Der MGEN Einstellungs Thread

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Hallo,
habe eben auf die schnelle das Bild mit dem Helikal-Auszug gesehen.

Ich habe den TS Sucher mit 50mm Öffnung und komme gar nicht richtig in den Focus mit dem MGEN!
Laut Telefonat mit Teleskop-Shop geht der Sucher nicht und angeblich auch nicht der 60mm und 80mm. hmm....
Auf der Website steht was anderes......
Nun habe ich das Bild hier entdeckt und möchte gerne mal wissen ob das alles so stimmt ?

Ich werde mir nachher mal den ganzen Beitrag hier durchlesen aber vielleicht hat ja jemand auf die schnelle eine Antwort.

Danke

Gruß Ramon
 
Hallo zusammen,

Hat jemand Einstellungswerte wenn ich den MGen an einen OffAxis guider anschließe? Brennweite usw.

Danke Euch im voraus.
Karl-Heinz
 
Hallo Karl-Heinz,

ja die hab ich. Als Brennweite musst du die Teleskopbrennweite einstellen und das Binning auf 2x2.

Das ist alles.

Eigentlich musst du dann die Toleranz halbieren, wegen des Binnings. Das geht bei mir aber nicht gut.

Ansonsten funktioniert das OAG- Guiding bei mir super.

Gruß,
Stefan
 
Hallo Stefan,

Danke Dir für die Info.....hat mich gefreut von Dir zu hören.
Der Thommy hatte mir auch noch kurz geschrieben und er schreibt Brennweite Teleskop und je 200mm 0,1 tol. Ich hoff ich kann das ganze nun bald mal ausprobieren.

Gruß Karl-Heinz
 
Hallo Karl-Heinz,

die Formel Brennweite > Toleranz ist ja interessant.
Das wären bei 1200mm ja 0,6 Tol, sehe ich das richtig?

Zum Glück soll ab nächste Woche das Wetter besser werden;)

Gruß,
Stefan
 
hallo Stefan,

für 1200mm 0,6 Tol als Richtwert siehst du richtig.
Es ist weil der Bildmaßstab proportional mit der Brennweite wächst. Eine Abweichung die bei 200mm 0,1 Pixel gross ist, ist bei 1200mm entsprechend 0,6 Pixel. Das ist ein vernünftiger Rahmen seeingbegrenzt zu guiden ohne das Guiding zu überreizen.

Binning ist nicht generell bei OAG empfehlenswert:
Die Binning Modi sind besonders für lange Guide Brennweiten nützlich, ab etwa 1500mm. Es sollte nur benutzt werden wenn sich der Leitstern bei der Kalibration zu schnell bewegt und der Stern durch den Bildmassstab zu gross und diffus wird. Bei kleinen Guide Brennweiten sollte es nicht benutzt werden, da durch Undersampling die Genauigkeit des Guidens leiden würde.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

vielen Dank für die Aufklärung.
da werde ich dann wohl meine Parameter noch mal etwas umstellen.
Für so etwas gibt es aber auch nirgends eine Anleitung.

Gruß,
Stefan
 
Eine Frage mal direkt an Tommy,

da er der einzige mir bekannte ist, welcher die AZ-EQ6 mit dem MGEN schon erfolgreich verwendet hat. Welche Grundeinstellungen (AG Speed, num, aggr, tol, mode) hast Du für Deinen Test (s. Facebook) verwendet bzw. kannst Du mir raten. Equipment: AZ-EQ6 mit 8x50 Sucher


Grüsse und CS
Claus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo Clausi,

die Parameter sind dieselben wie bei der EQ6Pro, ich nehme AG speed 0,5 num 1 agg 80% Tol 0,1 mode 2

viel Erfolg und cs
Tommy
 
Hallo Tommy,

also der MGEN ist echt ein TOP-Produkt!

Einschalten, Star Search, Stern auswählen, calibrieren und starten und es läuft und läuft und läuft und läuft und läuft...

