Jupiter+GRF+Io+Kallisto vom 18.02.2013 mit 8"

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Zyklop

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So dann will ich doch mal anfangen was zu posten, bevor es auf der Festplatte ranzig wird.

Ich bin am Montag abend auf 1000m Höhe in den Schwarzwald gefahren, um auf jeden Fall das bestmögliche Seeing zu haben.
Es war verdammt kalt....

Das Seeing war ab 20Uhr relativ gut und ich konnte ein paar gute Aufnahmen mit meinem 8"f8 Newton gewinnen.
Ich habe Jupiter nur mit meiner 3x Barlow gefilmt und beim Mond eine 2fach Barlow mit meiner Chameleon-Cam verwendet.
Die QHY 5II-C habe ich am Anfang etwas weiter in die Barlow versenkt, wodurch der Abbildungsmaßstab vermutlich kleiner als 3fach war. Ab 21.10Uhr habe ich die Cam dann etwas heraus gezogen, um Jupiter etwas größer zu filmen.
Die Belichtungszeiten lagen um 8ms und die Verstärkung lag bei 60%. Ich hab die Aufnahme mit EZPlanetary3.44 aufgezeichnet und ausgesteuert. Da gibt es eine Art Ampel, aber ich finde man muss eigentlich etwas länger Belichten als die Ampel vorgibt, egal.

Anbei eine etwas ruckelige Animation, weil ich noch keinen Nerv hatte das so schön wie Herbert zu morphen.

Da ich 640x480 aufgezeichnet habe, wurden Clips von 20Sek und 2000frames mit 2GB Größe auf der Festplatte abgelegt.

Die Summenbilder dieser Einzelclips habe ich per Batch-Auftrag mit Autostakkert gestackt und ebenfalls mit Photoshop per Action-script verarbeitet. Danach habe ich die Einzelaufnahmen mittels Jpegvideo in eine Animation verwandelt.

Bei den 20sek-Aufnahmen habe ich festgestellt, dass schon diese Dauer ausreicht, dass man eine Drehung von Jupiter sieht. Also von Bild zu Bild sieht man eine Drehung - siehe die Animation.
Im direkten Vergleich von underotierten 20sek stacks zu 60sek stacks sah man dass Io eiförmig wurde und die Details minimal verloren gingen.
Also habe ich die 2GB-Einzelfilme mit VirtualDub zusammengefügt und mit Castrator wieder gecropped und dann nochmal durch VD laufen lassen, um die Datei wieder zu reparieren - total nervig, aber man sieht im Vergleich zu 20sek stacks ein etwas rauschärmeres und minimal satteres Bild bei derotierten 60-120sek stacks. Castrator habe ich verwendet, weil Winjupos selber die Videos auf 2GB begrenzt und bei ungecroppten Video nach 20sek stoppt.
Die Videos wurden mit 1,5fach gedrizzelt mit Autostakkert, wobei ich sagen muss, aber ich kaum einen Unterschied sehe ob ich drizzle oder einfach das normale Bild hochskaliere...
Schärfen und Tonwertkorrektur mit Photoshop.

Ich bin ganz zufrieden mit dem 8Zoll-Ergebnis und bin vermutlich langsam an der Grenze des aktuell Machbaren mit diesem Equipemt und kriege langsam das Öffnungsfieber.
Deshalb versuche ich grad meine Lightbridge auf die EQ6 zu basteln, damit ich noch etwas mehr Öffnung bekomme ohne gleich ein C11 kaufen zu müssen - mal sehen wie das wird.
Der Spiegel ist sehr gut, aber es ist kein Planetengerät mit f4,7.

So hier mal die Ergebnisse vom 40" großen Jupiter.

Das Seeing-Video habe ich auf 1080P hochskaliert, weil sonst bei YT zu viele Details verloren gehen.


Hier eine Animation von 20.24-21.10Uhr MEZ.

