Hallo Janis,
kann es sein, dass Deine Pläne noch nicht so ganz ausgereift sind?
Was gibts denn bislang außer einem 90/1250er MAK noch im "Fuhrpark", was kennst Du an Teleskopen ausreicheend vom Durchsehen, was sind Deine Ziele?
Schau mal, die hast ein Teleskop mit 1250 mm Brennweite und willst dem noch eins mit 1200 mm an die Seite stellen.
Okay, deutlich mehr Öffnung, aber eben ein 5" FH mit deutlich zu großem Öffnungsverhältnis um als farbreiner langer FH durchzugehen.
Dann spielst Du mal mit 70 mm Öffnung und kommst schließlich mit erheblicher Budgetsteigerung beim 100/900er ED an.
Sieht zunächst mal als Idee gut aus, kann man durchaus machen, aber.......!
Ich bringe jetzt mal eigene Überlegungen zu so einer Entscheidungsituation, eventuell findest Du einen brauchbaren Ansatz oder die Idee, wie DU DEINE Überlegungen in für Dich passende und zielführendere Bahnen lenkst:
1. Richtig gute Auflösung am Mond und Planeten fordert nun mal Öffnung und das reichlich, noch dazu möglichst farbrein und in möglichst guter Qualität.
2. Deepsky
2.A) Großes Feld
2.B) möglichst gute und möglichst viel Öffnung, Lichtsammelleistung, Auflösung
Man kann für Punkt 1 und Punkt 2B irgendwo im Bereich 8" bis 14" Öffnung recht gut zusammenbringen, aber da muss man viele Dinge bedenken, vom
Seeing über das
Öffnungsverhältnis zu Qualitätsfragen bei Optik und Mechanik und das nicht nur, weil es in dieser Öffnungsklasse meist um Spiegeloptiken gehen wird.
Recht selten wird über die Schnittmenge von Punkt 1 und Punkt 2.A nachgedacht, eventuell weil das auf einem deutlich niedrigeren Öffnungs-/Auflösungsniveau stattfindet.
Abseits von sturer "Weitfeld-FH" und "Langrohr ist Planetenrohr" Argumentation kann man diese Schnittmenge aber sehr wohl finden, wobei Deine Budgeterhöhung sehr hilfreich ist.
Ich setze mal für Weitfeld eine Brennweite von maximal 700 mm, mit Schmerzen 750 mm und 750mm eigentlich nur, wenn man 2" Ausstattung voll nutzt, was konkret bedeutet, dass man Okulare mit maximaler Feldblende von 47 mm nutzen kann (z.B. ein 42er PANO) um in Minimalvergrößerung wenigstens über 3° Feld zu kommen
Z.B. bietet sich als ED sehr schön der bewährte 80/600er SW an, damit gehen knappe 4° Feld, oder auch ein 130/650er Newton (der aber immer Zuwendung braucht).
Ziemlich farbrein dann jedenfalls sind sie beide und gut im Rahmen der Öffnung auch.
Du hast jetzt aber eindeutig auf einen Refraktor und dabei nach mehr Öffnung geschielt und ich weiß nicht, ob Du Dich so weit einbremsen solltest, zumal der 100/900er ED ja gar nicht so viel günstiger ist, als ein Teleskop, welches ich von der Papierform her, eben wegen der besseren Weitfeldeignung für mich eventuell vorziehen würde:
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LEIDER kenne ich dieses ED-Teleskop nicht aus eigener Anschauung und kann nur sagen, dass es von der Papierform her im höheren Vergrößerungsbereich sicher etwas farbiger zugehen wird als mit dem 100/900er SW ED.
Allerdings kannst Du damit wunderbar Weitfeld abdecken, Anromeda Gx komplett im Feld, Plajaden, M44 die Krippe, die großen Sommernebel, Nordamerika, Cirrus-komplex komplett, Milchstraßenfelder und vieles mehr, Nebelfilter lohnen z.B. sehr.
Okay, ich würde in jedem Fall warten, ob jemad das Ding kennt und wie es beurteilt wird, aber interessant ist der 102/700er ES ED von den Kennzahlen her allemal und ich würde ihn auf jeden Fall und sogar unbesehen dem 127/1200er Bresser FH vorziehen.
Allerdings hab ich auch noch 8", 12" und 12" Öffnung in der Hinterhand, also die Kombination Punkt 1 ud 2.B gleich mehrfach.
Da bin ich allerdings voll
verspiegelt und verdobst, weil ich
1. basteln kann und
2. alles andere für mich und meinen Anspruch zu teuer würde.
Gruß
*entfernt*