Habe am Samstag und gestern mal die neue Funktion mit den unterschiedlichen Belichtungsprogrammen getestet: :super:

Ist es schon absehbar ob bzw. wann der MGEN mal über den PC ansteuerbar ist?
Dann brauch ich nicht mehr in die Kälte raus um die Einstellungen zu machen...
;)
 
Hallo,

vorab möchte ich mich erstmal kurz vorstellen, mein Name ist Karl-Heinz Christ, bin 53 Jahre und betreibe seit ca 3 Jahren das Hobby der Astronomie.
Ich habe schon sehr viel hier im Einstellungsthread zum MGen lesen können. Meinen MGen habe ich im letzten Herbst gekauft und bin erst letzten Montag dazu gekommen ihn zu testen. Nach 3 Stunden habe ich es aufgegeben. Ich habe leider kein Guidung hinbekommen. Nun habe ich auch schon mittlerweile heraus bekommen, dass mein verwendeter Sucher (TSFRE850SS, Helicalauszug) nicht für die Kamera geeignet ist, da ich nicht in den Fokus komme. Jetzt habe ich noch eine 8x50 Sucher von GSO (der war beim meinen 10" Dobson bei)zur Verfügung. Ein entsprechenden Adapter für die Kamera habe ich auch. Nun meine eigentliche Frage: kann mir jemand die Brennweite des Sucher sagen und hat jemand mit diesem Sucher Erfahrung und kann mir vielleicht einige Einstellungswerte sagen. Meine Aufnahme Optik ist ein Newton 150/750 von SW, auf einer EQ5 SkyScan, die Aufnahme Kamera ist eine EOS1000da. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Herzliche Grüße aus der Schwalm
CS
Karl-Heinz
 
Hallo,

also beim 9x50 von Skywatcher habe ich 170mm eingegeben.
Es soll ja nur ein Richtwert dein, dass der MGEN weiss wie weit er die RA und DEC beim kalibrieren driftet ohne den Stern aus dem Guidingfenster zu werfen.

Irrtum möglich.

MfG, Andy
 
Hallo Karl-Heinz,

solang der Fokus nicht korrekt ist, kann der beste Autoguider nicht nachführen. Ich versuche mal Schritt für Schritt zu schildern, wie Du den optimalen Fokus ermittelst.

Die Brennweite ist ca. 180mm. Das und die Guidinggeschwindigkeit Deiner Montierung muss im "Guider Setup" vom MGEN eingetragen werden. Bei der kurzen Brennweite des Suchers bleibt das "CCD binning" auf 1x1 stehen. Der Sucher wird über das Objektiv fokussiert. Dieses kann über ein Gewinde rein und raus gedrehen werden. Vorher aber nicht vergessen, den gerändelten Konterring an der Objektivfassung zu lösen. Als Objekt wählst Du entweder einen hellen Stern mit ausgerichteter und laufender Montierung oder eine künstliche, weit entfernte Lichtquelle (Straßenlaterne).


  • Du wählst im "Guiding menu" den Punkt "Live View" aus.
  • Sollte auf dem Display nichts zu sehen sein, kannst Du "Gain" und/oder "exp" vergrößern.
  • dann sollte eine Stern (bzw. eine helle Scheibe) sichtbar werden.
  • Jetzt das Display beobachten und gleichzeitig den Fokus am Sucher einstellen. Hat der Stern den scheinbar kleinsten Durchmesser erreicht, wählst den Menüpunkt "select" und zentrierst das Quadrat mit den Cursortasten über den Stern. Anschließend mit der Taste "Set" bestätigen.
Jetzt bist Du im eigentlichen Guiding Menü. Hier wird nun der Stern als sehr heller "matschiger" Fleck in der "gui mask" dargestellt. Der Stern ist im Moment noch überbelichtet und deshalb unmöglich zu fokussieren. Um den optimalen Fokus zu finden, wird "Gain" und "exp" angepaßt. Das hat der MGEN die sogenannte "porfile" Funktion. Dabei wird im Display nicht der Stern, sondern eine Helligkeitskurve angezeigt.

