C/2007 N3 Lulin

#91
Zitat von Norman:
Was sagt das dem versierten Beobachter, wenns mitten in der Nacht so stürmt? Jepp! Die Chancen auf ein zumindest kurzzeitiges Aufklaren sprich Wolkenlücke ist enorm groß. Irgendwann war´s dann soweit, den ganzen Tag grau, aber morgens kurz vor um 4 Uhr riss es gerade eben komplett auf...
So auch hier, ich hatte den Wecker für 4h gestellt, der klingelte aber wohl nicht, ich wachte um 4.17h aber zufällig von allein auf. Schaue raus, naja, kleine Lücken, da waren auch Sterne zu sehen drin... könnte in einer halben Stunde ganz aufreißen. Nur dann steht Lulin schon sehr tief. Wie ich noch am Überlegen bin, den Wecker neu zu stellen, schnapp ich doch das Fernglas und innerhalb weniger Minuten ziehen die Wolken weg. Saturn und Regulus sind zu sehen, 4° neben dem Löwenstern findet sich auch Lulin als verwaschene Wolke. Ein Schweifansatz ist nach links auszumachen, aber nicht wirklich toll. Lulin steht noch 25° hoch im Westen, nicht weit neben dem 3,8mag Stern rho Leo, der mit bloßem Auge gut sichtbar ist. Ich hatte den Kometen zuletzt am 18.2. sehen können, da erschien er mir heller, obwohl da die Sichtbedingungen noch schlechter waren. Liegt aber wohl auch daran, dass er jetzt flächiger und größer ist. Der Himmel ist nun aufgeklart, wenn auch leicht diesig, aber soweit ok. Um Regulus lassen sich Sterne bis 5,0m freisichtig sehen, an Lulin scheitere ich aber! Leider ist der Himmel nicht wirklich schwarz, in dunkleren Gegenden mag man den Kometen mit bloßem Auge erspähen, hier heute nicht. Bereits kurz nach 4.35h ziehen wieder Wolken auf und verhüllen den Westhimmel. Na immerhin hat es für eine kurze Beobachtung mal gereicht.
 
#92
Moin zusammen!

Ich konnte Lulin heute abend gegen 20:45 Uhr schon unterhalb von Regulus mit dem 10x50-Lidlglas ausmachen. Der Kern des Kometen ist deutlicher zu sehen als die letzten Male, drumherum die längliche Koma. Leider zieht der Himmel jetzt wieder zu.

Vorhin konnte man auch sehr schön am tiefblauen Dämmerungshimmel die schmale Mondsichel unterhalb der Venus sehen. Im FG dazu sehr schön das aschgraue Mondlicht.
 
#93
Hallo,

komme auch gerade vom Beobachten. Ein paar Wolkenlücken taten sich glücklicherweise auf - der Komet zieht ja heute Nacht an Regulus vorüber. Wunderschön zu sehen waren die beiden im Apogee 12x60 und auch im Orion ED100 bei 22x. Lulin ist jetzt eindeutig länglich, der (Gegen-)Schweif ist sehr gut zu sehen.
Hoffe die Wolken verziehen sich nochmal, Bilder vom heutigen Rendezvous werde ich spätestens morgens hochladen.
 
#94
Nachtrag zur gestrigen Nacht

Nachdem ich zwei Stunden gewartet hatte und alles abgebaut hatte, zog es wieder ein wenig auf. Konnte den Kometen gegen 1 Uhr nochmals im Tento 20x60 und im Monokular 10x35 beobachten. Jetzt stand er direkt unterhalb von Regulus, Helligkeit schätzte ich auf 5m,5.

Und hier noch das Foto zum Ereignis:

 
#95
Hallo,

mich interessiert, wie oft man schon einen Kometen mit Gegenschweif beobachtet hat. Bei Universe Today heißt es dazu, dass Arend-Roland vor etwa 50 Jahren der einzige Komet mit einem solchen scheinbar sonnenwärts gerichteten Schweif war.
 
#96
Moin Nico!

C/1956 R1 Arend-Roland ist natürlich mit das berühmteste Beispiel des Kometen mit Gegenschweif, das in vielen Büchern zu finden ist - auch weil der Komet damals so hell wurde. Ganz so selten ist das Phänomen allerdings nicht. Ich hab' schnell mal meine Kometen-Fotogalerie durchgeguckt und einige Beispiele aus den letzten Jahren gefunden:

- C/2006 P1 McNaught: Bild mit Gegenschweif vom 4.2.2007
- C/2004 Q2 Machholz: Gas- und Staubschweif standen zeitweilig 120° auseinander, die Schweifdrehung war im Dez. 2004 sehr schön auch visuell zu verfolgen. (Machholz war wesentlich auffälliger als Lulin derzeit!)
- C/2002 T7 LINEAR: Sehr auffälliger Gegenschweif, Bild vom 17.4.2004

Es lassen sich bestimmt noch mehr Beispiele aus den letzten Jahren finden, vor allem von lichtschwächeren Kometen.

