Bresser AR 127/1200

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Janis'Astro

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Guten Tag zusammen?

Was haltet ihr von dem Bresser AR 127/1200.Ich habe vor mir dies zu kaufen mit zusätzlich einem Farbfilter der die Chromatil stark senkt.Ich werde dieses Teleskop vorallem für die Beobachtung useres Sonnensytem brauchen.Wäre auch Deep-Sky damit möglich ?!
Danke schon im Voraus
 
Hallo Janis,

ich halte ein solches Gerät speziell für den Zweck für einen Fehlkauf. Die Leistung eines Dobsons 150/1200 ist für die Sonnensystem- und Deepskybeobachtung besser und der Preisunterschied würde sogar noch erlauben, dass der Dobson mit einer EQ-Plattform dem Himmel nachgeführt wird. Es wäre sogar denkbar, den 150/1200 auf eine ähnliche parallaktische Montierung wie den AR127/1200 zu setzen. Insofern halte ich das Gerät für schlecht gewählt.

Prinzipiell ist mit dem AR127/1200 natürlich Planeten- wie Deepsky-Beobachtung möglich. Ich meine aber, dass es handfeste Gründe geben sollte, wenn es unbedingt dieses Gerät sein muss.

Ausführlich habe ich mich dem Thema hier gewidmet: Teleskope zur Planetenbeobachtung

Clear Skies
Sven
 
Ich habe auch eine Weile überlegt und mir oben genanntes auf der exos2 gekauft!
Ich persönlich bin mit dem 127er sehr zufrieden!
Habe allerdings sofort einen 2“ Zenitspiegel von apm angebaut.
Ich benutze das Teil bis jetzt für Kugelsternhaufen, Sonnensystem sowie Mond! Klar: m42 und sonstige Konsorten :)
M1 und M78 sind auch drin!

Okulare sind von ES in 2“ und Filter von Astronomik.

Für meine Zwecke habe ich ein verdammt gutes Teleskop für meine Terasse. Bin vollkommen zufrieden!

Btw: einen Farbfehler kann ich so gut wie keinen
erkennen, war am überlegen den Fringe Killer,
Kontrast Booster oder Semi Apo Filter zu kaufen.
Werde dies aber nicht machen!

Klar: Wenn du oft auf den Berg oder sonstwo hinfährst ist ein Dobson oder SC besser, aber für daheim ideal :)
 
Hallo Janis,

natürlich geht auch DS mit diesem FH.
Zum Thema langer FH gab es kürzlich im Astrotreff einige sehr interessante Aktivitäten.
Hier mal ein Test von Kurt für den 102/1350

Astrotreff - Astronomie Treffpunkt - Test Bresser AR 102 L

Dort beschreibt Kurt auch sehr schön was mit dieser Optik so geht, sowohl bei Mond und Planeten als auch im DS Bereich.
Kurt ist ein sehr erfahrener Sternenfreund, auf sein Urteil kannst du vertrauen.
Und sein Testergebnis sieht doch recht vielversprechend aus.
Für Leute mit Farbfehler Allergie ist sicherlich auch der „Doppelapfel“- Test ganz interessant.
Ich denke mit dem Level an Farbkorrektur kann man gut leben. Natürlich ist ein kleiner Restfehler erkennbar aber für einen APO der dann perfekt ist zahlt man schließlich auch ein Vielfaches.
Also für Leute die haushalten müssen ist auch heute noch ein FH eine gute Wahl.
Zum AR 127/1200 findest du hier eine interessante Diskussion.

Astrotreff - Astronomie Treffpunkt - Dumme Frage ? 5" FH oder 4" ED Mond ?

Grüße Gerd
 
Vielen Dank für all die schnellen Antworten.Ich denke ich werde mir den AR 127/1200 zu legen da ich sowieso das geschlossene System lieber mag und ein Linsen Fan bin?Wie sieht es eigentlich mit M31 aus mit diesem Teleskop ?
 
Hallo Janis,

ich kann die Linsenliebe gut verstehen. Psychologisch erkläre ich mir die so, dass man das System am ehesten als natürliche Erweiterung des Sinnesorganes Auge begreift, aber das nur am Rande.

