Entscheidungshilfe

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Ich habe mir mal ein paar Videos von der YouTube-Universität zu parallaktischen Montierungen angesehen. Ich nehme an, die EQ5 wäre mit Stativ zusammen wieder nicht so leicht zu transportieren? Und das Stativ hat ja so ein Ablagedings dazwischen, muss man das alles jedes Mal auseinander schrauben? Das stelle ich mit aufwändig vor, außerdem hätte ich Sorgen, die ganzen Schräubchen zu verlieren.
 
Ich weiß jetzt nicht genau, welche Schräubchen du meinst,
aber die Ablageplatte/Spreizplatte wird in der Regel entweder eingehängt oder über eine zentrale mittlere große Schraube fixiert.
 
Ah ok. Ich habe so viele Videos geschaut in letzter Zeit und in irgendeinem wurde die Ablageplatte angeschraubt. Klar, sind das Kleinigkeiten im Aufbau, aber genau wie über das Gewicht mache ich mir Gedanken über den Aufwand, den es bedeutet, das alles in der Nacht draußen aufzubauen. Wie schon sehr richtig gesagt wurde: Das beste Teleskop ist das, was genutzt wird.
 
Kannst ja beim Kauf des Stativs extra nochmal fragen wie die Spreizplatte befestigt wird.
Mehrere Schrauben wären in der Tat doof ... :)
 
ich denke das Thema Spreizplatte montieren wird wohl das kleinste Problem für eine Astro-Neueinsteigerin sein. Wenn's daran scheitern sollte... da halte ich jetzt mal lieber die Griffel ruhig ;)

Gutes Gelingen!
CS.Oli
 
Bitte, ihr solltet euch nicht zurückhalten. ABER: Natürlich scheitert es NICHT an der Platte. Hab ich auch mit keinem Wort behauptet. Das sind nur so Fragen, die mir durch den Kopf gehen. Wahrscheinlich wird da auch noch mehr von kommen, aber nur wer fragt, bekommt auch Antworten :))
 
Hallo Ulrike,

man sieht wie durch die Vielzahl von Möglichkeiten alles komplizierter wird. Ich bin schon auf Deine Entscheidung gespannt.

Ich würde die Fotografie erst einmal außen vor lassen. Es kommt ja auch noch eine Astrokamera mit größerem Sensor dazu, auch nicht so billig wie meine kleine Planetencam.

Wenn es leicht und umkompliziert sein soll sind die ca. 184 Euro für den Heritage 130P aus meiner Sicht kein großes Risiko und so kannst Du schon einmal visuell loslegen ohne viel Aufwand, Schlepperei usw...

Gruß,
Holger
 
man sieht wie durch die Vielzahl von Möglichkeiten alles komplizierter wird.

Ich würde gerne einen seeeehr großen Computer bauen, der nur eine Sache kann: Einsteiger beraten. Ihr kennt natürlich alle Douglas Adams Deep Thought, der dann "42" ausgibt. Nun, ich stelle mir die Szene ähnlich vor.

Es gibt ein großes Portal von A.de, das man würdevoll durchschreitet, dann folgt man einer von Löwen und Sphingen gesäumten Prachtstraße, die mit weißem Alabaster gepflastert ist und steht schließlich ergriffen vor einem riesigen Gebäude, dass die Antwort auf die Frage der Fragen des zukünftigen Sternenfreunds kennt.

Man öffnet also seinen Mund und spricht laut und mit fester Stimme die mutigen Worte: "Welches Teleskop soll ich mir kaufen?"

Genausogut hätte man den Weltenschöpfer fragen können, welche Marmelade man übermorgen gegen 7:32 auf sein Frühstücksbrot schmieren solle, aber gut, nun ist es heraus, diese stets aufs Neue unbeantwortbare Frage, diese Schneeflocke, die stets Lawinen auszulösen vermag... und es hob an ein Sturm ringsum, ein Brausen der Stimmen von tausenden Wartenden und Beratern, die zusammen mit dem Fragenden erschienen waren, ein Sturm voller möglicher Antworten, ein Sturm voller Ideen und es ergießt sich ein Katarakt, gleich einem Weltenmeer voller Wissen und Erfahrungen tausender Sternsüchtiger über den Vorplatz...

Und dann ist Ruhe.
Und dann warten alle.
Und dann sagt jemand leise: "ich würde doch den Dobson nehmen".
"Psst", macht ein anderer.

Und dann ertönt sie, die mächtige Stimme des Equpimentberechners, des allmächtigen Weisen und der Summe aller Antworten.