Nachtrag: Das Phänomen "Gegenschweif" wurde erstmals in neuerer Zeit von Harding, Olbers, Hansen und v. Biela an einem Weihnachten 1823 entdeckten Kometen beschrieben (C/1823 Y1). Weitere helle Kometen: C/1969 T1 Tago-Sato-Kosaka und C/1973 E1 Kohoutek. (Quelle: Reichstein 1985)
Davor gibt's einige alte Darstellungen, die Kometen mit etwas zeigen, was wir heute als Gegenschweif bezeichnen würden: siehe "Cometographia" von Hevelius (17. Jh., u.a. nach Beschreibungen von Plinius) und die z.T. uralten Buchmalereien aus China (deren "Typen-Katalog" reicht mindestens 3000 Jahre zurück!).
 
#97
Hallo Nico & Micha,

der letzte vergleichbare Komet mit Schweifen in ca. 180° Abstand war meines Wissens vor fast 10 Jahren C/1999 H1 (Lee). Er erreichte im August 1999 immerhin die 7. Grössenklasse.
Bild

Jetzt ist es übrigens vorbei mit dieser Schweifkonstellation bei Lulin. Inzwischen ist der Gasschweif hinter den Staubschweif gewandert und beide bilden nun zusammen einen besonders ausgeprägten Gegenschweif. Hier bereits schön zu sehen!
 
#98
Gegenschweif kann man das eigentlich nicht mehr nennen, weil der Komet praktisch in Opposition steht und die Beleuchtung nicht mehr von Osten, sondern bald von Westen kommt.
Aber was sag ich.. am 17.2. hab ich den Kometen das letzte Mal gesehen,vorhin wollte ich die Venus und den Mond anschauen, da war ein ungeheuer hartnäckiges Wolkenband genau in Sichtrichtung. Eine halbe Stunde später ist alles zu mit Nebel. Bin gespannt, ob ich diese Nacht noch irgend ein Loch finde.
Felix
 
#99
Moin Burkhard!

Mit "Lee" bin ich nicht einverstanden - hier ist der o.g. Komet T7-LINEAR (er erreichte am Südhimmel max. +2.2 m):



( http://members.tip.net.au/~vello/ )

Dort bitte auch auf die Machholz-Seite schauen! Das sind beides Beispiele von 2004.

P1-McNaught (Feb. 2007):



Vor einigen Monaten erst zeigte auch 19P/Borelly einen Gegenschweif:
http://kometen.fg-vds.de/pix/19P/19P_09092008.htm
 
Hallo,

konnte Lulin gerade mit dem 7x42 Fernglas direkt unter 23 Leonis ausmachen. Sternförmiger Kern, eindeutig elongiert, Grösse etwa 25´. Nachdem die genaue Position bekannt war, war auch die direkte Sichtung mit bloßem Auge möglich. Ganz einfach ist es allerdings nicht.

CS

Marco

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hab Lulin soeben im 10x50 gesichtet. War auf Anhieb zu finden, trotz Luftfeuchtigkeit und Kölner Lichtverschmutzung. Mit bloßem Auge unter diesen Bedingungen nicht zu erkennen.
 
Hallo Felix!

Gegenschweif kann man das eigentlich nicht mehr nennen, weil der Komet praktisch in Opposition steht und die Beleuchtung nicht mehr von Osten, sondern bald von Westen kommt.
Du hast natürlich recht, jetzt nach der Opposition hat wieder alles seine Richtigkeit. Beide Schweife weisen nun von der Sonne weg - wäre beim Gassschweif auch ein Wunder gewesen, würde er das nicht machen... ;)
 