Ich will trotzdem mal einige Dinge einwerfen:

Der Andromeda Nebel passt nicht ganz ins maximale Gesichtsfeld des Gerätes, das bei 2 Zoll rund 2,2 Grad beträgt. Ob man viel Details von M31 sieht hängt eher von der Himmelsqualität ab. Bei dem Landhimmel den ich so erreichbar (allerbestenfalls 6mag fst) habe sehe ich die Staubbänder im 8 Zöller, im 12 Zöller aber deutlicher. Generell empfinde ich 8 Zoll schon als mäßig für Galaxien. Auch bei den Globulars fängt der richtige Spaß für mich erst mit 12 Zoll an, selbst M13 sieht mir mit 8 Zoll zwar ganz gut aufgelöst, aber gräulich aus, der Zugewinn an Helligkeit im 12er ist enorm. Auch kleine Planetaries profitieren von mehr Öffnung.

Planeten schaue ich mir am ehesten mit dem Achtzöller an, den ich in guten Nächten locker mit 300x betreiben kann. Da ginge dir am 127mm Objektiv schon ziemlich das Licht aus.

Bleiben große Nebelobjekte mit Filter, die im kurzen Farbwerfer richtig gut rauskommen können. Dafür ist ein langer Refraktor aber auch ungeeignet.

Ich will dir damit eigentlich nur sagen dass das Tandem großer Dobson/SC plus kleiner Refraktor nicht umsonst bei den Visuellen so beliebt ist. Solltest du eines Tages nach größerer Öffnung streben, dann ist der lange Refi irgendwie übrig.

Heißt aber nicht dass man damit nichts sehen kann. Offene Sternhaufen, mittelgroße Nebel mit Filter (Adler, Orion, Trifid, Omega...) kann man sicher sehr fein damit beobachten, und auch an Planeten geht Einiges an Details.


VG Klaus
 
Hallo Klaus

Ich denke ich bleib beim Refraktor da ich zu Hause auch schon eine Montierung habe die ich gerne verwenden möchte.Es reicht mir völlig aus wenn ich schöne Details auf den Planeten sehe und eine paar Deep-Sky Objekte beobachten kann?
 
Hallo Janis,

Wenn man mit der richtigen Erwartungshaltung dran geht, dann kann man das natürlich machen.

Um welche Monti handelt es sich denn?

VG Klaus
 
Hallo Janis,

in den technischen Daten stehen 7kg Tubus-Gewicht und 5kg maximal für die Omni CG4, das wäre also nicht mehr passend. Ich kenne mich damit aber nicht wirklich aus.

Ich habe gute Erfahrungen mit einem Orion UHC Ultrablock gemacht. Gut und recht günstig soll auch der Castell UHC sein.

VG
Klaus
 
Hallo Janis,

ein 127/1200 FH

ist mit

einem 102/1350 FH

nicht vergleichbar, noch nicht mal nach der Papierform und im gepflegten rechnerischen Trockendock, in der Praxis schon gleich gar nicht.

Geringere Öffnung (4"), gerigeres Auflosungsvermögen und f /13 ergeben in der Praxis nicht nur beim eindeutig weniger ausgeprägten "Farbfehler" völlig andere An- und Einblicke als beim 5" nicht mal f/10.

Es gab hier, wenn ich mich nicht irre, mal jemanden, der wollte sich nicht mal beim günstigen aber für Planeten guten 4-Zöller als ED auf f/8 oder f/9 einlassen und bestand auf f/10.

Unabhängig davon wäre für mich bei deinen beiden Zielsetzungen das Teleskop ein fauler Kompromiss. Deine Ansprüche könne jedoch andere sein.

Mag sein, es gibt den Daumen runter, aber nunja, das Leben kann hart und ungerecht sein. ;)

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der 127/1200 einen ausgeprägten Farbfehler aufweist, insbesondere wirkt sich das am Planeten ungünstig aus. Auf der anderen Seite ist die Öffnung so klein, dass z.b. Kugelsternhaufen noch nicht schön aufgelöst werden und Deep Sky Objekte nur in geringer Anzahl beobachtbar sind. Das lange und schwere Rohr ist für die CG4 vermutlich grenzwertig, auf einer H-EQ5 war es so.

Ich würde die dir entweder ein gebrauchtes C8 oder einen Mak empfehlen.

Oder setze dich kleiner und nehme einen kleinen 80 mm Apo.
 
