Einstieg in die Astrofotografie

Gibt es eigentlich irgendeinen Thread wo du das Ding nicht empfiehlst? Deine "1300€" ist von einem China-Händler, der nicht mal eine Webseite hat. Selbst bei Aliexpress bekommt man die dafür nicht, geschweige denn von einem Händler in der EU.
So, wie du dieses Ding immer anpreist frage ich mich, warum du dafür nicht einfach den Vertrieb in Deutschland übernimmst.
Hast du ein Problem damit wenn jemand ein Produkt empfiehlt, das gut ist und einen günstigen Preis hat ? Ich habe die UMI damals als erster importiert, mittlerweile gibt es viele zufriedene Nutzer hier , und auch einen eigenen Tread dazu. Sicher hätte ich damals den Vertrieb übernehme können, hatte ich in der Tat überlegt, aber ich hab einfach anderes zu tun. Wenn jemand Interesse hat, die UMI zum oben genannten Preis zu kaufen, kann ich das gerne vermitteln...Provision bekomme ich keine.
 
Hast du ein Problem damit wenn jemand ein Produkt empfiehlt, das gut ist und einen günstigen Preis hat ?
Nur, wenn man das praktisch JEDEM empfiehlt. Ich weiss, die liebst das Ding abgöttisch. Aber einem Neueinsteiger zu empfehlen über einen skurilen Discord-Händler zu bestellen (denn das ist der einzige Weg für diesen Preis), empfinde ich als eher seltsam. Dann schreib wenigstens dazu, dass es da natürlich null Garantieansprüche gibt. Das mag manchen nicht stören, andere vielleicht schon.

Ich könnte jetzt auch jedem die Montierung empfehlen, die ich nutze. Passt aber für viele einfach nicht, daher lasse ich es lieber.
 
Die Motoisierung vom Fokus macht vermutlich auch Sinn. Kann ich das wie einen Autofokus von einer Kamera verstehen? Muss ich überhaupt nachfokusieren? Der Fokus sollte ja auf quasi "unendlich" sein und auch dort bleiben, oder?
Ich empfehle, gleich eine Bahtinovmaske in der richtigen Größe fürs Fokus finden mitzubestellen (kostet idR nicht viel, ca. 30€, aber erleichtert einem WIRKLICH ne Menge). Einen Autofokus im herkömmlichen Sinne gibt es in der Astrofotografie nicht, du musst selbst den Fokus finden. Das ist bei dunklen Objekten mitunter nicht einfach. Diese Maske lässt Spikes auf dem Bild erscheinen, die dir anzeigen, in welche Richtung du deinen Okularauszug drehen musst.

LG
Tobi
 
Bei der Brennweite ist glaub ich maximal 1000mm für den Anfang sinnvoll. Vielleicht sogar etwas darunter.
Wenn du dir noch nicht sicher bist, welche Brennweite du haben möchtest, kannst du auch zuerst noch ein günstiges Teleskop kaufen und dann entscheiden, ob du mehr Brennweite oder weniger haben möchtest. 150/750 oder 200/1200 Newtons gibt es gebraucht wie "Sand am Meer" - ich kann von den "alten Hasen in der Amateurastronomie", die ich kenne, sagen, dass viele solch ein Teleskop als zweit/dritt/viert Teleskop besitzen, weil die mitunter immer noch viel Spaß machen und man gut selbst etwas mit Teleskopmodifikation rumprobieren kann.

Es ist oftmals ratsam, erst ein günstigeres Setup zu holen, um zu entscheiden, was man genau machen möchte.
Bei der Montierung würde ich dir aber gleich zu einer traditionellen EQ6-R raten. Da du eh keine mobile Astrofotografie nutzen möchtest, sind dir die Vorteile von harmonischen Montierungen eh egal und die Nachteile, dass diese einfach noch nicht so genau sind, überwiegen da. Zumal du für das Geld auch mehr bekommst.

Zu deiner Preisvorstellung: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man gerade den "Kleinscheis" nicht vernachlässigen sollte. Sowas wie benötigte Filter, Adapter, Fangspiegelheizung, Flattener/ Komakorrektor, Justierzubehör, Reinigungszubehör, Barlows/ Reducer kauft man als Anfänger meistens erst nach den ersten paar Nächten. Du solltest dir also definitiv etwas Luft lassen, wenn du im Budget bleiben möchtest.
 
