Hallo
@Neuer Astrofanatiker ,
Starsense ist hier bei vielen Kollegen und Kolleginnen sehr gut bekannt und wird viel eingesetzt. Fast immer wird nur die Halterung für's Handy verwendet um diese auf einem anderen "großen" Teleskop, Newton oder Bino zu befestigen. Du hast mit Deiner Ausrüstung einen Supereinstieg in ein spannendes Hobby und die Starsense Kombi bietet Dir einen guten Start in die Astronomie.
Hier findest Du z.B. eine lange Diskussion zum Starsense und so weit ich mich erinnere sogar einige Anregungen wie man z. B. das Stativ Deiner Kombi stabiler bekommen kann. Dir wird vermutlich bald auffallen, dass beim Beobachten es lange dauert bis sich das Teleskop beruhigt hat, das Bild stabil steht und nicht mehr zittert. Lass Dir aber dadurch nicht den Spaß nehmen. Die Grundlagen für visuelle Beobachtungen und nach meiner persönlichen Einschätzung, eines der großartigsten Werkzeuge das in der letzten Zeit auf den Markt kam um am Himmel spazieren zu gehen, hast Du mit dem Smartphone Adapter und der APP.
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muss ich das Handy zum Spiegel ausrichten. Hab ich gemacht - sehe ein helles Licht - aber kein Bild, irgendwann kommt dann das Fadenkreuz wo ich das Bild genau Einstellen soll zum Teleskop - sehe aber nur schwarz !!!!!!
ich mache es in jeder Beobachtungsnacht quasi im Blindflug und wenn man etwas schon oft gemacht hat, tut man sich schwer das Problem über das ein Anderer stolpert zu sehen und zu erklären. Ich würde es zum Kennenlernen am Anfang in jeden Fall am Tag ausprobieren. Mit Licht fällt vieles leichter und nach Bedienungsanleitung soll man sogar die Grundkalibration am Tag machen z.B. an einem Kirchturm. Was mich an Deiner Beschreibung irritiert ist das "helle Licht"! In der Abfolge hat es ja mehrere Schritte mit entsprechenden Bildern und Minivideos zur Erklärung.
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Schritt zwei wenn die Kamera aktiviert ist, kannst Du unten im Bild einen Haken setzen für "Nachtmodus"., damit wird die Kamera dann sehr empfindlich für die Nacht eingestellt. Probierst Du es am Tage aus, solltest Du den Haken raus nehmen sonst ist alles überbelichtet und extrem hell. Das könnte dann Dein "helles Licht" gewesen sein. Oder falls Du es in der Nacht probiert hast, hattest Du vielleicht mit einer Taschenlampe, Kopflampe in die Nähe des Spiegels geleuchtet. Dann wäre auch alles superhell im Smartphone. Also in der Nacht Licht aus!
Nach
Schritt fünf wird wieder die Kamera aktiviert zusammen mit dem Fadenkreuz. In der Nacht solltest Du jetzt Sterne, am Tag die Landschaft im Bildschirm sehen. An den Button Nachtmodus denken! In der Nacht muss der Haken gesetzt sein. Nicht vergessen! Du kannst wenn das Fadenkreuz aktiv ist, die Ansicht vergrößern und verkleinern, also mit zwei Finger auf der Bildschirm- Oberfläche rein und rauszoomen. Da könnte ich mir ein Problem vorstellen, wenn quasi die Ansicht extrem vergrößert ist, dass Du in der Nacht in ein Stück Himmel schaust wo keine oder nur sehr dunkle Sterne zu erkennen sind. Dann wäre alles schwarz. Oder genau anders herum wenn die Ansicht stark verkleinert ist, wird am Bildschirm nur ein "Briefmarken" großes Spiegelbild auf einer ansonsten schwarzen Oberfläche angezeigt und es könnte sein, dass diese Briefmarken große Darstellung extrem verschoben ist, also irgendwo am Bildschirmrand sein, dann mußt du dieses Bildchen erst wieder in die Mitte zurückschieben und passend vergrössern! Dann könnte zuvor auch alles noch schwarz sein Und an den Nachtmodus Haken denken!
Als Anfänger wirst Du Dir am Anfang vermutlich schwer tun. Darum wirklich mal unter Tags starten. Der Grund für das vermutlich für Dich ungewöhnliche Prozedere ist, dass der Halter auf dem Teleskop nie perfekt so angebaut werden kann, dass die Kamera Deines Smartphone an die identische Stelle wie Dein Teleskop schaut. Das muss aber so sein. Deshalb sollst Du zum Start und Ausrichten das Teleskop auf eine gut erkennbare Landmarke, z.B. Kirchturm ausrichten. Dabei die Kirchsturmspitze, kann natürlich auch ein Maibaum, ein Strom- Handymast, ein markanter Baum am Horizont, eine Bergspitze oder was ähnliche sein, mittig im Okular einstellen. Nimm dabei das Weitwinkel-Okular, das ist das Okular mit den größerem Wert also z.b. das
28 mm und
nicht das 9 mm. Wenn Du dann den Kirchturm in der Mitte des Okulars siehst, das wird am Anfang Dir gar nicht so leicht fallen, ist aber eine gute Übung um mit dem Instrument vertraut zu werden, dann erst startest Du die starsense Einstellabfolge am Smartphone und richtest nach Schritt fünf in der Fadenkreuz-Ansicht die Spitze des Objekts auf das Zentrum des Fadenkreuzes aus. Das war's eigentlich schon.
Warum am Tag machen? Ersten wirst Du Dir zum Einstieg schwer tun am Nachthimmel einen identischen Stern als Mittelpunkt im Okular und im Handy wieder zuerkennen, da hat es verdammt viele Lichtpünktchen die mehr oder weniger alle gleich ausschauen. Aber Du könntest beim Ausrichten in der Nacht zum Beispiel Jupiter nehmen. Das ist am frühen Abendhimmel im Süden relativ niedrig über den Horizont der hellste Fleck. Etwas weiter in Richtung Westen wird es einen zweiten nicht ganz so hellen Fleck geben, aber auch deutlich hell, das ist Saturn. Mit etwas Übung fällt es Dir in Kürze überhaupt nicht (mehr) schwer, ersten Jupiter und Saturn sofort ohne Hilfsmittel zu identifizieren und zweitens Dein Teleskop auf einen dieser Planeten auch ohne Starsense auszurichten.
Das besondere an den Planeten ist, nicht nur dass es eben Planeten sind, also Himmelskörper die um unsere Sonne kreisen, sondern dass Planeten im Okular als Scheibe, besser Scheibchen, also flächig zu erkennen sind. Hingegen alles andere, also Sterne immer nur Punkte bleiben, egal bei welcher Vergrößerung. Mal heller und mal dunkler und man meint, optsiche Täuschung, dass hellere Sterne dicker sind. Aber in Wirklichkeit sind es auf Grund der astronomischen Entfernungen immer nur winzige Pünktchen. Bei Jupiter wirst Du im Okular aber sogar die Bänder auf der Oberfläche des Planeten und auch seine Monde als winzige Punkt erkennen können. Bei Saturn wirst Du sogar die Scheibe sehen können. Daher sind Jupiter und Saturn gut zum Abgleich des Starsense Adapters in der Nacht geeignet, aber zweites Problem, die Erde dreht sich. Übertragen Jupiter hält im Okular nicht still. Wenn Du ihn mittig im Okular hast, dauert es nur wenige Sekunden bis er aus dem eingestellten Blickwinkel verschwunden ist. Bereits in der Zeit wenn Du vom Okular zum Smartphone gehst um es auzurichten hat die Erde sich deutlich wahrnehmbar weitergedreht ... darum der Kirchturm! Der hält still!

In der Nacht kann man natrülich zum ausrichten auch etwas terrestisches z.B. ein Windkraftwerk nehmen auf dem so fröhlich eine rote Leuchte blinkt, das hilft sehr und hält auch still.
Wenn Du jetzt ganz aktuell mit Deinem Teleskop loslegst, wirst Du feststellen dass der Mond großartig zu beobachten ist, aber Madame Luna so viel Licht auf die Erde wirft, dass es schwer ist Sterne zu beobachten. Aber Jupiter und Saturn gehen eigentlich immer! Und es wird unbeschreiblich sein, wenn Du zum ersten Mal Live die Scheibe um Saturn siehst oder die Strukturen auf Jupiter. Freu Dich drauf!
Also los! Es gibt unendlich viel zu entdecken! Bei Fragen, melde Dich, alle werden Dir gerne helfen. Viel Spaß! MünchenBeiNacht - Ewald