Klassischer Cassegrain - Hintenreinguck Alternative zum Newton

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Servus zusammen.

Ich hatte ja versprochen Euch auf dem Laufenden zu halten.
Ich habe wie hier empfohlen in cloudy nights auch einen post dazu gemacht - da gings gleich ganz schön rund um das Gerät.
In Anbetracht dessen, dass dieses Instrument in 12 Zoll mit Sitall Spiegel anscheinend weltweit nahezu kaum bis nie erhältlich ist,
habe ich mich dazu entschlossen es zu kaufen.
Allerdings möchte ich es trotzdem erst testen, denn es würde mir nichts bringen wenn es meine Erwartungen nicht erfüllt und schon
gar nicht für diese Summe - das konnte ich vereinbaren, sonst würde ich es nicht machen.

Erst gestern hatte sich mein geschildertes "Problem" wieder bestätigt.
Ich hatte gestern für 3 Leute eine kleine Mond und Planetenführung gemacht sowie noch den ein oder anderen Sternhaufen.
Da wurde mir wegen der unterschiedlichen Größe der Leute auch schon wieder klar, dass der Tritt auf die Leiter für keinen so angenehm ist.
Es gibt schon einige Positionen am Newton die mir einfach das entspannte Beobachten vermiesen.
Auch das Bino habe ich aufgebaut - es ist einfach ein Genuss (mal unabhängig von der Optik) wenn man einfach gemütlich sitzt, das Auge bequem
am Okular ablegt und einfach nur Minuten lang genießen kann.
In dieser entspannten Sitzposition finde ich kann man einen Sternhaufen oder Planet einfach über längere Zeit ganz anders auf sich wirken lassen.
Das ist einfach meine ganz persönliche Ideologie und für mich ist dieses ergonomisch und irgendwie auch spannende Gefühl umgeben von den 4 Wänden
in der Hütte nach ganz weit draußen zu schauen ein wichtiger Punkt.

Ich habe wegen des Auskühlens und der seeing Anfälligkeit trotzdem ein mulmiges Gefühl. Ich bin einfach nur sehr sehr gespannt!!
Der 12er F5 bringt mir mit dem 8mm nahezu immer ein sehr gutes bis für mich wirklich perfektes Bild am Planeten.
Gerade gestern auch wieder Jupiter ein absoluter Genuss! Wirklich wie ein verkleinertes Astrofoto, das hatte ich nie und wirklich nie
bei einem meiner Instrumente. Wo ich oft dachte, das seeing ist einfach nicht gut, lag es wohl nie daran.
Auch unser Sternwarten Vereins 40cm Newton mit Lomo Spiegel zeigte mir bisher nicht so einen Jupiter.
Manchmal aber nur in seltenen Fällen geht auch noch das 5mm. Aber wie gesagt, Dach auf - 8mm in den 12er und immer bestens, egal wann.

Das hinten rein schauen ist mir ein sehr wichtiger Punkt, warum sonst würde ich nach etwas suchen, wenn ich mit meinem Newton absolut zufrieden bin.
Sollte aber das Bild nicht so gut sein wie mit dem Newton, dann wäre es natürlich Wahnsinn so viel Geld auszugeben.

Das werde ich aber erst sehen, wenn ich durchschaue und werden wir alle vorher nicht wissen.
Ich werde Euch auf dem Laufenden halten!

VG Steve
 
Wo ich oft dachte, das seeing ist einfach nicht gut, lag es wohl nie daran.
Hallo Steve,
so ist es, durch eigene Erfahrung bist du schon weiter gekommen :y:
Leider kann man das immer noch viel zu oft lesen und hören.

Die wenigsten verstehen die physikalischen Zusammenhänge von Optik und Thermik, oder Sie nehmen das Thema einfach nicht ernst.
Das mit Beginn der Dämmerung ein Temperaturgang einsetzt und das schon 1,5-2°C Unterschied ausreichen um Tubusseeing bzw. eine Grenzschicht zu erzeugen ist oft nur schwer vermittelbar.

Und daher ist es heute immer noch so, dass Grenzschichtbeobachter einfach weniger sehen, nur selten hoch vergrößern können und die meiste Zeit unter schlechtem Seeing leiden.
Häufig ist dann auch einfach die böse Obstruktion an allem Schuld.