Hallo Janis,

na ich weiß nicht, ein mickriger cm mehr Öffnung, okay obstruktionsfrei, aber ob da nicht Enttäuschung vorprogrammiert ist? Was stört denn am Mak als Planetenrohr? Kann man vielleicht was optimieren (Streulicht, Tubus Seeing... )?

VG
Klaus
 
Hallo Janis,

kann es sein, dass Deine Pläne noch nicht so ganz ausgereift sind?
Was gibts denn bislang außer einem 90/1250er MAK noch im "Fuhrpark", was kennst Du an Teleskopen ausreicheend vom Durchsehen, was sind Deine Ziele?

Schau mal, die hast ein Teleskop mit 1250 mm Brennweite und willst dem noch eins mit 1200 mm an die Seite stellen.
Okay, deutlich mehr Öffnung, aber eben ein 5" FH mit deutlich zu großem Öffnungsverhältnis um als farbreiner langer FH durchzugehen.
Dann spielst Du mal mit 70 mm Öffnung und kommst schließlich mit erheblicher Budgetsteigerung beim 100/900er ED an.
Sieht zunächst mal als Idee gut aus, kann man durchaus machen, aber.......!

Ich bringe jetzt mal eigene Überlegungen zu so einer Entscheidungsituation, eventuell findest Du einen brauchbaren Ansatz oder die Idee, wie DU DEINE Überlegungen in für Dich passende und zielführendere Bahnen lenkst:

1. Richtig gute Auflösung am Mond und Planeten fordert nun mal Öffnung und das reichlich, noch dazu möglichst farbrein und in möglichst guter Qualität.
2. Deepsky
2.A) Großes Feld
2.B) möglichst gute und möglichst viel Öffnung, Lichtsammelleistung, Auflösung

Man kann für Punkt 1 und Punkt 2B irgendwo im Bereich 8" bis 14" Öffnung recht gut zusammenbringen, aber da muss man viele Dinge bedenken, vom Seeing über das Öffnungsverhältnis zu Qualitätsfragen bei Optik und Mechanik und das nicht nur, weil es in dieser Öffnungsklasse meist um Spiegeloptiken gehen wird.

Recht selten wird über die Schnittmenge von Punkt 1 und Punkt 2.A nachgedacht, eventuell weil das auf einem deutlich niedrigeren Öffnungs-/Auflösungsniveau stattfindet.
Abseits von sturer "Weitfeld-FH" und "Langrohr ist Planetenrohr" Argumentation kann man diese Schnittmenge aber sehr wohl finden, wobei Deine Budgeterhöhung sehr hilfreich ist.

Ich setze mal für Weitfeld eine Brennweite von maximal 700 mm, mit Schmerzen 750 mm und 750mm eigentlich nur, wenn man 2" Ausstattung voll nutzt, was konkret bedeutet, dass man Okulare mit maximaler Feldblende von 47 mm nutzen kann (z.B. ein 42er PANO) um in Minimalvergrößerung wenigstens über 3° Feld zu kommen
Z.B. bietet sich als ED sehr schön der bewährte 80/600er SW an, damit gehen knappe 4° Feld, oder auch ein 130/650er Newton (der aber immer Zuwendung braucht).
Ziemlich farbrein dann jedenfalls sind sie beide und gut im Rahmen der Öffnung auch.
Du hast jetzt aber eindeutig auf einen Refraktor und dabei nach mehr Öffnung geschielt und ich weiß nicht, ob Du Dich so weit einbremsen solltest, zumal der 100/900er ED ja gar nicht so viel günstiger ist, als ein Teleskop, welches ich von der Papierform her, eben wegen der besseren Weitfeldeignung für mich eventuell vorziehen würde:
EXPLORE SCIENTIFIC ED APO 102mm f/7 FCD-1 Alu 2" R&P Fokussierer AKTION Astrokalender 2019 GRATIS | hier online bestellen
LEIDER kenne ich dieses ED-Teleskop nicht aus eigener Anschauung und kann nur sagen, dass es von der Papierform her im höheren Vergrößerungsbereich sicher etwas farbiger zugehen wird als mit dem 100/900er SW ED.
Allerdings kannst Du damit wunderbar Weitfeld abdecken, Anromeda Gx komplett im Feld, Plajaden, M44 die Krippe, die großen Sommernebel, Nordamerika, Cirrus-komplex komplett, Milchstraßenfelder und vieles mehr, Nebelfilter lohnen z.B. sehr.
Okay, ich würde in jedem Fall warten, ob jemad das Ding kennt und wie es beurteilt wird, aber interessant ist der 102/700er ES ED von den Kennzahlen her allemal und ich würde ihn auf jeden Fall und sogar unbesehen dem 127/1200er Bresser FH vorziehen.

Allerdings hab ich auch noch 8", 12" und 12" Öffnung in der Hinterhand, also die Kombination Punkt 1 ud 2.B gleich mehrfach.
Da bin ich allerdings voll verspiegelt und verdobst, weil ich
1. basteln kann und
2. alles andere für mich und meinen Anspruch zu teuer würde.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Janis,

Was würde mir der Apo für Vorteile bringen gegenüber meinem Mak.90/1250 ?
der kleine Mak hat 32mm Obduktion, das bedeutet der effektive Kontrastdurchmesser für am Planeten wichtige schwache Kontraste beträgt gerade mal 90-32= 58mm.
Das heißt der Mak zeigt bei am Planeten wichtigen schwachen Kontrasten etwa das was da ein sehr guter APO mit 58mm Öffnung zeigt.
Bei harten Kontrasten zb. am Mondterminator zeigt der MAK aber aufgrund seines Öffnungsvorteils gegenüber dem kleinen 58mm APO mehr als so ein sehr kleiner APO.
Und der MAK sammelt etwas mehr Licht als der kleine 58mm APO.
Rechnet man die Reflektionsverluste und den Lichtverlust durch Obstruktion mit ein dann sammelt der 90mm Mak in etwa so viel Licht wie eine verlustfreie Optik mit 75mm Öffnung.
Ob es vor oder Nachteile gibt kommt bei so einem Vergleich also immer darauf an was du beobachtest.

Wäre der SkyWatcher Evostar 72mm ed eine gute Alternative

Der 72mm ED würde dir da er auch nicht ganz perfekt ist (Farbfehler) bei schwachen Kontrasten am Planeten in etwa das zeigen das dir da auch der kleine 90mm Mak zeigt, vielleicht sogar geringfügig mehr aber das käme dann auf die Fertigungsqualität der konkreten Exemplare an die man vergleicht.
Beim effektivem Lichtsammelvermögen wäre der 90mm Mak mit einer effektiven Lichtsammelleistung einer 75mm Öffnung gegenüber dem 72mm ED nur geringfügig im Vorteil.
Dafür bietet dir der ED aufgrund seiner wesentlich kleineren Brennweite auch wesentlich größere Felder.

Ich habe mich jetzt noch mals eine bisschen informiert und denke ich spare ein bisschen mehr Geld und investiere es dann in den SkyWatcher Evostar 100ed.Ich habe das Gefühl es könnte sich auszahlen.
Ja so ein ED100 währe dem 90mm Mak in jedem Fall in allen Belangen sehr deutlich überlegen.
Der Unterschied bei dem effektiven Lichtsammelvermögen ist mit 75mm effektiv beim 90mm Mak versus etwa 98mm effektiv beim ED100 beachtlich.
Und beim effektiven Kontrastdurchmesser mit 58mm effektiv beim 90mm Mak versus etwa 90mmm effektiv beim ED100 (90mm wegen dessen Farbfehler) ist der Unterschied natürlich auch beachtlich.

Da loht es sich auf alle Fälle für den ED100 zu sparen.
Am preisgünstigsten kommt man hier zu einem ED100.

Teleskop-Express: TS-Optics ED APO 102mm f/7 Refraktor mit 2.5" R&P Okularauszug

Diese Optik geht schon deutlich in Richtung des 100mm Universalteleskops zu günstigem Preis das ich hier einmal angeregt hatte.

Wie wär’s 102mm Universalteleskop für 259 Euro.

Wobei ich bei meinem Vorschlag dort auf besonders preisgünstige Komponenten sowohl für die Optik als auch für die Mechanik gesetzt hatte um den anvisierten besonders kleinen Preis erreichen zu können.
Beim TS ED102 setzt man auf recht gute und damit teurere Mechanik.
Bei der Optik weiß ich es nicht, es wird das FPL51 verwendet das ich auch verwenden würde aber beim Partnerglas könnte man auch auf ein teureres Glas gesetzt haben als ich in meinem damaligen Vorschlag.
Dieser Test eines TS ED102 mit FPL51 hier ist recht vielversprechend.

