Astro DSLR Peltier mod V2 - Planungsphase | Seite 13 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Astro DSLR Peltier mod V2 - Planungsphase

conehead

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Hi,

ich habe mir das mal etwas angeschaut, aber wissenschaftlich ist das nicht was der Gary da macht (aus meiner Sicht). Er mist die Std dev für die Lumi. Aus meiner Sicht haben da Hotpixel einen sehr großen Einfluss darauf, aber genau die sollte man eigentlich bei der Berechnung weg lassen da die eh keine Rolle spielen. Ich meine aber Pix macht das ähnlich.

Gruß Markus
 

conehead

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Hi,

sehr ruhig geworden hier. Alle wohl auf ASI und Notebook umgestiegen....


Ich hatte die Tage mal wieder etwas Zeit um für mich etwas zu bauen. Aktuell habe ich nur noch eine gekühlte 6Da am start. Aber bei kurzen Brennweiten wären kleinere Pixel nicht schlecht da ich mit der 6er im Undersampling bin.
Vor kurzem lief mir dann eine defekte 200D über den Weg. Diese hatte einen Salzwasserschaden. Da war nichts mehr zu retten. Das Mainboard ist komplett korrodiert. Aber zum inspizieren war diese gut genug. Dazu habe ich mir dann eine günstige funktionierende 200D gekauft.
Canon hat seit der 600D einiges optimiert. So auch den Sensor, dieser hat nun keinen externen A/D Wandler mehr. Alles ist im Sensor integriert. Das nennt sich dann ISO-invarianter Sensor. Es gibt auch keine Anschlußpins mehr wie bei den alten Sensoren, der Sensor hat so eine Art BGA (Ball Grid Array). Zu sehen im ersten Bild. Dadurch ist es nicht mehr möglich einen Kupferfinger direkt hinter den Sensor zu bringen. Es wurde ja auf den Seiten vorher schon gezeigt das kein Platz mehr dazwischen ist.
Ich habe mir dann ein 2mm Kupferbelch zugeschnitten welches direkt auf die Platine auf der Rückseite des Sensors passt. Das Kupfer habe ich direkt mit einer Mischung aus Kupferpuder und 2 Komponentenharz auf die Platine geklebt. So ist ein guter Wärme bzw. Kälteübergang möglich. Auf diesem Kupfer sitzen dann zwei Quickcool Peltierelemente als Stack. Darauf dann wieder der sichtbare Kühlkörper aus Kupfer/Alu und der Lüfter
Um Tau vorzubeugen wird der Staubrüttler beheizt. Die Leistung dafür ist mit 0.8 Watt sehr gering. Angefangen habe ich mit 0.5 Watt, aber dann gab es Tau da die Kühlung deutlich besser arbeitet als erwartet. Die Platinen habe ich mit Lack beschichtet so das auch hier der Tau keinen Schaden anrichten kann.
Den Blitz habe ich, wie üblich, komplett geräumt und ein kleines Oled eingebaut. Stromzufuhr für die Kühlung ist über 3.5mm Klinke an der Mikrofonbuchse. Diese habe ich natürlich still gelegt.

Herausgekommen ist die kleinste gekühlte DSLR der Welt mit einem Klappdisplay. Die Kamera kühlt gute 30° unter die Umgebungstemperatur bei nur 17 Watt Leistungsaufnahme.

Gruß Markus
 

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Schlimperdibix

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Hi,

die Stille (meiner Seits) liegt daran, dass ich zwar immer alles Plane und Teile besorge, aber dann es nie umsetzte _affeaugen:

Hammer Teil hast da wieder gebaut. Du solltest echt anfangen die Teile zu verkaufen :ROFLMAO: *scherz*
Konntest du schon testen ob der ISO-invarianter Sensor Vorteile bringt?
Der einzige Nachteil den ich sehe ist, dass Magic Latern (noch) nicht drauf läuft, sonst würde ich dich sofort fragen, wast du für so eine haben willst :D
Haben deine Kameras eigentlich temp. Regelung oder laufen die immer mit Vollgas? (Wegen "Darks mach ich ein anderes mal")

Macht es einen großen Unterschied ob der Kühlfinger direkt hintern Sensor sitzt?

Gruß Martin
 
Zuletzt bearbeitet:

conehead

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Hi Martin,

ja das mit Magic Lantern ist schade, ich rechne da vorerst auch nicht damit. Aber es scheinen wohl noch welche aktiv daran zu arbeiten.

