joergsflow
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Dieses Bild entstand nicht zufällig....
Es ist das Ergebnis eines kontinuierlich laufenden wissenschaftlichen Vorhersagesystems, das entwickelt wurde, um den Durchgang von Flugzeugen vor der Sonnenscheibe in Echtzeit vor-zu berechnen. Durch die Kombination der genauen lokalen Position der Sonne mit Live-Flugdaten aus dem ADS-B-System – darunter Geschwindigkeit, Kurs, Höhe und Flugbahn etc. – ist es möglich relativ genau vorherzusagen, wann ein Flugzeug ausgehend vom Beobachtungsstandort (in meinem Fall in Norddeutschland) direkt vor der Sonne vorbeifliegen würde.
Mithilfe einer eigens dafür entwickelten Open-Source-Softwarelösung in Verbindung mit präzisen astronomischen Berechnungen können diese Momente somit vorweggenommen und gezielt eingefangen werden. Fast vollständig automatisierbar sogar. Nur noch sehr wenig "Zufall" also....

Die Entwicklung war allerdings doch etwas aufwändiger als ich es ursprünlgich geplant hatte. Denn die Idee an sich war ja recht simpel:
"Eigene Lokation: bekannt -Flugzeugposition: messbar. - Route, Richtung, Mond oder Sonnenstand: Alles extrapolierbar." Aber....
Wir sprechen hier auch von dem Problem dass bei nur ca. 80m Berechnungsabweichung der Flieger ist nicht mehr vor der Sonnenscheibe landet .... Und Gründe für solche Abweichungen gibt es eine ganze Menge, wie ich lernen musste....
Nun ja. Hat ja am ende geklappt. Obgleich nur 0.1% aller Flugzeuge in der Gegend (oder 2% derjenigen die wenigstens in einer Höhe von über 30 Grad vorübergleiten) überhaupt in Frage kommen. Nicht sehr viele also....

Das Ergebnis ist damit einerseits technische Empirie - andererseits trägt das Bild als Motiv immer auch eine symbolische Komponenten in sich:
Die Menschheit, die (in einem Flugzeug) vor einem Stern vorbeizieht, der Leben schon lange vor der Existenz der Zivilisation ermöglichte. Für manche ist es einfach ein visuell beeindruckendes Foto. Für andere spiegelt es die seltsame Koexistenz von Natur, Technologie, Zerbrechlichkeit und Fortschritt wider.
Fotografiert am 26. Mai 2026 um 15:40 UTC über Rheine, Norddeutschland, mit einem Lunt LS100MT/B1800 f/7,1 H-Alpha-Sonnenteleskop und ZWO ASI174M.
P.S. Dieses Flugzeug flog übrigens von Edinburgh nach Prag mit 907kmh Reisegeschwindigkeit in 11800m Höhe. The Distanz zwischen meinem Kamerasensor und dem Flieger waren 27.8 km.
Weil die individuelle Frage kam, was man dafür benötigt und ob es aufwändig ist, kopiere ich hier unten einmal meine Antwort hinein:
A. Wie einfach ist das denn?
Ziemlich einfach.
Schritt 1. Pi mit Antenne laufen lassen (läuft sowieso am besten einfach immer durch).
Schritt 2. Teleskop rausstellen und auf Sonne oder Mond ausrichten (kann tagsüber aus dem Garten einfach durchlaufen)
Schritt 3.
Die Software kümmert sich um den gesamten Rest fast vollautomatisch:
- Sie startet vollautomatisch, rechtzeitig die Aufnahmen in Sharpcap und stoppt sie nach ein paar Sekunden wieder
- benennt die Files passend und sucht Flugzeugendaten zusammen
- lädt die Files vom Windows Rechner auf ein NAS o.ä. hoch
B. Was braucht man dafür?
1. Einen kleinen USB Empfänger samt Antenne (z.B. den hier: https://amzn.eu/d/03rcjsBg)
2. Einen kleinen Raspberry PI-Minicomputer mit Speicherkarte (z.B. den hier: https://amzn.eu/d/0gSlAqV8) der dann mit Deinem Netzwerk/Internet verbunden ist.
Darauf wird dann die eigentliche Software installiert. Nach der Einrichtung findet die gesamte restliche " Einstellung" und Administration d.h. Deiner Telescope, Standortdaten, Pushnachrichten etc. etc. nur noch über den Browser statt. PI samt Antenne kannst Du irgendwo "hinlegen" und dauerhaft laufen lassen. Nach der Einrichtung gibt's daran nichts mehr zu tun.
Es ist das Ergebnis eines kontinuierlich laufenden wissenschaftlichen Vorhersagesystems, das entwickelt wurde, um den Durchgang von Flugzeugen vor der Sonnenscheibe in Echtzeit vor-zu berechnen. Durch die Kombination der genauen lokalen Position der Sonne mit Live-Flugdaten aus dem ADS-B-System – darunter Geschwindigkeit, Kurs, Höhe und Flugbahn etc. – ist es möglich relativ genau vorherzusagen, wann ein Flugzeug ausgehend vom Beobachtungsstandort (in meinem Fall in Norddeutschland) direkt vor der Sonne vorbeifliegen würde.
Mithilfe einer eigens dafür entwickelten Open-Source-Softwarelösung in Verbindung mit präzisen astronomischen Berechnungen können diese Momente somit vorweggenommen und gezielt eingefangen werden. Fast vollständig automatisierbar sogar. Nur noch sehr wenig "Zufall" also....

Die Entwicklung war allerdings doch etwas aufwändiger als ich es ursprünlgich geplant hatte. Denn die Idee an sich war ja recht simpel:
"Eigene Lokation: bekannt -Flugzeugposition: messbar. - Route, Richtung, Mond oder Sonnenstand: Alles extrapolierbar." Aber....
Wir sprechen hier auch von dem Problem dass bei nur ca. 80m Berechnungsabweichung der Flieger ist nicht mehr vor der Sonnenscheibe landet .... Und Gründe für solche Abweichungen gibt es eine ganze Menge, wie ich lernen musste....
Nun ja. Hat ja am ende geklappt. Obgleich nur 0.1% aller Flugzeuge in der Gegend (oder 2% derjenigen die wenigstens in einer Höhe von über 30 Grad vorübergleiten) überhaupt in Frage kommen. Nicht sehr viele also....

Das Ergebnis ist damit einerseits technische Empirie - andererseits trägt das Bild als Motiv immer auch eine symbolische Komponenten in sich:
Die Menschheit, die (in einem Flugzeug) vor einem Stern vorbeizieht, der Leben schon lange vor der Existenz der Zivilisation ermöglichte. Für manche ist es einfach ein visuell beeindruckendes Foto. Für andere spiegelt es die seltsame Koexistenz von Natur, Technologie, Zerbrechlichkeit und Fortschritt wider.
Fotografiert am 26. Mai 2026 um 15:40 UTC über Rheine, Norddeutschland, mit einem Lunt LS100MT/B1800 f/7,1 H-Alpha-Sonnenteleskop und ZWO ASI174M.
P.S. Dieses Flugzeug flog übrigens von Edinburgh nach Prag mit 907kmh Reisegeschwindigkeit in 11800m Höhe. The Distanz zwischen meinem Kamerasensor und dem Flieger waren 27.8 km.
Weil die individuelle Frage kam, was man dafür benötigt und ob es aufwändig ist, kopiere ich hier unten einmal meine Antwort hinein:
A. Wie einfach ist das denn?
Ziemlich einfach.
Schritt 1. Pi mit Antenne laufen lassen (läuft sowieso am besten einfach immer durch).
Schritt 2. Teleskop rausstellen und auf Sonne oder Mond ausrichten (kann tagsüber aus dem Garten einfach durchlaufen)
Schritt 3.
Die Software kümmert sich um den gesamten Rest fast vollautomatisch:
- Sie startet vollautomatisch, rechtzeitig die Aufnahmen in Sharpcap und stoppt sie nach ein paar Sekunden wieder
- benennt die Files passend und sucht Flugzeugendaten zusammen
- lädt die Files vom Windows Rechner auf ein NAS o.ä. hoch
B. Was braucht man dafür?
1. Einen kleinen USB Empfänger samt Antenne (z.B. den hier: https://amzn.eu/d/03rcjsBg)
2. Einen kleinen Raspberry PI-Minicomputer mit Speicherkarte (z.B. den hier: https://amzn.eu/d/0gSlAqV8) der dann mit Deinem Netzwerk/Internet verbunden ist.
Darauf wird dann die eigentliche Software installiert. Nach der Einrichtung findet die gesamte restliche " Einstellung" und Administration d.h. Deiner Telescope, Standortdaten, Pushnachrichten etc. etc. nur noch über den Browser statt. PI samt Antenne kannst Du irgendwo "hinlegen" und dauerhaft laufen lassen. Nach der Einrichtung gibt's daran nichts mehr zu tun.





