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Gedicht

Reinhard_Lauterbach

Aktives Mitglied
Nun hat's den "Reimern" die Sprache verschlagen,
doch möcht ich noch mal einen Vorstoß wagen.
Vielleicht kann ich ja Jemanden wieder erwecken,
dann können wir zusammen den Niki necken.

?

Viele Grüße und bleibt gesund,
Reinhard
 

TriffiD

Aktives Mitglied
Hallo,
ich vermute eher es kehrt Vernunft ein. ;)
Einen Versuch zur Bekehrung starte ich noch. Vielleicht wirkt ein Sonett:


Im Reim zu sprechen ist nicht leicht gegeben,
Doch mancher will es schlicht nicht lassen
Hier Verse grausam beugend abzufassen
Als sei die Welt zu quälen nur sein Streben.

Nun, mein Rat ist's den Blick zu richten,
Nach oben, an das funkelnd Firmament.
Die Wunder dort hat man sonst allzu schnell verpennt
Und als Ersatz nur schlechte Reimgeschichten.

Lass ab und höre auf mein Mahnen.
Gedenk der Leistung unsrer Ahnen.
Ein Goethe wird aus dir nicht mehr.

Stattdessen schau auf Mond und Sonne.
Tritt doch das Reimen in die Tonne.
Denn himmlisch Dichten, ist zu schwer.



Gruß
Sebastian
 

M13

Aktives Mitglied
Ein schlauer Mann schreibt hier vom Sonetts,

weil er findet das Reimen der Leut aus 2020 nicht nett,

somit er wieder gerne die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts hätt.

Mein Gott,

wie schnell wir doch wieder in der Vergangenheit sind,

gibst denn heut kein geistig Kind?

Warum lässt man den Leut nicht die Freud,

so zu denken,schreiben, reimen passend zur

heutigen Zeit?

Damit ihr nicht vergesst warum hier manch einer Text,

es sollte doch die Astronomie euch wecken

und nicht das jeder hier irgend was reinsetzt !

Darum schaut weiterhin zum Himmel hinauf,

nehmt euere Empfindungen im Herzen auf!

Schreibt dann, was ihr denkt und wie es war,

ja schon ist alles wieder Wunderbar!

Nichts ist schöner als eine klare Nacht mit all ihrer Pracht,

dann mit allen Freuden auf Papier gebracht!

also freut euch weiterhin

und nehmt die Kritik gelassen hin...

allen eine gute Nacht...

Gott hat für uns alle nur dies einzig Leben gemacht...

Ja und egal ob Goethe oder KO...

wichtig ist Ihr seit dann Froh ;-)
 

Reinhard_Lauterbach

Aktives Mitglied
Hallo in die Runde,

na dann möchte ich doch auch nochmal ein Statement abgeben:


Es fehlt mir leider an Vernunft,
ich seh' das Reimen nicht verbissen.
Wenn mancher Reim ist auch besch...eiden,
mag ich nicht nur die Astro-Zunft.

Lass Schiller ruh'n und auch den Goethe,
die sind schon tot und auch schon kalt.
Ich lebe noch, wenn auch schon alt,
sodass ich hier die Lyrik töte.

Es geht mir nicht um Ruhm und Ehre,
lass' Andere sich deswegen streiten.
Ein wenig Spaß möcht' ich bereiten,
und nicht den Reim in reiner Lehre.

Der Heiko ist mir lieb und teuer,
nimmt sich und Andere nicht so wichtig.
Fürs Leben finde ich das richtig,
Bekehrer sind mir nicht geheuer.

Doch wichtig sind auch andere Sachen,
die können uns das Leben kosten.
Da höre ich auf Christian Drosten,
dann kann ich weiter Reime machen.

Doch richt' ich auch den Blick nach oben,
der ist zur Zeit doch ziemlich nass.
Dann macht man sich halt anders Spaß,
und kann am Reimen aus sich toben.


Wenn schlechten Reim ich tu' hier Kund,
na und?