Der Kupferfinger sitzt direkt auf der Platine. Klar ist die direkte Anbindung besser, aber das geht hier leider nicht mehr. Ich denke das geht auch so ganz gut. In der Platine ist ja auch einiges an Kupfer. Der Sensor ist schnell zugetaut wo die Heizung nur 0.5 Watt hatte, passt also.

Mir geht es leider oft auch so das ich etwas anfange zu planen und auch einkaufe. Dann bleibt es oft auf lange Zeit liegen. So ein Projekt ist mein Kopfhörer-Verstärker. Da baue ich jetzt schon das dritte Jahr daran. Im Moment ruht das Ganze mal wieder. Aber da ich alles selbst mache (Gehäuse aus Holz, Glas und Aluminium, den Schlatplan, das Layout, die Platine usw.) dauert das leider.

Gruß Markus
 

Schlimperdibix

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Hi Markus,

und konntest du deine neue Kreation testen? Mich würd der Iso-Invariant-Unterschied des neuen Sensors zu den alten Sensoren interessieren.

Gruß Martin
 

conehead

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Hallo Martin,

ich konnte ganze 28 Minuten testen bevor die Wolken kamen:

test_28min_1k.jpg


Canon 200dac
Ur-EQ6
150mm Hypergraph
14 x 120 Sekunden @ ISO 200

und hier die 50% Ansicht, mehr geht bei 28 Minuten nicht:
28 Minuten M42

Gruß Markus
 

Schlimperdibix

Mitglied
für 28 Minuten extrem viele Details :whistle:, liegt aber auch an f/2,8 ;)

und wie ist das SNR deiner Meinung nach?
Die 80D soll ja angeblich trotz neuen Sensor mehr Rauschen als die 600d :unsure:
Gruß Martin
 

conehead

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Hi,

f2.8 hilft definitiv. Ich würde sagen das die neuen Sensoren ein gutes Stück besser sind. Das Rauschen ist sehr homogen. Hast Du eine Idee wie wir das messen können? Kameras habe ich genügend hier...
Wo hast Du gelesen das eine 600er weniger Rauschen soll?

Gruß Markus
 

Schlimperdibix

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Geh mal hier eine Seite retour, da hab ich den Link gepostet. Du hast aber geschrieben, dass das aber nicht gerade wissenschaftlich war.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht wie man das messen kann. Ich finde immer nur die Ergebnisse. :LOL:
 

conehead

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Ich konnte gestern noch mal nachlegen. 28 Minuten sind bei meinem Standort mit der Lichtverschmutzung einfach zu wenig ;)

M42_88_120sek_iso200_1k.jpg


So kommt auch schon etwas Staub vom Hintergrund hervor. Hier sind es nun 88 x 120 Sekunden. So kann man das Bild lassen. Lediglich den Kern müßte ich noch mit kürzeren Aufnahmen nachbearbeiten.

hier in groß:
m42 große
 

conehead

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Es gibt wieder Neuigkeiten. Meine erste gekühlte 6D ist inzwischen 2 Jahre alt und funktioniert nach wie vor einwandfrei. Bei der ersten Version habe ich über einen Umweg den Kühlfinger nach oben gebracht. Darauf sitzt dann das Peltier und darauf der Kühltunnel. Funktioniert zuverlässig aber "nur" ca. 20° Delta. Die Kamera siehst Du auf dem ersten Bild.
Ich habe mir dann mal ein paar Gedanken gemacht wie ich das effizienter lösen könnte. Bei meinen gekühlten 600er komme ich direkt von hinten an den Sensor bzw. dessen A/D Platine. Leider sitzt da bei der 6D MK1 das Display. Auf dieses kann ich aber als mobiler Fotograf nicht verzichten. Die Idee: ich versetze das Display bzw. baue eines einer 600D an. Die Idee hört sich einfach an. Aber bei der Umsetzung bin ich einige Stunden gesessen. Erst wollte ich das Display links anbauen, aber dann ist mir zum Glück noch rechtzeitig aufgefallen dass das Bild dann um 180° gedreht wäre. Also habe ich es rechts angebaut. Es gibt minimale Bildstörungen in Form von grünen Streifen. Das werde ich mir mal noch genauer anschauen. LVDS scheint da recht empfindlich zu sein.
Dann ging es weite an den Kühlfinger und die Heizung für den Sensor. Auch wieder viele Stunden Arbeit da ich den Sensor von der A/D Wandler Platine ablöten mußte.
Ich habe einiges an Elektronik und Sensoren in Kamera verbaut. Aktuell kann ich die Kühlleistung anhand der Leistung/Spannung an den Peltier regeln. Geplant ist ein PID Regler mit dem ich die Zieltemperatur einstellen kann. Es gibt hierfür eine fertige Bibliothek für den Arduino.
Mit den Kühlkörpern habe ich einiges durchprobiert. Aber mit Kupferplatte und Heatpipes ist einfach extrem effizient und macht am Ende fast 8° Delta im Gegensatz zu einem normalen Alu-Kühlkörper aus. Also habe ich den häßlichen dran gelassen. Leider ist der 60er Noctua Lüfter immer noch nicht da. Also muß ein alter Intel Stock herhalten. Auch mit diesem schafft die Kamera gute 30° Delta bei 25 Watt Leistungsaufnahme.
Erste Tests sehen gut aus. Morgen Abend soll es klar werden, dann wird sich zeigen ob die Kamera so gut ist wie ich hoffe.
IMG_2692.JPEG


