Bezüglich Okularen am Bino oder Doppelteleskop hilft meist nur ausprobieren. Mit den Ethos kann ich nach oben und unten das Gesichtsfeld ausnutzen. Seitlich geht dann nur noch mit drehen des Kopfes, so dass ich nur noch monokular sehen kann. Mit den Docter UWA und Nagler T5 und T6 geht seitlich auch fast das gesamte Blickfeld. Beim Nagler muss man aber seinen "sweet-sport" bzgl. Augenposition finden. Das scheint aber auch von Person zu Person unterschiedlich zu sein. Die Panoptic sind vom Einblickverhalten sehr angenehm. Die passen wie der perfekte Schuh. Nicht umsonst gibt es das Design seit über 30 Jahren (!). Ähnlich ist das mit den Takahashi LE die dazu auch noch weniger Verzeichnung als die Panoptic aber auch weniger Gesichtsfeld haben. Schade, dass Takahashi die LE aus dem Programm genommen hat.
Die Delite und Delos würde ich, wenn dann, nur monokular verwenden. Ich schaffe es monokular, wegen der Blende am Auge, nur mit heruntergeklappter Gummiaugenmuschel das gesamte Blickfeld zu überblicken. Dazu muss ich den Kopf schon seitlich verdrehen. Daher kann ich mir die binokular nicht wirklich als tauglich vorstellen, jedenfalls für mich. Manche entfernen dort die äußere Hülse, was dann aber bzgl. Streulicht und Augenpositionierung wiederum schwierig ist.
Daher meine persönliche Schlussfolgerung:
Ethos: monokular ohne Brille das Nonplusultra
Nagler: monokular im Reisegepäck oder günstige Alternative zu den Ethos, für manche auch am Bino geeignet (ausprobieren)
Delos: bester Kontrast mit Brille und etwas geringerem Gesichtsfeld
Delite: wie Delos, aber deutlich kleiner, leichter aber noch geringeres Gesichtsfels
Panoptic: der Bino-Standard für (fast) alle.