Hallo Günter,
was du hier in Bezug auf das Alignment geschrieben hast, hätte auch von mir stammen können. Meine Erfahrungen mit dem Alignment waren 2017 ebenfalls sehr negativ. Mittlerweile komme ich aber klar. Das liegt einmal daran, dass ich die erste AZ-GTi wieder zurückgegeben habe und vom Händler eine neue GTi bekam, die wesentlich weniger Fehler produzierte. Weiterhin ist eine 80-fache Vergrößerung für die GTi m.E. schon sehr sportlich. Bei mir ist ein kleiner, leichter Newton im Einsatz (114/500) bei dem das 2-Stern Alignment bei ca. 20-fach, mit entsprechend großem Gesichtsfeld stattfindet. Vom 1-Stern Alignment kann ich nur abraten, das klappt kaum einmal verlässlich. Was ich ebenfalls häufig nutze, ist die Funktion Point&Track, die ohne Alignment nur nachführt, was bei meiner GTi sehr gut funktioniert. Auch habe ich keine Probleme mit Bildzittern (nachschwingen), wie von dir beschrieben. Da das mitgelieferte Stativ völlig untauglich ist, habe ich ein altes Meade Stativ von einem LX-5 mit einem Adapter versehen, der die GTi trägt, und zwar ohne zu zittern, allerdings verwende ich keine so hohen Vergrösserungen wie du. Wie sich das mit dem Gewinde verhält, kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich zwar ebenfalls mit einer M12 Gewindestange ein Gegengewicht anbringen kann, aber bisher nicht im Einsatz hatte.
Dein Fazit kann ich zwar nachvollziehen, bin aber schon erstaunt darüber, dass du einen Vergleich mit deiner AZ-EQ 6 angestellt hast. Das ist eine völlig andere Klasse, die kaum etwas mit der GTi gemein hat.
Das für mich immer noch sehr wichtige Argument gegen die GTi hast du nicht erwähnt. Ich kann mich einfach nicht mit der Bedienung über die App anfreunden. Es fehlt mir die Haptik, die ein normaler Handcontroller bietet.
Ob ich die GTi weiterempfehlen würde? Bei Berücksichtigung der angestrebten astronomischen Anwendung, könnte ich sie durchaus empfehlen.