IMG_2715.JPEG

IMG_2716.JPEG


IMG_2754.JPEG

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IMG_2774.JPEG
 

Schlimperdibix

Mitglied
Alter Schwede :eek:
Du machst Sachen. Die automatische Bilddrehung geht nicht oder? Ich nehme an, die ist Softwareseitig in die 600D verbaut.
Wärs nicht einfacher das Innenleben in einem selbst gebastelten Gehäuse zu stopfen? Viel mehr Arbeit kann das auch schon nicht mehr sein _affeaugen: und du köntest ne Filterschublade ala Canon R Adapter verbauen.
Das mit der Regelung ist ne gute Idee, aber soweit ich weiß wolln die Pelztiere kein PWM.
Aber du wirst auch sicher da ne Lösung finden.

Etwas offtopic: Hab letztens eine M3, die von dir umgebaut wurde, erstanden. Wie immer ausgezeichnete Arbeit (y)
Die hat ja leider keinen Anschluss für nen Fernauslöser und Magic Lantern geht auch nicht. Jetzt wäre mir die Idee gekommen, wenn man sie eh schon offen hat und wenn gewünscht ist, könnte man den Micro Eingang elektronisch abklemmen und mit 3 Leitungen an den Auslöser hängen. Dann braucht man nur nen 3,5mm zu 2,5mm Adapter und schon hätte man einen Auslöseranschluss.:unsure: Vorausgesetzt der Taster funktioniert mit dem gleichen 2 Pins auf Masse legen Prinzip.

Gruß Martin
 

Optikus

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Moin,

tut er. Darüber gabs bei den Ami's schon Berichte, das muss aber sehr frickelig sein. Ich hab an anderer Stelle schonmal auf dieses nette Teil hingewiesen,

-> Products

mit dem man das ohne Eingriff lösen kann, es sei denn man bleibt bei USB und wird zum 30s-Stacker...

Ach ja, porting von ML auf M2 und M3 läuft, mal sehen wann da was kommt. Ab der M3 läuft auf dem "M"'s die gleiche Software wie auf den PowerShot's, so dass das ein eigener Zweig ist. In wie fern die neueren "M"'s wieder die EOS-DSLR-Firmwarebasis nutzen weiß ich nicht. Der Kameracontroller deren Link ich angegeben habe funktionieren mit allen Canon-Kameras, wie es scheint.

CS
Jörg
 
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conehead

Mitglied
Hi,

Die M3 kann doch chdk, das hab ich auf meiner auch laufen. Damit kannst du ähnlich wie ML ein bulb timer programmieren.

Pid regler ist jetzt drin. Noch ein paar anpassungen, aber sieht gut aus. Der buck für das peltier ist ein dc/dc mit spannungsausgang und kein pwm. Dieser wird vom arduino gesteuert. Dessen pwm ausgang wird mit einem RC glied entsprechend analogisiert.

Gruß Markus
 

Optikus

Mitglied
Moin,

anfangs wollten die ML-Leute da auch nicht ran, aber es scheint dass bei den Videofeatures mit ML wohl mehr geht. Dieser Tage kam ja für die M3 ein Firmware-Update, der Entwickler der aktuell an der M3 sitzt meinte, das wäre quasi der erwartete Ausgangspunkt für das Porting, das anscheinend auch auf die Powershot-Firmware geht. Mal sehen was kommt. Für die M2 (für die denen das nichts sagt: etwas aufgebesserte M mit WLAN, hauptsächlich für den asiatischen Markt) ist ja auch ein Prozess im Gange, was aber eher den englischsprachigen Raum interessieren wird, da die Teile ja kaum hierher gekommen sind.

CS
Jörg
 

conehead

Mitglied
Moin,

PID ist jetzt drin:

pid.jpeg


Das ging einfacher als erwartet. PID Lib eingefügt, Input, Output und setpoint definieren und gut ist. Dann noch etwas an den pid Parametern herum spielen um die Regelgeschwindigkeit zu optimieren..
Das Display zeigt jetzt ist- und solltemperatur an. Links unten das pwm (0-254) in Prozent (0-100) umgerechnet. Und rechts unten die Leistung.

Gruß Markus
 
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LuisCypher

Mitglied
Hallo Markus,


absolut genial was du hier zeigst. Der Elektroniker in mir zieht den Hut, der angehende Astrofotograph verdrückt ein Glückstränchen und der Bastler richtet schon in Gedanken eine neue Ecke in der Garage ein...

Hast du Zugang zu der techn. Dokumentation der Canons oder ist das alles "reverse" engineering? Ich meine du greifst ja tief in die Hardware ein.

Und Jörg hat mich noch vor meinem eigenen ersten Astromod gewarnt, der Sensor wäre ja sooo empfindlich. Glaube ich nach den Bildern kein Stück mehr :p

Nochmals Chapeau und danke fürs teilen deiner Arbeit in Wort und Bild.


Gruß
Andreas
 

Optikus

Mitglied
Moin Andreas,

Markus ist in dem Thema absoluter Profi, hat mir auch schon Kameras umgebaut, für die "M" sogar einen Weitwinkeltauglichen Filterhalter für den OWB gedruckt. Insofern würde ich das nicht als Maßstab sehen. Ich ziehe eher vor seiner Meisterschaft den Hut, eine Kamera so am offenen Herzen zu operieren und das Ergebnis dabei zu erzielen (y)(y)(y).

CS
Jörg
 

conehead

Mitglied
Moin,

so empfindlich ist der Sensor nicht. Was Elektrostatik angeht sollte man aber aufpassen. Es ist immer noch ein Cmos Bauteil. Mechanisch ist die Lage des Sensors schon empfindlich. Das sollte schon auf ca.2/100mm passen. Gerade beim Vollformat ist das schon sehr kritisch.
Wenn ich einen Sensor debayere kratze ich da mit einem Hartholz auf dem Sensor herum. Der hält wirklich einiges aus. Trotzdem sollte man wissen was man macht. Die 6D hat schon 300k Auslösungen runter. Daher war die entsprechend günstig und mir für diesen Umbau nicht zu schade. Den Verschluß habe ich natürlich getauscht. Das Gehäuse ist bei der 6D noch aus Magnesium, da kann man gut Löcher bohren und Sachen befestigen. Das ist extrem stabil.

Ich habe leider keinen Zugang zu Canon´s Unterlagen. Das wäre ein Segen für mich. So muß ich leider schauen wie ich zurecht komme. Auf dem PCB des Displays der 600er sitzt ein 4 wire LVDS receiver wo ich die Dokumentation gefunden habe. Damit konnte ich schon viel erfahren was die Signale angeht. Die Drehung des Bildes wird bei der 600er in Software gemacht, so das ich hier keine Chance habe. ML kann zwar drehen, aber soweit ich weiß nicht dauerhaft bzw. nur im Liveview.

Gruß Markus
 

Okke_Dillen

Mitglied
Moin Markus,

aha, so sieht das also nun in fertig aus. Toll gemacht! (y) Und Das befreite Display ist bestimmt eine Erlösung von ungesunden Körperhaltungen...

Kompliment!!
Viele Grüße,
Okke
 

conehead

Mitglied
Hi,

ja, gerade am 10" wird das Klappdisplay helfen. Ich werde die Kamera noch etwas aufhübschen, aber erst mal muß sie sich bewähren.

Ach so, da war noch die Frage warum ich die nicht in ein neues Gehäuse baue. Nun, das hat mehrere Gründe. Die Sensorlage muß ziemlich genau stimmen was die Planlage angeht. Alleine dafür bräuchte ich Präzisionsfräßteile die in der Größe nicht billig sein werden. Dazu ist doch am Canon Gehäuse alles dran was ich brauche. Mit ausgebautem Prisma ist da genug Platz für den Kontroller, Buck und diverse Glättungsglieder um die 600Mhz des Bucks in den Griff zu bekommen. Ein kürzeres Auflagemaß wäre sicher nicht schlecht, aber eigentlich brauche ich das nicht. Ich habe nur wenige Filter und die hab ich so angepasst das ich sie direkt in den Korrektor einsetzen kann.

Gruß Markus
 

conehead

Mitglied
Hi,

die 6dac 1.5 hat sich inzwischen auch bewährt und durfte schon ein paar schöne Bilder von Neowise machen. Klar bei nur 15 Sekunden Belichtungszeit kommt die Kühlung kaum bis gar nicht zum tragen. Daher habe ich mal ein paar Dark-Tests bei ISO1600 und 480 Sekunden gemacht. Das ist die Belichtungszeit wo ich mit dem L-eXtreme Filter einsetze.

Beide Masterdarks sind absolut identisch gestreckt. Auch das Bias verändert sich minimal, was ich nicht gedacht hätte.
1595330092830.png


Sogar die Exif Daten passen auf das Grad genau:
1595330249271.png


Und so sieht die Kamera jetzt aus:
1595330310905.png


Aktuell bin ich recht zufrieden mit der Kamera. Sie ist extrem leise und effizient. Die Regelbare Kühlung hilft bei den Darks. Wobei ich da mal Tests gemacht hatte und das unter 0° kaum noch was gebracht hatte. Werde ich wohl noch mal wiederholen müssen.

Gruß Markus
 

Schlimperdibix

Mitglied
Hi,

hab deine Kreation schon auf Facebook bewundert :whistle::y:
Ich glaube, das ist auch Weltweit die erste 6D mit Schwenkdisplay.
Dein Foto beantwortet mir eine Frage, die mir in den Sinn gekommen ist:
funktionieren Heatpipes bei der geringen Temperatur überhaupt.

Irgendwo hab ich ausch schon gelesen, das alles unter -10° irrelevant ist und das der Unterschied zu 0° nicht mehr viel sein soll.
Das sich sogar die Bias ändern hätte ich nicht gedacht.

Auf jeden Fall großen Respekt vor deinen Können

Gruß Martin
 

conehead

Mitglied
Hallo Martin,

ja das ist sicherlich die erste 6D mit Schwenkdisplay. Aber das ist eher aus der Notheraus geboren. Wobei ich das inzwischen, gerade mit dem 10" Newton, schon praktisch finde.
Der Kühlkörper bzw. die Heatpipes funktionieren gut. Besser wie ein normaler Kühlkörper. Auch bei 10° Umgebungstemperatur hatte ich schon erfolgreich getestet. Mag sein das die Effizienz darunter leidet, aber bei +10° komme ich locker auf -10° am Sensor, was ich eigentlich nicht brauche. 0 bis -5° reichen mir vollkommen aus.

Gruß Markus
 

Martin_D1

Mitglied
Hallo Markus,
wirklich beeindruckt was Du da zu Wege bringst.
Was mich beschäftigt, überträgt sich das Drehen des Lüfters nicht auf ein Schwingen am Sensor?

Gruß Martin
 

conehead

Mitglied
Hallo Martin,

die Noctua Lüfter laufen sehr ruhig. Die sind auch nicht ganz billig. Der Sensor ist ja nicht mehr federgelagert. Von daher ist da alles ruhig.

Gruß Markus
 

SkyZilla

Mitglied
Hallo in die Runde,

melde mich auch mal wieder. Erstmal erneut Hut ab Markus, die 6dac ist ein krasses Projekt!
Ich hatte ja auch schon vor einiger Zeit versucht eine 200dac zu bauen, hatte es dann aber aufgeschoben.
Cool zu sehen, dass du jetzt eine fertig bekommen hast. Dazu hab ich natürlich viele Fragen :)
Das man da nix direkt hinter den Sensor bekommt war ja bekannt. Aber wie hast Du das Kupferstück auf die Platine bekommen? Da laufen doch die ganzen Flachbandkabel drüber?
Vielleicht hast Du ja noch ein Bild oder ein paar Tips von deinem Umbau.
Würde mich schon ganz gern wieder an den Basteltisch setzen :)

Beste Grüße
Nico

200d-01.jpg

200d-02.jpg
 
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