Hier ist das APO im Vorteil - und speziell das Askar V, welches diverse Brennweiten ermöglicht, und bereits alle Flattener und Reducer dabei hat! Ich besitze es selber nicht, da ich ein Redcat51 und ein 80er SD Douplet hab - würde es mir aber mit meinem heutigen Wissen ziemlich sicher kaufen! Wenn’s zu teuer ist - dann ist wirklich das TS 80 SD Douplet zusammen mit nem Reducer extrem gut fürs Geld!
Heizmanschetten gibts für 20€… und Filter braucht man initial eher keine…
 
Ich empfehle, gleich eine Bahtinovmaske in der richtigen Größe fürs Fokus finden mitzubestellen (kostet idR nicht viel, ca. 30€, aber erleichtert einem WIRKLICH ne Menge). Einen Autofokus im herkömmlichen Sinne gibt es in der Astrofotografie nicht, du musst selbst den Fokus finden.
Volle Zustimmung zur Bahtinovmaske, wobei Software wie Sharpcap tatsächlich Autofokus ermöglicht – da wird über den Motorfokus ein bestimmer Fokusbereich abgefahren, alle paar Schritte ein Foto gemacht und die Schärfe bestimmt. Danach kann man den besten Schärfepunkt anfahren lassen.

Das braucht aber seine Zeit und ist vor allem dann interessant, wenn man remote arbeitet; die Bahtinovmaske geht wesentlich schneller (auch, wenn du mit Laptop und Sharpcap o.ä. arbeitest)

Beide Methoden machen in Verbindung mit Goto Spaß: An einem hellen Stern in der Nähe vom Objekt fokussieren, zum Objekt schwenken, fotografieren, feststellen, dass die Bahtinov-Maske noch auf dem Teleskop sitzt, und endlich richtig fotografieren. Die Schritte 3 und 4 sind optional, werden aber immer wieder gerne gemacht ;)

Beste Grüße,
Alex
 
Gibt es eigentlich irgendeinen Thread wo du das Ding nicht empfiehlst? Deine "1300€" ist von einem China-Händler, der nicht mal eine Webseite hat. Selbst bei Aliexpress bekommt man die dafür nicht, geschweige denn von einem Händler in der EU.
So, wie du dieses Ding immer anpreist frage ich mich, warum du dafür nicht einfach den Vertrieb in Deutschland übernimmst.
Ich habe kein Problem, ein Produkt mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe, jedem zu empfehlen. Die Einrichtung mit der OnStep Steuerung ist absolut problemlos ( wesentlich einfacher als manche anderer Anbindungen derzeit auf dem Markt befindlicher Montierungen ) Im übrigen habe ich oben auch die ZWO Am und die Warp Astro empfohlen, Montierungen die ja ähnlich aufgebaut sind ( nur halt teurer) . Allerdings ist die UMI vom Preis -Leistugs Verhältnis derzeit kaum zu schlagen.
Nur weil man keinen deutschen Distributor hat, heißt das nicht das das Produkt schlecht ist, oder es keinen Support gibt.
Im Gegenteil, der Endkunde spart sich das Geld, das sich der Distri einsteckt . Derzeit gibt es keinen EU Händler, das ist auch soviel ich weiß nicht geplant.
Die Montierung des Herstellers wird über 2 Vertriebskanäle verkauft. Von Meow Astro über Discord , und Skyoptisk über Ali und Ebay.
Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Skyoptisk, über den Discord Kanal kann ich nichts sagen , da ich von MEOW bisher nichts gekauft habe.


Im übrigen , einfach mal hier im Forum rein lesen, es gibt schon viele zufriedene Nutzer , und manche von uns freuen sich, wenn sie vielciht ein paar hundert Euro weniger für die gleiche Leistung ausgeben müssen.

Wie gesagt, wenn Interesse besteht, stelle ich gerne den direkten Kontakt her ( nicht über Discord)
Der Original Hersteller der Umi und der Umi Lite ist übrigens die Firma Shenzhen Feiyu Optical Technology Co., Ltd , aber die haben nur in den ersten paar Monaten noch direkt vertrieben, und danach den Vertreib an die beiden oben genannten Firmen abgegeben .

