Kaufempfehlung Teleskop für Astrofotografie und Beobachtung

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vivi92x

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Hallo Zusammen, ich bin hier neu und habe ein Anliegen:
Ich interessiere mich für Astronomie und möchte seit Jahren ein Teleskop. Bisher habe ich mich aber nicht an den Kauf eines Teleskops getraut, weil ich einfach nicht von vorne rein, was falsches bzw enttäuschendes kaufen möchte.
Ich fotografiere schon mit meiner Kamera Pentax K-3 und einem Teleobjektiv den Mond und habe auch versucht den Jupiter usw. auf die Linse zu bekommen. Aber das geht natürlich nicht so einfach.

Jetzt zu den Daten für das Teleskop:
Preislich: bis 600 Euro
Sollte Deep Sky und Planeten gut bis befriedigend abbilden können
Und eine Kamera sollte anschließbar sein

Ich wohne bei Stuttgart, in Böblingen. Daheim würde ich auf den Balkon beobachten, 2. Stock, Südseite oder auf den naheliegenden Feldern usw beobachten. Am Wohnwagenstellplatz Nähe Öhringen, würde ich dann auch beobachten wollen, da gibt es nicht so viel Lichtverschmutzung wie z.b. in Böblingen.

Habt ihr mir hier eventuell Tipps und Kaufempfehlungen?
 
Hi!

Ganz offen bei dem Budget und Astrofoto-Ambitionen: Sternwarten in Stuttgart, Heilbronn und / oder Weikersheim besuchen, Mitglied werden und deren Geräte nutzen/ausleihen. Und mal bei Fernrohrland in Fellbach als Händler vorbeischauen. In HN ist nächsten Samstag Astronomietag: Robert-Mayer-Sternwarte

Für das Geld kriegst du eine kleine Nachführeinheit oder auch eine StarAdventurer GTI mit Goto (aber ohne Stativ), auf die du deine Kamera mit Objektiven setzen kannst. Die trägt dann auch ein kleines Teleskop, das aber nicht mehr ins Budget passt.

Astrofoto mit Teleskop und dem Budget wird zu knapp. Visuell langt es für einen (idealerweise gebrauchten) Dobson.

Beste Grüße und willkommen im Forum,
Alex
 
Ohje, aber war mir fast schon klar. Was für ein Budget braucht man denn ungefähr wenn man einsteigen möchte? Damit ich mir eventuell das doch mal noch durch den Kopf gehen lassen könnte. Und was wäre denn z.B. ein gutes Einsteiger Equipment?

Vielen Dank auch für die Tipps. :)
 
Ich hatte mir auch schon das Omegon Teleskop N150/750 EQ4 oder das Bresser Pollux 150/1400 angeschaut gehabt - taugen die was für den Einstieg?
 
Ohje, aber war mir fast schon klar. Was für ein Budget braucht man denn ungefähr wenn man einsteigen möchte? Damit ich mir eventuell das doch mal noch durch den Kopf gehen lassen könnte. Und was wäre denn z.B. ein gutes Einsteiger Equipment?

Vielen Dank auch für die Tipps. :)
Das Problem ist du möchtest 2 völlig unterschiedliche Disziplinen. Deepsky ist oft ausgedehnt teilweise größer als der Mond. Also eher kleibe brennweite da reicht als montierung nen star adventurer, natürlich gibt es auch kleine deepsky objekte aber da wird es noch komplexer.

Dan planeten, die sind winzig, also viel Brennweite auflösung was öffnung bedeutet, ist aber auch nicht falsch.


Beides zusammen also brennweite und öffnung gehen dan auch kleine Deepsky Objekte Planetarische nebel kleibe Galaxien... Immer besser, dan brauchst nicht nur nen großes Teleskop 8 zoll newton aufwärts sondern auch ne Tragfähige Montierung.