  • Du gehst mit dem Cursor einmal nach oben, so dass das Symbol "<<" markiert wird und drückst auf "Set".
  • "gui mask" ha sich jetzt zu "profile" geändert.
  • Es erscheint am oberen Bildrand eine durchgezogenen Linie. diese stellt die schwarzen Pixel dar. Da der Stern im optimalen zustand ein kleiner Punkt auf schwarzem Hintergrund ist, sollte dieser als möglichst schale, parabelförmige Kurve(beim MGEN nach unten) erscheinen. Ist der Stern nicht optimal fokussiert, ist diese Kurve breit und stumpfer.
  • Um die Kurve richtig zu sehen, wird zunächst "gain" und "exp" so lange verringert, bis die Kurvenspitze den unteren Bildrand nicht mehr erreicht.
  • Jetzt kannst Du in kleinen Schritten das Objektiv fokussieren. Du wirst auf dem Bildschirm sehen, das die Kurve immer schmaler, spitzer und länger wird.
  • Sobald die Kurvenspitze wieder den Bildrand erreicht, Wird erneut "gain" und "exp" angepasst.
  • Das machst Du so lange, bis eine schmale, nadelförmige Kurve erreicht ist.
  • Jetzt ist der Sucher optimal fokussiert und kann mit dem Konterring fixiert werden.

Um das Guiding zu starten wählst Du auf Seite 3 und 4 im Guiding Menü "tol. 0.20", aggr. 80%" und "mode 2" ein. Mit diesen Werten habe ich schon bei diversen Montierungen gute Ergebnisse erzielt. Allerdings sind diese Parameter sehr stark vom Seeing abhängig und müssen gegebenenfalls angepasst werden.
Anschließen auf Seite 2 den Punkt "Callibration" und "calibrate". Der MGEN ermittelt nun die Geometrie von Kamerakopf und der Montierung. Sollte das Endergebins 90% oder besser sein, steht einem erfolgreichen Guiding nichts mehr im Weg.
Nur noch auf Seite 1 "AG start" und los gehts.

CS
Markus

 
Hallo,

Ersteinmal ein Dankeschön für die schnellen Antworten.

@Markus
Herzlichen Dank für deine ausführliche Beschreibung. :super: Einiges davon hatte ich auch schon beherzigt, aber dadurch das der von mir verwendet Sucher nicht funktionierte und dazumal am Letzten Montag, trotz klaren Himmels, ein sehr besch...... Seeing war, konnte natürlich nichts gehen ;(
Sobald es der Himmel zulässt, werde ich das ganze nochmal versuchen und über meinen Erfolg oder Nichterfolg hier berichten.
Bei meiner EQ5 ist eine Guidegeschwindigkeit von 0,5 eingestellt, diese hatte ich auch schon beim MGen eingestellt.

CS
Karl-Heinz :)
 
Hallo Markus,

Gestern Abend habe ich es endlich mal geschafft den MGen , nach Deinen Schritten einzustellen. Perfekt, es hat bestens funktioniert. Habe einige Aufnahmen von NGC 6530 und NGC 6618 machen können. Das Guiding funktioniert tadellos. ;) Nach dem durchführen der Calbration hatte ich ein Wert von 100 % was mich ein bisschen bei meiner EQ5 Skyscan verwunderte. Ich habe die Calbration später nochmal durchgeführt und wieder 100% gehabt.

Ich habe zwar nur mit meinem SW 120/600 Richifield gearbeitet, aber mir ging's ja in erster Linie mal zu sehen ob der MGen funktioniert.

Da ich kein Laptop angeschlossen hatte und die Kamerasteuerung über den MGen gemacht habe, hatte ich einige Probleme mit dem Scharfstellen des Refraktors. Auf dem Kameradisplay sieht ma da nicht allzu viel.

Zumindest wars der Anfang und wieder einmal für mich ein kleiner Erfolg.
Danke nochmal für Deine Ausführliche Info

CS
Karl-Heinz


 
Hallo Tobias!