Liebe Kometenjäger,
ach nun eeeeeeendlich habe ich ihn auch gesichtet! Seit Wochen hängen hier die stationären Tiefs in der pannonischen Ebene vor Wien, ein Föhnwind sorgt höchstens mal für eine Wolkenlücke, welche sich tagsüber durch Aufreissen des Himmels ankündigt und schöne Lenticulariswolken im Leebereich des Simmering beschert. Dann steigt die Hoffnung im Herzen,auch des Nachts solche Wolkenlücken nutzen zu können.......und so war es gestern am letzten Tage des Februar. Schaute schon den ganzen Tag und schätzte ab, wie hoch meine Chancen werden würden, jupp, gegen 23h bei angenehmen 10 Grad und einem guten Hangwind sah ich Orion durchs Gewölk, dann wurden kurz die Zwillinge frei und yeahhhhhh der Löwe!!!!!!!! Eine Stratocumulusbank schwebte gemächlich dahin um von was massiveren von allen Seiten gefolgt zu werden.....aaaaaaber meine Dobs und Go Sternwarte ist für sowas gerüstet, schnell den Dobs raus, das 32er schon drinne und ab zu Regulus, dann ein Minischwenk nach rechts leicht hoch und .............ei wie fein.....aber leider nicht in Farbe...mit leichtem Schweif....eher sehr schwierig zu erahnen........ich freue mich, will noch vergrössern und da suppt auch schon wieder alles zu.........also Leute, dann kennt man sich bald besser in den Wolken aus, als mit den Sternen..............Grüssle von Anette
 
Hallo,Arne!

Ist ja interesant, dass du den Lulin gesehen hast. herzlichen glückwunsch.
Ich konnte Lulin leider wegen bedecktem Himmel nicht sehen.Schade.
hätte ihn gerne beobachtet.

ulrike32
 
Habt Ihr es alle gut, hier ist seit Wochen nur bedeckter Himmel und wenn mal ne Wolkenlücke da ist dann aber natürlich doch nicht dort wo sie wichtig wäre, oder der Komet hängt noch in einer Lichtglocke in der Umgebung.... es ist zum verzweifeln ich habe schon fast die Hoffnung aufgegeben ihn noch sehen zu können.... :-(
 
Hallo Kometenfreunde,

habe gestern Lulin endlich mal mit dem Großbino 6"/f5 erwischt.
Mit dem 24er Panoptik (31x) am beeindruckendsten. Sieht wie 'ne echte Kaulquappe aus mit großer Koma und fast stellarem Kern. Der Schweif war über ca über ein Grad zu verfolgen.
Am meisten hat mich aber die hohe Eigenbewegung verblüfft. Innerhalb von 5 Minuten war bereits eine erkennbare Veränderung gegenüber den Hintergrundsternen zu vernehmen.

Grüße von Klaus
 
Hallo liebe Anette,

es freut mich, dass Du nun auch zu den Glücklichen gehörst! Ich habe ihn am vergangenen Dienstag (24.02) mit einem 7x30 Fernglas gesichtet und bestaunt! Er erinnerte mich ein wenig an den schönen Holmes des vergangenen Jahres: rund und grün-gräulich; die Farbe kann ich mir aber eingebildet haben …

Eigentlich waren für heute einige Wolkenlücken angesagt worden. Nach dem Nebel heute Nacht hatte ich auf einen schönen Sonntag gehofft und mich schon im Garten in der Sonne sitzend gesehen – schade ...

Im Moment sitze ich am leicht geöffneten Fenster, um das Schreien der zurückkehrenden Zugvögel zu hören. Seit heute morgen sind schon einige Formationen über den Hof hinweggezogen; ein immer wieder ergreifender Moment, der uns den nahenden Frühling vorhersagt.

Viele liebe Grüße und einen sternklaren Himmel über Wien und Umgebung wünscht Dir

Ilka
 
Hallo!

Gestern am Abend reichte es für mich zwar nur für eine visuelle Sichtung, das aber unter wirklich gutem Himmel.

Mit dem 7x42 Swarovski Fernglas konnte ich Lulin sofort erkennen. Die längliche Koma und der Schweif waren schön zu sehen.

Anschließend beobachtete ich noch kurz das Leo-Triplet mit dem 7x42 Fernglas. M65 und M66 waren eindeutig sichtbar. Bei NGC3628 bin ich mir nicht ganz so sicher.

Auch im Großen Bären konnte ich zuerst M51 und kurz danach auch M81 und M82 ohne Probleme sehen.

Insgesamt ein schöner Abend mit dem Fernglas.

cs
Markus
 
Hallo Marco,

dann hast du einen guten Himmel oder gute Augen. Gestern Nacht habe ich nochmals meinen kleiner 80er-Refraktor rausgeschleppt und Lulin studiert. Die Elongation war geradeso auszumachen, der punktförmige Kern natürlich recht einfach. Aber mit bloßem Auge war einfach nix zu machen. Es war ein 4.5m - Himmel...

