Geschichten von der Guerilla-Dachsternwarte

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hi Martin,

Wie sortiert ihr denn eure Bilder nach einer Aufnahmesession aus?

ich belichte pro Aufnahme 3 Minuten, in 15 Minuten (so lange wird mein Guidinggraph am Stück mitgeschrieben, ohne daß was überschrieben wird) sind das also 5 Bilder. Ich guck ab und an auf den Graph, wenn was auffällig ist oder das Guidingproggy durch Piepsen meldet, daß es den Leitstern verlohren hat, kontrolliere ich die entsprechenden Bilder und werfe gegebenenfalls gleich schlechte Bilder weg.

Ansonsten kipp ich die Bilder alle zusammen mit Darks, Bias und Flat in Deepskystacker. Und dann sag ich dem Proggy, daß unter einem bestimmten Scorewert keine Bilder gestackt werden sollen...
 
Hey,

stimmt, das wird natürlich einfacher, wenn man pro Einzelbild so lange belichten kann. Dann ufert die Bilderzahl auch nicht so aus :)
Ich muss mit meiner EQ1 so zwischen 30und 60s bleiben. Da muss ich naturgemäß seehr viele Bilder zusammentragen.

Das mit dem Scorewert in DSS muss ich mir mal ansehen. Ist ein guter Tip(y) Danke.
Welche Werte sind denn da "gut" und welche "schlecht"?

Danke für deine Antwort.
Gruß
Martin
 
Nabend,

die Andromeda-Evolution geht weiter. Hier mein neuester Versuch vom 13.11.
Insgesamt habe ich ca 51Minuten zusammenbekommen. Wie immer: EQ1, 200mm Mamiya, eos600d(normal), 800Iso, 45s Subs.


Ist die Detailfülle für die Ausrüstung und Belichtungszeit erwartbar oder kann da noch mehr gehen?
Wie immer höre ich gerne Tips und Vorschläge zur Bearbeitung von euch :)

Warum sieht es so aus, als wäre am unteren Bildrand eine Lichtquelle?:unsure:


Andromeda51,75min2.JPG


Mit Grüßen
Martin
 
Moin,

könnte ein Flat-Thema sein, oder ein Adapter-Thema, wenn es dort Lichteintritt gibt.

Jörg
 
Hi Jörg,

ohja, an den Flats könnte es tatsächlich liegen. Die hab ich nur auf die Schnelle nachgemacht. Mir schwebt da schon eine professionellere Lösung für die Zukunft vor.

Lichteintritt am Adapter werde ich auch mal überprüfen(y) Den habe ich ja abgefeilt, evtl. nicht ganz sauber...

Gruß
Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

also aus dem Objektiv oder der Umgebung scheint mir das eher nicht zu kommen, dafür ist die "helle Leiste" zu parallel zur Grundlinie. Könnte es sein, daß irgendeine Struktur da unten in der Knipse glänzt und das ankommende Licht streut statt schluckt?


Gruß,
Okke
 
Ich würde auf Amp Glow tippen, was mit Darks in den Griff zu bekommen sein sollte.
 
Moin Jörg und Peter,

Sprich: Das "Glühen" kommt direkt vom Sensor? Dann werde ich beim nächsten Mal ein paar mehr Darks aufnehmen.

Soweit ich mich erinnere, hab ich in Fitswork auch die Funktion "Gradient entfernen" angewandt. Eventuell hat das auch in die falsche Richtung gewirkt?

Grüße
Martin
 
Moin,

Verstärkerglühen wäre eine Möglichkeit, das geht mit Kalibrieren weg, also Darks und Bias, müßte man probieren. In wie fern das "Gradient entfernen" die Kante quasi hochgebügelt hat, kann ich mir schlecht vorstellen, aber auch nicht final ausschließen. Den Adapter habe ich weniger in Verdacht, da spielt sowohl das M42-Gewinde als auch das Bajonett Lichtfalle, was gerne mal rummackt sind Steckfilter und deren Schächte samt Lichtdichtungen, wenn Dein Objektiv das hat.

CS
Jörg
 
Die Lichtquelle könnte auch Galactic Cirrus sein. :cool: (Effekt von gerade neu "Gelerntem", das nun überall gesehen wird.) Siehe mein Beitrag hier : Oumuamua doch künstlich?
Entdecken kann man den GC wohl nur auf Grossfeldaufnahmen wie mit Deiner Ausrüstung, mit kleinen Teleskopen - oder mit dem blossem Auge.