 
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Hallo Michael,
jetzt bist du auch nicht schlauer als am Anfang. Deshalb jetzt auch noch mein vollkommen anderer Rat:
Besuche eine Volkssternwarte/Astroverein in deiner Nähe. Österreich ist doch voll davon. Dort kannst du verschiedene Fernrohre probieren und bekommst einen Eindruck von Montierungen und deren Stabilität. Schau durch ein sehr gutes Okular und vergleiche es mit einem preiswerten. Verschaffe dir einen Überblick und werde dir klar darüber, was du willst. Wenn du dir dann sicher bist, dass du bei dem Hobby bleibst, erst dann baue deine Säule im Garten auf. Und wenn du etwas Geld investieren willst, dann gib den größten Teil für eine Montierung aus. Die behältst du dann für den Rest deines Lebens, ebenso wie sehr gute Okulare. Tolle Fotos kannst du mit einem 500€ GebrauchtApo und deiner vorhandenen SLR Kamera machen. Gebrauchtkauf aber nur mit Selbstabholung, leider wird auch bei uns inzwischen betrogen.
ich wünsche dir einen Erfolgreichen Start und viel Freude, dann bleibst du lange dabei.
CS Harald
 
Hallo an alle da draußen.
Ich danke mal an alle Rückmeldungen da draußen. Steh aktuell draußen und fotografieren den Orion. Leider ist die Luft heute sowas von dunstig. Ich hab zumindest heute versucht als erstes mal Flats und Bias auch mitaufzunehmen. Mal schaun was raus kommt. Aktuell steh ich bei etwa 30 Minuten Belichtungszeit.

Eins ist mir inzwischen klar geworden und das ist das ich vorerst mal bei Linsen bleibe. Das ist mir als Fotograf erstmal sympathischer. Aus diesem Grund ist fürs Erste der Newton mal ausgeschieden. Weiters hab ich mich auch gegen die Säule ausgesprochen. Ich denke, dass es vielleicht doch von Vorteil ist etwas mobiles zu haben. Die mobile Variante mit Stativ ist ja im Grunde ähnlich schnell im Garten aufgestellt mit dem Gewinn, dass ich wirklich mobil bin. Etwa 30-45 Minuten Fahrzeit von mir kann ich den Almsee, den Gahberg oder Steinbach am Ziehberg erreichen. Da ist es wirklich dunkel. Mir diese Option offen zu lassen, bedeutet eigentlich nur einen Gewinn.
Die Stromleitung im Garten kann ich auch mittels 5 m Verlängerungskabel realisieren.

Die einzige Überlegung die ich aktuell noch habe, ob es Sinn macht einfach meine Fuji XT3 auf Astro zu modifizieren und diese als Astrokamera zu nutzen. Hat das irgendwelche Nachteile?
 
Hi!

Ein Gedanke zur Säule: Seit ich auf meinem Balkon eine Säule habe, wird das Teleskop deutlich häufiger genutzt – das Stativ ist im Keller für den mobilen Einsatz und die wirklich guten Nächte. Halte dir zumindest gedanklich die Option offen, eine Säule aufzustellen – das heißt ja nicht, dass du dich vom Stativ trennen musst. Der Komfort, kein Stativ aufstellen zu müssen und schon grob eingenordet zu haben (für visuell langt es, wenn du dir eine Markierung an der Säule machst, und korrekt eingenordet ist dann auch schneller) ist nicht zu unterschätzen. Man wird bequem...

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

also wenn Du rund 5000 EUR zur Verfügung hast, dann würde ich ein ähnliches Setup kaufen, das ich benutze. Damit wirst Du als Fotograf viel Freude haben (und das behaupte ich einfach mal als jemand, der auch erst seit zwei Jahren dabei ist und vorher keine Fotografie-Erfahrung hatte):

- ZWO AM 3 mit Stativ ZWO TC40 (ist als Bundle erhältlich) - 2500 EUR
- ZWO Asiair Plus - 400 EUR
- ZWO Asi Kamera (Modell kannst Du Dir aussuchen, es muss keine gekühlte Kamera sein, wenn sie zunächst nicht ins Budget passt, ich hab auch keine und vermisse keine) - 500 - 1000 EUR
- Ein 60 - 80 mm Apo (Marke egal, schau, ob es ins Budget passt) - 500 - 1200 EUR
- Kleines Guiderohr und kleine Asi-Kamera zum Guiden - 300 EUR

Statt der ASi Kamera kannst Du auch eine DSLR benutzen. Die Asiair unterstützt viele Canon und Nikon Kameras.