Aufnahme von 19.54Uhr mit Derotationsartefakt
Link zur Grafik: http://imageshack.us/a/img41/777/drizzle1520130218195442.jpg

Aufnahme von 20.50Uhr mit Kalisto und Io - man sieht bei Kallisto eine leichte Phase
Link zur Grafik: http://img819.imageshack.us/img819/290/drizzle30205037765part0.jpg

Und hier um 21.16Uhr die fast gleiche Zeit wie Torstens Aufnahme mit dem C11. Ich konnte kaum einen Unterschied feststellen mit und ohne derotation, deshalb ohne.
Link zur Grafik: http://img198.imageshack.us/img198/593/drizzle1521160625part00.jpg
So endlich hab ich das auch mal fertig...
 
Hallo Peter,

schöne Ergebnisse. Aber der Vergleich mit Torstens Aufnahme.
In Torstens Aufnahme zeichnen die Details feiner. Ich denke schon, daß der Vergleich hinkt.

CS
 
Natuerlich kann man mit einem C11 feinere Details darstellen. Ich hab das garnicht bewertet oder was anderes behauptet.
Ich zeige nur, wie meine Aufnahme zur gleichen Zeit aussieht. Wenn die gleich oder besser wie Torstens Aufnahme waere, muesste das ein Fehler in der Matrix sein ;)
 
Hallo Peter
Sehr schöne Bilder und einen grossen Aufwand hast du da betrieben.
Kompliment, auch unter Berücksichtigung der Aufnahme mit 8 Zoll.
Kannst auch stolz sein, die Monde so schön eingefangen zu haben.
So macht es doch Spass und man hat eine grosse Befriedigung bei seinem Hobby.
Hoffe auch bald wieder mal auf schöne Aufnahmen.
Grüsse
Peter
 
Hallo Peter - klasse!
Der Vergleich (so verstehe ich das) bezog sich auf die Derotation, nicht auf die Aufnahme von T. - richtig?
Daher passt es.

Die Animation ist spitze.
Freue mich auf weitere Aufnahmen von Dir!
 
Hallo Peter, es hat sich gelohnt! ;)

Sehr schöne Aufnahmen sind Dir gelungen wobei sogar der GRF drauf ist und ein Mond + Mondschatten. Was für ein Glück!



Schärfung:
Die ist Dir gute gelungen, für meinen Geschmack ist sie aber noch etwas grob geraten. Hier bieten sich wirklich eine feinere Wavelet-Schärung bzw. andere Methoden an wie Deconvolution in Fitswork + leichte Gauß-Nachschärfung und Anschließende leichte Glättung(sodass das feine Rauschen nur noch minimal zu sehen ist) - das ist für mich aber auch noch ein Experimentierfeld -, immer ausgerichtet auf eine feine Darstellung. Ich denke, dass du so eher in die Richtung von Torstens Bildern vorstoßen kannst, wobei du öffungsbezogen schon sehr nahe bist. Ich persönlich würde also eine eher dezente, feinere Schärfung bevorzugen, das ist aber - wie immer - eine Sache des persönlichen Geschmacks.



Päsentation:
Da musst du Dir noch mehr Mühe geben! :-) Aber das ist hier wohl noch keine Endgültige Präsentation. Oder? Den Jupiter etwas gerade gerückt - wobei ich es persönlich schöner finde, wenn er leicht geneigt dasteht - sieht einfach schöner aus. Ein Rahmen darf nicht fehlen und auch ein paar Daten in den Bilder gehören immer dazu, da kann man sich hier im Forum schön was abgucken.



Derotation:
Anhand Deiner Bilder konnte ich den Unterschied nicht nachvollziehen. Stellst du dazu noch einen ausführlichen Vergleich ins Forum? Gefühlsmäßig würde ich sagen, lohnt es sich bei 20sec nicht. Zumal der unschöne Planetenrand zum Vorschein kommt.



Fazit:
Insgesamt eine sehr gelungene Jupiter-Session mit sehr viel Potential, das du hier auch schon zeigen konntest! Eine etwas schickere Präsentation und vielleicht in my humble opinion (IMHO) eine etwas dezentere und feinere Schärfung machen das Ganze perfekt. Deine Mühe hat sich - wie man sieht - gelohnt! ;-)





Viele Grüße,
Christian


PS: Gibt es Bilder von Deinem 8"f/8 Newton?