Clear skies Felix
 
Ich hatte mir auch schon das Omegon Teleskop N150/750 EQ4 oder das Bresser Pollux 150/1400 angeschaut gehabt - taugen die was für den Einstieg?
Nein, das ist unterdemensioniert und gerade fotografisch nicht zu gebrauchen geht eher in richtung Wackeldackel. Motor ist auch keiner dran geschweigeden guiding. Der Okularauszug ist auch alles andere als Brauchbar nicht unwichtig
 
Hallo Viviane,
lass dich nicht entmutigen. Eine Sternwarte zu besuchen ist ein guter Rat. Mit deinem Budget musst du gebraucht kaufen. In einem Verein gibt es meistens Kollegen, die nicht mehr benötigte Ausrüstung günstig hergeben. Eine gebrauchte AZ GTI Montierung und ein gebrauchter 70-80mm ED APO ist für 600€ schon möglich. Okulare, Adapter und Filter kommen noch dazu, aber für den Anfang musst du nicht viel Geld dafür ausgeben. Mit der Ausrüstung und deiner Kamera kannst du einige Sekunden belichten, das halt 100 mal, dann noch stacken, es gibt kostenlose Software, und bearbeiten, Graxpert kostet nichts und holt schon viel raus. Natürlich benötigst du einen PC und Handy oder Tablett, das ist aber oft schon vorhanden.
Ich habe eine AZ GTI Montierung gebraucht für 280€ und einen 70/420 ED APO für 250€ gebraucht erworben. Aber Vorsicht: Inzwischen wird leider auch hier betrogen, also am besten im Astroverein oder Selbstabholung.
Der kleine APO ist für Vieles schob zu langbrennweitig, Deep sky fotografiere ich auch gerne mit 200mm Brennweite (Fotoobjektiv für 10€), für Planeten ist er eigentlich zu klein, aber die Ringe des Saturn sehen auch schon schön aus. Der Maßstab darf bei deinem Budget nicht die Qualität der hier gezeigten Fotos sein. Die "Profis" hier geben das 10 bis 30fache deines Budgets aus.
CS Harald
 
Ich bin nächsten Freitag zum Astronomietag in Heilbronn auf der Sternwarte (RMS, nicht experimenta)...

Kommt halt darauf an, was du willst. Das dumme ist, dass Astrofotografie gleich große Ansprüche an die Genauigkeit der Ausrüstung stellt und ein Teleskop für Fotografie nicht unbedingt auch für visuell taugt.

Mein kleinster Foto-Setup ist der hier:
EAA Variofinder.JPG

Ein Baader VarioFinder 60/250 mit einer 150€-Billigkamera, einem alten Star Adventurer ohne Goto als Nachführung und einem Berlebach Fotostativ. Dazu ein Okular plus Zenitprisma, ein Okular, ein Leuchtpunktsucher und eine Ablage für den Laptop.

Damit geht sowas
M13.jpg

Das ist der Kugelsternhaufen M13 ohne Nachbearbeitung. Im Okular bleibt der (bei 60mm Öffnung) ein kleines Nebelfleckchen. Aber auch der Setup sprengt das Budget schon. Wobei EAA (Livestacking, du siehst am PC direkt, was die Kamera aufnimmt) keine klassische Astrofotografie ist. Da geht es um das schnelle Ergebnis, nicht um das perfekte Ergebnsi.

Bresser Pollux: Vergiss das, das ist ein katadioptrischer Newton. Die sind Bauart- und Qualitätsbedingt Schrott.

Der Omegon sieht besser aus, hat aber keine Nachführung und taugt daher nicht für Foto. Kann wahrscheinlich nachgerüstet werden... und kommt eventuell mit deiner Kamera in den Fokus, aber wahrscheinlich nicht.

Es ist durchaus sinnvoll, visuell und Foto zu trennen. Nimm eine kleine Nachführeinheit und setz deine Kamera drauf, und evtl. einen kleinen Refraktor für visuell drauf.

Das mit den Sternwarten ist ernst gemeint: Ich hatte auch jahrelang die Geräte in Heilbronn genutzt, bevor was eigenes kam. So kannst du auch feststellen, ob dir die Fotografie (die zu einem Großteil Technik und Nachbearbeitung am PC ist) überhaupt liegt, oder was dir den Aufpreis wert ist. Mehr als zehn Jahre später hat dann der Aufbau vom eigenen Teleskoppark begonnen, vieles davon gebraucht, aber ohne Fehlkäufe, weil ich schon wusste, was ich wollte.