Ich bin von ZWO überzeugt, bei mir funktioniert das alles und ich finde die Sachen auch optisch schick. Das ist zwar nur B-oder C-Note, aber trotzdem schön, wenn es so ist, dass man das Zeug gerne anschaut.

Viel Spaß, bei Fragen bitte melden.

LG Olaf
 
Servus,

Da Du passionierter Fotograf bist: denk dran dass viele Teleskope/Flattener das Vollformat nicht (gut) ausleuchten. Achte also bei der Auswahl drauf. Bei Newtons kann das bedeuten, dass Du auchvgrössere Okularauszüge brauchst (Kosten).

Ein mobiler Setup ist nicht schlecht bei Euch in Österreich, weil ihr in erreichbarer Nähe hervorragend dunklen Himmel habt ! Davon träumt man in D nur. Andererseits ist dunkler Himmel beim Fotografieren nicht so absolut essentiell, wie beim visuellen Beobachten...

Ich würde mir erstmal einen kl. Refraktor holen und mit allem Erfahrung sammeln. Die kurze Brennweite erzeugt auch grössere Feldgrösse, was man für viele Objekte tatsächlich haben will. Später dann ein langbrennweitiges Teleskop dazu für Details und kleinere Objekte.

ABER: Oversizing der Montierung ganz wichtig ! Es gibt Wind, es gibt schlechte Auswuchtung, es gibt Drehmomente durch Kabel oder Zusatzgeräte...

Auch vorher mal bedenken dass Astrofotografie quasi ne Geldverbrennungsmaschine ist (von Zeit ganz zu schweigen). Und: das Equipment ist NUR dafür nutzbar für NIX anderes, es gibt keine Zweitverwendung für... Die Kosten sind also sehr hoch und lassen sich kaum runterrechnen. Das hast Du ja schon bemerkt, aber lass es Dir nochmal genau durch den Kopf gehen, ob man das wirklich will und finanziell kann... ;) Auch die Nachbearbeitung von Fotos ist natürlich - selbst im Vergleich zu ziemlich professioneller non-astro Fotografie - brutal aufwendig. Finishing in Photoshop kommt nur noch zum Schluss... Man verbringt viel - d.h. meist: noch mehr - Zeit am Computer.

Man kann auch visuell beobachten (super Himmel bei Euch in AT !), ist aber ein ganz anderes Business ! Natürlich nicht farbig. Eher aber ein Erlebnis... (Gutes Equipment dafür: 10" f/5 Dob + Filter und Okulare: 2000 Euro, Objektsuche dann zu Fuss allerdings, machen aber viele Leute, mich eingeschlosen ;)).

Good luck,
Peter
 
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Geldverbrennungsmaschine....das ist wohl war . Jegliche gewünschte Verbesserung der Bilder zieht automatisch eine exponentielle Mehrinvestition in Camera, Filter , Linsen, Montierung und Software nach sich :ROFLMAO:
 
Ich weiß, dass ich nicht am optimalen Standort wohne, da ich in meinem Garten nur eine 180 ° Sicht von E über S nach W habe und das auch nur bis etwas über Zenithöhe. Weiters ist die Lichtverschmutzung auch ein großes Problem. Die Helligkeit liegt irgendwo bei 21,2 – 21,4 mag./arc sec2. Als Vorteil könnte man aber vielleicht sehen, dass ich am Rand (roter Punkt) der Lichtverschmutzung liege und eigentlich Richtung der Alpen in die Dunkelheit blicke.
Hi Michael

21,2-21,4 mag ist eine Helligkeit, für die viele hier im Forum sehr viel geben würden. Da bist du schon ziemlich privilegiert :)

VG,
Ulrike
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Michael,

im Sinne anderer Einsteiger wollte ich nur erwähnt haben:

Allein mit 140 mm Brennweite und Deinem Skytracker solltest Du locker eine Minute, eher zwei Minuten belichten können, ohne weiteres Equipment... Nicht 25 Sekunden...