Ne andere Spekulation bringt mich zu einer Kritik an Deinem Workflow: Du schriebst irgendwo, dass Du das Stacking-Ergebnis in DSS jedes mal zunächst beschneidest. Annahme: aus ästhetischen Gründen um Vignetting oder Mosaik-ähnlichen Effekt loszuwerden?
Einklich ist das nicht so gut. Einmal wegen der Learning Curve, auf der Du ja noch bist und auch gerne Input haben möchtest. Das Wegschneiden verhindert Fortschritts-Dokumentation. Oder z.B. an Deiner Frage zur letzten Andromeda und der eventuellen Lichtquelle: das Wegschneiden verhindert den Vergleich zu früheren Aufnahmen von Dir, ob denn die "Lichtquelle" immer am selben Rand links unten ist, egal welches Objekt Du gestackt hast.
Tja, und es verhindert dann auch zu vermuten, ob es sich evtl um Galactic Cirrus handelt, der sich bei Deiner Ausrüstung an der Andromeda immer zeigen könnte... :)
 
Hallo,
Verstärkerglühen wäre eine Möglichkeit, das geht mit Kalibrieren weg, also Darks und Bias, müßte man probieren. In wie fern das "Gradient entfernen" die Kante quasi hochgebügelt hat, kann ich mir schlecht vorstellen, aber auch nicht final ausschließen. Den Adapter habe ich weniger in Verdacht, da spielt sowohl das M42-Gewinde als auch das Bajonett Lichtfalle, was gerne mal rummackt sind Steckfilter und deren Schächte samt Lichtdichtungen, wenn Dein Objektiv das hat.

Ah ok. Dann halte ich mal fest, dass ich beim nächsten Mal versuche, sauberere Kalibrierungsbilder zu schießen. Dann mal sehen, ob das Bild gleichmäßiger wird(y)
Eine Filterschublade hat das Objektiv nicht, das kann ich also schonmal ausschließen :)

Die Lichtquelle könnte auch Galactic Cirrus sein.

Davon hab ich bis zu diesem Moment noch nichts gehört. Werde mal nachlesen. Rein aus dem Bauch heraus, kann ich mir eher eine kameratechnische Ursache vorstellen, nachdem der helle Streifen ja exakt parallel zum unteren Bildrand ist.

Ne andere Spekulation bringt mich zu einer Kritik an Deinem Workflow: Du schriebst irgendwo, dass Du das Stacking-Ergebnis in DSS jedes mal zunächst beschneidest. Annahme: aus ästhetischen Gründen um Vignetting oder Mosaik-ähnlichen Effekt loszuwerden?

Vor dem Stacking und in DSS verändere ich nichts an den Bildern. Erst im zweiten Schritt in Fitswork schneide ich den Rand des rohen, gestackten Bildes weg. Durch das Stacken hat man am Rand seltsame Artefakte, die das Histogramm versauen. Deswegen schneide ich das weg und hab danach ein sauberes Histogramm zum weiter bearbeiten. So herum mach ichs. Das war mal ein Tip in irgendeinem Youtube Tutorial.
Ist das wohl nicht gut? Inwiefern verhindert das die Dokumentation?

Zur Verdeutlichung:

Rohbild aus DSS. Den gelben Kasten schneide ich weg.
fitsworkschneiden.JPG


fitswork2.JPG


Man sieht übrigens schon hier deutlich den Gradienten, der auch oben im fertigen Bild auftaucht..:rolleyes:

Grüße
Martin
 
Ich weiss nicht, ob das in Gimp geht, aber ich kann in Aperture den sichtbaren Bereich "croppen" , dann editieren, und hinterher den anderen Bereich wieder sichtbar machen. Evtl kann man so die von Dir beschriebene Schwierigkeit umgehen ohne abzuschneiden. Wobei ich nicht verstanden habe, worin die Schwierigkeit besteht, wenn da am Rand Sachen sind - wie können die sich störend beim bearbeiten auswirken?

Dokumentation: am Bildrand werden technische Umstände sichtbar-er, die sich in der Bildmitte auch auswirken können. Field shift z.B. zeigt sich am Rand als deutlich gezogene Sterne, an Sternen in der Bildmitte als Blob. Sieht man wegen Wegschneidens dann nur die Blobs in der Bildmitte als Anhaltspunkt, kann man da auch auf andere Auslöser kommen wie z.B. Tau auf der Linse, schlechte Fokussierung, Kollimierungsfehler oder sowas in der Art. Dabei war "bloss" das Teleskop nicht richtig eingenordet oder, falls Alt-Az, dann zu lange belichtet und Field shift eine logische Folge.

In Deinem speziellen Andromeda-Fall: wir wissen nun nicht, ob Deine beiden früheren Aufnahmen mit demselben Objektiv/Adapter ebenfalls dieses Licht-Feature aufwiesen.
 
Hallo Martin,

wie ich schrub, das Thema Kalibrierbilder ist genau so wichtig wie die Lights. Wenn die nicht passen baust Du Dir zusätzlich Fehler ein, die Du dann wieder rausprockeln musst. Das erschwert Dir den Fortschritt. Eine saubere Methodik gehört zur Wissenschaft wie die Butter zum Fisch, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Jörg
 
Nabend,
In Deinem speziellen Andromeda-Fall: wir wissen nun nicht, ob Deine beiden früheren Aufnahmen mit demselben Objektiv/Adapter ebenfalls dieses Licht-Feature aufwiesen.

Ich glaube, die haben das nicht.


Ich denke, die Flats sind die Übeltäter.
Ich hab mir jetzt nochmal die Flats zu diesem Bild angesehen. Man erkennt deutlich eine Abdunklung zum unteren Rand hin. Sprich, beim gestackten Bild scheint dieser Verlauf zu dolle abgezogen zu sein oder?

Warum die Flats allerdings diesen Gradienten drin haben, kann ich mir ehrlich gesagt nicht erklären. Wenn es von der Linse kommt, müsste es ja eher zentrisch sein, also eine Vignettierung. Die fällt mir aber kaum auf. Es ist eher ein linearer Verlauf parallel zu den Chipkanten. Also doch ein Chip-Problem? Mysteriös...:unsure:

Ich hänge mal eine kurze Übersicht der Flats an. Ich hoffe, man erkennt den Verlauf.
Flats.JPG


Grüße
Martin
 
wie ich schrub, das Thema Kalibrierbilder ist genau so wichtig wie die Lights. Wenn die nicht passen baust Du Dir zusätzlich Fehler ein, die Du dann wieder rausprockeln musst. Das erschwert Dir den Fortschritt. Eine saubere Methodik gehört zur Wissenschaft wie die Butter zum Fisch, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Das trifft es offenbar auf den Kopf:D(y). Die Kalibrierungsbilder scheinen daran schuld zu sein...

Grüße

Martin
 
Bis zur Lösung des Problems kannst Du in Photoshop eine Verlaufs-Maske erstellen, die Du dem fertigen Bild zuweist und die diesen Gradienten ausgleicht. Die kannst Du sowohl auf Helligkeit oder/und Sättigung anwenden, bis das Bild normal aussieht.

Wenn das Motiv-Foto selbst KEINEN Gradienten aufweist (also nur die flats das tun), kann nur die Methode, wie die flats erzeugt wurden, dazu geführt haben. Wenn es der Chip wäre, hätte er auch die fotografierten Objekte mit einem Verlauf abgebildet. Das Objektiv kann ebenfalls keinen linearen Verlauf produzieren, wie Du richtig sagst.

lg
Niki
 
Hi Martin,

Das mit dem Scorewert in DSS muss ich mir mal ansehen. Ist ein guter Tip Danke.
Welche Werte sind denn da "gut" und welche "schlecht"?

niedrige Werte (z.B. 876) = wenig Sterne
hohe Werte (z.B. 3456) = viele Sterne

niedrige Werte können z.B. von durchziehenden Wolken stammen, von Dunst, Hochnebel. Das Light wirkt dann erstmal "heller" als die anderen Bilder, hat aber weniger Sterne drauf... Solche Bilder sortiere ich aus.

Ich hab ja die Kamera per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden. Mit dem Canoneigenen Programm "Digital Foto Professional" seh ich in der Übersichtsanzeige 5 Bilder pro Reihe, und 3 Reihen übereinander. Ich guck net jedes Bild in Originalgröße an. Aber hellere fallen da schon auf. Die guck ich dann an und wenn wenig Sterne zu sehen sind, werfe ich das Bild weg, auch wenn die Sterne rund sind. Diese Bilder versauen nämlich das Stackingergebnis, weil sie den Hintergrund heller machen...