Wenn du vernünftig durch das Teleskop fotografieren willst, bist du bei 1000€+ für die Montierung, 500€+ für Teleskop und Korrektoren und nochmal ähnlich viel für Guiding (Nachführkontrolle) und Kleinteile (Neupreis). Mit der Kamera samt Objektiv auf einer kleinen Nachführung hast du einen besseren Einstieg, und dann ein vernünftiges Teleskop für visuell. Beides zu trennen ist kein Fehler. Gebrauchtkauf spart viel Geld; Vereinsgeräte nutzen noch mehr. Man muss nicht gleich alles selber kaufen (außer vielleicht einem Buch zum Thema, wenn ich mal so frech sein darf)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Viviane,

mit 600€ sollten Deep-Sky-Fotografien sicherlich möglich sein, zumal Du ja schon über eine Pentax K-3 und ein Teleobjektiv verfügst... Eigentlich benötigst Du ja anfangs lediglich eine stabile Nachführung für Deep-Sky-Aufnahmen...

Wenn Dir eine gebrauchte motorisierte NEQ-5 hilft und Du den Weg über die A81 an den Bodensee nicht scheust, dann schreib mal eine PM...

Und später passt da sicher ein gebrauchter PDS 130 oder gar ein RC 6" drauf...

Viele Grüsse, nicht entmutigen lassen, eine Sternwarte Deiner Wahl aufsuchen...

Markus

Nachtrag: GoTo entfällt in den geringeren Preisregionen natürlich, ist aber sicherlich nicht Fotografie-entscheidend....
 
Hallo Viviane,

willkommen im Forum!

Wie Felix schon sagte, sind Deep Sky und Planetenfotografie zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe. Und ja, Astrofotografie ist recht kostenintensiv. Aber wie Harald schon schrieb, kann man auch "klein" anfangen. Eventuell ein kleiner Startracker plus Kamera und Objektiv. Damit kannst du mit schönen Widefield-Aufnahmen anfangen und dich mit der Astrofotografie langsam vertraut machen. Um das Frustpotential gerade für den Anfang zu minimieren, empfehle ich gerne die ASIair als Aufnahmecomputer. Das Ding funktioniert out of the box und ist gerade für Anfänger ein ziemlich nützliches Helferlein. Allerdings würde das alles vermutlich dann knapp werden mit dem Budget. Die ASIair "spricht" leider nicht mit deiner Pentax - da benötigst du eine Canon/Nikon/Sony. Für Astrofotografie am besten astromodifiziert. Eine Canon 600Da wäre da beispielsweise eine gute Wahl und sie bekommt man häufig bereits modifiziert hier im Forum zu kaufen für einen schmalen Taler.

Problem ist eher die Montierung - da würde ich aber nicht geizen, denn ein stabiler Unterbau ist das A und O bei der Astrofotografie. Normalerweise würde ich sagen, eine Star Adventurer GTI, aber ich finde die einfach unverschämt teuer. Vielleicht eine Star Adventurer Az GTI. Die liegt derzeit bei etwa 360 EUR - das wäre wohl die günstigste Einstiegsvariante.

CS,

Ulrike
 
Um das Frustpotential gerade für den Anfang zu minimieren, empfehle ich gerne die ASIair als Aufnahmecomputer. Das Ding funktioniert out of the box und ist gerade für Anfänger ein ziemlich nützliches Helferlein. Allerdings würde das alles vermutlich dann knapp werden mit dem Budget.
Um die 300€ neu nur für die Kamera- und Montierungssteuerung bei 600€ Gesamtbudget und nicht mit der vorhandenen Kamera kompatibel... und für Weitfeld auch nicht nötig, da langt ein klassischer StarAdventurer plus Leuchtpunktsucher, um die Ziele leichter zu finden.