(Und beachte bitte auch die meteorologisch nicht zu erträglichen letzten Monate, bevor Du wirklich sehr viel Geld investierst... )

Davon abgesehen wünsche Ich Dir viel Erfolg mit der zukünftigen Fotografie...

Viele Grüsse

Markus
 
Guten Morgen.
Gestern konnte ich in Summe ca. 45 Minuten belichten bevor der Hochnebel kam. Ich versuchte das ganze mal quick and dirty zu stacken, bekam aber ein komisches Ergebnis. Dazu komme ich später nochmal.
Ich versuche mal auf ein paar der neuesten Kommentare einzugehen.
Ein Gedanke zur Säule: Seit ich auf meinem Balkon eine Säule habe, wird das Teleskop deutlich häufiger genutzt – das Stativ ist im Keller für den mobilen Einsatz und die wirklich guten Nächte. Halte dir zumindest gedanklich die Option offen, eine Säule aufzustellen
Ja, da hast vermutlich recht. Darum möchte ich zumindest bei der Montierung so flexibel wie möglich bleiben. Da hab ich zumindest die Option raus zufahren und mein schweres Carbonstativ zu nutzen, welches ich aktuell auch für den Stat Adventurer nutze. Aber die Säule macht schon Sinn, vor allem wenn der Platz da ist und der Aufwand auch finanziell hier eigentlich zu vernachlässigen ist. Die Überlegung ist nur, ob ein reines Fundament mit Stahlsäule praktischer wäre, dann hätte man zumindest die Option die Säule irgendwann man zu demontierten ohne mit dem Bagger ausrücken zu müssen.

Ja, für das Tageslicht nicht mehr geeignet. Nicht vergessen, du brauchst eine passende Kamera zur ASIAIR.
Ja, das hatte ich schon wieder vergessen. Ich hatte gestern ja mit meiner Fuji ein komisch Artefakt in meiner Orionbelichtung.
Ich habe nach dem Stacken links und rechts im Bild diesen extremen weißen Rand. Ich vermute, dass dieser von den Exifs der Lage der Bilder kommt. Die Kamera hat in die Exifs die Orientierung mit rein geschrieben. Jetzt sind die Bias und die Flats querformat, die Lights und die Darks hochformat. Ich glaube, dass konnte die Ursache für dieses Erscheinungsbild sein. Weiters hab ich einen roten Saum in meiner ganzen Aufnahme, dass meiner Meinung nach nicht nur Ha sein kann. Sieht aus wie ein großer Blendenfleck. Siehe Bilder, welche unten angefügt sind.
Bildschirmfoto 2024-03-01 um 07.45.42.pngBildschirmfoto 2024-03-01 um 07.46.26.png


Auch vorher mal bedenken dass Astrofotografie quasi ne Geldverbrennungsmaschine ist (von Zeit ganz zu schweigen). Und: das Equipment ist NUR dafür nutzbar für NIX anderes, es gibt keine Zweitverwendung für... Die Kosten sind also sehr hoch und lassen sich kaum runterrechnen.
Ja, das hab ich schon festgestellt, aber das ist in der Fotografie auch nicht viel anders. ;)

Man kann auch visuell beobachten (super Himmel bei Euch in AT !), ist aber ein ganz anderes Business ! Natürlich nicht farbig. Eher aber ein Erlebnis... (Gutes Equipment dafür: 10" f/5 Dob + Filter und Okulare: 2000 Euro, Objektsuche dann zu Fuss allerdings, machen aber viele Leute, mich eingeschlosen ;)).
Stimmt, aber da ist früher schon der Funke nicht wirklich rüber gesprungen und ich kann mir ein rein visuelles Equipment nicht vorstellen. Was anders ist natürlich, wenn die Möglichkeit besteht beim Fotoequipment auch durch zu gucken.

21,2-21,4 mag ist eine Helligkeit, für die viele hier im Forum sehr viel geben würden. Da bist du schon ziemlich privilegiert :)
Das gilt ja nur für den Zenit, falls ich das richtig verstanden habe. Rund um mich sind andere Häuser, die haben teilweise keine Rolläden. Straßenlaternen sind eigentlich sehr gut abgeschirmt, weiters immer wieder mal Autos die mit Scheinwerferlichtkegel. Das Umgebungslicht der Nachbarhäuse, Laternen usw. sorgt schon dafür das ich draußen noch was sehe. Zumindest so viel, dass ich in meinem Garten keine Taschenlampe brauche um nicht zu stolpern. :p

Allein mit 140 mm Brennweite und Deinem Skytracker solltest Du locker eine Minute, eher zwei Minuten belichten können, ohne weiteres Equipment... Nicht 25 Sekunden...
Hab ich noch nie probiert muss ich gestehen, da der Orion mein erstes Deepsky Objekt ist. Hier hab ich aber das Problem, dass mir der Orion ausbrennt, je nach ISO, wenn ich mehr als 15 - 20 Sekunden belichte.

Vielen Dank fürs Lesen. Schöne Grüße, Michael

Bildschirmfoto 2024-03-01 um 07.45.42.png
 
Jetzt sind die Bias und die Flats querformat, die Lights und die Darks hochformat. Ich glaube, dass konnte die Ursache für dieses Erscheinungsbild sein.
Das dürfte mit deinem Problem nichts zu tun haben. Letztendlich ist den ganzen Astrotools das "Format" egal. Da wird einfach ein Pixel mit dem anderen verarbeitet und das geht nur, wenn man beide gleich behandelt. Wie sehen denn die Flats aus?
Die Überlegung ist nur, ob ein reines Fundament mit Stahlsäule praktischer wäre, dann hätte man zumindest die Option die Säule irgendwann man zu demontierten ohne mit dem Bagger ausrücken zu müssen.
Klar, ist aber auch teurer.
Hier hab ich aber das Problem, dass mir der Orion ausbrennt, je nach ISO, wenn ich mehr als 15 - 20 Sekunden belichte.
Das ist normal. Das ist ein sehr helles Objekt. Also pro Aufnahme kürzer belichten. Wenn du eine Software hast, die aus unterschiedlichen Belichtungszeiten ein HDR erstellen kann (z.B. Pixinsight), dann kannst du 2 Sets mit Aufnahmen erstellen (z.B. 2s und 60s) und diese dann nachträglich kombinieren.
 
Das dürfte mit deinem Problem nichts zu tun haben. Letztendlich ist den ganzen Astrotools das "Format" egal. Da wird einfach ein Pixel mit dem anderen verarbeitet und das geht nur, wenn man beide gleich behandelt. Wie sehen denn die Flats aus?
Kann die Software unterscheiden, ob jetzt einmal das Bild 6000x4000 bzw. 4000x6000 vorliegt?
Die Flats sehen so aus. Einmal original und einmal 2,5 Blenden abgedunkelt, um mehr zu sehen.
Jetzt bei dem abgedunkelten Flat sieht man glaub ich das Muster. Ich habs mir vermutlich auch zu einfach gemacht mit den Flats. Hab einfach ein weißes Tshirt über die Gegenlichtblende gelegt und dieses mit einer Taschenlampe angeleuchtet und die Belichtungszeit dahingehend angepasst, dass das Histogramm rechts nicht abschneidet. Alles andere ist gleich geblieben.
Bildschirmfoto 2024-03-01 um 08.25.46.png Bildschirmfoto 2024-03-01 um 08.26.10.png
normal. Das ist ein sehr helles Objekt. Also pro Aufnahme kürzer belichten. Wenn du eine Software hast, die aus unterschiedlichen Belichtungszeiten ein HDR erstellen kann (z.B. Pixinsight), dann kannst du 2 Sets mit Aufnahmen erstellen (z.B. 2s und 60s) und diese dann nachträglich kombinieren.
Ah, jetzt ergründet mir der Sinn der anderen Software von denen alle so schwärmen. ;) Am Himmel kann man sich ja genau so austoben wie auch in der Landschaft. Krass!
 
Die Flats sehen so aus. Einmal original und einmal 2,5 Blenden abgedunkelt, um mehr zu sehen.
Ja, da ist dein Muster ziemlich klar zu erkennen. Wenn du das weiter stretchst, kommt wohl genau dein Muster raus.
Hab einfach ein weißes Tshirt über die Gegenlichtblende gelegt und dieses mit einer Taschenlampe angeleuchtet
Mit Taschenlampe wird das nichts. Da brauchst etwas grosses flächiges um da eine annähernd brauchbare Beleuchtung hinzubekommen.