Jedoch hast du das Problem erkannt, das ist schon mal ein großer Schritt nach vorne.
Von daher wünsche ich dir viel Glück und viel Spaß mit dem MC.:)
LG
 
Ich habe wegen des Auskühlens und der seeing Anfälligkeit trotzdem ein mulmiges Gefühl. Ich bin einfach nur sehr sehr gespannt!!
Evtl. kann ich Dich da zumindest etwas beruhigen: die Intes MN86 DeLuxe Optik die ich seit Jahren habe ist in einem Hartpapiertubus verbaut und neigt auffallend wenig dazu Tubusseeing zu entwickeln. Bei einem geschlossenem System hat man ja zwei Wege um das Tubusseeing zu eliminieren: durch Belüftung für eine gleichmäßige Auskühlung oder durch Wärmedämmung für eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Tubus sorgen wird gerade in den USA auch bei großen SCs praktiziert und dort Hot-Tube genannt. Oft reicht eine Ummantelung des Tubus. (Tubus-) Seeing entsteht immer durch Temperaturdifferenzen gibt es keine Temperaturdifferenz entsteht auch kein Seeing - wie man das erreicht ist egal. Zumindest auf Teleskop und Sternwarte hat man Einfluss ;)

Bin auch gespannt auf Erfahrungen mit diesem soliden 12" MC das ist echt ein Gerät abseits des üblichen. Wenn das Wetter so gar nicht mitspielt könntest Du dem Gerät ja z.B. bei Wellenform auf den Zahn fühlen lassen dann dann bliebe nur noch die Frage nach der thermischen Alltagstauglichkeit.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Steve, Glückwunsch zum neuen Gerät!
Als Dobsonaut löse ich das Reinguckproblem bei Planetenführungen für Gäste ganz einfach so:
Screenshot_20240202_071931_Gallery.jpg
Ich mumpfe die ASI in den Okularauszug und wir können uns dann gemeinsam am Laptop das Livebild ansehen, dabei Kontrast und Helligkeit einstellen und sehen dabei entspannt und gleichzeitig wesentlich mehr in kürzerer Zeit als einzeln im Okular. Auch kann ich bei Erklärungen von Details direkt mit dem Finger darauf zeigen ohne irgendetwas
umständlich beschreiben zu müssen. Bei Planeten funktioniert das sehr gut, auch bei Anfang der Dämmerung.
CS Mike
 
Hi Steve,

auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zu diesem Ausnahmegerät und ganz viel Spaß damit.

VG. Michael
 
Hallo Sternfreunde,

jetzt hat es etwas länger gedauert, warum werdet ihr nachstehend auch lesen.
Ich freue mich aber umso mehr Euch nun die versprochene Rückmeldung geben zu können!

Lehnt Euch zurück, das wird wahrscheinlich etwas länger... schließlich möchte ich Euch die ersten Fehlschläge nicht vorenthalten.

Zunächst mal vielen Dank nochmals an alle Anregungen und die Unterstützung, sowie auch den Verweis auf das Intes M1212 Deluxe.

Einige Bilder dazu füge ich dem ganzen an.

Es war also dann soweit und das wirklich schwere Monster kam Gott sei Dank erstmal heil an.

Schweres Monster kommt dem Ganzen gerecht - ich musste es gemeinsam mit meiner Frau auf die EQ8 wuchten, allein keinerlei Chance.
Selbst die Taukappe ist beeindruckend und so groß wie mind. ein C11.

Zunächst merkte ich, dass meine drei Gegengewichte der EQ8 nicht ausreichten, ich musste dann erstmal improvisieren mit Hantelscheiben, Gewichtsmanschetten und Kabelbindern, was dann zum Glück gerade noch ausreichte um es in Balance zu halten.
Mir kam es dann etwas zu schwer vor, so dass ich auf Nummer sicher gehen wollte und alles erstmal nochmals gewogen habe. Der Tubus kommt auf 35 kg, die Taukappe auf 5 kg.
Die EQ8 packt es noch und fährt auch ruhig, aber ich denke es ist schon wirklich die Grenze was die EQ8 dann realistisch machen sollte.