TS Photo Line ED Refraktor 102mm F7 Doublet Apo Refraktor review

Wobei es bei TS eine verwirrende Vielfalt an ED102 gibt so dass ich nicht weiß ob in dem getesteten ED102 das gleiche Objektiv steckt wie in dem ED102 der jetzt für 599,- zu haben ist.
Prinzipiell wäre mit den Eckdaten ein ED102 mit FPL 51+ Lanthanglas mit einem RC Wert von etwa 1,8 drin.
Beim SW ED100 mit FPL53 hatte man RC 1,7 gemessen (Test hier leider nicht verlinkbar)
Beim neuen SW ED150 sind es RC 2,04 bzw. RC 2,1

Der neue Skywatcher ED- Apo 150/1200 mm im Test

Wäre natürlich sehr interessant welcher RC Wert nun bei dem recht preisgünstigem TS ED102 bei Messungen herauskommen würde.

Grüße Gerd
 
Moin Janis,
so, nun sind ja schon ein paar Geräte aufs Tableau geschmissen worden ... hmmh irgendwie hat das alles so Recht kein System. Alle haben sie ihr Vor- und Nachteile, die einen mögen eher dies (eigene Vorliebe), die anderen eher das. Grundsätzlich solltest Du vorher mal ein paar Sachen für Dich geklärt haben - und Dir das zusammenfassen

a) maximales Budget (also nun nicht sagen "so wenig wie möglich"; das wollen wir alle. Nein: klare Grenze á la um (z.B. 500€ stehen zur Verfügung)
b) wie sind Deine Beobachtungsbedingungen ... helle Stadtlage oder dunkler Landhimmel. In Ersterem sind Beobachtungen von ausgedehnten DeepSky Objekten - vorsichtig gesagt - ein sehr ambitioniertes Vorhaben ;-)
c) daraus ergibt sich (mit): Was wären Deine vorgezogenen Beobachtungsobjekte?
d) hast Du schon Beobachtungserfahrungen ? Vielleicht mit verschiedenen Teleskopsystemen?
e) Wenn Du denn dann zu einem Geräteergebnis gekommen bist (also, was es werden soll) - hast mal über Gebrauchtkauf nachgedacht? Teleskope werden in der Regel nicht "schlecht" (es sei denn sie werden kaputtgebastelt) oder bei denen läuft ein MHD ab ;-) Gebrauchtkauf spart einiges an Geld bzw. macht dann im Budget Raum für Zubehörerweitungen frei.

Praxis bei mir: Ich beobachte i.d.R. aus der Stadt heraus auf einem engen Balkon. Richtung Südwesten. Himmel meist Stuttgart-mäßig graubräunlich, man sieht bei guten (*grins*) Bedingungen bis 4te Größenklasse. Also eher Bedingungen, die zu bezeichnen hier das gute Elternhaus unterbindet ;-)
Beobachtungspferdchen sind hier u.a. 102er Rafraktoren (u.a. der besagte Bresser 102/1350er) auf einer selbstgebauten hohen Säule. Dobson habe ich mal probiert - auf dem Balkon ein zu enges Gewurschtel. Parallaktisch montierter Newton (schöner 200er Vixen) genauso - auch zuviel Gewurschtel wegen zuwenig Platz. Demnächst kommt auf die SP-Monti ein Mak drauf. Teleskop muss höher stehen.

Das nur mal als Beispiel, was noch so zu bedenken ist.

Grundsätzlich wichtig: lass Dir Zeit. Hab Geduld. Teleskope rennen nicht weg. Werd Dir vorher so genau bewusst, wie Deine Situation ist, wohin Du willst - und was das Portemonnaie max. herzugeben im Stande ist. Dann: Gebrauchtkauf nicht ausser acht lassen. Spart einfach Geld.
Daher sehe ich im Augenblick auch mal von einer Empfehlung ab, da diese Sachen erstmal klar sein sollten.

Greetz Hannes

PS was ich noch vergessen habe: Egal, für was für ein Gerät Du Dich mal entscheidest .. lass nie die Mechanik ausser acht. Insbesondere die Stabilität! Die beste Optik ist für den Dutt, wenn die Mechanik nichts taugt und das Teleskop bei jeder kleinen Bewegung zappelt wie ein Zitteraal. Daher sind auch die gerne als "Einsteigergeräte" bezeichneten "Sets" aus dieser Perspektive stets mit hoher Vorsicht zu geniessen ! Frag lieber hier nochmals nach, wenn Du da so ein Gerät "auf der Uhr" haben solltest.
 
