Re: FS-Schatten am defokussierten Stern
Hallo Gerd,
Zitat von Gerd_Duering:
Das hab ich ja nun wirklich nicht bestritten das Du Dich in Deiner Wellenbetrachtung verlierst ganz im Gegenteil.
Doch, genau das hast du geschireben:
Zitat von Gerd_Duering:
Dein offensichtlich rein geometrisches Verständnis des Begriffes Schatten wonach dort völlige Finsternis zu herrschen hat und kein einziges Photon sich dorthin verirren darf solltest Du um die Wellenoptische Komponente erweitern.
Dein Anwurf ist unrichtig und daß ich darauf nicht gerade
erfreut reagiere solte dich nicht überraschen.
Du erwähnst weiter oben richtig daß der Hauptspiegel des Newton
das einzige bildgebende Element dieses Teleskopes ist.
Ebenso das Huygens-Prinzip.
Von jedem Punkt des Hauptspiegels, außer dem Bereich der durch
den Fangspiegel abgeschattet ist, geht eine Kugelwelle aus.
Die Interferenz aller Kugelwellen im Fokus erzeugt das Bild.
Imm Fokus sowie nahe am Fokus, dort wo der Sterntest am empfindlichsten ist,
weswegen man ihn ja gerade dort dort durchführt, gibt es nun
mal keinen "Fangspiegelschatten".
Siehe Suiter, 5. Auflage, S.188 Fig 10-14.
Oder such deine eigene Simulation.
Das was es dort im Falle einer obstruierten Optik gibt ist
die Modifikation des Interfernzmusters Aufgrund der modofizierten Eintrittspupille.
Keinen "Schatten".
Ein Längsschnitt durch das fokusnahe Strahlenbündel im Suiter
(5. Auflage S.188, Fig 10-14) von -8 Wellenlängen bis +8 Wellenlängen
zeigt an keiner Stelle einen "Schatten". In Abständen von
genau 1 Wellenlänge findest du jeweils zentral ein Maximum,
genau dazwischen ein Minimum, in allen Fällen ein Muster
konzentrischer Ringe.
Das einzige was der Sternfreund in der Praxis beim fokusnahen Sterntest
vom Offset seines Fangspiegels finden wird ist eine leichte
Modifikation der Energisverteilung. Nichts weiter.
Es braucht schon extreme Öffnungsverhältnisse und entsprechend
einen extrem großen Offset damit sich dies im fokusnahen Sterntest zeigt.
Deine Ausführungen fördern ein falsches Verständnis vom Sterntest.
Wenn jemand meint er könne sein Teleskop weit weg vom Fokus
anhand der dort sichtbaren Beugungserscheinungen richtig kollimieren
soll er das tun, aber sich nicht beschweren wenn das nicht klappt.
Ich justiere mein Teleskop und die Teleskope anderer Sternfreunde
wenn sie es wünschen am Stern immer im
im Fokus.
Dmit befinde ich mich in guter Gesellschaft, denn auch Sternfreund Kurt
macht das so und bislang gab es niemanden der an der Kollimation
unserer Teleskope irgendetwas auszusetzen gehabt hatte.
Die von Dir als unbrauchbar hingestellte Strahlendurchstoßrechnung ist die Grundlage jeder Optischen Rechnung.
Ja, Grundlage.
Nur hält sich heutzutage bei komplizierten Teleskoptypen
keiner mehr mit reiner Durchstoßrechnung auf. Schon deine
eigenen Spotdiagramme zeigen die Größe des Beugungsscheibchens
als Bezugsgröße. Wenn man deine Strahlendurchstoßrechnung
auf den fokusnahen Bereich anwenden würde kommt folgendes
dabei heraus:
Im Fokus bündelt ein perfekter perfekt kollimierter Newton
alles Licht auf einen dimensionslosen Punkt.
Jeweils vor und hinter dem Fokus findet sich beim Querschnitt
durch das Strahlenbündel innen ein bereich ohne irgendwelches Licht,
der berühmte "Fangspiegelschatten". Je weiter weg vom Fokus umso größer wird dieser Lichtlose Breich, bis er
direkt am Hauptspiegel dann die Größe des Fangspiegels erreicht.
Doch wie jeder selbst nachprüfen kann ist dies nicht der Fall.
Insbesondere die Tatsache daß man beidseits des Fokus in Abstanden
von 1 Wellenlänge jeweils ein Maximum findet ist ein deutliches Zeichen dafür,
daß man sich in Fokusnähe von geometrischer Betrachtung verabschieden
und sich rein auf Wellenoptik verlassen sollte.
CS,Karsten