Nun hat es wie gesagt etwas länger gedauert, warum werdet ihr gleich lesen:

Also war ich am ersten Tag schon etwas unter Zeitdruck, denn es sollte auch gleich klar werden, eigentlich perfekt um es gleich zu testen.
Parallel dazu wurde mein hier schon mehrfach genannter guter Newton aufgebaut um eine Referenz zu haben, denn diesen kenne ich einfach wie er wann und was abbildet.

Also gleich zu Jupiter. Im 8mm im Newton wie gewohnt ein toller Jupiter mit sämtlichen Details die auf der "Oberfläche" hervorblitzten.

Mit dem MC (ich nenne es jetzt nur immer MC) bin ich ich dann erstmal zu einem hellen Stern um die Justage zu prüfen. Nach dem Transport war mir eigentlich klar, dass diese nicht mehr passen wird. Aber siehe an - die Justage sah gut aus, sogar perfekt im Okular, also gings damit auch gleich mal zu Jupiter, aber erstmal wegen der langen Brennweite von 3,8 Meter mit dem 36mm als Vorgeschmack.

Da kam erstmal das was ich befürchtet hatte, bzgl. Auskühlproblematik wie ich es von meinem C11 noch kannte. Ein zermatschtes Bild.
Ich wartete dann noch gut 2 Stunden mit eingeschaltetem Lüfter, die Temperatur von Tag zu Nacht war eigentlich an diesem Tag relativ konstant.
Doch auch danach - ein matschiger Jupiter mit lediglich den zwei Wolkenbändern in einem intensiven Braunton.

Am Stern selbst sah es gut aus, eigentlich sogar sehr gut, wie im APO, tolle Sternfarben, aber was war da los?

Ich hatte mich dann intensiv mit der "Intes-Gemeinde" auf Cloudy Nights ausgetauscht so wie auch nochmal mit Markus.
Von allen Seiten wurde mir empfohlen das MC zu isolieren.
Auch großen Dank hier an Quanten (Uwe), der mir auch mit Rat zur Seite gestanden ist!

Also habe ich das MC zweifach isoliert mit Heizkörpertapete so wie es mir dann auch empfohlen worden ist.

Ein ganz großer Dank muss hier an Markus Ludes ausgesprochen werden. Ich konnte es immer wieder testen und man merkte sofort, dass man hier nicht nur Käufer ist, sondern dass mir Markus hier auch wirklich die Möglichkeit gab, das Gerät ausgiebig zu testen und eben auch will, dass man nachher zufrieden ist. Hat mich schwer begeistert - danke nochmal Markus!

Nachdem dann die weitere klare Wettervorhersage sich in einen bewölkten Himmel änderte war das also leider wieder nix.
Ich sah jedoch, dass Jupiter immer wieder etwas durchblitzte, also bin ich trotzdem raus.
Ja - es war schon deutlich ruhiger das Bild, Isolierung oder dunstiges Planetenwetter, was es wirklich war wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Jupiter kam also ab und an etwas durch und machte fast ein Standbild.
Jupiter sah zwar beeindruckend aus, weil er nicht wie eine Scheibe sondern wie eine Kugel rüberkam und auch sah man sofort das Ganymed größer ist als IO -
Allerdings wieder nur ein matschiger Jupiter, zwar ruhiger und besser aber bis auf die zwei Wolkenbänder keine weiteren Details.
Plötzlich aber war in einem der Wolkenbänder eine Lücke, als hätte man mit einem Radiergummi was rausradiert.
Und einseitig auch immer ein ganz leichter Schatten, bzw Doppelbild nur ganz dezent als könnte man nicht 100 prozentig fokussieren.

Danach sah ich in Stellarium nach und sah, dass dieser Radierfleck der GRF gewesen war!
Ich war erstmal platt, denn man konnte ihn nicht ausmachen, er war einfach nicht da während ich in meinem Newton diesen immer deutlich und auch mit schöner roter Farbe sehe.

Nachdem ich mir dann wieder Rat eingeholt hatte und mir wirklich von allen Seiten gesagt wurde, dass diese Optik wenn sie denn keinen Schaden hat, herausragend sein sollte kamen mir schön langsam Zweifel...