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Hallo Janis,

eigentlich wollte ich mich in diesem Forum als gebranntes Kind zurückhalten, aber seit der Reformierung dieses Diskussionsboards wurde ich nach 10 Jahren Wegsperrung wieder freigeschaltet und würde ggf. gern auch hier mal wieder etwas schreiben, auch wenn meine Heimat die blaue Lagune ist. Die neue Administration ist ja ganz offensichtlich wesentlich demokratischer eingestellt, was sehr zu begrüßen ist.;)

Also, den von Dir eingangs genannten Bresser 127/1200 mm FH besitze ich selber in der aktuellen Version mit Hexafoc.

Mechanisch ist das Teil recht gut verarbeitet für den Preis und visuell ist es eine Freude damit Mondbeobachtungen anzustellen, auch wenn es gewisse Einschränkungen gibt. Ich nutze hierbei vorrangig den kompletten Baader Classic Ortho Satz und das 32er Superplössl...alles sehr schön.

Aber : warum nutze ich zur Zeit häufiger meinen 100/1732 mm FH ?;)

- der Bresser 127/1200 zeigt schon deutlich Farbe und bei Hochvergrößerungen und gerade bei Mondfotografie kann das schon stören:confused:

- der Hexafoc hat nur 40 mm Hub und wenn Du auch nur primitive afokale Fotografie mit einer Digi machen willst musst Du dir locker 100 mm Weg an Verlängerungen zusammenschrauben um mit einer DSLM in den Fokus zu kommen.
Entscheide dich also vor der Beobachtung ib Du visuell unterwegs sein willst ODER knipsen. Denn wenn Du beides willst: viel Spaß beim Hülsen rauf- und wieder runterschrauben im Dunkeln....:rolleyes:

- das Ding ist relativ schwer und lässt sich ungleich schwerer ausbalancieren; meine gute Meade LXD 650 mit 15 kg Tragekapazität kommt damit momentan nicht hin, weil ich mir extra für den 127er noch ein weiteres Gegengewicht anschaffen muss. Er wiegt deutlich über 8 kg und hat zudem eine ungünstige Schwerpunktlage. Den zwar deutlich längeren, aber dünneren und mit 6,4 kg leichteren 100/1732er H trägt die LXD650 spielend und es reicht ein 5kg Gewicht an der ausziehbaren GGW-Stange um den Lulatsch gut auszubalancieren !:confused:

Sogar visuell nutze ich den f/17 4Zöller lieber, nicht nur dass er farbreiner ist ( wirklich schon auf ED-Niveau ), sondern auch weil das Objektiv nach meinem subjektiven Eindruck schärfer abbildet !:)

Für den 127/1200 brauchst Du eine Montierung von mindestens HEQ5 Format, besser EQ6. Lass Dir nix von Leuten erzählen a’la „ich hab den auf ner E-Kuh 5 und das reicht“ – DAS ist gelinde gesagt Quatsch, oder die Leute sind Masochisten:cool:

Ich will den 127er nicht schlecht reden – ich habe ihn ja selber. Dennoch gibt es klar bessere System im Bereich 4-5“, wenn es ein Refraktor sein soll. So gesehen würde ich deine Idee mit dem 4“ ED gar nicht so albern finden. Klar hast Du mit 5“ mehr Auflösung, aber im Bereich der Hochvergrößungen machst Du dir den Vorteil durch den dann stark in Erscheinung tretenden Farbfehler fast wieder „kaputt“. Ich behaupte, der erfahrenen Mondbeobachter hat an einem guten 4“ ED oder Apo mit einer scharfen Optik mehr Freude als mit jedem 5“ FH.....

Vielleicht bin ich da schon zu pingelig, aber gerade wenn ich mit sagen wir mal 150x Zentralberge, Terassen, Kämme abgrase...dan ist es nicht so schön, wenn dir jede Bergspitze, jeder Grat mit einem lila Farbdteschen verschmiert wird ! Okay, jeder hat andere Ansprüche..