Grüße,
Stefan
 
Hallo Stefan,

die Elongation bzw. die auch von Markus erwähnte längliche Koma war natürlich nur im 7x42 schön zu erkennen. Mit dem bloßen Auge habe ich nur einen schwachen, verwaschenen Fleck gesehen. Hier war nix von einer Ausdehnung zu erkennen.

Die Grenzgröße des Himmels habe ich nicht bestimmt, wir haben aber bei uns normalerweise einen üblichen Landhimmel (1300 Einwohnerdorf). Wie es in einem solchen Dorf so ist, stören natürlich ein paar Straßenlaternen die Beobachtungen. Der Himmel selbst war mal seit längerer Zeit mal wieder relativ klar (habe aber auch schon besseren erlebt), lediglich Richtung Horizont störte ein wenig Dunst.

Viele Grüße

Marco



 
Hallo Kometenfreunde,

endlich hatte auch ich freien Himmel um den Kometen LULIN zu beobachten.

Nach den relativ wenigen Beobachtungen und Bilder hier im Forum zu urteilen, scheint es so, dass gestern (Samstag 28. Februar) nur in Süddeutschland richtig klarer Himmel war. Der war auch echt nötig, da jetzt das nächste Schlechtwettergebiet herein zieht und der Mond stört auch zunehmend. Sonst hätte ich den Kometen wirklich verpasst. Für mich ein Desaster! :eek:

Mein ganzes Teleskoparsenal baute ich gestern auf meinem Balkonbeobachtungsplatz auf, um LULIN in den verschiedenen Instrumenten zu beobachten. Ein 4,5"-Newton f/5, das 10"-Schmidt-Cassegrain f/6.3, und einen 80/400-Refraktor - und natürlich ein 8x50-Fernglas.

In der Dämmerung noch vereinzelt Zirren die sich mehr und mehr auflösten, und recht gute Durchsicht. Gegen 20:30 Uhr den Versuch LULIN mit bloßem Auge zu sehen. Jedoch ohne Erfolg! Dann mit dem Fernglas: "Oh, so schwach!?" Ganz so hell ist der Komet doch nicht geworden, oder die beste Zeit ist schon vorbei. Jedenfalls erkannte ich einen mittelhellen Nebelfleck mit schwachem Schweif.

Im 10"-Schmidt-Cassegrain mit 17 mm-Weitwinkel bei 94-fach, sah ich eine sehr große, helle Koma mit deutlichem und sehr langen Schweif. Das fast sternförmige Zentrum war sehr gut zu sehen.

Der schönste Anblick war jedoch im kleinsten Teleskop; der 80/400 mm-Refraktor bei 20-fach. Hier mal wieder die Bestätigung, helle Kometen mit möglichst kleinem Instrument zu beobachten. Sehr schön und am deutlichstem sah man hier den Schweif! Komet LULIN schätze ich in dieser Nacht grob auf 5-5.5 mag.
Dann natürlich noch ein paar Bilder. Nachfolgend mit dem 130/650-Newton. Aufnahmedaten stehen im Bild:




Dann noch ein Übersichtsbild mit Objektiv 55 mm:
































Dieter

PS: Da die Bilder hier irgendwie verkleinert dargestellt werden und die Schrift verzerrt, hier die Links:
Komet mit 55mm-Objektiv

Komet im 130 cm-Newton
 
Hallo Dieter!

Auch bei uns in Tirol war der 28. die erste (und wie es aussieht wohl auch die einzige) gelegenheit, endlich diesen Kometen zu beobachten. Bei Vorstadthimmel (ca 4,5m) aus meinem Garten war im 8,5x42 ein leicht ovales, nebliges Fleckchen zu sehen. An unserem Beobachtungsplatz war bei anfänglichen Zirren der Komet im FG mit Schweif ehrer schwach, gegen Mitternacht klarte es aber auf 6m5 auf und er war sogar sehr schwach freisichtig zu sehen. Im 10"-Binonewton mit 40mm Pentax war der Komet sehr beeindruckend, ca 3° Schweif und leichte Strukturen. Sowohl im Bino als auch im 16" Newton hatte ich den Eindruck, die Koma sei ganz schwach grünlich, kann aber auch Einbildung gewesen sein. Insgesamt ein netter Komet, aber er haut einen auch nicht aus den Socken.

GRüße
MArtin
 
Nachdem ich wegen des Wetters schon fast in die Depression gefallen bin, hatte der Himmel gestern abend ein Einsehen und ließ mich Lulin eingehend betrachten. Mit dem bloßen Auge wars nichts - der Mond störte schon etwas. Im 10x50-Fernglas konnte ich die Paramater bestimmen: 5m7, Komadurchmessser 26', Schweiflänge 1,3 Grad.
In meinen 32-cm-Dob war eine unglaubliche Menge von Einzelheiten zu erkennen. Eine ich habe eine Zeichnung angefertigt:
 
Hallo Astrofreunde,

obwohl ich mich schon ewig für Astronomie interesiere,
bin ich erst jetzt dem Forum beigetreten.