:p


Die Mahnungen "man solle nicht versuchen sich mit unseren Ahnen zu messen" erinnern mich etwas an die Beiträge einiger Zeitgenossen in diesem Forum. Die fragten darin "warum wir hier unsere Astrofotos zeigen, im Internet fände man doch viel schönere Hubble-Bilder, da kämen wir ja doch nicht ran". Ich finde es gut, dass Viele hier es trotzdem tun.


Viele Grüße & CS,
Reinhard
 

M13

Aktives Mitglied
Vor Jahren gab es einmal eine schöne Zeit,

ja da hat man sich Tage zuvor schon auf eine klare Nacht gefreut !

Heut sieht das anders aus,

wegen Corona bleibt ein jeder alleine zu Haus.

Wie schön war doch die Zeit, als wir alle zusammen am Teleskop verweilt!

Aber nicht nur Corona ist der Zeit einziger Feind,

nein,

das was wir unserer Umwelt antun wird uns sehr bald zeigen,

das wir dann auf der Strecke bleiben!

Die klaren Nächte werden immer dünner,

weil die Umwelt tut keinen so richtig Kümmern.

Ja und so wird es dann geschehen,

das wir irgendwann nichts,

als nur unseren eigenen produzierden Mist hier auf Erden sehen!

Kaum zu Glauben das wir "Kinder Gottes Schöpfung" sind,

war "Er " denn bei der Schöpfung blind?!......

CS und bleibt Gesund
K-Heinz
 

Reinhard_Lauterbach

Aktives Mitglied
Nein, nicht schon wieder...
... doch, ich hab wieder Eines:


Im Gedichte-Thread ist nicht viel los,
das liegt vielleicht an der Vernunft.
Doch meine ist nicht wirklich groß,
erneut nerv' ich die Astro-Zunft.

Das Wetter war lang wirklich schlecht,
man konnte keine Sterne sichten.
Die letzten Nächte kamen recht,
um die mal wieder ab zu lichten.

Der Hannes hat mich drauf gebracht,
das Trapez einmal zu fotografieren.
Da sah man just in dieser Nacht,
drei Sterne nur, anstatt sonst viere.

Da oben bleibt nicht alles gleich,
Neues kommt, Altes vergeht.
Das macht ja die Natur so reich,
auf diese Art Vielfalt entsteht.

So ändert sich wohl diese Welt,
auch unsre Spezies ist nicht ewig.
Obwohl uns das gar nicht gefällt,
das kümmert die Natur recht wenig.

So last uns nutzen unsre Zeit,
sie nicht verschwenden um zu streiten.
Der Astro-Kram liegt schon bereit,
uns ein wenig Freude zu bereiten.


Hintergund: https://forum.astronomie.de/threads/trapez-ori-nur-noch-zu-dritt.302669/


Viele Grüße, CS und nutzet die Nacht,
Reinhard
 

Himmelsguckerin

Aktives Mitglied
Hallo zusammen!

Es ist schön, dass es hier auch einen Platz für Kunst und Gedichte gibt. Ich finde, dass gerade die Astronomie auch eine poetische Seite hat, sofern man sich darauf einlassen mag.

Ich hab mich nun durch euere Gedichte hier gelesen, mal schmunzeln müssen und mal tief berührt gedacht: ja, so ist es draußen in der Dunkelheit beim Betrachten der Sterne!

Weil weiter oben mal der Gedanke geäußert wurde, ihr könntet ja einen Astronomie-Gedichtband veröffentlichen: Man braucht heutzutage für sowas nicht mehr zwingend einen Verlag, der bei allem mitredet und Vorgaben macht. Mit Selfpublishing lässt sich da inzwischen einiges machen. Wenn es auch bei so einem Gedichtbandprojekt mit verschiedenen Autoren etwas anderes ist, als wenn ein Urheber allein sein eigenes Werk auf diesem Weg veröffentlicht. Da müssen schon einige rechtliche Dinge beachtet werden, von denen ich jetzt auch nicht genug Ahnung hab. Vielleicht sammelt ihr euere Gedichte und macht daraus ein Büchlein, das nicht veröffentlicht wird (mit ISBN und so weiter), sondern nur in einer kleinen Auflage gedruckt. Für euch selbst und alle, die sowas zu schätzen wissen. Glaubt mir, es ist ein tolles Gefühl, die eigenen Worte als Buch gedruckt in Händen zu halten! Ich hab mal bei einem Schreibseminar mitgemacht, da hatten wir das Glück, dass jemand dabei war, der Ahnung vom Buchbinden hatte. So bekamen wir alle unsere Werke am Ende handgebunden. Vielleicht ist hier in der großen weiten Astronomenwelt auch jemand mit diesem Talent.

Die meisten Menschen werden jedoch etwas von der Poesie der Nacht haben, wenn ihr euere Gedichte genau hier an diesem Platz veröffentlicht. Hier ist die Hürde, sie zu finden und zu lesen sehr niedrig. Und die Sammlung kann auch ohne viel Aufwand ständig erweitert werden.

Viel Freude noch beim Blick in den Himmel und beim Dichten!

Sabine
 

M13

Aktives Mitglied
Hallo Sabine,
zunächst sei Herzlich Willkommen hier und schön das es Dir hier gefällt! Es ist schon lange ruhig geworden hier mit dem Dichten ich denke viele haben einfach ihre Pflichten :giggle:...... Ich selber greif zur Zeit wieder zum Pinsel für ein neues Werk welches ich bald wieder hier vorstellen werde.....
Alles Gute und bleib Gesund
K.Heinz
 

Reinhard_Lauterbach

Aktives Mitglied
Hallo allerseits,

da der Thread noch immer von Interesse ist, habe ich mal wieder einen leider sehr realitätsnahen Beitrag gebastelt:


Der Donner grollt, der Regen prasselt,
was uns mal wieder das Hobby vermasselt.
So hocken wir hier in unseren Stuben,
als wären wir alle böse Mädels und Buben.

Den Wetter-Gott wir um Besserung beschwören.
doch dieser scheint nicht auf uns zu hören.
Da bleibt nur zu warten auf besseres Wetter
und das auch noch nachts, das wäre noch netter.

Bis dahin mal ein paar Blitze ablichten,
die richten sich nicht nach unseren Absichten.
Zum richtigen Zeitpunkt den Auslöser drücken,
doch zucken sie dann hinter unserem Rücken.

Dann Zeitpunkt und Richtung passt, das ist toll,
doch dann kommt die Meldung "SD-Karte voll".
So lang wir versuchen oder auch warten,
die Blitze landen nicht auf unseren Karten.

Es vergeht die Nacht Stunde um Stunde,
die Gewitter ziehen ihre Runde um Runde.
Und irgend wann später reift der Verdacht,
es geht nichts über eine klare Nacht.


Ja ja ich weiß, da kommt wieder der Rheinländer durch (Tätää, tätää, tätäää). Aber was soll ich machen, ich bin halt einer ;-) ... und das ist gut so!

In diesem Sinne,

Viele Grüße und hoffentlich bald mal wieder CS,
Reinhard
 
Zuletzt bearbeitet:

Himmelsguckerin

Aktives Mitglied
Liebe Freunde der Sternenhimmel-Poesie!

Gestern Abend hatte ich nach einem anstrengenden Tag Sehnsucht nach den Sternen. Obwohl eine fast komplett geschlossene Wolkendecke den Himmel bedeckte, machte ich es mir auf meinem Balkon im Liegestuhl bequem. Ich hoffte, dass der Himmel vielleicht doch noch etwas aufreißen würde. Leider tat er mir den Gefallen nicht.

Das Ergebnis des Abends war dieses Gedicht. Leider ist es etwas düster ausgefallen. Trotzdem gebe ich es mal hier herein. Denn ab und zu etwas Kontrast kann nicht nur den Blick durchs Teleskop bereichern.;)

Viele Grüße

von euerer Himmelsguckerin
Sabine


Sterne
wo seid ihr
wo seid ihr heute
Stunde um Stunde
versinkt mein Blick
im grauen Wolkensumpf
dort oben
und sucht nach euch
nach euerem Licht
nach euerem Trost
in dieser Nacht
in diesem Grau
unwirklich
bedrückend
ermüdend
schwer
Sterne
wo seid ihr
wo seid ihr heute ...
 

Himmelsguckerin

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

schade, dass ich inzwischen in diesem Gedichte-Bereich so überrepräsentiert bin. Also, falls von euch Astro-Poeten mal wieder jemand eine musische Minute hat, ... ;)

Etwas Leichteres zwischendurch würde hier auch mal nicht schaden.

Heut gibt es von mir noch einmal nachdenklichere Töne. Bin grad in einer seltsamen Stimmung.
Und als mir auffiel, dass heute ja auch Neumond ist, entstand dieses Gedicht:


Neumondnacht

ein Abend
finster wie lange keiner mehr
trotz Sternenlicht

ein Abend
kalt wie lange keiner mehr
trotz einer Tasse Tee

ein Abend
einsam wie lange keiner mehr
trotz Jupiters Gesellschaft

Neumondnacht

Zeit des Ausruhens
die sich leblos anfühlt

Zeit des Bei-sich-seins
die sich leer anfühlt

Zeit der Stille
die alles übertönt

Zeit, um Dinge zu sehen
die das Mondlicht verbirgt

Zeit, um schätzen zu lernen
was selbstverständlich war

Zeit, um sich zu freuen
auf das was kommt

und doch ist da diese Nacht
diese lange dunkle Nacht

Zwischenzeit

das vergangene Licht
lebt noch in der Erinnerung
und vom zukünftigen
weiss nur der Verstand

Neumondnacht



Viele Grüße und allseits klaren Himmel
Sabine
 

Reinhard_Lauterbach

Aktives Mitglied
Hallo Sabine,

mal abgesehen vom poetischen Wert hört sich das recht düster an.
Ich hoffe, man muss sich nun keine Sorgen um Dich machen...

Liebe Grüße, CS und hellere Gedanken,
Reinhard
 

Himmelsguckerin

Aktives Mitglied
Hallo ihr,

tut mir leid, wenn ich jetzt hier die Stimmung heruntergezogen hab.

Musste damit gestern nur irgendwo hin.
Nein, Sorgen muss sich niemand machen. Bin grad nur etwas... nachdenklich.

Gern hätte ich jetzt hier ein heiteres Gedicht als Ausgleich darunter gesetzt. Geht aber grad nicht.

Kommt wieder. Bald habt ihr euere alte Himmelsguckerin zurück, die über die Sterne stolpert und euch zum Lachen bringt.

Bis dann
Sabine
 

TriffiD

Aktives Mitglied
Da sehe ich ganz klar das Fehlen eines Taks mit ausreichend großer Öffnung, um Jupiters Gesellschaft auch würdigen zu können
Das lass mal nicht den Jupiter hören. Dessen Gegenwart haben die Damen stets auch ohne Tak zu würdigen gewusst.
Ovid hätte hier und heute vermutlich geschrieben: "Sah sie ihn hocken, bei Frühstücksflocken, beganns Frohlocken trotz nasser Socken."
Gruß
Sebastian
 

Nik Skysurfer

Aktives Mitglied

Specht

Aktives Mitglied
...ist nach einer langen Beobachtungsnacht kurz vor´m Heimfahren mal passiert. Ist jetzt nicht wirklich poetisch wertvoll, aber vlt ganz lustig... ;-)

Ein Sternfreund schrie, laut hörten wir:
ihm fehlt ein Nagler vom Typ vier!

Wir suchten nachts in Gras und Grund
mit sieben Freunden ein, zwei Stund.

Er senkte kleinlaut Kopf und Kinn,
es steckte noch im Dobson drin!

Am nächsten Tag lud er uns ein
zu Pizza, Pasta und ´nem Wein.

Aus der Geschichte lernen wir:
Pass auf bei Naglern vom Typ vier!
 
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