Den 127er habe ich mir daher eher als Übergangslösung geholt, weil ich auch erst den Gedanken hatte, dass etwas mehr Öffnung als 4“ manchmal schön wäre. War ein Denkfehler und nach mehr als 20 Jahren Mondbeobachtung ist man etwas verwöhnter. Daher mein längerfristiges Sparziel : 5“ als guten ED. Just my 2 Cents...

Ansonsten - bin zwar Refraktorianer ( vielleicht durch meine Klassiker-Liebhaberei geimpft ); hole Dir einen 6 oder 8" Spiegel mit kleinem FS und langer Brennweite. Der APO des kleinen Mannes !

Deep dky ist wieder ne ganz andere Nummer. das haben dir die Kollegen hier schon erklrt und dafür kauft man sich keinen 127/1200er FH. da gibt es nun wirklich geeigneteres.

Liebe Grüße, *entfernt*
 

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...Nachtrag: die CG-4 ist eine kleine Spielmontierung, die Du aber recht gut für einen 80 mm ED nutzen könntest, aber KEINESFALLS für einen 5" f/9 FH !!!
 
Hallo Michi,

genau solche Überlegungen

......
Ich will den 127er nicht schlecht reden – ich habe ihn ja selber. Dennoch gibt es klar bessere System im Bereich 4-5“, wenn es ein Refraktor sein soll. So gesehen würde ich deine Idee mit dem 4“ ED gar nicht so albern finden. Klar hast Du mit 5“ mehr Auflösung, aber im Bereich der Hochvergrößungen machst Du dir den Vorteil durch den dann stark in Erscheinung tretenden Farbfehler fast wieder „kaputt“. Ich behaupte, der erfahrenen Mondbeobachter hat an einem guten 4“ ED oder Apo mit einer scharfen Optik mehr Freude als mit jedem 5“ FH.....

Vielleicht bin ich da schon zu pingelig, aber gerade wenn ich mit sagen wir mal 150x Zentralberge, Terassen, Kämme abgrase...dan ist es nicht so schön, wenn dir jede Bergspitze, jeder Grat mit einem lila Farbdteschen verschmiert wird ! Okay, jeder hat andere Ansprüche..

Den 127er habe ich mir daher eher als Übergangslösung geholt, weil ich auch erst den Gedanken hatte, dass etwas mehr Öffnung als 4“ manchmal schön wäre. War ein Denkfehler und nach mehr als 20 Jahren Mondbeobachtung ist man etwas verwöhnter. Daher mein längerfristiges Sparziel : 5“ als guten ED. Just my 2 Cents...

Ansonsten - bin zwar Refraktorianer ( vielleicht durch meine Klassiker-Liebhaberei geimpft ); hole Dir einen 6 oder 8" Spiegel mit kleinem FS und langer Brennweite. Der APO des kleinen Mannes !

Deep dky ist wieder ne ganz andere Nummer. das haben dir die Kollegen hier schon erklrt und dafür kauft man sich keinen 127/1200er FH. da gibt es nun wirklich geeigneteres.

und die deutliche Budgetaufstockung seitens des Threadstarters durch die Akzeptanz eines 102/900er SW ED führten nich ja zu dem Vorschlag des 102/714er ED von ES.
Ich bin seit je her ein Deep-Sky lastiger Beobachter (mit einer Schwäche für Jupiter-, Mond- und Sonnenbeobachtung) aber darum habe ich den Bezug zu kleinen Öffnungen und großen Feldern für DeepSky nicht verloren. Große offene Sternhaufen, mehrere Objekte im Feld, Milchstraßenspaziergänge und große Nebel sind Richfieldobjekte die man mit so einem ED 4" f/7 ED wunderbar abdecken kann und es fehlt eigentlich nur eine praktische Einschätzung/Erfahrung zu diesem oder ähnlichen Refraktoren zur Mond- und Planetentauglichkeit.
Das ist immerhin ein Dreilinser der von der Papierform her klare Vorteile gegenüber den FHs und auch gegenüber den deutlich günstigeren genannten EDs haben sollte.

Für Deepsky darüber hinaus sollte man sich dann, also in diesem Fall danach, ernsthafte Gedanken um 8" Öffnung +X, aus praktischen und monetären Erwägungen heraus wohl eher als Spiegeloptik, machen was eben wiederum ambitionierte Mond- und Planetenbeobachtung keinesfalls ausschließt.

Gruß
*entfernt*
 
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