 
Hallo zusammen,
danke fürs Feedback.
Besseres Seeing wird jedenfalls selten sein und ich denke ich bin öffnungsbezogen schon an meinem Limit, was die Kamera und Optik betrifft.
Sicher geht noch ein Tick mehr mit Farbfiltern und vielleicht geht ja noch was, wenn man einen FFC hat...für das zusammen kann ich mir auch fast ein gebrauchtes C11 kaufen ;-)
Ja der Vergleich bezog sich auf das Ergebnis mit und ohne Derotation eines avi mit glaube ich 90sek.
Wenn ich mit Autostakkert dizzle, dann setze ich nur 1-2 Allignment-Rahmen und ich glaube Avistack gleicht so diese Rotation in der kurzen Zeit gut aus.
Ohne derotation wird Io manchnmal leicht eiförmig.
Ich suche noch ein paar aussagekräftige Vergleiche und lasse es auch nochmal durch Registax laufen - manchmal schafft man mit Registax nämlich ein schöneres Ergebnis.

Die Aufnahmen sind ja 1,5fach gedizzelt - da kann man zwar noch dezenter schärfen, aber da saufen die Details zu sehr ab, finde ich. Ich kann aber mal ein ungeschärftes Summenbild hochladen zum probieren, wenn einer will.

Mit der Infobildfunktion in Firecaptue hab ich mich noch nicht beschäftigt - könnte man machen, aber wenn man nicht mit Firecapture aufzeichnet, hat man auch diese Daten nicht.
Man könnte auch den Jupiter so ausrichten, wie er zu dem Zeitpunkt z.B. in Stellarium zu sehen war...mach ich manchmal, aber hab ich diesmal nicht.
Danke trotzdem für die konstruktiven Kommentare :-)
Hier ein älteres Foto
Ist ein normaler Orion UK Newton mit Luftpolsterfolie umwickelt - sieht aus wie ein Torpedo oder eine Kanone mit der man Clowns im Zirkus rausschiesst.
 
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Hallo,

man muss auch bedenken, dass der Jupiter verglichen zur Opposition nur noch 40"/50" = 0.8 Mal so groß ist, dass er also nur noch das (0.8)^2 = 0.64-fache der Oppositions-Fläche hat!



Musst Du wissen, was Du machen möchtest :-).
Ich würde ja auf S/W und RGB-Interferenz-Filtersatz umsteigen ;-).




Schönes Newton! Das sieht ja schon fast nach Carbon-Tubus aus :-)!




CS,
Christian


PS: Die größere Obstruktion des 10Zöllers macht nichts. Solange der Spiegel gut ist, wird er einen Gewinn bringen können.
 
Zitat von Zyklop:
Natuerlich kann man mit einem C11 feinere Details darstellen. Ich hab das garnicht bewertet oder was anderes behauptet.
Ich zeige nur, wie meine Aufnahme zur gleichen Zeit aussieht. Wenn die gleich oder besser wie Torstens Aufnahme waere, muesste das ein Fehler in der Matrix sein ;)

Ok, Peter. Hab da Kraft von Grippeviren wohl was überlesen ;)
 
Habe es mal versucht, fand es aber besser, die Originalgröße zu bearbeiten. Da passten die Filter besser. Geschärft habe ich mit Deconvolution in Fitswork und anschließend wurde ganz leicht nach Gauß entrauscht.


CS,
Christian
 

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Hi Christian, danke fuer deinen Versuch.
Findest du denn dein Ergebnis jetzt besser?
Ich find das sieht irgendwie seltsam aus, als wenn der Schaerfungsradius nicht passen wuerde.
Hast du es vorm Bearbeiten verkleinert oder danach?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter, ich sage nicht, ob ich es besser finde :-). Ich hab es unkommentiert hier rein gestellt. Das ist ja alles Geschmackssache.

Zuerst ist es auf 1/3 verkleinert worden und dann geschärft. Dann hab ich noch mit dem Histogramm gespielt.



Gruß,
Christian
 
Hi Peter,
Klasse Aufnahmen, gefaellt mir gut!

Gruss
Claude
 
Zitat von Zyklop:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Jupiter_20-50-37_8_sat+4GM52.png

Wie man sieht: Der Willkür sind keine Grenzen gesetzt ...

Gruß, Jan

P.S. - Was bringt denn hier der 3-fach Drizzle? Die Kameraankopplung bei f/20 ist bei einem Pixelraster von 5,2 µm schon reichlich bemessen, um auch bei besten Sichtbedingungen das Auflösungsvermögen des Teleskops voll auszunutzen. Ich habe meinen Jupiter mit demselben Kamerachip bei f/13 aufgenommen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Alexander,

Mit welchen Radien, Iterationen und welcher Stärke hast Du den Jupiter beim iterativen Gauss geschärft ?

Gruß,
Holger
 
Zitat von Christian_P:
Hallo Jan, wie waren den Deine Bearbeitungsmethoden?
Hallo Christian,

auch hier habe ich wieder Fitswork 3.94 benutzt, erstmal das Bild um den Faktor 3 verkleinert, und dann den Kontrast nacheinander mit den Default-Radien bei iterativer (10x) und normaler Gauß-Schärfung (100%) bearbeitet sowie in diesem Fall - aufgrund des relativ geringen Bildrauschens - zusätzlich noch ein wenig mit Wavelets. Abschließend habe ich Farbsättigung und Töne noch in Picture Publisher "nach eigenem Geschmack" feinjustiert.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hey Holger,

die genauen Werte habe ich nicht mehr im Kopf, aber ich meine ich habe bei ungefähr 8px Radius begonnen und bin dann in ca 1px Schritten (nach unten hin kanns auch kleiner werden) auf bis zu 4 px gegangen. Das geht natürlich nur aufgrund des aufgeblasenen 3fach Drizzles. Stärke war immer recht gering (anfangs mein ich auf 40, dann je nach Effekt weiter runter)..
Da kriegt man aber ein Gefühl für, wenn man ein wenig ausprobiert.
Ich habe übrigens 40x iterativ mit geringer Stärke gestackt, weil das meist bessere Ergebnisse bringt als weniger oft etwas stärker... Wenn man die Zeit hat lohnt es sich also, bzw wenn das Bild vglw klein ist, dieses zu versuchen...

Grüße, Alexander
 
Hi Jan,
ich wollte Kallisto etwas besser rausbringen.
Habe das Gefuehl als wenn dizzeln ab und zu mal schoenere Ergebnisse bringt, wenn man es wieder verkleinert nach der Verarbeitung.
Natuerlich sollte man das eher bei untersampelten Aufnahmen machen.
Ich richte uebrigens immer die Farbkanaele aus. Bringt immer nochmal eine Verbesserung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Herzlichen Dank Jan, für Deine ausführliche Erklärung! :super:

Und auch Alexander, danke für die Ergänzung.

Das ist wirklich interessant zu lesen.



Grüße,
Christian
 
Hallo,
ich komme an eure Ergebnisse nicht heran, mein Favorit ist die Variante von "sleepingstar" Alexander - sehr ästhetisch und doch fast alle Details sichtbar!
Für mich als relativer Anfänger ist der Thread sehr aufschlussreich, dafür gibt es Sternchen.
Viele Grüße
Martin
 
Hallo,
ich hab mich auch mal rangewagt,hier mein Ergebnis.


VG Cl.-D.
 

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Mir gefiele am besten eine Mischung aus Jans und Alexanders Versionen. Das wäre die Kombination einer zurückhaltenden und einer auf beste Detailsichtbarkeit getrimmten Bearbeitung. Insgesamt zeigt sich aber, wie sehr es auch Geschmackssache ist. Für sich allein wäre mir Jans Variante auch schon genug gewesen; aber dann sieht man andere, und geht wieder auf die Suche nach der "optimalen" Bearbeitung. Ob es die überhaupt gibt?
LG
Rudolf
 
Hallo Peter,


das Seeing-Video zeigt ja schon wo es in der
Bearbeitung hingehen wird. Die Grenze bei 8"
dürfte damit aber erreicht sein!

Mit größerer Öffnung wird Dein Wahn aber vom
Seeing relativiert werden! :-)


 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

hier hab ich noch mal einen Versuch.

Es wurde ausschließlich Fitswork verwendet (Freeware)!

Verkleinerung auf 0,33333...
Dann Entfalten(Deconvolution) und danach Wavelet-Rauschfiltern in den unten gezeigten Einstellungen. Die Farben usw. habe ich nicht verändert.



Viele Grüße,
Christian
 

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Und was leistet der Giotto MexHat? :)
 

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Zitat von Canonist:
Suche nach der "optimalen" Bearbeitung. Ob es die überhaupt gibt?
Hallo Rudolf,

die Frage ist gewiss berechtigt! - Unter verschiedenen Aspekten kann man ja insbesondere mal den der Detailzeichnung betrachten. Da fällt mir immer wieder auf, dass manche Bildautoren zugunsten der "Bildästhetik" gerne ein wenig auf die Herausarbeitung von feinen Bilddetails verzichten, die sie nicht selten auch als "aggressiv" empfinden. Damit wird aber gelegentlich auch das Potential des Teleskops nicht entsprechend dem Durchmesser der Optik genutzt.

Auf diesen Zusammenhang hatte ich schon früher an verschiedenen Stellen in Verbindung mit nach meiner Auffassung z.T. erheblich überhöhten Abbildungsmaßstäben und damit verbundenen Bearbeitungsartefakten hingewiesen. Zur "Objektivierung" dieser Zusammenhänge hatte ich einen relativ einfach durchzuführenden "Zwischenverkleinerungstest" angewendet. Hierbei wird die präsentierte Abbildung um einen gewissen Faktor verkleinert und anschließend - ohne anderweitige Bearbeitungsmaßnahmen - wieder auf den Originalmaßstab zurückvergrößert. Ab einem für das jeweilige Bild charakteristischen Zwischenverkleinerungsfaktor werden in dem rückvergrößerten Bild Qualitätseinbußen erkennbar. Wenn ein Bild besonders hohe Zwischenverkleinerungen verträgt, kann man die Frage stellen, ob bei der Aufnahme möglicherweise eine zu lange Brennweite gewählt wurde, oder ob man - etwa aufgrund mangelhafter Sichtbedingungen - auch mit einem kleineren Teleskop zu einer vergleichbaren Bildqualität gekommen wäre.

Ähnliche Überlegungen lassen sich auch bei unterschiedlichen Bearbeitungen ein und desselben Videomaterials anstellen, die wir ja hier auf der Basis eines gemeinsamen Summenbilds vorliegen haben.

Hier habe ich einmal die ersten vier Ausarbeitungen des von Peter bereitgestellten Summenbilds in dem der jeweiligen Ausarbeitung entsprechenden Verkleinerungsmaßstab gegenübergestellt, der eine weitestgehend verlustfreie Rückvergrößerung auf den Ausgangsmaßstab gerade noch zulässt.

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Jupiter_Vergleich_Zyklop.png

Wenn man der größten Abbildung hier eine Teleskopöffnung von 8" zuordnen möchte, dann entspricht die kleinste Abbildung einer Öffnung von knapp 6". Das heißt, dass man eine vergleichbare Bildauflösung bei gleichen Sichtbedingungen vermutlich ebenso gut auch mit einem 6"-Teleskop hätte hinbekommen können.

Die hier beschriebene Art der Bildanalyse erfüllt selbstverständlich nicht den Anspruch eines objektiven Bewertungsmaßstabs, sie soll lediglich einen möglichen Ansatz in dieser Richtung darstellen.

Gruß, Jan
 
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