"Oh du Fragede(r), gehet hin und kaufet jenes Teleskop, das Du am öftesten mögest verwenden in Hof und Flur."

Nun denn.

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ahnte doch, dass Du ein Poet bist :y:

CS.Oli
 
@komposer Wenn dann ein 6 Zöller - und zwar einen mit 750er Brennweite, den ich später auf eine EQ5 bringen könnte. So einer wäre perfekt.

@Demokrat: An dir ist ein Literat verloren gegangen. Aber die Antwort des Allmächtigen ist vollkommen korrekt.
 
Ich habe noch mal mit den netten Herrn von den Teleskopspezialisten telefoniert. Er hat mir den Zahn mit dem 6 Zoll Dobson später auf eine EQ5 zu bringen leider gezogen. Hängt wohl in erster Linie mit den Okularauszügen zusammen. Er meint, es ginge wohl irgendwie, wäre aber keine besonders runde Sache und er rät ganz eindeutig davon ab. Visuell meint er, wäre der 8 Zöller Dobson unschlagbar und er kenne auch Studentinnen, die das Ding aus dem 5. Stock runtertagen und dann mit der Bahn auf den Berg rauffahren.

Ihm Hinblick auf Fotografie empfiehlt er 6 Zöller auf EQ5. Mit dem Heritage 130P kam er für den visuellen Einstieg auch um die Ecke, aber da habe ich Sorgen, dass ich zu wenig sehe. Klar, hier in Frankfurt ist es wahrscheinlich schnuppe, aber selbst auf dem Sandplacken sollte ein 8 Zöller da einen Unterschied machen und im Garten meiner Eltern ganz sicher.
 
Könnt ihr mir sagen, ob solche Filter etwas taugen?

Ich würde natürlich im Hinblick auf Nebel gerne einen Filter kaufen zu dem noch nicht vorhandenen Teleskop :)
 
Hi Ulrike,
die EQ5 hat 'nur' 4kg (lt. Google, HEQ5 7,4kg - jetzt wird mir einiges klar, warum ich mich so abschleppe ;) ), aber es kommen 2 - 3kg Gegengewichte dazu.
Die Spreiz-/'Ablage'-Platte muss jedesmal runter, willst Du das Stativ zusammenklappen. Beilagscheibe und Griffmutter verschwinden schon mal im Gras, aber nicht unauffindbar mit der Astro-Taschenlampe.
Monti + Platte + evtl. Kleinkram lege ich in so eine (ausgeplosterte) Einkaufs-Klappkiste, die man überall bekommt, die GgGew. eher extra, weil zusammen zu viel.
Ohne Lift sollte man es als Workout sehen .. kann auch Spaß machen :)
CS, Georg
 
zu Filter (für 'Anfänger', und mbM!):
DS nein, evtl. Neutral- bzw. zwei Polarisationfilter für Jupiter / Mond weil sehr hell.
CS, G.
 
Danke, ich sehe gerade bei Teleskop Austria gibt es den 8-Zöller Flex Dobson. Das ist eine echte Option - nimmt auch nicht soviel Platz weg in der Bude.

Weitere Frage (keine Sorge - es ist bald vorbei :-)): Welche Okulare würdet ihr zusätzlich empfehlen?
 
Ui, Okulare füllen eigene Threads.
Sollten AP 6-7mm (möglichst 2"-Steckhülse wg. dem Gesichtsfeld), um die 3mm, 1mm (= max. Auflösung), und für Planeten 0,6mm AP abdecken.
Der Tommy von Teleskop-Austria berät Dich da sicher gut.
Eher grundsätzlich: Gute Okulare kannst Du ein Leben lang behalten und Freude damit haben, über (mittel)schlechte ärgert man sich immer wieder, sind nur anfangs billiger.
Evtl. weniger und bessere kaufen.
Ich persönlich schätze z.B. ExploreScientific, die kosten leider schnell €150.- bis über 400.-; und ich kenne die Lacerta nicht.
Kann bei Gelegenheit auch ein passender Wunsch an Eltern/Großeltern, ect. sein ;)
Btw: Deine Teleskop-Wahl gefällt mir, dürfte ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sein.
CS, G.
 
Hallo Ulrike

An Deiner Stelle würde ich von den 8"-Dobson den leichtesten nehmen. Leider sind die Gewichtsangaben der einzelnen Lieferanten sehr unterschiedlich und damit wenig hilfreich/vergleichbar. Dankenswerter Weise hat der "Charly" mal einen Skywatcher (mehr Bilder, 4.Bild) auf die Waage gestellt. Hier ist zu sehen daß dieses Gerät komplett bei etwas über 20Kg liegt. Mit rund 8Kg ist hier der Skywatchertubus von allen Tuben der Leichteste. Der Flextube fällt hier heraus denn der bedeutet immer rund 5Kg an Zusatzgewicht (25Kg Gesamtgewicht) herum schleppen.
Der etwas übergewichtigen Rockerbox (12 Kg) würde ich später mal mit Bohrmaschine und Stichsäge zu Leibe rücken (ähnlich wie es beim Omegon- oder Bressergerät zu sehen ist) und auf ca. 10Kg abspecken. Dann liegst Du bei ca. 18Kg Komplettgewicht. Dem Tubus verpasst Du dann noch auf dem Tubusrücken einen Tragegriff damit Du das Ding mit einer Hand wie einen Koffer tragen kannst.

Die Rödelei aus dem 3.Stock kriegst Du nun in zwei Durchgängen geregelt:

-erster Durchgang:

-rechter Arm: Tubus 8Kg
-linker Arm: Zubehörkoffer mit Okularen, Sternatlas, Rotlichtlampe und was es sonst noch braucht.

-zweiter Durchgang:

-rechter Arm: Rockerbox 10Kg (12 Kg)
-linker Arm: Sitzgelegenheit und eventuell Campingtisch/Ablage

Mit einem Reisedobson sparst Du zwar Gewicht, hast aber immer wieder die Zusatzarbeit mit Zusammenbau/Abbau und Justierung. (Zeitaufwand)

Mit einer Montierung der EQ5-Klasse wird das gesamte Setup schwerer so wie aufwendiger in Handhabung und Transport. Zähl mal alles zusammen, Du wirst Dich wundern. Damit läufst Du mindestens drei mal bis in den 3.Stock und hast nur maximal 6" Öffnung!

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
@arago Ich hätte vermutet, dass der Flextube leichter ist, weil da ja weniger Tubus ist. Der Flex ist vor allem interessant, weil ich nicht viel Platz habe und den zusammenschieben kann.
Aber wenn der Volltubus leichter ist, ist das natürlich ein Argument.
 
Hallo Ulrike

Ich habe noch einmal nachgeforscht. Bei Teleskop-Austria werden beide Teleskope, Flextube und Volltubus, mit 25Kg Gewicht angegeben. Hier sieht man mal wieder wie wenig man den Gewichtsangaben trauen kann denn die Gewichtsangaben für ein und das selbe Gerät unterscheiden sich von Shop zu Shop. Nur bei Herrn Kloss kann man in einem Fall mal sehen was die Dinger tatsächlich wiegen denn bei Bild Nummer 4 steht gerade der Skywatchervolltubus auf der Waage und die zeigt mit Waagedisplay genau 20,48Kg an.
Der 8"-Flextube ohne GoTo wird leider nur selten angeboten aber selbst der mit GoTo wird bei Teleskop-Austria auch mit 25Kg Gewicht angegeben obwohl er definitiv schwerer ist als die Modelle ohne Goto.
Ich würde mal beim Herrn Kloss nachfragen wie es sich tatsächlich mit den Gewichten verhält und den leichtesten heraus suchen.
Was aller Dings für einen Skywatcher spricht ist der kleinere Fangspiel und die Bildlage über dem Tubus. Sie liegt hier niedriger als bei der Konkurrenz und man kommt ohne Verlängerung in den Fokus.

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
@arago Bei Astroshop ist der Tubus des Flextube mit 11 kg angegeben, bei Herrn Kloß mit 8 kg. Rockerbox sollte sich ja nicht groß voneinander unterscheiden. GoTo wirkt sich gewichtsmäßig auf die Rockerbox aus, nicht auf den Tubus, oder?
 
Die Stellmotoren befinden sich an der Rockerbox. Vergiss nicht : für Goto braucht man noch einen Acku. Der wiegt auch und muß zusätzlich noch mitgeschleppt werden.

Peter
 
@arago Ich will gar keine GoTo, ich versuche nur das Gewicht zu vergleichen. Bei Astroshop steht das Gewicht für den Flex mit 11 kg - aber das ist ein Flex mit GoTo. Aber das Zusatzgewicht der GoTo in der Rockerbox sitzt, wissen wir, dass der Flex 11 kg wiegt und der Volltubus 8 kg, oder sehe ich das falsch?
 