Bin auch durch das Forum auf den Kometen aufmerksam
geworden und habe auch seit über einer Woche auf eine
Lücke in der Wolkendecke gewartet.

Gestern Abend konnte ich gegen 22.00 Uhr einen
Blick durch das 8x40 Fernglas auf Lulin werfen,
der Himmel war aber nicht richtig transparent,
auch das Stadtlicht störte natürlich, so das
nur ein länglicher Nebelfleck erkennbar war.

Ich werde es aber weiter versuchen.

CS, Martin
 
Länglicher Nebelfleck ist doch schon mal etwas - du hast den Schweif gesehen. Wenn man sich Zeit nimmt und länger und intensiver hinschaut, wird man auch mehr Einzelheiten erkennen. Das astronomische Sehen muss man lernen, das haben wir alle durch.

In den nächsten Tagen stört leider der Mond zunehmend (im doppelten Sinn ;-).
 
Hallo Uwe,

stimmt, jetzt kommt nach der Schlechtwetterperiode
noch der Mond störend dazu.

Ist eigentlich von Lulin beim nächsten Neumond
noch "etwas übrig" oder ist er dann schon zu
lichtschwach für kleinere Optiken ?

Martin
 
Hi Martin,

sollte noch gehen (nächster Neumond, 26.), allerdings dürfte er dann nur noch ca. 9m- 10m hell sein und steht im Sternbild Zwilling.

Gruß
Lots
 
Moin Martin!

Die erste Gelegenheit, den Kometen ohne Mondlicht am Abend zu sehen, ist am 12. für knapp eine halbe Stunde. Danach ist das Sichtfenster jeden Tag ein bißchen länger offen. In 10 Tagen also wird Lulin etwa eine bis anderthalb Größenklassen verloren haben, also etwa +7 m hell sein, da er sich nun sehr schnell von der Erde entfernt. Die Helligkeit reicht immer noch für Ferngläser und kleine Teleskope.
 
Hi Lots, Hi Micha,

danke für die Info´s, ich werde es dann mal
in meinem kleinen Vierzöller probieren,
+7m oder auch etwas weniger sollten ja da
kein Problem sein.

Martin
 
Hi,

ich konnte am Samstag den 28.02.2009 Lulin sehen. Es ist mein erster Komet überhaupt den ich in meinem Leben gesehen habe.
Gegen 20 Uhr konnte ich Lulin unweit von Regulus (Leo) mit dem Sucher (8x50) sofort als hellen Nebelfleck erkennen. Mit meinen 8 Zöller und einem 20mm Okular (2 Zoll Steckgröße) konnte ich den Komet Lulin gut beobachten. Der Schweif war im Okular nach rechts und ca. 45 grad nach oben gelenkt (Norden im Okular bei mir unten). Die Farbe grün konnte ich leider nicht eindeutig sehen, eher grau-grün, wobei das grau eher dominierte.
Der Komet samt schweif passte jedoch nicht vollständig ins Okular. Eine höhere Vergrößerung (z.B. 13 mm) brachte leider nicht mehr Details. Am schönsten war der Anblick mit dem 20er Okular.

Meine Beobachtung wurde dann spontan zu einem „public viewing“. Einige Kinder aus der Nachbarschaft durften noch bis ca. 21 Uhr durch das Teleskop gucken. Die Kinder bestätigten mir die grüne oder grau-grüne Farbe auch nicht. Also blieb ich mit meiner Farbwahrnehmung ziemlich alleine.

Den Kindern zuliebe wurde nur noch das Programm Saturn, Orion-Nebel und einige Sternhaufen im Krebs, Zwillinge und Fuhrmann gefahren.

Anschließend habe ich den Komet Lulin mit einem 10x50 Fernglas beobachtet. Auch hier sehr einfach zu finden, wenn man weis wo man suchen muss.

Himmel war mit SQM-L mit ca. 20,0 für meinen Garten erstaunlich gut. Um 22:40 Uhr war der Sternenhimmel schlagartig im Nebel verschwunden. Zufrieden habe ich dann alles zusammengepackt.

Sehr schön empfand ich die Tatsache, dass ich meine Begeisterung mit den Kindern teilen konnte.
 

Neustes Astronomie Foto

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