Konnte ich mir irgendwie nicht erklären.

Also sah ich mir den Spiegel mal genauer an und machte wie mir Uwe empfahl mal unter Tags einen Farbtest, da es wohl vereinzelte Exemplare mit einem Gelbstich geben könne. All das passte aber astrein, keinerlei Verfärbung, Farbsaum oder irgendwas.

Also wollte ich es noch ein einziges mal an einer klaren Nacht testen. Markus gab mir die Möglichkeit nochmal, ich kann hier nur immer wieder danke sagen!

Am Tag zuvor hatte ich noch telefonisch Kontakt mit einem netten Herrn (ich weiß nicht ob er hier genannt werden möchte) und er gab mir den Rat, die Justage nochmal bis in die höchste Vergrößerung rein zu prüfen.
Ich hatte ja bereits mit dem 10mm Fadenkreuz eine eigentlich perfekte Justage festgestellt.
Er empfahl mir auch ein Hilfsmittel dazu und prompt fiel mir ein, dass ich ja den OCAL Pro habe, mit dem ich damals meinen Epsilon justiert hatte, sonst würde ich ihn noch heute justieren.
Ich wusste, dass mein OCAL funktioniert und das sehr gut, also steckte ich ihn in den OAZ inkl. Zenitprisma, so eben, wie auch das Okular drin ist.

Ich füge Euch auch hier die Bilder an, denn tatsächlich sah man (das gelbliche Bild) eine ganz leichte Dejustage die ich so am Okular niemals wahrgenommen hätte. Wenn überhaupt müsste die Luft dazu dann wohl perfekt ruhig sein und selbst da hätte ich es wahrscheinlich nicht gesehen. Also machte ich an einer Schraube lediglich ca. 3 minimale Bewegungen und es sah zumindest im OCAL perfekt aus.

Die Motivation war jetzt natürlich sehr groß, denn ich hatte etwas verändert. Einmal die Justage und die Isolierung des Tubus inkl. der Taukappe.

Das ganze war gestern und hingegen jeder Wettervorhersage (2 Wochen Dauerregen) wurde es gestern tatsächlich klar!

Ich hatte dann nachgesehen und festgestellt, dass auch heute wieder der GRF zu uns gewandt ist und auch noch der Mond zum testen zur Verfügung stehen würde.

Also wieder das selbe - raus und den Newton wieder parallel dazu aufgebaut und gleich mal auf Jupiter gerichtet.
Wie immer mit dem 8mm wunderbar anzusehen, Details von oben bis unten, GRF deutlich sichtbar mit Farbe usw...

So... jetzt ging es nach einem Vater unser in Richtung des MC, hier gleich das 26mm rein und zu Jupiter gefahren, worauf soll ich schließlich warten.

So - haltet Euch fest - ich bin keiner der sich was schön redet - ich sage Euch Jupiter war GRANDIOS!! Ja - es war die Justage und ich war kurz davor es zurück zu schicken!!
Niemals hätte ich ohne Hilfsmittel diese kleine Abweichung feststellen können und niemals hätte ich geglaubt dass ein Minimal Daneben das Bild zu matsch werden lässt.
Anscheinend halten die zwar die Justage einwandfrei, sind allerdings bei dieser Spitzeoptik extrem empfindlich - es geht m. M. nach nur mit Hilfsmittel.

Nun möchte ich aber noch ein wenig schwärmen.

Also erstmal bekam ich Gänsehaut und ließ einen lauten Freudeschrei los, dass meine Frau fragte ob mir was passiert sei.
Jupiter war einzigartig, ich habe ihn noch nie so detailreich gesehen und das MC schlägt meinen wirklich guten Newton! den ich hier nun auch bald verkaufen werde,
haushoch.
Um den GRF war der dunkle Bogen sowas von sauber und getrennt sichtbar wie auf einem Foto. Und auch im GRF waren bereits mit 146-fach deutliche Strukturen sichtbar.
Die Monde feinste Scheibchen mit sichtbarem Größenunterschied.

Ich schwenkte dann noch kurz zum Trapez und beim zufälligen vorbeifahren an Rigel sprang einem sein Begleiter sofort ins Gesicht - klasse!
Auch im Trapez waren mit der kleinsten Vergrößerung sofort die Komponenten E und F sichtbar ohne dass man sich irgendwie auch nur anstrengen musste.

Sogar meine Frau war total begeistert und die interessiert das eigentlich nicht wirklich.

Ich fuhr dann nochmal zu einem Stern und machte mit einem 10mm einen Test. Poissonfleck, Beugungsringe außenrum alles wirklich wie im Bilderbuch, wie eine Referenz.

Ich bin unglaublich begeistert Leute und habe jetzt genau das was ich gesucht habe:
Einen einzigartigen Hintenreingucker, mit Öffnung, perfekter Abbildung am Planet - es gibt ihn also doch.

Und ich kann nur sagen, ich habe am Stuhl, den Kopf in der Hand abgelegt in einer Couch-Lümmel Position knapp 1 Stunde ohne Unterbrechung auf Jupiter geschaut.

Unglaublich entspannend - so soll Beobachten sein!

Manchmal darf man einfach nicht gleich aufgeben...


Viele Grüße, danke nochmal an alle und CS
Steve
 

Anhänge

  • IMG_20240205_145332.jpg
    IMG_20240205_145332.jpg
    449,5 KB · Aufrufe: 324
  • IMG_20240205_171550.jpg
    IMG_20240205_171550.jpg
    229,3 KB · Aufrufe: 303
  • IMG_20240213_163544.jpg
    IMG_20240213_163544.jpg
    418,6 KB · Aufrufe: 314
  • IMG_20240213_163531.jpg
    IMG_20240213_163531.jpg
    453 KB · Aufrufe: 300
  • IMG_20240210_172431.jpg
    IMG_20240210_172431.jpg
    259,3 KB · Aufrufe: 299
Schöner Bericht und Glückwunsch zu dem außergewöhnlichen Gerät. Ein Punkt den du zumindest nicht erwähnt hast würde ich noch anmerken: die Lagerung des Tubus in der Parkposition. Der Tubus sollte aufrecht stehen, also nicht horizontal ausgerichtet sein, damit sich im Tubus kein Luftsee entlang der optischen Achse bildet.
Das sollte zur schnelleren Einsetzbarkeit beitragen.

cs Alex
 
Hallo Steve,

auch von mir Glückwunsch zu dem jetzt so gutem Gerät, hat mich mein damaliger Eindruck mit so einem Intes - MAK also nicht getäuscht!

Nicht die Parkposition ist wichtig sondern während des Temperaturaustausches sollte der Tubus nach oben gerichtet sein, mit fusselfreiem Tuch über der Öffnung, damit in der Zeit dort nix auf die Optik rieselt!

Gruß Günter
 
Auch von mir eine Gratulation zu der Neuanschaffung und ganz viel Freude mit dem "Hinten-reinguck-Monster-Teleskop" ;-)
Viele Grüße Michael
 
Ich danke Euch! Ich bin echt mega Happy und freue mich schon damit mal Planetenbilder zu machen.
Der Tipp mit dem nach Oben richten werde ich beherzigen.
Ich muss auf jeden Fall noch einen Staubfilter vor den Lüfter anbringen.
Der nächste Punkt ist, wie wichtig ist die silberne Oberfläche der Isolierung.
Ich würde das optisch natürlich schon gern hübscher machen.
Ich hätte hier noch eine große Rolle schwarze Carbonfolie?
 
Viele Dank Astro Steve für deinen informativen und ausführlichen Bericht. Ich bevorzuge zwar Dobsons liebäugle aber doch auch ein wenig mit Cassegrains und deren Varianten, daher mit Interesse gelesen.:y:
CS Mike
 
Hallo Steve,

Hell reflektiert, Schwarz absorbiert!

Gruß Günter
 
Hallo Steve,
warum ist denn der Mak so viel besser in der Abbildungsleistung als der aus deiner Sicht sehr gute Newton bei gleicher Öffnung? Die Obstruktion bei 30% ist ja schon sehr groß, ähnlich einem SC.

Grüße
Martin
 
Hallo Martin,

die verbaute Optik ist sicher exzellent.
Allerdings kann ich Dir nur als der jenige berichten, der durchgesehen hat und das bisher auch nur von einem Abend.
Egal ob in der Doppelsterntrennung oder am Mond oder Jupiter - der Anblick war einfach nur GRANDIOS !
Rigel und Begleiter z.B. sahen sowas von genial aus, sowas hatte mich bisher eigentlich gar nicht wirklich interessiert.

Wäre dem nicht so gewesen hätte ich das mit Versandkosten knapp 9.000 Euro Gerät sofort wieder zurück gegeben,
schließlich habe ich ja keinen Goldesel hier stehen.
Ich war ja kurz davor, wenn ich das mit der feinen Justage nicht rausgefunden hätte und bin so dermaßen glücklich jetzt!!!

Mein Newton stand parallel daneben und ich beobachte Planeten schon seit 24 Jahren und habe auch schon eine Stange an
Gerätschaften durch. Von SC´s, Apo´s,... Zudem habe ich Zugriff auf unsere Vereinsgerätschaften (63cm Spiegel, 40er Lomospiegel Newton,
damals noch der 55er Lomo-Spiegel,...)
Nein - das war definitiv der beste Jupiter den ich je gesehen habe!

Meine Kollegen unserer Remotesternwarte auf Hakos in Namibia, werden da wahrscheinlich nicht ganz so begeistert sein wie ich.
Saturn bei 1000-fach als Standbild im 71cm Spiegel auf dem Gamsberg in Namibia.
Aber das ist natürlich eine andere Nummer....

Ich freue mich jedenfalls jetzt erstmal das Teil in Ruhe auszuprobieren was alles so geht.
Sirius B wünscht ein Kollege nun erstmal zu testen und vieles Weiteres wird uns da sicher noch einfallen.
Ich bin defintiv so angefixt wie seit Langem nicht mehr!
Merke aber auch, dass es bei dieser Brennweite noch einige weitere Okulare braucht.
Brennweiten, die man so eigentlich nicht im Standard Repertoire hat.

Ein Binoansatz wäre sicher auch sehr interessant!

VG Steve
 
Was ich noch in der Kürze sagen kann, dass die Abbildung wie oder fast wie in einem Apo aussieht. Der Stern selbst natürlich ganz anders als im Newton aber absolut farbrein.
Der Hintergrund auch deutlich dunkler.
Möglicherweise ist der Kontrast auch wegen der fehlenden FS Streben besser (nur eine Vermutung).
Jupiter sah auch allgemein wie eine richtige Kugel aus, nicht so Scheibenmäßig, wie eine Murmel.
Und die Monde auch bei 146 fach deutlich an Größenunterschied ausmachbar.
Einfach auch irgendwie anders.
Einen Mak hatte ich aber noch nie.
 
Heute haben meine Frau und ich die Isolierung nochmal verschönert, so dass kein Klebeband mehr sichtbar ist.
Wobei mir sogar zu Goldfolie geraten wurde.
Momentan scheint es aber so gut zu funktionieren.
Desweiteren wird die Gegengewichtstange noch sauber modifiziert.
Der Lüfter bekommt noch ein Filtergehäuse und ein 90 Grad Sucher wird noch angebracht.
 

Anhänge

  • IMG_20240218_141550_edit_410388765358732.jpg
    IMG_20240218_141550_edit_410388765358732.jpg
    511,3 KB · Aufrufe: 319
Aus Astroheften kenne ich die Goldfolie z B zum einpacken von Satelliten und dergleichen.
Wenn es sich nicht nachteilig auswirkt könnte man die Folie noch zusätzlich anbringen (das Auge ist mit ) wenn es gefällt.

Ein 55 mm Plössl hätte ich mir bei einer Gelegenheit jetzt auch als erstes dazu gekauft.
Die Panoptikokulare 41 mm werden ja nicht so oft gebraucht angeboten.
=========================
Des Weiteren würde ich mal mit Hr Ludes telefonieren, was er z B für Planeten => hochauflösend und knackscharf sowie
extrem klar zeichnende Okulare Dir empfehlen kann speziell zum MAK und den von Dir gesuchten Brennweiten.

Weitfield ist vielleicht noch ein anderes Thema, aber auch da würde ich mal mit Herrn Ludes telefonieren und mir Anregungen
holen und sammeln.
Danach kann man in Ruhe planen bezgl Okularsortiment und evtl auch gezielt nach Gelegenheiten suchen, oder muss eben neu kaufen.

VG. Michael
 
Hallo Steve,

in wiefern sind die Sterne anders, als im Newton (ohne Spikes, klar) zu sehen? Diese müssten, wie im SC doch etwas aufgebläht sein, da Obstruktion? Wie im Apo geht ja gar nicht.

Ich sehe auch unterschiedlich große Monde der Planeten im Newton, das muss bei guten Bedingungen auch gehen. Farbreine Sterne sind im Spiegelteleskop normal, es sei denn, eine optische Komponente bringt Farbe rein.

Grüße
Martin
 
Hallo Steve,

in wiefern sind die Sterne anders, als im Newton (ohne Spikes, klar) zu sehen? Diese müssten, wie im SC doch etwas aufgebläht sein, da Obstruktion? Wie im Apo geht ja gar nicht.

Ich sehe auch unterschiedlich große Monde der Planeten im Newton, das muss bei guten Bedingungen auch gehen. Farbreine Sterne sind im Spiegelteleskop normal, es sei denn, eine optische Komponente bringt Farbe rein.

Grüße
Hallo Martin,

Meiner vorab Recherche dass die Sternabbildung sehr ähnlich eines Apos ist kann ich nur bestätigen.
Sehr nahe dran an der Abbildung meines 6 Zoll APM Apos und eher gar nicht an der meines mittlerweile verkauften C11.

Viele Grüße
Steve
 
Hallo Steve,

ich gratuliere dir zu diesem schönen Gerät.
Die Idee mit der Goldfolie gefällt mir gut, da könnte ich meinen Mak auch noch verhübschen.
Der 16" hat einen eingebauten Lüfter - seit der Tubusisolierung ist dieser praktisch unbenutzt.

Eine gute lange Taukappe ist bei so einem Gerät natürlich sehr hilfreich und gerade in eher feuchten Nächten (zumindest in meiner Gegend) ist das Seeing manchmal recht gut.

Ich hatte früher auch verschiedene Newtons und SCs - man kanns ja nie wissen, aber der Mak (und der Apo) bleiben aller Voraussicht nach. Dadurch kann man die restliche Ausrüstung sehr gut und langfristig darauf abstimmen. Ein gutes Gefühl, "angekommen" zu sein!

Viel Spaß & cs
Andreas
 
Hi Steve,

also auseinander genommen hätte ich das gute Stück jetzt mal nicht. Hätte ich bei Bedarf einem Fachmann überlassen.
Aber meinen Respekt hast Du.

Ich hoffe Du hast die Positionen der Spiegel und des Meniskas etc peinlich genau ((aller optischen Elemente) von den Positionen her zueinander und zum/am Tubus gekennzeichnet , damit nach dem Zusammenbau alles wieder genauso in Position kommt , wie es zuvor war.

Sag doch demnächst nach Einstellung und Überprüfung der Optik bitte einmal Bescheid , ob alles wieder so gut wie vorher eingestellt und abgebildet wird.

VG. Michael
 
Hallo Michael,

ich habe zuvor auch mit Markus darüber telefoniert wie ich alles zerlegen kann.
Eigentlich kein Hexenwerk.
Selbstverständlich ist alles peinlich genau markiert.
Da ich den Tubus ohnehin öffnen musste wegen der lockeren Schiene die das Teleskop trägt, werde ich gleich eine Reinigung von Spiegeln und Linse durchführen.
Die ist nämlich definitiv auch nötig.
Auch habe ich mir eine Maske angefertigt (gedruckt) für eine vielleicht ganz neue und interessante Methode der HS Justage, die meiner Meinung nach gut funktionieren müsste.
Ich habe jeden Schritt fotografiert und werde natürlich einen bebilderten Bericht schreiben, der dann vielleicht auch für andere hilfreich ist.

Dauert alles noch ein wenig.

Ich melde mich wieder.

Viele Grüße Steve
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben