ASI 533 MC Pro Austausch Thread

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Tom

Nein, meine Montierung ist in Wartung und mindestens die nächste klare Nacht wird dafür drauf gehen, das Teil auf meiner Säule wieder 100% genau einzunorden.

Irgendwann werde ich es aber mal mit Livestacks in Sharpcap ausprobieren.

CS Joachim
 
Ein Bild mit Gain 360/Offset 70 habe ich oben eingestellt. Problem bei Luky imaging ist das Stacken, da ist mir mit 1s bei 90mm/f4 am Orion noch nicht gelungen, da von keinem Programm genügend Sterne erkannt wurden. Da braucht man mehr Öffnung, zumindest mit ÇLS - Filter. 10s, die nach theoretischen Arbeiten zum Li maximal möglich sind, gehen aber. Ich plane weitere Serien mit 4-9 s.


Gruss

Andreas
 
schaut mal
hier
sie hat 15sec mit einem C14
Eskimo Nebel wäre auch eines meiner nächsten Projekte. LI wollte ich immer schon versuchen.
Auf AstroBin gibt es einige Aufnahmen - dezitiert - Eskimo Nebel mit LI.

LG Franz
 
Zum Thema Lucky Imaging bin ich auf eine sehr interessante Seite gestoßen. Da sieht man mal was so geht :)
Lucky Imaging
Der arbeitet mit einer EMCCD Kamera. Aber die sind wahrscheinlich [zensiert] teuer.
Unsere 533 hat immerhin auch schon ein extrem niedriges Ausleserauschen, aber immer noch um den Faktor 10 höher als eine EMCCD.

LG und CS
Tom
 
Hallo,

"Lucky Imaging", um das Seeing zu schlagen und einzufrieren wie bei Planeten, wird auch damit bei Deep-Sky-Objekten schwierig und erst recht mit Standard-CMOS-Kameras. Ich glaube Seeing fluktuiert mit einer Periode so um die 10ms. Man kann das Seeing also nicht effektiv mit Belichtungszeiten darüber "einfrieren".
Was aber geht mit Kurzzeitbelichtungen und entsprechender Filterung ist Montierungsfehler ausgleichen, externe Einflüße (z.B. Windstösse, Zirren) aussortieren, Bilder während kurzen Perioden schlechten Seeings raussortieren (das meint man hier wahrscheinlich mit "Lucky Imaging") o.ä.
Man kann dann tausende Bilder während eine Nacht machen und wirklich nur die besten Handverlesenen zum Stacken nehmen, wo das Seeing mal kurz "stand". Dann hat man am Ende nur ein paar Minuten Belichtungszeit im Stack. Das ist extrem aufwendig und braucht relativ helle Objekte.
Aber das ist doch immerhin auch was.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Tom,

die Seite kenne ich. Ich glaube ich hab mal was von 50k gelesen als Preis. Mit 0,1e- Ausleserauschen ist das natürlich ein Wort. Die Pixel sind da wohl auch relativ groß, sodass das perfekt zu großen Blenden und Brennweiten passt. Mit sowas bist du schon nach ein paar Sekunden hintergrundlimitiert. Damit ist natürlich leicht Kirschen essen.

Eine für viele schon nicht bezahlbare ASI533 hat mehr als 10x höheres Ausleserauschen und gilt da schon als sehr gut. Mit den kleinen Pixeln muss man allerdings mit der Blende runter. Blende 6 rum würde ich für ideal halten, bei sehr gutem Seeing vielleicht bis Blende 7 oder sogar 8. Wenn man mit der Blende noch weiter runter geht, verliert man Auflösung, was ja gerade das Ziel beim Lucky Imaging ist.

Das Problem ist, dass man bei so hohen Blenden nur relativ helle Objekte abgelichtet bekommt, da schwächere Strukturen sonst im Regenrauschen untergehen. Die ASI533 erzeugt nach meinem Empfinden sehr viel Regenrauschen. Woran das liegt, habe ich aber noch nicht verstanden.

Ich habe vor einiger Zeit mal ein wenig experimentiert. Es ist generell so, dass der FWHM Werte der Sterne leicht mit der Belichtungszeit abnehmen. Das sind aber keine Quantensprünge. Der Unterschied zwischen 2 min und 10sek sind vielleicht 10%. Da beim Addieren der Bilder die normalen Deepsky Stacker keine Deformationen berücksichtigen gehen dieser 10% Vorteil beim Stacken wieder verloren. Man muss also definitiv aussieben beim Stacken. Aber auch wenn man nur die besten Frames stackt und dann nur die hellen Bereiche damit überlagert, weil für den Rest Signal fehlt, ist der Effekt nicht so mega extrem, wie man vielleicht erwartet. Es ist aber definitiv da. Er ist aber auch mit geguideten Aufnahmen da.

Unter der Annahme, dass es sich bei allen Effekten um näherungsweise statistische Effekte handelt, kann man die erreichebare Auflösung für eine Aufnahme berechnen, in dem man alle Effekte quadratisch addiert:

Auflösung = Wurzel(Teleskopauflösung^2+Seeing^2+(2xGuiding RMS)^2)

  • Die Teleskopauflösung spielt bei uns eigentlich kaum noch eine Rolle, wenn die Auflösung etwas unter 1" geht. Ab 10" dürfte man meiner Meinung keinen Unterschied mehr sehen.
  • Das Guiding kann man komplett eleminieren, wenn man so kurz belichtet, dass man keinerlei Verlust mehr hat. Bei mir sind das etwa 10s bei 1m Brennweite. Ab da spielt der Schneckenfehler keine Rolle mehr.
  • Das größte Problem ist das Seeing wie oben beschrieben. Hier war es so, dass man diese Effekte erst eleminieren kann, wenn man unter 1s Belichtungszeit geht. Bei meinem Versuch war aber ca. 1/3-1/5s ein Stern phasenweise als punkt und nicht als verschwommener Fleck zu sehen. Ich hätte vom Bauchgefühl gesagt, dass so aber 1/8-1/10s so viele dieser Bilder dabei sind, dass es einen Sinn macht. Das ist allerdings außer Reichweite.

Bei Gain 360 kann ich vielleicht 5s belichten, bevor ich die selbe Sättigung erhalte wie bei 2min und Gain 100. Drüber kann ich nicht mehr gehen. Drunter aber auch nicht, da mir sonst die schwachen Bereiche im Ausleserauschen versacken. Was bleibt sind helle Planetarische Nebel wie das Beispiel, das Franz oben verlinkt hat. Der Kern des Katzenaugennebels wäre ein anderes Beispiel.

Wo ich gerade beim Katzenaugennebel bin...den habe ich letztes Jahr mit 3 verschiedenen Methoden aufgenommen. Geguidete Duoband-Aufnahmen mit normalen Belichtungszeiten bei Gain 100, Geguidete Aufnahmen mit 120s mit L Filter und dasselbe nochmal mit 45s nachdem ich gemerkt habe, das bei 120s der Kern schon in der Sätttigung ist, dann noch ungeguidete Aufnahmen bei Gain 340, Belichtungszeit weiß ich nicht mehr, aber auf jeden Fall <10s.

Lustigerweise waren die kurz belichteten Bilder am schlechtesten. Am besten waren die 45s Bilder, aber weniger wegen der Auflösung und mehr wegen weil der Kern optimal belichtet war. In den Außenbereichen waren die Duoband-Bilder genauso gut. Es hängt als mehr von den Gegebenheiten ab als von der Belichtungszeit. Was bei Lucky Imaging raus kommt, hängt extrem vom Seeing ab. Selbst bei mittelmäßigem Seeing würde ich immer guiden. Natürlich sollte man sein Guiding so Griff haben, dass der RMS irgendwo <=1" ist. Bei gutem Seeting hatte ich gerne mal <0,5" RMS. Damit spielt das Guiding in der Gleichung oben bei meinem Instrument keine Rolle mehr. D.h. aber auch dass ich dann mit Lucky Imaging selbst bei bestem Seeing nur noch dann einen Vorteil habe, wenn ich massiv aussiebe.

CS Joachim

PS: ich vergaß noch zu erwähnen. Wenn man z.B. AS3 überzeugen könnte, Deepsky-Bilder zu stacken, dann würde man Deformationen im Bild durch das Seeing herausgerechnet bekommen. Mir ist es noch nicht gelungen. Allerdings hat Peter Bressler in seinem SuW Artikel erwähnt, dass es geht. Falls jemand einen Tipp hat...
 
Hallo Heiko,

Da hast Du nicht recht, da gibt es mehere Beiträge in St+w , die grossen Teledkope machen einen Hybrid aus Laser und Li und es gibt gute theoretische literatur zu diesem Thema u.a. von der Universität Oxford. Ich arbeite nur noch mit kurzmöglichsten Zeiten, u.a. auch wegen des Flugkreuzes über Aachen.

Gruss


Andreas
 
Vielleicht sollten wir uns nicht zu sehr am Begriff direkt aufhängen als an der Intention, die wir damit im Zusammenhang verbinden :)
Also ich meine mit Lucky Imaging für DSO möglichst kurze Zeiten bei der Aufnahme um Guidingfehler und ggf. auch Seeingfehler zu reduzieren. Aber in erster Linie geht es um die Guidingfehler. Also im Gegensatz zu Lucky Imaging bei Planeten.
 
Hallo zusammen
ich steige hier mal ein, weil ich überlege eine 533er zu kaufen. Es gibt hier ja schon ganz viele praktische Informationen. Vielen Dank!
Bisher hab ich eine DSLR (Guiding mit MGEN-II, kein Notebook im Garten!) und damit ganz passable Bilder gemacht. Die Bearbeitung mache ich komplett in PI.
Jetzt überlege ich aber auf eine gekühlte OSC umzusteigen. Ich habe einen 200/400 Newton mit Extender auf 1120mm Brennweite und möchte damit Galaxien aufnehmen. Oder größere Felder mit einem 90/400 Apo.
Jetzt hat die 533 ungefähr gleich große Pixel wie meine 760Da. Ich bekomme also keine bessere Auflösung. Lohnt da der Umstieg?
Welche Software nehme ich am besten zur Steuerung der Kamera?
Die Omegon veTEC533 kostet über 250,-€ weniger hat aber den gleichen Chip. Warum die ZWO kaufen?
Von der ganzen Software zur Aufnahme und den Kameraeinstellungen habe ich noch gar keine Ahnung.
Danke für eure Tipps
Gruß
Ulli
 
hi Ulli
Der Umstieg lohnt insofern, da du ein gekühlte CAM dann hast.
Natürlich der Bildausschnitt ist schon erheblich kleiner, da der Sensor der ASI533 wesentlich kleiner ist.
Omegon vs ASI gibt es einige Erfahrungen pro und kontra hier.

Ich überlege auch aktuell eine APSC CMOS anzuschaffen und mein Favorit ist im Moment die DSPro 2600.
Da ist aber auch der Support vom Händler hervorragend.
Schau dir mal den Vergleich der ASI 2600 mit der Lacerta (tuopTec) an, den Tommy Navratil da anstellt.

Touptec Lacerta DeepSky Pro 2600c color Kamera​


Software gibt es APT und NINA. Beide kostenlos und sehr gut.
DSLR und CMOS ist meiner Meinung nach schon ein riesen Unterschied.
Aber es gibt ja das Forum hier.
Ich habe es auch gerafft bekommen. ;)

LG Franz
 
Hallo ASI533 Freunde

Mal eine Frage: Habt ihr bei Deeps Sky Aufnahmen auch mal probiert, mit einem IR-Pass Filter zu arbeiten, um zusätzlich Luminanz in diesem Bereich zu sammeln? Durch die geringeren atmosphärischen Einflüsse könnten hier zusätzliche Strukturinformationen in Deep Sky Objekten gewonnen werden. Analog zu Planeten.

Die 533 ist ja recht empfindlich im IR Bereich.
Oder habe ich einen Denkfehler?

VG und CS Tom
 
Jein.

Das funktioniert schon. Allerdings wird die Bayer Folie ab so 850nm gleich durchlässig für alle Farben. D.h. du hättest ein Schwarzweiß-Bild im Infraroten. Damit dir das nicht den Farbkontrast ruiniert, müsstest du mindestens 2 Aufnahmen machen. Eine RGB Aufnahme mit UV/IR Sperrfilter und eine weitere für die Luminanz mit nur mit einem UV Sperrfilter.

Ausprobiert habe ich das aber nicht. Bei meinem ED Apo würde das nicht funktionieren. Dazu ist der Farbfehler gegen rot viel zu groß. Das geht nur mit Spiegeln. Selbst mit einem Triplett Apo wäre ich skeptisch.

Die 533 ist auch nicht übermäßig empfindlich im Nah-IR. Die neue 462 ist da deutlich überlegen.

CS Joachim
 
Jo ich dachte da schon an eine Kombination RGB und IR Bild.
Muss ich mal testen ob das einen Vorteil bringt und wie man das dann kombinieren muss damit einem der Rot-Anteil nicht zu viel wird.
Wenn man es beim Kombinieren als Luminanz einfügt könnte das vielleicht funktionieren.

Hab ja ein SC da ist das mit IR weniger kritisch.

Da ich die Filter alle habe kann ich mal experimentieren. Werde mal IR Bilder hier posten damit man einen Eindruck von der 533 in diesem Bereich bekommt.
 
Hallo
mal ein Bild mit der ASI 533 und dem C11 + Reducer auf 1960mm und F7 + L-Pro Filter von Optolong

NGC 4725 in Berenike gestern 14.02.21

Lights 81x240s gesamt 5,4 std
Mit 100 Darks, 50 Flats und 59 FlatDarks Bias habe ich diesmal weggelassen.

NGC_4725_final jpg.jpg
Gingen noch 2 Stunden, doch der Meridian-Flip um 03-00 war mir doch zu mühsam.
ENDLICH MAL NACH 6 WOCHEN WIEDER KLAREN HIMMEL

Schönen Gruß Franz
 
Franz du Glücklicher. Bei mir war es wieder bewölkt. Aber schaut doch Klasse aus :)
Der Meridian Flip ... ja besonders beim SCT ein spezielles Thema. Deshalb überlege ich, mir eine Avalon M-Uno zuzulegen. Da entfällt das Thema dann komplett.
 
Hallo zusammen,

hier ein Bild von M42 mit der ASI533 als HaOIIIRGB. Da ich von einer ASI1600 Mono umgestiegen bin, habe ich noch keinen Dual-Schmalbandfilter und habe die
Schmalband-Kanäle Ha/OIII separat aufgenommen. Die einzelen Pixel habe ich dann mit CFA-Split in PixInsight separiert und separat gestackt.

Die Nachbearbeitung ist im Vergleich zur ASI1600 viel einfacher und ich bin echt überrascht wie empflindlich die Kamera im Ha-Bereich im Vergleich zur Mono ist.

Belichtungzeiten waren:
Ha: 12x300s @Gain 360 (nur R-Pixel)
OIII: 30x300s @Gain 360 (2x G-Pixel)
RGB: 135x20s @Unity Gain
RGB: 18x90s @Unity Gain

Optik:
SCT 5" f/6.3

CS
Sven

M42_C5_HaOIIIRGB_HDR_3.png
 
liebe kollegen,
ich kämpfe noch mit dem umstieg von DSLR auf die ASI533 und hoffe, hier ein paar antworten zu erhalten.

vorgeschichte: bin nun endlich von DSLR und sehr portablem setup auf die ASI533 inkl. steuerung durch APT umgestiegen. zum guiden nehm ich den MGEN 2, welcher per usb auf dem ASI-hub hängt und auch von APT gesteuert wird. anfangsprobleme mit dem polarallign der AZ-EQ6 sind mittels sharpcap pro geschichte. die ASI wurde sofort erkannt, der MGEN ebenso.

mein first light zeige ich euch hier und bitte um gnadenlose, konstruktive kritik. das sind 19x120s bei gain 100 und offset 6. 19 flats dazu und keine darks. die kamera war auf -15 gekühlt, umgebung etwa war 7 grad. ja, es sind viel zuwenig lights und auch nicht tief genug je frame, ist klar. da hangel ich mich erst hin.
gestackt und bearbeitet sehr grob in pixinsight. geht nur um die anschauung.
das teleskop ist ein lacerta newton ohne namen 800 mit f/4 und dem GPU corrector am Octo60-Auszug. eigentlich ein traumhaftes setup und bisher mit der DSLR sehr zuverlässig. knackpunkt aktuell ist das schärfen. ich warte noch auf den motorfokus. damit dürfte es einfacher werden. nun also bahtinov und in APT die bahnitiv aid. pingelige sache auch bei f/4. kommt man einmal am auszug an, ändert sich der wert grob.

ich hab zudem einen zusätzlichen horizontalen spike im bild und kann mir den nicht erklären. ja, es ist ein IR cut direkt vor der ASI in der 11mm hülse eingesetzt: es ist jener hier: AsIRUV | UV/IR-Block CCD L2 Filter 1,25"
kommt der spike davon? wenn nein, was könnte die ursache sein?

liebe grüße!
andreas

ps: beim hochladen merke ich, wie schlimm das bild wirklich aussieht... wird aber noch.

Image-1.jpg
 
Hallo Kollegen
von heute Nacht
ASI533 129 x 120s Gain 0 Offset 4 bei -10° C
Darks, Flats, Flatdarks je 60
Takahashi FS60CB mit Reducer auf 255mm Brennweite
EQ6R
MGen2 auf Sucher 9x50 180mm Brennweite

@ andreas
Darks wären schon wichtig. Auch FlatDarks (oder Darkflats). Bias schenk ich mir.
Bei der Bhatinov - AID bei APT solltest du aufpassen und nochmal ohne der AID kontrollieren. Der Tommy hat mich schon gewarnt, dass die BAT-AID gerne
mal Unsinn zeigt. Gestern hatte ich das Vergnügen - war weit weg vom Fokus.
Motorfokus überlege ich auch schon länger - aber bei 2 Säulen und 4 Teleskopen...............
final2  LAB jpg.jpg


Lieben Gruß Franz
 
Nachtrag habe ich vergessen:
UV/IR Cut Astronomic
Stack mit APP bearbeitet in PS
Einzelbelichtungen waren zu lang - daher sind die hellen Sterne ausgebrannt.

LG Franz
 
Darks wären schon wichtig. Auch FlatDarks (oder Darkflats). Bias schenk ich mir.
Bei der Bhatinov - AID bei APT solltest du aufpassen und nochmal ohne der AID kontrollieren. Der Tommy hat mich schon gewarnt, dass die BAT-AID gerne
mal Unsinn zeigt. Gestern hatte ich das Vergnügen - war weit weg vom Fokus.
Motorfokus überlege ich auch schon länger - aber bei 2 Säulen und 4 Teleskopen...............
danke für das feedback, franz.
natürlich mach ich normalerweise auch darks. und auch bias kommen dann hinzu. wie gesagt, war das die erste aufnahme mit der ASI, die erste session mit laptop und APT etc. ein für mich großer umstieg.
vielen dank für den tipp mit der bat-aid, so etwas ähnliches habe ich mir dann auch schon gedacht. im livebild sah das ganz gut aus, die aid lotste mich dann davon wieder weg. erfahrungswerte...
wäre es ein gangbarer weg, mit der focus-aid zu arbeiten? stichwort FWHM wert? oder doch eher visuell und dann kontrolle an einer testaufnahme, so machte ich es bisher mit aufgesetzter bahtinov.
bei dir waren die einzelbelichtungen zu lange? 2 minuten mit gain 0? kann ich mir ja fast nicht vorstellen. die asi sollte doch auch gerade hier ein potential bieten.
grüße,
andreas
 
wäre es ein gangbarer weg, mit der focus-aid zu arbeiten? stichwort FWHM wert? oder doch eher visuell und dann kontrolle an einer testaufnahme, so machte ich es bisher mit aufgesetzter bahtinov.
Hallo Andreas
Die Focus Aid hatte ich schon versucht. Mit dem FWHM Wert komm ich nicht zurecht.
Am besten gelingt es mir visuell mit der Bahtinov Maske mal grob einstellen, dann die Focus Aid und nochmal Kontrolle visuell.

einzelbelichtungen zu lange? 2 minuten mit gain 0?
Die Pixel Aid zeigt mir die ADU vom Gesamtbild, bzw. einzelnen Pixel und da bin ich bei den hellen Sternen in der Sättigung über 65000 ADU
natürlich mach ich normalerweise auch darks. und auch bias kommen dann hinzu.
Nach mehreren Infos hier im Forum, sollte man die Bias bei den neuen CMOS weglassen.
Ich habe auch gemerkt, dass es besser ist ohne BIAS.
DARKS mache ich meistens so 60 stk - nicht weniger

LG Franz
 
Die Pixel Aid zeigt mir die ADU vom Gesamtbild, bzw. einzelnen Pixel und da bin ich bei den hellen Sternen in der Sättigung über 65000 ADU

Servus!
etliche sterne gehen immer in die sättigung, ist klar. nur als beispiel: wenn nun zB vega mit im bild ist, macht es da sinn, die belichtung auf wenige sekunden runterzufahren, um vega nicht in die sättigung zu schicken? dann sind wir ja nicht mehr weit von lucky imaging weg. dann braucht man das guiding eigentlich ja auch nicht mehr. ich will hier nur keine diskussion in die reichtung lostreten, wird in anderen threads ja bereits ausführlich behandelt.
und gain 0 ist ok?
ok, ich probier es ohne bias und les mich da auch ein. die darks mache ich zuhause, dank der kühlung sollte das ja kein problem darstellen.
vielen dank für deine hilfe!
clear skies,
andreas
 
liebe kollegen,
ich kämpfe noch mit dem umstieg von DSLR auf die ASI533 und hoffe, hier ein paar antworten zu erhalten.

vorgeschichte: bin nun endlich von DSLR und sehr portablem setup auf die ASI533 inkl. steuerung durch APT umgestiegen. zum guiden nehm ich den MGEN 2, welcher per usb auf dem ASI-hub hängt und auch von APT gesteuert wird. anfangsprobleme mit dem polarallign der AZ-EQ6 sind mittels sharpcap pro geschichte. die ASI wurde sofort erkannt, der MGEN ebenso.

mein first light zeige ich euch hier und bitte um gnadenlose, konstruktive kritik. das sind 19x120s bei gain 100 und offset 6. 19 flats dazu und keine darks. die kamera war auf -15 gekühlt, umgebung etwa war 7 grad. ja, es sind viel zuwenig lights und auch nicht tief genug je frame, ist klar. da hangel ich mich erst hin.
gestackt und bearbeitet sehr grob in pixinsight. geht nur um die anschauung.
das teleskop ist ein lacerta newton ohne namen 800 mit f/4 und dem GPU corrector am Octo60-Auszug. eigentlich ein traumhaftes setup und bisher mit der DSLR sehr zuverlässig. knackpunkt aktuell ist das schärfen. ich warte noch auf den motorfokus. damit dürfte es einfacher werden. nun also bahtinov und in APT die bahnitiv aid. pingelige sache auch bei f/4. kommt man einmal am auszug an, ändert sich der wert grob.

ich hab zudem einen zusätzlichen horizontalen spike im bild und kann mir den nicht erklären. ja, es ist ein IR cut direkt vor der ASI in der 11mm hülse eingesetzt: es ist jener hier: AsIRUV | UV/IR-Block CCD L2 Filter 1,25"
kommt der spike davon? wenn nein, was könnte die ursache sein?

liebe grüße!
andreas

ps: beim hochladen merke ich, wie schlimm das bild wirklich aussieht... wird aber noch.
Hallo Andreas,

wenn man dithert kann man auch mit Bias statt Darks arbeiten. Das Dark der ASI533 ist komplett flach und hat keine Struktur, wenn man eine ausreichende Anzahl stackt. Es bleibt sogar flach, wenn man ohne Kühlung arbeitet, denn auch der Dunkelstrom ist völlig homogen. Eigentlich wäre die ASI533 die ideale ungekühlte Kamera. Bei 120s und -15°C ist der Dunkelstrom vernachlässigbar. D.h. das Darks sieht sowieso aus wie das Bias + Hotpixel, die man wegdithern kann.

Ich hab mit der Kamera jetzt über 100 Bilder gemacht und mit Bias oder Dark in jeder möglichen Kombination kalibriert. Das Ergebnis war, dass es keinen sichtbaren Unterschied macht, solange man dithert. Man braucht dann dafür natürlich ausreichend Frames, sonst greift der Rejection Algorithmus nicht. Wichtig ist nur, dass man auch das Flat mit zugehörigem Bias oder Darkflat kalibriert. Sonst passt das Masterflat nicht.

Bei Bias, Dark, Flat und co mache ich mittlerweile mindestens 50 Stück bei Gain 100. 50 ist so der Bereich, wo die Masterdateien strukturlos werden. Je höher das Gain, desto mehr Frames muss man machen. Man sollte kein Banding mehr sehen. Diese Strukturlosigkeit sollte man erreichen, damit man keine Artefakte und Rauschen in die Bilder rein kalibriert.

Bei deinem Bild fällt auf, dass der Hintergrund einen radialen Farbgradienten hat. Außerdem ist der Hintergrund nicht neutral und die Galaxie ist sepiafarben und hat kaum Farbkontrast. D.h. bei der Farbkalibration ist irgendwas schief gelaufen.

Ich vermute mal das ist ein 8" f/4. Da kann man auch mit 38min was anfangen. Um auf das selbe Ergebnis zu kommen muss ich ca. 1,5h belichten. Das ist nicht die Welt, aber damit kann man ein schönes Bild machen, wenn man es nicht übertreibt.

Grüße
Joachim
 
danke, joachim, für deinen input.
ich dither immer zwischen jeder aufnahme. bei diesem bild hat das flat nicht gepasst, wie gesagt, ein erster versuch. wollte irgendein ergebnis bekommen. das masterbias mache ich aus ca. 200 frames. das bild wurde in PI farbkalibiert und ja, ich vermisse auch die farben in den sternen. ich musste ordentlich sättigung hochdrehen. aber die bearbeitung war nur grob. meine letzten bilder hatten tage bearbeitung hinter sich.
wenn ich mal das setup im griff habe, gehe ich bildermäßig in die tiefe. leider ist mir bei dieser aufnahme auch noch der strom ausgegangen, daher nur so wenig lights.
ja, das ist ein f/4 mit 8". meine bilder haben eigentlich immer um die 4-8 stunden mindestens roh.
bez. der darkflats muss ich mich also schlau machen. danke!
wieder ein stein mehr im mosaik. großartige community hier!

grüße,
andreas
 
sieht grandios aus!
 
Noch eine Frage, ev. schnell geklärt:
Wieviel ADU soll/darf ich bei APT im CCD Flats Aid eingeben?
Ich habe schon im Netz gesucht und einen ADU von 32000 gefunden. Bei 64000 ADU für das 16bit im fits-raw wäre das korrekt?
Ein Anhaltspunkt, von welchem Wert ich wegstarten soll, wäre schon hilfreich.

LG
Andreas
 
Sorry Andreas - ging nicht früher

32000 ADU sind gut.
Die Hälfte ca von den 65000.
Aktuell mach ich Test mit 20000 ADU. Geht auch
Du musst nur aufpassen, dass die Flat Box nicht flimmert, dann hast du dunkle und helle Flats - unbrauchbar
Ich hab die Lacerta da flimmert nix. Meine Belichtungszeit da ist so um die 0,3 sec.

LG Franz
 
die lacerta box und den dimmer von lajos habe ich auch. selbst in der kleinsten stufe komme ich auch auf max. 0,3 ca.
ich probier mal eine serie von 25000/27000/29000 und 32000 aus. geht ja schnell.
vielen dank, franz. dann steht heute scheinbar nichts mehr einem weiteren versuch im weg.
das wetter meint es ja gut mit uns hier.
LG aus salzburg,
andreas
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben