich nicht schlecht, aber eben schwerer. Auch die Televue Delos sind ähnlich, auch was den sehr großen und angenehmen Pupillenabstand um 20mm angeht. Aber mit den kurzen Brennweiten eines Refraktors oder Großfernglas wie das APM 82 mm mit f/5,7 können die Nagler T6 besser umgehen und das besagte Panoptic 24mm, da sie die meist damit verbundenen starken Bildfeldwölbungen dieser Optiken besser korrigieren können. Heißt mit anderen Worten, das Bildfeld ist scharf bis zum Rand. Und sie sind klein, leicht und handlich. Also die idealen Bino-Okulare! Allerdings vorher die 12mm Pupillenabstand der Nagler testen, ob sie ok sind! Bei längeren Brennweiten ab f/7 oder länger sind dann die anderen Okulare wie Morpheus oder Delos wieder interesant.

Als Montierung würde ich die Einarmontierung wählen. Ist meist leichter und handlicher als die größeren Gabelmontierungen. Wie gut die von APM allerdings ist, kann ich nicht sagen. Stutzig macht mich nur, dass sie APM nur bis zu 70x rät.


Wichtig ist noch das Stativ, welches die Schwingungen gut abfangen sollte! Dieses Kurbelstativ hier von Berlebach ist schwer, standsicher, komfortabel und ideal, wenn man nicht ständig damit herumlaufen muss. Als Reisestativ würde ich aber ein Carbonstativ verwenden.
 
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mettling

Mitglied
Moin,

Ich nutze auch die Kombi auch 24er Pano und Nagler T6, allerdings nicht binokular sondern an meinem 6“-Gitterrohrdobson. Ich hatte das 13er Nagler ebenfalls, habe es aber durch das 11er ersetzt. Der Sprung von 24mm auf 13mm war mir zu klein, der von 13mm auf 7mm zu groß. Die Kombination 24-11-7 ist mir lieber. Auch finde ich das Einblickverhalten des 11ers noch mal einen Tick besser als beim 13er. Aber das ist natürlich persönliche Vorliebe.

Diese schmalen Einarmmontis sind zwar sehr schön leicht, aber mich stört dass das Bino seitlich kippen kann und das Höhenlager schnell ausschlagen wird. Wenn schon keine Zweifach-Gabel, dann lieber eine AZ-Monti mit einem Arm über der Montierungsachse und Gegengewichten, wie bei der TS AZT6.

Bis dann:
Marcus
 
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