Also dass die Kamera keine Bilder am MGEN zeigt, hatte ich schon dreimal! Größter Schwachpunkt ist die Aufsteckplatine,
die über Pfostenverbinder auf die Hauptplatine gesteckt ist und sich leicht lösen kann.
Habe diese Verbindung mit Heißkleber abgesichert, seitdem ist Ruhe! Auch hatte ich mal einen anderen Fehler am MGEN, der die Kamera auch Schachmatt setzte: Die Buchsenleiste, auf die der Pfostenverbinder gesteckt wird, hatte übelste Lötstellen, die Pins waren nur umgeben vom Lötzinn ohne Berührung. Also Qualitätsprüfung am Bandende kennen wohl die Ungarn nicht. Nachlöten hilft und ist einfach, da - ich glaube 1.27 mm Raster. Ich will nicht falsch verstanden werden: MGEN ist ein ausgereifter, Klasse Autoguider, keine Frage, aber die Verarbeitungsqualität ist nicht so toll, da stehen mir als Elektroingenieur fast alle Haare zu Berge :-)
LG

Scotty
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich stelle meine Frage mal hier in den Thread:

Welche Einstellungen könnt ihr für relativ ungenau ausgerichtete Montierungen bei Guiding auf Leitsterne mit geringer Helligkeit empfehlen?

Da ich einen West-Balkon habe und weder richtig nach Süd, noch nach Nord einsehen kann, kann ich die Montierung nur grob ausrichten, was jetzt aber nun nicht Thema sein soll (ich arbeite daran, ggf öffne ich mal ein eigenes Thema dazu).

Normal fahre ich per Sucherguiding und bewährten Einstellungen (Tol 0,1-0,15 und Agg 70-80%) ganz gut, aber auf meinem Balkon komme ich damit nicht weit, je nach Entfernung vom Himmelspol.

Mein Problem ist nun Folgendes, finde ich keinen hellen Leitstern, muss ich bei max Gain schon 1200-2000ms belichten. Dummerweise ist dieser Intervall anscheinend zu lang und der Mgen schafft es nicht, die Abweichung auszugleichen.

Ich habe zb mal die Toleranz erhöht und die Aggressivität verringert, nach dem Motto "lieber große, runde Sterne als schmale Striche", aber das hat nur bewirkt, dass die Sterne völlig Krumm und schief wurden, da die Drift ja meistens in einer Achse höher ist als in der anderen. Über Tipps wäre ich sehr dankbar.
 
Meine Frage hat nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun:
Ich habe mal eine Kurve, welche ich mit dem Lacertatool von Knickohr (vielen Dank übrigens!) erstellt habe, ausgewertet.
Dabei ergibt sich eine Abweichung der beiden Achsen (RA und DEC) von +/- 2 Bogensekunden. Das ist schon mal sehr gut, denke ich. Die DEC-Achse driftet über einen Zeitraum von rund 30 Minuten um 40 Bogensekunden nach Minus ab. Wie ist das zu Interpretieren? Muss ich die DEC-Achse steiler oder flacher stellen um diese Drift so weit wie möglich auszuschalten?
Montierung ist eine MESU2. Nachgeführt wurde über einen OAG bei 2500mm Brennweite.

CS
Dieter
 
hallo Roman,

du hast richtig mitgedacht, bei ungenauer Einnordung helfen nur möglichst kurze Guideintervalle damit der MGEN genügend Korrektur ausgeben kann. Und der Leitstern sollte unbedingt innerhalb des Aufnahmefeldes sein, du bekommst nämlich eine Bildfelddrehung um den Leitstern - und dann ist es gut wenn dieser im Bild ist.

Um schwächere Sterne zum Guiden benutzen zu können, versuche die Threshold niedrig zu halten. Im Guidefenster ist sie per default 10, kann aber ruhig bis etwa 6 gesenkt werden. Oder du benutzt die Justageschrauben des Suchers um einen geeigneten Stern zu finden, das gesichtsfeld des MGEN am Suchers ist gut von Plejadengrösse.

lg Tommy
 
hallo Dieter,

prinzipiell geht es per akkumulierter Driftkurve einzuscheinern. Aber es ist ganz wichtig zu wissen, wo dein Stern sich am Himmel befindet: West, Ost, Meridian - je nachdem machen sich die Driften mehr in RA oder DEC bemerkbar. Nichts anderes macht man beim Scheinern. Es ist sicher einfacher WCS oder sowas zu benutzen, diese Tools sind dafür gemacht. 40 arcsec in 30 Minuten ist nicht viel!

lg Tommy
 
Hallo Tommy, danke für die Antwort.

Mit dem Grenzwert habe ich natürlich auch rumprobiert. Teilweise habe ich mit dem Sucher den maximal möglichen Raum abgesucht und oft keinen Stern heller als vermutlich 8 mag (?) gefunden (Vor kurzem erst bei M16 und M92 so geschehen), daher auch eine Exp von ~1,5 Sekunden, die leider manchmal zu lang für Korrekturen ist.

Gibt es eine Möglichkeit über die Toleranz oder Aggressivität zu erreichen, dass man einfach größere Sterne in Kauf nimmt, in dessen zugelassenem Radius wiederum der MGEN auch in den erwähnten Intervallen einigermaßen gut nachführen kann?

Eine weitere Frage liegt mir seit Längerem auf der Zunge: Ist es beim Mgen für das Erreichen einer höheren Grenzgröße sinnvoller, ein Leitrohr mit größerer Öffnung zu wählen oder ist allein das Öffnungsverhältnis entscheidend? So frage ich mich z.B., ob ein 80/400 (F5) Leitrohr überhaupt einen Vorteil gegenüber einem Sucher(F3,6) hätte?
 
hallo Roman,

mit dem Sucher kann ich unter meinem mag5 Himmel 10,5-11mag Sterne bei 900ms Integrationszeit verwenden. Siehe:
Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/bild/ccd-standalone-hu-3.jpg

Wenn du nur bis mag8 kommst, überprüfe ob du optimal fokussiert bist (Bildschirm profile). Ich habe mein 80/400 Leitrohr ins Regal verbannt, man hat bei 180mm Brennweite mehr als 4x so viel Feld am Chip. Die fotografische Lichtstärke geht auch mit dem Öffnungsverhältnis, aber bei gleicher Brennweite.

lg Tommy
 
Hallo,

Ich möchte hier mal meine erste Fotografische Nacht mit dem MGEN - Autoguider wiedergeben .

Der Guider ist an der SkyScan und korregiert die GP-DX .
Als Leitfernrohr diente ein 110x1035mm Vixen . Fotografiert wurde mit 250mm durchs Teleobjektiv . Die 40D wurde umgebaut und gleichzeitig mit als Kameratest eingesetzt .
Testobjekt war NGC 1499 .

Nachdem alles vorbereitet und angeschlossen war , MGEN einschalten und loslegen mit dem Guiding . So einfach ist es dann doch nicht geworden . Das erste mal hat er ca. 30sek. geguidet und den Leitstern verloren .
Die Kalebrierung ergab eher schlechte Werte als gute . Es lag zwar immer über 50% , mal 51%,55%,58% und nur zwei mal 98 und 99% .
Der Stern wurde auch meist nicht im Fenstergehalten sondern raus geguidet .
Werte habe ich geändert und ausprobiert aber immerwieder das selbe , Stern verlohren .
Schließlich hat es dann doch noch ein paar mal funktioniert . Vier Stunden habe ich nun verbracht , davon sind 2,5 Std Wolken durchgezogen mit vielen Lücken für den Test .
Der Wolkendurchzug hat der MGEN abgewartet und sobald der Leitstern wieder frei wurde das Guiding fortgesetzt .

Etwas unzufrieden war ich dann aber doch schon . Die wenigen Bilder zeigten dann am PC die eigendliche Nachführung.
An diesem nicht besonders erfolgreichen Guidingtest mischte sich auch noch Oberförster "Unfreundlich" mit ein ,so kam es mir vor einen 2000Watt Stahler in der Hand , nein es war nur eine LED-Lampe mit >100m Reichweite und hat wohl irgendwie nicht kapiert was ich dort eigendlich mache . Mit langer Überzeugung und Astrogefasel wünschte er mir eine erfolgreiche Nacht .

Nun noch ein paar Fragen :
Woran lag es , dass der MGEN den Stern einfach aus dem Fenster fährt und dann aufhört ?
Wie kann ich das File auf den Rechner laden und einsehen?

Hier noch ein Link mit Videos und ein gelungenes Bild .

 
hallo André,

tut mir leid dass es nicht auf Anhieb geklappt hat!

Wo hast du den MGEN denn genau angesteckt? Er gehört nicht an die Synscan Handbox gesteckt, sondern in den ST4 Port der dunklen Steuerbox an der die Synscan Handbox angeschlossen ist. Die Synscan Handbox hat keinen ST4 Port, auch wenn das Kabel dort zufällig reinpasst.

Wenn der MGEN schon bei der Kalibration rumzickt, dann ist es sehr wahrscheinlich dass die Motoren nicht korrekt angesteuert werden können. Aber beantworte bitte erst mal die erste Frage!

Wie du ein Guidingfile erstellst und downloadest und anschauen kannst, steht eigentlich in der Anleitung. Kurzfassung: Der MGEN muss ein File geöffnet haben und die Kamera muss per MGEN ausgelöst werden damit er mitschreibt. Dann mit der MGEN Software aus dem MGEN runterladen und umwandeln. Beim ersten Mal ist es sicher gut die Anleitung für den MGEN dabeizuhaben, und beim runterladen die kleine Anleitung für die Software. Ist alles da drin:

http://www.teleskop-austria.at/info...hu/pdf/LMG_firmware_203b_mit_Doku_deutsch.zip

lg Tommy
 
Hallo Tommy,
Angesteckt war schon alles richtig.

Ich kann mich glaube ich daran erinnern,dass in der Beschreibung steht,der Mgen macht bei gedenkt guiding wenn datum bestätigt wurde ein File. Im File- Ordner ist eines vorhanden,aber kann nicht drauf zugreifen bzw. auf download gehen. Der MGEN wurde am Pc erkannt und installiert.

Zur calibrierung kann ich nur sagen,habe ja zugeschaut und die Motoren arbeiten sehen bzw. Gehört. Ich werde das Nächte mal das Getriebespiel genauer einstellen.

 
hallo André,

"Angesteckt war schon alles richtig." Das will ich dir ja gerne glauben, aber bestätigen kann ich es erst wenn du mir sagst wo du angesteckt hast ;-)

Schreib mir doch mal deine Guiding Parameter bitte, Num tol agg Mode. Und auf der Kalibirier page findst du die Werte pix/s in RA und DE angegeben, über der Ortho, das alles bitte auch.

GP-DX kann enormes backlash haben, aber deswegen kann der Guider den Stern nicht aktiv rausfahren. Das geschieht wenn die Zuordnung der ST4 Impulse zu RA und DE durcheinander kommt. Deshalb notiere bei der Kalibration die Richtungen in die der Stern fährt und die zugehörige LED. Bei den Korrekturen soll der Stern auch in die der LED entsprechende Richtung bewegt werden.

Ein File hat nur einen Inhalt, wenn du auch eine Aufnahme auf der Kamera am MGEN ausgelöst hast. Es muss keine angeschlossen sein, aber in der Belichtungssteuerung muss eine ausgelöst werden. Ein leeres File kann nicht ausgelesen werden - vielleicht isses das?

lg Tommy

 
In der Kamera past ja nur ein Kabel. Das mit dem Controler/ Handbox verbunden. Von dort aus weiter zum Steuerteil der Skyscan . 12 Kabel ran fertig .

Gain 9
exp. 200
thresh. 10

RA
num 4
tol. 0,5
aggr. 72%
mode 2

DEC
Num 2
tol. 0.50
aggr. 52%
mode 2

Guider Setup
Obj. focus 1035mm
RA - DEC 0,5 x
1x1 binning

Ist das nun das File oder nicht .
Jedenfalls gedownloadet bekomme ich es nicht .
Das File Programm ist installiert .
Aktuelles Datum habe ich nicht geschrieben.

File Details
Stats open
Creat 13.10.25 00:23
Modif 13.10.25 02:04
size 1k 0%
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hallo André,

danke für deine Parameter, ein bisserl was ist widersprüchlich:
- kurze Belichtungszeit aber Num >1 (es wird nur jedes Num mal eine Korrektur ausgegeben)

besser ist eine längere Belichtungszeit, niedrigeres Gain (rauscht weniger) und Num = 1

tol ist ok für die lange Brennweite. Musterparameter findest du am Ende der Anleitung beim Praxisbeispiel.

Dein File hast du angelegt, aber nichts reingeschrieben = keine Belichtung gemacht?

bitte die pix/s Werte noch aus der Handbox auslesen!

lg Tommy
 
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