Nabend Ulrike,
bin auch Neueinsteiger und verfolge dein “Problem“ ,weil lerne da auch mit.
Habe nicht das Problem wie du mit Treppe rauf ,Treppe runter...bei mir ist es der Polarstern,weil vom Balkon nicht sichtbar.
Hatte auch den Dobson als erste Wahl,aber nach eingehender Beratung,habe ich mich für den Sky-Watcher N150/750 PDS Explorer wegen der etwas kürzeren Bauweise entschieden auch weil Astrofotografie möglich ist.
Dieser Skywatcher ist ein 6“,weil mit 8“ die EQ5 an ihre Grenzen wohl stößt.
Habe mir den als SynScan und Goto bestellt.
Denke ist eine solide Grundausstattung,die natürlich erweitertbar ist.
Warum ich dir das schreibe....bin/war von den ganzen Angaben genauso erschlagen worden wie Du.
Setze dir einfach Prioritäten,jedes System hat seine Vor- und Nachteile.
Heisst auch Priorität,wann,wo und wie du Beobachtung gestallten möchtest.
Trotz Corona gehe zu einem Fachgeschäft und schaue dir Sachen erstmal an,weil Bilder sind schön,entsprechen aber nicht immer der Wahrheit.
Wir haben leider das Pech mit Corona um mal einen Treff zubesuchen.
Wünsche dir viel Erfolg und Spaß,egal was es wird.
Grüsse Andreas

ps bitte nicht vergessen bin Neuling,für die alten Hasen
 

Ich denke, gerade Sternfreunde, die im selben "Stadium" ihres Hobbys sind, sollen viel miteinander reden. Ich habe auch an mir selbst festgestellt, dass man sich gerade am Anfang über alles austauschen möchte, was man bereits selbst in Erfahrung gebracht hat und natürlich darüber, was man herausfinden möchte.

Das Dumme bei den Entscheidungen ist, dass man vorher entscheiden möchte, was einem nachher Spaß macht, ohne Erfahrung gesammelt zu haben. Jetzt mit SARS ist das überhaupt recht blöd, weil man sich weniger trifft und wo durchgucken kann. However, der Input von "alten Hasen" und "jungen Kollegen" ergänzt sich meines Erachtens.

Die einen verweisen auf ihre Erfahrung, die anderen berichten von ihrem Mut, eine Entscheidung getroffen zu haben, und beides Infos sind notwendig, damit etwas passiert. Ich finde es also sehr gut, dass hier alle mitreden, die etwas beizutragen haben, und das haben junge wie alte Foristen gleichermaßen.:)

lg
Niki
 
@Andreas64 Ist deine "Sternwarte" auf den Balkon, weil du Wert darauf legst, den Polarstern von dort aus zu sehen? Den Skywatcher habe 150/750 PDS habe ich auch im Blick, allerdings kommt mit der entsprechenden Montierung + Okulare und den ganzen Kleinkram doch eine Menge Geld zusammen. Und noch weiß ich gar nicht, wie oft ich ggf rausfahre und das Teleskop tatsächlich nutze. Ich möchte nicht, dass am Ende knapp 1000 TSD EUR ungenutzt in der Ecke gestehen. Die Dobsons sind vom Preis-/Leistungsverhältnis für mich am besten.

Da das mit dem Transport auch so eine Sache ist, wäre natürlich ein 150/750 Dobson am besten, den ich später auf eine EQ5 montieren kann (falls ich das mit der Astrofotografie verwirklichen möchte). Aber lt Herrn Kloß geht das nicht so einfach bzw empfiehlt er das nicht aufgrund der Okularauszüge.

Und @Demokrat sagt es schon ganz richtig: Mit Corona ist das noch etwas schwerer, da kaum öffentliche Beobachtungen der Vereine stattfinden. Und manche die beobachten, möchten auch nicht, dass man durch ihre Okulare durchschaut wegen Ansteckungsgefahr, was ich auch verstehen kann.

Ich habe jetzt den Christian hier im Forum wegen des Heritage 150p angeschrieben. Das würde sich für mich anbieten, aber in dem Erfahrungsbericht schreibt er, dass er es Anfängern eher nicht empfehlen würde.
 
Ich habe jetzt den Christian hier im Forum wegen des Heritage 150p angeschrieben. Das würde sich für mich anbieten, aber in dem Erfahrungsbericht schreibt er, dass er es Anfängern eher nicht empfehlen würde.

Dann habe ich was falsch gemacht, ich hab's mir nämlich vor einer Woche als mein erstes Teleskop bestellt :ROFLMAO:

Und manche die beobachten, möchten auch nicht, dass man durch ihre Okulare durchschaut wegen Ansteckungsgefahr, was ich auch verstehen kann.

Naja, solange man das Equipment nicht ableckt besteht die Ansteckungsgefahr dabei quasi nur in den Köpfen, vor allem wenn man noch 'ne Maske dabei trägt.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben