Gutes Teleskop für die planetarische Fotografie?

kessoku

Neues Mitglied
Guten Abend,

ich bin seit den letzten drei Monaten ein Besitzer von der Seestar S50, bin allerdings in einem Teleskop interessiert, dass Planete besser beobachten kann. Die Seestar S50 ist zwar super, allerdings sind Planeten relativ klein.

Kann mir jemand dazu ein gutes Teleskop empfehlen? Vielen Dank im voraus :-)
 
Hi,
Willst du visuelle Astronomie betreiben, oder Astrofotografie? Du schreibst was von "beobachten", das wäre dann visuell. Warum hast du ein Seestar gekauft?
 
Hi,
Willst du visuelle Astronomie betreiben, oder Astrofotografie? Du schreibst was von "beobachten", das wäre dann visuell. Warum hast du ein Seestar gekauft?
Hallo Heliklaus. Ich habe mir die Seestar gekauft, weil ich Astrofotografie betreiben wollte :-) Macht mir wirklich viel Spaß und die Seestar kann viel, nur bei Planeten könnten die Bilder wohl besser werden. LG, kessoku
 
Hallo kessoku,

also eher Planetenfotografie.
Für Detailsaufnaghmen von Planeten & Mond braucht es mehr Öffnung / Brennweite.
Aber bevor da mögliche Vorschläge gemacht werden können wären ein paar mehr Infos hilfreich.
Z.B. Budget / Standort ( Garten / Balkon )

Gruß,
Holger
 
Hallo kessoku,

also eher Planetenfotografie.
Für Detailsaufnaghmen von Planeten & Mond braucht es mehr Öffnung / Brennweite.
Aber bevor da mögliche Vorschläge gemacht werden können wären ein paar mehr Infos hilfreich.
Z.B. Budget / Standort ( Garten / Balkon )

Gruß,
Holger
Hallo komposer,

mein Budget wäre maximal 1000€, allerdings wären =>800-700€ bevorzugt. Wie gesagt, es wäre nur ein Teleskop, damit ich Planeten besser fotografieren kann und nicht wie in der Seestar kleine Flecken.

Ich gehe oft raus, also es sollte gut zum transportieren sein (also zu Fuß). Lebe auch in einer Stadt, also diese Info ist sicherlich relevant.

Vielen Dank für die Antwort!

Liebe Grüße,

kessoku
 
Hallo,

mein Budget wäre maximal 1000€, allerdings wären =>800-700€ bevorzugt.
Planetenkamera ca. 200 Euro
Ich gehe oft raus, also es sollte gut zum transportieren sein (also zu Fuß).
Dann fällt Dobson auf EQ Plattform raus. So mache ich meine Aufnahmen und konnte da das meiste Budget in die Optik stecken.

Eventuell passt da ein 127er Mak mit Montierung & Nachführung ins Budget.

Gruß,
Holger
 
Vielleicht wäre von den Daten her ein gebrauchter 10" f/5 Dobson mit einer sv715c und ner Barlow zielführend? Ich könnte mir vorstellen das sowas auch visuell einen Aha-Efekt auslöst.
Allerdings bräuchte sowas für zu Fuß vermutlich im Budget eher noch Platz für einen Handwagen
 
Vielen Dank euch beiden für die Vorschläge. Werde ich mir genauer anschauen.

Liebe Grüße,

kessoku
 
Echt jetzt – ein Anfänger soll für die Planetenfotografie zu einem größeren Dobson ohne Nachführung greifen?

Das ist zwar nicht unmöglich, aber es ist schon so bei großer Brennweite sportlich, einen Planeten auf dem kleinen Sensor einer Planetenkamera zu zentrieren (wenn die nicht im Fokus ist, sieht man erstmal gar nichts, und das Bildfeld ist winzig). Und das dann noch ohne Nachführung? Da ist Frust vorprogrammiert.

Für visuell ist das ein wunderbares Gerät (das ich nicht auf den Acker tragen wollte), aber fotografisch, wenn man vom Smartscope kommt?

Ich bin da ganz bei Holger, wobei das schon mit einem 127mm Maksutov auf Goto-Montierung anspruchsvoll ist, weil die Stative in der Preisklasse ordentlich wackeln. Ein wesentlich kleineres Gerät würde ich aber nicht nehmen. Planeten sind klein, da braucht man nicht nur Brennweite, sondern auch noch etwas Öffnung. Ein NexStar SLT 127 MAK Goto-Teleskop ginge halbwegs, ein NexStar 4 SE Goto Teleskop wäre wesentlich stabiler, aber auch kleiner. Stromversorgung für die Montierung kommt auch noch dazu (die beiden Montierungen laufen auch mit Batterien, fressen aber auch ordentlich Batterien). Ähnliche Modelle gibt es auch von anderen Herstellern, ggf. etwas günstiger. Dann muss man wenigstens nur noch damit kämpfen, dass das Teleskop beim scharfstellen wackelt, aber nicht auch noch damit, dass der Planet ständig aus dem Kamerabild wandert.

Beste Grüße,
Alex
 
Guten Morgen zusammen,

stimme da auch Holger und Alex zu.

Dazu braucht es halt noch eine g'scheite Planetenkamera. Bei eine Smart Scope ist die ja fix dabei. Bei OTA (nur Tubus) oder im Set (die verlinkten) ist da bildtechnisch nix dabei.
Des weiteren muss dann auch ein irgendwie gearteter Rechenknecht (Computer) mit Display her, an den die Kamera angeschlossen wird.
Also eine Notebook.
Der RPi oder Mini-PCs haben ja kein Display.
Dedizierte Astro-Computer auch nicht. OK, die werden über Tablet oder Smart Phone angesteuert.
Bevor jetzt die Idee aufkommt es mit einem Smart Phone zu machen, nööö.
Ja, es gibt den ein oder anderen Kollegen der das hin bekommt. Genauso wie es Kollegen gibt die so hervorragende Aufnahmen mit einem Dobson machen, aber als Einsteiger, der von einem Smart Scope kommt, recht sportlich.

Dann halt noch die erwähnte Stromversorgung.
Ich hatte mal so einen 1227/1500 MC (Maksutow-Cassegrain), wie Alex sie verlinkt hat. Das mit den Batterien hört sich ja ganz nett an und mag für den Anfang kurzfristig gehen. Aber wenn Du dann für jede zweite Beobachtungsnacht einen neuen Satz Batterien kaufen musst, gibst Du das schnell auf.
Also eine Powerbank muss noch dazu, damit Du Montierung und den Rechenknecht betreiben kannst.

Und das dann alles, wenn ich das richtig verstanden habe, zu Fuß irgendwie transportieren, musst Du Dir auch was einfallen lassen.

Planeten gehen auch bei aufgehelltem Himmel (Stadtrand oder so), prickelnd ist es zwar nicht, könnte man aber probieren. Wenn Du irgendwie Balkon oder ähnliches hast, bräuchtest Du für den Anfang keine mobile Stromversorgung. Evtl. ein etwas längeres Verlängerungskabel.

Also mal so grundsätzlich Deine Bedingungen und örtlichen Vorgaben überdenken.

Gruß
Mathias
 
Der RPi oder Mini-PCs haben ja kein Display.
Dedizierte Astro-Computer auch nicht. OK, die werden über Tablet oder Smart Phone angesteuert.
Bevor jetzt die Idee aufkommt es mit einem Smart Phone zu machen, nööö.
Ja, es gibt den ein oder anderen Kollegen der das hin bekommt.

Für jemanden der vom Seestar kommt, dürfte eine Steuerung über AsiAir von Vorteil sein. Die Planetenfunktion ist durchaus brauchbar. Zumal ja auch nur ein Video (wie beim Seestar) aufgenommen wird, welches weiterbearbeitet werden sollte am PC.

AA zwackt aber natürlich Budget ab, welches ein vorhandenes Laptop nicht macht.
 
dürfte eine Steuerung über AsiAir von Vorteil sein
bin ich bei Dir.
Gestaltet den Umstieg sicherlich einfacher.

bleibt aber einfach das
keine Ahnung was die Teile zur Zeit kosten, aber 200 bis 300,- € sind bestimmt weg, außer gebraucht vielleicht.
Und der obligatorische Hinweis ;), ich bin in der ZWO-Welt gefangen.

Gruß
Mathias
 
Hi!

Den Vorteil der ASIAir sehe ich bei der Aufnahme nicht so hoch – zumindest bei den beiden Celestron-Montierungen musst du nur drei beliebige helle Sterne einstellen und im Okular zentrieren, und dann den Planet per Handsteuerung einstellen. Das geht auch ohne Computer und Platesolving, man muss nur den Planet etwas genauer zentrieren, damit die Kamera ihn findet. Die Anbindung Montierung-PC entfällt dabei ja.

Die eigentliche Aufnahme ist dann ja nicht das Problem – Belichtung (möglichst) und Gain einstellen, maximal rund 1,5 Minuten Filmen, und der Rest wird eh mit anderer Software gemacht.

Viel wichtiger ist, dass man noch einen Campingstuhl o.ä. hat, um zumindest den Laptop abzustellen, damit er nicht auf dem Boden liegt. Macht die Anreise komplizierter. Die gute Nachricht: Planetenfotografie geht auch in der Stadt ganz gut. Man braucht ruhige Luft, keinen dunklen Himmel.

Nachteil der ASIAir ist, dass man halt an einen Kamerahersteller gebunden ist. Bei doch begrenztem Budget würde ich da auf den Laptop setzen. Es kann ja auch eine ZWO-Kamera werden, wenn man später mehr mit einer ASIAir machen will.
AA zwackt aber natürlich Budget ab, welches ein vorhandenes Laptop nicht macht.
Jetzt hatte ich erst an den Satz AA-Batterien pro Nacht gedacht, den die Montierung frisst :)

Beste Grüße,
Alex
 
Eine günstige Variante wäre eventuell auch der TS 102/F11 ED. Den gibt´s mitunter gebraucht für ein paar hundert € und liefert eine recht gute Abbildung.
Zudem mit der langen Brennweite von 1120mm für Planeten recht gut geeignet.
Auf Grund des geringen Gewichtes (~4,5kg) reicht eine eher kleine Montierung, berücksichtigen muss man allerdings die recht langen Hebel. Die Röhre ist ganz schön lang.
 
Hallo !

Es könnte sich evtl. lohnen einen Blick auf den MK127 von Svbony zu werfen. In einem langen Thread bei Cloudynights wurde der als ganz gut befunden. Die kollimierung erfolgt über den Fangspiegel und ist anscheinend für Einsteiger etwas anspruchsvoller, aber im großen und ganzen ist es wohl ein gutes Teleskop mit ordentlicher Abbildung. Beim Preis von 520€ ist der 0,65x Reducer inklusive und er hat bereits einen 2"- Dual Speed Fokussierer. Obwohl er das große Feld wohl nicht ganz ausleuchten kann. Eine SV715C dazu kostet 195€ obwohl ihre Pixel für den Mak schon sehr klein sind. Eine ASI715C ist aber nur wenig teurer, falz es ein ASI Air sein soll. Im Nachbarforum wird gerade eine EQ-3 Synscan auf einem EQ6 Stativ angeboten. Für Planeten würde das schon reichen, finde ich.

Viele Grüße
Michael
 
Für das Erwartungsmanagement, wie groß die Murmeln werden: Jupiter mit einem 80mm-Refraktor (ED80/600) bei 1800mm Brennweiteund einer billigsten SVBony 905C am 26. Dezember 2024:

Jupiter-ED80-TZ3S-SVBony-26-Dez-2024-20_46_41.jpg


Im Okular wirkt er weniger bunt, aber kontrastreicher und ähnlich groß. Der Blick ins Okular lohnt sich auch :)
 
Hallo,

dann mache ich es mal ganz konkret und versuche dabei im Budget zu bleiben. Goto ist aus meiner Sicht nicht nötig, einfach eine parallaktische Montierung mit Motor, fertig. Es wird bei dem Budget aber nicht super stabil sein.

Skywatcher Skymax 127 OTA - Maksutov Cassegrain Teleskop Tubus 127/1500 mm
455 Euro

TS-Optics parallaktische Montierung EQ25 mit Aluminiumstativ
141 Euro

TS-Optics MDEQ25 Nachführmotorset für die TSEQ25
79 Euro

ZWO ASI662MC Farb USB3.0 Astrokamera
229 Euro

Summe: 904 Euro

PC / Laptop ist hoffentlich schon vorhanden und so bin ich knapp im Budget geblieben.

Gruß,
Holger
 
Ich gehe oft raus, also es sollte gut zum transportieren sein (also zu Fuß). Lebe auch in einer Stadt, also diese Info ist sicherlich relevant.
Was ist für dich die Belastungsgrenze in kg? Wie weit musst du es tragen? Ist es möglich mehrmals zu gehen und den Rest bis dahin alleine stehen zu lassen?

Sowas wie einen Seestar für Planeten gibt es nicht. Und es braucht praktisch zwingend eine Nachführung. Also Teleskop plus Montierung plus Stativ plus Stromversorgung plus Kamera und Laptop. Selbst die kleinsten Modelle kriegt man so nur schwer auf einen Rutsch getragen. Und auch das nur, wenn man einen Rucksack, Rollkoffer oder so was in der Art hat, der speziell darauf abgestimmt ist.

Von Gewicht und Maßen fällt zu Fuß eigentlich alles außer einem kompakten, leichten Cassegrain System raus. Die sind aber geschlossen, d.h. sie brauchen lange zum Auskühlen.

Automatische Nachführung ist meiner Meinung Pflicht. Im Prinzip geht das auch ohne, aber ich denke 99% der Leute haben an sowas dann keinen Spaß. Vor allem nicht als Anfänger wenn man vom Seestar kommt. Man kann sich aber auch ein Set mit nachgeführter Montierung und einem 4-5" Maksutov holen. Mit 5" sieht man mehr, dafür wackelt es deutlich mehr wenn man unbedingt im Budget bleiben will. Newton geht im Prinzip auch. Ist günstiger, muss aber jedes mal justiert werden und man braucht noch eine gute Barlow Linse um die Brennweite zu verlängern.

Wenn man etwas Komfort braucht, fallen mir bei dem Budget eigentlich nur die günstigeren Modelle aus der Nexstar Serie oder vielleicht der Skymax Serie ein. Vielleicht nicht den Achromat, sondern die kleinen Maksutovs oder SCs.

Vielleicht sowas in der Art aus der Skymax Serie von Skywatcher. Das ist ein 4 Zöller und das sieht so aus, als ob man das noch einigermaßen getragen bekommen kann. Was das Teil taugt, kann ich aber nicht sagen. Es ist auf jeden Fall azimutal montiert. D.h. wenn du Videos von Mond und Planeten aufnimmst, dreht sich das Bild. So 1-2min wird man aufnehmen können. Ab da werden die Stacker vielleicht Probleme machen. Dafür ist das Bild gleich eben und die Brennweite ist nativ schon so, dass man direkt die Kamera reinstecken kann. Es bleibt sogar noch genug Budget für eine günstige Planetenkamera. Ohne letzteres macht das meiner Meinung auch keinen Spaß. Mit Handy oder Consumer Cam hat das alles seine Grenzen. Mit ersterem muss man Okularprojektion machen und das ist komprimiert, bei letzterem sind die Videos komprimiert oder man bekommt nicht ausreichend schnell genug Bilder zusammen.

Als 5" gibt es den Skymax auch auf einer äquatorialen Montierung. Aber da ist wieder das Budget eng.

Mit einem 4-5" Maksutov Cassegrain kann man schon ordentlich was erreichen bei Mond und Planeten. Man sollte dem Teleskop aber mindestens eine Stunde zum Auskühlen geben. Solange sich die Teile nicht an die Umgebung angepasst haben, bleibt das Bild schwammig.

Für Mond und Planetenfotografie gibt es aber noch keine Vollkasko Lösungen wie den Seestar. Das muss man noch weitestgehend selber machen. Letzten Endes ist das Teleskop gar nicht mal so entscheident für das was hinten bei raus kommt. Wenn man bei der Aufnahme und vor allem Bildbearbeitung weiß, was man tut, kann man aus jedem Kinderteleskop fantastische Bilder herauszaubern. Irgendwann limitiert einem halt die Auflösung, wenn die Öffnung klein ist. Dafür kann man die aber auch an den meisten Tagen nutzen. Mit größeren Teleskopen wird es irgendwann nur zu einer Jagd nach dem wenigen Tagen mit dem besten Seeing. Abgesehen davon muss man die Bleiklötze dann auch noch jedes mal rumschleppen. Im eigenen Garten oder mit dem Auto mag das ok sein, aber zu Fuss kannst das vergessen.
 
Wenn du wissen willst, was du erwarten kannst, gibt es hier einige Threads zum Thema:




Da sieht man auch schön, wie unterschiedlich die Qualität der Bilder ist, die verschiedene Leute mit ähnlicher Öffnung erreichen.
 
Hallo Kessoku
bei deinem recht begrenzten Budget für Planetenfotografie zusammen mit der Mobilitätsanforderung würde ich auch einen 127er Mak in Betracht ziehen.
Kleine mobile Refraktoren haben zu wenig Auflösung, größere sind zu teuer und/oder zu sperrig.
Dobsons viel zu sperrig wenn man zu Fuß mobil sein will.

Ich würde bei dem Budget über Gebrauchtkauf nachdenken, die 127er tauchen immer mal wieder auf.
Wenn du irgendwie Spaß daran haben willst brauchst du 2 weitere Dinge, ein stabiles Stativ und eine Nachführung irgendeiner Art (muss kein Goto sein).

Viel Spaß dabei, Planeten sind auch eine meiner Schwerpunkte,
Sei dir der Limitationen bewusst, für mehr Details an Planeten braucht es Öffnung, viele verwenden da größere Cassegrain-Systeme oder größere Newtons, die scheiden aber alle aus Budget und Mobilitätsgründen bei dir aus.
Ich habe aber auch hier im Forum mit 127er Maks schon sehr schöne Planetenfotos gesehen.

Martin
 
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