Kann die Software unterscheiden, ob jetzt einmal das Bild 6000x4000 bzw. 4000x6000 vorliegt?
Für die Software ist das immer 6000x4000. Welche Ausrichtung da im EXIF Header steht, ist völlig egal.
 
Vielen Dank Daniel.
Ich habs mal ohne Flats gestackt und jetzt siehts deutlich besser aus. Gigantisch, was das Objektiv für eine Vignette hat. :D
Bildschirmfoto 2024-03-01 um 09.11.13.png
 
Bzgl. der Frage zur XT-3:
ASI und Fuji verstehen sich leider nicht! Daher macht eine Modifikation wenig Sinn! Generell muss ich - als jemand, der neben seine ASI2600 ja noch eine modifiziert A7r nutzt - sagen, dass sich der Invest in eine gute AstroCam definitiv lohnt, wenn man eh den Weg des Guidings und so weiter beschreiten möchte! Es ist alles einfach sooooo viel unkomplizierter dann…
 
Hi,
Vielen Dank Daniel.
Ich habs mal ohne Flats gestackt und jetzt siehts deutlich besser aus. Gigantisch, was das Objektiv für eine Vignette hat. :DDen Anhang 390674 betrachten
den starken Gradient kann man mit dem kostenlosen GraXpert rausrechnen lassen. Unbedingt mal ausprobieren (braucht man sogar keine Flats mehr!).
GraXpert ist der aktuelle Standard der Gradienten-Entfernung. Gradienten hat man übrigens mehr oder minder immer (Vignettierung, Himmelshintergrund/Lichtverschmutzung).

Gruß
Peter
 
Hallo Leute.
Hab gestern Abend etwas über Montierungen bei Youtube geschaut und die HEM27 würde im Vergleich zur AM5 in einigen Details sehr gelobt. Habt ihr Erfahrung mit dieser?
Im Prinzip gehts nur um kleine Details, aber gerade bezüglich Stromverteilung (Leistung) und Position der Anschlüsse soll sie deutlich praktikabler sein!
Freue mich auf eure Antworten. Schöne Grüße, Michael
 
Im Prinzip gehts nur um kleine Details, aber gerade bezüglich Stromverteilung (Leistung) und Position der Anschlüsse soll sie deutlich praktikabler sein!
Schau dir an, wie viele Stromanschlüsse und USB-Ports du im Maximalausbau brauchst (Guider, Fokus, Camera, Flatpanel, Heizungen, ...). Wenn die Montierung nämlich nicht so viele Anschlüsse bietet, musst du später eh wieder einen Switch nachrüsten.
 
Gibt es eigentlich irgendeinen Thread wo du das Ding nicht empfiehlst? Deine "1300€" ist von einem China-Händler, der nicht mal eine Webseite hat. Selbst bei Aliexpress bekommt man die dafür nicht, geschweige denn von einem Händler in der EU.
So, wie du dieses Ding immer anpreist frage ich mich, warum du dafür nicht einfach den Vertrieb in Deutschland übernimmst.
Das finde ich ziemlich unfair. Derart oft empfiehlt er die UMI nicht. Sie wird auch von anderen öfter empfohlen.
Und wenn die Montierung vergleichbar den anderen HD-Montierungen funktioniert, warum auch nicht.
 
Hallo Leute.
Hab gestern Abend etwas über Montierungen bei Youtube geschaut und die HEM27 würde im Vergleich zur AM5 in einigen Details sehr gelobt. Habt ihr Erfahrung mit dieser?
Im Prinzip gehts nur um kleine Details, aber gerade bezüglich Stromverteilung (Leistung) und Position der Anschlüsse soll sie deutlich praktikabler sein!
Freue mich auf eure Antworten. Schöne Grüße, Michael
Dir Hem 27 hat nur einen Strainwave Antrieb, ein direkter Vergleich zur AM5 wäre dann die HAE29 von Ioptron mit Strainwave Getriebe auf beiden Achsen. Aber beide haben einen ähnlichen Preis. Beide gibt es auch mit IPolar, was eine unheimlich praktische Sache ist.
Übrigens, USB Ports, wenn du dich mal für eine Astro Cameras entscheidest, dann haben die meisten auch noch einen Hub mit 2 Ports eingebaut, um z.B. direkt das Guidescope und den Focusser anzuschließen.
 
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