Euclid

Hallo Mischa, der Zugang zu dem Bildmaterial ist für Außenstehende im ersten Anlauf wohl etwas verwirrend. Da stolpert man in den Zugangsportalen erst mal über eine Vielzahl von Optionen und "Stories", die den Blick auf die eigentlich gesuchten Bilder versperren.

Press release and where to find the new images​

bietet ja zwei Optionen an:

esa.int/euclid

und

https://sky.esa.int/esasky/

Letzteres angeblich in der höchstmöglichen Bildauflösung, aber diese Option scheint wohl noch in Arbeit zu sein, da ein Anklicken von beliebigen Subframes im Science Mode jeweils die Meldung "No products found" auslöst.

Also zurück zu

esa.int/euclid > Latest > Euclid opens data treasure trove ...

und da findet man dann endlich die gesuchten Deep Field Bilder, aber das ist nur eine von 15 Optionen.

>>> Die Bilder selbst sind natürlich überwältigend - Amerikaner würden "stunning" sagen!

Das Video vom ESA Press Release hatte ich mir auch angeschaut, aber nur bis zu dem Punkt, wo die Fragen aus der Presse anfingen. Die Audio-und Videoqualität der Übertragung war nach meinem Empfinden sehr schlecht, und die Vorträge der vier Panelisten waren auch nicht so überzeugend.

Da ist also wohl noch Raum für Verbesserungen ...

Gruß, Peter
 
Hi Peter, Frank,

das ESA Euclid Portal finde ich auch nicht sonderlich gut gemacht, und unuebersichtlich. Da ist zu viel "clutter" drum herum. ESAsky ist noch sehr neu, soweit ich weiss, war da Euclid ausschlaggebend, das zu entwickeln. Die Farbmosaike der 63 Quadratgrad kann ich da auch nicht direkt drin finden, ohne ueber die Presseseite zu gehen. Ich denke das kommt von alleine, vor allem wenn es genug konstruktives feedback gibt. Das tool an sich ist sehr leistungsfaehig und hat grosses Potential.

Was mir nicht gefaellt, sind die RGBs, welche die ESA aus den FITS Bildern aufbereiten (haben lassen). Die sind flau mit wenig Farbkontrast, das ist im infraroten bei Galaxien oft schwierig, aber nicht unmoeglich. Da haben sie sich auf den Stil versteift, den sie zu Beginn hatten, und das soll jetzt der "recognisable look" sein. Ich finde das schade, weil es deutlich besser geht und sie dadurch jede Menge PR Potential nicht nutzen.

Konsortiumseitig bauen wir gerade unser eigenes simples Bildarchiv auf, wo wir ausgewaehlte Objekte reinstellen wollen. Insofern ergaenzt sich das mit ESAsky. Ich hoffe, dass wir sie langfristig davon ueberzeugen koennen, da noch umzustellen.

Untenstehend ein kleiner Vergleich anhand der Galaxie ESO201-22, welche sich in dem nun veroeffentlichten Datensatz befindet. Ich verwende ein 4-Kanal RGB Komposit, im Grunde ein "Lab", aber die 4 Filter wurden etwas gemischt und passend gewichtet. Den Kontrast ziehe ich nicht ganz so hoch wie in ESAsky, mir sieht das sonst zu verrauscht oder unnatuerlich aus.
 

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Im September 2023 hatten wir einen Test gemacht, um die Nachführgenauigkeit und -stabilität testen, wenn die Leitsterndichte im Visuellen sehr niedrig ist. Das einzige Feld am Himmel, welches hierfür geeignet (zugänglich) war, war ein Teil von LDN 1641 südlich von M42. Normalerweise beobachten wir nicht in der Milchstraße, aber in diesem Fall war es angebracht. Unsere Infrarotkamera hatte dann kein Problem, große Teile des Staubs zu durchdringen.

https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/11/Euclid_peers_through_a_dark_cloud_s_dusty_veil

Das Feld ist ca 46'x50' Bogenminuten gross, und zeigt zahlreiche junge stellare Objekte, die sich gerade aus ihrem umgebenden Staub befreien. Die volle Auflösung lohnt sich ;-)
 
hoffentlich läuft es noch.....wär schade...
Natürlich läuft es noch. Was die Strahlenschäden in den Detektoren angeht, sehen wir zwar den Einfluss eines jeden Teilchensturms, aber insgesamt ist das alles im Rahmen des erwarteten. Und die nächsten 7 Jahre oder so sollten in der Hinsicht deutlich ruhiger werden. Zumindest was die Sonne angeht, dafür sehen wir dann aber mehr energiereichere Teilchen aus der Galaxis, die der Sonnenwind nicht mehr so stark zurück drängt.
 
Hallo,
im Einganspost ist die Rede von einem GF von 0,7 x 0,8 Bogenminuten . Jetzt hier zum Ende hin von 46 x50 Bogenminuten (Der Mond hat 30 Bogenminuten), also gut sich das vorzustellen. "Reichweite bis 26mag" In dem Kosmos-Jahrbuch (2026 ?)... war etwas von bis zu 34mag (CCD-mäßig ?) zu lesen.....

Gruß Günther
 
im Einganspost ist die Rede von einem GF von 0,7 x 0,8 Bogenminuten . Jetzt hier zum Ende hin von 46 x50 Bogenminuten
Im Eingangspost stehen 0.7x0.8 Grad, nicht Bogenminuten
:)

"Reichweite bis 26mag" In dem Kosmos-Jahrbuch (2026 ?)... war etwas von bis zu 34mag (CCD-mäßig ?) zu lesen.....
Das 5-sigma Detektionslimit für Punktquellen liegt bei 26.2 in der optischen Kamera, und bei 24.4 in der Infrarotkamera. Letztere verwendet einen Grossteil der Belichtungszeit auf Spektroskopie, daher ist dort das limit niedriger. Diese Werte gelten für die 14000 Quadratgrad des "wide" surveys. Der "deep" survey (53 Quadratgrad) geht 2 Magnituden tiefer. Im Euclid Ultra Deep Field (EUDF) werden wir gut 30 erreichen im Optischen, etwa 2 mag weniger im infraroten. 34 ist definitiv weit jenseits des machbaren.
 
Hallo,
nun habe ich die Notiz "bis 34mag" gefunden: "Welcher Stern ist das", Seite 59, 31. Ausgabe von 2014.
Es kommt immer wieder einmal vor, daß dieses Sternbüchlein zum sagenhaft günstigen Preis von EUR 1,99 angeboten wird. Das Porto für die Sendung ist dann teurer als der Artikel !!!
Meine persönl. Meinung: in den Beschreibungen der einzelnen Sternbildern sind mitunter Sternabbildungen, die wenig mit den "älteren Zeichnungen", wie z.B. mein alter Wälzer von 1963, zu tun haben......

Gruß Günther
 
Hallo,
gestern hat mir ein Sternfreund erzählt (wer weiß wo er die Nachricht her hat), daß GEIA 10 Millionen neue Veränderliche Sterne entdeckt hat !!!. Viell. gibt es auch mal darüber weitere Meldungen und viell. ist etwas dabei, was der "normale Amateur" auch beobachten kann !

Gruß Günther
 
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