APM SD Bino 120 mm Erfahrung mit T6 Nagler 7 mm

Hör mich doch auf mit den Binoptik, durch die dreifache Umlenkung ist die Ausleuchtung der Okulare so mies, dass man eigentlich nur noch mit Orthos Planeten gucken kann.
OK, ich übertreibe jetzt auch mal, aber im Kern der Sache stimmt es.

Ja, ich habe schon durch einige high end Apos geschaut und an deren Qualität ändert sich auch nichts, wenn man sie paarweise einsetzt und entweder 3 Zenitspiegel (Binoptik) oder EMS (Matsumoto) dahinter packt.

Ich hatte ja auch lange ein Portaball, qualitativ hochwertigerer Dobsons gibt es nur wenige.

Ich hätte mir sogar wieder ein Doppelteleskop aus 2 APOs gebaut, das Problem ist nur, dass es keine gibt, die meine Ansprüche erfüllen.
Sprich 150mm Öffnung bei möglichst kurzer Brennweite.
Was soll ich mit 1000 oder 1200mm Brennweite, ich will kein Planetenbino.
Von der Länge und Unhandlichkeit ganz zu schweigen.

Das geht nur als APM Bino und da auch nur, weil die Optiken und Prismen als System gerechnet wurden.

Rolf, es tut mir echt leid, dass Du anscheinend ne Gurke von APM bekommen hast...

Grüße Jochen
 
es tut mir echt leid, dass Du anscheinend ne Gurke von APM bekommen hast...
Nene, ganz im Gegenteil, es ist ein tolles Gerät mit Superabbildung, tausendmal besser als mein Miyauchi 100 APO oder das Vixen 125, eine ganz andere Welt! APM hat uns da wirklich etwas Feines gebracht. Aber warum ist es so schwer, mal aus der Lobhudelei seiner eigenen Instrumente herauszukommen. Es ist doch keine Majestätsbeleidung, mal gewisse Grenzen zu benennen.
 
aber wenn bei Deinen 100fach schon verdammt viel ist kann es auf keinen Fall ein gutes sein, ich hätte es zurück gegeben.
 
Ich habe schon durch einige LZOS geschaut und die werden ja nicht besser, wenn man 3 Umlenkspiegel dahinter packt - im Gegenteil.
Und nein, ich fand die nicht besser, aber auch nicht schlechter :-)

Aber vieleicht probieren wir es mal mit Fakten, hier ein Sterntest meines APM

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Zeig doch mal Deins :)

Jochen
 
Warum schaust Du nicht mal durch ein gutes APM SD Fernglas?
Hm ... , warum so dünnhäutig?
Was den Sterntest betrifft, so hab ich keinen. Aber was die Qualität einer Optik betrifft, die ja nach Deinem Dafürhalten unübertroffen zu sein scheint, so schau dir das an:
Kurz: Ich glaub Dir alles, wenn Du bestätigst, dass Dein Fernglas bessere Bilder liefert als das Binoptic 130 oder 150.
 

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ich weiß durchaus was"nadelfein" ist und auch ich kenne den Anblick durch LZOS, sogar ausgesuchte LZOS aus den besten Herstellungszeiten. Im übrigen habe ich das Wort "nadelfein" nie benutzt. Wir treffen hier von SD Ferngläser die erstaunlich gut abbilden und jetzt kommst Du mit Takahashi daher, was soll das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich besitze selbst ein APM120 SD in 45°, es bereitet mir viel Freude, es ist noch transportabel, Preis/Leistung passt auch...
Aber es ist Ehrlicher Weise nicht Farbrein, bei Weitem nicht - die Bezeichnung "APO" am FernglasGehäuse finde ich, sagen wir mal, "kreativ", warscheinlich ist das die künstlerische Freiheit vom Hersteller/Importeur. Und wie soll es denn auch, als 2 Linser Chinese mit F5,5 - das schafft doch nicht einmal AOM.

Umso mehr überascht mich Jochen, der sagt dass sein 150 SD Farbrein ist. Und für mich hat Jochens Aussage schon Gewicht, da er sicher schon durch 10x mehr Optiken geschaut hat, als ich. Anscheinend ist 120 SD nicht gleich 150 SD, ich kann das nicht beurteilen, da ich noch nie durch das 150 SD APM Fernglas geschaut habe (würde ich gerne Mal).

Bevor ich mir das 120 SD besorgt habe, studierte ich unzählige Erfahrungsberichte, hier und in anderen Foren. Meiner Meinung nacht trifft es die Aussage von Abenteuer-Sterne.de am besten :
"Wir nutzen dieses 120mm-Bino/Großfernglas vorwiegend im Vergrößerungsbereich von etwa 30 bis 80-fach und empfehlen es auch für diesen Bereich. Um die 100 bis 120-fach lohnt natürlich insbesondere auch mal beim Mond und den Planeten (sofern die Atmosphäre ruhig genug ist). Doch muss einem dann klar sein, dass der Beobachtungs-Komfort bei diesen Vergrößerungen dann immer schlechter wird. Die Geräte sind und bleiben Ferngläser und sind keine astronomischen Geräte, mit denen Vergrößerungen weit jenseits von 150-fach möglich sind (bei immer noch sehr gutem Bild und ebensolcher Bildästhetik)."
Diese Aussage spiegelt 1:1 meine Erfahrung wieder. Meine höchste Vergrößerung ist mit den Delos 6 bei ca. 110x, da merkt man dass das Limit erreicht ist, Probleme mit Doppelbildern habe ich bei 110x keine.

Mein APM 120 SD kann übrigens auch farbrein sein, wenn ich es stark abblende, nämlich auf 60mm, F11 - das ergibt bei niedrigen Vergrößerungen ein sehr schönes Bild. Wie auch immer, ich mag meinen Chinesen trotzdem.

Gruß
David
 
Hallo David,
wenn Du das so schreibst gibt es für mich keinen Grund dies anzuzweifeln. Da scheine ich echt Glück gehabt zu haben. Natürlich ist F/5.5 sehr schnell, wahrscheinlich zu schnell trotz FPL-53-Glas um farbrein zu sein. Ich habe mir die gute Farbreinheit durch die Einbindung der Prismen in das optische Konzept erklärt, aber vielleicht bin ich da relativ unempfindlich was die Wahrnehmung angeht. Die Empfehlung von Abenteuer-Sterne.de jedenfalls bezieht sich auf nicht bei Wellenform optimierten Versionen.

astro-theke schreibt dazu (Zitat):
"Die achromatischen und die ED/SD Modelle mit 70mm, 82mm, 100mm und 120mm Öffnung haben Öffnungsverhältnisse im Bereich von 5,7 bis 5,5. Das ist für einen Zweilinser sehr lichtstark! Die Beobachtung damit übertrifft jedoch in der Regel die Erwartung an die Farbkorrektur. Als Grund kann die Nutzung des Glaswegs im Design des Fernglas angesehen werden, welcher die Brennpunkte der Farben „blau bis rot“ näher zusammenführt, sowie die Verwendung spezieller Glassorten. Die Korrektur ist als Einheit zu sehen und nicht das Objektiv einzeln zu bewerten, wie es bei Teleskopen der Fall ist."

weiter unten dann:
"Wer nach optischer Perfektion sucht, kann mit einem apochromatischen Doppelrefraktor und Matsumoto EMS Systemen die „Qualitätsleiter“ nochmals höher steigen."

Auch das ist völlig klar...
 
"Wir nutzen dieses 120mm-Bino/Großfernglas vorwiegend im Vergrößerungsbereich von etwa 30 bis 80-fach und empfehlen es auch für diesen Bereich. Um die 100 bis 120-fach lohnt natürlich insbesondere auch mal beim Mond und den Planeten (sofern die Atmosphäre ruhig genug ist). Doch muss einem dann klar sein, dass der Beobachtungs-Komfort bei diesen Vergrößerungen dann immer schlechter wird. Die Geräte sind und bleiben Ferngläser und sind keine astronomischen Geräte, mit denen Vergrößerungen weit jenseits von 150-fach möglich sind (bei immer noch sehr gutem Bild und ebensolcher Bildästhetik)."
Die sollten doch mal durch ein
Warum schaust Du nicht mal durch ein gutes APM SD Fernglas?
schauen ... .:love:
 
"Wer nach optischer Perfektion sucht, kann mit einem apochromatischen Doppelrefraktor und Matsumoto EMS Systemen die „Qualitätsleiter“ nochmals höher steigen."
Das sieht der Jochen aber ganz anders ... .
Ja, ich habe schon durch einige high end Apos geschaut und an deren Qualität ändert sich auch nichts, wenn man sie paarweise einsetzt und entweder 3 Zenitspiegel (Binoptik) oder EMS (Matsumoto) dahinter packt.
 
Umso mehr überascht mich Jochen, der sagt dass sein 150 SD Farbrein ist. Und für mich hat Jochens Aussage schon Gewicht, da er sicher schon durch 10x mehr Optiken geschaut hat, als ich. Anscheinend ist 120 SD nicht gleich 150 SD, ich kann das nicht beurteilen, da ich noch nie durch das 150 SD APM Fernglas geschaut habe (würde ich gerne Mal).
Ja, der Jochen kennt doch die 120er und sein 150er. Dazu kann er doch sicher etwas sagen.
 
Nabend, ich denke, so langsam geht das vom sachlichen Inhalt in die richtige Richtung und Gerät Interessierte können aus der Diskussion einen Mehrwert für sich mitnehmen.
Ich denke auch, dass der Glasweg, insbesondere der, der 90Grad Version einen hohen Anteil an der Farbkorrektur haben wird. Und es sind mit Sicherheit tolle Geräte, es ist aber eben auch nicht korrekt, diese auf eine Stufe mit sehr hoch korrigierten APO Objektiven auf eine … mehr oder weniger.. gleichen Stufe zu stellen.
Für mich ist damit jedenfalls die Frage beantwortet, die ich beim Blick durch das 120iger hatte.
Grüße
 
Ich habe das 120er SD von einem Sternfreund erlebt und war ehrlich gesagt mega enttäuscht von dessen Leistung eben jenseits von 100fach.
Nach meinen Erfahrungen mit dem Miyauchi 100 mm Fluorit und dem Vixen 125 (ein wahrer Farbeimer ...) betrachte ich die APM als ein Geschenk. Mit einem Großfernglas, das bei um die 100fach gewinnbringend vergrößert (wer will auch mehr ...) hat man doch fast schon eine Alternative zu einem Teleskop oder wie Jochen es ausdrückt "die eierlegende Wollmilchsau". Deshalb war ich nie enttäuscht von dem 120er. Der Mond um die 100fach ist eine wahre Freude und durch das mehr an Licht schöner als in meinem 125er ED-Refraktor mit Binoansatz.
 
Nach meinen Erfahrungen mit dem Miyauchi 100 mm Fluorit und dem Vixen 125 (ein wahrer Farbeimer ...) betrachte ich die APM als ein Geschenk. Mit einem Großfernglas, das bei um die 100fach gewinnbringend vergrößert (wer will auch mehr ...) hat man doch fast schon eine Alternative zu einem Teleskop oder wie Jochen es ausdrückt "die eierlegende Wollmilchsau". Deshalb war ich nie enttäuscht von dem 120er. Der Mond um die 100fach ist eine wahre Freude und durch das mehr an Licht schöner als in meinem 125er ED-Refraktor mit Binoansatz.
Hallo Rolf, alles fein. Ich denke, dass ich einfach mit einer völlig falschen und sicherlich auch zu hohen Erwartung durch dieses 120ED geguckt habe. Mit dem nun hier geteilten Wissen und Eindrücken, würde ich das nun anders einordnen.
Ich sehe es aber nach all diesen Informationen sehr kritisch, dass diese FG für eine stolze Summe zu Wellenform gehen sollten… bei korrekter Auslieferung macht das doch gar keinen Sinn. Das Geschäftsmodell APM/Wellenform betrachte ich aus diesem Grund sehr kritisch. Auch wenn es darum geht Protokolle zu erstellen… wer bezahlt, bekommt was er bestellt… ist ja kein unabhängiges Test Institut… ;-)
 
Dazu sei auch noch gesagt, das Jochen von der 90° Variante schreibt und ich eben von der 45° Variante - andere Prismen, andere Glaswegkorrektur?

von der "High Power Kollimation" halte ich aus mehreren Gründen wenig:
- es wird außer Acht gelassen, das wenn man Zwecks Kollimation die versiegelten Exzenterringe aufmacht, die Stickstofffüllung langsam dahin ist
- ein Gerät auf 180x justiert, dessen Optischer Konstruktion aber schon bei 100x, 120x die Luft ausgeht
- dass Doppelbilder nicht immer von der Optik kommen müssen, manche Menschen schielen leicht und merken es im Alltag nicht, bei 100x aber dann eben schon
- 600,- was ist da denn der Stundensatz bei Wellenform?

Gruß
David
 
David, Du hast doch Abenteuer-Sterne.de zitiert. Dann hast du dort bestimmt auch diesen Satz gelesen:
"Mehr Leistung ist ggf. durch eine aufpreispflichtige Justage-Optimierung möglich" und genau das ist der Sinn und Zweck der Optimierung und hat sich in meinem Fall erfüllt. Es gibt übrigens mehr Leute die mit dem 120er 90° höher vergrößern können und berichtet haben, z.b. Alnitak (Christian) in diesem Forum oder astrofan55 (Michael) und astrometer (Jörg) aus dem blauen Forum.
Ich habe etwa 300.- bezahlt für die Optimierung. Das Optimieren von 4 Linsen und den jeweiligen Prismen wird schon ein paar Stunden dauern oder was meinst du ?
 
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