joetaiga
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Die Fujis haben in der Regel eine vergleichsweise hohe Transmission bei H alpha. Im Fuji Forum hat die mal einer mit ca. 60% gemessen. Die meisten anderen Hersteller haben Transmissionen von ca. 25% in dem Bereich.Die einzige Überlegung die ich aktuell noch habe, ob es Sinn macht einfach meine Fuji XT3 auf Astro zu modifizieren und diese als Astrokamera zu nutzen. Hat das irgendwelche Nachteile?
Bei Tageslichtfotografie funktioniert der Weißabgleich nicht mehr richtig. Das kann man mit einem entsprechenden Filter wieder ausgleichen. Bei Canon gibt es dafür z.B. einen Clip Filter, sodass man seine Objektive noch ganz normal weiter nutzen kann. Canon ist aber der Platzhirsch in Sachen Astrofotografie mit Systemkameras. Fujifilm ist da immer etwas außen vor, da das Verkaufsvolumen fehlt. Ob es sowas für Fujifilm gibt, weiß ich nicht. Musst du schauen. Das gilt auch für die Unterstützung mit Software. Für Canon und Nikon findet man gute Unterstützung, für Sony schon weniger, meine Fujifilm Kamera habe ich bisher noch nicht geschafft mit einer Aufnahmesoftware für Astrofotografie zu steuern. Ohne die wird es schwierig, da man dann nur schwer dithern kann, was für die Qualität des Resultats aber sehr wichtig ist.
Von daher würde ich sagen, dass es sich wahrscheinlich nicht so sehr lohnen wird.
Die Brennweite spielt nur insofern eine Rolle, dass sie in die Berechnung des Sampling eingeht. Das Sampling ist die Größe, die zählt.Bei der Brennweite ist glaub ich maximal 1000mm für den Anfang sinnvoll. Vielleicht sogar etwas darunter.
Für die meisten ist bei 1"/px Ende der Fahnenstange. An den besten Tagen vielleicht bei 0,8"/px. Selbst das reizt man nicht jeden Tag aus und da muss wirklich alles super laufen. Wenn ich mit meiner Canon R und einem Sampling von 1,4"/px aufnehme, erreiche ich kein wesentlich schlechteres Ergebnis als mit meiner ASI533MC oder meiner Touptek 26000 Mono bei 1"/px. Das liegt einfach daran, dass die Canon R viel größere Pixel hat und ich in der selben Zeit so gutes Signal bekomme, dass ich deutlich mehr in die Schärfung investieren kann. Dasselbe gilt, wenn ich mit der Touptek 2x2 binne. Der Verlust an Auflösung ist beim Binnen an guten Tagen vielleicht 10-20%, an schlechten Tagen bei null.
Ich habe auch mit einer DSLR und 1000mm Brennweite mit der Astrofotografie angefangen. Ganz einfach weil das Teleskop und die Montierung zusammen mit >20 Jahren praktischer Erfahrung schon da waren. Heute bin ich meistens mit Reducer bei 800mm unterwegs. Von den 1000mm habe ich mit den beiden Astrokameras so gut wie nie etwas, höchstens mit der Canon R und ihren riesigen Pixeln. Mit 1000mm sollte die Montierung auf jeden Fall deutlich überdimensioniert sein, gut laufen und man sollte am besten einen OAG verwenden.