Viele (nicht alle) Probleme lassen sich mit Geld erschlagen. Oder halt mit ausgeliehenen oder vor Ort genutzten Vereinsgeräten.
Vielleicht eine Star Adventurer Az GTI. Die liegt derzeit bei etwa 360 EUR - das wäre wohl die günstigste Einstiegsvariante.
Ist halt azimutal und nichts für längere Aufnahmen – da wird langfristig zweimal gekauft.

Beste Grüße,
Alex
 
Also, gut. Ich hatte die Hoffnung auf eine Eierlegende Wollmilchsau. Aber gut, dann konzentriere ich mich erstmal auf die Beobachtung.
Wenn ich also mich nur auf die Beobachtung konzentrieren möchte - was sollte ich dann auf jeden Fall alles an Equipment haben?
Leider kann ich am 16.3. nicht zum Astronomietag - da ich da meinen Geburtstag mit Freunden nach feiere.
Aber ich denke ich werde mal mit meinem Freund in der nächsten Zeit mal bei der Sternwarte Stuttgart vorbeischauen. :)

Ich bin aber um jeden weiteren Tipp und weiteres echt dankbar!
Vielen Lieben Dank auch an alle bisherigen Antworten :)
 
Um die 300€ neu nur für die Kamera- und Montierungssteuerung bei 600€ Gesamtbudget und nicht mit der vorhandenen Kamera kompatibel... und für Weitfeld auch nicht nötig, da langt ein klassischer StarAdventurer plus Leuchtpunktsucher, um die Ziele leichter zu finden.
Dass das Budget nicht ausreicht, hatte geschrieben. Soweit es den Leuchtpunktsucher betrifft, möchte ich widersprechen. Das klappt keinesfalls einfacher als mit einem Platesolving. Vor allem, wenn man keine Erfahrung damit hat.

Ist halt azimutal und nichts für längere Aufnahmen – da wird langfristig zweimal gekauft.
Polhöhenwiege drunter und das Teil lässt sich auch parallaktisch bedienen. Das klappt hervorragend. Ich hatte die Az Gti selbst mal in Gebrauch. War nicht gerade meine Lieblingsmontierung, aber wäre die Budget-Lösung statt einer mindestens doppelt so teuren parallaktischen Montierung. Die gebrauchte EQ5, die über die Bucht verkauft wird, wäre natürlich die bessere Option.

CS,
Ulrike
 
Also, gut. Ich hatte die Hoffnung auf eine Eierlegende Wollmilchsau. Aber gut, dann konzentriere ich mich erstmal auf die Beobachtung.
Wenn ich also mich nur auf die Beobachtung konzentrieren möchte - was sollte ich dann auf jeden Fall alles an Equipment haben?
Leider kann ich am 16.3. nicht zum Astronomietag - da ich da meinen Geburtstag mit Freunden nach feiere.
Aber ich denke ich werde mal mit meinem Freund in der nächsten Zeit mal bei der Sternwarte Stuttgart vorbeischauen. :)

Ich bin aber um jeden weiteren Tipp und weiteres echt dankbar!
Vielen Lieben Dank auch an alle bisherigen Antworten :)
Dann würde ich ein Teleskop im Dobson-Style empfehlen. Den Skywatcher Heritage 150p oder 130p. Sehr viel einfacher und günstiger wird es nicht. Dazu noch ein oder zwei vernünftige Okulare und glücklich werden :)
 
Leider ist unser Balkon nicht groß genug für ein Dobson. :(
 
Das sind zum Beispiel die Bilder mit der Pentax
 

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Hallo Viviane,

unbedingt die Geräte in echt anschauen. Wenn ein Dobson nicht auf den Balkon passt, wird's mit einem Stativ auch eng. Schau dir mal sowas an:
130er Dobson auf Stativ.

Wenn es luxuriös sein soll (und das Budget sprengen darf), dann ein Celestron StarSense Explorer 130mm Tabletop Dobson (oder der größere 150er) – da macht dein Handy das Platesolving wie die oben empfohlene ASIAir, und du findest die Ziele ohne Suchen. Gibt auch optional ein Stativ für, falls du keinen stabilen Tisch auf dem Balkon hast. Wobei ein einfacheres Modell mit Leuchtpunktsucher den Vorteil hat, dass du den Himmel besser kennen lernst – mit StarSense findest du die Ziele dafür sofort.

Beste Grüße,
Alex
 
Leider ist unser Balkon nicht groß genug für ein Dobson. :(
Wie groß ist er den. Würde auf Rollsäule mit kurzem Teleskop, da Refraktor vermutlich zu lang rauslaufen. Vielleicht nen Maksutov oder cassegrain, sind aber auch eher teuere Optiken.

Mit Rollsäule mein ich sowas rechts, die steht, als 2. Aufstellung in meiner Rolldachhütte

IMG_20240301_182550142.jpg
 
Wie groß ist er den. Würde auf Rollsäule mit kurzem Teleskop, da Refraktor vermutlich zu lang rauslaufen. Vielleicht nen Maksutov oder cassegrain, sind aber auch eher teuere Optiken.

Mit Rollsäule mein ich sowas rechts, die steht, als 2. Aufstellung in meiner Rolldachhütte

Den Anhang 392714 betrachten
Oh das sieht gross aus.
Unser Balkon ist 4 Meter lang und 1,8 Meter breit.
Davon nutzen können wir aber nur knapp
1,5 auf 0,8 m
 
Ich fotografiere schon mit meiner Kamera Pentax K-3 und einem Teleobjektiv den Mond und habe auch versucht den Jupiter usw. auf die Linse zu bekommen. Aber das geht natürlich nicht so einfach.
Daheim würde ich auf den Balkon beobachten, 2. Stock, Südseite oder auf den naheliegenden Feldern usw beobachten.
Das war auch pi mal Auge meine Ausgangsposition(plus Digiscoping am Spektiv), beim Budget was die Sachen so kosten hatte es bei mir erstmal einen großen Interval gegeben, der heute bei den momentan höheren Preisen sich nochmal etwas mehr ausdehnen würde.
Mein Balkon misst nutzbar gerade mal 1,9m x 1,2m ;), trotzdem hält er mich nicht ab einen 1,3m langen 4Zoll(102mm) f11 Refraktor zu betreiben mit 1122mm Brennweite, auch visuell für die Sonne.
Manchmal beobachte ich auch mit zwei Montis mit kleineren "Scherben" äußerst eng, aber komme so auf meine Kosten und bin glücklich damit sobald der Himmel endlich klar wird.

Omegon Teleskop N150/750 EQ4 oder das Bresser Pollux 150/1400
Die beiden, von denen es einige mehr gibt in dieser Kategorie empfehle ich nicht, das ist zu wenig Qualität.
Die andere beiden vorgeschlagenen wären auch sicher nicht mein Fall.
Wiegesagt bei meinem Budget musste ich mir den Einkauf aufteilen. Hat gedauert und wurde um ein mehrfaches teurer.

Dobson, auch wenn ein sehr interessantes Teleskop zum Beobachten wollte ich gar nicht(super Sache für einen Garten zum rausrollen), viel zu gross so nen sinnvoller bezahlbaren 8Zoller auf dem Boden um mal um die Ecke fliehen zu können aufs Feld vor den Flutlichtlampen daheim. Ein kleiner ED Refraktor macht da seit einiger Zeit durchaus besser den Job mit ein par wenigen guten Okus und einem Filterrad eventuell später.
Nur selbst so ne kleine Monti wie meine ältere CEM25P mit Gegengewicht oder meine Azimutale manuelle muss gleich auf nen kleinen Handwagen gepackt werden. Das wiegt schon etwas, wobei ich visuell mehr zu meiner Manuellen "T" tendiere zwecks Einfachheit.
Und bei mir gibt es keinen Aufzug im zweiten Stock.
Wenn du am Ball bleibst findest du locker über die Jahre wo sich die Objekte wann am Himmel befinden. Auch öfters mal schnell nach dem Einkauf Abends mach ich nen kurzen Abstecher aufs Feld mit nur ein par kleinen Ferngläsern.

Clear skies,
- Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Du so wenig Platz hast, fahre mal zum Fernrohrland. Das wurde schon weiter oben erwähnt. Dann kannst Du sehen, wie groß die Geräte sind. Auf Fotos sehen die immer kleiner aus .....
Vielleicht wäre für Dich auch so etwas wie die Celestron Nexstar Geräte. Die sind gut transportierbar und schnell einsatzbereit.

Viel Spaß mit dem Hobby!
Uwe
 
Hallo Viviane,

es ist gut, dass du dich erst ein mal aufs Beobachten beschränken und vielleicht hin und wieder ein Foto als Nebenbeschäftigung betrachten willst. Die Objekte selbst mit kleinem Gerät direkt anzuschauen, das ist live und hinterlässt Eindrücke, die dich ein Sterngucker Leben lang begleiten. Ich habe noch heute Bilder von von 60 Jahren vor Augen.

Lass die Finger vom Pollux 150/1400. Das ist ein Fernrohr mit Kugelspiegel. Ein Linsensystem im Okular Auszug soll dessen sphärische Aberration beseitigen und verlängert die effektive Brennweite auf 1400 mm. Die Dinger machen in heutiger Ausführung keine Freude; selbst ältere, damals solider konstruierte, (ich habe selbst 3 Größen in meinem Fuhrpark) sind nicht für Anfänger und praktisch kaum zu justieren.

Wenn der Balkon nicht groß ist, schaffe dir etwas kleines mit Einblick von hinten an. Vorgestern habe ich wieder mal mir viel Freude meinen Skywatcher 100/500 am Orion Nebel und offenen Sternhaufen eingesetzt. Vor ein paar Wochen habe ich einem Patienten so ein Ding auf eine AZ3 Montierung gesetzt. Vorher benutzte er ein wackelig montiertes Spiegelteleskop, das ihn nur frustete. Jetzt ist er glücklich. Nichts wackelt, Objekte verschwinden nicht beim Okular Wechsel oder scharfstellen und selbst bei Mond, Saturn und Jupiter ist er als Anfänger mit dem Bild zufrieden. Gebraucht vertickt bekam er das Gesamtpaket für knapp 200 Euro.

Selbst wenn du dir später noch was besseres oder größeres anschaffst, wirst du so etwas immer wieder mal schnell einsetzten.

Trau dich, du wirst mit etwas solidem, einfachen, ohne Elektronik und Schnickschnack viel Freude haben.

CS Gerhard
 
Hallo Viviane,
grundsätzlich kannst du eine kleine Montierung auf die Ecke des Geländers schrauben. Das ist ziemlich stabil. Such dir die Ecke aus, von der du die besseren Bedingungen hast. Dann noch ein kleiner APO und du bist ausgerüstet.
CS Harald
 
Hi Viviane,

ich würde noch mal den Seestar in den Ring werfen. Ursprünglich hattest du ja ohnehin nach Fotografie-Equipment gefragt. Der Seestar wäre ideal, weil klein, kompakt und ohne Frustrationspotential.

Viele Grüße,

Ulrike
 
Zum Seestar schmeiße ich mal meinen Review vom eVscope in den Raum, einem ähnlichen System:
Die Dinger funktionieren, können aber evtl. schnell langweilig werden, weil man keinen weiteren Beitrag leistet als das Objekt auszuwählen und ggf. die Bilder etwas nachzubearbeiten. Kein Frustpotential, das stimmt, aber auch nicht das Erfolgserlebnis, wenn man ein Objekt gefunden oder selbst geknipst hat. Das ist für mich kein großer Unterschied zu einer Führung auf einer Sternwarte, wo mir was gezeigt wird. Was natürlich auch mal Spaß macht.

Beste Grüße,
Alex
 
Ohje, aber war mir fast schon klar. Was für ein Budget braucht man denn ungefähr wenn man einsteigen möchte? Damit ich mir eventuell das doch mal noch durch den Kopf gehen lassen könnte. Und was wäre denn z.B. ein gutes Einsteiger Equipment?

Vielen Dank auch für die Tipps. :)
Hi,
Hier kannst du mal reinschauen. Eigentlich kann man mit relativ wenig Budget einsteigen und sich dann steigern.
 
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