Zu Deinem Flatproblem:
Wie lange wurden die belichtet? Ich vermute, daß da die Belichtungszeit zu kurz war und somit der Spiegel unten das Bild abschattet...
Leg ein paar Lagen Papier mehr dazwischen und belichte die nächsten Flats länger. 2-3 Seunden, dann ist da kein Gradient mehr zu sehen... Und stacke die Bilder nochmal mit den neuen Flats...

Oder Du hast mit der Taschenlampe schräg reingeleuchtet. Damit mir das nicht passiert, lege ich einfach mehrere Papiertaschentücher über die Sonnenblende vom Teleobjetiv, stülp nen Gummie drüber und halte morgens oder abends in der Dämmerung in den Himmel. Dann ist das Licht gleichmäßig.

Ich hab sogar schon den Laptopbildschirm als Lichtquelle genommen... Einfach ein Bild mit dunlem Grau gefüllt, als Vollbild anzeigen lassen und dann 2 Sekunden belichtet...

Und ja, ich schneide die durchs Stacken entstandenen Ränder auch weg, wenn ich Aufnahmen von mehreren Nächten zusammen stacke und nicht den selben Leitstern erwischt hab. Oder wenn man "Ditherränder" sieht. Aber bei mir sind die so entstandenen Ränder meist blos ca. 30-40 Pixel breit...
 
Moin,

Vielen Dank euch!:)

Bis zur Lösung des Problems kannst Du in Photoshop eine Verlaufs-Maske erstellen, die Du dem fertigen Bild zuweist und die diesen Gradienten ausgleicht. Die kannst Du sowohl auf Helligkeit oder/und Sättigung anwenden, bis das Bild normal aussieht.

Photoshop steht mir leider nicht zur Verfügung, mache bis jetzt alles mit Gimp. Für mein derzeitiges Level reicht das noch aus:D

Wenn das Motiv-Foto selbst KEINEN Gradienten aufweist (also nur die flats das tun), kann nur die Methode, wie die flats erzeugt wurden, dazu geführt haben. Wenn es der Chip wäre, hätte er auch die fotografierten Objekte mit einem Verlauf abgebildet. Das Objektiv kann ebenfalls keinen linearen Verlauf produzieren, wie Du richtig sagst.

Es läuft wohl auf die Flats heraus. Die einzelnen Lightframes haben diesen Gradienten nicht. Die Flats hingegen schon.

Ich habe nochmal neue Flats aufgenommen und die haben das Problem mit dem Gradienten nichtmehr. Jetzt muss ich nur noch alles ein zweites Mal durch DSS rattern lassen und hoffen, dass ein glatt gebügeltes Bild herauskommt :D

Wie lange wurden die belichtet? Ich vermute, daß da die Belichtungszeit zu kurz war und somit der Spiegel unten das Bild abschattet...
Leg ein paar Lagen Papier mehr dazwischen und belichte die nächsten Flats länger. 2-3 Seunden, dann ist da kein Gradient mehr zu sehen... Und stacke die Bilder nochmal mit den neuen Flats...

Ich hab für die ersten Flats die Kamera auf AV gestellt. Belichtungszeiten weiß ich leider nicht mehr. Jetzt habe ich neue Aufgenommen. Belichtungszeit diesmal 1s. Ich hab diesmal auch die Spiegelvorauslösung verwendet. So kann der schonmal nicht mehr im Weg stehen. Guter Tip von dir, Danke!(y)
Die neuen Bilder sehen schön gleichmäßig aus, eine Vignettierung kann ich nicht erkennen, einen Gradienten auch nicht.

Wie sollte denn ein ideales Flat-Histogramm aussehen?

Oder Du hast mit der Taschenlampe schräg reingeleuchtet. Damit mir das nicht passiert, lege ich einfach mehrere Papiertaschentücher über die Sonnenblende vom Teleobjetiv, stülp nen Gummie drüber und halte morgens oder abends in der Dämmerung in den Himmel. Dann ist das Licht gleichmäßig.

Ne, ich hab mit Papier auf der Linse in den grauen Taghimmel geleuchtet. Der ist aber fast schon zu hell.. Mit Taschentüchern auf der Linse muss ich es mal probieren. Und am Abendhimmel vor der eigentlichen Aufnahmesession die Flats aufzunehmen ist auch ein guter Tip. So machen es ja auch die Großen auf La Palma, Chile etc :)

Gruß
Martin
 
niedrige Werte können z.B. von durchziehenden Wolken stammen, von Dunst, Hochnebel. Das Light wirkt dann erstmal "heller" als die anderen Bilder, hat aber weniger Sterne drauf... Solche Bilder sortiere ich aus.

Ich hab ja die Kamera per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden. Mit dem Canoneigenen Programm "Digital Foto Professional" seh ich in der Übersichtsanzeige 5 Bilder pro Reihe, und 3 Reihen übereinander. Ich guck net jedes Bild in Originalgröße an. Aber hellere fallen da schon auf. Die guck ich dann an und wenn wenig Sterne zu sehen sind, werfe ich das Bild weg, auch wenn die Sterne rund sind. Diese Bilder versauen nämlich das Stackingergebnis, weil sie den Hintergrund heller machen...

Danke noch für die Aufklärung. Hatte das HIER auch nochmal gefragt (y)
Ich verwende auch die Canon Software. Da hat man eine schöne Übersicht und Helligkeitsausreißer fallen gleich auf :)
Mit Tau hab ich mittlerweile keine Probleme mehr. Nachdem mir bei den ersten Aufnahmen immer vorschnell die Linse zugetaut ist, hab ich mir ein günstiges Astrozap Heizband gebraucht gekauft. Ich bereue es nicht :D

Und ja, ich schneide die durchs Stacken entstandenen Ränder auch weg, wenn ich Aufnahmen von mehreren Nächten zusammen stacke und nicht den selben Leitstern erwischt hab. Oder wenn man "Ditherränder" sieht. Aber bei mir sind die so entstandenen Ränder meist blos ca. 30-40 Pixel breit...

Gut, da hab ich vllt beim Ausschneiden etwas übertrieben :) Ich dachte auch, dass das Objekt der Begierde (in dem Fall Andromeda) besser wirkt, wenn nicht so viel Rand drumherum ist. Aber sicher, das verfälscht den Eindruck etwas..

Gruß
Martin
 
Wie lange wurden die belichtet? Ich vermute, daß da die Belichtungszeit zu kurz war und somit der Spiegel unten das Bild abschattet...
Belichtungszeit diesmal 1s. Ich hab diesmal auch die Spiegelvorauslösung verwendet.

Der Spiegel kann bei einer DSLR eigentlich nicht im Weg sein, da der Verschluss erst abläuft, wenn der Spiegel hochgeklappt ist. Was im Weg sein kann ist ein Verschlussvorhang (oder beide), wenn man einen Blitz verwendet. Da kann die Belichtungszeit kürzer sein als die "Synchronzeit", also die Zeit, in der der Verschluss garantiert kurz ganz geöffnet ist. Dort soll dann der Blitz abbrennen, meist mit Zeiten im Bereich einer 1/10.000 Sekunde. Belichtet man kürzer, schattet ein Verschlussvorhang, oder beide das Bild ab. ;)

lg
Niki
 
... da bin ich mal gespannt.

Wenn die Gradienten aus den Flats verschwunden sind stehen die Chancen nicht schlecht.

CS
Jörg
 
So, jetzt hab alles mit neuen Flats nochmal gestackt und (etwas auf die schnelle) neu bearbeitet.

Die starke "Lichtquelle" von unten ist verschwunden. Ganz eben ist es glaub trotzdem nicht.
Dafür sind unzählige Sterne dazu gekommen (oder die sind auffälliger geworden), warum auch immer:unsure:

Vorläufiges Ergebnis:

Andromeda51,75minneuflats_7.JPG


Grüße
Martin
 
Betrifft auch Dein Objektiv bei der Andromeda Galaxie, die ihren eigenen Cirrus hat.... Im Ernst. Nicht alles, was Cirrus ist, funkelt, nicht jeder, der knipst, ist verlorn. Aber manches ist eben Cirrus. :cool:
 
Moin,

mag sein, aber der Cirrus liegt meistens nicht exakt parallel einer Bildkante, insofern ...

CS
Jörg
 
Tag, Guerilla vom Dach,
weisst Du, dass Du vll den Glactic Cirrus aus Deinen Pleiaden rausgefiltert hast? :cry:
Guckstu, was der hier mit, okay, 4 Std. Belichtung um die Pleiaden drumrum für ein Silicium-Schimmern eingefangen hat: M45 with cirrus

Hey Annette,

meinst du den etwas helleren, dunstigen Hintergrund beim ersten Bild? Hm, das kann natürlich sein, dass da der galaktische Zirrus dazwischenleuchtet. Ob der bei 20min schon zu erahnen ist?
Das verlinkte Bild ist klasse(y) Höchst interessant, wie "verraucht" der schwarze Himmel doch sein kann, wenn man genau hinsieht. In meinem anfänglichen Elan versuche ich tatsächlich, den Hintergrund immer schön dunkel zu bekommen. Da hätte ich über so eine Wolke (sollte sie vorhanden gewesen sein) wahrscheinlich einfach drüber weggebügelt :)

Ich hab nochmal 37min Plejaden auf der Festplatte, die ich noch nicht vorgestellt habe. Ich werd da nochmal einen Blick drauf werfen. Wobei so feine Strukturen wahrscheinlich erst im Stundenbereich belichtungstechnisch zu Tage treten:unsure:

Bei der Andromeda, denke ich, ist inzwischen klar, dass die zweifelhaften Flats mit der Erhellung am Bildrand zu tun haben.
Bei der Version mit den neuen Flats hab ich übrigens wirklich nur den Stackingrand weggeschnitten (also gaaaanz wenig ;)

Grüße - im Moment leider nix neues vom Dach... -
Martin
 
Moin zusammen,

auf den Hinweis hin hab ich mir nochmal die Plejaden vorgeknüpft. Am 14.11. hatte ich da nochmal 37min aufnehmen können. Den Mehrwert gegenüber dem ersten Bild mit 20min finde ich garnicht so groß:unsure:

Hier die zuerst bearbeitete Aufnahme. Da hab ich einfach versucht, einen schönen Kontrast zwischen Sternen, Nebel und Nachthimmel zu bekommen.
Plejaden37,min2.JPG


Dann hab ich nochmal nach dem sagenumwobenen Zirrus gesucht und Andeutungen davon gefunden (glaub ich jedenfalls :)
Zumindest ist es zwischen den Hauptsternen deutlich dunkler, als drumherum der Himmel (wenns nicht an meinem Bildschirm liegt :D
Beim diesem Bild hab ich hauptsächlich versucht, diesen Helligkeitsunterschied herauszuarbeiten, auf Kosten der Gesamtästhetik.
Was meint ihr?

Plejaden37,minzirrus.JPG


Grüße
Martin
 
Jau, ich glaube, da bist Du wirklich etwas Zirrustischem auf die Spur gekommen, wegen "ist es zwischen den Hauptsternen deutlich dunkler, als drumherum ".
Aber warum fehlt bei diesem Bild wieder die Hälfte des Originalframes verglichen mit dem oben drüber, der einen deutlich größeren Himmelsausschnitt zeigt ? Mich hätte jetzt interessiert, ob das rotpixelige Kamerarauschen im Rest des Frames anders aussieht.


Vll schmeisst Du die RAWs mal alle noch nicht weg, sondern behältst sie?

Nebenbei: Die Rad-Speichensterne sind wie Dein Markenzeichen, ne? Find ich ne sehr coole Idee. So wie Hitchcocks und Peter Jacksons nur Sekunden dauernde Cameos in all ihren Filmen. Ich würde das ja auf 1 einzelnes Speichenrad irgendwo im Frame begrenzen (und auch nicht gerade einen M45-Stern dafür wählen).

Bei der Andromeda und dem Einwand zu galactic cirrus: dieses mal meinte ich nicht mehr den hellen Bereich am unteren Rand, sondern generell den cirrus, den die Andromeda als Galaxie selbst eben auch besitzt. Deine Objektivbrennweiten sind zum Aufspüren davon ja geeignet, wenn denn die Frames auch wirklich komplett bleiben und nicht auf das Objekt der Begierde reingezoomt und gecroppt werden...
Vll kann man bei Rauschunterdrückung schon einfach drauf achten, dass man einen Schwarzpunkt weit weg vom möglichen Zirrus definiert? Ich weiss nicht, wie das geht. Ich experimentiere diesbezüglich gerade mit meinen wenigen RAWs, die noch aus Neuseeland in 2012 übrig geblieben sind. (Besser nie was wegschmeissen! :cry: )
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben